[0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der elektrischen Bauelemente und ist bei der konstruktiven
Ausgestaltung von Vakuumschaltkammern anzuwenden, deren Gehäuse zwei kappenartige
Metallteile und einen ringförmigen Isolator aufweist und für Schaltzwecke im unteren
Wechselspannungsbereich (bis zu 1000 V) vorgesehen sind.
[0002] Bei einer bekannten Vakuumschaltkammer dieser Art sind die beiden kappenartigen,
aus Kupfer bestehenden Metallteile, von denen das eine den eigentlichen Schaltraum
für das feststehende und das axial bewegbare Kontaktstück bildet, am Ende des rohrförmigen
Wandbereiches jeweils mittels einer Schneidenlötung mit dem ringförmigen Isolator
vakuumdicht verbunden. Um mit dieser bekannten Vakuumschaltkammer bei möglichst kleinen
axialen und radialen Abmessungen Kurzschlußströme im Bereich von 50 bis 100 kA sicher
schalten zu können, ist ein Faltenbalg mit seinem einen Ende in unmittelbarer Nähe
zum bewegbaren Kontaktstück an dessen Kontaktbolzen angelötet und wird vom ringförmigen
Isolator konzentrisch umgeben; ein kappenförmiger Schutzschild am Boden des bewegbaren
Kontaktstückes schützt dabei den Faltenbalg gegen elektrische Belastungen. - Diese
Schaltröhre weist keine besondere Abschirmung zum Schutz der vom ringförmigen Isolator
gebildeten inneren Isolierstrecke auf, da eine relativ breit ausgebildete Stirnfläche
des ringförmigen Isolators dem Kontaktbereich abgewandt ist. - Die Stromanschlüsse
dieser bekannten Vakuumschaltkammer sind - wie üblich - als Bolzen ausgeführt, die
durch das jeweilige kappenartige Metallteil axial hindurchgeführt sind. - Die beiden
Kontaktstücke sind im übrigen als Topfkontakte ausgeführt; doch kommen auch andere
bekannte Kontaktformen in Betracht (DE 44 22 316 A1). - Eine andere bekannte Kontaktform
bieten beispielsweise sogenannte Spiralkontakte (engl.: spiral petal contacts) mit
insbesondere flachen, plattenartigen Kontaktelektroden, die mit vom äußerem Umfang
nach innen verlaufenden Schlitzen versehen sind. Diese Schlitze können jeweils aus
einem geradlinigen-Abschnitt und einer die Kontaktfläche durchbrechenden Bohrung bestehen
(EP 0 532 513 B1).
[0003] Als Schaltelemente für Niederspannungsschütze sind bereits Vakuumschaltröhren bekannt,
bei denen der Faltenbalg einen Teil der äußeren Oberfläche des Gehäuses bildet und
hierbei einerseits mit dem Stromanschluß des bewegbaren Kontaktbolzens und andererseit
stirnseitig mit einem kurzen rohrförmigen Isolator vakuumdicht verlötet ist (DE 37
09 585 C2). Der Faltenbalg kann dabei sowohl mit dem Isolator als auch mit dem Stromanschluß
des bewegbaren Kontaktbolzens durch eine Schneidenlötung verbunden sein (DE 195 10
850 C1).
[0004] Für den Nebenschlußbetrieb von Gleichstromelektrolysezellen sind weiterhin Vakuumschalter
bekannt, die bei einer Schaltspannung von etwa 4 Volt einen Strom von etwa 4 000 A
zu schalten haben und bei denen zylindrische Kontakte in planare leitende Endplatten
eingelassen sind, um eine elektrische Verbindung des Schalters mit elektrischen Anschlußschienen
zu ermöglichen. Dabei ist jeder Kontakt über eine gewellte, scheibenförmige Membran
mit einem konzentrisch zur Schaltstrecke angeordneten Isolierring vakuumdicht verlötet.
In die mittels eines axialen Ringflansches als Schneidenlötung ausgeführte Lötverbindung
zwischen den Membranen und dem Isolierring ist in dem einen Fall eine Halterung für
eine als kurzes Rohrstück ausgebildete Abschirmung einbezogen (US 4,216,360 A, DE
29 44 286 A).
[0005] Für Vakuumschalter, die als Vakuumschütze für Niederspannung Verwendung finden, ist
es weiterhin bekannt, als federndes, eine Bewegung des beweglichen Kontaktstückes
zulassendes Verschlußteil der Schaltkammer anstelle eines Faltenbalges auch eine Membran
zu verwenden, die mit zwei tiefen, konzentrisch angeordneten Wellungen versehen ist.
Im mittleren, eben ausgebildeten Bereich der Membran sind die beiden Teile des quergeteilten
Stromanschlußbolzens des bewegbaren Kontaktes mit diesem Bereich der Membran verlötet
(DE 27 25 092 A1).
[0006] Für Vakuumschaltgeräte ist es weiterhin bekannt, das Gehäuse einer Bogenlöschkammer
zur Bildung eines oder mehrerer hermetisch abgeschlossener und evakuierbarer Hohlräume
mehrwandig, vorzugsweise doppelwandig auszuführen. Dabei ist zum einen zur Bildung
der Vakuumschaltkammer eine die Kontakte umschließende erste Wand des Gehäuses und
zum anderen zur Bildung eines feldfreien Hohlraumes - der Luft und/oder ein anderes
Gas von wesentlich geringerem Druck als Luftdruck enthält und sich für die Unterbringung
potential - und antriebssteuernder Elemente eignet - eine mit der Außenseite der ersten
Wand verbundene zweite Wand des Gehäuses vorgesehen, wobei die erste Wand durch einen
federnden Metallzylinder und einen ersten Teilabschnitt einer isolierenden Außenwand
und die zweite Wand durch eine federnde metallische Membran und einen topfartigen
zweiten Teilabschnitt der isolierenden Außenwand gebildet sind (DE 181 33 89).
[0007] Ausgehend von einer Vakuumschaltkammer mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches
1 (DE 44 22 316 A1) liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Bauform der bekannten
Vakuumschaltkammer weiter zu verkleinern und dabei gleichzeitig das Schaltvermögen
zu erhöhen.
[0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der Stromanschluß
des feststehendes Kontaktstückes als Platte ausgebildet ist, daß das die beiden Kontaktstücke
umgebendem Metallteil rohrförmig ausgebildet und stirnseitig mit der Platte verbunden
ist und daß die federelastische metallische Sperrwand aus einer mit konzentrischen
Wellungen versehenen, scheibenförmigen Membran besteht, die einerseits mit dem als
Bolzen ausgebildeten Stromanschluß des bewegbaren Kontaktstückes und andererseits
über einen axial verlaufenden Ringflansch mit dem ringförmigen Isolator verlötet ist.
[0009] Eine derartige Ausgestaltung der Vakuumschaltkammer führt zu einer flachen Bauform
mit im Vergleich zu herkömmlichen Vakuumschaltröhren deutlich verringerter Bauhöhe.
Hierzu trägt zum einen die Ausgestaltung des einen Stromanschlusses als Platte anstelle
eines bisher üblichen zylindrischen Bolzens bei, wobei diese Platte zugleich einen
stirnseitigen Deckel der an sich zylindrischen Schaltkammer bildet. Zum anderen trägt
hierzu die Verwendung einer gewellten Membran anstelle eines sonst üblichen Faltenbalges
bei.
[0010] Um bezüglich der unüblichen Verwendung einer Membran für eine Vakuumschaltkammer,
die in einem Niederspannungs-Wechselstromversorgungsnetz eingesetzt wird, die erforderliche
Schalthäufigkeit (mindestens 10.000) bei einem Schalthub von etwa 3 bis 5 mm zu gewährleisten,
bedarf es einer geeigneten Dimensionierung der Anzahl und der Tiefe der Wellungen
für die Membran. Hierzu ist als weitere Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß
die Membran bei einer Wanddicke zwischen 0,1 und 0,2 mm und einer wellungstiefe von
etwa dem halben Schalthub eine Anzahl Z von Vollwellungen aufweist, die größer als
1 + Ganzzahl der dritten Wurzel aus äußerem Membrandurchmesser D
A minus Stromanschlußbolzendurchmesser D
B multipliziert mit der Wanddicke s der Membran, mindestens aber 3 ist, wobei die einzelnen
Maße in mm einzusetzen sind. Die vorstehend erwähnte Randbedingung lautet als mathematisch
formulierte Beziehung:

[0011] Bei einer derartigen Ausgestaltung der Membran kann die Wellung so gewählt werden,
daß der Krümmungsradius etwa dem Schalthub und der einzelne Wellenbauch einem Kreisbogen
mit einem Umfangswinkel von etwa 90 °entspricht. Die Wellung kann aber auch sinusartig
mit geradlinigen Flanken ausgestaltet sein.
[0012] Zur weiteren Ausgestaltung der neuen Schaltkammer können konstruktive Maßnahmen herangezogen
werden, wie sie bereits in der älteren deutschen Patentanmeldung 198 02 893.8 vorgeschlagen
sind. Danach kann die flache Bauform der neuen Vakuumschaltkammer noch stärker ausgeprägt
sein, wenn man die Kontaktstücke als Spiralkontakte, insbesondere als flache Spiralkontakte,
ausbildet. Die Verwendung von Spiralkontakten führt außerdem zu einer besseren Lichtbogenführung,
woraus ein besseres Schaltvermögen resultiert. So können bei Verwendung von flachen
Spiralkontakten mit einem Durchmesser von etwa 90 mm Kurzschlußströme bis zu etwa
130 kA geschaltet werden. - Unabhängig vom Durchmesser der Spiralkontakte empfiehlt
es sich, zwischen dem bewegbaren Kontaktstück und dem zugehörigen Stromanschlußbolzen
eine scheibenförmige Dampfsperre anzuordnen, die beispielsweise aus einem Chrom-Nickel-Stahl
besteht und die bei Vakuumschaltkammern mit kleinem Schaltvermögen gegebenenfalls
zur mechanischen Verstärkung des in seiner Dicke reduzierten bewegbaren Spiralkontaktes
herangezogen werden kann.
[0013] Die neuartige Ausgestaltung der Vakuumschaltkammer ermöglicht auch eine unmittelbare
Anbindung des feststehenden Kontaktstückes an den zugehörigen plattenartigen Stromanschluß,
wodurch bei Verwendung eines Anschlußbolzens mit großem Durchmesser für das bewegbare
Kontaktstück eine optimale Wärmeableitung gewährleistet ist. Die insgesamt kompakte
Bauform erübrigt eine spezielle Führung des Anschlußbolzens für das bewegbare Kontaktstück,
wie es bisher bei Vakuumschaltröhren für Leistungsschalter unter Verwendung einer
Kunststoffbuchse üblich ist. Dadurch ist eine höhere thermische Belastung der Vakuumschaltkammer
möglich.
[0014] Der neuartige Aufbau der Vakuumschaltkammer ermöglicht es weiterhin, alle Einzelteile
- ausgenommen den ringförmigen Isolator - selbstzentrierend zu konstruieren, so daß
alle Einzelteile in einem einzigen Arbeitsgang (Verschlußlötung) ohne Verwendung teurer
und aufwendiger Lötformen miteinander verlötet werden können. Hierzu empfiehlt es
sich, das feststehende Kontaktstück über einen kurzen Zentrierstutzen mit dem plattenartigen
Stromanschluß zu verbinden, während das bewegbare Kontaktstück über den Kontaktbolzen
mit der gewellten Membran zentriert verbunden ist.
[0015] Die Form des die beiden Kontaktstücke - insbesondere in ihrer Ausbildung als flache
Spiralkontakte - umgebenden rohrförmigen Teiles hängt von dem jeweils vorgesehenen
Schaltvermögen ab. Bei kleinem Schaltvermögen von etwa 40 bis 60 kA kann dieses Teil
als Hohlzylinder ausgebildet sein. Bei größerem Schaltvermögen, d.h. bei größeren
Kontaktdurchmessern, empfiehlt es sich, das rohrförmige Teil an dem dem ringförmigen
Isolator zugewandten Ende mit einer kegeligen Verjüngung zu versehen; dies ermöglicht
die Verwendung eines Isolators und einer gewellten Membran mit deutlich geringerem
Durchmesser als dem der Spiralkontakte. - Unabhängig von der Formgebung des vorzugsweise
aus Kupfer bestehenden rohrförmigen Teiles empfiehlt es sich, dieses auf der Innenwand
im Bereich der Schaltstrecke mit einer lichtbogenfesten Auskleidung zu versehen, beispielsweise
durch Verwendung von Blechteilen aus einem Chrom-Kupfer-Verbundwerkstoff oder durch
eine galvanische Beschichtung mit Chrom.
[0016] Der zwischen der gewellten Membran und dem rohrförmigen Teil des Gehäuses angeordnete
Isolierring kann in bekannter Weise durch entsprechende Gestaltung seiner Querschnittskontur
so ausgebildet sein, daß sich die Anordnung einer Abschirmung zum Schutz gegen die
Ablagerung von Metalldampfpartikeln erübrigt. Wenn der Isolierring dagegen nur die
Isolierfunktion erfüllt, kann das rohrförmige Metallteil einen als Dampfschirm wirkenden
Ansatz aufweisen, wie es an sich in der älteren deutschen Patentanmeldung 198 26 766.5
bereits vorgeschlagen ist. Bei dieser Doppelfunktion des Metallteiles ist der Übergang
von dem zum Gehäuse gehörenden Bereich zu dem als Dampfschirm dienenden Bereich wellenartig
gestaltet, so daß das Metallteil die Stirnfläche des Isolierringes nur linienförmig
berührt und damit in diesem Bereich eine Art Schneidenlötung ermöglicht.
[0017] Zwei Ausführungsbeispiele der neuen Schaltkammer sind in den Figuren 1 und 2 dargestellt.
Dabei zeigt
- Figur 1
- die Schaltkammer im Querschnitt und
- Figur 2
- den plattenartigen Stromanschluß in Draufsicht.
[0018] Bei der dargestellten Vakuumschaltkammer besteht das Gehäuse aus einer als Stromanschluß
fungierenden oberen metallenen Platte 1 aus Kupfer, einem daran stumpf angelöteten
hohlzylindrischen Wandteil 3 aus Kupfer, einem ringförmigen Isolator 4, einer koaxial
zum ringförmigen Isolator 4 angeordneten gewellten Membran 5 und einem zylindrischen
Stromanschlußbolzen 2. Dabei ist der ringförmige Isolator gleichartig wie der Isolator
gemäß DE 44 22 316 A1, d.h. annähernd quadratisch im Querschnitt sowie mit einer Abschrägung
und einer Hinterschneidung, ausgebildet. Innerhalb des Gehäuses sind ein feststehender
flacher Spiralkontakt 6 und ein bewegbarer, flacher Spiralkontakt 7 angeordnet. Der
Spiralkontakt 6 ist über einen kurzen Zentrierstutzen 61, der in eine Zentrierbohrung
im Spiralkontakt eingreift, mit der Platte 1 verbunden. Der Spiralkontakt 7 sitzt
auf einem zentrierenden, eine Verengung des Stromflusses bewirkenden Ansatz 21 des
Stromzuführungsbolzens 2 auf. Dieser ist an seinem anderen Ende im Bereich eines Zentrieransatzes
22 mit der gewellten Membran 5 verlötet. Die Membran 5 ist ihrerseits über den axial
verlaufenden Ringflansch 51 mit dem Isolator 4 verlötet. Dieser Ringflansch kann einstückig
mit der Membran ausgebildet sein. - Zwischen dem bewegbaren Spiralkontakt 7 und dem
Stromzuführungsbolzen 2 ist noch eine Dampfsperre 9 in Form einer flachen Scheibe
aus einem mechanisch festen Material wie beispielsweise Chrom-Nickel-Stahl angeordnet.
Diese Dampfsperre 9 dient der Abschattung des ringförmigen Isolators 4 gegenüber beim
Schaltvorgang freigesetzten Metallpartikeln der Spiralkontakte 6 und 7.
[0019] Der Aufbau der Vakuumschaltkammer ist so gewählt, daß alle Einzelteile im Rahmen
eines einzigen Lötvorganges miteinander verlötet werden können. Die hierzu erforderlichen
Entgasungsspalte können mit aus dem Stand der Technik bekannten Mitteln im Fügebereich
zwischen dem ringförmigen Isolator 4 und dem hohlzylindrischen Wandteil 3 vorgesehen
werden.
[0020] Bei der Darstellung gemäß Figur 1 sind für das zwischen dem plattenartigen Stromanschluß
1 und dem ringförmigen Isolator 4 angeordnete rohrförmige Metallteil zwei verschiedene
Ausführungsformen dargestellt. Im linken Teil der Darstellung ist als Wandteil ein
rohrförmiges Teil 3 vorgesehen, das mit seinen Enden einerseits mit der metallenen
Platte 1 und andererseits mit der einen Stirnfläche des ringförmigen Isolators 4 verlötet
ist; im rechten Teil der Darstellung ist das Wandteil 31 einstückig mit einer Abschirmung
32 ausgebildet und im Übergangsbereich vom Wandteil auf die Abschirmung leicht wellenartig
gestaltet. Zusätzlich ist im rechten Teil der Darstellung ein Isolierring 41 verwendet,
der einen einfachen, rechteckförmigen Querschnitt aufweist. - Weiterhin zeigt Figur
1 zwei verschiedene Ausführungsformen für die Verbindung der gewellten Membran 5 mit
dem Stromanschlußbolzen 2. In der linken Darstellung ist eine Schneidenlötung am Umfang
des Stromanschlußbolzens 2 vorgesehen, während in der rechtsseitigen Darstellung die
gewellte Membran 52 im Bereich einer Zentrierschulter mit dem Stromanschlußbolzen
2 verlötet ist. Weiterhin ist in der linken Darstellung ein mit der Membran verschweißter
Ringflansch 51 vorgesehen, während in der rechtsseitigen Darstellung der Ringflansch
einstückig mit der Membran ausgeformt ist.
[0021] Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die als Stromanschluß fungierende Platte 1 der
Vakuumschaltkammer gemäß Figur 1. Durch eine rechteckförmige bzw. quadratische Formgebung
der ebenen Platte 1 bleibt genügend Raum für Bohrungen 11, die zur Befestigung des
Stromanschlusses an einem entsprechenden Teil eines zugehörigen Schaltgerätes dienen.
[0022] Die in Figur 1 gezeigte Membran kann beispielsweise folgende Abmessungen aufweisen:
| Außendurchmesser DA |
77 mm |
| Innendurchmesser |
|
| (Durchmesser des |
|
| Stromanschlußbolzens) DB |
25 mm |
| Wanddicke s |
0,2 mm |
| Wellungstiefe (Abstand |
|
| zwischen Wellenberg und |
|
| Wellental): t |
2 mm |
| Anzahl Z der Wellungen |
≥3 |
1. Vakuumschaltkammer zum Schalten von Kurzschlußströmen im Niederspannungsbereich,
bestehend aus einem feststehenden (6) und einem dazu axial bewegbaren Kontaktstück
(7) mit jeweils einem zugeordneten Stromanschluß
und aus einem die Kontakte einschließenden Gehäuse,
wobei der Stromanschluß des bewegbaren Kontaktstückes (7) als zylindrischer Bolzen
(2) ausgebildet ist und
wobei das Gehäuse starre Metallteile, einen ringförmigen Isolator und eine federelastische,
gasdichte metallische Sperrwand aufweist
und diese Gehäuseteile in bestimmter Zuordnung miteinander und mit den Stromanschlüssen
der Kontaktstücke gasdicht verbunden sind
und eines der starren Metallteile sowohl das festehende als auch das bewegbare Kontaktstück
(6,7) umgibt
dadurch gekennzeichnet,
daß der Stromanschluß des feststehenden Kontaktstückes (6) als Platte (1) ausgebildet
ist,
daß das die beiden Kontaktstücke (6,7) umgebende Metallteil (3) rohrförmig ausgebildet
und stirnseitig mit der Platte (1) verbunden ist
und daß die federelastische, metallische Sperrwand aus einer mit konzentrischen Wellungen
versehenen, scheibenförmigen Membran (5) besteht, die einerseits mit dem als Bolzen
(2) ausgebildeten Stromanschluß,des bewegbaren Kontaktstückes (7) und andererseits
über einen axial verlaufenden Ringflansch (51) mit dem ringförmigen Isolator (4) verlötet
ist.
2. Vakuumschaltkammer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Membran (5) bei einem Schalthub von 3 bis 5 mm
- eine Wanddicke s zwischen 0,1 und 0,2 mm,
- eine Wellungstiefe t von etwa dem halben Schalthub und
- eine Anzahl Z von Vollwellungen aufweist, die der Bedingung

genügt, mit
DA = Außendurchmesser der Membran [ mm ]
DB = Durchmesser des Stromanschlußbolzens des bewegbaren Kontaktstückes [ mm ] und
s = Dicke der Membran [ mm ].
3. Vakuumschaltkammer nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktstücke als flache Spiralkontakte (6,7) ausgebildet sind.
1. Vacuum switching chamber for switching short-circuit currents in the low-voltage range,
comprising: a stationary contact piece (6) and a contact piece (7) which can move
axially with respect to it, each having an associated power current connection,
and an enclosure which surrounds the contacts,
with the power current connection of the moving contact piece (7) being in the form
of a cylindrical bolt (2), and
with the enclosure having rigid metal parts, an annular insulator and a resilient
gas-tight metallic separating wall,
and these enclosure parts being connected to one another in a specific arrangement
and being connected in a gas-tight manner to the power current connections of the
contact pieces,
and surrounding one of the rigid metal parts together with both the stationary contact
piece and the moving contact piece (6, 7),
characterized
in that the power current connection of the stationary contact piece (6) is in the form of
a plate (1),
in that the metal part (3) which surrounds the two contact pieces (6, 7) is tubular and is
connected at the end to the plate (1),
and in that the resilient, metallic separating wall comprises a membrane (5) which is provided
with concentric corrugations, is in the form of a disc, and is soldered on one side
to the power current connection (which is in the form of a bolt (2)) of the moving
contact piece (7) and on the other side via an axially running annular flange (51)
to the annular insulator (4).
2. Vacuum switching chamber according to Claim 1,
characterized
in that, for a switching movement of 3 to 5 mm, the membrane (5) has
- a wall thickness s of between 0.1 and 0.2 mm,
- a corrugation depth t of approximately half the switching movement, and
- a number Z of full corrugations, which satisfy the condition

where
DA = external diameter of the membrane [ mm ]
DB = diameter of the power current connecting bolt of the moving contact piece [ mm
] and
s = thickness of the membrane [ mm ].
3. Vacuum switching chamber according to Claim 1 or 2,
characterized
in that the contact pieces are in the form of flat spiral contacts (6, 7).
1. Chambre d'interruption sous vide pour interrompre des courants de court-circuit dans
le domaine de la basse tension,
constituée d'une pièce (6) fixe de contact et d'une pièce (7) de contact mobile
axialement par rapport à celle-ci et ayant respectivement une borne associée de courant
et d'un boîtier enfermant les contacts,
la borne de courant de la pièce (7) mobile de contact étant constituée en axe (2)
cylindrique et
le boîtier ayant des parties métalliques rigides, un isolateur annulaire et une
paroi métallique de blocage qui a l'élasticité d'un ressort, qui est étanche au gaz
et qui est constituée d'une membrane (5) en forme de disque munie d'ondulations concentriques
et ces parties de boîtier sont reliées d'une manière étanche au gaz suivant une
association déterminée les unes aux autres et aux bornes de courant des pièces de
contact
et l'une des parties rigides métalliques entoure tant la pièce (6) fixe que la
pièce (7) mobile de contact et est de forme tubulaire,
caractérisée
en ce que la borne de courant de la pièce (6) fixe de contact est constituée sous la forme
d'une plaque (1),
en ce que la partie (3) métallique entourant les deux pièces (6, 7) de contact est reliée du
côté frontal à la plaque (1),
et en ce que la membrane est brasée, d'une part, à la borne de courant constituée en axe (2) de
la pièce (7) mobile de contact et, d'autre part, à l'isolateur (4) annulaire par une
bride (51) annulaire s'étendant axialement.
2. Chambre d'interruption sous vide suivant la revendication 1,
caractérisée en ce que la membrane (5) a pour une course d'interruption de 3 à 5 mm
- une épaisseur s de la paroi comprise entre 0,1 et 0,2 mm,
- une profondeur t des ondulations représentant environ la moitié de la course d'interruption
et
- un nombre Z d'ondulations complètes qui satisfait à la condition

avec
DA = diamètre extérieur de la membrane [ mm ]
DB = diamètre de l'axe de la borne de courant de la pièce mobile de contact [ mm ] et
s = épaisseur de la membrane [ mm ].
3. Chambre d'interruption sous vide suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée
en ce que les pièces de contact sont constituées sous la forme de contacts (6, 7) plats en
spirale.