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EP 1 152 645 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.04.2006 Patentblatt 2006/15 |
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Anmeldetag: 27.04.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren und Vorrichtung zum Betreiben einer Gasentladungslampe
Method and device to control a gas discharge lamp circuit
Méthode et dispositif de control d'un circuit de lampe à décharge
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Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
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Priorität: |
03.05.2000 DE 10021537
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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07.11.2001 Patentblatt 2001/45 |
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Patentinhaber: |
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- Philips Intellectual Property & Standards GmbH
20099 Hamburg (DE) Benannte Vertragsstaaten: DE
- Koninklijke Philips Electronics N.V.
5621 BA Eindhoven (NL) Benannte Vertragsstaaten: FR GB IT
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Erfinder: |
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- Derra, Günther
Habsburgerallee 11
52064 Aachen (DE)
- Fischer, Ernst
Habsburgerallee 11
52064 Aachen (DE)
- Krücken, Thomas
Habsburgerallee 11
52064 Aachen (DE)
- Moench, Holger
Habsburgerallee 11
52064 Aachen (DE)
- Riederer, Xaver
Habsburgerallee 11
52064 Aachen (DE)
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Vertreter: Volmer, Georg et al |
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Philips Intellectual Property & Standards GmbH,
Postfach 50 04 42 52088 Aachen 52088 Aachen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 235 254 US-A- 6 137 240
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US-A- 5 363 020
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Betreiben einer mit
Wechselspannung oder Wechselstrom gespeisten Gasentladungslampe, wobei in bestimmten
Zeitintervallen die Momentanleistung der Lampe erhöht wird (gepulster Betrieb). Daneben
betrifft die Erfindung mit solchen Lampen und Vorrichtungen versehene Geräte sowie
auf dem Betriebsverfahren beruhende Verfahren zum Bearbeiten einer Elektrode.
[0002] Solche Betriebsverfahren und -vorrichtungen sind bekannt, beispielsweise aus der
WO 96/14724 oder der US 5,608,294. In der genannten WO-Schrift wird eine Vorrichtung
mit einer Energieversorgungsschaltung zum Betreiben einer Gasentladungslampe beschrieben,
wobei die Energieversorgungsschaltung eine Wechselspannung oder einen Wechselstrom
vorgegebener Periodendauer zur Speisung der Gasentladungslampe mit einer vorgegebenen
Leistung derart bereitstellt, dass bei einer Reduzierung der mittleren Lampenleistung
gegenüber der Nennleistung unmittelbar vor dem Umpolen der Wechselspannung oder des
Wechselstroms innerhalb einer halben Periodendauer eine Erhöhung der momentanen Leistung
erfolgt. Diese kurzzeitige Erhöhung der momentanen Leistung vor dem Umpolvorgang bewirkt,
dass die notwendige Wiederzündspannung nach dem Umpolvorgang nicht wesentlich gegenüber
der Spannung im Nennbetrieb erhöht werden muss.
[0003] Aus der genannten US-Schrift ist ein Verfahren zum Betreiben einer Gasentladungslampe
mit kurzem Lichtbogen bekannt, bei welchem der Lampe ein Wechselstrom bestimmter Periodendauer
zugeführt und in jeder Halbperiode dem Lampenstrom ein kurzer Strompuls überlagert
wird, der dieselbe Polarität wie der Lampenstrom in der jeweiligen Halbperiode besitzt,
was die Konstanz des Lichtbogens und die Haltbarkeit der Elektroden der Gasentladungslampe
wesentlich verbessert.
[0004] Das aus den genannten Schriften bekannte Variieren der Stromstärke bzw. der Spannung,
das im folgenden als "gepulster Betrieb" oder "Pulsbetrieb" bezeichnet wird, hat sich
in der Praxis überaus bewährt. Dabei sei an dieser Stelle betont, dass die Begriffe
"gepulster Betrieb" und "Pulsbetrieb" hier alle Formen des Stromstärken- bzw. Spannungsverlaufs
über die Zeit bezeichnen, bei denen dem Betriebsstrom bzw der Betriebsspannung insbesondere
zwecks Stabilisierung des Lampenbogens zusätzliche Strom- oder Spannungapulse überlagert
werden (in manchen Schriften (vgl. zB. EP 0 865 210 A2, WO 97/247871 oder US 5,428,408)
wird dagegen unter dem Begriff" gepulster Betrieb" ausschließlich eine Lampenbetreibsart
verstanden, bei der eine Lampe in schnell wiederholten, sehr kurzen Zeitabschnitten
betrieben wird und während eines großen Teils der Zeit kein Licht abgibt).
[0005] Durch den gepulsten Betrieb kann zwar die Konstanz des Lichtbogens wesentlich verbessert
werden, jedoch ist die Lebensdauer insbesondere bei Hochdruck-Gasentladungslampen
mit sehr kurzem Lichtbogen, wie sie z.B. bei Daten- und Videoprojektoren mit LC- oder
Spiegel-Displays (Deformable Mirror Device), aber auch bei vershiedenen anderen Anwendungen
eine wichtige Rolle spielen, noch nicht befriedigend. Je kürzer der benötigte Lichtbogen,
desto stärker macht sich ein Zurückbrennen der Lampenelekhoden und die damit eingehende
Verlängerung des zwischen den Elektroden entstehenden Lichtbogens nachteilig bemerkbar.
So kommt es durch Zurückbrennen der Lampenelektroden bei Gasentladungslampen mit kurzen
und sehr kurzen Lichtbögen nicht selten bereits in den ersten 100 Betriebsstunden
zu einem Rückgang der Effizienz beispielsweise in einem Projektionssystem von 20%.
[0006] Zudem ist die Herstellung von Gasentladungslampen mit sehr kurzem Elektrodenabstand
ausgesprochen schwierig, denn die Elektroden werden üblicherweise in einem Quarzrohr
eingeschmolzen und vor der Einschmelzung in dem Rohr Postioniert, so dass ihre Position
nach Fertigstellung der Lampe herstellungsprozessbedingt von der ursprünglichen Justierung
abweicht, und zwar sowohl hinsichtlich des Abstandes als auch der seitlichen Ausrichtung
zueinander. Die Postionierungstoleranzen der Elektroden lassen sich nur mit erheblichem
Kostenaufwand reduzieren.
Ein weiteres, nur mit großem Aufwand zu lösendes Problem ist die geometrische Form
der Elektroden selbst. Es ist zwar durchaus möglich, gewünschte Elektrodengeometnen
aus Vollmaterial herauszuschneiden, jedoch werden aus Kostengründen Elektroden bevorzugt,
die aus einem Elektrodenstab (gezogener Wolframdraht) und einer darüber geschobenen
Wolframspirale bestehen, wenngleich bei einer solche Konstruktion die Geometrie und
die innere Struktur der Elektroden, die letztendlich die Wärmeverteilung bestimmt,
schlechter kontrollierbar ist. Bei Lampen mit kurzem Lichtbogen kommt es ohnehin durch
die enorme Wärmebelastung der Elektroden 211 einem raschen Transrort des Elektrodenmaterials
(z.B. Abdampfung von Wolfram), der zB. bei Hochdruck-Gasentladungslampen mit einer
Bogenlänge von etwa 1 mm die Elektroden-Frontfläche in wenigen Stunden vollständig
verändern kann. Auch eine ideal geformte Elektrode behält dabei ihre ursprünglichen
Funktionseigenschaften in der Regel für weniger als 100 Stunden.
[0007] Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine
Vorrichtung zum Betreiben einer Gasentladungslampe anzugeben, welche es edauben, die
beim Betrieb einer Gasentladungslampe stattfindenden Transportprozesse vorteilhaft
zur Formung der Elektroden auszunutzen.
[0008] Die Aufgabe wird gelöst von einem Verfahren gemäß Anspruch 1 bzw von einer Vorrichtung
gemäß Anspruch 13. Vorteilhafte Durch- bzw Ausführungsformen sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Insbesondere wird die Aufgabe von einem Verfahren der eingangs genannten Art gelöst,
bei welchem die Werte wenigstens eines sich über die Zeit ändernden Betriebsdatums
der Lampe kontinuierlich oder diskontinuierlich gemessen werden und die Frequenz der
Wechselspannung oder des Wechselstroms (Betriebsfrequenz) in Abhängigkeit von den
gemessenen Werten gewählt wird. Dabei wird die Betriebsfrequenz zweckmäßigerweise
in Abhängigkeit von den gemessenen Werten wenigstens eines Betriebsdatums aus der
die Gesamtbetriebsdauer der Lampe, die Brennspannung, die abgegebene oder aufgenommene
Leistung, die Bogenlänge und den Elektrodenabstand umfassenden Gruppe von Betriebsdaten
gewählt, denn alle diese Daten lassen direkte oder indirekte Rückschlüsse auf den
Zustand der Elektroden, insbesondere den Elektrodenabstand zu (beispielsweise kann
aus der Betriebsdauer selbst bei einer neuen Lampe mit Betriebsdauer null anhand von
Erfahrungswerten auf den ungefähren Zustand der Elektroden und damit auf die Notwendigkeit
einer bestimmten Betriebsfrequenzwahl geschlossen werden).
[0010] Die Erfindung basiert auf der neuen Erkenntnis, dass die Größe der beim Betrieb mit
Wechselstrom bzw Wechselspannung auf den Elektroden aufwachsenden Strukturen und die
Betriebsfrequenz des Stroms bzw. der Spannung zueinander proportional sind Es hat
sich gezeigt, dass der Durchmesser der aufgewachsenen Strukturen um so kleiner ist,
je höher die Grundfrequenz des Betriebsstroms bzw der Betriebsspannung ist. Typische
Frequenzen bei Hochdruck-Gasentladungslampen liegen zwischen etwa 40 und 600 Hz Für
Lampen einer bestimmten Bauart (beispielsweise nach der DE 38 13 421 A) gilt zB. die
Beziehung ungefährer Durchmesser der aufgewachsenen Strukturen = a / ½ wobei f die
Betriebsfrequenz in Hertz und a eine lampenapezifische Proportionalitätskonstante
ist, die typischerweise zwischen etwa 2000 und 5000 µm Hz ½ liegt, so dass sich bei
100 Hz Grundfrequenz Strukturen mit etwa 200 bis 500 µm Durchmesser bilden. Im allgemeinen
kann diese Konstante in einem Rahmen zwischen 1000 und 10.000 µm Hz½liegen. Die Höhe
der entstehenden Strukturen ist üblicherweise kleiner als ihr Durchmesser und beträgt
in der Regel etwa das 0,.4- bis 0,8- fache des Durchmessers. Das Verhältnis kann jedoch
erfahrungsgemäß zwischen 0,2 und 1,2 variieren. Dieser Zusammenhang wird erfindungsgemäß
ausgenutzt, um in kontrollierbarer Weise hervorstehende Elektrodenspitzen während
des Lampenbetriebs zu erzeugen.
[0011] Die Erfindung erlaubt es, die Elektrode im Betrieb zu formen, in gewissen Grenzen
unabhängig von der fertigungsbedingten Ausgangsform der Elektroden. Der gewünschte
Elektrodenabstand bzw die gewünschte Brennspannung kann durch Ausnutzen der Transportvorgänge
innerhalb gewisser Grenzen eingestellt werden. Bei Erreichen der Wunschspannung wird
der Konditionierungsvorgang abgebrochen und die Lampe bei der dann aktuellen Frequenz
betrieben.
[0012] Ein besonderer Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, dass es während der
Betriebszeit der Lampe immer wieder angewandt werden kann und so gewissermaßen eine
"Regenerierung" der Elektroden erlaubt, so dass hervorragende Resultate über eine
sehr lange Lebensdauer erzielt werden können.
[0013] Die während des Betriebs aufgebauten Elektrodenstrukturen stehen sich auf Grund der
physikalischen Gesetze der Transportvorgänge praktisch exakt gegenüber, so dass kein
seitlicher Versatz vorkommt. Wenn mit hinreichend niedrigen Frequenzen gestartet wird,
befindet sich die Struktur in der Elektrodenmitte.
[0014] Dazu werden vorteilhaft die gemessenen Werte auf das Erfüllen vorgegebener Randbedingungen
überwacht und bei Erfüllung einer ersten Randbedingung (Startbedingung) die Lampe
mit einer niedrigen Betriebsfrequenz (Startfrequenz) betrieben, bis eine zweite Randbedingung
erfüllt ist, worauf die Betriebsfrequenz erhöht wird. Solche Startbedingungen können
zum Beispiel das erstmalige Inbetriebnehmen einer neuen Lampe oder das Anwachsen der
benötigten Brennspannung über einen vorgegebenen Grenzwert hinaus sein. Insbesondere
ist es auch möglich, unterschiedliche Startbedingungen mit unterschiedlichen Startfrequenzen
zu definieren, so dass beispielsweise beim erstmaligen Inbetriebnehmen einer neuen
Lampe sukzessive Strukturen mit sich verkleinerndem Durchmesser auf den Elektroden
aufgebaut werden können, wobei mit einer verhältnismäßig niedrigen Startfrequenz begonnen
wird, während es bei Elektroden, deren Form nur geringfügig geändert werden soll,
genügen kann, sofort sehr kleine Strukturen aufzubauen und mit einer relativ hohen
Startfrequenz zu beginnen.
[0015] Zum sukzessiven Aufbau der Strukturen kann die Betriebsfrequenz kontinuierlich erhöht
werden. Als besonders vorteilhaft hat es sich jedoch erwiesen, die Betriebsfrequenz
in diskreten Schritten zu erhöhen, bis eine vorgegebene Abbruchbedingung erreicht
ist. Solche Abbruchbedingungen können sein: Erreichen einer vorbestimmte Betriebsfrequenz
(Maximalfrequenz), Erreichen einer vorbestimmten minimalen Brennspannung, Konstanz
des Elektrodenabstands über einen vorbestimmten Zeitraum.
[0016] Bei einer zur Lösung der genannten Aufgabe vorgesehenen Vorrichtung zum Betreiben
einer Gasentladungslampe sind Messmittel zum kontinuierlichen oder diskontinuierlichen
Messen der Werte wenigstens eines sich über die Zeit ändernden Betriebsdatums der
Lampe und Mittel zum Verändern der Frequenz der Wechelspanning oder des Wechselstroms
(Betriebsfrequenz) in Abhängigkeit von den gemessenen Werten vorgesehen. Eine solche
Vorrichtung kann auch bei bereits produzierten Gasentladungslampen und Gasentladungslampen
verwendende Leuchtvorrichtungen aller Art, wie insbesondere Projektoren, Kfz-Beleuchtungsanlagen
etc., leicht angewandt bzw nachgerüstet werden.
[0017] Bei einer bevorzugten Ausführungsform weist die Vorrichtung eine wenigstens einen
Mikroprozessor umfassende kompakte Auswerte- und Steuereinheit zur Steuerung der Betriebsfrequenz,
der Brennspannung und des der Gasentladungslampe zugeführten Wechselstroms sowie zur
Auswertung und Überwachung der gemessenen Werte auf das Erfüllen vorgegebener oder
vorgebbarer Randbedingungen auf, wobei vorteilhaft von den bei bereits existierenden
Vorrichtungen zum gepulsten Betrieb von Gasentladungslampen vorhandenen Prozessoren
und Einheiten Gebrauch gemacht werden kann
[0018] Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung vorteilhafter Durchführungsformen erfindungsgemäßer Verfahren, wobei
auf die Zeichnung Bezug genommen wird.
Es zeigen:
- Fig 1
- einen typischen zeitlichen Verlauf des einer Gasentladungslampe beim gepulsten Betrieb
zugeführten Betriebsstroms
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung des seitlichen Profils einer mit einem erfindungsgemäßen
Betriebsverfahren geformten Elektrode.
[0019] In der bereits genannten US 5,608,294 ist ein elektronisches Vorschaltgerät beschrieben,
mittels welchem eine Stromform gemäß Fig 1 mit einem Extra-Strompuls der Höhe 13 und
der Dauer tp am Ende der jeweiligen Halbwelle der Gesamtdauer t1/2 und der Grundhöhe
I2 erzeugt werden kann Vorzugsweise wird dies durch ein mikroprozessor-gesteuertes
Vorschaltgerät realisiert, das auch die Lampen- Betriebsfrequenz steuern kann Dieses
kann auch einen Datenträger umfassen, der ein Steuerprogramm zur Ausführung der nachfolgend
beschriebenen Verfahrensschritte enthält. Ebenso kann eine Lesevorrichtung vorgesehen
sein, mittels welcher ein maschinenlesbarer Datenträger gelesen und die Daten zu dem
Vorschaltgerät übermittelt werden können.
[0020] Zum Aufbau einer Elektrode mit der gewünschten, in Fig 2 im Profil gezeigten Fonn
wird die Lampe ausgehend von einer niedrigen Startfrequenzen im Pulsbetrieb mit langsam
steigender Frequenz betrieben. Eine niedrige Frequenz am Beginn der Sequenz sorgt
für eine breite Struktur 1 als Basis, auf der dann bei höheren Frequenzen immer eine
schmalere Strukturen 2 und 3 aufgebaut werden. Der Übergang kann kontinuierlich oder
in diskreten Stufen erfolgen. Praktische Ergebnisse wurden zB. bei einem Betrieb von
jeweils einigen Stunden Dauer mit 45, 65, 90 und 130 Hz in dieser aufsteigenden Reihenfolge
erzielt. Mit dieser Betriebsart war es möglich, den Elektrodenabstand bei einer Hochdruck-Gasentladungslampe
üblicher Bauart von 1,3 mm auf 0,7 mm zu verringern. Bei längerem Betrieb (einige
100 Stunden) der so konditionierten Lampe mit der höchsten Frequenz brennen die Elektroden
dann allmählich wieder in den Ausgangsabstand zurück, was durch einen Anstieg der
Brennspannung leicht beobachtet werden kann.
[0021] Steigt die Brennspannung, kann erfindungsgemäß die Elektrode mit langsam aufsteigenden
Frequenzen erneut behandelt werden, bis die Spitzenstrukturen der Elektroden fast
vollständig wieder aufgebaut sind. Nach jedem solchen Regenerationsvorgang kann die
Lampe für ca. 100 Stunden auf der höchsten gewählten Frequenz betrieben werden.
[0022] Dabei hat die Erfindung den großen Vorteil, dass auch während der Regenerationsphasen
das Licht der Lampe benutzt werden kann. Insgesamt ergibt sich bei steigendem Elektrodenabstand
in der Regel ein Absinken der optischen Effizienz (z.B. ein Absinken der Schirmhelligkeit
bei Videoprojektion, die dann bei der Regeneration wieder ansteigt). Diese auf einer
Zeitskala von 100 Stunden schwankende Systemeffizienz ist in jedem Fall ein großer
Vorteil gegenüber einer kontinuierlich absinkenden Effizienz.
Die Notwendigkeit einer erneuten Regeneration ist leicht aus dem Spannungsanstieg
der Lampe ermittelbar. Steigt die Brennspannung über einen vorgegeben Wert, wird eine
erneute Regeneration gestartet.
[0023] Beispielhaft wird im folgenden erläutert, wie das erfindungsgemäße Verfahren beim
Betrieb einer Gasentladungslampe eines Videoprojektors ablaufen kann:
[0024] Ein erstmaliger Betrieb der Lampe wird über einen Betriebsstundenzähler erkannt,
der bei einem Lampenwechsel automatisch zurückgesetzt wird Dies ist bei vielen marktüblichen
Projektoren bereits realisiert.
[0025] Die Lampe wird anfangs bei einer möglichst niedrigen Frequenz (z.B. 45 Hz) betrieben.
Dieser Betrieb kann über einen festen Zeitraum (zB. 1 Betriebsstunde) erfolgen. Alternativ
kann die Frequenz auch so lange festgehalten werden, bis kein nennenswerter Spannungsrückgang
(was ein Aufwachsen von Strukturen anzeigt) mehr zu beobachten ist. Vorteil dieser
Verfahrensart ist, dass individuelle Unterschiede beseer berücksichtigt werden können,
als beim Betrieb über feste Zeiträume.
[0026] Anschließend wird die Frequenz erhöht. Dabei hat sich gezeigt, dass ein Erhöhen der
Frequenz auf das etwa 1,2- bis 1,8-fache der jeweils vorangehenden Frequenz empfehlenswert
ist. Die Betriebsdauer mit der neuen Frequenz kann dann wiederum über einen festen
Zeitraum oder solange erfolgen, bis kein nennenswerter Spannungsrückgang mehr festzustellen
ist.
[0027] Insgesamt wird die Frequenz so lange erhöht, bis entweder a) ein festgesetztes Frequenzlimit
erreicht ist, b) eine festgesetzte Spannung erreicht ist oder c) kein nennenswertes
Wachstum nach Erhöhung der Frequenz mehr zu beobachten ist.
[0028] Die so ermittelte Frequenz wird festgehalten und kann beispielsweise so lange benutzt
werden, bis die Spannung wieder erheblich, zB. bis auf das Anfangsniveau, angestiegen
ist. Vorzugsweise werden die Elektroden aber bereits vor Anstieg auf das Ausgangsniveau
neu "regeneriert", wozu die Lampe wieder mit einer möglichst niedrigen Frequenz betrieben
wird.
[0029] Mit den erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Brennspannung und Bogenlänge bzw.
Elektrodenabstand bei Gasentladungslampen erheblich reduzieren. Beispielsweise konnte
bei einer Gasentladungslampe üblicher Bauart mit Elektroden der eingangs beschriebenen
einfachen und kostengünstigen Bauart, bei der der Lampenstrom I2 zur Regelung der
Leistung eingestellt wurde und der Pulsstrom I3 2,8 A betrug, mit einer Betriebsfrequenzfolge
von 45, 65, 90 und 130 Hz die Brennspannung von anfänglich 85 V auf 52 V und die Bogenlänge
von anfänglich 1,3 mm auf 0,7 mm reduziert werden, wobei diese erstaunliche Reduzierung
wohlgemerkt nicht in einem separaten Bearbeitungsprozess, sondem während der "normalen"
Nutzung der Lampe zum Beispiel im Projektionsbetrieb erfolgte.
[0030] Im Rahmen des Erfinchungsgedankens sind zahlreiche Abwandlungen und Weiterbildungen
möglich, die sich zum Beispiel auf die Randbedingungen, bei denen die Betriebsfrequenzen
erhöht oder erniedrigt werden, oder die Wahl der Betribsfrequenzen beziehen. Wesentlich
ist, dass das Verfahren eine Bearbeitung der Elektroden beim Betrieb der Gasentladungslampe
dadurch ermöglicht, das durch kontrolliertes Verändern der Betriebsfrequenz Transportphänomene
zum Anlagern von Material auf den Elektroden genutzt werden.
1. Verfahren zum Betreiben einer mit Wechselspannung oder Wechselstrom gespeisten Gasentladungslampe,
bei dem insbesondere in bestimmten Zeitintervallen die Momentanleistung der Lampe
erhöht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- die Werte wenigstens eines einen Rückschluss auf den Zustand der Elektroden, insbesondere
den Elektrodenabstand, zulassenden Betriebsdatums der Lampe kontinuierlich oder diskontinuierlich
gemessen werden und
- die Frequenz der Wechselspannung oder des Wechselstroms (Betriebsfrequenz) in Abhängigkeit
von den gemessenen Werten so gewählt wird, dass ein gewünschter Zustand der Elektroden
hinsichtlich deren Abstand oder Form erreicht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betriebsfrequenz in Abhängigkeit von den gemessenen Werten wenigstens eines Betriebsdatums
aus der folgenden Gruppe von Betriebsdaten gewählt wird: Gesamtbetriebsdauer der Lampe,
Brennspannung, abgegebene oder aufgenommene Leistung, Bogenlänge, Elektrodenabstand.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gemessenen Werte auf das Erfüllen vorgegebener Randbedingungen überwacht werden
und dass bei Erfüllung einer ersten Randbedingung (Startbedingung) die Lampe mit einer
niedrigen Betriebsfrequenz (Startfrequenz) betrieben wird, bis eine zweite Randbedingung
erfüllt ist, worauf die Betriebsfrequenz erhöht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betriebsfrequenz nach Erfüllen der Startbedingung ausgehend von der Startfrequenz
kontinuierlich oder vorzugsweise in diskreten Schritten erhöht wird, bis eine vorgegebene
dritre Randbedingung (Abbruchbedingung) erreicht ist.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Startbedingung als erfüllt angesehen wird, wenn eine bestimmte Betriebsdauer
vorliegt oder erreicht ist und/oder die notwendige Brennspannung auf einen vorbestimmten
Wert angestiegen ist und/oder der Elektrodenabstand sich auf einen vorbestimmten Wert
vergrößert hat.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zweite Randbedingung als erfüllt angesehen wird, wenn die Lampe mit der Startfrequenz
eine bestimmte Zeitdauer betrieben wurde oder wenn bei der direkten oder indirekten
Messung des Elektrodenabstands über einen vorbestimmten Zeitraum keine Änderung mehr
feststellbar ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Abbruchbedingung als erfüllt angesehen wird, wenn eine vorbestimmte Betriebsfrequenz
(Maximalfrequenz) erreicht ist oder wenn die notwendige Brennspannung auf einen vorbestimmten
Minimalwert abgesunken ist oder wenn bei der direkten oder indirekten Messung des
Elektrodenabstands über einen vorbestimmten Zeitraum keine Änderung mehr feststellbar
ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Startbedingung und Startfrequenz betriebszustandsabhängig gewählt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die gewählten Betriebsfrequenzen zwischen etwa 40 und 600 Hz liegen.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Betriebsfrequenz in diskreten Schritten jeweils um etwa das 1,2- und 1,8-fache
erhöht wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Erzielung von auf den Elektroden aufgewachsenen Strukturen mit einem Durchmesser
D die Betriebsfrequenz f gemäß der Beziehung D = a / f½ gewählt wird, wobei a eine lampenspezifische, insbesondere von Elektrodenmaterial
und -geometrie abhängige Konstante der Einheit [Meter * Hertz½] und f die Frequenz in Hertz ist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass es zum Bearbeiten der Elektroden der Lampe während des Betriebes der Lampe bei Erfüllung
der ersten Randbedingung aktiviert wird.
13. Vorrichtung zum Betreiben einer Gasentladungslampe mit Wechselspannung oder Wechselstrom
derart, dass in bestimmten Zeitintervallen die Momentanleistung der Lampe erhöht wird,
dadurch gekennzeichnet, dass
- Messmittel zum kontinuierlichen oder diskontinuierlichen Messen der Werte wenigstens
eines einen Rückschluss auf den Zustand der Elektroden, insbesondere den Elektrodenabstand,
zulassenden Betriebsdatums der Lampe und
- Mittel zum Verändern der Frequenz der Wechselspannung oder des Wechselstroms (Betriebsfrequenz)
in Abhängigkeit von den gemessenen Werten in der Weise vorgesehen sind, dass ein gewünschter
Zustand der Etektroden hinsichtlich deren Abstand oder Form erreicht wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Messmittel zur Messung der Werte wenigstens eines Betriebsdatums aus der folgenden
Gruppe von Betriebsdaten ausgebildet sind: Gesamtbetriebsdauer der Lampe, Brennspannung,
abgegebene oder aufgenommene Leistung, Bogenlänge, Elektrodenabstand.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens eine mit den Mitteln zum Verändern der Betriebsfrequenz gekoppelte Überwachungseinheit
zur Überwachung der gemessenen Werte auf das Erfüllen vorgegebener oder vorgebbarer
Randbedingungen vorgesehen ist.
16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine wenigstens einen Mikroprozessor aufweisende kompakte Auswerte- und Steuereinheit
zur Steuerung der Betriebsfrequenz, der Brennspannung und des der Gasentladungslampe
zugeführten Wechselstroms sowie zur Auswertung und Überwachung der gemessenen Werte
auf das Erfüllen vorgegebener oder vorgebbarer Randbedingungen vorgesehen ist.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
dadurch gekennzeichnet,
dass zwischen etwa 40 und 600 Hz liegende Betriebsfrequenzen erzeugbar sind.
18. Verwendung einer Vorrichtung zum Betreiben einer Gasentladungslampe nach einem der
Ansprüche 13 bis 17 in einem Projektor.
19. Verwendung einer Vorrichtung zum Betreiben einer Gasentladungslampe nach einem der
Ansprüche 13 bis 17 in einem Fahrzeug.
20. Maschinenlesbarer Datenträger mit einem Steuerprogramm zur Steuerung einer Vorrichtung
zum Betreiben einer Gasentladungslampe enthaltend maschinenlesbare Anweisungen zur
Ausführung eines Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
1. A method of operating a gas discharge lamp which is fed with an alternating voltage
or an alternating current, in which the instantaneous power of the lamp is increased
at given time intervals,
characterized in that
- the values of at least one operational datum of the lamp, which allows a conclusion
concerning the state of the electrodes, more particularly the electrode gap, are measured
continuously or discontinuously, and
- the frequency of the alternating voltage or the alternating current (operating frequency)
is selected in dependence on the measured values, so that a desired state of the electrodes
as regards their distance or shape is reached.
2. A method as claimed in claim 1, characterized in that the operating frequency is selected in dependence on the measured values of at least
one operational datum from the following group of operational data: overall service
life of the lamp, operating voltage, power taken up or given off, arc length, and
electrode gap.
3. A method as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the measured values are monitored in respect of the satisfying of predetermined secondary
conditions and that when a first secondary condition is satisfied (start condition),
the lamp is operated with a low operating frequency (starting frequency) until a second
secondary condition is satisfied, after which the operating frequency is increased.
4. A method as claimed in claim 3, characterized in that the operating frequency, after the satisfying of the starting condition and starting
from the starting frequency, is increased continuously or preferably in discrete steps
until a predetermined third secondary condition (interrupt condition) is reached.
5. A method as claimed in claim 3 or 4, characterized in that the start condition is considered satisfied when a given service life occurs or has
been reached and/or the necessary operating voltage has increased to a predetermined
value and/or the electrode gap has increased to a predetermined value.
6. A method as claimed in any one of the claims 3 to 5, characterized in that the second secondary condition is considered satisfied when the lamp has been operated
at the starting frequency for a given period of time or when changes can no longer
be observed during the direct or indirect measurement of the electrode gap over a
predetermined period of time.
7. A method as claimed in one of the claims 4 to 6, characterized in that the interrupt condition is considered satisfied when a predetermined operating frequency
(maximum frequency) has been reached or when the necessary operating voltage has decreased
to a predetermined minimum value, or when changes can no longer be detected during
the direct or indirect measurement of the electrode gap over a predetermined period
of time.
8. A method as claimed in any one of the claims 3 to 7, characterized in that the start condition and the starting frequency are chosen in dependence on the operating
state.
9. A method as claimed in any one of the claims 1 to 8, characterized in that the selected operating frequencies are between approximately 40 and 600 Hz.
10. A method as claimed in any one of the claims 1 to 9 wherein the operating frequency
is increased in discrete steps by 1.2 and 1.8 times each time.
11. A method as claimed in any one of the claims 1 to 10, characterized in that the operating frequency f is selected in accordance with the formula D = a/f½ in order to achieve structures having a diameter of D grown on the electrodes, where
a is a lamp-specific constant particularly dependent on electrode material and electrode
geometry of the unit [meter * Hertz ½.
12. A method as claimed in any one of the claims 1 to 11, characterized in that the method is activated for processing the electrodes of the lamp during operation
of the lamp when the first secondary condition is satisfied.
13. A device for operating a gas discharge lamp with an alternating voltage or an alternating
current in such a manner that the instantaneous power of the lamp is increased at
given time intervals,
characterized in that
- measuring means are provided for the continuous or discontinuous measurement of
the values of at least one operational datum of the lamp which allows a conclusion
concerning the state of the electrodes, more particularly the electrode gap, are measured
continuously or discontinuously, and
- means for changing the frequency of the alternating voltage or the alternating current
(operating frequency) in dependence on the measured values, so that a desired state
of the electrodes as regards their distance or shape is reached.
14. A device as claimed in claim 13, characterized in that the measuring means are arranged for measuring the values of at least one operational
datum from the following group of operational data: overall service life of the lamp,
operating voltage, power given off or taken up, arc length, and electrode gap.
15. A device as claimed in claim 13 or 14, characterized in that at least one monitoring unit which is coupled to the means for changing the operating
frequency in order to monitor the measured values as regards the satisfying of predetermined
or selectable secondary conditions.
16. A device as claimed in any one of the claims 13 to 15, characterized in that a compact evaluation and control unit which includes at least a microprocessor is
provided for controlling the operating frequency, the operating voltage and the alternating
current applied to the gas discharge lamp, as well as for evaluating and monitoring
the measured values in respect of the satisfying of predetermined or selectable secondary
conditions.
17. A device as claimed in any one of the claims 13 to 16, characterized in that operating frequencies of between approximately 40 and 600 Hz can be generated.
18. Use of a device for operating a gas discharge lamp as claimed in any one of the claims
13 to 17 in a projector.
19. Use of a device for operating a gas discharge lamp as claimed in any one of the claims
13 to 17 in a vehicle.
20. A machine-readable data carrier with a control program for controlling a device for
operating a gas discharge lamp, which program contains machine-readable instructions
for executing a method as claimed in any one of the claims 1 to 12.
1. Procédé d'actionnement d'une lampe à décharge au gaz alimentée en tension alternative
ou courant alternatif, dans lequel la puissance instantanée de la lampe est augmentée
à intervalles temporels déterminés,
caractérisé en ce
- que les valeurs d'au moins une date d'actionnement de la lampe permettant de tirer des
conclusions sur l'état des électrodes, en particulier sur l'intervalle entre les électrodes,
sont mesurées de manière continue ou discontinue, et
- la fréquence de la tension alternative ou du courant alternatif (fréquence d'actionnement)
est sélectionnée en fonction des valeurs mesurées de telle sorte qu'un état souhaité
des électrodes soit atteint en ce qui concerne leur intervalle ou leur forme.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce
que la fréquence d'actionnement est sélectionnée en fonction des valeurs mesurées d'au
moins une date d'actionnement à partir du groupe suivant de données d'actionnement
: durée totale d'actionnement de la lampe, tension de maintien, puissance délivrée
ou absorbée, longueur de l'arc, intervalle entre les électrodes.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisé en ce
que les valeurs mesurées sont contrôlées quant à l'exécution des conditions cadres préalablement
déterminées et qu'en cas d'exécution d'une première condition-cadre (condition de
départ), la lampe fonctionne à une faible fréquence d'actionnement (fréquence de départ),
jusqu'à ce qu'une deuxième condition cadre soit remplie, sur quoi la fréquence d'actionnement
est augmentée.
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé en ce
que la fréquence d'actionnement est augmentée en continu ou, de préférence, par étapes
discrètes après l'exécution de la condition de départ en partant de la fréquence de
départ jusqu'à ce qu'une troisième condition-cadre préalablement déterminée (condition
de rupture) soit atteinte.
5. Procédé selon l'une des revendications 3 ou 4,
caractérisé en ce
que la condition de départ est considérée comme remplie lorsqu'une durée d'actionnement
déterminée est présente ou atteinte et/ou la tension de maintien nécessaire a augmenté
pour atteindre une valeur préalablement déterminée et/ou l'intervalle entre les électrodes
a atteint une valeur préalablement déterminée.
6. Procédé selon l'une des revendications 3 à 5,
caractérisé en ce
que la deuxième condition-cadre est considérée comme remplie lorsque la lampe a fonctionné
à la fréquence de départ pendant une durée déterminée ou lorsque, en cas de mesure
directe ou indirecte de l'intervalle entre les électrodes, aucun changement ne peut
plus être constaté sur une période préalablement déterminée.
7. Procédé selon l'une des revendications 4 à 6,
caractérisé en ce
que la condition de rupture est considérée comme remplie lorsqu'une fréquence d'actionnement
préalablement déterminée (fréquence maximale) est atteinte ou lorsque la tension de
maintien nécessaire a baissé à une valeur minimale préalablement déterminée ou lorsqu'en
cas de mesure directe ou indirecte de l'intervalle entre les électrodes, aucun changement
ne peut plus être constaté sur une période préalablement déterminée.
8. Procédé selon l'une des revendications 3 à 7,
caractérisé en ce
que la condition de départ et la fréquence de départ sont sélectionnées en fonction de
l'état d'actionnement.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé en ce
que les fréquences d'actionnement sélectionnées se situent entre 40 et 600 Hz.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisé en ce
que la fréquence d'actionnement est augmentée respectivement d'environ 1, 2 à 1,8 fois
par étapes discrètes.
11. Procédé selon l'une des revendications 1 à 10,
caractérisé en ce
qu'en vue d'atteindre des structures développées sur les électrodes d'un diamètre D,
la fréquence d'actionnement f selon l'équation D = a / f½ est sélectionnée, a étant une constante de l'unité [mètre * Hertz½] spécifique à la lampe, dépendant en particulier de la matière et de la géométrie
des électrodes et f la fréquence en Hertz
12. Procédé selon l'une des revendications 1 à 11,
caractérisé en ce
qu'il est activé pour l'usinage des électrodes de la lampe pendant l'actionnement de
la lampe lorsque la première condition-cadre est remplie.
13. Dispositif d'actionnement d'une lampe à décharge au gaz à une tension alternative
ou un courant alternatif de telle sorte que la puissance instantanée de la lampe soit
élevée dans des intervalles de temps déterminés,
caractérisé en ce que
- des moyens de mesure sont prévus pour la mesure continue ou discontinue des valeurs
d'au moins une date d'actionnement de la lampe permettant de tirer des conclusions
quant à l'état des électrodes, en particulier à l'intervalle entre les électrodes
et
- des moyens pour la variation de la fréquence de la tension alternative ou du courant
alternatif (fréquence d'actionnement) en fonction des valeurs mesurées de telle manière
qu'un état souhaité des électrodes soit atteint sur le plan de son intervalle ou de
sa forme.
14. Dispositif selon la revendication 13,
caractérisé en ce
que les moyens de mesure sont conçus pour la mesure des valeurs d'au moins une date d'actionnement
à partir du groupe suivant des données d'actionnement : durée d'actionnement totale
de la lampe, tension de maintien, puissance délivrée ou absorbée, longueur d'arc,
intervalle entre les électrodes.
15. Dispositif selon l'une des revendications 13 ou 14
caractérisé en ce
qu'au moins une unité de surveillance couplée aux moyens pour la variation de la fréquence
d'actionnement est prévue pour la surveillance des valeurs mesurées quant à l'exécution
de conditions cadres déterminées ou déterminables préalablement.
16. Dispositif selon l'une des revendications 13 à 15,
caractérisé en ce
qu'une unité d'évaluation et de commande compacte présentant au moins un microprocesseur
est prévue pour la commande de la fréquence d'actionnement, de la tension de maintien
et du courant alternatif amené à la lampe à décharge au gaz ainsi que pour l'évaluation
et la surveillance des valeurs mesurées quant à l'exécution des conditions cadres
déterminées ou déterminables préalablement.
17. Dispositif selon l'une des revendications 13 à 16,
caractérisé en ce
que des fréquences d'actionnement situées entre 40 et 600 Hz peuvent être produites.
18. Mise en oeuvre d'un dispositif pour le fonctionnement d'une lampe à décharge au gaz
selon l'une des revendications 13 à 17 dans un projecteur.
19. Mise en oeuvre d'un dispositif pour le fonctionnement d'une lampe à décharge de gaz
selon l'une des revendications 13 à 17 dans un véhicule.
20. Support de données lisible par une machine avec un programme de commande pour la commande
d'un dispositif d'actionnement d'une lampe à décharge de gaz contenant des instructions
lisibles par machine en vue de l'exécution d'un procédé selon l'une des revendications
1 à 12.
