[0001] Vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackung mit Siegelrändern und geschwächten
Zonen als Aufreisshilfe aus einem folienförmigen, mehrlagigen Verbundmaterial gemäss
dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung der Verpackung,
ferner Mittel zur Herstellung der Verpackung und die Verwendung der Packung.
[0002] Es sind beispielsweise Siegelrandbeutel bekannt, die zum Verpacken von pulverförmigen
oder festen Füllgütern vorgesehen sind. Typische Füllgüter können aus dem Bereich
der Nahrungs- und Genussmittel sein, wie pulverförmiger sofortlöslicher Kaffee oder
Schokladeriegel, Milchspeisen, wie Yoghurt, und dergl. Die Verpackungen müssen das
Füllgut vor mechanischen, chemischen und physikalischen Einflüssen schützen. Deshalb
sind solche Verpackungen in vielen Fällen aus mehrlagigem Verpackungsmaterial gefertigt,
wobei einzelnen Materiallagen oder einer Materiallagenkombination eine spezifische
Schutzfunktion zugeordnet werden kann. Das Verpackungsmaterial muss beispielsweise
reissfest sein. Dies bedingt sehr dehnbare oder verstreckbare Materialien hoher struktureller
Festigkeit. Das Öffnen einer Verpackung aus solchen Materialien gestaltet sich schwierig
und ist ohne Zuhilfenahme einer Schere oder eines Messers nicht zu bewerkstelligen.
Zur Erleichterung des Öffnens ohne ein Werkzeug werden deshalb regelmässig Aufreisshilfen
an der Verpakkung angebracht. Eine Anreisshilfe kann beispielsweise eine Kerbe am
äusseren Rand der Siegelnaht sein. Das Material einer derart ausgerüsteten Verpackung
lässt sich sehr leicht anreissen, beim Weiterreissen durch die Beutelwandung lässt
sich die Reissrichtung nicht mehr kontrollieren und die entstehende Öffnung ist oft
unvollständig oder führt mitten durch eine Seitenwand. Das Anbringen der Anreisshilfe
muss in der Verpackungsmaschine erfolgen. Dies reduziert die Betriebsgeschwindigkeit
der Verpackungsmaschine. In vielen Fällen versucht man die Nachteile dadurch zu beheben,
dass ein Aufreissstreifen zwischen zwei Materiallagen gelegt wird und durch Ziehen
am Aufreissstreifen eine Teilung des Verpakkungsmaterials erreicht wird. Die entstehende
Öffnung ist klar definiert, jedoch ist die Herstellung dieser Aufreisshilfe aufwendig
und führt zu unflexiblen Fabrikationsprozessen.
[0003] Die FR-A-2 717 449 offenbart eine Verpackung gemäss dem Oberbegriff von Anspruch
1 (vgl. Anspruch 1; Seite 5, Zeile 15 bis Seite 6, Zeile 8; Seite 8, Zeilen 15 bis
32; Seite 10, Zeile 33 bis Seite 11, Zeile 9; Fig. 1 bis 3). Dabei sind die geschwächten
Zonen in Form von Mikroporen ausgebildet.
[0004] Die EP-A-0 521 618 beschreibt eine Beutelverpackung mit geschwächten Zonen als Aufreisshilfe
in wenigstens einer Materiallage ausserhalb des Füllraumes in Form von nicht näher
definierten Diskontinuitäten (vgl. Spalte 3, Zeilen 41 bis 55; Fig. 2 und 3).
[0005] Aufgabe vorliegender Erfindung ist es eine Verpackung vorzuschlagen, welche die Füllgüter
bestmöglich schützt und sich trotzdem leicht öffnen lässt, dabei aber auf einfachem
Wege herstellen lässt und bei möglichst grossen Freiheiten bezüglich der Verpackungsgestaltung
den Maschineneinsatz minimiert.
[0006] Erfindungsgemäss wird dies durch eine Verpackung gelöst, welche die Merkmale von
Anspruch 1 aufweist.
[0007] Beispiele von Verpackungen nach vorliegender Erfindung sind Beutel, wie Flachbeutel,
Siegelrandbeutel, Raumbeutel, standfähige Raumbeutel oder Schlauchbeutel oder Säcke,
wie geschweisste Flach- oder Faltensäcke. Entsprechend können die Verpackungen an
wenigstens einem Seitenrand eine Verschlussnaht, z.B. eine Siegelnaht, wie eine Heiss-
oder Kaltsiegelnaht, Schweissnaht oder Klebenaht, aufweisen. Je nach Art und Weise
der Herstellung können Flachbeutel beispielsweise drei oder vier Siegelnähte entsprechend
an drei oder vier Seitenkanten aufweisen, ein Schlauchbeutel kann eine obere und eine
untere Quernaht oder kann eine obere und eine untere Quernaht und eine Rumpfnaht,
wie eine überlappende oder gefalzte Rumpfnaht, aufweisen.
[0008] Die geschwächten Zonen an einer erfindungsgemässen Verpackung liegen bevorzugt im
Bereich der Siegelränder und/oder in Bereichen in denen durch Falten und/oder Siegeln
das Verbundmaterial zwei oder mehrfach übereinanderliegt. Die geschwächten Zonen können
sich beispielsweise von einer äusseren Begrenzung eines Siegelrandes durch diesen
hindurch bis über den Füllraum einer Verpackung erstrecken. Eine oder mehrere der
geschwächten Zonen können sich beispielsweise auch von einer äusseren Begrenzung einer
Verpackung über den Füllraum einer Verpackung erstrecken. Eine oder mehrere der geschwächten
Zonen können sich beispielsweise auch nur über den Füllraum einer Verpakkung erstrecken.
Mehrere geschwächte Zonen befinden sich vorteilhaft auf einer im wesentlichen geraden
Linie. Geschwächte Zonen befinden sich vorteilhaft im Bereich eines Randabschlusses
oder Siegelrandabschlusses einer Verpackung. Der Bereich kann sich beispielsweise,
von einem Randabschluss oder Siegelrandabschluss gemessen, bis zu 50 mm, zweckmässig
bis zu 20 mm, über den Füllraum erstrecken. Der Bereich kann sich auch parallel in
einem Abstand von 2 bis 20 mm zu einem Randabschluss oder Siegelrandabschluss, über
dem Füllraum, in einer Breite von beispielsweise 5 bis 50 mm, zweckmässig 5 bis 20
mm, erstrecken.
[0009] Das folienförmige Verbundmaterial ist mehrlagig, beispielsweise zwei-, drei-, vier-
usw. lagig. Die einzelnen Materiallagen können Lackauftrage, Folien aus Metallen,
metallisierte Schichten oder Folien aus Kunststoffen, insbesondere thermoplastischen
Kunststoffen oder Verbunde aus Metallfolien und Kunststofffolien sein. Eine oder mehrere
Materiallagen können extrudierte und insbesondere schmelzextrudierte, Schichten oder
Filme aus thermoplastischen Kunststoffen, fallweise im Verbund mit Folien aus Metallen
oder Kunststoffen darstellen. Wenigstens eine Materiallage kann ein Lackauftrag, wie
ein Klarlack, eine Farblakkierung, eine Hotmeltbeschichtung usw. sein. Wenigstens
eine Materiallage kann eine metallisierte Schicht oder eine aus dem Vakuum abgeschiedene
keramische Dünnschicht sein. Zwischen den einzelnen Schichten können sich Klebstoffe,
Extrusionsklebstoff, Haftvermittler und/oder Primer befinden. Zur Erhöhung der Haftung
der Schichten untereinander können die Oberflächen der Folien, Schichten resp. Materiallagen,
beispielsweise eine Corona-, Flamm-, Ozon- oder Plasmabehandlung erfahren.
[0010] Die Materiallagen aus thermoplastischen Kunststoffen können transparent, durchscheinend
oder opak sein. Beispielsweise die an einer Verpackung aussenliegende Materiallage,
Folie oder Schicht kann eine Bedruckung aufweisen. Im Falle einer transparenten oder
durchscheinenden aussenliegenden Materiallage, Folie oder Schicht kann ein Konterdruck
oder eine aussenliegende Bedruckung und ein Konterdruck angebracht sein.
[0011] Als Folien aus Metall kommen beispielsweise Stahlfolien und vorzugsweise Aluminiumfolien
zur Anwendung. Die Dicke der Folien kann beispielsweise von 5 bis 100 µm, vorzugsweise
von 8 bis 30 µm betragen.
[0012] Geeignete Folien aus Kunststoffen sind zweckmässig aus thermoplastischen Kunststoffen,
wie Polyestern, Polyolefinen, wie Polypropylenen oder Polyethylenen, Polyamiden, Polyvinylchlorid,
Polycarbonat usw. oder aus cellulosehaltigen Materialien, wie Cellophan.Die Folien
aus Kunststoff können als Monofolien oder Folienverbunde vorliegen. Die Dicke der
Folien aus Kunststoffen kann beipielsweise von 8 bis 100 µm, vorzugsweise von 12 bis
30 µm und insbesondere 12 bis 23 µm, betragen.
[0013] Extrudierte oder schmelzextrudierte Schichten können beispielsweise aus Polyolefinen,
wie Polypropylenen oder Polyethylenen sein. Die Dicke der Extrudate kann beipielsweise
von 8 bis 100 µm, vorzugsweise von 12 bis 30 µm und insbesondere 12 bis 23 µm, betragen.
[0014] Die an einer Verpackung nach innen weisende Seite des Verbundmaterials ist vorteilhaft
siegelbar. Fallweise kann auch die nach aussen weisende Seite des Verbundmaterials
siegelbar sein.
[0015] Beispiele für einen mehrlagigen Verbund sind Verbunde enthaltend eine erste Materiallage
und eine zweite Materiallage. Die erste Materiallage kann eine Folie, wie eine Mono-
oder Verbundfolie, aus thermoplastischen Kunststoffen, wie Polyestern, Polyolefinen,
wie Polypropylenen oder Polyethylenen, Polyamiden, Polyvinylchlorid, Polycarbonat
usw. oder aus cellulosehaltigen Materialien, wie Cellophan oder Papieren, sein. Die
Folie kann auf der an der fertigen Verpackung nach aussen weisenden Seite bedruckt
und/oder konterbedruckt sein. Die zweite Materiallage kann beispielsweise eine Metallfolie
oder eine Metallfolie mit einer auf an der fertigen Verpackung nach innen weisenden
Seite angebrachten Siegelschicht oder siegelbaren Folie sein. Die zweite Materiallage
kann in anderer Ausführungsform eine siegelbare Folie aus thermoplastischem Kunststoff
oder eine Extrusionschicht aus einem thermoplastischen Kunststoff, die vorzugsweise
siegelbar ist, sein. Gegebenenfalls können als zweite Materiallage auch Papiere, z.B:
beschichtete Papiere, eingesetzt werden. Gegebenenfalls können als zweite Materiallage
auch Lackschichten oder Lackauftrage eingesetzt werden. Die Lacke können klar, opak
und farblos oder farbig sein. Entsprechend dem zu verpackenden Gut kann das Verbundmaterial
Barriereeigenschaften gegen den Durchtritt von Flüssigkeiten, Gasen, Dämpfen, Wasserdampf,
Aromen oder Geruchsstoffen usw. aufweisen. Zur Erzielung von Barriereeigenschaften
können Metallfolien, metallisierte Schichten, z.B. aus Aluminium, keramische Dünnschichten,
z.B. aus Siliciumoxiden und/oder Aluminiumoxid, die durch Sputtern oder durch Abscheidung
aus dem Vakuum aufgetragen werden, oder Kunststofffolien z.B. aus Materialien der
Reihe der Styrol-Copolymere, des Ethyl-Vinyl-Alkohol-Polymere oder des Polyvinylidenchlorids
angewendet werden. Beispiele von siegelbaren Materialien für die Folien oder Extrudate
sind Polyolefine, wie Polyethylene, Polypropylene oder Co- und Terpolymere des Ethylens
mit Acrylsäure. Die Siegelfähigkeit des Verbundmaterials kann auch durch einen Auftrag
eines Siegellackes erreicht werden.
[0016] Aus den genannten Materiallagen können beispielhaft folgende Verbundmaterialien gefertigt
werden, wobei die Materiallagen fallweise mittels Klebstoffen, Haftvermittlern und/der
Primern untereinander verbunden werden oder die zweite Materiallage durch Extrusion,
wie Schmelzextrusion, auf die erste Materiallage aufgebracht wird:
a) Erste Materiallage aus
a1) gegebenenfalls einer Bedruckung;
a2) Folie aus Polyestern, Polyolefinen, wie Polypropylenen oder Polyethylenen, Polyamiden,
Polyvinylchlorid, Polycarbonat usw.;
a3) gegebenenfalls einem Konterdruck;
b) verbunden mittels eines Haftvermittlers, Klebstoffschicht oder Extrusionsschicht
mit der
c) zweiten Materiallage aus
c1) Metallfolie,
c2) Haftvermittler, Klebstoffschicht,
c3) Siegelfolie oder siegelbare Extrusionsschicht oder Siegellack;
oder, in weiterer Ausführungsform, eine
a) erste Materiallage aus
a1) gegebenenfalls einer Bedruckung
a2) Folie aus Polyestern, Polyolefinen, wie Polypropylenen oder Polyethylenen, Polyamiden,
Polyvinylchlorid, Polycarbonat usw.
a3) gegebenenfalls ein Konterdruck
b) verbunden mittels eines Haftvermittlers, Klebstoffschicht oder Extrusionsschicht
mit der
c) zweiten Materiallage aus einer Siegelfolie oder siegelbaren Extrusionsschicht.
[0017] Weitere Ausführungsformen sind, eine
a) erste Materiallage aus
a1) gegebenenfalls einer Bedruckung auf
a2) einem Papier,
b) verbunden mittels eines Haftvermittlers, Klebstoffschicht oder Extrusionsschicht
mit der
c) zweiten Materiallage aus einer Polyolefinschicht und dabei insbesondere einer Polypropylenschicht,
z.B. in einer Dicke bis zu 100 µm, vorzugsweise von 50 bis 80 µm;
oder
a) erste Materiallage aus
a1) gegebenenfalls einer Bedruckung
a2) Folie aus Polyestern, wie Polyethylenterephthalat,
a3) gegebenenfalls ein Konterdruck
b) verbunden, fallweise mittels eines Haftvermittlers, Klebstoffschicht oder Extrusionsschicht,
mit
c) einer Metallfolie oder aufgetragen eine metallisierte Schicht, und
d) verbunden mittels eines Haftvermittlers, Klebstoffschicht oder Extrusionsschicht
mit der
e) zweiten Materiallage aus einer Folie aus Polyolefinen, wie Polyethylenen;
oder
a) eine erste Materiallage aus
a1) gegebenenfalls einer Bedruckung
a2) Folie aus Polyestern, Polyolefinen, wie Polypropylenen oder Polyethylenen, Polyamiden,
Polyvinylchlorid, Polycarbonat usw.
a3) gegebenenfalls ein Konterdruck und
b) eine zweite Materiallage aus einer Lackschicht oder siegelbaren Extrusionsschicht.
[0018] In letzterem Falle kann der Konterdruck a
3) gleichzeitig die zweite Materiallage darstellen.
[0019] Das Verbundmaterial weist geschwächte Zonen in wenigstens einer Materiallage des
Verbundmaterials auf. Vorzugsweise sind die geschwächten Zonen an der ersten Materiallage
des Verbundmaterials vorgesehen. Es ist auch möglich, die geschwächten Zonen an der
zweiten Materiallage oder an der ersten und der zweiten Materiallage des Verbundmaterials
vorzusehen. In letzterem Fall ist es vorteilhaft, dass die geschwächten Zonen der
ersten Materiallage und der zweiten Materiallage am Verbundmaterial nicht übereinander,
sondern versetzt zueinander, angeordnet sind. Geschwächte Zonen sind erfindungsgemäss
Schnittfolgen oder eine Vielzahl von Einzelschnitten in paralleler Anordnung. Die
Schnittrichtung verläuft dabei in Reissrichtung. Beispielsweise können die Abstände
der Schnitte 0,1 bis 1mm, die Länge der Schnitte 1 bis 50 mm und die Anzahl der Schnitte
je geschwächte Zone kann 2 bis 50 betragen. Die geschwächten Zonen können sich nur
über dem Füllraum einer Verpackung befinden oder können sich über dem Füllraum befinden
und sich bis innerhalb einer gesiegelten Rand- oder Seitennaht erstrecken. Die Materiallage
oder Materiallagen mit den geschwächten Zonen stellt an einer Verpackung vorteilhaft
eine aussenliegende oder nach aussen weisende Schicht des Verbundmaterials dar.
[0020] Vorliegende Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Anbringen der geschwächten
Zonen am Verbundmaterial gemäss dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 7. Das Verbundmaterial
wird hergestellt durch die Beistellung der ersten Materiallage, fallweise dem ein-
oder beidseitigen Bedrucken der ersten Materiallage und gleichzeitigem Anbringen der
geschwächten Zonen im Register. Geeignete Druckverfahren sind beispielsweise Buch-,
Offset-, Flexo-, Sieb- und Kupfertiefdruck. Im Bereich der Druckmaschine, vor, zwischen
zwei Farbaufträgen oder nach dem Druckfarbenauftrag kann die erste Materiallage geschwächt
werden. Die geschwächten Zonen können durch Anbringen von Schwächungen oder Durchtrennungen
erzeugt werden. Dies kann mechanisch, beispielsweise durch Messer, wie oszillierende
Messer, an einem Zylinder angebrachte rotierende Messer, Stanzmesser oder Nadeln usw.
erfolgen. Andere Vorrichtungen zum Anbringen der geschwächten Zonen sind energiereiche
Strahlungen, wie Laserstrahlen oder Elektronenstrahlen. Solche Verfahren führen in
der Regel zu Mikroperforationen. Die Schwächungen werden im Register, d.h. synchron,
mit der Bedruckung, an der ersten Materiallage angebracht. Dies ermöglicht eine genaue
Ausrichtung der Schwächung, gleichzeitig mit der genauen Ausrichtung der Bedruckung
auf dem Verpackungsmaterial. Es ist auch möglich, die Schwächung zu Beginn oder im
Laufe des Druckfarbenauftrages oder vor einem allenfalls vorgesehenen Lack- oder Schutzlackauftrag
durchzuführen. Die Schwächung wird dann durch die Druckfarben und/oder den Lack oder
Schutzlack überdeckt. Damit wird u.a. eine Barrierewirkung gegen einen Stoffaustausch
von Feuchtigkeit, Gasen etc. beispielsweise durch die Öffungen einer Perforation oder
eines Schnittes erreicht. Gleichzeitig kann die geschwächte Zone bezüglich der Reissfestigkeit
stabilisiert werden, ohne das gewollte Aufreissen zu erschweren. Vorzugsweise werden
die Druck- und Schwächungsverfahren an Endlos- oder Rollenware kontinuierlich durchgeführt,
die Behandlung von Blättern oder Bogen ist ebenfalls möglich.
[0021] Nach den beschriebenen Verfahrensschritten wird die erste Materiallage und die bereitgestellte
zweite Materiallage, vorzugsweise kontinuierlich, zusammengeführt und miteinander
verbunden. Die erste Materiallage und die zweite Materiallage als Endlosware können
beispielsweise durch Kaschieren oder durch Verkleben der beiden Materiallagen mittels
eines Extrusionskaschieres oder eines Klebstoffes trennfest miteinander verbunden
werden. Es können beispielsweise Lackkaschierklebstoffe, Haftungsvermittler und/oder
Primer verwendet werden. Beispiele sind auch Wachse, wässrige Leime, Kunststoffdispersionen
und Hochdruckpolyethylen-Schichten als Klebemittel.
[0022] Auf die erste Materiallage kann die zweite Materiallage auch durch Beschichten oder
durch Extrusion, wobei unter Druck und Hitze ein thermoplastischer Kunststoff, beispielsweise
Hochdruckpolyethylen, aufgeschmolzen und als dünner Film auf die eine Oberfläche der
ersten Materiallage aufgepresst wird, aufgebracht werden. Ist die zweite Materiallage
ein Lackauftrag, so können die Lacke als zweite Materiallage in Mengen von beispielsweise
0,5 bis 50 g/m
2, vorzugsweise von 1,0 bis 25 g/m
2, durch z.B. Giessen, Sprühen, Rakeln, Glatt-Walzenauftrag usw. auf die bereits mit
geschwächten Zonen versehene erste Materiallage aufgebracht werden. Die Lacke können
auf Lösemittelbasis sein und durch Abdampfen des Lösemittels getrocknet oder gehärtet
werden oder die Lacke können durch energiereiche Strahlung härtbar sein. Als Lacke
können z.B. solche auf Acrylat- oder Methacrylatbasis, oder Lacke aus der Reihe enthaltend
Polyester, Epoxide, Zellulosenitrate, Polyvinylchloride, Polyvinylbutyrale oder Mischungen
davon, eingesetzt werden.
[0023] Das derart hergestellte Verbundmaterial kann, beispielsweise in Endlos- oder Rollenform,
in eine Verpackungsmaschine eingeführt und zur Verpackung von Füllgütern eingesetzt
werden. Bedingt durch das erfindungsgemässe Herstellungsverfahren liegen die Bedruckung
und die geschwächten Zonen am Verbundmaterial in unveränderlicher Position zueinander.
Qualitativ hochstehende Verpackungseinheiten zeichnen sich dadurch aus, dass die Bedrukkung
immer in Übereinstimmung mit der Verpackungsgrösse und gegenüber dem Füllgut immer
gleich positioniert ist. Damit sind bei Verwendung vorliegenden Verbundmaterials die
geschwächten Zonen in Übereinstimmung mit der Bedruckung immer an gleicher Stelle
bei jeder Verpackungseinheit. Typische Verpackungseinheiten sind in der Draufsicht
beispielsweise polygonal und insbesondere rechteckig. Im Querschnitt können die Verpakkungseinheiten
rund oder polygonal und dabei insbesondere rechteckig sein. Die geschwächten Zonen
befinden sich beispielsweise im Bereich der Seitenkanten und bei länglichen Verpackungseinheiten
im Bereich eines der beiden Längsenden. Auf den Querschnitt der Verpackungseinheit
bezogen, befinden sich die geschwächten Zonen zweckmässig an einer oder an beiden
Seitenkanten. Sind an einer Verpackungseinheit Stellen an denen das Verpackungsmaterial
durch Falten oder Verkleben in mehreren Materiallagen übereinander liegt, so befindet
sich vorzugsweise in jenem Bereich wenigstens an einer Materiallage eine geschwächte
Zone. Bei Verpackungseinheiten mit einer Rumpfnaht kann sich wenigstens eine geschwächte
Zone im Bereich dieser Rumpfnaht befinden. An Verpackungseinheiten mit Rumpfnaht können
sich beispielsweise mehrere geschwächte Zonen auf einer Linie im Bereich eines der
beiden Längsenden an einer oder an beiden Seitenkanten und im Bereich der Rumpfnaht
befinden.
[0024] Die Figuren 1 bis 8 zeigen beispielhaft verschiedene Aspekte vorliegender Erfindung.
[0025] Die Figur 1 stellt schematisch die Erzeugung und gleichzeitiges das Abfüllen des
Füllgutes in einen Schlauchbeutel mit einer gefalzten Rumpfnaht dar.
[0026] Die Figur 2 zeigt die Draufsicht auf ein Beispiel einer Verpackungseinheit aus einem
Verbundmaterial nach vorliegender Erfindung sowie darunter gezeichnet ein Schnitt
durch die Verpackung entlang der Linie A - A.
[0027] Die Figur 3 zeigt die Draufsicht auf ein weiteres Beispiel einer Verpackungseinheit
aus einem Verbundmaterial nach vorliegender Erfindung sowie darunter gezeichnet ein
Schnitt durch die Verpackung entlang der Linie B - B.
[0028] Die Figur 4 zeigt die Draufsicht auf ein weiteres Beispiel einer Verpackungseinheit
aus einem Verbundmaterial nach vorliegender Erfindung sowie darunter gezeichnet ein
Schnitt durch die Verpackung entlang der Linie C - C.
[0029] Die Figur 5 zeigt einen schematischen Schnitt durch eine Variante des Verbundmaterials
nach vorliegender Erfindung.
[0030] Die Figur 6 zeigt einen schematischen Schnitt durch eine weitere Variante des Verbundmaterials
nach vorliegender Erfindung.
[0031] Die Figur 7 zeigt einen schematischen Schnitt durch eine weitere Variante des Verbundmaterials
nach vorliegender Erfindung.
[0032] Die Figur 8 zeigt einen schematischen Schnitt durch eine weitere Variante des Verbundmaterials
nach vorliegender Erfindung.
[0033] In Figur 1 ist ein Vorrat an Verbundmaterial 10 in Rollen- oder Endlosform gezeigt,
das in Pfeilrichtung 11 geführt wird. Nicht gezeigte Vorrichtungsteile einer Verpackungsmaschine
falten und schweissen kontinuierlich die gefalzte längslaufende Rumpfnaht 12 und die
Quernaht 13. Ebenfalls in Pfeilrichtung 11 und an der durch den Pfeil angedeuteten
Stelle wird das Füllgut, beispielsweise ein Schokoladeriegel, eingeschoben. Taktweise
werden die Quernähte 13 gelegt, wobei sich die Verpackungseinheiten 14 bilden. Mittels
Schnitt 15 werden die Verpackungseinheiten 16 vereinzelt. Die Verpackungseinheit 16
weist an ihren beiden Enden je eine Quernaht 17 und die gefalzte längslaufende Rumpfnaht
19 auf.
[0034] In Figur 2 ist eine Verpackungseinheit 16 gezeigt, mit den Quernähten 17 und der
längslaufenden gefalzten Rumpfnaht 19. Parallel zur einen Quernaht 17 über dem Füllbereich
21 sind mehrere geschwächte Zonen 20 angeordnet. Ein Querschnitt durch eine Verpackungseinheit
16 entlang der Linie A - A lässt die gefalzte Rumpfnaht 19 erkennen. Die geschwächten
Zonen 20 liegen an den Seitenkanten und an den Stellen, hier der Rumpfnaht 19, an
denen das Verbundmaterial 22 durch Falten und Verkleben in mehreren Materiallagen
übereinander liegt. Das Verbundmaterial 22 umschliesst den Füllraum 28.
[0035] In Figur 3 ist eine Verpackungseinheit 16a gezeigt, mit den Quernähten 17a und der
längslaufenden überlappenden Rumpfnaht 23. Parallel zur einen Quernaht 17a über dem
Füllbereich 21a sind mehrere geschwächte Zonen 20a angeordnet. Ein Querschnitt durch
eine Verpackungseinheit 16a entlang der Linie B - B lässt die überlappende Rumpfnaht
19a erkennen. Die geschwächten Zonen 20a liegen an den Seitenkanten und an den Stellen,
hier der überlappenden Rumpfnaht 23, an denen das Verbundmaterial 22a durch Verkleben
in zwei Materiallagen übereinander liegt. Das Verbundmaterial 22a umschliesst den
Füllraum 28a.
[0036] In Figur 4 ist eine Verpackungseinheit 16b gezeigt, mit den Quernähten 17b. Die eine
Quernaht 17b ist einseitig in Beutelrichtung verlängert. In dieser Verlängerung der
Quernaht 17 ist eine Anreisshilfe 27 und eine Perforation 26, welche im wesentlichen
durch die ganze Dicke der Quernaht 17b hindurch reicht, angebracht. Die Verpackungseinheit
16b wird geformt durch eine C-förmige Ausrichtung des Verbundmaterials 22b und Siegeln
der Kanten an einen eingelegten Streifen 25 aus einem siegelbaren Verbund, beispielsweise
des Aufbaues Polyethylen/Klebstoff/Polyester/Klebstoff/Polyethylen. Durch Siegeln
der Seitenkanten des Verbundmaterials an den Streifen 25 wird die längslaufende Rumpfnaht
24 gebildet. Parallel zur einen Quernaht 17b, im wesentlichen über dem Füllbereich
21a sind zwei geschwächte Zonen 20b angeordnet. Beispielsweise können die geschwächten
Zonen eine Schnittfolge sein, wobei die Schnittrichtung in Reissrichtung läuft. In
vorliegendem Beispiel stellt die Scnittfolge die Verlängerung der Perforation 26 dar.
Soll die Verpackungseinheit 16b geöffnet werden, kann über die Kerbe 27, im gesiegelten
Bereich der Quernaht 17b, die Verpackung angerissen werden. Das Verpackungsmaterial
wird durch die Perforation 26 weiterreissen. Die Perforation 26 endet noch im gesiegelten
Bereich 17b. Durch die geschwächte Zone 20 über dem Füllbereich erfolgt jedoch ein
leichtes weiterreissen entlang wenigstes eines Schnittes der Schnittfolgen, welche
die geschwächten Zonen 20 bilden. Ein Querschnitt durch eine Verpackungseinheit 16b
entlang der Linie C - C lässt die längslaufende Rumpfnaht 24 erkennen. Die geschwächten
Zonen 20b liegen an einer der Seitenkanten und an der Stelle, an der das Verbundmaterial
22b und der Streifen 25 in zwei Materiallagen übereinander liegt. Das Verbundmaterial
22b umschliesst den Füllraum 28b.
[0037] Die Figur 5 zeigt einen Schnitt durch den Aufbau des folienförmigen Verbundmaterials
für die erfindungsgemässen Verpackungen, enthaltend die erste Materiallage aus einer
Folie aus thermoplastischem Kunststoff 32, die einen Druck 34 und einen Konterdruck
35 trägt und eine geschwächte Zone 20 aufweist. Die zweite Materiallage aus einer
Aluminiumfolie 30, einer Klebstoffschicht 37 und einer Siegelschicht 36 ist über die
Klebstoffschicht oder Extrusionsschicht 31 mit der ersten Materiallage verbunden.
[0038] Die Figur 6 zeigt einen Schnitt durch den Aufbau des folienförmigen Verbundmaterials
für die erfindungsgemässen Verpackungen, enthaltend die erste Materiallage aus einer
Folie aus thermoplastischem Kunststoff 32, die einen Druck 34 und einen Konterdruck
35 trägt und eine geschwächte Zone 20 aufweist. Die zweite Materiallage aus einer
Aluminiumfolie 30, und einer aufextrudierten Siegelschicht 36a ist über die Klebstoffschicht
oder Extrusionsschicht 31 mit der ersten Materiallage verbunden.
[0039] Die Figur 7 zeigt einen Schnitt durch den Aufbau des folienförmigen Verbundmaterials
für die erfindungsgemässen Verpackungen, enthaltend die erste Materiallage aus einer
Folie aus thermoplastischem Kunststoff 32, die einen Druck 34 und einen Konterdruck
35 trägt und eine geschwächte Zone 20 aufweist. Die zweite Materiallage aus einer
Siegelschicht 36b ist über die Klebstoffschicht 31b mit der ersten Materiallage verbunden.
[0040] Die Figur 8 zeigt einen Schnitt durch den Aufbau des folienförmigen Verbundmaterials
für die erfindungsgemässen Verpackungen, enthaltend die erste Materiallage aus einer
Folie aus thermoplastischem Kunststoff 32, die einen Druck 34 und einen Konterdruck
35 trägt und eine geschwächte Zone 20 aufweist. Die zweite Materiallage ist eine auf
die erste Materiallage aufextrudierte Schicht 33 aus einem thermoplastischen Kunststoff
mit Siegeleigenschaften.
[0041] Vorliegende Verpackungen eignen sich beispielsweise zur Aufnahme von flüssigen, pulverigen,
granulierten, festen oder pastösen Füllgütern. Flüssige Füllgüter reichen von Getränken,
Säften, usw. bis zu Reinigern und dergl. Typische Beispiele von Füllgütern sind pulverförmige
und granulierte Nahrungs- und Genussmittel, wie Fertigsuppen, sofortlöslicher Kaffee,
Kaffeepulver, Puddingpulver, Gewürze, usw. Die festen Füllgüter z.B. können in Block-,
Tafel- oder Stangenform vorliegen. Es sind als Beispiele zu nennen Schokladeriegel
und Müsliriegel. Darüber hinaus können die Verpackungen auch für pastöse Nahrungsmittel,
wie Yoghurt und andere Milchspeisen, und andere pastöse Stoffe, beispielsweise aus
dem Bereich der Körperpflege und Kosmetika, wie Shampoos oder Lotions oder zur Aufnahme
von Lippenstiften, Ohrreinigern, Seifen usw. eingesetzt werden. Schliesslich können
die erfindungsgemässen Verpackungen auch medizinische Geräte oder Applikatoren und
technische Artikel aufnehmen.
1. Verpackung (16) aus einem folienförmigen, mehrlagigen Verbundmaterial (22) mit Siegelrändern
(17) und geschwächten Zonen (20) als Aufreisshilfe, wobei wenigstens eine Materiallage
des Verbundmaterials (22) geschwächte Zonen (20) und wenigstens eine Materiallage
des Verbundmaterials (22) keine geschwächten Zonen aufweist, und die geschwächten
Zonen (20) an der Verpackung (16) zumindest teilweise im Bereich des Füllraumes (21)
liegen,
dadurch gekenzeichnet, dass
die geschwächten Zonen (20) Schnittfolgen oder eine Vielzahl von Einzelschnitten in
paralleler Anordnung sind, und die Schnittrichtung der Einzelschnitte oder Schnittfolgen
in der vorgesehenen Reissrichtung verlaufen.
2. Verpackung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die geschwächten Zonen (20) an der Verpackung (16) auf einer Linie liegen und vorzugsweise
auf einer Linie im Bereich einer Randbegrenzung oder Siegelrandbegrenzung liegen.
3. Verpackung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die geschwächten Zonen (20) an der Verpackung (16) im Bereich einer Randbegrenzung
oder Siegelrandbegrenzung und/oder im Bereich von durch Siegeln und/oder Falten zwei
oder mehrfach übereinanderliegenden Verbundmaterials liegen.
4. Verpackung gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackung (16) längslaufende Randbegrenzungen oder Siegelrandbegrenzungen und
querlaufende Randbegrenzungen oder Siegelrandbegrenzungen aufweist und die geschwächten
Zonen (20) im Bereich einer querlaufenden Randbegrenzung (17) oder Siegelrandbegrenzung
und parallel zu dieser querlaufenden Randbegrenzung (17) oder Siegelrandbegrenzung
angeordnet sind.
5. Folienförmiges, mehrlagiges Verbundmaterial (22) zur Herstellung einer Verpackung
(16) gemäss Anspruch 1, wobei wenigstens eine Materiallage (33) des Verbundmaterials
(22) keine geschwächte Zonen und wenigstens eine Materiallage (34) des Verbundmaterials
(22) geschwächten Zonen (20) aufweist,
dadurch gekenzeichnet, dass
die geschwächten Zonen (20) Schnittfolgen oder eine Vielzahl von Einzelschnitten in
paralleler Anordnung sind, und die Schnittrichtung der Einzelschnitte oder Schnittfolgen
in der vorgesehenen Reissrichtung verlaufen.
6. Folienförmiges, mehrlagiges Verbundmaterial (22) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die geschwächten Zonen (20) an der aus dem Verbundmaterial (22) hergestellten Verpackung
(16) im Bereich der Siegelränder und/oder im Bereich von durch Siegeln oder Falten
zwei oder mehrfach übereinanderliegenden Verbundmaterials (22) liegen.
7. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (16) mit Siegelrändern (17) und geschwächten
Zonen als Aufreisshilfe aus einem folienförmigen, mehrlagigen Verbundmaterial gemäss
Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
die geschwächten Zonen (20) Schnittfolgen oder eine Vielzahl von Einzelschnitten in
paralleler Anordnung sind und die Schnittrichtung der Einzelschnitte oder Schnittfolgen
in der vorgesehenen Reissrichtung laufen und wenigstens eine Materiallage des Verbundmaterials
geschwächte Zonen (20) aufweist und wenigstens eine Materiallage des Verbundmaterials
keine geschwächten Zonen aufweist und die geschwächten Zonen (20) an der Verpackung
(16) zumindest teilweise im Bereich des Füllraumes (21) liegen und zur Erzeugung des
folienförmigen Verbundmaterials wenigstens eine erste Materiallage bedruckt und zur
Erzielung geschwächter Zonen (20) an der ersten Materiallage Schwächungen angebracht
werden und die Schwächungen im Register und synchron mit der Bedruckung an der ersten
Materiallage angebracht werden, so dass die genaue Ausrichtung der Schwächung gleichzeitig
mit der genauen Ausrichtung der Bedruckung auf dem Verpackungsmaterial erfolgt, und
an der ersten Materiallage wenigstens eine zweite Materiallage, die keine geschwächten
Zonen aufweist, angebracht wird, und das entstandene Verbundmaterial zu Verpackungen
verarbeitet wird.
8. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (16) mit einer Aufreisshilfe und mit Siegelrändern
(17) aus einem folienförmigen Verbundmaterial (22) gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des folienförmigen Verbundmaterials (22) wenigstens eine erste Materiallage
(32) bedruckt und zur Erzielung geschwächter Zonen (20) vor dem Druckfarbenauftrag
(34), zwischen zwei Druckfarbenaufträgen oder nach dem Druckfarbenauftrag (34) an
der ersten Materiallage (32) die Schwächungen (20) angebracht werden.
9. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (16) mit einer Aufreisshilfe und mit Siegelrändern
(17) aus einem folienförmigen Verbundmaterial (22) gemäss Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine erste Materiallage (32) enthaltend geschwächte Zonen (20), mit wenigstens
einer zweiten Materiallage (30, 36), die keine geschwächten Zonen aufweist, durch
gegenseitiges Verkleben zum Verbundmaterial (22) verbunden wird oder dass auf wenigstens
eine erste Materiallage (32) die zweite Materiallage (33), die keine geschwächten
Zonen aufweist, durch Extrusionsbeschichtung aufgetragen wird oder dass die zweite
Materiallage, die keine geschwächten Zonen aufweist, als Lackierung oder Lackschicht
aufgetragen wird.
10. Verfahren zur Herstellung einer Verpackung (16) mit einer Aufreisshilfe und mit Siegelrändern
aus einem folienförmigen Verbundmaterial (22) gemäss Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzeugung des folienförmigen Verbundmaterials (22) wenigstens in eine erste Materiallage
(32) zur Erzielung geschwächter Zonen (20) mechanisch, vorzugsweise durch Messer,
Stanzmesser oder durch energiereiche Strahlungen, vorzugsweise Laserstrahlen oder
Elektronenstrahlen, Schnitte erzeugt werden.
11. Verwendung der Verpackungen (16) mit einer Aufreisshilfe und mit Siegelrändern (17)
aus einem folienförmigen Verbundmaterial (22) nach Anspruch 1 zur Aufnahme von flüssigen,
pastösen, pulverigen, granulierten oder festen Füllgütern.
1. Package (16) made from a multi-layer film composite material (22) with sealed edges
(17) and weakened zones (20) serving as a tearing aid, at least one layer of the composite
material (22) having weakened zones (20), at least one layer of the composite material
(22) having no weakened zones and the weakened zones (20) on the package (16) being
situated at least partially in the region of the filling space (21), characterised in that the weakened zones (20) are series of cuts or a plurality of individual cuts arranged
in parallel and the individual cuts or series of cuts extend in the intended tearing
direction.
2. Package according to claim 1, characterised in that the weakened zones (20) on the package (16) are situated in a line and preferably
in a line in the region of the end of an edge or sealed edge.
3. Package according to claim 1, characterised in that the weakened zones (20) on the package (16) are situated in the region of the end
of an edge or sealed edge and/or in the region of composite material forming two or
more superimposed layers as a result of sealing and/or folding.
4. Package according to claim 1, characterised in that the package (16) has longitudinally extending edge ends or sealed-edge ends and transversely
extending edge ends or sealed-edge ends and the weakened zones (20) are arranged in
the region of a transversely extending edge end (17) or sealed-edge end parallel to
this transversely extending edge end (17) or sealed-edge end.
5. Multi-layer film composite material (22) for the production of a package (16) according
to claim 1, at least one layer (33) of the composite material (22) having no weakened
zones and at least one layer (34) of the composite material (22) having weakened zones,
characterised in that the weakened zones (20) are series of cuts or a plurality of individual cuts arranged
in parallel and the individual cuts or series of cuts extend in the intended tearing
direction.
6. Multi-layer film composite material (22) according to claim 5, characterised in that the weakened zones (20) on the package (16) produced from the composite material
(22) are situated in the region of the sealed edges and/or in the region of composite
material (22) forming two or more superimposed layers as a result of sealing or folding.
7. Method of producing a package (16) with sealed edges (17) and weakened zones serving
as a tearing aid from a multi-layer film composite material according to claim 1,
characterised in that the weakened zones (20) are series of cuts or a plurality of individual cuts arranged
in parallel, the individual cuts or series of cuts extend in the intended tearing
direction, at least one layer of the composite material has weakened zones (20), at
least one layer of the composite material has no weakened zones, the weakened zones
(20) on the package (16) are situated at least partially in the region of the filling
space (21), in order to produce the film composite material, at least a first layer
of material is printed, in order to achieve weakened zones (20) on the first layer
of material, weaknesses are applied, the weaknesses being applied in register and
synchronously with the printing on the first layer of material so that the precise
alignment of the weakness is effected simultaneously with the precise alignment of
the printing on the packaging material, at least a second layer of material having
no weakened zones is applied to the first layer of material and the resulting composite
material is processed into packages.
8. Method of producing a package (16) with a tearing aid and sealed edges (17) from a
film composite material (22) according to claim 7, characterised in that, in order to produce the film composite material (22), at least a first layer of
material (32) is printed and, in order to achieve weakened zones (20), the weaknesses
(20) are applied to the first layer of material (32) before the application (34) of
printing ink, between two applications of printing ink or after the application (34)
of printing ink.
9. Method of producing a package (16) with a tearing aid and sealed edges (17) from a
film composite material (22) according to claim 7, characterised in that at least a first layer of material (32) containing weakened zones (20) is joined
to at least a second layer of material (30, 36) having no weakened zones by mutual
bonding to form the composite material (22) or that the second layer of material (33)
having no weakened zones is applied to at least a first layer of material (32) by
extrusion coating or that the second layer of material having no weakened zones is
applied as a lacquer coating or lacquer layer.
10. Method of producing a package (16) with a tearing aid and sealed edges from a film
composite material (22) according to claim 7, characterised in that, in order to produce the film composite material (22), cuts are produced mechanically,
preferably by means of knives or punching knives, or by energy-rich radiation, preferably
laser beams or electron beams, at least in a first layer of material (32) in order
to achieve weakened zones (20).
11. Use of the packages (16) with a tearing aid and sealed edges (17) made from a film
composite material (22) according to claim 1 to receive liquid, pasty, powdered, granular
or solid products.
1. Emballage (16), fabriqué à partir d'un matériau composite multicouches sous forme
de film (22), avec des bords scellés (17) et des zones à résistance affaiblie (20)
servant d'aide à la rupture, dans lequel au moins un matériau du composite (22) présente
des zones à résistance affaiblie (20) et au moins un matériau du composite (22) ne
présente pas de zones à résistance affaiblie, et les zones à résistance affaiblie
(20) sont placées sur l'emballage (16) au moins en partie dans le secteur de remplissage.
caractérisé en ce que,
les zones à résistance affaiblie (20) sont des séries de stries ou une multiplicité
de stries individuelles disposées parallèlement, et la direction de la strie unitaire
ou de la série de stries s'effectue dans direction de la rupture prévue.
2. Emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les zones à résistance affaiblie (20) de l'emballage (16) se trouvent sur une ligne
et de préférence sur une ligne dans le secteur de la limite d'un bord ou de la limite
d'un bord scellé.
3. Emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que les zones à résistance affaiblie (20) de l'emballage (16) dans le secteur de la limite
d'un bord ou de la limite d'un bord scellé et/ou dans le secteur de joints et/ou de
pliures se trouvent deux ou de multiples matériaux composites superposés.
4. Emballage selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'emballage (16) présente des bords longitudinaux ou des bords scellés et des bords
transversaux ou des bords scellés et des zones à résistance affaiblie (20) qui sont
aménagées dans le secteur d'un bord transversal ou d'un bord scellé (17) et sont parallèles
à ce bord transversal (17) ou à ce bord scellé.
5. Matériau composite multicouches sous forme de film (22) pour la fabrication d'un emballage
(16) selon la revendication 1 dans lequel au moins une couche de matériau (33) du
matériau composite (22) ne présente pas de zones à résistance affaiblie et au moins
une couche (34) de matériau composite (22) présente des zones à résistance affaiblie
(20).
caractérisé en ce que,
les zones à résistance affaiblie (20) sont des séries de stries ou une multiplicité
de stries individuelles disposées parallèlement, et la direction de la strie unitaire
ou de la série de stries s'effectue dans direction de la rupture prévue.
6. Matériau composite multicouches sous forme de film (22) selon la revendication 5,
caractérisé en ce que les zones affaiblies (20) sont placés à l'emballage (16) fabriqué d'un matériau composite
(22) dans le secteur des bords de scellage et/ou dans le secteur des joints ou des
pliures avec deux ou de multiples matériaux composites (22) superposés les uns sur
les autres.
7. Procédé de fabrication d'un emballage (16) avec des bords scellés (17)et des zones
à résistance affaiblie pour l'aide à la rupture d'un matériau composite multicouches
sous forme de film selon la revendication 1.
caractérisé en ce que
les zones à résistance affaiblie (20) sont des séries de stries ou une multiplicité
de stries individuelles disposées parallèlement et la direction de la strie unitaire
ou de la série de stries s'effectue dans la direction de la rupture prévue et au moins
une couche du matériau composite présente des zones à résistance affaiblie (20) et
au moins une couche du matériau composite ne présente pas de zones à résistance affaiblie
et les zones à résistance affaiblie (20) de l'emballage (16) se trouvent au moins
en partie dans le secteur de la cavité de remplissage (21) et pour fabriquer le matériau
composite sous forme de film au moins une première couche de matériau est imprimé
et la réalisation des zones à résistance affaiblie (20) se fait à la première couche
de matériau par l'apport d'affaiblissements et les affaiblissements dans le registre
et sont synchrones à l'impression et sont produits à la première couche de matériau,
de sorte que l'alignement précis de l'affaiblissement se produise en même temps avec
l'orientation précise de l'impression sur le matériau d'emballage, et au moins une
deuxième couche de matériau qui ne présente pas de zones à résistance affaiblie est
ajoutée à la première couche de matériau, et le matériau composite formé est converti
en emballages.
8. Procédé de fabrication d'un emballage (16) avec une aide à la rupture et des bords
scellés (17) d'un matériau composite sous forme de film (22) selon la revendication
7, caractérisé en ce que pour produire le matériau composite (22) au moins une première couche de matériau
(32) est imprimée et pour obtenir les zones à résistance affaiblie (20) les affaiblissements
sont ajoutés à la première couche de matériau (32) avant l'impression couleur (34),
entre deux impressions couleur ou après l'impression couleur (34).
9. Procédé de fabrication d'un emballage (16) avec une aide à la rupture et des bords
scellés (17) d'un matériau composite sous forme de film (22) selon la revendication
7, caractérisé en ce qu'au moins une première couche du matériau (30,36) comprenant des zones à résistance
affaiblie (20) est collée au matériau composite (22) avec au moins une deuxième couche
de matériau qui ne présente pas de zones à résistance affaiblie ou que sur au moins
une première couche du matériel (32) la deuxième couche de matériau (33) qui ne présente
pas de zones à résistance affaiblie est appliquée par un revêtement d'extrusion.
10. Procédé de fabrication d'un emballage (16) avec une aide à la rupture et des bords
scellés d'un matériel composite sous forme de film (22) selon la revendication 7,
caractérisé en ce qu'à la fabrication du matériau composite sous forme de film (22) au moins une première
couche de matériau (32) pour obtenir de zones (20) à résistance affaiblie mécaniquement,
les stries sont effectuées de préférence par des lames, des poinçonneuses ou par des
rayonnements à haute énergie, ou de préférence un rayon laser ou des faisceaux électroniques
à haute énergie.
11. Utilisation des emballages (16) avec une aide à la rupture et avec des bords scellés
(17) d'un matériau composite (22) sous forme de film d'après la revendication 1 pour
l'admission des produits de remplissage liquides, pâteux, pulvérulents, granulés ou
solides.