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EP 1 152 092 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.08.2002 Patentblatt 2002/33 |
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Anmeldetag: 20.07.2001 |
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Fahrzeug mit Vorrichtung zum Verstellen eines Oberwagens auf einem Unterwagen, insbesondere
Bagger oder Lader, mit einer solchen Oberwagenverstellung
Vehicle with device for displacing a superstructure on a chassis, in particular an
excavator or a loader, with such a displacement of the superstructure
Véhicule avec dispositif pour déplacer une tourelle sur un chassis, en particulier
une excavatrice ou un chargeur, avec un tel déplacement de la tourelle
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.2001 Patentblatt 2001/45 |
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Patentinhaber: |
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- Neunteufel, Hans
4020 Linz (AT)
- Erlinger, Josef
4175 Herzogsdorf 92 (AT)
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Erfinder: |
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- Neunteufel, Hans
4020 Linz (AT)
- Erlinger, Josef
4175 Herzogsdorf 92 (AT)
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| (74) |
Vertreter: Frohwitter, Bernhard, Dipl.-Ing. |
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Patent- und Rechtsanwälte,
Possartstrasse 20 81679 München 81679 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 187 944 JP-A- 51 067 602 US-A- 3 664 528 US-A- 4 661 040
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FR-A- 2 734 294 US-A- 287 631 US-A- 4 433 495 US-B1- 6 250 423
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 009, no. 025 (M-355), 2. Februar 1985 (1985-02-02)
-& JP 59 170335 A (NIHON SHIYARIYOU SEIZOU KK), 26. September 1984 (1984-09-26)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Fahrzeuge, insbesondere auf Bagger oder Lader, die
einen Unterwagen und einen darauf drehbar angebrachten Oberwagen aufweisen. Derartige
Fahrzeuge sind allgemein bekannt. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf ein
Fahrzeug mit einer Vorrichtung zum Verstellen des Oberwagens relativ zum Unterwagen.
[0002] Aus dem Stand der Technik EP 187 944 ist eine Maschine für Erdarbeiten mit einem
Fahrgestell bekannt. Auf dem Fahrgestell ist eine Drehscheibe mit einem zugehörigen
Antriebsmittel drehbar angebracht. Auf der Drehscheibe ist exzentrisch zu dem Antriebsmittel
ein drehbarer Schlitten mit dem Mechanismus für die Erdarbeiten angebracht. Der Schlitten
mit dem Erdarbeitsmechanismus kann sich unabhängig von dem Drehscheibenantrieb um
einen Winkelbereich von 360° drehen.
[0003] Aus der Druckschrift US 4 693 662 ist ferner ein kompakter Bagger bekannt, bei dem
der Oberwagen ebenfalls relativ zum Fahrwerk drehbar ist. Zusätzlich kann der Ausleger
des Oberwagens durch eine Führung nach links und nach rechts geschwenkt werden. Diese
Konstruktion soll es dem Fahrer des Wagens erleichtern, das Gerät mittels einer Zusatzbewegung
zu bedienen.
[0004] Aus der Druckschrift FR 2734294 ist ein Bagger bekannt, der den Oberwagen zusätzlich
zur Drehbewegung in einem bestimmten Winkel verschwenken kann, um eine Kipp neigung
des Fahrzeuges auszugleichen.
[0005] Schließlich ist aus dem Stand der Technik GB 2 092 102 ein Drehteil 15 bekannt, das
auf der Plattform eines Fahrwerks drehbar gelagert ist, und seinerseits einen Aufbau
trägt, der sich um eine zweite Drehachse drehen kann. Wenn sich der Ausleger des Aufbaus
von der Baggerstelle wegbewegt, beschreibt die Schaufel des Auslegers eine Bahn X,
die weniger als kreisförmig zur Seite hin vorspringt.
[0006] Diesem Stand der Technik ist gemeinsam, dass außer der konventionellen Drehbewegung
des Oberwagens relativ zum Unterwagen eine weitere Dreh- oder Schwenkbewegung auf
dem Oberwagen möglich ist. Jedoch ist die Gesamtkonstruktion, welche die zusätzliche
Bewegung ermöglicht, in allen bekannten Fällen zu aufwendig. Ferner wird bei diesem
Stand der Technik das Verhältnis der Kippbelastung zur rückwärtigen Ausladung des
schwenkenden Oberwagens außer Acht gelassen. Außerdem leidet der Stand der Technik
unter dem Problem, dass bei kompakten Baggern, deren Oberwagen mit geringer Ausladung
konstruiert ist, das auf dem Oberwagen angeordnete Führerhaus sehr beengt wird und
die der Wartung unterliegenden Teile schwer zugänglich sind.
[0007] Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Fahrzeug mit einer Vorrichtung
zum Verstellen des Oberwagens relativ zum Unterwagen anzugeben, die einfach ausgeführt
ist.
[0008] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fahrzeug mit einer Verstellvorrichtung
nach dem Patentanspruch 1 gelöst. Nach dem Anspruch 2 enthält die Verstellvorrichtung
des Fahrzeugs eine Exzenterplatte für eine kreisförmige Verstellbewegung; nach der
Alternative des Anspruchs 3 ist eine linear geführte Verstellplatte vorgesehen; im
Anspruch 4 ist eine Kombination der Exzenterplatte und der Verstellplatte zur Kombination
der kreisförmigen und der linearen Verstellbewegung angegeben. Zweckmäßige Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Bei der Erfindung wird der Unterwagen mit einer Exzenterplatte oder Verstellplatte.
versehen, die einerseits den Drehkranz für den Oberwagen trägt und die andererseits
ein Verstelllager oder eine lineare Führung aufweist. Diese Exzenterplatte mit Verstelllager
bzw. diese Verstellplatte mit linearer Führung kann ohne Weiteres z.B. zwischen den
Unterwagen und den Oberwagen eines konventionellen Baggers oder Laders eingebaut werden.
Die Exzenterplatte und die Verstellplatte können auch miteinander kombiniert werden,
indem das Verstelllager der Exzenterplatte auf der Verstellplatte montiert wird.
[0010] Der verstellbare Oberwagen nach der Erfindung weist darüber hinaus den Vorteil auf,
daß er den zur Verfügung stehenden Verstellspielraum entweder dafür nutzen kann, die
zulässige Kipplast einstellbar zu erhöhen, oder alternativ dafür nutzen kann, die
rückwärtige Ausladung des Oberwagens beim Schwenken zu verringern. Die rückwärtige
Ausladung des Oberwagens wird geringer (d.h. die Arbeitsmöglichkeit unter beengten
räumlichen Verhältnissen wird entsprechend verbessert), wenn der Oberwagen relativ
zu seiner Basis in Richtung des Auslegers verstellt wird. Umgekehrt wird die zulässige
Kipplast erhöht (d.h. der Ausleger kann eine entsprechend größere Arbeitslast aufnehmen),
wenn der Oberwagen relativ zu seiner Basis in eine der Richtung des Auslegers entgegengesetzte
Richtung verstellt wird.
[0011] Diese verbesserten Arbeitsmöglichkeiten können erfindungsgemäß erzielt werden, ohne
den Oberwagen übertrieben kompakt zu bauen und den Fahrer oder Bediener im Führerhaus
unzumutbar einzuengen. Auch die Wartungsfreundlichkeit wird wesentlich verbessert,
wenn der Oberwagen weniger kompakt als im Stand der Technik ausgelegt ist.
[0012] Die vorliegende Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.
Die Figuren 1 bis 7 zeigen:
Figur 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung
a) in einer Perspektivansicht von schräg oben,
b) in einer Perspektivansicht von schräg unten,
c) in einer Aufsicht,
d) in einer Ansicht, und
e) in einer geschnittenen Ansicht;
Figur 2 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung
a) in einer Perspektivansicht von schräg oben,
b) in einer Aufsicht,
c) in einer Ansicht,
d) in einer geschnittenen Ansicht,
e) in einer Seitenansicht, und
f) in einer geschnittenen Seitenansicht;
Figur 3 einen Bagger, in den eine erfindungsgemäße Vorrichtung (nach dem dritten Ausführungsbeispiel
der Erfindung gemäß Figur 7) eingebaut ist, in drei Verstellphasen;
Figur 4 eine erfindungsgemäße Vorrichtung als Einbausatz (erstes Ausführungsbeispiel
gemäß Figur 1 in perspektivischen Ansichten von schräg oben und von schräg unten.
a) mit dem zum Oberwagen gehörigen Drehantrieb und Drehkranz,
b) als reiner Einbausatz;
Figur 5 eine vorteilhafte Anwendung der erfmdungsgemäßen Verstellvorrichtung zu einer
longitudinalen Schwerpunktverlagerung;
Figur 6 eine vorteilhafte Anwendung der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung zu einer
lateralen Schwerpunktverlagerung; und
Figur 7 ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung
a) in einer Perspektivansicht von schräg oben,
b) in einer Perspektivansicht von schräg unten,
c) in einer Aufsicht,
d) und d') in zwei Ansichten, und
e) und e') in zwei geschnittenen Ansichten
[0013] Die erfindungsgemäße Verstellvorrichtung 10 dient zum Einsatz in einem in den Figuren
3a, 3a' und 3a" dargestellten Fahrzeug, das hier ein Bagger ist. Die Verstellvorrichtung
10 gewährleistet eine dreh- und/oder schiebeverstellbare Verbindung eines mit Reifen
oder Ketten und mit hydraulischen Antriebsmitteln 4 versehenen Unterwagens 3 und eines
mit einem Ausleger 5 samt Arbeitsgerät, beispielsweise mit einer Baggerschaufel 6,
mit einem Führerstand 7 und mit einem Heckteil 8 versehenen Oberwagens 2 des Baggers
1. Die Verbindung des Unterwagens 2 mit dem Oberwagen 3 mit Hilfe der erfindungsgemäßen
Verstellvorrichtung 10 hat eine Reihe wesentlicher Vorteile für die Arbeitsfähigkeit
des Fahrzeugs bzw. des Baggers 1 oder Laders. Einige dieser Vorteile können am Beispiel
der Figuren 3b'und 3c' bis 3b" und 3c" sowie Fig. 5 und 6 erläutert werden.
[0014] Der Bagger 1 mit der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung 10 kann beispielsweise
an durch Hindernisse bzw. Wände 31 beengten Orten eingesetzt werden, für die ein Einsatz
von konventionellen Baggern ausgeschlossen ist. Je nach der relativen Positionierung
des Baggers 1 zu den Wänden 31 kann der Oberwagen 3 mit Hilfe der Verstellvorrichtung
10 relativ zu dem am Boden beruhenden Unterwagen 2 so verschoben werden, daß ein durch
das Heckteil 8 des Oberwagens 3 beschriebener Heckschwenkkreis 32 sich nicht mit den
Hindernissen bzw. mit den Wänden 31 überschneidet. Dies wird mit Hilfe der in den
Figuren 1, 2, 4 oder 7 näher dargestellten Verstellvorrichtung 10 erreicht.
[0015] Der Einbau der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung 10 in das Fahrzeug, vor allem
in den Bagger 1 oder Lader gewährleistet des weiteren auch dessen vorteilhaften Einsatz
auf einem schiefen Untergrund, wie dies in den Figuren 5 und 6 dargestellt ist. Der
vorteilhafte Einsatz des Baggers 1 ergibt sich in beiden Fällen aus einer für den
schiefen Untergrund vorteilhaften Schwerpunktverlagerung des gesamten Fahrzeugs. So
führt z.B. das longitudinale Versetzen des Oberwagens 3 relativ zum Unterwagen 2,
wie dies in der Figur 5 dargestellt ist, zu einer gleichmäßigeren Gewichtsverteilung
zwischen dem Unterwagen 2 und dem Untergrund. Dies hat seinerseits eine erhöhte Traktion
und somit eine bessere Steigfähigkeit des Fahrzeugs bzw. des Baggers 1 im steilen
Gelände zur Folge. Auch ein laterales Versetzen des Oberwagens 3 relativ zum Unterwagen
2, wie dies in der Figur 6 dargestellt ist, hat den Vorteil, daß eine durch das Versetzen
bewirkte Schwerpunktverlagerung des gesamten Fahrzeugs die Gefahr eines seitlichen
Umkippens auf einem schiefen Gelände wesentlich vermindern kann. Die oben beschriebene
Möglichkeit einer Schwerpunktverlagerung des gesamten Fahrzeugs führt auch dazu, daß
das Fahrzeug mit höheren Lasten arbeiten kann, wenn der Schwerpunkt des Fahrzeugs
entsprechend der Neigung des Untergrundes mit Hilfe der Verstellvorrichtung 10 vorteilhaft
verschoben ist.
[0016] Die Figuren 1a bis 1e zeigen verschiedene Ansichten der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung
10 nach einem ersten Ausführungsbeispiel. Die Verstellvorrichtung 10 weist eine Exzenterplatte
11 und eine Exzenterdrehdurchführung 12 auf. Die Exzenterplatte 11 kann durch Rippen
17 verstärkt werden.
[0017] Auf der oberen Seite der Exzenterplatte 11 ist eine Vorrichtung zur Aufnahme eines
lagerartigen Drehkranzes 16 vorgesehen. Die Verstellvorrichtung 10 weist des weiteren
einen Drehantrieb 15 auf, der zum Antrieb des Drehkranzes 16 dient. Der Drehkranz
16 wird bei der Montage des Baggers 1 mit dem Oberwagen 3 verbunden. Der Oberwagen
3 ist damit um eine Drehkranzmittelachse 18 mit Hilfe des Drehantriebes 15 relativ
zu der Exzenterplatte 11 drehbar.
[0018] Auf der unteren Seite der Exzenterplatte 11 ist eine Vorrichtung zur Aufnahme eines
Verstellagers 13 vorgesehen. Bei der Montage des Fahrzeugs 1 bzw. beim Einbau der
Verstellvorrichtung 10 in einen serienmäßigen Bagger 1 wird das Verstellager 13 mit
dem Unterwagen 2 des Fahrzeugs 1 verbunden, so daß die Exzenterplatte 11 um eine Verstellagermittelachse
19 relativ zum Unterwagen 2 des Fahrzeugs 1 drehbar ist.
[0019] Da die Drehkranzmittelachse 18 und die Verstellagermittelachse 19 exzentrisch zueinander
angeordnet sind, kann die obengenannte vorteilhafte Verstellbewegung des Oberwagens
3 relativ zum Unterwagen 2 gewährleistet werden. Um die Verstellung der Exzenterplatte
11 relativ zum Unterwagen 2 zu gewährleisten, ist an der unteren Seite der Exzenterplatte
11 eine Verriegelungsvorrichtung 14 vorgesehen. Die Verriegelungsvorrichtung kann
dabei derart ausgebildet werden, wie dies in der Figur 1 dargestellt ist. Die Verriegelungsvorrichtung
weist eine Verriegelung 14, die in auf der Innenseite des Verstellagers 13 vorgesehene
Schlitze 14' eingreifen kann und dadurch eine relative Verstellung der Exzenterplatte
11 und des Verstellagers 13 verhindern kann.
[0020] In der Fig. 2 ist ein alternatives Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Oberwagenverstellvorrichtung
20 dargestellt. In diesem Fall geschieht die Verstellung nicht mittels eines exzentrisch
liegenden Verstellagers mit Mittelachse 19, sondern mittels einer Verstellplatte 21,
die auf dem Unterwagen 2 linear geführt ist. Die Verstellplatte 21 ist hierzu in gegenüberliegenden
Führungen 22 verschiebbar gelagert. Zu Begrenzung dieser Verschiebebewegung dienen
Anschläge 27.
[0021] Im Normalbetrieb des Baggers ist die Verstellplatte durch eine Verriegelung 25 gesichert.
Zur Verstellung des Oberwagens 3 wird die Verriegelung 25 gelöst, der Ausleger 5 wird
zur Fixierung des Oberwagens 3 in Frontrichtung des Baggers 1 auf den Erdboden abgesenkt
und der Drehantrieb 26 wird so betätigt, daß sich der Drehkranz 23 mit der Verstellplatte
21 in den Führungen 22 verstellt. Nach der Verstellung wird die Verstellplatte 21
mittels der Verriegelung 25 wieder festgestellt. Die Verriegelung 25 kann durch hydraulische
Zylinder, die auf einen Stößel wirken oder durch jeder anderen bekannten mechanischen
Verriegelungsmechanismus bewirkt werden. Beim erst genannten Ausführungsbeispiel gemäß
Figur 1 kann beispielsweise eine Scheibenbremse eingesetzt werden.
[0022] Beim Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 genügt eine normale Drehdurchführung 24, um
die Hydraulikflüssigkeit zwischen der Erzeugung des Betriebsdrucks im Oberwagen 3
und den hydraulischen Aggregaten im Unterwagen 2 (Hydromotor, Druckzylinder, u.s.w.)
fließen zu lassen.
[0023] Figur 7 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Verstellvorrichtung
70. Die Verstellvorrichtung 70 weist die Vorteile einer Kombination aus den Verstellvorrichtungen
gemäß dem ersten und zweiten Ausführungsbeispielen auf. Die Verstellplatte 71 der
Verstellvorrichtung 70 ist in Führungen 72 einer Mittelplatte 71' angeordnet und kann
mit Hilfe von Stellzylindern 76' linear zu der Mittelplatte 71' in den genannten Führungen
72 geführt werden. Zur Begrenzung der genannten Verschiebebewegung der Verstellplatte
71 ist ein Anschlag 77 auf der Mittelplatte 71' vorgesehen. Die Mittelplatte 71' ist
mit Hilfe eines Verstelllagers 78 mit dem Unterwagen 2 des Baggers 1 verbunden, wobei
die Mittelplatte 71' um die Mittelachse des Verstelllagers 78 drehbar ist. Auf der
unteren Seite der Mittelplatte 71' ist eine Verriegelung 79 für das Verstelllager
78 vorgesehen. Die Verstelllager-Verriegelung 79 kann in Schlitze 79', die sich auf
der inneren Seite des Verstelllagers 78 befinden, eingreifen und dadurch die Drehbewegung
der Mittelplatte 71' relativ zum mit dem Unterwagen 2 verbundenen Verstelllager 78
verhindern. Die beschriebene Verriegelungsvorrichtung zur Verriegelung des Verstelllagers
78 kann auch jede für die Zwecke dieser Erfindung geeignete Verriegelungsvorrichtung
sein. Die Verstellplatte 71 ist mit dem Oberwagen 3 des Baggers 1 mit Hilfe eines
Drehkranzes 73 verbunden, wobei der Drehkranz 73 um seine Mittelachse auf der Verstellplatte
71 drehbar ist. Die Drehbewegung des Drehkranzes 73 und mit diesem verbundenen Oberwagen
3 des Baggers 1 wird wie mit Hilfe eines Drehantriebes 76 gewährleistet. Ebenso, wie
in vorherigen Ausführungsbeispielen weist die Verstellvorrichtung 70 eine Drehdurchführung
74, um die Hydraulikflüssigkeit zwischen dem Erzeuger des Betriebsdrucks im Oberwagen
3 des Baggers 1 und den hydraulischen Aggregaten (etwa Hydromotor, Druckzylinder,
etc.) im Unterwagen 2 des Baggers 1 fließen zu lassen.
[0024] In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 können die Bauteile 11 bis 14 als Einbausatz
verwendet werden, der nachträglich in einen konventionellen Bagger mit Drehkranz 15
und Drehantrieb 16 eingebaut wird. Der Einbausatz mit der Exzenterplatte, der Exzenterdrehdurchführung,
dem Verstellager und der Verriegelung zwischen Exzenterplatte und Verstellager ist
in Figur 4a und 4b als Explosivzeichnung dargestellt. Der Drehantrieb 15 und der Drehkranz
16 gemäß Fig. 4a gehören nicht zum Einbausatz, sondern werden bim Einbau zusammen
mit dem Oberwagen 3 vom Unterwagen 2 gelöst.
[0025] Ebenso kann die Verstellplatte 21 des zweiten Ausführungsbeispiels gemäß Figur 2
als Einbausatz geliefert und in einen marktüblichen Bagger mit Drehkranz und Drehantrieb
eingesetzt werden. Hierzu muß lediglich der Oberwagen 3 vom Unterwagen 2 abgehoben
werden, der Drehantrieb und der Drehkranz an der Verstellplatte montiert werden und
die Führungen 22 am Unterwagen 2 angebracht werden. In diesem Fall genügt die bereits
am Drehkranz vorhandene Drehdurchführung für die Schläuche des Druckmittels; eine
gesonderte Exzenterdrehdurchführung ist in diesem Fall nicht erforderlich.
[0026] Auch in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 7 können die Bauteile der Verstellvorrichtung
70 ohne des Drehkranzes 73 und des Drehantriebs 76 als Einbausatz verwendet werden,
der nachträglich in einen konventionellen Bagger bzw. Lader mit dem Drehkranz 73 und
Drehantrieb 76 eingebaut wird. Ebenso wie im vorherigen Fall kann der Drehantrieb
76 und der Drehkranz 73 zusammen mit dem Oberwagen 3 vom Unterwagen 2 gelöst und an
die Stelle zwischen dem Unterwagen 2 und dem Oberwagen 3 mit dem Drehkranz 73 und
dem Drehantrieb 76 der obengenannte Einbausatz eingebaut werden.
[0027] Im Unterschied zu den Verstellvorrichtungen gemäß Figuren 1 und 2 gewährleistet die
Verstellvorrichtung gemäß Figur 7 einen höheren Freiheitsgrad für die Verstellungen
des Oberwagens 3 relativ zum Unterwagen 2 des Fahrzeugs. So gewährleistet die Verstellvorrichtung
gemäß Figur 7, daß die Mittelachse des Drehkranzes nicht nur entlang bestimmter Bahnen,
sondern - innerhalb bestimmter konstruktiver Grenzen - frei in zwei Dimensionen relativ
zum Unterwagen verstellbar ist.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Fahrzeug bzw. Bagger
- 2
- Unterwagen
- 3
- Oberwagen
- 4
- Hydraulische Antriebsmittel
- 5
- Ausleger
- 6
- Arbeitsgerät
- 7
- Führerstand
- 8
- Heckteil
- 9
- Gegengewicht
- 10
- Verstellvorrichtung
- 11
- Exzenterplatte
- 12
- Exzenterdrehdurchführung
- 13
- Verstellager
- 14
- Verriegelung
- 14'
- Schlitz
- 15
- Drehantrieb
- 16
- Drehkranz
- 17
- Rippen
- 18
- Mittelachse des Drehkranzes
- 19
- Mittelachse des Verstellagers
- 20
- Verstellvorrichtung
- 21
- Verstellplatte
- 22
- Führung
- 23
- Drehkranz
- 24
- Drehdurchführung
- 25
- Verriegelung
- 26
- Drehantrieb
- 27
- Anschlag
- 31
- Hindernisse, z.B. Wände
- 32
- Heckschwenkkreis
- 70
- Verstellvorrichtung
- 71
- Verstellplatte
- 71'
- Mittelplatte
- 72
- Führung
- 73
- Drehkranz
- 74
- Drehdurchführung
- 75
- Verrigelung-Verstellplatte
- 76
- Drehantrieb
- 76'
- Stellzylinder
- 77
- Anschlag
- 78
- Verstelllager
- 79
- Verriegelung-Verstelllager
- 79'
- Schlitz
1. Fahrzeug, insbesondere Bagger (1) oder Lader, mit einem Fahrzeugunterwagen (2) und
einem Oberwagen (3) und einer Vorrichtung (10) zum Verstellen des Oberwagens (3) auf
dem Fahrzeugunterwagen (2), wobei der Oberwagen (3) einen Führerstand (7), einen Ausleger
(5) mit Arbeitsgerät (6) und einen Drehantrieb (15 bzw. 26) für eine Drehung des Oberwagens
(3) relativ zum Unterwagen trägt, wobei im Oberwagen (2) ein Betriebsdruck für den
Drehantrieb (15 bzw. 26) und für hydraulische Aggregate des Unterwagens (2) erzeugt
wird, und wobei der Oberwagen (3) mit dem Unterwagen (2) über einen Drehkranz (16
bzw. 23) verbunden ist, der mit dem Drehantrieb (15 bzw. 26) in Eingriff steht und
durch diesen angetrieben wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (10) eine Exzenterplatte (11) und/oder eine Verstellplatte (21) aufweist,
die einerseits den Drehkranz (16 bzw. 23) des Oberwagens trägt und die andererseits
über ein Verstelllager (13) oder eine Führung (22) mit dem Unterwagen (2) verbunden
ist, und wobei die Vorrichtung (10) eine Druckmitteldurchführung (12 bzw. 24) zwischen
Oberwagen (2) und Unterwagen (3) aufweist.
2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehkranz (16), der mit dem Drehantrieb (15) in Eingriff steht, auf der Oberseite
der Exzenterplatte (11) angeordnet ist.
3. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehkranz (23) unter der Verstellplatte (21) angeordnet ist und der Drehantrieb
(26) durch die Verstellplatte (21) reichend mit dem Drehkranz (23) in Eingriff steht.
4. Fahrzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein exzentrisch liegendes Verstelllager (13) der Exzenterplatte (11) auf der Verstellplatte
(21) montiert ist.
5. Fahrzeug nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein auf der Unterseite der Exzenterplatte (11) liegendes Verstelllager (13), dessen
Mittelachse (19) exzentrisch zur Mittelachse (18) des Drehkranzes (16) liegt.
6. Fahrzeug nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Verriegelung (14), die das Verstelllager (13) im Normalbetrieb des Fahrzeugs
(1) feststellt.
7. Fahrzeug nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verstellung des Oberwagens (3) das Verstelllager (13, 14) entriegelt wird und
der Oberwagen (3) mit Hilfe des Auslegers (5) am Erdboden fixiert wird.
8. Fahrzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberwagen (3) durch Betätigung des Drehantriebs (15) verstellt wird.
9. Fahrzeug nach einem der Patentansprüche 2 bis 8, gekennzeichnet durch eine Exzenterdrehdurchführung (12) in der Exzenterplatte (11) zur Durchführung des
Betriebsdrucks vom Oberwagen (2) zum Unterwagen (3).
10. Fahrzeug nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch lineare Führungen (22) für die Verstellplatte (21).
11. Fahrzeug nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch eine Verriegelung (25), mit der die Verstellplatte (21) an der Führung (22) im Normalbetrieb
des Fahrzeugs (1) festgestellt wird.
12. Fahrzeug nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch Anschläge (27) an der Verstellplatte (21) zur Begrenzung der Verstellbewegung in
den Führungen (22).
13. Fahrzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantrieb (26) nach einer Lösung der Verriegelung (25) die Verstellung des
Oberwagens (3) bewirkt.
14. Fahrzeug nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Drehdurchführung (24) des hydraulischen Betriebsdrucks für den Unterwagen (2).
1. A vehicle, in particular a digger (1) or a loader, comprising a vehicle chassis (2)
and a superstructure (3) as well as means (10) for moving said superstructure (3)
on, and relative to, said vehicle chassis (2), which superstructure (3) supports a
driver's cabin (7), a boom (5) with implements (6) and a rotary drive unit (15 or
26) for rotating said superstructure (3) relative to said chassis, wherein an operating
pressure for said rotary drive unit (15 or 26) and for hydraulic units of said chassis
(2) is generated within said superstructure (2), und wherein said superstructure (3)
is connected to said chassis (2) via a live ring (16 or 23) which is in mesh with
said rotary drive unit (15 or 26) and is driven by it,
characterized in
that said means (10) includes an eccentric plate (11) and/or an adjusting plate (21) which
supports said live ring (16 or 23) of said superstructure, on the one hand, and which
is connected to said chassis (2) via an adjusting bearing (13) or a guide (22), on
the other hand, and wherein said means (10) includes a through passage (12 or 24)
for hydraulic fluids between said superstructure (2) and said chassis (3).
2. The vehicle of claim 1 characterized in that said live ring (16) which is in mesh with said rotary drive unit (15) is mounted
on the upper side of said eccentric plate (11).
3. The vehicle of claim 1 characterized in that said live ring (23) is mounted below said adjusting plate (21) and said rotary drive
unit (26) extends through said adjusting plate (21) to mesh with said live ring (23).
4. The vehicle of claim 2 characterized in that an eccentrically mounted adjusting bearing (13) of said eccentric plate (11) is mounted
on said adjusting plate (21).
5. The vehicle of claim 2 characterized by an adjusting bearing (13), provided on the bottom side of said eccentric plate (11),
whose central axis (19) extends eccentrically to the central axis (18) of said live
ring (16).
6. The vehicle of claim 5 characterized by latch means (14) which will lock said adjusting bearing (13) during normal operation
of the vehicle (1).
7. The vehicle of claim 6 characterized in that for moving said superstructure (3) said adjusting bearing (13, 14) will be unlocked
and said superstructure (3) will be fixed on the ground by means of said boom (5).
8. The vehicle of claim 7 characterized in that said superstructure (3) is moved by actuating said rotary drive unit (15).
9. The vehicle of one of claims 2 to 8 characterized by an eccentric rotary through passage (12) within said eccentric plate (11) for passing
the operating pressure from said superstructure (2) to said chassis (3).
10. The vehicle of claim 3 characterized by linear guides (22) for said adjusting plate (21).
11. The vehicle of claim 10 characterized by latches (25) which are used for locking said adjusting plate (21) within said guides
(22) during normal operation of said vehicle (1).
12. The vehicle of claim 11 characterized by stops (27) on said adjusting plate (21) for limiting travel within said guides (22).
13. The vehicle of claim 12 characterized in that said rotary drive unit (26) will cause said superstructure (3) to be moved once said
latches (25) have been unlatched.
14. The vehicle of claim 3 characterized by a rotary through passage (24) of the hydraulic operating pressure for said chassis
(2).
1. Véhicule, notamment excavatrice (1) ou chargeuse, comprenant un châssis (2) et une
superstructure (3) et équipé d'un dispositif (10) prévu pour régler la superstructure
(3) sur le châssis (2) du véhicule, dans lequel la superstructure (3) porte un poste
de conducteur (7), une flèche (5) munie d'un outil (6) et un entraînement de rotation
(15, respectivement 26) pour une rotation de la superstructure (3) par rapport au
châssis, dans lequel on produit dans la superstructure (2) une pression de service
pour l'entraînement de rotation (15, respectivement 26) et pour des organes hydrauliques
du châssis (2), et dans lequel la superstructure (3) est reliée au châssis (2) au
moyen d'une couronne de rotation (16, respectivement 23) qui est en prise avec l'entraînement
de rotation (15, respectivement 26) et est entraînée par ce dernier,
caractérisé en ce que le dispositif (10) comprend une plaque excentrique (11) et/ou une plaque de réglage
(21) qui, d'une part, porte(nt) la couronne de rotation (16, respectivement 23) de
la superstructure et, d'autre part, est (sont) reliée(s) au châssis (2) au moyen d'un
palier de réglage (13) ou d'un guidage (22), le dispositif (10) présentant une traversée
de fluide de pression (12, respectivement 24) entre la superstructure (2) et le châssis
(3).
2. Véhicule selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couronne de rotation (16) qui est en prise avec l'entraînement de rotation (15)
est agencée sur la face supérieure de la plaque excentrique (11).
3. Véhicule selon la revendication 1, caractérisé en ce que la couronne de rotation (23) est agencée sous la plaque de réglage (21) et l'entraînement
de rotation (26) est en prise avec la couronne de rotation (23) en passant à travers
la plaque de réglage (21).
4. Véhicule selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'un palier de réglage (13) de la plaque excentrique (11) est monté sur la plaque de
réglage (21).
5. Véhicule selon la revendication 2, caractérisé par un palier de réglage (13) situé sur la face inférieure de la plaque excentrique (11)
et dont l'axe central (19) est excentrique par rapport à l'axe central (18) de la
couronne de rotation (16).
6. Véhicule selon la revendication 5, caractérisé par un verrouillage (14) qui bloque le palier de réglage (13) dans le fonctionnement
normal du véhicule (1).
7. Véhicule selon la revendication 6, caractérisé en ce que, pour le réglage de la superstructure (3), le palier de réglage (13, 14) est déverrouillé
et la superstructure (3) est immobilisée par rapport au sol à l'aide de la flèche
(5).
8. Véhicule selon la revendication 7, caractérisé en ce que la superstructure (3) est réglée par actionnement de l'entraînement de rotation (15).
9. Véhicule selon une des revendications 2 à 8, caractérisé par une traversée tournante excentrique (12) prévue dans la plaque excentrique (11) pour
la transmission traversante de la pression de service de la superstructure (2) au
châssis (3).
10. Véhicule selon la revendication 3, caractérisé par des guides linéaires (22) prévus pour la plaque de réglage (21).
11. Véhicule selon la revendication 10, caractérisé par un verrouillage (25) au moyen duquel la plaque de réglage (21) est immobilisée sur
le guide (22) dans le fonctionnement normal du véhicule (1).
12. Véhicule selon la revendication 11, caractérisé par des butées (27) prévues sur la plaque de réglage (21) pour la limitation du mouvement
de réglage dans les guides (22).
13. Véhicule selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'entraînement de rotation (26) détermine le réglage de la superstructure (3) après
la libération du verrouillage (25).
14. Véhicule selon la revendication 3, caractérisé par une traversée tournante (24) de la pression hydraulique de service pour le châssis
(2).