| (19) |
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(11) |
EP 1 153 745 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.2004 Patentblatt 2004/30 |
| (22) |
Anmeldetag: 26.04.2001 |
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| (54) |
Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck
Rotary sheet-fed printing press for multi-colour printing
Machine rotative à imprimer à feuilles pour impression en polychromie
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
13.05.2000 DE 10023136
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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14.11.2001 Patentblatt 2001/46 |
| (73) |
Patentinhaber: MAN Roland Druckmaschinen AG |
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63075 Offenbach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Bayer, Harald, Dipl.-Ing.
63110 Rodgau (DE)
- Herzan, Georg
61440 Oberursel/Taunus (DE)
- Gebel, Jens
63500 Seligenstadt (DE)
- Kemmerer, Klemens
63500 Seligenstadt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Stahl, Dietmar |
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MAN Roland Druckmaschinen AG,
Abteilung RTB,Werk S
Postfach 101264 63012 Offenbach 63012 Offenbach (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 085 751 WO-A-98/52757 DE-A- 4 219 116 US-A- 1 607 143
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WO-A-98/18627 WO-A-99/32292 DE-C- 3 936 345
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck nach
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] In Bogenrotationsdruckmaschinen für den Mehrfarbendruck ist ein wesentliches Problem
der Transport der Druckbogen vom Anleger bis zum Ausleger durch alle Druckwerke. In
konventionellen Bogendruckmaschinen sind die einzelnen Druckwerke durch Bogentransporttrommeln
miteinander verbunden. Diese Anordnung hat den Nachteil, daß der Druckbogen immer
mehr oder weniger starr geführt ist. Es ist aber auch bereits vorgeschlagen worden,
in den Bogenrotationsdruckmaschinen durchlaufende Kettenfördersysteme vorzusehen.
Hierbei wird der Druckbogen vor dem ersten Druckwerk auf einem Greiferwagen übernommen,
der den Bogen dann in einem Greiferschluß bis zur Übergabe an ein Auslegersystem festhält.
[0003] In der DE 3 936 345 C2 ist eine bogenverarbeitende Druckmaschine für Mehrfarbendruck
beschrieben. Sie weist mehrere hintereinanderliegende Druckwerke auf, die durch ein
endloses Kettenfördersystem miteinander verbunden sind. Die Greiferwagen des Kettenfördersystems
sind jeweils um die Oberseite von doppeltgroßen Gegendruckzylindern wellenförmig herumgeführt,
durchlaufen so nacheinander die Druckzonen aller Druckwerke und werden unter der Maschine
zum ersten Druckwerk zurückgeführt. Die Druckbogen werden vom Anleger her über ein
Vorgreifersystem auf eine Anlegertrommel und von dort auf den Greiferwagen, der sich
gerade auf den ersten Gegendruckzylinder befindet, übergeben. Nach dem Ausdrucken
auch der letzten Farbe wird der Bogen bis zu einem Auslegersystem geführt und dahin
übergeben. Dabei hat der Druckbogen nur zum Übernehmen auf den Greiferwagen und zur
Abgabe auf das Auslegersystem Greiferwechsel erfahren, die aber auf die Paßgenauigkeit
der Drucke keinen Einfluß haben.
[0004] Nachteilig an dieser Bauform ist, daß die Maschine eine sehr langgestreckte Ausdehnung
hat und für ihre Bedienung daher besondere Vorkehrungen zu treffen sind. Die Druckbogen
müssen einen relativ großen Höhenunterschied überwinden, indem sie indem sie vom Höhenniveau
des Anlegers nach unten in den Bereich der Druckwerke und von dort unten wieder auf
das Höhenniveau des Auslegers nach oben zu fördern sind. Dazu sind ziemlich platzaufwendige
Übergänge in der Bogenführung notwendig. Die ganze Anordnung ist von daher unrationell.
Außerdem ist über die gesamte Länge der Druckmaschine gesehen je nach Anzahl der Farben
eine mehr oder weniger große Anzahl von Greiferwagen beim Rücklauf vom Auslegersystem
zum Anlagetisch ungenutzt. Weiterhin sind die Druckwerke relativ schlecht zugänglich.
[0005] Zur Verkürzung der Baulänge einer Druckmaschine ist bereits vorgeschlagen worden,
sowohl den Anleger als auch den Ausleger auf einer Seite der Druckmaschine anzuordnen.
In der DEPS 933 927 ist eine Bogendruckmaschine mit Auslegerkette beschrieben. Die
Veröffentlichung betrifft eine Bogentiefdruckmaschine für den Einfarbendruck. Zur
Verbesserung der Bedienbarkeit ist dort der Ausleger neben dem Anleger angeordnet.
Das Kettenfördersystem zum Ausleger wird dabei über die Arbeitshöhe des Druckwerkes
nach oben und parallel zum Anlegetisch in einem relativ weiten Bogen bis zum Auslegerstapel
geführt. Dabei wird gleichzeitig der Druckbogen durch entsprechende Führung des Kettenfördersystems
über Kopf gewendet, so daß der Druckbogen mit der bedruckten Seite nach oben auf dem
Auslegerstapel zu liegen kommt. Auf diese Weise ist das Druckwerk von beiden Seiten
aus bis zum Boden frei zugänglich und die Bedienungsebene wird nicht durch ein gegebenenfalls
am Boden entlang zu führendes Auslegersystem künstlich erhöht. In dieser Veröffentlichung
ist allerdings kein Hinweis gegeben wie für eine solche Konfiguration in Mehrfarbendruckmaschinen
zu verfahren wäre. Die beschriebene Anordnung wäre dort nicht ausführbar und außerdem
auch unsinnig.
[0006] In der EP 0 085 751 B1 ist schließlich eine Offset-Bogen-Rotationsdruckmaschine beschrieben.
Eine kompakte Bauweise soll hier dadurch erreicht werden, daß an den in einer horizontalen
Zickzacklinie angeordneten Druckzylindem jeweils abwechselnd Druckwerke sowohl aufrecht
als auch auf dem Kopf stehend angeordnet sind. Die Druckwerke dieser Maschine sind
relativ schlecht zugänglich. Trotz allem ist die Druckmaschine noch ziemlich lang,
wobei die Nebenaggregate Anleger und Ausleger nun umso mehr Raum beanspruchen.
[0007] Aus der US-A-1 607 143 ist eine Mehrfarbenmaschine bekannt. Sie weist eine Anordnung
von Bogenanlegern benachbart zu einer Druckwerkseinheit auf. Die von Stapeln vereinzelten
Druckbogen werden einer ringförmigen Bogentransporteinrichtung zugeführt, die die
Bogen auf einer Kreisbahn durch von Zylinderpaaren gebildeten Druckzonen führt. Von
zwei Bogenanlegern ist jedem ein eigener Zuführmechanismus zu der Bogentransporteinrichtung
zugeordnet. Die Druckbogen werden danach von einem Kettentransportsystem übernommen
und oberhalb der Druckwerkseinheit entgegen der Laufrichtung des Transports von den
Bogenanlegern zu einem Paar von Bogenauslegern geführt und dort ausgelegt.
[0008] Aus der WO-A-98/18627 ist eine Stapellogistik einer Druckmaschine bekannt. Die Druckmaschine
weist einen Druckzylinder mit drei Greiferfeldem auf, dem zwei Druckwerke mit je einem
Drucktuch- und einem Formzylinder mit jeweils zwei bildführenden Druckflächen zugeordnet
sind. Die Bogenanlage und die Bogenauslage sind dem Druckzylinder parallel zueinander
gleichzeitig zugeordnet. Die Bogenanlage und die Bogenauslage sind mittels einer Linearfördereinheit
verbunden.
[0009] Schließlich ist aus der DE-A1-4 219 116 eine Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck
bekannt. Sie weist eine Reihe von Druckwerken auf, an deren Oberseite je ein Druckzylinder
angeordnet ist. Um die Druckzylinder ist in einer wellenförmigen Bahn ein endloses
erstes Kettenfördersystem geführt, dem von einem Bogenanleger Druckbogen zugeführt
werden. Das Kettenfördersystem wird oberhalb der Druckzylinder geradlinig zurückgeführt.
Die Druckbogen werden danach an ein zweites endloses Kettenfördersystem übergeben
und seitenrichtig auf einen parallel zum Anlegerstapel angeordneten Auslegerstapel
abgelegt.
[0010] Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Bogenrotationsdruckmaschine nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 vorzusehen, die eine verkürzte Baulänge bei verbesserter Bogenführung,
Bedienbarkeit und logistischer Anbindung aufweist und zudem flexibel einsetzbar ist.
[0011] Die Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Hierbei wird deutlich,
daß die einzelnen Druckwerke wegen des freien Zugangs gut bedienbar sind. Weiterhin
wird jeder Bogen annähernd in einer Ebene transportiert, wobei er sowohl vom Anleger
als auch zum Ausleger hin nicht über große Höhenunterschiede transportiert werden
muß. Außerdem steht beim Rückweg oberhalb der Druckwerke eine lange freie Strecke
zur Verfügung, die für die Trocknung genutzt werden kann. Die Bedienung der Maschine
wird insgesamt auch dadurch verbessert, daß beide Stapel auf einer Seite der Maschine
liegen und die Logistik, d.h. An und Abtransport von Bogenstapeln in der Druckerei
dadurch zusammengefaßt werden kann. Schließlich bietet sich die Bauform für den Einsatz
anderer Druckverfahren neben dem Offsetdruck in Spezialdruckeinheiten an, wobei eventuell
notwendige Nachbehandlungen leicht im Bereich des Rücktransports möglich sind. Dies
betont noch einmal die besonders rationelle Anordnung gegenüber konventionellen Bogenrotationsdruckmaschinen.
[0012] In den Unteransprüchen sind Variationsmöglichkeiten zur Konfiguration angegeben.
Die Bogentransportmittel können sowohl als Kombination von Kettenfördersystemen, als
auch von Bogentransporttrommeln und Kettenfördersystemen ausgeführt werden. Darüber
hinaus ist es möglich die Zuordnung ganzer Druckwerkseinheiten für sowohl einseitigen
als auch zweitseitigen Druck zu gestalten.
[0013] Die Erfindung wird beispielhaft im Folgenden anhand von zeichnerischen Darstellungen
näher erläutert.
[0014] Es zeigen
- Fig. 1
- eine Bogenrotationsdruckmaschine mit Kettenfördersystem und Logistik,
- Fig. 2
- eine Bogenrotationsdruckmaschine nach Fig. 1 mit Weiterverarbeitungswerken und mehreren
Kettenfördersystemen,
- Fig. 3
- eine Bogenrotationsdruckmaschine nach Fig. 1 mit einer Trommeleinheit und
- Fig. 4
- eine Bogenrotationsmaschine für Schön- und Widerdruck.
[0015] Eine in Figur 1 gezeigte Bogenrotationsdruckmaschine besteht aus mehreren Druckwerken
1 bis 4. Die Druckwerke 1 bis 4 sind als Offsetdruckwerke vorgesehen und bestehen
jeweils aus einem Plattenzylinder 6 mit einem Farb und einem Feuchtwerk, einem Gummizylinder
7 und einem Gegendruckzylinder 8. Die Anordnung ist konventionell, wobei die Gegendruckzylinder
8 mittels Bogentransporttrommeln 9 miteinander verbunden sind.
[0016] An die Bogenführungselemente, nämlich die Gegendruckzylinder 8 und die Bogenführungstrommeln
9, schließt sich ein Kettenfördersystem 11 an. Dieses Kettenfördersystem 11 ist vom
letzten Gegendruckzylinder 6 aus bis auf die Oberseite der Druckwerke 1 bis 4 und
dort mit Abstand zu den Druckwerkselementen über die gesamte Bogenrotationsdruckmaschine
zurückgeführt.
[0017] Die Druckbogen 10 werden vom Bogenstapel in einem Bogenanleger 12 vereinzelt, über
einen kurzen Anlegetisch 22 geführt und mit Hilfe eines Vorgreifers oder, wie hier
dargestellt, einer Anlegetrommel 17 direkt an eine Bogenführungstrommel 9 und danach
an den ersten Gegendruckzylinder 8 übergeben. Danach läuft jeder Druckbogen über die
Bogenführungstrommeln 9 und Gegendruckzylinder 8 durch alle Druckzonen der Druckwerke
1 bis 4. Vom Druckzylinder 8 des letzten Druckwerkes 4 werden die Druckbogen 10 an
das Kettenfördersystem 11 übergeben und mittels dessen auf der Oberseite der Bogenrotationsdruckmaschine
vom oberen Trumm 11B des Kettenfördersystems 11 zurückgeführt. Dabei können die Druckbogen
10 von einer Bogenführungseinrichtung in einer Transportebene geführt werden. Diese
Bogenführungseinrichtung kann aus passiven Elementen wie z.B. Bogenleitblechen oder
auch aus einer aktiven Bogenführungsbahn, die Lüfteranordnungen enthält, bestehen.
Nach dem Rücklauf der Druckbogen bis über das erste Druckwerk 1 wird dieser von dem
Kettenfördersystem 11 bis zum Bogenstapel eines Bogenauslegers 14 geführt und dort
abgelegt.
[0018] Da das Abdrucken der Bilder in den Druckwerken 1 bis 4 mit der Bildseite nach oben
erfolgt, liegt diese Bildseite beim Transport am rücklaufenden Trumm 11 B des Kettenfördersystems
11 nach unten. Um die Effektivität der Maschine zu steigern, kann nun unterhalb des
rücklaufenden Trumms 11B des Kettenfördersystems 11 eine Anordnung von Trocknern 16
vorgesehen werden. In Figur 1 ist ein solcher Trockner 16 dem aufsteigenden Ast des
Trumms 11B des Kettenfördersystems 11 zugeordnet. Die Trockenstrecke kann damit fast
beliebig lang gestaltet werden.
Bei Einsatz einer Bogenwendevorrichtung zwischen Druckwerken der Bogenrotationsdruckmaschine
kann neben einer Zwischentrocknung innerhalb der Druckwerke auch eine doppelseitige
Trocknung im Bereich des Kettenfördersystems 11 vorgesehen werden, um ein gutes Trocknungsverhalten
zu erzielen..
[0019] Die Druckbogen 10 werden zur seitenrichtigen Ablage vom Kettenfördersystem 11 um
einen Wendebogen 15 geführt, damit die bedruckte Seite wieder nach oben weist.. Weiterhin
kann auf dem nun in Arbeitsrichtung der Bogenrotationsdruckmaschine vorlaufenden Trumm
11A der Druckbogen 10 über den Bogenstapel des Bogenauslegers 14 hinweg geführt werden
und auf einem in einer gesonderten Hubvorrichtung angeordneten Makulaturstapel 18
ausgelegt werden. Damit ist der automatische Wechsel des Bogenstapels im Bogenausleger
14 sowie auch das Auscheiden von Test- oder Makulaturbogen auf einfachste Weise möglich.
[0020] Durch die parallele Anordnung von Bogenanleger 12 und Bogenausleger 14 ist die Integration
eines Logistiksystems auf besonders günstige Weise möglich. Das Logistiksystem besteht
aus einer Zuführrollenbahn A, einem Palettentransportsystem B und einer Abführrollenbahn
C. Bogenstapel werden mit Hilfe von Fördermitteln D auf der Zuführrollenbahn A abgesetzt
und mittels dieser dem Bogenanleger 12 zugeführt. Zum automatischen und kontinuierlichen
Auswechseln der Bogenstapel im Bogenanleger 12 ist dort eine Stapelwechselvorrichtung
12A vorgesehen. Nach weitgehender Abarbeitung des Bogenstapels im Bogenanleger 12
wird mittels der genannten Stapelwechselvorrichtung 12A eine den Stapelrest tragende
Palette aus dem Bogenanleger 12 entnommen und auf dem Palettentransportsystem C abgesetzt
während gleichzeitig ein neuer Bogenstapel dem Bogenanleger 12 zugeführt wird. Die
leere Palette kann nun auf dem Palettentransportsystem C, das ja den Bogenanleger
12 mit dem Bogenausleger 14 verbindet, zum Bogenausleger 14 geführt werden. Dazu sind
in Figur 1 Drehelemente C1 vorgesehen, mittels deren die Palette in beliebige Richtung
gedreht und so seitenrichtig weitertransportiert werden kann. In dem Palettentransportsystem
C kann auch eine Zufuhreinrichtung für zusätzliche Paletten vorgesehen sein, falls
im Bogenausleger 14 mehr Paletten benötigt werden, als vom Bogenanleger 12 freigemacht
werden.
Der Bogenausleger 14 ist selbstverständlich ebenfalls mit einer automatischen Stapelwechselvorrichtung
geeigneter Art ausgerüstet.
[0021] Das Palettentransportsystem C kann im übrigen auch als Staustrecke für überzählige
Paletten verwendet werden. Weiterhin kann das Palettentransportsystem C mit einer
Abtransporteinrichtung versehen sein, mittels derer Paletten mit einem nicht mehr
benötigten Stapelrest oder Paletten mit einem in dem Bogenanleger 12 bzw. der Stapelwechselvorrichtung
12A nicht verarbeitbaren Bogenstapel abgeführt werden können, ohne dabei die Stapelzu-
und -abfuhr auf der Bedienungsseite der Bogenrotationsdruckmaschine zu behindern.
Die Stapelzufuhr bzw. der Stapelwechsel an Bogenanleger 12 und Bogenausleger 14 kann
prinzipiell von beiden Seiten bzw. in allen Richtungen des Logistikssystems erfolgen,
so daß Bogenstapel auch teilverarbeitet sowohl im Bogenanleger 12 als auch im Bogenausleger
14 wieder einsetzbar sind.
[0022] Anstatt von Drehelementen können für den Transport der Paletten vom Bogenanleger
12 zum Bogenausleger 14 auch andere Transportmittel eingesetzt werden, um die Paletten
vom Bogenanleger 12 zum Bogenausleger 14 zu transportieren..
[0023] Vorteilhaft an dieser Maschine ist, daß die Logistik zur Verarbeitung des Bedruckstoffes
zentral angeordnet ist. Die Zuordnung kann noch in gewissem Umfang variiert werden.
Für die beschriebene Maschinenkonfiguration ergibt sich eine extrem lange Trockenstrecke
bei gleichzeitig verbesserter Bedienung durch kurze Bedienwege. Die Anordnung ist
so gewählt, daß ohne Verwendung von Sockelanordnungen große Stapelhöhen im Bogenanleger
und vor allem im Bogenausleger möglich sind. Gleichzeitig ist eine Makulaturauslage
im Bereich der Logistik integriert. Bei Verwendung der Makulaturauslage kann der automatische
Stapelwechsel am Bogenausleger 14 dadurch verbessert werden, daß während des Stapelwechselvorganges
eine beliebig große Lücke im Bogenstrom erzeugt wird. Durch komplette Kapselung von
Bogenanleger 12 und Bogenausleger 14 sind die Arbeitsbedingungen des Personals sehr
günstig gestaltet und es kann eine Trennung des Logistikbereiches vom Druckbereich
erzielt werden.
[0024] Die Bogenrotationsdruckmaschine nach Fig. 2 entspricht im wesentlichen derjenigen
nach Fig. 1. Sie ist ebenfalls mit einer Logistikzentrale versehen, wobei diese hier
nicht dargestellt ist. Im Unterschied zu Fig. 1 ist hier im Anschluß an den Gegendruckzylinder
8 des letzten Druckwerkes 4 eine weitere Arbeitseinheit 5 vorgesehen. Die Druckbogen
10 werden dieser Arbeitseinheit durch Bogentransporttrommeln 23 zugeführt. Wenn die
Bogentransporttrommeln 23 in der Art von Gegendruckzylindern ausgeführt sind können
diesen Beschichtungseinheiten 24 zugeordnet werden, um den bedruckten Druckbogen beidseitig
mittels Lack oder anderer Beschichtungsstoffe veredeln zu können. Die Druckbogen werden
danach über eine weitere Bogentransporttrommel 23 dem Kettenfördersystem 11 zugeführt.
Die letzte Arbeitseinheit 5 in Form einer Trommelübergabeeinheit kann auf sehr vorteilhafte
Weise als zusätzliche Arbeitseinrichtung konfiguriert. Hier können die Druckbogen
kalandriert, also geglättet, numeriert, perforiert, gerillt, genutet, geschnitten,
geheizt, befeuchtet o.ä. werden. Bei Einsatz der Trommelübergabeinheit als Widerdruckwerk
wäre gegebenenfalls die Wendeeinrichtung entbehrlich. Für Widerdruck kann eine der
genannten Beschichtungseinheiten 24 in Form eines Flexodruckwerkes benutzt werden.
[0025] In Fig. 3 ist die bereits beschriebene Bogenrotationsdruckmaschine durch weitere
Druckwerke 30, 31 ergänzt. Diese sind mittels eines Kettenfördersystems 32 mit einer
letzten Bogenführungstrommel 5 des Druckwerkes 4 verbunden. Die Druckwerke 30, 31
sind als Überkopfdruckwerke ausgebildet, wobei deren Gegendruckzylinder 33 an der
Oberseite und die Übertragungszylinder 34 und Formzylinder 35 mit den Farb- und Feuchtwerken
36 darunter angeordnet sind. Durch die gezeigte Kombination wird in den Druckwerken
30, 31 auf den vorher von der Oberseite bedruckten Druckbogen 10 ein weiteres mehrfarbiges
Druckbild auf deren Rückseite aufgebracht. Vom Gegendruckzylinder 33 des Druckwerkes
31 werden die Druckbogen an ein weiteres Kettenfördersystem 37 übergeben, das die
Druckbogen dann zum Kettenfördersystem 11 führt, mit dem die Druckbogen dann auf den
Bogenausleger 14 ausgelegt werden können. Werden die Druckwerke 30, 31 nicht benötigt
können die Druckbogen auch vom Kettenfördersystem 32 direkt an das Kettenfördersystem
11 zum Rücktransport in den Bogenausleger 14 übergeben werden.
[0026] In Figur 4 ist schließlich eine Bogenrotationsdruckmaschine dargestellt, mittels
derer mehrfarbiger Schön- und Widerdruck erzeugbar ist. Dazu ist auf der aus Fig.
1 bekannten Anordnung der Druckwerke 1 bis 4 eine zweite gleichwirkende Anordnung
von Druckwerken 41 bis 44 aufgesetzt. Diese Druckwerke 41 bis 44 sind allerdings in
ihrer Laufrichtung derjenigen der Druckwerke 1 bis 4 entgegengesetzt angeordnet. Zwischen
dem letzten Druckwerk 4 der unteren Maschine und dem ersten Druckwerk 41 der oberen
Maschine ist ein Kettenfördersystem 45 angeordnet, das die Druckbogen der oberen Maschine
so zuführt, daß deren unbedruckte Rückseite mittels der Druckwerke 41 bis 44 bedruckt
werden kann. Dabei werden die Druckbogen mit dem gleichen Greiferrand voraus transportiert
wie in den unteren Druckwerken 1 bis 4. Im Anschluß an das Druckwerk 44 ist das nunmehr
verkürzte Kettenfördersystem 11 zur Auslage der Druckbogen auf dem Bogenausleger 14
angeordnet. Diese Maschine besteht aus Standardteilen und ermöglicht auf einfache
Weise den Schön- und Widerdruck ohne komplizierte Wendeeinrichtungen.
[0027] Neben einem Kettenfördersystem sind in den beschriebenen Konfigurationen von Bogenrotationsdruckmaschinen
auch Systeme mit Trommelanordnungen denkbar. Dies ist von den örtlichen Verhältnissen
abhängig. Allen Bogentransportmitteln können Bogenführungsmittel in Form von mechanischen
Leiteinrichtungen, pneumatischen Leiteinrichtungen oder Kombinationen davon zugeordnet
sein. Gleiches gilt für die Zuordnung von Trocknungshilfsmitteln.
[0028] Weiterhin kann in jeder der beschriebenen Konfigurationen auch ein anderes Druckverfahren
angewendet werden, z.B. direkter oder indirekter Flexodruck, direkter oder indirekter
Tiefdruck, wasserloser Offsetdruck oder verschiedenste Beschichtungsverfahren. Diese
Verfahren sind alle in die beschriebenen Logistikverfahren integrierbar.
Bezugszeichenliste:
[0029]
Druckwerk 1
Druckwerk 2
Druckwerk 3
Druckwerk 4
Arbeitseinheit 5
Plattenzylinder 6
Gummizylinder 7
Gegendruckzylinder 8
Bogentransporttrommel 9
Druckbogen 10
Kettenfördersystem 11
vorlaufendes Trumm 11A
rücklaufendes Trumm 11B
Bogenanleger 12
Stapelwechselvorrichtung 12A
Bogenausleger 14
Wendebogen 15
Trockner 16
Anlegetrommel 17
Makulaturstapel 18
Anlegetisch 22
Bogentransporttrommel 23
Beschichtungseinheit 24
Druckwerk 30
Druckwerk 31
Kettenfördersystem 32
Gegendruckzylinder 33
Übertragungszylinder 34
Formzylinder 35
Farb- und Feuchtwerk 36
Kettenfördersystem 37
Druckwerk 41
Druckwerk 42
Druckwerk 43
Druckwerk 44
Kettenfördersystem 45
Zuführrollenbahn A
Palettentransportsystem B
Abführrollenbahn C
Fördermitteln D
Drehelement C1
1. Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck mit wenigstens einem Bogenanleger
(12), einem Bogenausleger (14), mehreren Druckwerken (1 - 4) und/oder Arbeitseinheiten
(5), ersten Bogentransportmitteln (8, 9, 23) zum Transport von Druckbogen durch Druckzonen
aller Druckwerke (1 - 4) und wenigstens ein erstes endloses Kettenfördersystem (11,
11A, 11B) beinhaltende weitere Bogentransportmittel zum Transport der Druckbogen zum
Bogenausleger (14), wobei der Bogenanleger (12) und der Bogenausleger (14) derart
auf der gleichen Seite der Bogenrotationsdruckmaschine parallel zueinander angeordnet
sind, dass der Bogenanleger (12) zwischen dem ersten Druckwerk (1) und dem Bogenausleger
(14) angeordnet ist, wobei die weiteren Bogentransportmittel über den Bogenanleger
(12) hinweggeführt und mit dem Bogenausleger (14) verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet,
- dass die ersten Bogentransportmittel (8, 9, 23) als Bogen transportierende Zylinder oder
Trommeln direkt einander in Richtung des Druckprozesses nachgeordnet an der Unterseite
der ersten Druckwerke (1 - 4) bzw. Arbeitseinheiten (5) angeordnet sind,
- dass zum Transport der Druckbogen von den ersten Druckwerken (1 - 4) zum Bogenausleger
(14) entgegen der Laufrichtung des Druckprozesses der ersten Druckwerke (1 - 4) weitere,
den ersten Druckwerken (1 - 4) nachgeordnete und/oder oberhalb der ersten Druckwerke
(1 - 4) angeordnete Bogentransportmittel (23; 33, 37; 45) und/oder Bogen transportierende
Anordnungen von Bogentransportmitteln enthaltenden Bearbeitungsaggregaten (5; 31,
32), und/oder zweiten Druckwerken (41 - 44) vorgesehen sind,
- dass weiterhin der Bogenanleger (12) und der Bogenausleger (14) mittels eines gemeinsamen
Stapeltransportsystems direkt miteinander verbunden sind
- wobei am Bogenanleger (12) eine Bogenstapel zuführende Transporteinrichtung und
am Bogenausleger (14) eine Bogenstapel abführende Transporteinrichtung vorgesehen
ist, und
- dass der Bogenanleger (12) und der Bogenausleger (14) mittels einer Transportverbindung
miteinander gekoppelt sind, derart dass mindestens ein Stapel- und/oder Palettentransport
in direkter Verbindung zwischen Bogenanleger (12) und Bogenausleger (14) ausführbar
ist.
2. Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die weiteren Bogentransportmittel ein endloses Kettenfördersystem (11) mit einem
vorlaufenden (11A) und einem rücklaufenden Trumm (11B) bilden, wobei das vorlaufende
Trumm (11A) wenigstens dem Bogenausleger (14) zugeordnet ist und das rücklaufende
Trumm (11B) als bogenführender Teil des Kettenfördersystems (11) oberhalb der ersten
Druckwerke (1 bis 4) bzw. Arbeitseinheiten (5) angeordnet ist und die Druckbogen nach
dem Rücktransport am rücklaufenden Trumm (11B) auf der dem Bogenanleger (12) zugewandten
Seite der Bogenrotationsdruckmaschine zum Bogenausleger (14) übergebbar sind.
3. Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass den ersten Druckwerken (1 - 4) wenigstens eine Arbeitseinheit (5) gebildet aus Zylindern
und Trommeln nachgeordnet ist, wobei die Druckbogen von der Arbeitseinheit (5) an
das Kettenfördersystem (11) übergebbar sind und wobei weiterhin die Arbeitseinheit
(5) als Trommelübergabeeinheit ausgebildet ist und mit Einrichtungen zum Beschichten
und/oder Kalandrieren und/oder Perforieren und/oder Rillen und/oder Nuten und/oder
Schneiden und/oder Heizen und/oder Befeuchten und/oder Nummerieren versehen oder als
Widerdruckwerk ausgebildet ist.
4. Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass den ersten Druckwerken (1-4) wenigstens ein weiteres Druckwerk (30, 31) zugeordnet
ist, mittels dessen Druckbogen von der Unterseite bedruckbar sind, und das mittels
eines Bogentransfersystems (32) mit der Bogenrotationsdruckmaschine verbunden ist,
wobei das Bogentransfersystem (32) die Druckbogen seitenrichtig an das Druckwerk (30,
31) übergibt.
5. Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass den ersten Druckwerken (1 - 4) wenigstens eine weitere aus einem oder mehreren zweiten
Druckwerken (41 - 44) bestehende Druckeinheit in einer Ebene oberhalb der ersten Druckwerke
(1 - 4) zugeordnet ist, wobei die Druckeinheit parallel zu den ersten Druckwerken
(1 - 4) angeordnet und diesen in ihrer Transportrichtung entgegengesetzt zugeordnet
ist, und dass zwischen den ersten Druckwerken (1 - 4) und den zweiten Druckwerken
(41 - 44) ein Bogentransfersystem (45) derart angeordnet ist, dass die Druckbogen
mit der gleichen Kante vorauslaufend Bogen führenden Elementen der zweiten Druckwerke
(41 - 44) zugeführt und in den weiteren Druckwerken (41 - 44) von der Rückseite bedruckt
werden.
6. Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Transportverbindung als Palettentransportsystem (B) ausgeführt ist, das mit einer
durch den Bogenanleger (12) geführten Zuführrollenbahn (A) und/oder mit einer durch
den Bogenausleger (14) geführten Abführrollenbahn (C) verknüpft ist.
7. Bogenrotationsdruckmaschine nach Anspruch 6 ,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Palettentransportsystem (B) mit Einrichtungen zum Bewegen von leeren und beladenen
Paletten versehen ist, wobei Paletten gepuffert, zu- und abgeführt, in ihrer Transportorientierung
verändert und wahlweise dem Bogenanleger (12) bzw. dem Bogenausleger (14) entnommen
bzw. zugeführt werden können.
8. Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Bogenanleger (12) und der Bogenausleger (14) als gemeinsame Baueinheit ausgeführt
sind.
9. Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Verwendung in den Druckwerken (1 - 4; 30, 31; 41 - 44) bzw. Arbeitseinheiten
(5) wahlweise Lackier- (9), Flexodruck- oder Tiefdruckwerke vorgesehen sind.
10. Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass parallel zur Transportbahn der Kettenfördersysteme (11; 32, 37; 45) einer oder beiden
Seiten der zu transportierenden Druckbogen Trockner (16) vorgesehen sind.
11. Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass dem Bogenausleger (14) in Transportrichtung des Kettenfördersystems (11), vorzugsweise
etwa oberhalb des Bogenanlegers (12), eine Vorrichtung zur Makulaturauslage (18) nachgeordnet
ist.
12. Bogenrotationsdruckmaschine für Mehrfarbendruck nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckbogen der Bogenrotationsdruckmaschine von dem Bogenanleger (12) vorzugsweise
mittels eines hoch liegenden Anlagesystems zuführbar sind, wobei die Zuführebene eines
zwischen dem Bogenstapel im Bogenanleger (12) und der Übernahmestelle der Anlegetrommel
(17) angeordneten Anlegetisches (22) nur sehr wenig oder gar nicht geneigt ist und
eine Stapelwechselvorrichtung (12A) als in den Raum unterhalb der Zuführebene in den
Stapelbereich des Bogenanlegers (12) ein- und ausfahrbares Reststapeltragsystem ausgebildet
ist.
1. Sheet-fed rotary press for multicolour printing, comprising at least one sheet feeder
(12), a sheet deliverer (14), a plurality of printing units (1-4) and/or operating
units (5), first sheet transport means (8, 9, 23) for transporting printed sheets
through printing zones of all the printing units (1-4) and further sheet transport
means containing at least one first endless chain conveyor system (11, 11A, 11B) for
transporting the printed sheets to the sheet deliverer (14), the sheet feeder (12)
and the sheet deliverer (14) being arranged parallel to each other on the same side
of the sheet-fed rotary press in such a way that the sheet feeder (12) is arranged
between the first printing unit (1) and the sheet deliverer (14), the further sheet
transport means being led over the sheet feeder (12) and connected to the sheet deliverer
(14),
characterized
- in that the first sheet transport means (8, 9, 23) are arranged as sheet transporting cylinders
or drums arranged directly after one another in the direction of the printing process
on the underside of the first printing units (1-4) and/or operating units (5),
- in that, to transport the printing sheets from the first printing units (1-4) to the sheet
deliverer (14) in the direction opposite to the running direction of the printing
process of the first printing units (1-4), further sheet transport means (23; 33,
37; 45) and/or processing assemblies (5; 31, 32) containing sheet-transporting arrangements
of sheet transport means and/or second printing units (41-44) are provided downstream
of the first printing units (1-4) and/or above the first printing units (1-4),
- in that, furthermore, the sheet feeder (12) and the sheet deliverer (14) are connected directly
to each other by means of a common stack transport system
- a transport device supplying a sheet stack being provided on the sheet feeder (12),
and a transport device carrying a sheet stack away being provided on the sheet deliverer
(14), and
- in that the sheet feeder (12) and the sheet deliverer (14) are coupled to each other by means
of a transport connection in such a way that at least one stack and/or pallet transport
can be carried out in a direct connection between sheet feeder (12) and sheet deliverer
(14).
2. Sheet-fed rotary press according to Claim 1, characterized in that the further sheet transport means form an endless chain conveyor system (11) with
a leading run (11A) and a return run (11B), the leading run (11A) being assigned at
least to the sheet deliverer (14) and the return run (11B) being arranged above the
first printing units (1 to 4) and/or operating units (5) as a sheet-carrying part
of the chain conveyor system (11) and it being possible for the printed sheets, after
being transported back on the return run (11B), to be transferred to the sheet deliverer
(14) on the side of the sheet-fed rotary press facing the sheet feeder (12).
3. Sheet-fed rotary press according to Claim 1 or 2, characterized in that at least one operating unit (5) formed of cylinders and drums is arranged downstream
of the first printing units (1-4), it being possible for the printed sheets to be
transferred to the chain conveyor system (11) by the operating unit (5) and, furthermore,
the operating unit (5) being formed as a drum transfer unit and being provided with
devices for coating and/or calendering and/or perforating and/or creasing and/or grooving
and/or cutting and/or heating and/or moistening and/or numbering or formed as a recto
printing unit.
4. Sheet-fed rotary press according to Claim 1 to 3, characterized in that at least one further printing unit (30, 31), by means of which printed sheets can
be printed from the underside, is assigned to the first printing units (1-4), and
which, by means of a sheet transfer system (32) is connected to the sheet-fed rotary
press, the sheet transfer system (32) transferring the correct side of the printed
sheets to the printing unit (30, 31).
5. Sheet-fed rotary press according to Claim 1 to 3, characterized in that at least one further printing facility comprising one or more second printing units
(41-44) is assigned to the first printing units (1-4) in a plane above the first printing
units (1-4), the printing facility being arranged parallel to the first printing units
(1-4) and being assigned to the latter in the direction opposite to their transport
direction, and in that, between the first printing units (1-4) and the second printing units (41-44), a
sheet transfer system (45) is arranged in such a way that the printed sheets are supplied,
with the same edge leading, to sheet-carrying elements belonging to the second printing
units (41-44) and are printed from the rear in the further printing units (41-44).
6. Sheet-fed rotary press according to Claim 1 to 5, characterized in that the transport connection is designed as a pallet transport system (B), which is linked
to a feed roller track (A) led through the sheet feeder (12) and/or to a discharge
roller track (C) led through the sheet deliverer (14).
7. Sheet-fed rotary press according to Claim 6, characterized in that the pallet transport system (B) is provided with devices for moving empty and loaded
palettes, it being possible for pallets to be buffered, supplied and carried away,
changed in their transport orientation and optionally removed from the sheet feeder
(12) or supplied to the sheet deliverer (14).
8. Sheet-fed rotary press for multicolour printing according to one of the preceding
claims, characterized in that the sheet feeder (12) and the sheet deliverer (14) are designed as a common structural
unit.
9. Sheet-fed rotary press for multicolour printing according to one of the preceding
claims, characterized in that varnishing (9), flexographic printing or gravure printing units are provided for
use in the printing units (1-4; 30, 31; 41-44) and/or operating units (5).
10. Sheet-fed rotary press for multicolour printing according to one of the preceding
claims, characterized in that dryers (16) are provided in parallel with the transport path of the chain conveyor
systems (11; 32, 37; 45) of one or both sides of the printed sheets to be transported.
11. Sheet-fed rotary press for multicolour printing according to one of the preceding
claims, characterized in that an apparatus for delivering rejects (18) is arranged downstream of the sheet deliverer
(14) in the transport direction of the chain conveyor system (11), preferably somewhat
above the sheet feeder (12).
12. Sheet-fed rotary press for multicolour printing according to one of the preceding
claims, characterized in that the printing sheets can be supplied to the sheet-fed rotary press by the sheet feeder
(12) preferably by means of a high feeder system, the feed plane of a feed table (22)
arranged between the sheet stack in the sheet feeder (12) and the acceptance point
of the feed drum (17) being inclined only a little or even not at all, and a stack
changing apparatus (12A) being formed as a residual stack carrying system which can
be moved into and out of the space underneath the feeder plane into the stacking area
of the sheet feeder (12).
1. Machine à imprimer rotative à feuilles pour l'impression polychrome comprenant au
moins un margeur de feuilles (12), un dispositif de sortie de feuilles (14), plusieurs
groupes d'impression (1-4) et/ou unités de travail (5), des premier moyens de transport
de feuilles (8, 9, 23) destinés au transport de feuilles d'impression à travers des
zones d'impression de tous les groupes d'impression (1-4) et des moyens de transport
de feuilles supplémentaires qui comprennent au moins un premier système transporteur
à chaîne sans fin (11, 11A, 11B), destinés à transporter les feuilles d'impression
jusqu'au dispositif de sortie de feuilles (14), le margeur de feuilles (12) et le
dispositif de sortie de feuilles (14) étant disposés parallèlement entre eux sur le
même côté de la machine à imprimer rotative à feuilles, de telle manière que la margeur
de feuilles (12) soit disposé entre le premier groupe d'impression (1) et le dispositif
de sortie de feuilles (14), les moyens de transport de feuilles supplémentaires étant
passés au-dessus du margeur de feuilles (12) et reliés au dispositif de sortie de
feuilles (14),
caractérisé
- en ce que les premiers moyens de transport de feuilles (8, 9, 23) constitués par des cylindres
ou tambours transportant les feuilles sont disposés directement en aval l'un de l'autre
dans le sens du processus d'impression, au niveau du côté inférieur des premiers groupes
d'impression (1-4) ou des premières unités de travail (5),
- en ce que, pour le transport des feuilles d'impression des premiers groupes d'impression (1-4)
au dispositif de sortie (14) en sens inverse du déroulement du processus d'impression
des premiers groupes d'impression (1-4), sont prévus des moyens de transport de feuilles
supplémentaires (23 ; 33, 37 ; 45) disposés en aval des premiers groupes d'impression
(1-4) et/ou disposés au-dessus des premiers groupes d'impression (1-4), et/ou des
ensembles de groupes de travail (5 ; 31, 32) et/ou de deuxièmes groupes d'impression
(41-44) contenant des moyens de transport de feuilles, et qui transportent des feuilles,
- en ce que, de plus, le margeur de feuilles (12) et le dispositif de sortie de feuilles (14)
sont reliés directement l'un à l'autre au moyen d'un système transporteur à chaîne
commun,
- en ce qu'il est prévu, au niveau du margeur de feuilles (12), un dispositif de transport qui
achemine une pile de feuilles et, au niveau du dispositif de sortie de feuilles (14),
un dispositif de transport qui évacue une pile de feuilles , et
- en ce que le margeur de feuilles (12) et le dispositif de sortie de feuilles (14) sont accouplés
l'un à l'autre au moyen d'une liaison de transport de telle manière qu'au moins un
transport de piles et/ou de palettes puisse être exécuté en une liaison directe entre
le margeur de feuilles (12) et le dispositif de sortie de feuilles (14).
2. Machine à imprimer rotative à feuilles selon la revendication 1, caractérisée en ce que les moyens de transport de feuilles supplémentaires forment un système transporteur
à chaîne sans fin (11) qui comprend un brin avançant (11A) et un brin de retour (11B),
le brin avançant (11A) étant associé au moins au dispositif de sortie de feuilles
(14) et le brin de retour (11B) qui constitue une partie de guidage de feuilles du
système transporteur à chaîne (11), étant disposé au-dessus des premiers groupes d'impression
(1 à 4) ou des premières unités de travail (5) et les feuilles d'impression pouvant
être transportées, après le transport de retour sur le brin de retour (11B), sur le
côté de la machine à imprimer rotative à feuilles dirigée vers le margeur de feuilles
(12), sur le dispositif de sortie de feuilles (14).
3. Machine à imprimer rotative à feuilles selon l'une des revendications 1 ou 2,
caractérisée en ce qu'au moins une unité de travail (5) formée de cylindres et de tambours est disposée
en aval des premiers groupes d'impression (1-4), les feuilles d'impression pouvant
être transférées de l'unité de travail (5) au système transporteur à chaîne (11) et
l'unité de travail (5) étant en supplément constituée par une unité de transfert à
tambour et étant munie de dispositifs pour enduire et/ou calandrer et/ou perforer
et/ou canneler et/ou rainurer et/ou découper et/ou chauffer et/ou humidifier et/ou
numéroter ou encore étant constituée par un groupe d'impression de verso.
4. Machine à imprimer rotative à feuilles selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce qu'aux premiers groupes d'impression (1-4) est associé au moins un groupe d'impression
supplémentaire (30, 31), au moyen duquel des feuilles d'impression peuvent être imprimées
sur le verso et qui est relié à la machine à imprimer rotative à feuilles au moyen
d'un système de transfert de feuilles (32), le système de feuilles (32) débitant les
feuilles d'impression au groupe d'impression (30, 31) sur le bon côté.
5. Machine à imprimer rotative à feuilles selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisée en ce qu'aux premiers groupes d'impression (1-4), est associée au moins une unité d'impression
supplémentaire composée d'un ou de plusieurs groupes d'impression (41-44), dans un
plan situé au-dessus des premiers groupes d'impression (1-4), l'unité d'impression
étant disposée parallèlement aux premiers groupes d'impression (1-4) et étant associé
à ceux-ci en sens inverse de leur sens de transport, et en ce que, entre les premiers groupes d'impression (1-4) et les deuxièmes groupes d'impression
(41-44), est disposé un système de transfert de feuilles (45), de telle manière que
les feuilles d'impression soient acheminées, avec le même bord en avant, avec des
éléments de guidage de feuilles des deuxièmes groupes d'impression (41-44) et soient
imprimées dans les groupes d'impression supplémentaires (41-44) sur la face arrière.
6. Machine à imprimer rotative à feuilles selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisée en ce que la liaison de transport est constituée par un système de transport de palettes (B)
qui est combinée à un chemin à rouleaux d'amenée (A) qui passe à travers le margeur
de feuilles (12) et/ou à un chemin à rouleaux d'évacuation (C) qui passe à travers
le dispositif de sortie de feuilles (14).
7. Machine à imprimer rotative à feuilles selon la revendication 6,
caractérisée en ce que le système de transport de palettes (B) est muni de dispositifs destinés au déplacement
de palettes vides et de palettes chargées, dans lequel les palettes peuvent être accumulées
en tampon, acheminées et évacuées, changées d'orientation de transport et sélectivement
prises dans le margeur de feuilles (12) ou dans le dispositif de sortie de feuilles
(14) ou encore acheminées à ces derniers.
8. Machine à imprimer rotative à feuilles selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le margeur de feuilles (12) et le dispositif de sortie de feuilles (14) sont constitués
par une unité de construction commune.
9. Machine à imprimer rotative à feuilles selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que des groupes d'impression de vernissage (9), d'impression flexographique ou d'impression
héliographique sont prévus au choix pour être utilisés dans les groupes d'impression
(1-4 ; 30, 31 ; 41-44) ou dans les unités de travail (5).
10. Machine à imprimer rotative à feuilles selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que des séchoirs (16) sont prévus parallèlement au chemin de transport des système transporteur
à chaîne (11 ; 32 , 37 ; 45)de l'un ou des deux côtés des feuilles d'impression à
transporter.
11. Machine à imprimer rotative à feuilles selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce qu'un dispositif pour la sortie des maculatures (18) est disposé en aval du dispositif
de sortie de feuilles (14) dans le sens de transport du système transporteur à chaîne
(11 ), de préférence à peu près au-dessus du margeur de feuilles (12).
12. Machine à imprimer rotative à feuilles selon une des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les feuilles d'impression peuvent être acheminée à la machine à imprimer rotative
à feuilles à partir du margeur de feuilles (12), de préférence au moyen d'un système
de marge placé en hauteur, le plan d'acheminement d'une table de marge (22) disposée
entre la pile de feuilles contenu dans le margeur (12) et le côté de prise en charge
du tambour de marge (17) et seulement très légèrement incliné, ou même absolument
pas incliné, et un dispositif de changement de piles (12A) étant constitué par un
système de support de pile résiduelle qui peut être introduit dans l'espace situé
au-dessous du plan d'acheminement dans la région de la pile du margeur de feuilles
(12) ou être évacué de cet espace.