[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Eingeben eines Trennmittels in eine Druckgießmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Druckgießmaschine zur Durchführung des
Verfahrens.
[0002] Durch die WO-A1-9301910 ist ein Verfahren zum Betreiben einer Druckgießmaschine bekannt,
bei der in einem Vorratsbehälter befindliche Metallschmelze in dosierter Menge in
einen Gießzylinder gelangt und von dort mittels eines Gießkolbens in einen Gießformraum
gepresst wird. Nach einer wählbaren Anzahl von Gießzyklen wird die Zufuhr der Metallschmelze
zum Gießzylinder bzw. Füllkammer unterbrochen, wonach über Einspritzmittel, die dem
Gießzylinder im Bereich einer Metallschmelzeneinfüllöffnung des Gießzylinders zugeordnet
sind, eine Reinigung der Metallschmelzeneinfüllöffnung sowie ein Begasen des Zylinders
und des Gussformraums zum Zwecke der Reinigung und/oder Trennmittelbeschichtung einleitbar
ist. Die Gießform ist mit einem Entlüftungskanal versehen, über den beim Gießvorgang
des Spritzlings die im Gießformhohlraum vorhandene Luft abströmen kann.
[0003] Wenn kompliziertere Formen gegossen werden müssen, so ist jedoch nicht gesichert,
dass das Reinigungs- bzw. Trennmittel auch alle Teile des Gießformraums erreicht,
so dass die Reinigung unvollkommen ist und der Spritzling schlecht zu lösen ist. Ein
weiterer Nachteil besteht darin, dass als Trennmittel ein Pulver verwendet wird und
Reste dieses Pulvers nach den Öffnen der Form als kräftige Wolke die Umgebung beeinträchtigen.
[0004] Eine ähnliches Verfahren ist durch die DE-A1-35 18 635 bekannt, bei dem zusätzlich
während des Spritzvorgangs für den Spritzling die im Gießformraum vorhandene Luft
über den Entlüftungskanal abgesaugt wird.
[0005] Aus der EP-A1-0 983 812 ist ein Verfahren zur Applikation eines Trenn- oder Schmierstoffs
bekannt, das auf die Oberfläche eines Gießkolbens und/oder die Innenwandung einer
Gießkammer, eines Gießkanals und/oder eines Formhohlraums einer Druckgießmaschine
gegeben wird. Dabei wird der Trenn- oder Schmierstoff außerhalb der Druckgießeinheit
verdampft und dieser Stoff bei geschlossener Gießform in die Druckgießeinheit geleitet.
Es wird dann abgewartet, bis dieser Stoff auf der genannten Oberfläche kondensiert,
ehe der Gießvorgang beginnen kann. Dieser Stoff besteht aus einer oder mehreren Substanzen,
deren jeweilige Verdampfungstemperatur höher als die Temperatur der genannten Oberfläche
ist. Der verdampfte Trenn- oder Schmierstoff tritt dabei in den Gießzylinder ein und
wird gleichzeitig mittels einer an einen Entlüftungskanal angeschlossenen Vakuumanlage
abgesaugt. Ein ähnliches Verfahren ist durch die DE-A1-199 06 770 bekannt. Die Verteilung
des Trenn- oder Schmierstoffs im Gießhohlraum ist bei diesen beiden bekannten Verfahren
jedoch unvollkommen.
[0006] Durch die DE-A1-38 42 720 ist ferner eine Vorrichtung zum Absaugen von Schadstoffen
von Gießmaschinen für Metallteile bekannt, die eine die Gießmaschine gegen die Umgebung
abschirmende Luftschranke aufweist. Druckluftdüsen und Absaugöffnungen dieser Vorrichtung
sind eng an den Öffnungsspalt der Gussformhälften angepast und werden nur während
der Öffnungszeiten der Gussformhälften aktiviert. Diese Vorrichtung bildet einen erheblichen,
zusätzlichen Aufwand für die Gießmaschine und hält nicht alle Schadstoffe von der
Umgebung fern.
[0007] Durch die EP 0 230 660 ist ferner ein Spritzgießverfahren gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1 bekannt, bei dem eine Gießmaschine mit einer ortsfesten Gießformhälfte
und einer beweglichen Gießformhälfte verwendet wird. In der beweglichen Gießformhälfte
ist ein Auswerferstift angeordnet, der den erstarrten Formling auswirft. Das Trennmittel
wird dabei über einen Anguss zugeführt, der den Gießformraum mit dem Spritzzylinder
verbindet. Für die Trennmitteleinspritzung kann zusätzlich auch ein Einspritzkanal
verwendet werden, der insbesondere im Auswerferstift vorgesehen ist.
[0008] Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Verfahren der im Oberbegriff des Anspruchs
1 genannten Art zu schaffen, mit dem neben einer umweltfreundlichen Entsorgung des
Trennmittels ein bessere Verteilung des Trennmittels unter geringem Material- und
Kostenaufwand möglich ist.
[0009] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Durch die Eingabe des Trennmittels über einen besonderen Kanal, der beispielsweise
etwa in der Mitte der einen Gießformhälfte verläuft, und den Absaug vorgang des Trennmittels
an mindestens zwei verschiedenen Stellen des Gießformraums wird ein bessere Verteilung
dieses Mittels im Gießformraum erzielt, so dass die für eine Trennmitteleinspritzung
benötigte Menge reduziert werden kann. Gleichzeitig erfolgt eine hervorragende Schmierung
des Gießzylinders und des Druckkolbens, da das Trennmittel auch als Schmiermittel
wirkt.
[0011] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung wird ein pulverförmiges oder flüssiges
Trennmittel verwendet. Insbesondere die Verwendung eines flüssigen Trennmittels führt
an sich schon dazu, dass beim Öffnen der Formhälften die Rauchentwicklung, die durch
das verbrannte Trennmittel bedingt ist, gering ist. Das pulverförmige oder flüssige
Trennmittel trägt vor allem auch zur Kühlung der Gießform bei, während sich mit dem
hocherhitzten Trennmittel wie bei der EP-A1-0 983 81 die Gießform im Verlauf des Gießbetriebs
auf unzulässige Temperaturen aufzuheizen droht. Die Temperatur der Gießform sollte
aber unter etwa 200°C gehalten werden. Das Kühlproblem wird also reduziert, wenn das
Trennmittel in Form wässriger Suspensionen eingeblasen wird. Infolge der hohen Verdampfungsenthalpie
des Wassers wird die Gießform soweit gekühlt, dass in Verbindung mit einer internen,
praxisüblichen Gießformkühlung bei einfachen Teilen die Gießformtemperatur im Sollbereich
gehalten werden kann. Eine Unterbrechung des Gießprozesses zum Einbringen eines externen
Kühlmittels ist im Idealfall nicht notwendig. Die Menge des eingeblasenen Trennmittels
könnte daher auch innerhalb bestimmter Grenzen zur Regelung der Gießformtemperatur
eingesetzt werden.
[0012] Um die Verteilung des Trennmittels noch zu verbessern, erfolgt gemäß einer weiteren
Ausbildung des Verfahrens die Absaugung auch über zusätzliche Absaugkanäle, die einerseits
in den Gießformraum und andrerseits in den Entlüftungskanal münden.
[0013] Alternativ kann auch gemäß einer weiteren Ausbildung des Verfahrens die Absaugung
des Trennmittels über besondere Absaugkanäle vorgenommen werden.
[0014] Die Erfindung schlägt auch eine Druckgießmaschine zur Durchführung des Verfahrens
vor, bei der der besondere Einspritzkanal mittels eines Ventils verschließbar ist.
Dadurch wird vermieden, dass in diesen Einspritzkanal Gießmaterial eindringen kann.
[0015] Die Erfindung schlägt auch eine Druckgießmaschine zur Durchführung des Verfahrens
vor, bei der der besondere Einspritzkanal ein axial in den Gießformraum geführter
Kanal ist, der in der ortsfesten Gießformhälfte angeordnet ist. Dieser axiale Einspritzkanal
kann allein oder zusätzlich zu einem radialen Einspritzkanal vorgesehen sein und verbessert
die Verteilung des Trennmittels.
[0016] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften Ausbildung der Erfindung ist der axiale Einspritzkanal
mit einer Einspritzvorrichtung gebildet, die aus einer Zylinder-Kolben-Einheit und
einem mit dem Kolben in Verbindung stehenden Düsenkopf besteht.
[0017] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung erfolgt die Verbindung des Kolbens
mit dem Düsenkopf über einen Düsenkopfhalter, in den der Düsenkopf auswechselbar einlegbar
ist. Daher können je nach Art des Gießformraums verschieden lange Düsenköpfe verwendet
oder die Düsenköpfe zwecks Reinigung ausgetauscht werden.
[0018] Gemäß einer weiteren, zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung ist der Düsenkopf als
zylinderförmiger Teil ausgebildet, der an seinem einen Ende einen Ringflansch zum
Einlegen in den Düsenkopfhalter und an seinem anderen Ende mit dem Einspritzkanal
in Verbindung stehende, radiale Düsenkanäle aufweist.
[0019] Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung sind alle Absaugkanäle über ein und
dasselbe Filter an eine Unterdruckquelle angeschlossen. Dadurch werden werden vom
Gießvorgang herrührende Partikel von der Unterdruckquelle fern gehalten.
[0020] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Ansicht einer Druckgießmaschine zur Erläuterung des Verfahrens gemäß
der Erfindung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine Gießformhälfte mit Absaugkanälen der Druckgießmaschine nach
Fig. 1,
- Fig. 3
- einen Vertikalschnitt durch einen Teil der orrtsfesten Gießformhälfte und eine Einspritzvorrichtung
zur axialen Trennmittelzuführung zum Gießformraum,
- Fig. 4
- eine Stirnansicht einer Zylinder-Kolben-Einheit der in Fig. 3 gezeigten Einspritzvorrichtung,
- Fig. 5
- einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4,
- Fig. 6
- einen Schnitt längs der Linie VI-VI in Fig. 4,
- Fig. 7
- eine Stirnansicht eines Düsenkopfhalters der Einspritzvorrichtung der Fig. 3,
- Fig. 8
- eine Seitenansicht des Düsenkopfhalters der Fig. 7,
- Fig. 9
- eine Stirnansicht eines Düsenkopfs der Einspritzvorrichtung der Fig. 3 und
- Fig. 10
- einen Vertikalschnitt durch den Düsenkopf der Fig. 9.
[0021] In den Figuren 1 und 2 sind von der Druckgießmaschine nur die für die Erfindung wesentlichen
Teile dargestellt. Zwei Gießformhälften 1, 2 schließen einen Gießformraum 3 ein, der
die Metallschmelze aufnimmt und die Form des Spritzlings bestimmt. Die Gießformhälfte
1 ist dabei beweglich, während die Gießformhälfte 2 ortsfest ist.
[0022] Der Gießformraum 3 steht über Gießkanäle 4 mit einem durch die Gießformhälfte 2 geführten
Gießzylinder 5 in Verbindung, in dem ein Druckkolben 6 angeordnet ist. Der Gießzylinder
5 ist mit einer einem verdrehbaren Verschlussring 22 versehen, der eine Eingießöffnung
7 hat, über die eine dosierte Menge der Metallschmelze in den Gießzylinder 5 eingebbar
ist. Der Gießzylinder weist ferner eine Absaugöffnung 8 auf, die durch den Verschlussring
22 verschließbar ist. Der Verschlussring 22 kann andrerseits durch Drehung eine Verbindung
zwischen der Absaugöffnung 8 und einem an den Verschlußring angeschlossenesn Absaugrohr
9 herstellen.
[0023] Der Gießformraum 3 steht andrerseits über in der Gießformhälfte 1 gebildete besondere
Absaugkanäle 10, 11, über einen Entlüftungskanal 12 und über ein in beiden Gussformhälften
1, 2 gebildetes, sogenanntes Waschbrett 13 mit einem Filter 14 in Verbindung, an das
eine nicht dargestellte Unterdruckquelle angeschlossen ist. Die Absaugkanäle 10, 11
münden dabei einerseits an ge eigneten Stellen links und rechts des Entlüftungskanals
12 in den Gussformraum 3 und andrerseits in den Entlüftungskanal 12. Diese Absaugkanäle
haben dabei eine etwa mäanderförmige Struktur, damit die eindringende Metallschmelze
sich schnell abkühlen kann. Über diese Absaugkanäle wird auch das Trennmittel im Gussformraum
3 verteilt. Das Waschbrett 13 dient zur schnellen Abkühlung der aufsteigenden Metallschmelze
und garantiert eine fehlerfreie Ausbildung des Spritzlings, während das Filter 14
beim Gießvorgang entstehende Partikel von der Unterdruckquelle fernhält. An das Filter
14 ist auch das Absaugrohr 9 angeschlossen. Die Steuerung für die Unterdruckquelle
ist nicht gezeigt. Es ist lediglich ein Ventil 15 dargestellt, das die Absaugleitung
vor dem Filter 14 unterbrechen kann.
[0024] Ferner mündet seitlich in den Gießformraum 3 in der Gießformhälfte 1 ein besonderer
Einspritzkanal 16, an den von außen ein Trennmittelbehälter 17 über ein Magnetventil
18 und ein Dosierbehälter 19 angeschlossen ist. An diesen Dosierbehälter ist über
ein Magnetventil 20 eine nicht dargestellte Druckluftquelle angeschlossen. Der Einspritzkanal
16 kann mit einem Ventil 21 verschlossen werden. Das Trennmittel im Trennmittelbehälter
ist vorzugsweise flüssig.
[0025] Ein Trennmitteleingabezyklus läuft folgendermaßen ab, wobei die einzelnen Vorgänge
durch eine nicht dargestellte Steuervorrichtung bewirkt werden. Zunächst wird die
Gießform 1, 2 geschlossen und die Gießöffnung 7 mittels des Verschlussrings 22 geschlossen.
Der Einspritzkanal 16 ist mittels eines Kanalverschlussbolzens des Ventils 21 geschlossen.
Das Magnetventil 18 öffnet dann für ein vorgegebenes Zeitintervall und lässt damit
eine bestimmte, verhältnismäßig geringe Menge an Trennmittel in den Dosierbehälter
19. Das Ventil 21 öffnet anschließend für ein vorgegebenes Zeitintervall. Gleichzeitig
öffnet das Magnetventil 20 entsprechend einem vorgegebenen Zeitintervall, so dass
das im Dosierbehälter 19 vorhandene Trennmittel über den Einspritzkanal 16 in den
Gießformraum 3 gelangt. Etwa 0,2s danach öffnet ein Vakuumventil an der Unterdruckquelle
für ein bestimmtes Zeitintervall, wobei das eingespritzte Trennmittel unter Verwirbelung
einerseits über Absaugkanäle 10, 11, 12 und das Waschbrett 13 und andrerseits über
das Absaugrohr 9 abgesaugt wird. Das Trennmittel wird dabei durch Zerstäubung (Aerosolbildung)
an der Wandung im Gießformraum 3 gleichmäßig verteilt und kühlt dabei die Gießform.
Dann kann die Eingießöffnung 7 geöffnet werden und der Gießvorgang beginnen.
[0026] Da das Trennmittel auch über das Absaugrohr 9 abgesaugt wird, werden Gießzylinder
5 und Druckkolben 6 ausgezeichnet geschmiert. Es werden somit eine gute Schmierung
und eine gute Entformung, eine Verminderung der Umweltbelastung, eine Verbesserung
der Arbeitsumgebung und ein geringer Trennmittelverbrauch erreicht.
[0027] Denkbar sind auch anstelle der Absaugkanäle 10, 11 Absaugkanäle, die nicht in den
Entlüftungskanal 12 führen, sondern getrennt aus der Gießformhälfte 1 herausgeführt
und dann über ein eigenes Filter mit der Unterdruckquelle verbunden sind. Diese Kanäle
können zweckmäßigerweise auch jeweils mittels eines an ihren Mündungen in den Gießformraum
wirkenden Ventils verschließbar sein, so dass keine Metallschmelze, sondern nur das
Trennmittel in diese Kanäle eindringen kann.
[0028] In derselben Weise ist auch die Einspritzung und die Absaugung eines Reinigungsmittels
möglich.
[0029] Wie in Fig. 2 angedeutet ist, kann die Einspritzung des Trennmittels auch über einen
besonderen, axial in den Gießformraum 3 führenden Einspritzkanal 22 erfolgen, der
in der ortsfesten Gießformhälfte 2 angeordnet ist. Diese Trennmitteleinspritzung kann
allein ohne den Einspritzkanal 16 oder zusätzlich zum Einspritzkanal 16 erfolgen.
Die Figuren 3 bis 10 zeigen, wie eine für eine solche Trennmitteleinspritzung nötige
Einspritzvorrichtung beispielhaft ausgebildet werden kann.
[0030] Nach Fig. 3 ist in der Spritzformhälfte 2 ein Hohlraum 23 vorgesehen, in dem eine
Einspritzvorrichtung 24 mittels Schrauben, wie die Schraube 25, befestigt ist. Die
Einspritzvorrichtung 24 besteht aus einer Zylinder-Kolben-Einheit mit einem Zylinder
26 und einem Kolben 27 sowie aus einem Düsenkopf 28 und einem Düsenkopfhalter 29.
Der Düsenkopfhalter 29 ist in die linke Stirnseite des Kolbens 27 eingeschraubt und
nimmt den Düsenkopf 28 auswechselbar auf. Die Steuerung des Kolbens 27 erfolgt in
üblicher Weise hydraulisch über einen angedeuteten Anschluss 30 und ist nicht näher
dargestellt. Die Verstellung des Kolbens 27 beträgt dabei nur wenige Millimeter. Der
Einspritzkanal 22 wird durch axiale Bohrungen durch den Düsenkopf 28, den Düsenkopfhalter
29 und den Kolben 27 bis hin zu einem Trennmittelanschluss 31 gebildet, wobei die
Trennmittelzuführung zu diesem Trennmittelanschluss 31 nicht dargestellt ist. Die
Zeitabläufe der Trennmitteleinspritzung über den Einspritzkanal 22 erfolgen in ähnlicher
Weise, wie schon anhand der Figuren 1 und 2 für den Einspritzkanal 16 beschrieben
wurde.
[0031] Die einzelnen Teile der Einspritzvorrichtung 24 sind in den Figuren 4 bis 10 vergrößert
dargestellt.
[0032] Die in den Figuren 4 bis 6 dargestellte Zylinder-Kolben-Einheit weist einen Zylinder
26 mit zwei Flanschen 33, 34 mit jeweils drei Befestigungslöchern, wie das Befestigungsloch
35, auf. Mittels durch diese Befestigungslöcher gesteckte Schrauben, wie der Schraube
25 (Fig. 3), ist die Zylinder-Kolben-Einheit 26, 27 an der Gießformhälfte 2 befestigbar.
Der Zylinder 26 hat nicht näher dargestellte Kanäle 30' für die Kolbensteuerung. Der
Kolben 27 weist eine koaxial mit dem Einspritzkanal 22 geführte Gewindebohrung 36
für das Einschrauben des Düsenkopfhalters 29 auf.
[0033] Der in den Figuren 7 und 8 dargestellte Düsenkopfhalter 29 besteht aus einem im Wesentlichen
zylinderförmigen Teil 37 und einem mit diesem koaxial ausgerichteten Gewindestumpf
38 zum Einschrauben in die Gewindebohrung 36 (Fig. 5). Der Teil 37 hat stirnseitig
eine nach oben offene, U-förmige Ausnehmung 39, an die sich zum Gewindestumpf 38 hin
eine breitere, nach oben offene, U-förmige Ausnehmung 40 anschließt. Beide Ausnehmungen
39, 40 dienen zum Einführen und Aufnehmen des Düsenkopfs 28 von oben. Im unteren Bereich
des Teils 37 ist eine kleine Bohrung 41 vorgesehen, die zur Aufnahme eines nicht gezeigten
Arretierungsstifts dient.
[0034] Der in den Figuren 9 und 10 gezeigte Düsenkopf 28 weist ein zylinderförmiges Teil
42 und einen Ringflansch 43 auf, der sich am rechten Ende des Teils 42 befindet. Der
Ringflansch 43 hat stirnseitig eine Ringnut 44 zum Einlegen einer nicht gezeigten
O-Dichtung, die der Abdichtung des Einspritzkanals 22 am Teil 37 dient. Der Ringflansch
weist ferner im unteren Bereich eine halbrunde Ausnehmung 45 zur verdrehsicheren Arretierung
des Düsenkopfs 28 am Düsenkopfhalter 29 mittels des genannten Arretierungsstifts auf.
Am linken Ende des Teils 42 hat der Einspritzkanal Verbindung mit vier radialen Düsenkanälen,
wie dem Düsenkanal 46. Diese Düsenkanäle werden bei eingezogenem Kolben 27 durch die
Gießformhälfte 2 verschlossen und bei ausgefahrenem Kolben 27 zum Gießformraum 3 hin
geöffnet.
1. Verfahren zum Eingeben eines Trennmittels in eine einen Gießformraum (3) und einen
Entlüftungskanal (12) aufweisende Gießform (1, 2) und in den Gießzylinder (5) einer
Druckgießmaschine, bei der während des Gießvorgangs für den Spritzling über den Entlüftungskanal
(12) Luft aus der Gießform (1, 2) abgesaugt wird und bei der zwischen solchen Gießvorgängen
in die Gießform das Trennmittel eingespritzt wird und Mittel zur Absaugung des Trennmittels
vorgesehen sind, wobei die Einspritzung des Trennmittels (17) bei geschlossener Gießform
(1, 2) erfolgt und gleichzeitig eine Absaugung dieses Mittels aus dem Gießformraum
(3) über den Entlüftungskanal (12) stattfindet,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einspritzung des Trennmittels über einen besonderen, in der Gießform angeordneten
Kanal (16) und die Absaugung des Trennmittels zusätzlich über eine im Gießzylinder
angeordnete Öffnung (8) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Trennmittel (17) pulverförmig oder flüssig ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absaugung über zusätzliche Absaugkanäle (10, 11) erfolgt, die einerseits in den
Gießformraum (3) und andrerseits in den Entlüftungskanal (12) münden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Absaugung des Mittels zusätzlich über besondere Absaugkanäle erfolgt.
5. Druckgießmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der besondere Einspritzkanal (16) mittels eines Ventils (21) verschließbar ist.
6. Druckgießmaschine zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der besondere Einspritzkanal ein axial in den Gießformraum geführter Kanal (22) ist,
der in der ortsfesten Gießformhälfte (1) angeordnet ist.
7. Druckgießmaschine nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Einspritzkanal (22) mit einer Einspritzvorrichtung (24) gebildet ist, die aus
einer Zylinder-Kolben-Einheit (26, 27) und einem mit dem Kolben (27) in Verbindung
stehenden Düsenkopf (28) besteht.
8. Druckgießmaschine nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindung des Kolbens (27) mit dem Düsenkopf (28) über einen Düsenkopfhalter
(29) erfolgt, in den der Düsenkopf (28) auswechselbar einlegbar ist.
9. Druckgießmaschine nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Düsenkopf (28) als zylinderförmiger Teil (42) ausgebildet ist, der an seinem
einen Ende einen Ringflansch (43) zum Einlegen in den Düsenkopfhalter (29) und an
seinem anderen Ende mit dem Einspritzkanal (22) in Verbindung stehende, radiale Düsenkanäle
(46) aufweist.
10. Druckgießmaschine nach einem der Ansprüche 5 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass alle Absaugkanäle (9-13) über ein und dasselbe Filter (14) an eine Unterdruckquelle
angeschlossen sind.