[0001] Die Erfindung beschäftigt sich mit einem Verfahren zur Herstellung einer Beschichtung
von lösungsmittelfreien Haftklebesystemen auf insbesondere releasebeschichteten Substraten,
wobei der Vorgang der Beschichtung über eine Walze läuft.
[0002] Aus der EP 0 622 127 B1 ist bekannt, daß über eine Walze druckempfindliche, lösungsmittelfreie
Klebstoffschichten auf ein Substrat aufgelegt werden. Als Auftragswerk kommen Ein-
oder Mehrkanaldüsen zum Einsatz.
Hervorgerufen durch eine angelegte Differenzgeschwindigkeit zwischen der beschichteten
Walze und dem abnehmenden Substrat wird der vordosierte Klebstoffilm in seiner Dicke
reduziert, so daß dünne Haftklebeschichten auf Substrate transferiert werden können.
[0003] Nachteilig ist dem bekannten Verfahren, daß haftklebrige Schichten von unbehandelten
Glattwalzen nur gegen nicht releasebeschichtete Substrate abgenommen werden können
beziehungsweise die mit dem Haftkleber beschichtete Walze einen Releaseeffekt aufweisen
muß, der über eine Fluorcarbon- oder Teflonschicht hergestellt werden kann. Diese
Releaseschicht läßt im Laufe ihrer Lebenszeit nach und ist empfindlich gegen äußere
Einflüsse wie Abnutzung, Schmutz und mechanische Beschädigungen. Des weiteren sind
Releasewalzen, hergestellt mit Fluorcarbon oder Teflonüberzügen, gegenüber Acrylathaftschmelzklebstoffen
im Falle von Maschinenstillständen nicht ausreichend releasefähig, so daß ein robuster
Prozeß ohne langwierige Reinigungsaufwendungen der beschichteten Walze verbunden mit
Stillstandzeiten nicht gegeben ist.
[0004] Nach dem Stand der Technik ist ebenfalls das Rasterwalzenbeschichtungsverfahren mit
über einer Düse vordosierten Heißschmelzklebstoffen bekannt.
Der Nachteil des Rasterwalzenverfahrens besteht jedoch darin, daß je nach Schmelzklebstofftyp
beim Übertragen der Klebstoffschicht auf ein Substrat die Struktur der Rasterwalzenoberfläche
auf dem Klebstoffilm abgezeichnet ist. Ein weiterer Nachteil des Rasterwalzenbeschichtungsverfahrens
besteht darin, daß bei höheren Beschichtungsgeschwindigkeiten, ein vollständiges Entleeren
der Rasterstrukturen nicht möglich ist und es somit zu einem ungleichmäßigen Klebstoffauftrag
kommen kann. Des weiteren ist ein Abnehmen des Klebstoffilms mit releasebeschichteten
Substraten von strukturierten Walzenoberflächen ebenfalls nur schwer möglich.
[0005] Aus der EP 609 484 A ist eine Vorrichtung zum Auftragen von Streichfarbe auf eine
Faserstoffbahn bekannt geworden, die
- eine Auftragswalze, die an einer Aufgabeposition ihrer Mantelfläche, einen maschinenbreiten
Streichfarben-Film empfängt und an einer Abgabeposition an die Faserstoffbahn abgibt;
- ein Düsenauftragswerk zum Bilden und Abgeben des Streichfarben-Filmes, mit einer maschinenbreiten
Düsenkammer und einer dieser nachgeschalteten Düse mit zwei maschinenbreiten Lippen,
deren eine an ihrem freien Ende eine Dosierrakel trägt, die mit der Mantelfläche der
Walze einen Austrittsspalt für den Streichfarben-Film bildet
- wenigstens ein zweites Auftragswerk aufweist, das ebenfalls der Auftragswalze zugeordnet
und dem ersten Auftragswerk vor- oder nachgeschaltet ist.
[0006] Die Beschichtung von lösungsmittelfreien Haftklebesystemen auf insbesondere releasebeschichtete
Substrate findet keine Erwähnung.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung einer lösemittelfreien
Haftklebebeschichtung auf insbesondere releasebeschichteten Substraten zur Verfügung
zu stellen, das die Nachteile des Standes der Technik vermeidet.
[0008] Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Verfahren, wie es im Hauptanspruch niedergelegt
ist. Vorteilhafte Ausführungsformen des Verfahrens sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0009] Demgemäß beschreibt die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Beschichtung
von lösungsmittelfreien Haftklebesystemen auf insbesondere releasebeschichtete Substrate,
wobei
auf eine rotierende Walze mittels eines Fluidauftragswerk ein Fluidfilm aufgetragen
wird,
auf den Fluidfilm das Haftklebesystem in einer oder mehreren Lagen mittels eines Klebstoffauftragswerks
aufgebracht wird, so daß sich der Fluidfilm zwischen Walze und Haftklebesystem befindet,
und
an die Walze das Substrat herangeführt wird, so daß das Haftklebesystem von der Walze
auf das Substrat (releasebeschichtete und nicht releasebeschichtete) transferiert
wird.
[0010] Das Heranführen des Substrats geschieht insbesondere über eine zweite Walze. Als
Substrate finden Papiere, Folien, Non-Wovens und releasebeschichtete Materialien wie
Trennpapiere, Folien und dergleichen Verwendung.
[0011] Die zweite Walze, auch als Anlegewalze bezeichnet, ist vorzugsweise mit einem Gummiüberzug
versehen und wird vorzugsweise mit einem Liniendruck von 50 bis 500 N/mm, insbesondere
mit 100 bis 200 N/mm an die Walze angepreßt. Die Anlegewalze hat vorzugsweise eine
Shore-Härte (A) von 40 - 100, insbesondere eine Shore-Härte von 60 - 80 shore (A).
Das Substrat wird bevorzugt so an die Walze angeführt, daß die Geschwindigkeit der
Walzenoberfläche mit der des Substrats übereinstimmt. Sollte jedoch mit der Abnahme
des Klebstoffilms eine Dickenverringerung angestrebt werden, kann das Substrat auch
eine höhere Geschwindigkeit aufweisen.
[0012] In einer ersten vorteilhaften Ausführungsform ist die Walze eine Stahlwalze, eine
verchromte Stahlwalze, eine Gummiwalze oder eine Silikongummiwalze und/oder ist die
Walze aus elastischem Material gefertigt. Des weiteren kann die Walze glatt oder eine
gering strukturierte Oberfläche aufweisen.
Die Glattwalze kann vorzugsweise eine Chromschicht aufweisen. Optional kann die verchromte
Stahlwalze eine hochglanzpolierte Oberfläche besitzen mit einer Rauhtiefe R
z < +/- 1 µm.
Die Beschichtungswalze kann aber auch gummiert sein, vorzugsweise mit einer Gummihärte
von 40 bis 100 shore (A), insbesondere mit einer Härte von 60 - 80 shore (A). Der
Walzenbezug kann gemäß dem Stand der Technik aus EPDM, Viton oder Silikongummi oder
anderen elastischen Materialien bestehen.
[0013] Weiterhin als vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn die Walze temperierbar ist, und
zwar bevorzugt in einem Bereich von -10 °C bis 200 °C, ganz besonders bevorzugt von
2 °C bis 50 °C.
[0014] Das Auflegen des Haftklebesystems auf die Walze erfolgt insbesondere mit Hilfe einer
Mono- oder Mehrkanaldüse oder einer Schlitzdüse.
Die mit Fluid beaufschlagte Walze wird mit dem aus der Düse austretenden Klebstoffilm
vorzugsweise berührungsfrei beschichtet. Der Abstand der Düse zur Walze kann vorzugsweise
0 bis 60 mm betragen, insbesondere 1 bis 10 mm.
[0015] Das Fluidauftragswerk sollte des weiteren noch temperierbar sein, um in der Klebstoffrezeptur
enthaltene, klebstoffrezepturunempfindliche Agenzien auf Temperaturen mit gewünschten
Fluideigenschaften zu bringen.
[0016] Das Fluid kann dabei angewischt oder angetragen werden, es ist aber auch möglich,
daß das Fluid berührungslos auf die Walze gebracht wird, zum Beispiel durch Aufsprühen.
[0017] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung wird der Haftklebefilm
vor der Transferierung auf das Substrat vemetzt wird, insbesondere mittels Elektronenstrahlen,
UV-Strahlen oder einer Kombination der beiden Verfahren.
Typische Bestrahlungsvorrichtungen, die bei der erfindungsgemäßen Ausgestaltung des
Verfahrens zum Einsatz kommen, stellen Linearkathodensysteme, Scannersysteme beziehungsweise
Multilängskathodensysteme dar, sofern es sich um Elektronenstrahlbeschleunigern handelt.
Die Beschleunigungsspannungen liegen im Bereich zwischen 40 kV und 350 kV, vorzugsweise
80 kV bis 300 kV. Die Dosisleistungen bewegen zwischen 5 bis 150 kGy, insbesondere
20 bis 90 kGy.
Als UV-Vernetzungsanlagen können insbesondere zwei Quecksilbermitteldruckstrahler
mit jeweils einer Leistung von 120 W/cm beziehungsweise ein Quecksilbermitteldruckstrahler
mit einer Leistung von 240 W/cm zum Einsatz kommen. Als Dosen werden bevorzugt 10
bis 300 mJ/cm
2 eingestellt.
[0018] Die Vernetzung des Haftklebefilms kann thermisch über die Walzentemperatur der beschichteten
Walze erfolgen, wobei die thermische Vernetzung auch ergänzend eingesetzt werden kann.
[0019] Der Fluidfilm ist vorzugsweise Wasser und/oder destilliertes Wasser, gegebenenfalls
mit Zusätzen wie Alkohol, Benetzungsmitteln und/oder klebstoffrezepturunempfindliche
Agenzien wie Weichmachern oder flüssigen Alterungsschutzmitteln Zur Erreichung einer
gleichmäßigen Benetzung sollte die Oberflächenspannung des Fluides kleiner sein als
die Oberflächenspannung der zu benetzenden Walze.
[0020] Als Haftklebesystem werden insbesondere eingesetzt Acrylat-, Naturkautschuk-, Synthesekautschuk-
oder EVA-Kleber.
Beispielsweise kommen als niedermolekulare Acrylathotmelts Copolymerisate aus (Meth)acrylsäure
und deren Estern mit 1 bis 25 C-Atomen, Malein-, Fumar- und/oder Itaconsäure und/oder
deren Estern, substituierten (Meth)acrylamiden, Maleinsäureanhydrid und anderen Vinylverbindungen,
wie Vinylestern, insbesondere Vinylacetat, Vinylalkoholen und/oder Vinylethern zum
Einsatz.
Die Acrylathotmelts können des weiteren mit einem oder mehreren Additiven wie Alterungsschutzmitteln,
Vernetzern, Lichtschutzmitteln, Ozonschutzmitteln, Fettsäuren, Harzen, Weichmachern
und Beschleunigern abgemischt sein.
Weiterhin können sie mit einem oder mehreren Füllstoffen wie Fasern, Ruß, Zinkoxid,
Mikrovollkugeln, Kieselsäure, Silikaten und Kreide gefüllt sein, wobei auch der Zusatz
von blockierungsfreien Isocyanaten möglich ist.
Bei Kautschuk/Synthesekautschuk als Ausgangsmaterial für den Kleber sind weite Variationsmöglichkeiten
gegeben, sei er aus der Gruppe der Naturkautschuke oder der Synthesekautschuke oder
sei er aus einem beliebigen Blend aus Naturkautschuken und/oder Synthesekautschuken,
wobei der Naturkautschuk oder die Naturkautschuke grundsätzlich aus allen erhältlichen
Qualitäten wie zum Beispiel Crepe-, RSS-, ADS-, TSR- oder CV-Typen, je nach benötigtem
Reinheits- und Viskositätsniveau, und der Synthesekautschuk oder die Synthesekautschuke
aus der Gruppe der statistisch copolymerisierten Styrol-Butadien-Kautschuke (SBR),
der Butadien-Kautschuke (BR), der synthetischen Polyisoprene (IR), der Butyl-Kautschuke
(IIR), der halogenierten Butyl-Kautschuke (XIIR), der Acrylatkautschuke (ACM), der
Etylen-Vinylacetat-Copolymeren (EVA) und der Polyurethane und/oder deren Blends gewählt
werden können.
Weiterhin vorzugsweise können Kautschuken zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit thermoplastische
Elastomere mit einem Gewichtsanteil von 10 bis 50 Gew.-% zugesetzt werden, und zwar
bezogen auf den Gesamtelastomeranteil.
Stellvertretend genannt seien an dieser Stelle vor allem die besonders verträglichen
Styrol-Isopren-Styrol- (SIS) und Styrol-Butadien-Styrol (SBS) -Typen.
Als zuzusetzende klebrigmachende Harze sind ausnahmslos alle vorbekannten und in der
Literatur beschriebenen Klebharze einsetzbar. Genannt seien stellvertretend die Kolophoniumharze,
deren disproportionierte, hydrierte, polymerisierte, veresterte Derivate und Salze,
die aliphatischen und aromatischen Kohlenwasserstoffharze, Terpenharze und Terpenphenolharze.
Beliebige Kombinationen dieser und weiterer Harze können eingesetzt werden, um die
Eigenschaften der resultierenden Klebmasse wunschgemäß einzustellen. Auf die Darstellung
des Wissensstandes im "Handbook of Pressure Sensitive Adhesive Technology" von Donatas
Satas (van Nostrand, 1989) sei ausdrücklich hingewiesen.
Als ebenfalls zuzusetzende Weichmacher können alle aus der Klebebandtechnologie bekannten
weichmachenden Substanzen eingesetzt werden. Dazu zählen unter anderem die paraffinischen
und naphthenischen Öle, (funktionalisierte) Oligomere wie Oligobutadiene, -isoprene,
flüssige Nitrilkautschuke, flüssige Terpenharze, pflanzliche und tierische Öle und
Fette, Phthalate, funktionalisierte Acrylate.
[0021] Im folgenden soll anhand einer Figur sowie mehrerer Beispiele die Erfindung näher
dargelegt, ohne damit diese aber unnötig einschränken zu wollen.
[0022] In der Figur 1 ist eine vorteilhafte Ausführungsform des Verfahrens gezeigt.
Die Düse (1) beschichtet den Haftschmelzklebstoff (11) auf eine Walze (3), die als
Glattwalze oder eine strukturierte Walze ausgeführt sein kann. Neben dem Einsatz der
hier gezeigten Monodüse (1) können auch Schlitzdüsen oder Mehrkanaldüsen mit zum Beispiel
drei oder mehreren Einzelschichten eingesetzt werden.
[0023] Die Walze (3) ist als verchromte Stahlwalze mit einer hochglanzpolierten Oberfläche
ausgeführt, und zwar mit einer Rauhtiefe R
z < +/-1 µm.
[0024] Der Fluidfilm (21) wird vorzugsweise über ein gemäß dem Stand der Technik ausgeführtes
Walzenauftragswerk (2) gleichmäßig über die Beschichtungsbreite an die Walze (3) vordosiert
angetragen. Die mit Fluid (21) beaufschlagte Walze (3) wird mit dem aus der Düse (1)
austretenden Klebstoffilm (11) vorzugsweise berührungsfrei beschichtet. Der Abstand
der Düse (1) zur Walze (3) beträgt 5 mm.
[0025] Der auf die Walze (3) schwimmend aufgelegte Klebstoffilm (11) wird anschließend mit
Hilfe einer Anlegewalze (6) von der Walze (3) abgenommen. Die Anlegewalze (6) ist
mit einem Gummiüberzug versehen und wird mit einem Liniendruck von 150 N/mm an die
Walze (3) angepreßt.
[0026] Als den Haftklebstoffilm abnehmendes Substrat (7) wird ein refeaseaufweisendes Trennpapiere
der Anlegewalze zugeführt und der Klebstoffilm (11) somit auf das Substrat (7) übertragen.
[0027] Zum besseren Verständnis der Erfindung dienen folgende Beispiele:
Beispiel 1
[0028] Mit Hilfe eines Einschneckenextruders (L/D:27) wurde ein Acrylathaftschmelzklebstoff,
wie in der DE 39 42 232 oder der DE 43 13 008 beschrieben, bei einer Temperatur von
90° C mit Hilfe einer Monodüse (Fabrikat Breyer), Arbeitsbreite 350 mm, auf eine Glattwalze
beschichtet. Das Fluid, welches die Glattwalze benetzte, war Wasser. Die Temperatur
der Glattwalze betrug 20 °C.
Es wurde ein Klebstoffilm mit einer Dicke von 20 g/m
2 auf die Glattwalze gelegt und anschließend mit einer Corona vorbehandelten PET-Folie
(12 µm) von der Walze abgenommen. Die Beschichtungsgeschwindigkeit betrug 70 m/min.
Anschließend wurde die nicht abgedeckte Klebstoffseite mit einem Trennpapier kaschiert.
Die auf der nicht abgedeckten Klebstoffseite vorhandene Fluidmenge war so gering,
daß die anschließende Kaschierung mit Trennpapier keinerlei Beschädigung der freien
Klebstoffseite hervorrief.
[0029] Der so hergestellte Verbund wurde ein zweites Mal auf die freie Folienseite beschichtet
und aufgerollt.
Beispiel 2
[0030] Der in Beispiel 1 erwähnte Acrylathaftschmelzklebstoff wurde unter den im Beispiel
1 genannten Bedingungen in einer Schichtdicke von 130 g/m
2 auf eine Glattwalze beschichtet. Das abnehmende Substrat war in diesem Fall ein Silikontrennpapier
mit einem Releasewert von 5 - 25 cN/cm. Das auf der offenen Klebstoffseite vorhandene
Fluid wurde mittels IR-Strahlen kurz vor der Aufrollung getrocknet.
Beispiel 3
[0031] Der in Beispiel 1 erwähnte Acrylathaftschmelzklebstoff wurde unter den in Beispiel
2 genannten Bedingungen in einer Schichtdicke von 50 g/m
2 gegen eine beidseitig releasebeschichtete PETP-Folie mit einem Releasewert von 5
- 9 cN/cm abgenommen und aufgerollt.
Beispiel 4
[0032] Ein Naturkautschukhotmeltklebstoff wurde bei einer Temperatur von 120 °C mit Hilfe
der Düse auf die Glattwalze beschichtet. Als Fluid kam ein Wasser/Alkoholgemisch zum
Einsatz. Die Transferierung erfolgte auf ein gekrepptes Papier, welches mit einer
Imprägnierung, einem Primer und einem Release in einem vorgeschalteten Arbeitsgang
ausgerüstet wurde.
Beispiel 5
[0033] Mit Hilfe einer Mehrkanaldüse wurde ein dreilagiger, beidseitig selbstklebender Produktaufbau
auf eine Glattwalze extrudiert. Als Haftschmelzklebstoff wurde der in Beispiel 1 beschriebene
Typ auf die Ober- und Unterseite eines gummielastischen Mittelschichtträgers mit Hilfe
der Mehrkanaldüse extrudiert. Dieser selbstklebende Verbund wurde auf die mit Wasser
belegte Glattwalze aufgelegt und gegen ein Trennpapier mit Trennkräften von 5 - 30
cN/cm transferiert und aufgerollt.
1. Verfahren zur Herstellung einer Beschichtung von lösungsmittelfreien Haftklebesystemen
auf insbesondere releasebeschichtete Substrate, wobei
auf eine rotierende Walze mittels eines Fluidauftragswerks ein Fluidfilm aufgetragen
wird,
auf den Fluidfilm das Haftklebesystem in einer oder mehreren Lagen mittels eines Klebstoffauftragswerks
aufgebracht wird,
an die Walze das Substrat herangeführt wird, so daß das Haftklebesystem von der Walze
auf das Substrat transferiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze eine Stahlwalze, eine verchromte Stahlwalze, eine Gummiwalze oder eine
Silikongummiwalze ist und/oder daß die Walze aus elastischem Material gefertigt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze temperierbar ist bevorzugt in einem Bereich von -10 °C bis 200 °C, ganz
besonders bevorzugt von 2 °C bis 50 °C.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Auflegen des Haftklebesystems auf die Walze mit Hilfe einer Mono- oder Mehrkanaldüse
oder einer Schlitzdüse erfolgt
5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fluidauftragswerk temperierbar ist
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Haftklebefilm vor der Transferierung auf das Substrat vernetzt wird, insbesondere
mittels Elektronenstrahlen, UV-Strahlen oder einer Kombination der beiden und/oder
thermisch.
7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Haftklebesystem eingesetzt werden Acrylat-, Naturkautschuk-, Synthesekautschuk-
oder EVA-Kleber.
8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fluidfilm besteht aus Wasser und/oder destilliertem Wasser, gegebenenfalls mit
Zusätzen wie Alkohol, Benetzungsmitteln und/oder klebstoffrezepturunempfindlichen
Agenzien wie Weichmachern oder flüssigen Alterungsschutzmitteln.
1. Method of producing a coating of solvent-free pressure-sensitive adhesive systems
on substrates, especially release-coated substrates, in which
a fluid film is applied to a rotating roller by means of a fluid applicator,
the pressure-sensitive adhesive system is applied in one or more layers to the fluid
film by means of an adhesive applicator, and
the roller is contacted with the substrate, so that the pressure-sensitive adhesive
system is transferred from the roller to the substrate.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the roller is a steel roller, a chrome-plated steel roller, a rubber roller or a
silicone rubber roller and/or in that the roller is manufactured from elastic material.
3. Method according to Claim 1, characterized in that the roller is temperature-controllable preferably in a range from -10 °C to 200 °C,
with very particular preference from 2 °C to 50 °C.
4. Method according to Claim 1, characterized in that the placement of the pressure-sensitive adhesive system onto the roller takes place
with the aid of a single-manifold or multimanifold die or of a slot die.
5. Method according to Claim 1, characterized in that the fluid applicator unit is temperature-controllable.
6. Method according to Claim 1, characterized in that the pressure-sensitive adhesive film is crosslinked prior to transfer to the substrate,
in particular by means of electron beams, UV rays, or a combination of the two, and/or
thermally.
7. Method according to Claim 1, characterized in that acrylic, natural rubber, synthetic rubber or EVA adhesives are employed as the pressure-sensitive
adhesive system.
8. Method according to Claim 1, characterized in that the fluid film comprises water and/or distilled water, with or without additions
such as alcohol, wetting agents and/or agents insensitive to the adhesive formulation,
such as plasticizers or liquid aging inhibitors.
1. Procédé pour fabriquer un revêtement de systèmes adhésifs sans solvant sur des supports,
en particulier sur des supports recouverts d'un film de libération, un film de fluide
étant appliqué sur un cylindre en rotation au moyen d'un dispositif d'application
de fluide, le système adhésif étant apporté sur le film de fluide en une ou plusieurs
couches au moyen d'un dispositif d'application d'adhésif et le support étant apporté
sur le cylindre de telle façon que le système d'adhésif soit transféré du cylindre
au support.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre est un cylindre en acier, un cylindre en acier chromé, un cylindre en
caoutchouc ou un cylindre en caoutchouc au silicone et/ou en ce que le cylindre est fabriqué en un matériau élastique.
3. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le cylindre peut être maintenu à température contrôlée, de préférence dans une plage
comprise entre -10°C et 200°C et de manière tout particulièrement préférable entre
2°C et 50°C.
4. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dépôt du système adhésif sur le cylindre s'effectue à l'aide d'un ajutage à un
ou plusieurs canaux ou à l'aide d'un ajutage à fente.
5. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la température du dispositif d'application de fluide peut être contrôlée.
6. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'avant d'être transféré sur le support, le film d'adhésif est réticulé, en particulier
au moyen de faisceaux d'électrons, de rayons UV, d'une combinaison des deux et/ou
thermiquement.
7. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que comme système adhésif, on utilise des adhésifs à base d'acrylate, de caoutchouc naturel,
de caoutchouc synthétique ou d'EVA.
8. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le film fluide est constitué d'eau et/ou d'eau distillée, éventuellement avec des
additifs tels que de l'alcool, des agents mouillants et/ou des agents insensibles
à la composition de l'adhésif, par exemple des plastifiants ou des agents liquides
de protection contre le vieillissement.