[0001] Die Erfindung betrifft eine Luftführungseinrichtung mit Druckkompensation, wie sie
in Anspruch 1 beschrieben ist, sowie eine Verwendung einer derartigen Luftführungseinrichtung
als eine Luftführung für einen Verbrennungsmotor mit einer Luftladeeinrichtung.
[0002] Otto- und Dieselmotoren, insbesondere solche von Kraftfahrzeugen, werden üblicherweise
mit Gasführungseinrichtungen, insbesondere Abgasrückführungsventilen (AGR-Ventilen)
versehen. Durch sie wird dem angesaugten Frischgas teilweise Abgas zugemischt, um
die NOx-Emission zu senken sowie um den Kraftstoffverbrauch zu verbessern und Geräuschentstehung
zu verringern. Darüberhinaus gibt es Luftführungseinrichtungen, insbesondere im Zusammenhang
mit Luftladeeinrichtungen von Verbrennungsmotoren.
[0003] Solche Gasführungseinrichtungen umfassen Zumeßorgane bzw. Steuerorgane, mit denen
die Menge des geführten bzw. rückgeführten Gases betriebspunktabhängig eingestellt
werden kann. Zu geringe Gasrückführung würde die angestrebten Wirkungen verfehlen,
zu große bei der Abgasrückführung von Ottomotoren zu Betriebsstörungen oder einem
unerwünschten Anstieg von HC- oder sogar CO-Emissionen führen, bei Dieselmotoren zu
einem unerwünschten Anstieg der Partikelemissionen und zu große Luftrückführung würde
den angestrebten Ladezustand unerreichbar machen.
[0004] Solche Steuerorgane sind in der Regel vollständig schließbare Ventile, die von einer
Unterdruckmembran oder einem Stellmotor oder einem gegen eine Feder arbeitenden Proportionalmagneten
eingestellt werden, die ihrerseits über ein Taktventil oder ein Relais vom Steuergerät
des Motors betätigt werden. Die dazu im Steuergerät verwendeten Informationen sind
in der Regel die über Last und Drehzahl des Motors und über die angesaugte Luftmenge.
Zur Verbesserung der Arbeitsweise wird auch die Rückmeldung des Öffnungsweges über
ein Wegmeßsystem angewandt.
[0005] Auf die Gasführungseinrichtungen wirkt das Druckgefälle ein, das in der Regel zwischen
den durch sie verbundenen Rohrsystemen des Motors besteht. Es stellt für die Betätigung
des Zumeßorgans der Gasführungseinrichtung insofern ein Problem dar, als es in der
Regel versucht, das Zumeßorgan in der Richtung zu bewegen, in der auch das geführte
bzw. rückgeführte Gas strömt.
[0006] WO 98/54460 beschreibt eine Abgasrückführeinrichtung zum Rückführen von Abgas in
eine Gaszuführung von Motoren mit einer Abgaszuführung, einer Frischgaszuführung und
einem in die Gaszuführung mündenden Ausgangskanal. Abgas- und Frischgaszuführung stehen
über ein Steuerorgan in Verbindung, auf dessen Frischgasseite eine Druckplatte vorgesehen
ist, welche den Einfluß von auf der Abgas- und Frsichgasseite auftretenden und sich
auf den Abgasdurchsatz auswirkenden Druckschwankungen minimiert.
[0007] DE-C-196 39 146 offenbart ein Schubumluftventil, welches zwischen einer Einlaßluftleitung
und einer Verdichterausgangsleitung in einem Verbrennungsmotor mit Ladelufteinrichtung
angeordnet ist. Zur Steuerung der Einlaßluftverhältnisse im Schubbetrieb ist eine
Steuerleitung vorgesehen, welche vom Saugrohr hinter der Drosselklappe einen Federspeicher
des Schubumluftventils belüftet.
[0008] Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine Luftführungseinrichtung bereitzustellen, bei
der die Betätigung des Ventils möglichst unabhängig von obigen auf die Luftführungseinrichtung
einwirkenden Druckschwankungen ist.
[0009] Die Aufgabe wird durch eine Luftführungseinrichtung mit den im Anspruch 1 angegebenen
Merkmalen gelöst.
[0010] Gemäß der Erfindung umfaßt eine Luftführungseinrichtung für Verbrennungsmotoren mit
Ladelufteinrichtung, insbesondere Kraftfahrzeugmotoren,
- einen Frischluftdruckkanal, der in einen Verdichterausgangskanal eines Verdichters
der Ladelufteinrichtung mündet,
- einen frischluftzuführenden Frischluftkanal,
- einen Verdichtereingangskanal und einer in den Frischluftkanal und den Verdichtereingangskanal
mündenden Einmündung,
wobei zumindest der Frischluftdruckkanal und die Einmündung über ein Steuerorgan
zum Zumessen von Luft miteinander in Verbindung stehen und eine Kompensationseinrichtung
vorgesehen ist, um Kräfte, die aufgrund einer Druckdifferenz zwischen druckgasseitigen
und frischgasseitigen Gasdrücken auf das Steuerorgan wirken, derart zu kompensieren,
daß die Druckdifferenz nicht zu einer Kraftkomponente führt, die in Richtung eines
Öffnens oder Schließens des Steuerorgans wirkt.
[0011] Folglich gestattet es die Erfindung insbesondere, eine Betätigungseinrichtung des
Steuerorgans entsprechend kleiner dimensionieren zu können mit der Folge von Raum-
und Gewichtsersparnis, geringerem Stromverbrauch und geringerer Eigenerwärmung. Das
Druckgefälle des Luftdrucks über das Steuerorgans kann aufgrund dieser Kompensationseinrichtung
nicht zu einer Kraftkomponente führen, die in Richtung eines unerwünschten Öffnens
oder Schließens des Steuerorgans wirkt, wodurch die angestrebte Steuerung der durchgesetzten
Gasmenge erheblich verbessert wird.
[0012] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird eine Seite der Kompensationseinrichtung
mit dem druckgasseitigen Gasdruck und die andere Seite mit dem frischgasseitigen Gasdruck
beaufschlagt. Die sich ergebende Druckdifferenz über die Kompensationseinrichtung
resultiert in einer Kraftkomponente, die der zu kompensierenden Kraftkomponente entgegengerichtet
ist, den gleichen Betrag aufweist und somit den Ausgleich der beiden Kraftkomponenten
bewirkt.
[0013] Die Kompensationseinrichtung kann vorteilhafterweise als eine Drosselklappe, ein
Doppel-, Kugel-, Kegel- oder Zylinderventil in dem Steuerorgan bereitgestellt sein.
[0014] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfaßt das Steuerorgan eine Ventilstange
und einen daran festgelegten Ventilteller mit einer gasdruckwirksamen Fläche, so daß
eine Ventiltellerkraft auf den Ventilteller wirkt, die gleich dem Produkt aus der
gasdruckwirksamen Fläche und der Druckdifferenz ist. Die Kompensationseinrichtung
umfaßt zumindest einen Kolben, eine Memberan und/oder einen Balg, welcher an der Ventilstange
festgelegt ist und auf dessen gasdruckwirksamer Fläche die Druckdifferenz wirkt, so
daß eine Kompensationskraft an der Ventilstange angreift, welche die Ventiltellerkraft
kompensiert.
[0015] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Steuerorgan durch eine mechanische,
pneumatische, hydraulische, magnetische oder elektrische Stelleinrichtung bzw. -motor,
insbesondere einen elektrischen Hubmagneten, betätigbar. Besonders vorteilhaft hat
sich die Verwendung eines Magneten bzw. Proportionalmagneten erwiesen, da mit einem
solchen die Öffnung bzw. Stellung des Steuerorgans sehr schnell und genau eingestellt
werden kann. Da die Stellkraft bei einem Proportionalmagneten näherungsweise nur von
der hindurchfließenden Stromstärke, nicht jedoch vom Öffnungsweg bestimmt ist, ist
zudem vorteilhafterweise eine schnelle Reaktion auf Steuersignale möglich.
[0016] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Kompensationseinrichtung
ein Innenventil, welches in dem Steuerorgan bereitgestellt ist.
[0017] Vorteilhafterweise ist ein Gasdruck in einem Innenventilkompensationsraum über das
Innenventil in Verbindung mit einem Öffnungsspalt zwischen einem Kolben der Kompensationseinrichtung
und einer Führungshülse des Kolbens steuerbar und das Innenventil von einer Stelleinrichtung
und/oder einer Innenventilstelleinrichtung betätigbar. Die Wahl des Duchmessers des
Kolbens relativ zu dem des Steuerorgans, beispielsweise des Hauptventils, beeinflußt
auch die Abstimmung des inneren Ventils zu dem Öffnungsspalt zwischen dem Kolben und
der Führungshülse.
[0018] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wirkt die Kompensationseinrichtung
über eine kinematische Übersetzung, insbesondere eine Hebelübersetzung, auf das Steuerorgan,
um einen Unterschied zwischen für den Gasdruck wirksamen Flächen einerseits des Steuerorgans
und andererseits der Kompensationseinrichtung zu kompensieren. Diese Übersetzung übersetzt
die von der Kompensationseinrichtung erzeugte Kraftkomponente auf eine Größe, die
für die Kompensation der zu kompensierenden Kraft auf das Steuerorgan geeignet ist.
Dies ist insbesondere vorteilhaft, wenn die für die Gasdrücke wirksamen Flächen bzw.
Flächeninhalte von Kompensationseinrichtung und Steuerorgan sich unterscheiden.
[0019] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist das Steuerorgan durch eine Federwirkung
einer Membran oder eines Balgs in Schließrichtung vorgespannt, wobei insbesondere
zusätzlich eine Feder zur Unterstützung der Vorspannung vorgesehen sein kann, um eine
zusätzliche Kraftkomponente in Schließrichtung des Steuerorgans zu bewirken.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Kompensationseinrichtung
und das Steuerorgan kraftwirksam miteinander verbunden und über die Stelleinrichtung
steuerbar. Auf diese Weise können die von der Kompensationseinrichtung und von der
Stelleinrichtung erzeugten Kräfte gemeinsam auf das Steuerorgan einwirken und sich
geeignet addieren bzw. kompensieren, um die gewünschte Netto-Kraft bzw. Kraftkomponente
auf das Steuerorgan auszuüben.
[0021] Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Steuerorgan eine Einrichtung auf,
die jederzeit eine Information über den jeweiligen Öffnungsquerschnittt des Steuerorgans
zur Verfügung stellt, z.B. ein Potentiometer. Damit kann die durch die Betätigungseinrichtung
eingestellte Öffnung des Steuerorgans mit einer Soll-Öffnung verglichen werden.
[0022] Vorteilhafterweise gestattet die Luftführungseinrichtung auch eine Luftströmung von
dem Frischluftkanal in den Frischluftdruckkanal durch das Steuerorgan, wenn in dem
Frischluftdruckkanal ein geringerer Gasdruck als in dem Frischluftkanal herrscht.
[0023] Die Erfindung wird im folgenden anhand von bevorzugten Ausführungsformen beispielshaft
näher beschrieben. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung von Teilen eines Frischgas- und des Abgassystems eines
Verbrennungsmotors mit einer bevorzugten Anordnung einer erfindungsgemäßen Luftführungseinrichtung
b. Die mit dem Bezugszeichen a bezeichnete Einrichtung stellt eine Abgasrückführungseinrichtung
dar, welche nicht unter den Schutzbereich der beigefügten Ansprüche fällt;
- Figur 2
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer erfindungsgemäßen Luftführungseinrichtung
mit einer Druckkompensationsleitung;
- Figur 3
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einer Drosselklappe als Steuerorgan;
- Figur 4
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit zwei entgegengerichteten Ventilen;
- Figur 5
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einem Kugel-, Kegel- oder Zylinderventil;
- Figur 6
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einer Membran und einer Hebelübersetzung;
- Figur 7
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einer Membran und einer Hebelübersetzung;
- Figur 8
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einer Membran und einer Hebelübersetzung;
- Figur 9
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einem Balg;
- Figur 10
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einem zwecks Druckkompensation über einen hohlen Ventilkörper beaufschlagten Kolben;
- Figur 11
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einem zusätzlichen inneren Ventil;
- Figur 12
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
mit einem zusätzlichen inneren Ventil;
- Figur 13
- eine Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Erfindung mit einem
zusätzlichen inneren Ventil;
- Figur 14
- eine schematische Querschnittsdarstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung; und
- Figur 15
- eine Querschnittsdarstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
[0024] Im folgenden werden aus Gründen der einfacherern Darstellung alle gleichen oder wesensgleichen
Merkmale der verschiedenen Ausführungsformen mit einheitlichen Bezugszeichen bezeichnet.
[0025] Figur 1 zeigt schematisch Teile eines Frischgas- und Abgassystems eines Verbrennungsmotors
mit einer abgasrückführenden Gasführungseinrichtung (Abgasrückführeinrichtung) a und
einer bevorzugten erfindungsgemäßen frischgasführenden Luftführungseinrichtung (welche
fortan auch einfach als Gasführeinrichtung bezeichnet wird) b. Die derart angeordnete
erfindungsgemäße Luftführungseinrichtung ist in Figur 1 gestrichelt und mit b gekennzeichnet
angedeutet.
[0026] Im Fall der abgasrückführenden Gasführungseinrichtung a ist die Abgasrückführeinrichtung
zwischen einem frischluftführenden Frischluftkanal 2a und einem abgasführenden Abgaskanal
5a angeordnet und weist eine Einmündung 1a auf, die in einen Ausgangskanal 4a mündet.
Der Ausgangskanal 4a führt einen Gasstrom, der Frischgas und von der Abgasrückführungseinrichtung
zugemessenes Abgas enthält, einer Motoreinheit 100 zu. Beim Betrieb des Verbrennungsmotors
herrscht in der Einmündung 1a ein Gasdruck p
3 und in dem Abgaskanal 5a ein Gasdruck p
5.
[0027] Das restliche, nicht rückgeführte Abgas kann durch eine Abgasturbine 104 aus dem
Verbrennungsmotor entweichen. Die Abgasturbine 104 ist über eine Turboladerwelle 106
mit einem Verdichter 102 verbunden, welcher Frischluft von einem Frischluftkanal 2b
über einen Verdichtereingangskanal 4b in einen Verdichterausgangskanal 108 pumpt.
Der Frischluftkanal 2b und der Verdichtereingangskanal 4b sind mit einer Einmündung
1b der Luftführungseinrichtung b verbunden. Ein Steuerorgan der Luftführungseinrichtung
b trennt die Einmündung 1b gegenüber einem Frischluftdruckkanal 5b. Im Betrieb herrscht
im Frischluftdruckkanal 5b ein Gasdruck p
3 und im Bereich der Einmündung 1b ein Gasdruck p
2.
[0028] Figur 2 zeigt schematisch einen Querschnitt einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Luft- bzw. Gasführungseinrichtung.
[0029] Im Betrieb wird Frischluft über den Frischluftkanal 2b, welcher im folgenden auch
als Frischgaskanal 2 bezeichnet wird, zugeführt. Der Frischluftdruckkanal 5 ist über
ein Ventil bzw. Hauptventil 60, das aus einem Ventilteller 60A und einem Ventilsitz
bzw. -wand 60B besteht, mit einer Einmündung 1 verbunden. Die Einmündung 1 ist mit
dem Frischgaskanal 2 und dem Verdichtereingangskanal 4, der die mit dem rückgeführten
Gas versetzten Frischgase weiterführt, verbunden.
[0030] In einer oberen Wand 9 des Frischluftdruckkanals 5 ist ein Kompensationsraum bzw.
Kolbenraum 10 zur Aufnahme eines Kompensationskolbens bzw. Ausgleichskolbens bzw.
Kolbens 80 vorgesehen. Der Kolben 80 liegt an seinem Umfang an einer Wand bzw. Seitenwand
11 an und ist über eine Feder bzw. Spiralfeder 6 mit einem oberen Teil der Wand 11
verbunden. Der Kolbenraum 10 ist über eine Leitung bzw. Ausgleichsleitung 12 derart
mit der Einmündung 1 verbunden, daß sich die Gasdrücke in dem Kolbenraum 10 und der
Einmündung 1 schnell ausgleichen können.
[0031] Kolben 80 und Ventilteller 60A sind miteinander über eine Stange 13 verbunden. An
einer dem Kolben 80 gegenüberliegenden Seite der Stange 13 ist eine Stelleinrichtung
in Form eines elektrischen Magneten bzw. Proportionalmagneten 14 angeordnet, über
den das Hauptventil 60 gesteuert bzw. geregelt werden kann.
[0032] Der Gasdruck in der Einmündung 1 ist unter Betriebsbedingungen p
3 bzw. p
2. In dem Frischluftdruckkanal 5 liegt der Gasdruck p
5 bzw. p
3 vor.
[0033] Bei der Verwendung als Luftführungseinrichtung wird das Hauptventil 60 nur geöffnet,
um einen Druckausgleich zwischen p
2 und p
3 herbeizuführen. Dies kann in Sonderfällen auch bei p
2 > p
3 erwünscht sein.
[0034] Die in der Stange 13 wirkende Kraft ist stark vom Druckgefälle p
5 - p
3 bzw. p
3 - p
2 über das Hauptventil 60 abhängig. Ohne Kolben 80 und ohne die Leitung 12 würde in
der Stange 13 die Kraft wirken, die sich aus dem Druckgefälle und einer Querschnittsfläche
bzw. einem Querschnitts F
3 des Ventiltellers 60A ergibt:

[0035] Eine Kompensation dieser Kraft erfolgt durch den Kolben 80, der die gleiche wirksame
Fläche bzw. Angriffsfläche F
3 für den Gasdruck wie der Ventilteller 60A aufweist. An dem Kolben 80 greift somit
eine der Kraft auf den Ventilteller 60A entgegengerichtete Kraft gleichen Betrags
an.
[0036] Bevorzugt wird die Betätigung des Hauptventils 60 der Gasführungseinrichtung im wesentlichen
durch den elektrischen Magneten bzw. Proportionalmagneten 14 über die Stange 13 erzielt,
wobei bei dem Proportionalmagneten 14 die Kraft nur vom Spulenstrom und nicht von
der Lage des Ankers abhängig ist. Eine solche Anordnung hat den Vorteil, daß sie schnell
reagieren und einen Ventilhub bzw. Öffnung des Ventils 60 sehr genau einstellen kann.
Es ist aber ebenfalls möglich, andere Betätigungen des Hauptventils 60, wie beispielsweise
mechanische, pneumatische, hydraulische und elektromotorische mit der beschriebenen
Druckkompensation zu kombinieren.
[0037] Weitere Möglichkeiten der Kompensation der in der Stange 13 wirkenden Kraft bestehen
darin, Ventile bzw. Hauptventile zu verwenden, die in gleicher oder nahezu gleicher
Weise und gleichzeitig oder nahezu gleichzeitig in Richtung des Gasstromes und in
Gegenrichtung zu ihm öffnen.
[0038] Eine auf einer solchen Druckkompensation beruhende weitere Ausführungsform der Erfindung
ist in Figur 3 dargestellt. In einfachster Weise kann hierbei als Zumeß- bzw. Steuerorgan
61 eine Drosselklappe 61A Verwendung finden, die über einen Hebel 15 mit der Stange
13 verbunden ist. Vorteilhaft ist hierbei, daß die angestrebte Druckkompensation bei
einfachster mechanischer Ausführung möglich ist. Nachteilig ist jedoch, daß das mit
der Drosselklappe 61 A gebildete Ventil bzw. Hauptventil 61 im geschlossenen Zustand
nicht hermetisch gasdicht ist.
[0039] Figur 4 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Hierbei wird eine weitere
Möglichkeit der Druckkompensation eingesetzt, bei der ein Ventilteller 62A eines Hauptventiles
62 auf einem Kreisbogen in der Gasströmungsrichtung und ein weiterer Ventilteller
62A linear, aber entgegengesetzt zur Gasströmungsrichtung geführt wird. Einer der
Ventilteller 62A ist hierbei an einen L-förmigen Hebel 19, der schwenkbar mit der
Stange 13 verbunden ist, festgelegt, wobei der Hebel 19 in seiner Mitte an einem ortsfesten
Wandvorsprung 17 schwenkbar gelagert ist. Der andere Ventilteller 62A ist am oberen
Ende der Stange 13 festgelegt. Die Anordnung des Hebels 19 sowie die für den Gasdruck
wirksamen Flächen der Ventilteller 62A sind hierbei so gewählt, daß sich die auf die
Stange 13 wirkenden Kräfte aufgrund des Druckgefälles zwischen dem Frischluftdruckkanal
5 und der Einmündung 1 kompensieren. Statt eine Kreisbahn und eine lineare Ventiltellerführung
zu verwenden, sind auch zwei lineare Ventiltellerführungen oder zwei Kreisbahnführungen
möglich.
[0040] Figur 5 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung ähnlich zu Figur 3, bei
der als Hauptventil ein Kugel-, Kegel- oder Zylinderventil 63 vorgesehen ist, um die
gewünschte Druckkompensation zu ermöglichen.
[0041] Figur 6 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung, die die Nachteile, der
anhand von Figur 2 beschriebenen Ausführungsform mit dem Kolben 80, zu überwinden
sucht. Bei der anhand von Figur 2 beschriebenen Ausführungsform ist kein vollständig
mechanisch reibungsfreier Betrieb des Kolbens 80 möglich und bei geschlossenem Hauptventil
60 kann noch eine Verbindung zwischen dem Frischluftdruckkanal 5 und der Einmündung
1 bestehen, so daß noch Gas fließen kann. Dies kann verhindert werden, indem der Kolben
80 durch eine Membran 81 ersetzt wird, die eine gleiche oder eine andere wirksame
Fläche bzw. Querschnitt wie Kolben 80 hat. Wenn die wirksame Fläche F
81 von Membran 81 anders, zum Beispiel größer ist, muß zwischen der Membran 81 und der
Stange 13 eine Übersetzung bzw. Untersetzung geschaffen werden. In der Ausführungsform
der Figur 6 ist eine Hebelübersetzung mit einem an einem Vorsprung der Wand 8 einseitig
schwenkbar gelagerten Hebelarm 21 vorgesehen, der mit der Stange 13 beidseitig (Alternative
A) oder einseitig (Alternative B) in Eingriff gebracht werden kann. Die Kompensationskraft,
die aufgrund des Druckgefälles über die Membran 81 entsteht, wird mit einem Kompensationsarm,
der mit der Membran 81 einerseits und schwenkbar mit dem Hebelarm 21 andererseits
verbunden ist, gemäß der vorbestimmten Übersetzung auf die Stange 13 übertragen. Bei
dem einseitigen Eingriff gemäß Alternative B kann der Hebelarm 21 die Stange 13 nur
in Öffnungsrichtung des Hauptventils 60 mitnehmen, d.h. es liegt eine einseitige Entkopplung
der Membran 81 zum Hauptventil 60 vor. Die größere Kraft F
81 x p
3 wird so auf die alte Kompensationskraft des Kolbens F
80 x p
3 herunterübersetzt.
[0042] Eine entsprechende Ausführungsform mit einer Hebelübersetzung ist auch bei Ausführungsformen
mit Kolben empfehlenswert, wenn deren wirksame Flächen von denen des Hauptventils
abweichen. Eine Hebelkinematik ist insbesondere bei Membranen zweckmäßig, die in der
Regel nur kleinere Hübe machen können.
[0043] Figuren 7 und 8 zeigen weitere Ausführungsformen der Erfindung. Hierbei wird, um
Bauraumvorteile und Kosteneinsparungen zu erzielen bzw. um mögliche Schadensursachen
zu eliminieren, eine Ausführungsform vorgeschlagen, die ohne die Leitung 12 der anhand
der Figur 2 beschriebenen Ausführungsform auskommt. An der Stelle der den Ventilsitz
tragenden Wand 60B, ist hierbei eine Membran 82 vorgesehen, die den Frischluftdruckkanal
5 von der Einmündung 1 trennt. Ein Ventilsitz eines Ventiltellers 64A eines Hauptventils
64 ist hierbei in der Membran 82 ausgebildet.
[0044] Bei der Ausführungsform von Figur 7 ist ein Drehpunkt 23 für eine Hebelübersetzung
24 über einen Stern 25 starr mit den ortsfesten Rohrleitungen verbunden.
[0045] Bei der in Figur 8 dargestellten Ausführungsform werden die drehbar gelagerten Hebel
27 über Stangen 28 betätigt, die aus Gründen des Gaswiderstandes in der Einmündung
1 zweckmäßigerweise in Strömungsrichtung von dem Frischgaskanal 2 zu dem Verdichtereingangskanal
4 vor und hinter der Stange 13 liegen. Der Hebelmechanismus 27 ist hier wegen der
Verschmutzungs- und Korrosionsgefahr sowie aus Temperaturgründen bei einer Verwendung
als Abgasrückführungseinrichtung aus dem Bereich entfernt, der mit Abgas bespült wird.
Die übersetzte Kompensationskraft wird wiederum über die Stange 13 auf den Ventilteller
des Hauptventils 64 übertragen und führt zu einem Ausgleich der zu kompensierenden
Kraftkomponente.
[0046] Figur 9 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung. Hierbei ist in dem Frischluftdruckkanal
5 ein Bälg 84 vorgesehen, der an seiner einen Seite an einem Ventilteller 65A eines
Hauptventils 65 und an seiner, in longitudinaler Richtung gegenüberliegenden anderen
Seite an der oberen Wand 9 des Frischluftdruckkanals 5 befestigt ist. Der Ventilteller
65A weist eine Durchlaßöffnung 30 auf, die die Einmündung 1 mit dem Innenraum des
Balgs 84 gasdurchlässig verbindet, wodurch sich ein Druckausgleich zwischen der Einmündung
1 und dem Innenraum des Balgs 84 ausbilden kann. Vergrößert sich das Druckgefälle
p
3 -p
2, so zieht sich der Balg 84 in seiner longitudinalen Richtung zusammen, wodurch eine
Kraft in Öffnungsrichtung des Hauptventils 65 auf den Ventilteller 65A ausgeübt wird.
Der Balg 84 soll so ausgeführt werden, daß diese Kraft die Druckkompensationsfunktion
übernimmt.
[0047] Eine solche Ausführungsform kann vorteilhaft sein, sofern Membranen mit ausreichendem
Membranhub (Bälge) zur Verfügung stehen. Beispielsweise läßt sich auf diese Weise
eine geringe Reibung sowie ein Wegfall der Hysterese erzielen; zudem kann der Balg
84 vorteilhafterweise gleichzeitig als Schließfeder des Hauptventils 65 wirken.
[0048] Eine auf dieser Basis beruhende Ausführungsform ist statt mit einem Balg auch mit
einem Kolben 85 möglich, wie in Figur 10 dargestellt ist. Ein hohler Ventilkörper
66A eines Hauptventils 66 verbindet in gasdurchlässiger Weise die Einmündung 1 mit
dem Kompensationsraum 10, der den Kolben 85 aufnimmt, wodurch die Kompensation der
mit dem Druckgefälle p
3 -p
2 verbundenen Kraft möglich ist. Jedoch treten bei dieser Ausführungsform wiederum
die kolbenspezifischen Nachteile der Reibung und der unvollständigen Dichtigkeit auf.
[0049] Vorteilhaft kann daher eine Ausführungsform entsprechend der Figur 11 sein, bei der
die hermetische Abdichtung zwischen dem Frischluftdruckkanal 5 und der Einmündung
1 nicht durch einen Dichtungsring 31 am Kolben 85 wie in Fig. 10, sondern durch ein
inneres Ventil 32 innerhalb des Hauptventils 67 hergestellt wird. Geöffnet wird das
innere Ventil 32 mit einem Vorhub der Stange 13, die durch die Stelleinrichtung, insbesondere
durch einen elektrischen Magneten bzw. Proportionalmagneten 14, veranlaßt wird. Solange
das innere Ventil 32 geschlossen ist, hält das Druckgefälle p
5 - p
3 bzw. p
3 -p
2 das innere Ventil 32 und damit das Hauptventil 67 geschlossen. Wird das innere Ventil
32 durch den Vorhub geöffnet, ergibt sich wegen einer Drosselstelle zwischen dem äußerem
Umfang des Kolbens 86 und der Wand 11, deren Querschnitt im Vergleich zu dem der Durchlaßöffnung
30 im Ventilkörper 67A klein sein muß, über dem Kolben 86 im Kompensationsraum 10
der Druck p
3 bzw. p
2, wodurch der Druckausgleich hergestellt ist. Beeinflußbar ist der Druckausgleich
durch Wahl des Durchmesserverhältnisses von der wirksamen Fläche des Kolbens 86 zur
der des Ventiltellers 67A und durch die Verhältnisse der Öffnungsquerschnitte der
Drosselstelle und des inneren Ventils 32.
[0050] Figur 12 zeigt eine weitere Ausführung der Gasführungseinrichtung mit Druckkompensation
ähnlich zu der in Figur 11 dargestellten Ausführungsform, mit dem Unterschied, daß
hier das Hauptventil 68 mit Ventilteller 68A gemeinsam mit einem inneren Ventil 32
nicht ausschließlich durch die Feder 6, sondern auch zwangsweise von der Stange 13
in Schließrichtung mitgenommen wird.
[0051] Figur 13 zeigt eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Gasrückführungseinrichtung
mit Druckkompensation mit einem inneren Ventil 34, das während des Vorhubs der Stange
13 geöffnet wird. Das innere Ventil 34 weist hierbei einen konischen oder vorzugsweise
halbkugelförmigen Ventilteller auf. Ein am oberen Bereich der Stange 13 befestigter
Stift 35 hat darin die Aufgabe, ein Hauptventil 69 nach dem Vorhub zur Öffnung des
inneren Ventils 34 anzuheben. Anstelle einer solchen Betätigung des inneren Ventils
über die Stelleinrichtung 14 kann wahlweise auch eine eigens für die Betätigung des
inneren Ventils vorgesehene Innenventilstelleinrichtung bereitgestellt sein, die unabhäniges
Betätigen von Hauptventil und innerem Ventil ermöglicht (nicht dargestellt).
[0052] Um einen sicheren Gleitsitz zu gewährleisten, sollten die Oberflächen des Kolbens
89 und einer Führungshülse 37 aufeinander abgestimmt werden (z.B. Stahl/Lagermetall
usw.).
[0053] Optional kann eine Schutzhülse bzw. Hülse 36 vorgesehen sein, die den Gleitsitz des
Kolbens 89 in der Führungshülse 37 gegen Verschmutzung schützt. Ein Deckel 38 ist
derart ausgebildet oder mit einem separaten Füllstück versehen, um einen Raum oberhalb
des Hauptventils 69, der einen Innenventilkompensationsraum 10' darstellt, so klein
wie möglich zu machen, damit der jeweils gewünschte Druck (p
3 im geschlossenen und p
2 im geöffneten Zustand) sich möglichst schnell ausbildet und so wenig Gas wie möglich
in diesen Innenventilkompensationsraum 10' eintreten kann. Der Gasdruck in dem Innnenventilkompensationsraum
wird durch p
10' bezeichnet. Falls für die Abstimmung und/oder gegen die Verschmutzung vorteilhaft,
so kann ein Dichtungsring 50, der eine partielle Gasabdichtung eines Öffnungsspalts
zwischen dem Kolben 89 und der Führungshülse 37 bewirkt, Verwendung finden. Um die
Einfädelung des Kolbens 89 in die Führungshülse 37 zu erleichtern, hat diese an ihrem
unteren Ende eine Anschrägung an deren Innendurchmesser erhalten.
[0054] Die obere Führung der Stange 13 ist außer durch den Wandstern 40 (Fig. 2, 3 usw.)
oder ähnliche Einrichtungen auch durch den Stift 35, eine Membran oder einen Balg
möglich.
[0055] Je nach Abstimmung der Durchmesserverhältnisse der Kolben bzw. Membranen oder Bälge
80-89 zu den jeweiligen Hauptventilen 60-69 können bei der Abgasrückführung und Drücken
p
3 > p
5, die beispielsweise bei einem positiven Spülgefälle durch einen Turbolader oder bei
einer mechanischen Aufladung eines Motors auftreten können, sich die Ventile 60, 64,
65, 66, 67, 68, 69 öffnen, was zu Ladeluftverlusten führen würde. Eine Möglichkeit
dem entgegenzuwirken, besteht in einer Umpolung des Magneten bei Verwendung eines
Permanentmagneten als Anker oder eine entsprechende Maßnahme, falls als Stelleinrichtung
eine elektromotorische, pneumatische, hydraulische oder mechanische Betätigung der
inneren Ventile vorgesehen ist.
[0056] Eine andere Möglichkeit besteht bei den in Fig. 11 bis 13 gezeigten Ausführungsformen
darin, bei solchen Betriebspunkten einfach über den Magneten oder die entsprechende
Stelleinrichtung das innere Ventil 32 bzw. 34 zu öffnen. Der gegenüber p
5 höhere Druck p
3 würde dann unterhalb des Hauptventils 67 bis 69 in der Einmündung 1 und oberhalb
des Kolbens 86 bzw. 89 anliegen; so daß das Hauptventil 67 bis 69 durch beispielsweise
eine Feder geschlossen werden könnte. Der geringfügige Ladeluftverlust über eine Drosselstelle
zwischen Führungshülse 11 bzw. 37 und Kolben 86 bzw. 89 ist verkraftbar.
[0057] Die Figuren 14 und 15 zeigen besonders bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung,
die sich in wesentlichen konstruktiven Merkmalen von den in Fig. 2 bis 13 gezeigten
Ausführungsformen unterscheiden. Diejenigen konstruktiven Merkmale, welche den vorangegangenen
Ausführungsformen entsprechen bzw. ähneln, sind mit gleichen Bezugszeichen versehen
und auf eine erneute Beschreibung wird in diesem Fall verzichtet.
[0058] Da das Ventil von Gas mit einer Temperatur durchströmt wird, welche den Magneten
14 nicht gefährden kann, kann dieser auf der Zuströmseite des Ventils angeordnet sein,
was gravierende Vorteile hinsichtlich Bauraum, Gewicht und Kosten des Ventils zur
Folge hat. Zudem kann mindestens jeweils eine Seite der Ventilsitze der Ventile 34
und 69 aus einem Elastomer hergestellt sein. Bevorzugt kann dies für beide Ventile
aus einem einzigen Bauteil 90 bestehen.
[0059] Besonders vorteilhaft ist es, bei dieser Ausführungsform statt eines Druckmagneten
einen Zugmagneten zu verwenden.
[0060] Da die Aufgabe dieser Ausführungsform des Ventils nicht die Zumessung eines Gases
zu einem anderen ist, sondern es sich hier darum handelt, möglichst verzögerungsfrei
einen großen Abströmquerschnitt zur Verfügung zu stellen bzw. diesen auch möglichst
ebenso verzögerungsfrei wieder zu schließen, ist ein aufwendiger Proportionalmagnet
nicht erforderlich. Der Magnet muß im geschlossenen Zustand des Ventils lediglich
die Kraft zur Verfügung stellen, gegen die Massenwirkungen, gegen Gasdruck, gegen
eine innere Feder 99 sowie gegen eine mögliche Haftwirkung des Elastomers zunächst
das innere Ventil 34 zu öffnen und sodann gegen die nun größeren Massen, die innere
Feder 99, die äußere Feder 6 sowie die mögliche Haftwirkung des Elastomers das Hauptventil
69. Nach Überwindung der Haftwirkung darf die Magnetkraft zurückgehen.
[0061] Weil diese Ausführungsform des Ventils im wesentlichen nur die Stellungen "ON" und
"OFF" kennt, sind alle die konstruktiven Maßnahmen angezeigt, die sowohl für das innere
wie für das äußere Ventil große Querschnitte ermöglichen. So kommt es zur Fig. 15,
bei der das Ventil 34 in seinem Querschnitt nicht mehr durch die durchtretende Stange
eingeschränkt ist. Ein weiterer Vorteil der Fig. 15 sind die kleineren Massen der
bewegten Teile und die genauere Definition des maximalen Vorhubs zur Öffnung von Ventil
34, in dem nämlich dieser Vorhub nicht mehr durch eine Berührung zwischen z. B. Metall
und Elastomer begrenzt ist.
[0062] Da die innere Feder 99 bei Fig. 15 sowohl das innere Ventil 34 als auch das äußere
Ventil 69 zudrückt, kann, falls die Feder 99 geeignet dimensioniert ist, auch auf
die äußere Feder 6 verzichtet werden.
[0063] Im geschlossenen Zustand liegt der in der Regel höhere Druck P
3 über eine Drosselstelle 98 auf dem Kolben 89 und damit auch auf den Ventilen 34 und
69 und sorgt daher für deren hermetische Dichtheit.
[0064] Erfolgt nun der Abblasbefehl, muß der Magnet 14 bei der bevorzugten Ausführungsform
von Fig. 15 nur die Feder 99, die Haftwirkung des Elastomers, die aus der Druckdifferenz
(P
3-P
2) x Wirksame Fläche des inneren Ventils 34 resultierende Gaskraft und die Massenwirkungen
überwinden. Hier empfiehlt sich also, um den Magneten klein zu halten, den Querschnitt
von Ventil 34 klein zu machen.
[0065] Nach Öffnung von Ventil 34 erfolgt, weil der Querschnitt von Ventil 34 in jedem Fall
groß ist gegenüber dem Querschnitt der Drosselstelle 98, ein Druckausgleich zwischen
dem Raum oberhalb des Kolbens 89 und der Leitung 1, so daß in beiden Räumen der Druck
P
2 herrscht. Damit kann nun das Hauptventil 69 vom Magneten 14 gegen die Feder 99, die
Haftwirkung im Ventilsitz von Ventil 69 und die größeren Massenwirkungen des Hauptventils
geöffnet werden. Aus Druckunterschieden resultierende Kräfte sind nicht mehr zu überwinden.
Kommt der Schließbefehl, also für den Fall, daß P
3 gegenüber P
2 durch den Lader vergrößert werden soll, wird der Strom im Magneten 14 abgestellt
oder gar umgekehrt gepolt. im Fall der Stromabstellung hat Feder 99 nun zunächst das
Ventil 34 zuzudrücken und damit dann auch das Ventil 69. Dies erfolgt gegen den Restmagnetismus
und gegen die Massenwirkung beider Ventile.
[0066] Bei der Umpolung könnte der Magnet 14 der Feder 99 helfen. Mit entsprechenden magnetischen
Eigenschaften des Ankers von Magnet 14 könnte eine solche Wirkung noch verstärkt werden.
[0067] Sobald insbesondere der Querschnitt von Ventil 69 kleiner wird und sich dadurch der
Druck P
3 auch über dem Kolben 89 aufzubauen beginnt, hilft die Druckdifferenz (P
3-P
2) x wirksamen Kolbenquerschnitt natürlich der Feder 99 bei der Schließarbeit und baut
die dem Ventilquerschnitt entsprechende maximale Zuhaltekraft auf.
[0068] Aus primär akustischen Gründen kann es angezeigt sein, für einen zunächst langsamen
Öffnungsbeginn des Ventilquerschnitts 69 zu sorgen, der dann in eine schnelle Gesamtöffnung
übergehen sollte. Dies kann durch eine Stromsteuerung des Magneten 14 erreicht werden.
Es kann aber auch durch geeignete Gestaltung der Durchmesserverhältnisse des Ventils
34 zu dem Ventil 69 erzielt oder unterstützt werden. In beiden Fällen empfiehlt sich
ein größerer bzw. besonders großer Ventilquerschnitt des Ventil 34, ein Ziel, das
demjenigen, einen möglichst kleinen Magneten 14 zu verwenden, entgegensteht.
[0069] Die akustischen Ziele können insbesondere auch durch geeignete Gestaltung des Ventilquerschnitts
des Ventil 69 im Hubbereich der Öffnungsphase erreicht werden, z. B. durch geeignete
aerodynamische Formgebung oder indem das Ventil mit einem geeigneten Drosselkragen
97 versehen wird.
Bezugszeichenliste
[0070]
- 1.
- Einmündung
- 2.
- Frischgaskanalbzw. Frischluftkanal
- 3.
- Potentiometer
- 4.
- Verdichtereingangskanal (4b)
- 5.
- Frischluftdruckkanal (5b)
- 6.
- Feder
- 6'.
- Feder
- 8.
- Wand
- 8'.
- Wand
- 9.
- Wand
- 10.
- Kompensationsraum
- 11.
- obere Wand
- 12.
- Kompensationsleitung
- 13.
- Stange
- 14.
- Magnet oder Proportionalmagnet
- 15.
- Hebel
- 17.
- Wandvorsprung
- 19.
- Hebel
- 21.
- Hebelarm
- 23.
- Drehpunkt
- 24.
- Hebelübersetzung
- 25.
- Stern
- 27.
- Hebel
- 28.
- Stangen
- 30.
- Durchlaßöffnung
- 31.
- Dichtungsring
- 32.
- inneres Ventil
- 33.
- inneres Ventil
- 34.
- inneres Ventil
- 35.
- Stift
- 36.
- Schutzhülse
- 37.
- Führungshülse
- 38.
- Deckel
- 40.
- Führungsstern
- 50.
- Dichtungsring
- 60.
- Hauptventil
- 60A.
- Ventilplatte
- 60B.
- Ventilsitz bzw. Wand
- 61.
- Hauptventil
- 61A.
- Drosselklappe
- 62-69.
- Hauptventil
- 62A-69A.
- Ventilplatten
- 80.
- Kolben
- 81-82.
- Membran
- 84.
- Balg
- 85-86.
- Kolben
- 89.
- Kolben
- 90.
- elastische Ventildichtung
- 97.
- Drosselkragen
- 98.
- Drosselstelle
- 99.
- Innere Feder
1. Luftführungseinrichtung für Verbrennungsmotoren mit Ladelufteinrichtung, insbesondere
Kraftfahrzeugmotoren, mit
- einem Frischluftdruckkanal (5b), der in einen Verdichterausgangskanal (108) eines
Verdichters (102) der Ladelufteinrichtung mündet,
- einem frischluftzuführenden Frischluftkanal (2b),
- einem Verdichtereingangskanal (4b) und einer in den Frischluftkanal (2b) und den
Verdichtereingangskanal (4b) mündenden Einmündung (1b),
wobei zumindest der Frischluftdruckkanal (5b) und die Einmündung (1b) über ein Steuerorgan
(60-69) zum Zumessen von Luft miteinander in Verbindung stehen,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Kompensationseinrichtung (61; 61A; 62; 62A; 63; 80; 81; 82; 84; 85; 86; 89)
vorgesehen ist, um Kräfte, die aufgrund einer Druckdifferenz (p
3 - p
2) zwischen druckgasseitigen (p
3) und frischgasseitigen (p
2) Gasdrücken auf das Steuerorgan (60-69) wirken, derart zu kompensieren, daß die Druckdifferenz
nicht zu einer Kraftkomponente führt, die in Richtung eines Öffnens oder Schließens
des Steuerorgans wirkt.
2. Luftführungseinrichtung nach Anspruch 1, wobei eine Seite der Kompensationseinrichtung
(80-89) mit dem druckgasseitigen Gasdruck (p3) und die andere Seite mit dem frischgasseitigen Gasdruck (p2) beaufschlagt wird.
3. Luftführungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Kompensationseinrichtung
(61; 61A; 62; 62A; 63) als eine Drosselklappe, ein Doppel-, Kugel-, Kegel- oder Zylinderventil
in dem Steuerorgan (60-69) bereitgestellt ist.
4. Luftführungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Steuerorgan (60-69) eine
Ventilstange (13) und einen daran festgelegten Ventilteller (60A; 62A-69A) mit einer
gasdruckwirksamen Fläche (F3) umfaßt, so daß eine Ventiltellerkraft auf den Ventilteller wirkt, die gleich dem
Produkt aus der gasdruckwirksamen Fläche (F3) und der Druckdifferenz (p3 - p2) ist, und die Kompensationseinrichtung zumindest einen Kolben (80; 85; 86; 89), eine
Membran (81) und/oder einen Balg (84) umfaßt, welcher an der Ventilstange festgelegt
ist und auf dessen gasdruckwirksame Fläche (F3; F80) die Druckdifferenz (p3 - p2) wirkt, so daß eine Kompensationskraft an der Ventilstange (13) angreift, welche
die Ventiltellerkraft kompensiert.
5. Luftführungseinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Steuerorgan
(60-69) durch eine mechanische, pneumatische, hydraulische, magnetische oder elektrische
Stelleinrichtung (14), insbesondere einen elektrischen Hubmagneten (14), betätigbar
ist.
6. Luftführungseinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Kompensationseinrichtung
ein Innenventil (32; 34) umfaßt, welches in dem Steuerorgan bereitgestellt ist.
7. Luftführungseinrichtung nach Anspruch 6, wobei ein Gasdruck (p10') in einem Innenventilkompensationsraum (10') über das Innenventil (34) in Verbindung
mit einem Öffnungsspalt zwischen einem Kolben (89) der Kompensationseinrichtung (89)
und einer Führungshülse (37) des Kolbens (89) steuerbar ist und das Innenventil (34)
von einer Stelleinrichtung (14) und/oder einer Innenventilstelleinrichtung betätigbar
ist.
8. Luftführungseinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Kompensationseinrichtung
(81;82;83) über eine kinematische Übersetzung, insbesondere eine Hebelübersetzung
(21;24), auf das Steuerorgan (60;64) wirkt, um einen Unterschied zwischen für den
Gasdruck wirksamen Flächen einerseits des Steuerorgans (60;64) und andererseits der
Kompensationseinrichtung (81;82;83) zu kompensieren.
9. Luftführungseinrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, wobei das
Steuerorgan (60;64;65) durch eine Federwirkung einer Membran (81-83) oder eines Balgs
(84) in Schließrichtung vorgespannt ist, wobei insbesondere zusätzlich eine Feder
(6, 6') zur Unterstützung der Vorspannung vorgesehen ist.
10. Luftführungseinrichtung nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, wobei die
Kompensationseinrichtung (80-82; 84-86; 89) und das Steuerorgan (60-69) kraftwirksam
miteinander verbunden und über die Stelleinrichtung (14) steuerbar sind.
1. Air-conducting device for internal combustion engines with a charge air device, in
particular motor vehicle engines, having
- a fresh-air pressure duct (5b) which opens into a compressor output duct (108) of
a compressor (102) of the charge air device,
- a fresh-air-feeding fresh-air duct (2b),
- a compressor input duct (4b) and an inlet (1b) which opens into the fresh-air duct
(2b) and the compressor input duct (4b),
at least the fresh-air pressure duct (5b) and the inlet (1b) being connected to one
another by means of a control element (60-69) for metering air,
characterized in that a compensation device (61; 61A; 62; 62A; 63; 80; 81; 82; 84; 85; 86; 89) is provided
for compensating forces which act on the control element (60-69) owing to a pressure
difference (p
3-p
2) between the pressurized-gas-end gas pressure (p
3) and the fresh-gas-end gas pressure (p
2), in such a way that the pressure difference does not lead to a force component which
acts in the direction of opening or closing the control element.
2. Air-conducting device according to Claim 1, the pressurized-gas-end gas pressure (p3) being applied to one side of the compensation device (80-89), and the fresh-gas-end
gas pressure (p2) being applied to the other side.
3. Air-conducting device according to Claim 1 or 2, the compensation device (61; 61A;
62; 62A; 63) being made available as a throttle valve, a double valve, a ball valve,
a conical valve or a cylindrical valve in the control element (60-69).
4. Air-conducting device according to Claim 1 or 2, the control element (60-69) comprising
a valve rod (13) and a valve plate (60A; 62A-69A) which is attached thereto and has
a gas-pressure-effective surface (F3), with the result that a valve plate force which is equal to the product of the gas-pressure-effective
surface (F3) and the pressure difference (p3-p2) acts on the valve plate, and the compensation device comprises at least one piston
(80; 85; 86; 89), a diaphragm (81) and/or a bellows (84) which is attached to the
valve rod and on whose gas-pressure-effective surface (F3; F80) the pressure difference (p3-p2) acts, with the result that a compensation force which compensates the valve plate
force acts on the valve rod (13).
5. Air-conducting device according to one of the preceding claims, the control element
(60-69) being capable of being activated by a mechanical, pneumatic, hydraulic, magnetic
or electrical actuator device (14), in particular an electric solenoid (14).
6. Air-conducting device according to one of the preceding claims, the compensation device
comprising an internal valve (32; 34) which is provided in the control element.
7. Air-conducting device according to Claim 6, it being possible to control a gas pressure
(p10,) in an internal valve compensation space (10') by means of the internal valve (34)
in conjunction with an opening gap between a piston (89) of the compensation device
(89) and a guide sleeve (37) of the piston (89), and it being possible for the internal
valve (34) to be activated by an actuator device (14) and/or an internal valve actuator
device.
8. Air-conducting device according to one of the preceding claims, the compensation device
(81; 82; 83) acting on the control element (60; 64) by means of a kinematic transmission
arrangement, in particular a lever transmission arrangement (21; 24), in order to
compensate a difference between, on the one hand, surfaces of the control element
(60; 64) which are effective in terms of the gas pressure and, on the other hand,
surfaces of the compensation device (81; 82; 83) which are effective in terms of the
gas pressure.
9. Air-conducting device according to one or more of the preceding claims, the control
element (60; 64; 65) being prestressed in the closing direction by means of a spring
effect of a diaphragm (81-83) or of a bellows (84), a spring (6, 6') being in particular
additionally provided for supporting the prestress.
10. Air-conducting device according to one or more of the preceding claims, the compensation
device (80-82; 84-86; 89) and the control element (60-69) being connected to one another
effectively in terms of force and it being possible to control them by means of the
actuator device (14).
1. Dispositif d'admission d'air pour des moteurs à combustion interne avec un organe
de suralimentation, en particulier des moteurs pour véhicules automobiles, comprenant
:
- un canal de pression d'air frais (5b), qui débouche dans un canal de sortie de compresseur
(108) d'un compresseur (102) de l'organe de suralimentation,
- un canal d'air frais (2b) pour amener de l'air frais,
- un canal d'entrée (4b) du compresseur et une embouchure (1b) qui débouche dans le
canal d'air frais (2b) et dans le canal d'entrée (4b) du compresseur (1b),
dans lequel au moins le canal de pression d'air frais (5b) et l'embouchure (1b) sont
reliés l'un à l'autre via un organe de commande (60 à 69) pour le dosage de l'air,
caractérisé en ce que il est prévu un organe de compensation (61; 61a; 62; 62a; 63; 80; 81; 82; 84; 85;
86; 89) pour compenser les forces qui, à cause de la différence de pression (p
3 - p
2) entre les pressions de gaz du côté du gaz comprimé (p
3) et du côté (p
2) du gaz frais, agissent sur l'organe de commande (60 à 69) de telle sorte que la
différence de pression n'introduise pas une composante de force agissant dans la direction
d'ouverture ou la direction de fermeture de l'organe de commande.
2. Dispositif d'admission d'air selon la revendication 1, dans lequel une face de l'organe
de compensation (80 à 89) est soumise à la pression de gaz (p3) du côté du gaz comprimé et l'autre face est soumise à la pression de gaz (p2) du côté du gaz frais.
3. Dispositif d'admission d'air selon la revendication 1 ou la revendication 2, dans
lequel l'organe de compensation (61; 61a; 62; 62a; 63) est réalisé sous la forme d'une
valve d'étranglement, d'une valve double, d'une valve à bille, d'une valve à siège
conique ou d'une valve cylindrique dans l'organe de commande (60 à 69).
4. Dispositif d'admission d'air selon la revendication 1 ou la revendication 2, dans
lequel l'organe de commande (60 à 69) comprend une tige de valve (13) et un clapet
de valve (60A, 62A à 69A) qui lui est fixé et présente une surface (F3) sensible à la pression de gaz, de sorte que une force de clapet de valve agisse
sur le clapet de valve, cette force étant égale au produit de la surface sensible
à la pression de gaz (F3) par la différence de pression (p3 - p2), et l'organe de compensation présentant au moins un piston (80; 85; 86; 89), une
membrane (81) et/ou un soufflet (84) fixé sur la tige de valve et sur la surface sensible
à la pression de gaz (F3; F80) duquel s'applique la différence de pression (p3 - p2) de sorte qu'une force de compensation agisse sur la tige de valve (13) pour compenser
la force agissant sur le clapet de valve.
5. Dispositif d'admission d'air selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'organe de commande (60 à 69) est actionné par un organe de réglage (14) mécanique,
pneumatique, hydraulique, magnétique ou électrique, en particulier un électroaimant
de levage (14).
6. Dispositif d'admission d'air selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'organe de compensation comprend une valve interne (32; 34) qui est prévue dans l'organe
de commande.
7. Dispositif d'admission d'air selon la revendication 6, dans lequel une pression de
gaz (P10') régnant dans un espace de compensation (10') de la valve interne est susceptible
d'être commandée via la valve interne (34) en association avec un intervalle d'ouverture
entre un piston (89) de l'organe de compensation (89) et un manchon de guidage (37)
du piston, et dans lequel la valve interne (34) est susceptible d'être actionnée par
un organe de réglage (14) et/ou un organe de réglage de la valve interne.
8. Dispositif d'admission d'air selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'organe de compensation (81; 82; 83) agit via une transmission cinématique, en particulier
une transmission à rapport de levier (21; 24) sur l'organe de commande (60; 64), afin
de compenser une différence entre les surfaces sensibles à la pression de gaz d'une
part de l'organe de commande (60; 64) et d'autre part de l'organe de compensation
(81; 82; 83).
9. Dispositif d'admission d'air selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
dans lequel l'organe de commande (60; 64; 65) est précontraint dans la direction de
fermeture par la force élastique d'une membrane (81-83) ou d'un soufflet (84), un
ressort (6, 6') étant en particulier prévu pour supporter de façon supplémentaire
la précontrainte.
10. Dispositif d'admission d'air selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
dans lequel l'organe de compensation (80 à 82; 84 à 86; 89) et l'organe de commande
(60 à 69) sont reliés l'un à l'autre avec transmission de force et sont susceptibles
d'être commandés par l'organe de réglage (14).