[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Streuen von Streugut auf eine kontinuierlich
bewegte Unterlage gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Eine solche Vorrichtung ist aus der
US 3,252,186 bekannt.
[0003] Bei der Herstellung von Holzwerkstoffplatten, insbesondere Holzfaserplatten in einer
Anlage mit einer kontinuierlichen Stahlbandpresse besteht das Problem, daß es zu Streugutverdichtungen
kommen kann, die insbesondere bei hohen Rohdichten von 800 bis 1.100 N/mm
2 zu lokalen Beschädigungen der Stahlbänder der Stahlbandpressen führen können. Weiterhin
kann es in Vorrichtungen in denen sich ein Stoffstrom aus beleimten Holzpartikeln
oder Fasern bewegt, zu Anbackungen und Ablagerungen kommen, die dann plötzlich durch
Vibrationen oder andere Kräfte abgelöst werden und mit dem Stoffstrom mitgerissen
werden. Diese Ablagerungen bestehen meist aus einem Faser-Leim-Gemisch das durch die
lange Liegezeit bereits vollständig ausgehärtet ist. Diese Ablagerungen werden nachfolgend
als Leimknoten bezeichnet. Zusätzlich können sich im Stoffstrom auch Sandeinschlüsse
oder kleine Steine befinden, die vor der Streustation nicht ausgeschieden wurden.
Gelangen derartige Fremdkörper in die Stahlbandpresse, so führt dies ebenfalls zu
Beschädigungen der Stahlbänder der Presse.
[0004] Zum Vermeiden von derartigen Beschädigungen der Stahlbänder durch Streugutverdichtungen,
Leimknoten oder sonstigen Fremdkörpern sind verschiedene Vorrichtungen bekannt. Diese
sind überlicherweise zwischen der Austragswalzenanordnung des Streubunkers und dem
Streukopf angeordnet.
[0005] Aus der
DE-AS 11 74 058 sind gegensinnig rotierende Scheibenwalzen oder Stachelwalzen bekannt, die am Umfang
reihenförmig angeordnete Stachel aufweisen, die zwischen den Stachelreihen der gegenüberliegenden
Walze eingreifen.
[0006] Weiterhin sind aus der
DE 43 02 850 Faserballen-Auflösewalzen bekannt, die gegensinnig rotierend angetrieben sind. Die
Walzen sind als Scheibenwellen mit aufgesetzten Zahnscheiben ausgebildet. Diese Zahnscheiben
weisen sogenannte Auflösezähne auf, die entgegen der Drehrichtung sägezahnartig schräg
gestellt sind, wobei die Auflösezähne der Walzen ineinandergreifen und einen mäanderförmigen
Spalt bilden. Durch die oben beschriebenen bekannten Auflösewalzen kann eine Auflösung
von Streugutverdichtungen erreicht werden. Gelangen jedoch andere Fremdkörper wie
beispielsweise Steine zusammen mit dem Stoffstrom in die Auflösewalzen, kann es zu
Beschädigungen an den Walzen kommen. Hierbei kann es zu Deformationen oder zum Ausbrechen
von einzelnen Stacheln oder Zähnen der Walzen führen. Zudem werden die Fremdkörper
nicht wirksam zurückgehalten. Zwischen den einzelnen Zähnen einer Scheibenwalze bzw.
zwischen den einzelnen Stacheln einer Stachelreihe verbleiben Freiräume, die den ungehinderten
Durchgang von kleineren Fremdkörpern zulassen.
[0007] Aus der
DE 25 35 461 ist weiterhin eine Vorrichtung zum Aufstreuen von Mattenstreugut auf eine bewegte
Unterlage bekannt, bei der eine Anordnung von Scheibenwalzen vorgesehen ist. Diese
Scheibenwalzen werden alle gleichsinnig rotierend angetrieben und bilden Streuschächte
für Streugut unterschiedlicher Körnung. Zusätzlich zur Klassierung der Streugutanteile
werden Fremdkörper wie Leimklumpen, Splitter und so weiter hinter der Scheibenwalze
ausgetragen und in einer Rinne gesammelt.
[0008] Desweiteren ist aus der
DE 42 12 017 eine Deckschichtstreuvorrichtung bekannt, die unterhalb eines Blasregisters eine
SiebVorrichtung aufweist, die einen Vibrationsantrieb umfaßt. Durch diese Siebvorrichtung
können ebenfalls Fremdkörper wie Leimknoten ausgeschieden werden.
[0009] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Vorrichtung zum Streuen von
Streugut derart weiterzubilden, daß eine qualitativ hochwertige Holzwerkstoffplatte
hergestellt werden kann und Schäden an Vorrichtungsteilen der Produktionsanlage zur
Herstellung von Holzwerkstoffplatten vermieden werden.
[0010] Diese Aufgabe wird durch die in Patentanspruch 1 angegebene Ereindung gelöst. Weiterbildungen
und vorteilhafte Ausführungsbeispiele sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0011] Gelangt nun bei der vorliegenden Erfindung ein Stoffstrom mit einem Fremdkörper wie
beispielsweise einem Stein in die Walzen und trifft mit hoher Differenzgeschwindigkeit
auf ein federelastisches Element, so wird das federelastisch ausgebildete Element
elastisch deformiert. Hierdurch werden die wirkenden Impulskräfte um ein vielfaches
verringert. Während des Auftreffens auf das federelastische Element wird der Fremdkörper
aufgrund der gegensinnigen Rotation der Walzen durch den Spalt zwischen den federelastischen
Elementen gefördert und der Fremdkörper wird auf die gleiche Geschwindigkeit beschleunigt.
Bei einem Fremdkörper, der größer ist als der Spalt des Durchtritts zwischen den Elementen,
kann der Fremdkörper aufgrund der federelastisch ausgebildeten Elemente zwischen den
Elementen aufgenommen werden, so daß es nicht zu einer Beschädigung der Walzen bzw.
der Elemente kommt.
[0012] Durch die oben beschriebenen Ausführungen können nunmehr Fremdkörper durch das Auflösewalzenpaar,
bestehend aus zwei gegensinnig rotierenden Walzen durchtreten, ohne daß es zu Beschädigungen
oder zur Zerstörung der Walzen bzw. der daran angeordneten Elemente kommen kann.
[0013] Aufgrund der gegensinnig rotierend angeordneten Walzen, wobei die erfindungsgemäß
ausgebildeten Elemente benachbarter Walzen ineinandergreifend zusammenwirken, wird
eine gute Faserauflösung erreicht.
[0014] Damit die Fremdkörper wie beispielsweise Leimklumpen, Steine sowie Leim-Faserzusammenballungen
nunmehr nicht in den gestreuten Formling gelangen, und somit die Gefahr der Beschädigung
der Stahlbänder der Presse vermieden wird, ist in einer Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen, daß die Walzen derart angeordnet sind, daß eine durch die Mittelachsen
der Walzen verlaufende Ebene zu einer waagrechten Ebene einen Winkel von 30° bis 90°
vorzugsweise 45° bis 75° aufweist. Die Partikel des Stoffstromes werden während des
Durchtretens zwischen den Walzen impulsartig beaufschlagt und in Abhängigkeit ihrer
spezifischen Gewichte mit unterschiedlicher kinetischer Energie geladen. In Abhängigkeit
von der kinetischen Energie der Partikel des Stoffstroms bewegen sich die Partikel
des Stoffstroms in einer unterschiedlichen Wurfparabel aus der Auflösewalzenanordnung,
so daß unerwünschte Fremdkörper von dem restlichen Stoffstrom separiert werden können.
[0015] In einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, daß
zusätzlich ein Schacht unterhalb der Walzen angeordnet ist, in dem die Fremdkörper
aufgefangen werden.
[0016] Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung
von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnungen. Es zeigt:
- Figur 1:
- eine schematische Darstellung einer Formstation mit Auflösewalzenanordnung;
- Figur 2:
- eine Ausführungsform eines Auflösewalzenpaares;
- Figur 3a, 3b:
- eine weitere Ausführungsform eines Auflösewalzenpaares in Seitenansicht und ein Teilausschnitt
in Draufsicht;
- Figur 4a, 4b:
- eine weitere Ausführungsform eines Auflösewalzenpaares in Seitenansicht und Teilausschnitt
in Draufsicht;
- Figur 5a, 5b:
- eine weitere Ausführungsform einer Auflösewalze im Querschnitt und in Seitenansicht,
und
- Fig. 6:
- eine weitere schematische Darstellung einer Formstation mit Auflösewalzenanordnung.
[0017] In Figur 1 ist schematisch eine Formstation mit mindestens einem Dosierbunker 1,
der eine Austragswalzenanordnung 2 aufweist, eine Auflösewalzenanordnung 3, eine Streukopfanordnung
4 sowie ein Formband 5 dargestellt. Die Auflösewalzenanordnung 3 besteht aus zwei
unterhalb der Austragswalzenanordnung 2 übereinanderliegend angeordneten Walzen 6,6'
wobei die Walzen 6, 6' achsparallel angeordnet sind und wobei eine durch die Mittelachsen
der Walzen 6, 6' verlaufende Ebene 7 zu einer waagrechten Ebene 8 einen Winkel α 9
von 30 bis 90°, vorzugsweise von 45° bis 75° aufweist.
[0018] Die Formstation ist vorzugsweise zur Herstellung von Platten aus lignocellulose-
und oder cellulosehaltigen Teilchen unterschiedlicher Größe wie Fasern, Späne und
dergleichen vorgesehen. Aus dem Dosierbunker 1 werden beleimte Fasern als Stoffstrom
über die Austragswalzenanordnung 2 über eine vorgegebene Breite kontinuierlich ausgetragen
und auf die Auflösewalzenanordnung 3 aufgegeben. Die Walzen 6, 6' sind, wie es durch
die Pfeile 10 dargestellt ist, gegensinnig rotierend angetrieben, wobei die an den
Walzen 6, 6' angeordneten Elemente zum Auflösen bei der Rotation ineinandergreifend
zusammenwirken. Nähere Einzelheiten zur Ausführung der Walzen 6, 6' sind anhand der
Figuren 2, 3a, 3b, 4a, 4b, 5a, 5b beschrieben.
[0019] Wie bereits erläutert, rieselt der Stoffstrom ausgehen von der Austragswalzenanorndung
2 durch seine Schwerkraft nach unten und trifft mit geringer Geschwindigkeit auf die
Walzen 6, 6'. Diese drehen mit sehr hoher Drehzahl von 600 bis 3000 Umdrehungen pro
Minute bevorzugt 800 bis 1200 Umdrehungen pro Minute und beschleunigen so die auftreffenden
Partikel des Stoffstroms auf die Umfangsgeschwindigkeit. Die Stoffpartikel werden
somit mit dieser Geschwindigkeit aus der Auflösewalzenanordnung 3 katapultiert. Zusammen
mit den Partikeln wird auch ein Luftstrom durch die Auflösewalzenanordnung 3 gezogen.
Dieser Luftstrom expandiert unmittelbar hinter der Auflösewalzenanordnung 3, wodurch
eine schnelle Verzögerung der Luftgeschwindigkeit hervorgerufen wird. Die leichten
Holzpartikel werden durch ihre geringe kinetische Energie zusammen mit dem Luftstrom
verzögert. Fremdkörper mit einem höheren spezifischen Gewicht dagegen, besitzen eine
erheblich höhere kinetische Energie und verzögern ihre erreichte Geschwindigkeit nur
sehr langsam. In Abhängigkeit von der kinetischen Energie der Partikel des Stoffstroms
bewegen sich die Partikel des Stoffstroms in einer unterschiedlichen Wurfparabel aus
der Auflösewalzenanordnung, so daß unerwünschte Fremdkörper von dem restlichen Faserstrom
separiert werden können. Da die Walzen 6, 6' übereinanderliegend angeordnet sind,
tritt der Stoffstrom in horizontaler Richtung aus der Auflösewalzenanordnung 3 aus.
[0020] Durch die in vertikaler Richtung auf den Stoffstrom wirkenden Gravitationskräfte
bewegt sich der Stoffstrom in einer wurfparabel aus der Auflösewalzenanordnung 3.
Die unerwünschten Fremdkörper, die mit hoher Geschwindigkeit in einer flachen Parabel
die Auflösewalzenanordnung 3 verlassen, werden in einem separaten Schacht 11 aufgefangen,
und somit von dem restlichen Faserstrom getrennt. Mittels einer Förderschnecke im
Schacht oder einer schräg ausgebildeten Bodenplatte des Schachtes 11 können die Fremdkörper
entnommen und entsorgt werden. Der Faserstrom hingegen trifft auf die unterhalb der
Auflösewalzenanordnung 3 angeordnete Streukopfanordnung 4 auf und wird nachfolgend
auf das Formband 5 zu einem Faservlies gestreut.
[0021] In Figur 2 sind an den Walzen 6, 6' über den Umfang verteilt Federelemente 15, die
als gebogene Drahtstücke ausgebildet sind, gelenkig an mit den Walzen 6 bzw. 6' verbundenen
Halteelementen 16 gelagert. Die gebogenen Federelemente 15 weisen in ihren Endbereichen
17 im wesentlichen parallele Abschnitte auf. Die Federelemente 15 sind an den Walzen
6, 6' derart angeordnet, daß sich die Federelemente 15 bei gegensinniger Rotation
der Walzen 6, 6' (dargestellt durch Pfeil 18) aufgrund der wirkenden Fliehkräfte radial
ausrichten und die Federelemente 15 der Walzen 6, 6' ineinandergreifend zusammenwirken,
so daß ein durch den Spalt zwischen den Walzen 6, 6' durchtretender zusammengeballter
Faserstrom aufgelöst wird. Trifft ein Fremdkörper auf die Walzen 6, 6' so können die
Federelemente 15 ausweichen und werden nicht beschädigt. Die Federelemente 15 können
auch als Druckgußelemente oder Flachstahlelemente ausgebildet sein.
[0022] Wie es in den Figuren 3a und 3b dargestellt ist, sind die Elemente zum Auflösen als
an den Walzen 6, 6' über den Umfang verteilt angeordnete kegelig verlaufende Spiralfederelemente
19 ausgebildet. Aus den Figuren 3a und 3b ist ersichtlich, daß die Spiralfederelemente
19 derart an den Walzen 6, 6' angeordnet sind, daß sie bei gegensinniger Rotation
der Walzen 6, 6' jeweils in die Zwischenräume der gegenüberliegenden Walze hineinragen
und somit ineinandergreifend zusammenwirken und ein Auflösen eines zusammengeballten
Faserstroms der auf die Walzen aufgegeben wird, und durch den Spalt zwischen den Walzen
durchtritt, erreicht wird. Trifft ein Fremdkörper auf ein Spiralfederelement 19, so
wird das Spiralfederelement elastisch deformiert, wodurch die wirkenden Impulskräfte
um ein vielfaches verringert werden. Nach dem der Fremdkörper auf die gleiche Geschwindigkeit
beschleunigt wurde, nimmt das Spiralfederelement 19 seine Ursprungslage wieder ein.
[0023] Wie es in den Figuren 4a und 4b dargestellt ist, sind auf den Walzen 6, 6' axial
beabstandet eine Vielzahl von flexiblen Blechscheiben aus Federstahl als Federlemente
20 angeordnet, die eine Dicke von 0,1 bis 1 mm, bevorzugt 0,2 bis 0,5 mm besitzen.
Die flexiblen aus Blechscheiben bestehenden Federelemente 20 sind derart auf den Walzen
6, 6' angeordnet, daß die Federelemente 20 der ersten Walze 6 in die Zwischenräume
der Federelemente 20 der zweiten Walze 6' eingreifen. Aufgrund der Ausbildung der
Federelemente 20 als flexible Blechscheiben können sich die Scheiben in axialer Richtung
elastisch verformen und somit einen Fremdkörper ohne Beschädigung der Scheiben durchlassen.
Wie es in den Figuren 4a, 4b dargestellt ist, können die Federelemente eine Profilierung
21 aufweisen. Die Profilierung 21 kann gewellt oder beispielsweise sägezahnförmig
ausgebildet sein.
[0024] In einer Ausführungsform gemäß der Fig. 5a und 5b kann weiterhin vorgesehen sein,
daß die Walzen 6, 6' mit einer elastischen Hülle 22 ummantelt werden, wobei die elastische
Hülle über den Umfang verteilt gleichmäßig gelocht ist. Bei dieser Ausführung einer
Auflösewalze 6 sind eine Vielzahl Stacheln 23 vorgesehen, die im wesentlichen zylindrisch
ausgebildet sind, und die einseitig mit einem scheibenförmigen Teller 24 versehen
sind. An ihrem dem Teller 24 abgewandten Ende können die Stacheln 23 spitz verlaufend,
abgerundet oder abgeflacht ausgebildet sein. Die einzelnen Stacheln 24 werden von
innen durch die entsprechenden Lochungen der elastischen Hülle 22 durchgesteckt und
werden aufgrund der Vorspannung der elastischen Hülle 22 auf die Walze 6 gepreßt.
[0025] Wie es aus den Fig. 5a und 5b ersichtlich ist, sind die Stacheln 23 radial ausgerichtet
in parallelen Ebenen der Walze 6 über den Umfang verteilt angeordnet. Vorteilhafterweise
sind in einer Ebene fünfundzwanzig bis fünfunddreißig Stacheln über den Umfang verteilt
angeordnet. Beim Auftreffen eines Fremdkörpers können die Stacheln 23 ausweichen,
indem die scheibenförmigen Teller 24 von der Walze 6 abheben und die elastische Hülle
22 hochgezogen wird. Wie es bereits in den Figuren 2 bis 4 dargestellt ist, sind jeweils
zwei Walzen 6, 6' gegensinnig rotierend angeordnet, wobei die Stacheln 23 der Walze
6 in die Lücken zwischen den Stacheln 23 der Walze 6' eingreifen, um eine Auflösung
von Faserzusammenballungen zu erreichen.
[0026] In Fig. 6 ist schematisch eine Formstation mit Dosierbunker 1, einer Auflösewalzenanordnung
3, einer Streukopfanordnung 4 und einem Formband 5, auf das das Materialvlies 25 aus
beleimten Fasern aufgestreut wird, dargestellt. Im Dosierbunker 1 wird der Stoffstrom
aus beleimten Fasern zwischengespeichert und auf eine vorgesehene Austragsbreite verteilt
und nach unten über die gesamte Breite des Dosierbunkers 1 ausgetragen. Der Stoffstrom
wird anschließend auf die Auflösewalzenanordnung 3 aufgegeben, die aus zwei gegensinnig
rotierend angetriebenen Walzen 6, 6' besteht. Die Walzen 6, 6' sind, wie es aus der
Fig. 6 ersichtlich ist, achsparallel in einer waagrechten Ebene nebeneinander liegend
angeordnet, so daß der Winkel α=0° beträgt. Nähere Einzelheiten zur Ausführung der
Walzen 6, 6' sind anhand der Figuren 2 bis 5 beschrieben. Unterhalb der Auflösewalzenanordnung
3 ist eine zusätzliche Fördervorrichtung 26 vorgesehen, die den Stoffstrom einer Streukopfanordnung
4 zuführt. Die zusätzliche Fördervorrichtung 26 ist dabei als Dosierbandwaage ausgebildet,
die kontinuierlich eine regelbare Fördermenge in die Streukopfanordnung 4 fördert,
so daß je nach Plattendicke und -breite von der Streukopfanordnung eine vorgebbare
Menge auf das Formband 5 streubar ist. Die Förderrichtung des Formbandes 5 ist hier
durch den Pfeil 27 dargestellt.
[0027] In einer weiteren nicht dargestellten Anordnung könnte die Faserauflösewalzenanordnung
3 auch zwischen der Fördervorrichtung 26 und der Streukopfanordnung 4 angeordnet sein.
1. Vorrichtung zum Streuen von Streugut auf eine kontinuierlich bewegte Unterlage im
Zuge der Herstellung von Holzwerkstoffplatten, mit zumindest zwei gegensinnig rotierend
angeordneten Walzen, die Elemente zum Auflösen von in einem Stoffstrom enthaltenen
Verdickungen aufweisen, wobei die Elemente benachbarter Walzen ineinandergreifend
zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (15, 19, 20, 23) federelastisch ausgebildet sind und dass die Elemente
als gebogene Federelemente (15) an den Walzen (6,6') gelenkig gelagert sind oder die
Elemente als an den Walzen (6,6')verteilt angeordnete Spiralfederelemente (17) ausgebildet
sind oder die Elemente als Federelemente (20) aus flexiblen Blechscheiben ausgebildet
sind oder die Elemente als einzelne Stacheln (23) mit scheibenförmigen Tellern (24)
ausgebildet sind, die durch eine gelochte elastische Hülle (22) auf den Walzen (6,
6') positioniert festgehalten werden und die Elemente (15,17,20,23) fliehkraftausrichtend
an den Walzen (6, 6') angeordnet sind, wobei die Partikel des Stoffstroms während
des Durchtretens zwischen den Walzen (6, 6') impulsartig beaufschlagt und in Abhängigkeit
ihrer spezifischen Gewichte beschleunigt werden.
2. Vorrichtung zum Streuen von Streugut nach Patentanspruch 1, wobei die Federelemente
(15) als Druckgußelemente oder Flachstahlelemente ausgebildet sind.
3. Vorrichtung zum Streuen von Streugut nach Patentanspruch 1 oder 2, wobei die Federelemente
(20) eine Profilierung (21) aufweisen
4. Vorrichtung zum Streuen von Streugut nach Patentanspruch 1, wobei die Walzen (6, 6')
derart angeordnet sind, daß eine durch die Mittelachsen der Walzen (6, 6') verlaufende
Ebene (7) zu einer waagrechten Ebene (8) einen Winkel α (9) von 30 bis 90° vorzugsweise
von 45° bis 75° aufweist.
5. Vorrichtung zum Streuen von Streugut nach Patentanspruch 4, wobei zusätzlich ein Schacht
(11) zur Aufnahme von Fremdkörpern mit hohem spezifischem Gewicht vorgesehen ist.
1. Device for scattering spreadable material onto a continuously moving substrate during
the manufacture of wood material panels, comprising at least two rollers, which are
arranged to rotate in opposite directions and have elements for breaking up lumps
contained in a material stream, wherein the elements of adjacent rollers interact
by meshing with one another, characterized in that the elements (15, 19, 20, 23) are of a flexible design and that the elements are
mounted in the form of bent spring elements (15) in an articulated manner on the rollers
(6, 6') or the elements take the form of spiral spring elements 17) arranged in a
distributed manner on the rollers (6, 6') or the elements take the form of spring
elements (20) made of flexible sheet-metal discs or the elements take the form of
individual spikes (23) with disc-shaped plates (24) that are held securely in position
on the rollers (6, 6') by means of a perforated elastic covering (22) and the elements
(15, 17, 20, 23) are disposed in a centrifugally aligning manner on the rollers (6,
6'), wherein the particles of the material stream as they pass through between the
rollers (6, 6') are subjected to impulse loading and accelerated in dependence upon
their specific gravities.
2. Device for scattering spreadable material according to claim 1, wherein the spring
elements (15) take the form of diecast elements or flat steel elements.
3. Device for scattering spreadable material according to claim 1 or 2, wherein the spring
elements (20) have profiling (21).
4. Device for scattering spreadable material according to claim 1, wherein the rollers
(6, 6') are disposed in such a way that a plane (7) extending through the centre lines
of the rollers (6, 6') is at an angle α (9) of 30 to 90° preferably of 45° to 75°
to a horizontal plane (8).
5. Device for scattering spreadable material according to claim 4, wherein a shaft (11)
is additionally provided for receiving foreign bodies of a high specific gravity.
1. Dispositif de distribution de matières granulaires sur un support déplacé en continu
au cours de la fabrication de panneaux en matériaux dérivés du bois, comportant au
moins deux cylindres, disposés de manière à tourner en sens inverse et comportant
des éléments destinés à désagréger des amas solidifiés contenus dans le flux de matière,
les éléments de cylindres adjacents coopérant par prise les uns avec les autres, caractérisé en ce que les éléments (15, 19, 20, 23) sont réalisés sous forme d'éléments élastiques flexibles
et en ce que les éléments sous forme d'éléments à ressort (15) courbés sont montés de manière
articulée contre les cylindres (6, 6') ou les éléments sont réalisés sous forme d'éléments
à ressort en spirale (17) répartis sur les cylindres (6, 6') ou les éléments sont
réalisés sous forme d'éléments à ressort (20) dans des rondelles flexibles en tôle
ou les éléments sont réalisés sous forme de picots (23) individuels avec des rondelles
(24) en forme de disques, qui sont maintenues en position sur les cylindres (6, 6')
par un manchon (22) élastique perforé, et les éléments (15, 17, 20, 23) sont disposés
sur les cylindres (6, 6') en étant orientés selon la force centrifuge, les particules
de flux de matière étant sollicitées par impulsions pendant leur passage entre les
cylindres (6, 6') et étant accélérées en fonction de leur poids spécifique.
2. Dispositif de distribution de matières granulaires selon la revendication 1, dans
lequel les éléments à ressort (15) sont réalisés sous forme d'éléments moulés sous
pression ou d'éléments en acier plat.
3. Dispositif de distribution de matières granulaires selon la revendication 1 ou 2,
dans lequel les éléments à ressort (20) sont munis d'un profilage (21).
4. Dispositif de distribution de matières granulaires selon la revendication 1, dans
lequel les cylindres (6, 6') sont disposés de telle sorte qu'un plan (7), passant
par les axes médians des cylindres (6, 6'), délimite avec un plan horizontal (8) un
angle α (9) de 30 à 90°, de préférence de 45° à 75°.
5. Dispositif de distribution de matières granulaires selon la revendication 4, dans
lequel il est prévu en plus une cuve (11) destinée à recevoir les corps étrangers
ayant un poids spécifique élevé.