| (19) |
 |
|
(11) |
EP 1 149 236 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
31.03.2004 Patentblatt 2004/14 |
| (22) |
Anmeldetag: 21.10.2000 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC)7: F02M 51/06 |
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/DE2000/003700 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2001/029402 (26.04.2001 Gazette 2001/17) |
|
| (54) |
BRENNSTOFFEINSPRITZVENTIL
FUEL INJECTION VALVE
SOUPAPE D'INJECTION DE CARBURANT
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
21.10.1999 DE 19950761
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
31.10.2001 Patentblatt 2001/44 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
|
70442 Stuttgart (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- HANS, Waldemar
96050 Bamberg (DE)
|
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 404 336 DE-A- 19 816 315 US-A- 4 766 405
|
DE-A- 3 332 858 DE-A- 19 849 210 US-A- 5 299 776
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung der Hauptansprüche
1 und 4. Ein Brennstoffeinspritzventil nach dem Oberbegriff der Ansprüche 1 und 4
ist aus der Druckschrift DE 198 16 315 A und der Druckschrift DE 198 49 210 A (veröffentlicht
am 27.04.2000) bekannt.
[0002] Es ist bereits aus der US 4,766,405 ein Brennstoffeinspritzventil bekannt, das einen
mit einer Ventilnadel verbundenen Ventilschließkörper, der mit einer an einem Ventilsitzkörper
ausgebildeten Ventilsitzfläche zu einem Dichtsitz zusammenwirkt, aufweist. Zur elektromagnetischen
Betätigung des Brennstoffeinspritzventils ist eine Magnetspule vorgesehen, die mit
einem Anker zusammenwirkt, der mit der Ventilnadel kraftschlüssig verbunden ist. Um
den Anker und die Ventilnadel ist eine zusätzliche Masse zylinderförmig vorgesehen,
die über eine Elastomerschicht mit dem Anker verbunden ist. Nachteilig ist die aufwendige
Bauform mit einem zusätzlichen Bauteil. Auch ist der großflächige Elastomerring ungünstig
für den Verlauf des Magnetfelds und erschwert das Schließen der Feldlinien und somit
das Erreichen hoher Anzugskräfte bei der Öffnungsbewegung des Brennstoffeinspritzventils.
[0003] Ebenfalls aus der US 4,766,405 ist eine Ausführungsform eines Brennstoffeinspritzventils
bekannt, bei dem zur Dämpfung und Entprellung um den Anker und die Ventilnadel eine
weitere zylinderförmige Masse vorgesehen ist, die durch zwei Elastomerringe in ihrer
Position beweglich eingespannt und gehalten wird. Beim Auftreffen der Ventilnadel
auf den Ventilsitz kann sich diese zweite Masse relativ zu Anker und Ventilnadel bewegen
und ein Prellen der Ventilnadel verhindern. Nachteilig an der dort gezeigten Ausführungsform
ist der zusätzliche Aufwand und Platzbedarf. Auch ist der Anker selbst nicht entkoppelt
und sein Impuls vergrößert somit bei der Ventilnadel die Neigung, zu prellen.
[0004] Aus der US 5,299,776 ist ein Brennstoffeinspritzventil mit einer Ventilnadel und
einem Anker bekannt, der auf der Ventilnadel beweglich geführt ist und dessen Bewegung
in der Hubrichtung der Ventilnadel begrenzt wird durch einen ersten Anschlag und entgegen
der Hubrichtung durch einen zweiten Anschlag. Das durch die beiden Anschläge festgelegte
axiale Bewegungsspiel des Ankers führt in gewissen Grenzen zu einer Entkopplung der
trägen Masse der Ventilnadel einerseits und der trägen Masse des Ankers andererseits.
Dadurch wird einem Zurückprallen der Ventilnadel von der Ventilsitzfläche beim Schließen
des Brennstoffeinspritzventils in gewissen Grenzen entgegengewirkt. Da jedoch die
axiale Lage des Ankers bezüglich der Ventilnadel durch die freie Beweglichkeit des
Ankers gegenüber der Ventilnadel vollkommen undefiniert ist, werden Preller nur in
beschränktem Maße vermieden. Insbesondere wird bei der aus der US 5,299,776 bekannten
Bauweise des Brennstoffeinspritzventils nicht vermieden, daß der Anker bei der Schließbewegung
des Brennstoffeinspritzventils auf den dem Ventilschließkörper zugewandten Anschlag
auftrifft und seinen Impuls schlagartig auf die Ventilnadel überträgt. Diese schlagartige
Impulsübertragung kann zusätzliche Preller des Ventilschließkörpers verursachen.
[0005] Es ist weiter aus der betriebsinternen Praxis bekannt, den auf der Ventilnadel geführten
Anker durch einen Elastomerring in seiner Position beweglich eingespannt zu befestigen.
Hierzu wird der Anker zwischen zwei Anschlägen gehalten, wobei zwischen Anker und
unterem Anschlag ein Elastomerring liegt. Dabei tritt jedoch das Problem auf, daß
zur Zuführung des Brennstoffs zur Ventilsitzfläche eine Bohrung durch den Anker nötig
ist. Die Bohrung durch den Anker ist nahe der Ventilnadel ausgeführt und die ventilsitzseitige
Ausmündung der Bohrung wird teilweise durch den Elastomerring verdeckt. Dadurch kommt
es zu einer ungleichmäßigen Pressung des Elastomerrings und die Bohrungskanten führen
schließlich durch Kantenpressung zu einer Zerstörung des Elastomerrings. Daneben kommt
es zu Schwingungsanregungen des nicht gestützten Elastomerrings, die ebenfalls zur
Zerstörung durch die Bohrungskanten beitragen. Dies tritt besonders bei niedrigen
Temperaturen auf, wenn das Elastomer in einen steifen, glasartigen Zustand übergeht.
Vorteile der Erfindung
[0006] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 4 hat demgegenüber den Vorteil, daß der Elastomerring
axial über seine volle Fläche gestützt wird. So kann es zu keiner Kantenpressung des
Elastomerrings kommen. Dadurch ist die Dauerstabilität des Elastomerrings verbessert.
[0007] Dies wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erreicht, indem das Brennstoffeinspritzventil
zwischen dem Elastomerring und dem Anker einen flächigen Stützring aufweist, der den
Elastomerring über seine gesamte Fläche und somit auch im Bereich des Brennstoffkanals
axial stützt.
[0008] Mit den Merkmalen des Anspruchs 4 wird dies erreicht, indem die Längsachse des Brennstoffkanals
zur Längsachse des Ankers so geneigt ist, daß der Brennstoffkanal radial auswärts
des Elastomerrings ausmündet. Dadurch wird der Elastomerring an einer Stirnfläche
des Anker ebenfalls über seine gesamte Fläche gestützt. In dieser Ausführung ergeben
sich auch keine Schwingungsanregungen des Elastomerrings durch den vorbeiströmenden
Brennstoff.
[0009] Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen
und Verbesserungen des in Anspruch 1 und Anspruch 4 angegebenen Brennstoffeinspritzventils
möglich.
[0010] Vorteilhaft kann der Stützring eine angeformte Schulter aufweisen. Dadurch wird der
Elastomerring auch radial gestützt und vor Schwingungsanregungen durch den vorbeiströmenden
Brennstoff geschützt. Entsprechend kann die Stirnfläche des Ankers einen Überstand
aufweisen, die einen radialen Schutz bietet.
[0011] Als Elastomerring kann vorteilhaft ein üblicher kostengünstiger O-Ring verwendet
werden.
[0012] Vorteilhaft kann der Elastomerring aus einem Elastomer mit hoher innerer Dämpfung
und hoher Tieftemperaturelastizität bestehen.
Zeichnungen
[0013] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen axialen Schnitt durch ein gattungsgemäßes Brennstoffeinspritzventil,
- Fig. 2
- einen Ausschnitt-aus einem ersten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
in einer teilweise geschnittenen Darstellung,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus einem zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
in einer teilweise geschnittenen Darstellung,
- Fig. 4
- den Ausschnitt IV in Fig. 2 in einer vergrößerten Darstellung,
- Fig. 5
- den Ausschnitt V in Fig. 2 in einer vergrößerten abgewandelten Darstellung und
- Fig. 6
- den Ausschnitt VI in Fig. 3 in einer vergrößerten Darstellung.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0014] Fig. 1 zeigt in einer auszugsweise geschnittenen Darstellung zum besseren Verständnis
der Erfindung ein gattungsgemäßes Brennstoffeinspritzventil 1. Das Brennstoffeinspritzventil
1 dient zum Einspritzen von Brennstoff bei einer gemischverdichtenden, fremdgezündeten
Brennkraftmaschine. Das dargestellte Ausführungsbeispiel ist ein innenöffnendes Hochdruck-Einspritzventil
zum direkten Einspritzen von Brennstoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine.
[0015] Das Brennstoffeinspritzventil 1 weist einen im Ausführungsbeispiel einstückig mit
einer Ventilnadel 2 verbundenen Ventilschließkörper 3 auf, der mit einer an einem
Ventilsitzkörper 4 ausgebildeten Ventilsitzfläche zu einem Dichtsitz zusammenwirkt.
Der Ventilsitzkörper 4 ist mit einem rohrförmigen Ventilsitzträger 5 verbunden, der
in eine Aufnahmebohrung eines Zylinderkopfes der Brennkraftmaschine einführbar ist
und gegen die Aufnahmebohrung mittels einer Dichtung 6 abgedichtet ist. Der Ventilsitzträger
5 ist an seinem zulaufseitigen Ende 7 in eine Längsbohrung 8 eines Gehäusekörpers
9 eingesetzt und gegen den Gehäusekörper 9 mittels eines Dichtrings 10 abgedichtet.
Das zulaufseitige Ende 7 des Ventilsitzträgers 5 ist mittels eines Gewinderings 11
vorgespannt, wobei zwischen einer Stufe 12 des Gehäusekörpers 9 und einer Stirnfläche
13 des zulaufseitigen Endes 7 des Ventilsitzträgers 5 eine Hubeinstellscheibe 14 eingespannt
ist.
[0016] Zur elektromagnetischen Betätigung des Brennstoffeinspritzventils 1 dient eine Magnetspule
15, die auf einen Spulenträger 16 gewickelt ist. Bei elektrischer Erregung der Magnetspule
15 wird ein Anker 17 nach oben gezogen, bis seine zulaufseitige Stirnfläche 19 an
einer Stufe 18 des Gehäusekörpers 9 anliegt. Die Spaltbreite zwischen der stromaufwärtigen
Stirnfläche 19 des Ankers 17 und der Stufe 18 des Gehäusekörpers 9 bestimmt dabei
den Ventilhub des Brennstoffeinspritzventils 1. Bei seiner Hubbewegung nimmt der Anker
17 aufgrund der Anlage seiner stromaufwärtigen Stirnfläche 19 an einem an einem ersten
Anschlagkörper 20 ausgebildeten ersten Anschlag 21 die mit dem ersten Anschlagkörper
20 verbundene Ventilnadel 2 und den mit der Ventilnadel 2 verbundenen Ventilschließkörper
3 mit. Dabei ist die Ventilnadel 2 mit dem ersten Anschlagkörper 20 durch eine Schweißnaht
22 verschweißt. Die Bewegung der Ventilnadel 2 erfolgt gegen eine Rückstellfeder 23,
die zwischen einer Einstellhülse 24 und dem ersten Anschlagkörper 20 eingespannt ist.
[0017] Der Brennstoff strömt über eine Axialbohrung 30 des Gehäusekörpers 9 und wenigstens
einen in dem Anker 17 vorgesehenen Brennstoffkanal 31, hier als Axialbohrung ausgeführt,
sowie über in einer Führungsscheibe 32 vorgesehene Axiabohrungen 33 in eine Axialbohrung
34 des Ventilsitzträgers 5 und von dort zu dem nicht dargestellten Dichtsitz des Brennstoffeinspritzventils
1.
[0018] Der Anker 17 ist zwischen dem ersten Anschlag 21 des ersten Anschlagkörpers 20 und
einem an einem zweiten Anschlagkörper 25 ausgebildeten zweiten Anschlag 26 beweglich,
wobei der Anker 17 im Ausführungsbeispiel durch eine Anlagefeder 27 in der Ruhestellung
an dem ersten Anschlag 21 in Anlage gehalten wird, so daß zwischen dem Anker 17 und
dem zweiten Anschlag 26 ein Spalt entsteht, der ein gewisses Bewegungsspiel des Ankers
17 erlaubt. Der zweite Anschlagkörper 25 ist mittels einer Schweißnaht 28 an der Ventilnadel
2 befestigt.
[0019] Durch das zwischen den Anschlägen 21 und 26 geschaffene Bewegungsspiel des Ankers
17 wird eine Entkopplung der trägen Massen des Ankers 17 einerseits und der Ventilnadel
2 und des Ventilschließkörpers 3 andererseits erreicht. Bei der Schließbewegung des
Brennstoffeinspritzventils 1 schlägt an der Ventilsitzfläche deshalb nur die träge
Masse des Ventilschließkörpers 3 und der Ventilnadel 2 an, wobei der Anker 17 bei
dem Auftreffen des Ventilschließkörpers 3 an der Ventilsitzfläche nicht abrupt .verzögert
wird, sondern sich in Richtung auf den zweiten Anschlag 26 weiterbewegt. Durch die
Entkopplung des Ankers 17 von der Ventilnadel 2 wird die Dynamik des Brennstoffeinspritzventils
1 verbessert. Es muß jedoch sichergestellt werden, daß ein Anschlagen der abspritzseitigen
Stirnfläche 29 des Ankers 17 an dem zweiten Anschlag 26 keine Ventilpreller hervorruft.
Dies wird durch einen aus Fig. 2 ersichtlichen Elastomerring 35 zwischen dem zweiten
Anschlagkörper 25 einerseits und dem Anker 17 andererseits erreicht. Die Anlagefeder
27 kann aufgrund der Dämpfung durch den Elastomerring 35 ggf. auch entfallen.
[0020] In Fig. 2 ist der Anker 17 mit der Ventilnadel 2 eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
auszugsweise vergrößert dargestellt, wobei bereits beschriebene Elemente mit übereinstimmenden
Bezugszeichen versehen sind, um die Zuordnung zu erleichtern.
[0021] Die Zeichnung zeigt den Anker 17 des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
1 mit dem Brennstoffkanal 31, die Ventilnadel 2, den an der Ventilnadel 2 mittels
der Schweißnaht 28 angeschweißten zweite Anschlagkörper 25 mit seinem zweiten Anschlag
26 und die dem zweiten Anschlag 26 gegenüberliegende Stirnfläche 29. Die Ventilnadel
2 ist mit dem ersten Anschlagkörper 20 durch die Schweißnaht 22 verschweißt.
[0022] Fig. 4 zeigt eine erfindungsgemäße Ausführungsform entsprechend dem Ausschnitt IV
in Fig. 2 in einer vergrößerten Darstellung. Zwischen der Stirnfläche 19 des Ankers
17 und dem zweiten Anschlag 26 befindet sich ein Elastomerring 35, wobei sich zwischen
dem Elastomerring 35 und dem Anker 17 erfindungsgemäß ein flächiger Stützring 36 befindet,
der den Elastomerring 35 über seine gesamte Fläche stützt, also insbesondere auch
im Bereich des Brennstoffkanals 31, und somit eine Kantenpressung am Rand des Brennstoffkanals
31 verhindert.
[0023] Fig. 5 zeigt eine alternative erfindungsgemäße Ausführungsform entsprechend dem Ausschnitt
V in Fig. 2 in einer vergrößerten Darstellung. Zwischen der Stirnfläche 19 des Ankers
17 und dem zweiten Anschlag 26 befindet sich ein Elastomerring 35, der bei diesem
Ausführungsbeispiel als O-Ring 37 ausgeführt ist. Dieser O-Ring 37 wird von dem flächigen
Stützring 36 auf seiner gesamten Fläche, also insbesondere auch im Bereich des Brennstoffkanals
31, gestützt, wobei der flächige Stützring 36 durch eine angeformte, axial abgewinkelte
Schulter 39 den O-Ring 37 auch radial stützt. Somit kann ein handelsübliches Bauelement,
wie ein O-Ring 37, kostengünstig eingesetzt werden. Durch die größere, auch seitliche
Abdeckung des O-Rings 37 wird eine Schwingungsanregung des O-Rings 37 durch den vorbeiströmenden
Brennstoff vermieden. Einer Zerstörung des Elastomerrings 35 durch die Kantenpressung
an dem Brennstoffkanal 31 und durch eine Schwingungsanregung wird deshalb entgegengewirkt.
[0024] Insbesondere ist durch die radiale Abstützung des O-Rings 37 die Verwendung eines
Elastomers mit höherer innerer Dämpfung möglich. Mit einer hohen Dämpfung eines Elastomers
ist zumeist ein geringes Elastizitätsmodul verbunden. Da der O-Ring 37 gegen die obengenannten,
die Lebensdauer des O-Rings 37 beeinträchtigenden Kräfte geschützt ist, kann ein solches
Elastomer für den O-Ring 37 verwendet werden, ohne die Dauerhaltbarkeit des O-Rings
37 zu beeinträchtigen.
[0025] Ein geringes Elatizitätsmodul des Elastomers bei tiefen Temperaturen führt bei Betriebstemperatur
zumeist zu einer noch größeren Empfindlichkeit gegenüber Kantenpressung und Schwingungsanregungen.
Es ist daher in der beispielhaft beschriebenen Ausführung zugleich möglich, eine hohe
Tieftemperaturelastizität des O-Rings 37 und damit ein günstiges Betriebsverhalten
des Brennstoffeinspritzventils 1 bei tiefen Temperaturen, beispielsweise nach einem
Kaltstart der Brennkraftmaschine, zu erreichen.
[0026] In Fig. 3 ist der Anker 17 mit der Ventilnadel 2 eines erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils
1 entsprechend einem weiteren Ausführungsbeispiel auszugsweise vergrößert dargestellt.
[0027] Fig. 3 zeigt den Anker 17 des erfindungsgemäßen Brennstoffeinspritzventils 1, die
Ventilnadel 2, den an der Ventilnadel 2 mittels der Schweißnaht 28 angeschweißten
zweiten Anschlagkörper 25 mit seinem zweiten Anschlag 26 und die dem zweiten Anschlag
26 gegenüberliegende Stirnfläche 29 des Ankers 17. Die Ventilnadel 2 ist mit dem ersten
Anschlagkörper 20 durch eine Schweißnaht 22 verschweißt. Der wenigstens eine Brennstoffkanal
31 mündet, da er zur Achse der Ventilnadel 2 geneigt ist, radial auswärts des Elastomerrings
35 aus.
[0028] Der als O-Ring 37 ausgeführt Elastomerring 35 ist mit seinem Umgebungsbereich entsprechend
dem Ausschnitt VI in Fig. 3 in einem vergrößerten Detailausschnitt in Fig. 6 dargestellt.
In der dargestellten Ausführung mündet der Brennstoffkanal 31 in eine tangential umlaufende
Nut 38 aus, die zur Aufnahme der Anlagefeder 27 dient. Diese Ausführungsform ist besonders
vorteilhaft, da es zu keinen Schwingungsanregungen des O-Rings 37 durch den vorbeiströmenden
Brennstoff kommt und durch die Neigung des Brennstoffkanals 31 zur Achse der Ventilnadel
2 keine Vergrößerung des Durchmessers des Ankers 17 nötig wird.
[0029] In der in Fig. 6 dargestellten Ausführung weist die Stirnfläche 29 des Ankers 17
einen Überstand 40 auf. Durch die auch seitliche Abdeckung des O-Rings 37 wird die
Verwendung eines Elastomers mit hoher innerer Dämpfung und daher relativ geringem
Elastizitätsmodul möglich, ohne die Dauerhaltbarkeit zu beeinträchtigen. Die auch
radiale Abstützung des O-Rings 37 verhindert ein Hervorquellen und somit eine Zerstörung
des O-Rings 37 durch komprimierende Kräfte.
[0030] Es ist somit auch möglich, eine hohe Tieftemperaturelastizität des O-Rings 37 zu
erreichen, ohne eine verringerte Dauerhaltbarkeit bei Betriebstemperatur des Brennstoffeinspritzventils
1 zu verursachen.
1. Brennstoffeinspritzventil (1), insbesondere Einspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, mit einer Ventilnadel (2), die mit einer Ventilsitzfläche
zu einem Dichtsitz zusammenwirkt, und mit einem an der Ventilnadel (2) angreifenden
Anker (17), wobei der Anker (17) an der Ventilnadel (2) beweglich geführt ist, von
einem Dämpfungselement gedämpft wird und zumindest einen Brennstoffkanal (31) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (17) von einem aus einem Elastomer bestehenden Elastomerring (35) gedämpft
wird und daß zwischen dem Elastomerring (35) und dem Anker (17) ein Stützring (36)
angeordnet ist, der den Elastomerring (35) im Bereich der Ausmündung des Brennstoffkanals
(31) axial stützt.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stützring (36) an seinem Umfang eine Schulter (39) aufweist, die den Elastomerring
(35) auch radial stützt.
3. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elastomerring (35) ein O-Ring (37) ist.
4. Brennstoffeinspritzventil (1), insbesondere Einspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen
von Brennkraftmaschinen, mit einer Ventilnadel (2), die mit einer Ventilsitzfläche
zu einem Dichtsitz zusammenwirkt, und mit einem an der Ventilnadel (2) angreifenden
Anker (17), wobei der Anker (17) an der Ventilnadel (2) beweglich geführt ist, von
einem Dämpfungselement gedämpft wird und zumindest einen Brennstoffkanal (31) aufweist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (17) von einem aus einem Elastomer bestehenden Elastomerring (35) gedämpft
wird und daß die Längsachse des Brennstoffkanals (31) zur Längsachse des Ankers (17)
so geneigt ist, daß der Brennstoffkanal (31) radial auswärts des Elastomerrings (35)
ausmündet.
5. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Brennstoffkanal (31) in eine tangential umlaufende Nut (38) des Ankers (17) ausmündet,
die zur Aufnahme einer Anlagefeder (27) dient.
6. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elastomerring (35) ein O-Ring (37) ist.
7. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Anker (17) an einer an den Elastomerring (35) angrenzenden Stirnfläche (29) einen
Überstand (40) aufweist, der den Elastomerring (35) radial abstützt.
8. Brennstoffeinspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Elastomerring (35) aus einem Elastomer mit hoher innerer Dämpfung und hoher Tieftemperaturelastizität
besteht.
1. Fuel injection valve (1), in particular injection valve for fuel injection systems
of internal combustion engines, having a valve needle (2) which interacts with a valve
seat surface to form a sealing seat, and having an armature (17) acting on the valve
needle (2), the armature (17) being movably guided on the valve needle (2), being
damped by a damping element and having at least one fuel duct (31), characterized in that the armature (17) is damped by an elastomer ring (35) comprising an elastomer, and
in that a supporting ring (36) is arranged between the elastomer ring (35) and the armature
(17), the said supporting ring (36) supporting the elastomer ring (35) axially in
the region of the opening of the fuel duct (31).
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that the supporting ring (36) has a shoulder (39) on its circumference, which shoulder
(39) also supports the elastomer ring (35) radially.
3. Fuel injection valve according to Claim 1 or 2, characterized in that the elastomer ring (35) is an O-ring (37).
4. Fuel injection valve (1), in particular injection valve for fuel injection systems
of internal combustion engines, having a valve needle (2) which interacts with a valve
seat surface to form a sealing seat, and having an armature (17) acting on the valve
needle (2), the armature (17) being movably guided on the valve needle (2), being
damped by a damping element and having at least one fuel duct (31), characterized in that the armature (17) is damped by an elastomer ring (35) comprising an elastomer, and
in that the longitudinal axis of the fuel duct (31) is inclined with respect to the longitudinal
axis of the armature (17) in such a way that the fuel duct (31) opens out radially
outside the elastomer ring (35).
5. Fuel injection valve according to Claim 4, characterized in that the fuel duct (31) opens into a tangentially circumferential groove (38) of the armature
(17), which groove (38) serves to accommodate a bearing spring (27).
6. Fuel injection valve according to Claim 4 or 5, characterized in that the elastomer ring (35) is an O-ring (37).
7. Fuel injection valve according to one of Claims 4 to 6, characterized in that the armature (17) has a projection (40) on an end (29) adjoining the elastomer ring
(35), which projection (40) radially supports the elastomer ring (35).
8. Fuel injection valve according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the elastomer ring (35) comprises an elastomer with high internal damping and a high
degree of low-temperature elasticity.
1. Injecteur de carburant (1), en particulier injecteur pour installations d'injection
de carburant de moteurs à combustion interne comprenant une aiguille de soupape (2)
qui coopère avec une surface de siège de soupape pour former une portée étanche et
une armature (17) qui attaque l'aiguille de soupape (2), l'armature (17) étant guidée
pour se déplacer le long de l'aiguille de soupape (2), étant amortie par un élément
d'amortissement et présentant au moins un conduit de carburant (31),
caractérisé en ce que
l'armature (17) est amortie par une bague en élastomère (35) composée d'un élastomère
et, entre la bague en élastomère (35) et l'armature (17) est disposée une bague d'appui
(36) qui donne axialement appui à la bague en élastomère (35) dans la région du débouché
du conduit de carburant (31).
2. Injecteur de carburant selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
la bague d'appui (36) présente le long de sa périphérie un épaulement (39) qui donne
radialement appui à la bague en élastomère (35).
3. Injecteur de carburant selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
la bague en élastomère (35) est une bague torique (37).
4. Injecteur de carburant (1), en particulier injecteur pour installations d'injection
de carburant de moteur à combustion interne comprenant une aiguille de soupape (2)
qui coopère avec une surface de siège de soupape pour former une portée étanche et
une armature (17) qui attaque l'aiguille de soupape (2), l'armature (17) étant guidée
pour se déplacer le long de l'aiguille de soupape (2), étant amortie par un élément
d'amortissement et présentant au moins un conduit de carburant (31),
caractérisé en ce que
l'armature (17) est amortie par une bague en élastomère (35) composée d'un élastomère
et l'axe longitudinal du conduit de carburant (31) est incliné sur l'axe longitudinal
de l'armature (17) de telle manière que le conduit de carburant (31) débouche radialement
à l'extérieur de la bague en élastomère (35).
5. Injecteur de carburant selon la revendication 4,
caractérisé en ce que
le conduit de carburant (31) débouche dans une gorge (38) de l'armature (17) s'étendant
tangentiellement, qui sert à recevoir un ressort d'application (27).
6. Injecteur de carburant selon la revendication 4 ou 5,
caractérisé en ce que
la bague en élastomère (35) est une bague torique (37).
7. Injecteur de carburant selon une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce que
l'armature (17) présente, au droit d'une surface frontale (29) qui est adjacente à
la bague en élastomère (35), une saillie (40) qui donne appui radialement à la bague
en élastomère (35).
8. Injecteur de carburant selon une des revendications 1 à 7,
caractérisé en ce que
la bague en élastomère (35) est composée d'un élastomère possédant un fort amortissement
interne et une grande élasticité aux basses températures.

