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(11) |
EP 1 151 808 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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27.09.2006 Patentblatt 2006/39 |
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Anmeldetag: 03.02.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Walzwerk, insbesondere Schräg- oder Diescherwalzwerk, in Modulbauweise
Rolling mill, in particular skew rolling mill or Diescher rolling mill, of modular
construction
Laminoir, en particulier laminoir à cylindres obliques ou de type Diescher, à construction
modulaire
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
27.04.2000 DE 10020702
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.2001 Patentblatt 2001/45 |
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Patentinhaber: SMS Demag AG |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- Höffgen, Walter
41352 Korschenbroich (DE)
- Koenen, Paul
47839 Krefeld (DE)
- Klingen, Hermann-Josef
47447 Moers (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 019 238 DE-A1- 2 217 841 GB-A- 191 006 578 US-A- 5 295 379
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DE-A1- 2 156 595 GB-A- 2 230 986 US-A- 2 101 357
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN Bd. 013, Nr. 022 (M-786), 19. Januar 1989 (1989-01-19) -&
JP 63 235004 A (HITACHI LTD; others: 01), 30. September 1988 (1988-09-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Walzwerk, insbesondere ein Schräg- oder Diescherwalzwerk,
in Modulbauweise, mit in einem Walzgerüst drehgelagerten Walzen, wobei der Walzgerüstrahmen
aus Gussständern, geschweißten Blechständern oder aus Schmiedeständern gebildet ist,
die auf im Fundament verankerten und vergossenen Sohlplatten befestigt sind.
[0002] Für Walzwerke sind die Gerüstständer der bekannten Bauart als Einheit in der Herstellung
und für die Handhabung unangemessen groß. Ein Gerüstständer ist als einteilige Gusseinheit
in der Herstellung schwierig und teuer. Die vorhandenen Krankapazitäten, die Handhabung
und die Bearbeitung setzen für die Ständergrößen Grenzen. Es ist daher dazu übergegangen
worden, die Walzwerksständer in Modulbauweise herzustellen, um kleinere Einheiten
leichter handhaben zu können. Außerdem spielen die Kräfteverhältnisse zwischen den
im Walzprozess entstehenden Kräften und der Ausbildung des Walzgerüstrahmens eine
Rolle.
[0003] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Herstellung, Handhabung und Ausbildung
des Walzgerüstrahmens dahingehend zu vereinfachen, dass die Herstellung leichter und
wirtschaftlicher erfolgen kann, dass die Handhabung durch geringere Gewichte erleichtert
wird und dass die konstruktive Ausbildung in Abhängigkeit der Walzprozesskräfte erfolgt.
[0004] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Walzgerüstrahmen
aus sich gegenüberliegenden, auf der Sohlplatte befestigten Portalrahmen mit einer
den Abstand zwischen den Portalrahmen bildenden oberen Kassette für eine obere Walzeneinheit
und einer unteren Kassette für die untere Walzeneinheit zusammensetzbar ist, wobei
die beiden Portalrahmen mittels mehrerer, übereinander und / oder nebeneinander angeordneter
Zugelemente miteinander verspannbar und fixiert sind. Diese Gerüstständer-Bauweise
vereinfacht den Ständer-Aufbau und führt zu leichteren, besser handhabbaren Moduleinheiten,
die wirtschaftlich herstellbar sind. Die Modulbauweise mit nur vier Modulgruppen,
von denen jeweils zwei gleich oder sehr ähnlich sind, gestattet eine wirtschaftlich
besser überschaubare Konstruktion und Herstellung und bezüglich der Walzprozesskräfte
eine Zentralisierung der auf den Ständer wirkenden Kräfte. Außerdem ergeben sich Vorteile
durch eine belastungsoptimierte Massenverteilung, so dass keine überlagerten Spannungszustände
entstehen. Anläßlich von FEM-Untersuchungen wurde eine hohe Steifigkeit des Gerüstständers
festgestellt, die die Produktqualität erhöht. Weiterhin ermöglicht eine derartige
modulare Bauweise eine beliebige Baugrößenkette. Die Bauweise ist um ca. 15% kostengünstiger,
weil sich der Kreis der Materialanbieter, z.B. für Guss- oder Schmiedeteile, erweitert.
Die Flexibilität der eigenen Fertigung und des Fertigungszukaufs kann dadurch gesteigert
werden. Die einfachere Fertigung führt zu kürzeren Lieferzeiten. Dabei entfallen bisherige
Probleme der Materialauswahl, ob Schmiedeteil oder hochwertige Bleche als Ausgangsmaterial
dienen.
Ferner wird die Dehnkraft aus dem Walzprozess von den beiden Portalrahmen aufgenommen
und über die Sohlplatte direkt in das Fundament weitergeleitet. Andere von dem Walzprozess
bewirkte Kräfte werden von den Kassetten aufgenommen und in sich kurzgeschlossen.
[0005] Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die beiden Portalrahmen unten mit einem unteren
Querrahmen miteinander verbunden sind.
[0006] Ein vorteilhafter Abschluss nach oben ergibt sich dadurch, dass ein Querhaupt für
den Walzenausbau oder für den Walzeneinbau zwischen den Portalrahmen in oberen Führungen
parallel verschiebbar ist. Der untere Querrahmen und das Querhaupt geben die auftretenden
Walzkräfte vertikal an die Portalrahmen weiter.
[0007] Für eine Art von Schrägwalzwerken ist es vorteilhaft, dass die Walzen aus jeweils
einer unteren Trommeleinheit und einer oberen Trommeleinheit mit Kegelwalzen bestehen.
Die Erfindung ist daher sehr zweckmäßig auf Kegelschrägwalzwerke anzuwenden.
[0008] Hierzu ist weiter vorgesehen, dass zumindest die Geräte der Vorschubwinkelverstellung
und die Walzen-Trommel-Ausbalancierung an den Kassetten befestigt sind.
[0009] Für die Weiterbildung des Walzwerks zu einem Diescherwalzwerk wird vorgeschlagen,
dass den Kegelwalzen zumindest eine Diescherscheibe auf jeweils einem Diescherscheibenschlitten
zugeordnet ist, der auf einer quer zur Walzrichtung verlaufenden Gleitbahn aus der
Betriebsposition in eine Wechselposition und zurück verfahrbar ist. Bei den herkömmlichen
Tonnen- oder Kegelschrägwalzwerken sind die Diescherscheiben in Schwingen an den Längsseiten
der Gerüstständer anmontiert. Die schwenkbare Anordnung und die hydraulische Verriegelung
am Walzgerüstrahmen führen während des Walzvorgangs zum "Atmen" der Schwingen, was
sich auf die Walzgutqualität negativ auswirken kann. Ferner geht durch die bekannten
Schwingen Freiraum beiderseits des Walzgerüstrahmens durch den Schwenkweg der Schwingen
verloren, der besser anderweitig zu nutzen wäre. Die auf die Diescherscheiben wirkenden
Walzkräfte werden außerdem durch hydraulisch betätigte Verriegelungen vom Walzgerüstständer
aufgenommen und führen zu zusätzlichen Belastungen der Gerüstständer.
[0010] Eine weitere Besonderheit ergibt sich noch daraus, dass der Diescherscheibenschlitten
mittels einer Kniehebel-Verriegelung auf der Gleitbahn festsetzbar ist. Dadurch werden
die Positionen im Betrieb und während des Wechselns der Diescherscheibe genau und
sicher eingehalten.
[0011] Eine andere Verbesserung besteht darin, dass der Diescherscheibenschlitten an einer
an der unteren Kassette befestigten, räumlich gestellten Aufnahme zentriert ist.
[0012] An und für sich werden für den Antrieb der Walzen ausrückbare Gelenkwellen eingesetzt,
wie eine solche z.B. in der DE 43 32 893 C1 beschrieben ist. Zur weiteren Einsparung
an Bauraum wird jedoch vorgeschlagen, dass die Antriebskraft auf die Walzen im Walzgerüstrahmen
jeweils mittels einer ausrückbaren Gelenkwelle übertragbar ist, in deren Schnellverschlusskupplung
in dem walzenseitigen Treffer eine hydraulisch betätigbare Klemmung vorgesehen ist.
Dadurch wird an Länge gespart, was dem Einbauraum zugute kommt.
[0013] Die Konstruktion und die Herstellung des Walzgerüstrahmens werden durch weitere Funktionen
und Einrichtungen beeinflusst. So ist nach zusätzlichen Merkmalen vorgesehen, dass
der erforderliche Einbauraum bzw. das Gewicht des Walzgerüstrahmens auf eine minimierte
Länge der Walzenachse abgestimmt ist. Somit kann durch Wahl des günstigsten Antriebs
ebenfalls an Bauvolumen des Walzgerüstrahmens gespart werden.
[0014] In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, das nachstehend
näher erläutert wird.
[0015] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Stirnansicht des Walzwerks, dass als Kegelschrägwalzwerk mit Diescherscheiben
ausgerüstet ist,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf das Walzwerk gemäß Fig. 1,
- Fig. 3
- einen senkrechten Schnitt durch das Walzwerk parallel zur Walzrichtung,
- Fig. 4
- eine Einzelheit der Zentriermittel für den Diescherscheibenschlitten und
- Fig. 5
- einen Teil-Längsschnitt durch die ausrückbare Gelenkwelle des Walzwerksantriebs.
[0016] Das Walzwerk 1 kann insbesondere aus einem Schrägwalzwerk oder Diescherwalzwerk bestehen
und ist in Modulbauweise aus einzelnen Gruppen zusammengebaut. Im Walzwerk 1 sind
eine obere Walze 2 und eine untere Walze 3 drehbar gelagert und wie üblich anstellbar.
Der Walzgerüstrahmen 4 ist entweder aus Gussständern oder aus geschweißten Blechständern
oder aus Schmiedeteilen gebildet. Die Ständer sind im Fundament 5 verankert und vergossen
und auf der Sohlplatte 6 befestigt.
[0017] Der Walzgerüstrahmen 4 besteht aus zwei sich mit Abstand gegenüberliegenden Portalrahmen
7 und 8, deren Abstand durch eine obere Kassette 9 und eine untere Kassette 10 festgelegt
wird. Die obere Walze 2 und die obere Kassette 9 bilden eine obere Walzeneinheit 11
und die untere Walze 3 und die untere Kassette 10 bilden eine untere Walzeneinheit
12. Der Verbund der beiden Portalrahmen 7 und 8 wird durch Zugelemente 13 vervollständigt,
die als Dehnelemente ausgebildet sind und die Walzkräfte in einem Vorspannungsdehnbereich
auffangen.
[0018] Die beiden Portalrahmen 7, 8 sind mit einem unteren Querrahmen 14 miteinander verbunden
und oben wird die Verbindung mittels eines Querhaupts 15 geschaffen.
[0019] Das Querhaupt 15 ist in beidseitigen Führungen 16a und 16b für einen Walzenausbau
und für einen Walzeneinbau zwischen den Portalrahmen 7 und 8 verschiebbar geführt
(Fig. 3).
[0020] Die Walzen 2, 3 sind Teil einer oberen Trommeleinheit 17a und einer unteren Trommeleinheit
17b. Die Walzen 2, 3 werden im Ausführungsbeispiel als Kegelwalzen ausgeführt (Fig.
3).
[0021] Die Geräte der Vorschubwinkelverstellung 19 und der Walzen-Trommel-Ausbalancierung
20 sind an den Kassetten 9 und 10 angelenkt.
[0022] Den Kegelwalzen 18 ist jeweils eine Diescherscheibe 21a und 21b zugeordnet (Fig.
1 und 2). Die Diescherscheiben 21a und 21b sind jeweils auf einem quer zur Walzrichtung
22 verlaufenden Gleitbahn 23 geführten Diescherscheibenschlitten 24a und 24b hin-
und herverfahrbar. Gemäß den Fig. 1 und 2 ist die linke Diescherscheibe 21a in Betriebsstellung
gezeichnet, währenddem die rechte Diescherscheibe 21b in einer Wartungsstellung außerhalb
der Betriebsposition steht, wo auch eine Diescherscheibe ausgewechselt werden kann,
z.B. im Fall eines Dimensionswechsels des Walzgutes 25. Der Diescherscheibenschlitten
24a, 24b kann jeweils mittels einer Kniehebel-Verriegelung 26a, 26b auf der Gleitbahn
23 festgesetzt werden. Dabei wird der jeweilige Diescherscheibenschlitten 24a, 24b
an einer an der unteren Kassette 10 befestigten, räumlich gestellten Aufnahme 27 zentriert
(Fig. 4).
[0023] Gemäß Fig. 5 wird die Antriebskraft auf die Walzen 2,3 im Walzgerüstrahmen 4 jeweils
mittels einer ausrückbaren Gelenkwelle 28 übertragen. Die Gelenkwelle 28 besitzt eine
Schnellverschlusskupplung 29, wobei in dem walzenseitigen Treffer 30 eine hydraulisch
betätigbare Klemmung 31 gegenüber der Walzenachse 32 eingebaut ist. Der erforderliche
Einbauraum und damit das Gewicht des Walzgerüstrahmens 4 ist dadurch auf eine minimalisierte
Länge der Walzenachse 32 abgestimmt und erspart Bauraum.
Bezugszeichenliste
[0024]
- 1
- Walzgerüst
- 2
- obere Walze
- 3
- untere walze
- 4
- Walzgerüstrahmen
- 5
- Fundament
- 6
- Sohlplatte
- 7
- Portalrahmen
- 8
- Portalrahmen
- 9
- obere Kassette
- 10
- untere Kassette
- 11
- obere Walzeneinheit
- 12
- untere Walzeneinheit
- 13
- Zugelement
- 14
- unterer Querrahmen
- 15
- Querhaupt
- 16a
- Führung
- 16b
- Führung
- 17a
- obere Trommeleinheit
- 17b
- untere Trommeleinheit
- 18
- Kegelwalze
- 19
- Vorschubwinkelverstellung
- 20
- Walzen-Trommel-Ausbalancierung
- 21a
- Diescherscheibe
- 21b
- Diescherscheibe
- 22
- Walzrichtung
- 23
- Gleitbahn
- 24a
- Diescherscheibenschlitten
- 24b
- Diescherscheibenschlitten
- 25
- Walzgut
- 26a
- Kniehebel-Verriegelung
- 26b
- Kniehebel-Verriegelung
- 27
- räumlich gestellte Aufnahme
- 28
- ausrückbare Gelenkwelle
- 29
- Schnellverschlusskupplung
- 30
- walzenseitiger Treffer
- 31
- hydraulische Klemmung
- 32
- Walzenachse
1. Walzwerk, insbesondere Schräg- oder Diescherwalzwerk, in Modulbauweise, mit in einem
Walzgerüst (1) drehgelagerten Walzen (2,3), wobei der Watzgerüstrahmen (4) aus Gussständern,
geschweißten Blechständern oder aus SchmiedeStändern gebildet ist, die auf im Fundament
(5) verankerten und vergossenen Sohlplatten (6) befestigt sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Walzgerüstrahmen (4) aus sich gegenüberliegenden, auf der Sohlplatte (6) befestigten
Portalrahmen (7;8) mit einer den Abstand zwischen den Portalrahmen (7;8) bildenden
oberen Kassette (9) für eine obere Walzeneinheit (11) und einer unteren Kassette (10)
für die untere Walzeneinheit (12), zusammensetzbar ist, wobei die beiden Portalrahmen
(7;8) mittels mehreren, übereinander und / oder nebeneinander angeordneten Zugelementen
(13) miteinander verspannt und fixiert sind.
2. Walzwerk nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Portalrahmen (7;8) unten mit einem unteren Querrahmen (14) miteinander
verbunden sind.
3. Walzwerk nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Querhaupt (15) für den Walzenausbau oder für den Walzeneinbau zwischen den Portalrahmen
(27;8) in oberen Führungen (16a,16b) parallel verschiebbar ist.
4. Walzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Walzen (2;3) aus jeweils einer unteren Trommeleinheit (17a) und einer oberen
Trommeleinheit (17b) mit Kegelwalzen (18) bestehen.
5. Walzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass zumindest die Geräte der Vorschubwinkelverstellung (19) und die Walzen-Trommel-Ausbalancierung
(20) an den Kassetten (9;10) befestigt sind.
6. Walzwerk nach einem der Ansprüche 4 oder 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass den Kegelwalzen (18) zumindest eine Diescherscheibe (21 a, 21 b) auf jeweils einem
Diescherscheibenschlitten (24a;24b) zugeordnet ist, der auf einer quer zur Walzrichtung
(22) verlaufenden Gleitbahn (23) aus der Betriebsposition in eine Wechselposition
und zurück verfahrbar ist.
7. Walzwerk nach einem der Ansprüche 5 oder 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Diescherscheibenschlitten (24a;24b) mittels einer Kniehebel-Verriegelung (26a;26b)
auf der Gleitbahn (23) festsetzbar ist.
8. Walzwerk nach einem der Ansprüche 4 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Diescherscheibenschlitten (24a;24b) an einer an der unteren Kassette (10) befestigten,
räumlich gestellten Aufnahme (27) zentriert ist.
9. Walzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebskraft auf die Walzen (2;3) im Walzgerüstrahmen (4) jeweils mittels einer
ausrückbaren Gelenkwelle (28) übertragbar ist, in deren Schnellverschlusskupplung
(29) in dem walzenseitigen Treffer (30) eine hydraulisch betätigbare Klemmung (31)
vorgesehen ist.
10. Walzwerk nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass der erforderliche Einbauraum bzw. das Gewicht des Walzgerüstrahmens (4) auf eine
minimierte Länge der Walzenachse (32) abgestimmt ist.
1. A rolling mill, particularly an oblique or Diescher rolling mill, constructed modularly,
having rollers (2, 3) supported in pivotable manner on a roll stand (1), the roll
stand frame (4) being constructed from cast metal columns, welded sheet metal columns,
or wrought metal columns that are secured to bearing plates (6) which are cast and
anchored in the foundation (5),
characterised in that
the roll stand frame (4) can be assembled from gantry frames (7;8) secured opposite
one another on the bearing plate (6), with an upper cradle (9) for the upper rolling
unit (11) creating the separation between the gantry frames (7;8) and a lower cradle
(10) for the lower rolling unit (12), wherein the two gantry frames (7;8) are braced
against and fixed to each other via a plurality of tie members (13) that are disposed
above and/or beside each other.
2. The rolling mill as recited in claim 1,
characterised in that
the two gantry frames (7;8) are attached to each other at the bottom via a lower cross
frame (14).
3. The rolling mill as recited in either of claims 1 or 2,
characterised in that
a cross head (15) is slidable in upper guides (16a, 16b) between the gantry frames
(27;8) and parallel thereto to enable the rollers to be mounted or dismounted.
4. The rolling mill as recited in any of claims 1 to 3,
characterised in that
each of the rollers (2;3) is constructed from a lower drum unit (17a) and an upper
drum unit (17b) with tapered rollers (18).
5. The rolling mill as recited in any of claims 1 to 4,
characterised in that
at least the devices of the feed angle adjustment (19) and the roller-drum-counterbalance
(20) are secured to the cradles (9;10).
6. The rolling mill as recited in either of claims 4 or 5,
characterised in that
at least one Diescher disc (21a, 21b) on each Diescher disc carriage (24a;24b) is
allocated to the conical rollers (18), which carnage is movable from the operating
position to a changing position and back along a contact surface (23) extending transversely
to the rolling direction (22).
7. The rolling mill as recited in either of claims 5 or 6,
characterised in that
the Diescher disc carriage (24a;24b) can be fixed on the contact surface (23) via
an elbow lever locking mechanism (26a;26b).
8. The rolling mill as recited in any of claims 4 to 7,
characterised in that
the Diescher disc carriage (24a;24b) is centered on a spatially positioned retaining
device (27) that is secured on the lower cradle (10).
9. The rolling mill as recited in any of claims 1 to 8,
characterised in that
the driving force can be transferred to each of the rollers (2;3) in the roll stand
frame (4) via a disengageable articulated shaft (28), and a hydraulically operable
clamp (31) is provided in the quick release coupling (29) of the shaft in the roller-side
strike plate (31).
10. The rolling mill as recited in any of claims 1 to 9,
characterised in that
the necessary installation space and the weight of the roll stand frame (4) is sychronised
with a minimised length of the roller axle (32).
1. Laminoir, notamment laminoir à cylindres obliques ou laminoir de Diescher, en construction
modulaire, avec des cylindres (2, 3) logés en rotation dans une cage de laminoir (1),
le châssis de la cage de laminoir (4) étant formé de montants en fonte, de montants
en tôle soudée ou de montants forgés qui sont fixés sur une plaque d'embase (6) ancrée
et scellée dans les fondations (5),
caractérisé en ce que le châssis de la cage de laminoir (4) peut être assemblé à partir de portiques (7
; 8) opposés fixés sur la plaque d'embase (6) avec un caisson supérieur (9) créant
la distance entre les portiques (7 ; 8) pour une unité de laminage supérieure (11)
et un caisson inférieur (10) pour l'unité de laminage inférieure (12), les deux portiques
(7 ; 8) étant contraints et fixés mutuellement au moyen de plusieurs éléments de tractions
(13) superposés et/ou disposés côte à côte.
2. Laminoir selon la revendication 1,
caractérisé en ce que les deux portiques (7 ; 8) sont mutuellement reliés dans le bas par un châssis inférieur
transversal (14).
3. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce que pour le démontage ou le montage des cylindres, une traverse (15) peut être translatée
parallèlement dans des coulisses supérieures (16a, 16b) entre les portiques (27 ;
8).
4. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que les cylindres (2 ; 3) sont composés chacune d'une unité de tambour inférieur (17a)
et d'une unité de tambour supérieure (17b) avec des cylindres coniques (18).
5. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce qu'au moins les instruments pour l'ajustage de l'angle d'avance (19) et le contre-balancement
des cylindres/tambours (20) sont fixés sur les caissons (9 ; 10).
6. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 4 ou 5,
caractérisé en ce qu'au moins un disque de Diescher (21a, 21b), porté chacun par un chariot à disque de
Diescher (24a ; 24b), qui est déplaçable de la position de service dans une position
de changement et retour, sur une glissière (23) s'étendant à la transversale du sens
de laminage (22) est associé aux cylindres coniques (18).
7. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 5 ou 6, caractérisé en ce que le chariot à disque de Diescher (24a ; 24b) peut être fixé sur la glissière (23)
au moyen d'un verrouillage par genouillère (26a; 26b)
8. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 4 à 7,
caractérisé en ce que le chariot à disque de Diescher (24a ; 24b) est centré dans un logement (27) debout
dans l'espace qui est fixé sur le caisson inférieur (10).
9. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce que la force d'entraînement est transmissible sur les cylindres (2 ; 3) dans le châssis
de la cage de laminoir (4) respectivement au moyen d'un arbre articulé (28) pouvant
être désaccouplé (28) dans le raccord à fermeture rapide (29) duquel, un serrage (31)
pouvant être actionné par hydraulique est prévu dans le trèfle (30) côté cylindre.
10. Laminoir selon l'une quelconque des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce que l'encombrement ou le poids du châssis de la cage de laminoir (4) sont adaptés à une
longueur minimisée de l'axe du cylindre (32).