(19)
(11) EP 1 155 429 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
08.01.2003  Patentblatt  2003/02

(21) Anmeldenummer: 00912399.3

(22) Anmeldetag:  25.02.2000
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7H01H 33/66
(86) Internationale Anmeldenummer:
PCT/DE0000/576
(87) Internationale Veröffentlichungsnummer:
WO 0005/2719 (08.09.2000 Gazette  2000/36)

(54)

VAKUUMSCHALTKAMMER MIT RINGFÖRMIGEM ISOLATOR

VACUUM INTERRUPTER CHAMBER WITH RING-SHAPED INSULATOR

CHAMBRE D'INTERRUPTION SOUS VIDE DOTEE D'UN ISOLATEUR ANNULAIRE


(84) Benannte Vertragsstaaten:
DE FR GB IT

(30) Priorität: 26.02.1999 DE 19910148

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
21.11.2001  Patentblatt  2001/47

(73) Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT
80333 München (DE)

(72) Erfinder:
  • KURZMANN, Harald
    D-14089 Berlin (DE)
  • MAREK, Kathrina
    D-16341 Zepernick (DE)
  • OBERNDÖRFER, Klaus
    D-10585 Berlin (DE)
  • RENZ, Roman
    D-12355 Berlin (DE)
  • BANGHARD, Johannes-Gerhard
    D-16515 Friedrichsthal (DE)
  • FIEBERG, Klemens
    D-13507 Berlin (DE)
  • HAHN, Michael
    D-12357 Berlin (DE)
  • HARTMANN, Werner
    D-91091 Grossenseebach (DE)
  • SCHMIDT, Detlev
    D-12055 Berlin (DE)
  • KUSSEROW, Jörg
    D-15366 Neuenhagen (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 0 149 061
DE-A- 3 501 603
US-A- 4 216 360
DE-A- 1 813 389
DE-C- 19 510 850
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung liegt auf dem Gebiet der elektrischen Bauelemente und ist bei der konstruktiven Ausgestaltung von Vakuumschaltkammern anzuwenden, deren Gehäuse zwei kappenartige Metallteile und einen ringförmigen Isolator aufweist und für Schaltzwecke im unteren Wechselspannungsbereich (bis zu 1000 V) vorgesehen sind.

    [0002] Bei einer bekannten Vakuumschaltkammer dieser Art sind die beiden kappenartigen, aus Kupfer bestehenden Metallteile, von denen das eine den eigentlichen Schaltraum für das feststehende und das axial bewegbare Kontaktstück bildet, am Ende des rohrförmigen Wandbereiches jeweils mittels einer Schneidenlötung mit dem ringförmigen Isolator vakuumdicht verbunden. Um mit dieser bekannten Vakuumschaltkammer bei möglichst kleinen axialen und radialen Abmessungen Kurzschlußströme im Bereich von 50 bis 100 kA sicher schalten zu können, ist ein Faltenbalg mit seinem einen Ende in unmittelbarer Nähe zum bewegbaren Kontaktstück an dessen Kontaktbolzen angelötet und wird vom ringförmigen Isolator konzentrisch umgeben; ein kappenförmiger Schutzschild am Boden des bewegbaren Kontaktstückes schützt dabei den Faltenbalg gegen elektrische Belastungen. - Diese Schaltröhre weist keine besondere Abschirmung zum Schutz der vom ringförmigen Isolator gebildeten inneren Isolierstrecke auf, da eine relativ breit ausgebildete Stirnfläche des ringförmigen Isolators dem Kontaktbereich abgewandt ist. - Die Stromanschlüsse dieser bekannten Vakuumschaltkammer sind - wie üblich - als Bolzen ausgeführt, die durch das jeweilige kappenartige Metallteil axial hindurchgeführt sind. - Die beiden Kontaktstücke sind im übrigen als Topfkontakte ausgeführt; doch kommen auch andere bekannte Kontaktformen in Betracht (DE 44 22 316 A1). - Eine andere bekannte Kontaktform bieten beispielsweise sogenannte Spiralkontakte (engl.: spiral petal contacts) mit insbesondere flachen, plattenartigen Kontaktelektroden, die mit vom äußerem Umfang nach innen verlaufenden Schlitzen versehen sind. Diese Schlitze können jeweils aus einem geradlinigen-Abschnitt und einer die Kontaktfläche durchbrechenden Bohrung bestehen (EP 0 532 513 B1).

    [0003] Als Schaltelemente für Niederspannungsschütze sind bereits Vakuumschaltröhren bekannt, bei denen der Faltenbalg einen Teil der äußeren Oberfläche des Gehäuses bildet und hierbei einerseits mit dem Stromanschluß des bewegbaren Kontaktbolzens und andererseit stirnseitig mit einem kurzen rohrförmigen Isolator vakuumdicht verlötet ist (DE 37 09 585 C2). Der Faltenbalg kann dabei sowohl mit dem Isolator als auch mit dem Stromanschluß des bewegbaren Kontaktbolzens durch eine Schneidenlötung verbunden sein (DE 195 10 850 C1).

    [0004] Für den Nebenschlußbetrieb von Gleichstromelektrolysezellen sind weiterhin Vakuumschalter bekannt, die bei einer Schaltspannung von etwa 4 Volt einen Strom von etwa 4 000 A zu schalten haben und bei denen zylindrische Kontakte in planare leitende Endplatten eingelassen sind, um eine elektrische Verbindung des Schalters mit elektrischen Anschlußschienen zu ermöglichen. Dabei ist jeder Kontakt über eine gewellte, scheibenförmige Membran mit einem konzentrisch zur Schaltstrecke angeordneten Isolierring vakuumdicht verlötet. In die mittels eines axialen Ringflansches als Schneidenlötung ausgeführte Lötverbindung zwischen den Membranen und dem Isolierring ist in dem einen Fall eine Halterung für eine als kurzes Rohrstück ausgebildete Abschirmung einbezogen (US 4,216,360 A, DE 29 44 286 A).

    [0005] Für Vakuumschalter, die als Vakuumschütze für Niederspannung Verwendung finden, ist es weiterhin bekannt, als federndes, eine Bewegung des beweglichen Kontaktstückes zulassendes Verschlußteil der Schaltkammer anstelle eines Faltenbalges auch eine Membran zu verwenden, die mit zwei tiefen, konzentrisch angeordneten Wellungen versehen ist. Im mittleren, eben ausgebildeten Bereich der Membran sind die beiden Teile des quergeteilten Stromanschlußbolzens des bewegbaren Kontaktes mit diesem Bereich der Membran verlötet (DE 27 25 092 A1).

    [0006] Für Vakuumschaltgeräte ist es weiterhin bekannt, das Gehäuse einer Bogenlöschkammer zur Bildung eines oder mehrerer hermetisch abgeschlossener und evakuierbarer Hohlräume mehrwandig, vorzugsweise doppelwandig auszuführen. Dabei ist zum einen zur Bildung der Vakuumschaltkammer eine die Kontakte umschließende erste Wand des Gehäuses und zum anderen zur Bildung eines feldfreien Hohlraumes - der Luft und/oder ein anderes Gas von wesentlich geringerem Druck als Luftdruck enthält und sich für die Unterbringung potential - und antriebssteuernder Elemente eignet - eine mit der Außenseite der ersten Wand verbundene zweite Wand des Gehäuses vorgesehen, wobei die erste Wand durch einen federnden Metallzylinder und einen ersten Teilabschnitt einer isolierenden Außenwand und die zweite Wand durch eine federnde metallische Membran und einen topfartigen zweiten Teilabschnitt der isolierenden Außenwand gebildet sind (DE 181 33 89).

    [0007] Ausgehend von einer Vakuumschaltkammer mit den Merkmalen des Oberbegriffes des Patentanspruches 1 (DE 44 22 316 A1) liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die Bauform der bekannten Vakuumschaltkammer weiter zu verkleinern und dabei gleichzeitig das Schaltvermögen zu erhöhen.

    [0008] Zur Lösung dieser Aufgabe ist gemäß der Erfindung vorgesehen, daß der Stromanschluß des feststehendes Kontaktstückes als Platte ausgebildet ist, daß das die beiden Kontaktstücke umgebendem Metallteil rohrförmig ausgebildet und stirnseitig mit der Platte verbunden ist und daß die federelastische metallische Sperrwand aus einer mit konzentrischen Wellungen versehenen, scheibenförmigen Membran besteht, die einerseits mit dem als Bolzen ausgebildeten Stromanschluß des bewegbaren Kontaktstückes und andererseits über einen axial verlaufenden Ringflansch mit dem ringförmigen Isolator verlötet ist.

    [0009] Eine derartige Ausgestaltung der Vakuumschaltkammer führt zu einer flachen Bauform mit im Vergleich zu herkömmlichen Vakuumschaltröhren deutlich verringerter Bauhöhe. Hierzu trägt zum einen die Ausgestaltung des einen Stromanschlusses als Platte anstelle eines bisher üblichen zylindrischen Bolzens bei, wobei diese Platte zugleich einen stirnseitigen Deckel der an sich zylindrischen Schaltkammer bildet. Zum anderen trägt hierzu die Verwendung einer gewellten Membran anstelle eines sonst üblichen Faltenbalges bei.

    [0010] Um bezüglich der unüblichen Verwendung einer Membran für eine Vakuumschaltkammer, die in einem Niederspannungs-Wechselstromversorgungsnetz eingesetzt wird, die erforderliche Schalthäufigkeit (mindestens 10.000) bei einem Schalthub von etwa 3 bis 5 mm zu gewährleisten, bedarf es einer geeigneten Dimensionierung der Anzahl und der Tiefe der Wellungen für die Membran. Hierzu ist als weitere Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß die Membran bei einer Wanddicke zwischen 0,1 und 0,2 mm und einer wellungstiefe von etwa dem halben Schalthub eine Anzahl Z von Vollwellungen aufweist, die größer als 1 + Ganzzahl der dritten Wurzel aus äußerem Membrandurchmesser DA minus Stromanschlußbolzendurchmesser DB multipliziert mit der Wanddicke s der Membran, mindestens aber 3 ist, wobei die einzelnen Maße in mm einzusetzen sind. Die vorstehend erwähnte Randbedingung lautet als mathematisch formulierte Beziehung:



    [0011] Bei einer derartigen Ausgestaltung der Membran kann die Wellung so gewählt werden, daß der Krümmungsradius etwa dem Schalthub und der einzelne Wellenbauch einem Kreisbogen mit einem Umfangswinkel von etwa 90 °entspricht. Die Wellung kann aber auch sinusartig mit geradlinigen Flanken ausgestaltet sein.

    [0012] Zur weiteren Ausgestaltung der neuen Schaltkammer können konstruktive Maßnahmen herangezogen werden, wie sie bereits in der älteren deutschen Patentanmeldung 198 02 893.8 vorgeschlagen sind. Danach kann die flache Bauform der neuen Vakuumschaltkammer noch stärker ausgeprägt sein, wenn man die Kontaktstücke als Spiralkontakte, insbesondere als flache Spiralkontakte, ausbildet. Die Verwendung von Spiralkontakten führt außerdem zu einer besseren Lichtbogenführung, woraus ein besseres Schaltvermögen resultiert. So können bei Verwendung von flachen Spiralkontakten mit einem Durchmesser von etwa 90 mm Kurzschlußströme bis zu etwa 130 kA geschaltet werden. - Unabhängig vom Durchmesser der Spiralkontakte empfiehlt es sich, zwischen dem bewegbaren Kontaktstück und dem zugehörigen Stromanschlußbolzen eine scheibenförmige Dampfsperre anzuordnen, die beispielsweise aus einem Chrom-Nickel-Stahl besteht und die bei Vakuumschaltkammern mit kleinem Schaltvermögen gegebenenfalls zur mechanischen Verstärkung des in seiner Dicke reduzierten bewegbaren Spiralkontaktes herangezogen werden kann.

    [0013] Die neuartige Ausgestaltung der Vakuumschaltkammer ermöglicht auch eine unmittelbare Anbindung des feststehenden Kontaktstückes an den zugehörigen plattenartigen Stromanschluß, wodurch bei Verwendung eines Anschlußbolzens mit großem Durchmesser für das bewegbare Kontaktstück eine optimale Wärmeableitung gewährleistet ist. Die insgesamt kompakte Bauform erübrigt eine spezielle Führung des Anschlußbolzens für das bewegbare Kontaktstück, wie es bisher bei Vakuumschaltröhren für Leistungsschalter unter Verwendung einer Kunststoffbuchse üblich ist. Dadurch ist eine höhere thermische Belastung der Vakuumschaltkammer möglich.

    [0014] Der neuartige Aufbau der Vakuumschaltkammer ermöglicht es weiterhin, alle Einzelteile - ausgenommen den ringförmigen Isolator - selbstzentrierend zu konstruieren, so daß alle Einzelteile in einem einzigen Arbeitsgang (Verschlußlötung) ohne Verwendung teurer und aufwendiger Lötformen miteinander verlötet werden können. Hierzu empfiehlt es sich, das feststehende Kontaktstück über einen kurzen Zentrierstutzen mit dem plattenartigen Stromanschluß zu verbinden, während das bewegbare Kontaktstück über den Kontaktbolzen mit der gewellten Membran zentriert verbunden ist.

    [0015] Die Form des die beiden Kontaktstücke - insbesondere in ihrer Ausbildung als flache Spiralkontakte - umgebenden rohrförmigen Teiles hängt von dem jeweils vorgesehenen Schaltvermögen ab. Bei kleinem Schaltvermögen von etwa 40 bis 60 kA kann dieses Teil als Hohlzylinder ausgebildet sein. Bei größerem Schaltvermögen, d.h. bei größeren Kontaktdurchmessern, empfiehlt es sich, das rohrförmige Teil an dem dem ringförmigen Isolator zugewandten Ende mit einer kegeligen Verjüngung zu versehen; dies ermöglicht die Verwendung eines Isolators und einer gewellten Membran mit deutlich geringerem Durchmesser als dem der Spiralkontakte. - Unabhängig von der Formgebung des vorzugsweise aus Kupfer bestehenden rohrförmigen Teiles empfiehlt es sich, dieses auf der Innenwand im Bereich der Schaltstrecke mit einer lichtbogenfesten Auskleidung zu versehen, beispielsweise durch Verwendung von Blechteilen aus einem Chrom-Kupfer-Verbundwerkstoff oder durch eine galvanische Beschichtung mit Chrom.

    [0016] Der zwischen der gewellten Membran und dem rohrförmigen Teil des Gehäuses angeordnete Isolierring kann in bekannter Weise durch entsprechende Gestaltung seiner Querschnittskontur so ausgebildet sein, daß sich die Anordnung einer Abschirmung zum Schutz gegen die Ablagerung von Metalldampfpartikeln erübrigt. Wenn der Isolierring dagegen nur die Isolierfunktion erfüllt, kann das rohrförmige Metallteil einen als Dampfschirm wirkenden Ansatz aufweisen, wie es an sich in der älteren deutschen Patentanmeldung 198 26 766.5 bereits vorgeschlagen ist. Bei dieser Doppelfunktion des Metallteiles ist der Übergang von dem zum Gehäuse gehörenden Bereich zu dem als Dampfschirm dienenden Bereich wellenartig gestaltet, so daß das Metallteil die Stirnfläche des Isolierringes nur linienförmig berührt und damit in diesem Bereich eine Art Schneidenlötung ermöglicht.

    [0017] Zwei Ausführungsbeispiele der neuen Schaltkammer sind in den Figuren 1 und 2 dargestellt. Dabei zeigt
    Figur 1
    die Schaltkammer im Querschnitt und
    Figur 2
    den plattenartigen Stromanschluß in Draufsicht.


    [0018] Bei der dargestellten Vakuumschaltkammer besteht das Gehäuse aus einer als Stromanschluß fungierenden oberen metallenen Platte 1 aus Kupfer, einem daran stumpf angelöteten hohlzylindrischen Wandteil 3 aus Kupfer, einem ringförmigen Isolator 4, einer koaxial zum ringförmigen Isolator 4 angeordneten gewellten Membran 5 und einem zylindrischen Stromanschlußbolzen 2. Dabei ist der ringförmige Isolator gleichartig wie der Isolator gemäß DE 44 22 316 A1, d.h. annähernd quadratisch im Querschnitt sowie mit einer Abschrägung und einer Hinterschneidung, ausgebildet. Innerhalb des Gehäuses sind ein feststehender flacher Spiralkontakt 6 und ein bewegbarer, flacher Spiralkontakt 7 angeordnet. Der Spiralkontakt 6 ist über einen kurzen Zentrierstutzen 61, der in eine Zentrierbohrung im Spiralkontakt eingreift, mit der Platte 1 verbunden. Der Spiralkontakt 7 sitzt auf einem zentrierenden, eine Verengung des Stromflusses bewirkenden Ansatz 21 des Stromzuführungsbolzens 2 auf. Dieser ist an seinem anderen Ende im Bereich eines Zentrieransatzes 22 mit der gewellten Membran 5 verlötet. Die Membran 5 ist ihrerseits über den axial verlaufenden Ringflansch 51 mit dem Isolator 4 verlötet. Dieser Ringflansch kann einstückig mit der Membran ausgebildet sein. - Zwischen dem bewegbaren Spiralkontakt 7 und dem Stromzuführungsbolzen 2 ist noch eine Dampfsperre 9 in Form einer flachen Scheibe aus einem mechanisch festen Material wie beispielsweise Chrom-Nickel-Stahl angeordnet. Diese Dampfsperre 9 dient der Abschattung des ringförmigen Isolators 4 gegenüber beim Schaltvorgang freigesetzten Metallpartikeln der Spiralkontakte 6 und 7.

    [0019] Der Aufbau der Vakuumschaltkammer ist so gewählt, daß alle Einzelteile im Rahmen eines einzigen Lötvorganges miteinander verlötet werden können. Die hierzu erforderlichen Entgasungsspalte können mit aus dem Stand der Technik bekannten Mitteln im Fügebereich zwischen dem ringförmigen Isolator 4 und dem hohlzylindrischen Wandteil 3 vorgesehen werden.

    [0020] Bei der Darstellung gemäß Figur 1 sind für das zwischen dem plattenartigen Stromanschluß 1 und dem ringförmigen Isolator 4 angeordnete rohrförmige Metallteil zwei verschiedene Ausführungsformen dargestellt. Im linken Teil der Darstellung ist als Wandteil ein rohrförmiges Teil 3 vorgesehen, das mit seinen Enden einerseits mit der metallenen Platte 1 und andererseits mit der einen Stirnfläche des ringförmigen Isolators 4 verlötet ist; im rechten Teil der Darstellung ist das Wandteil 31 einstückig mit einer Abschirmung 32 ausgebildet und im Übergangsbereich vom Wandteil auf die Abschirmung leicht wellenartig gestaltet. Zusätzlich ist im rechten Teil der Darstellung ein Isolierring 41 verwendet, der einen einfachen, rechteckförmigen Querschnitt aufweist. - Weiterhin zeigt Figur 1 zwei verschiedene Ausführungsformen für die Verbindung der gewellten Membran 5 mit dem Stromanschlußbolzen 2. In der linken Darstellung ist eine Schneidenlötung am Umfang des Stromanschlußbolzens 2 vorgesehen, während in der rechtsseitigen Darstellung die gewellte Membran 52 im Bereich einer Zentrierschulter mit dem Stromanschlußbolzen 2 verlötet ist. Weiterhin ist in der linken Darstellung ein mit der Membran verschweißter Ringflansch 51 vorgesehen, während in der rechtsseitigen Darstellung der Ringflansch einstückig mit der Membran ausgeformt ist.

    [0021] Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf die als Stromanschluß fungierende Platte 1 der Vakuumschaltkammer gemäß Figur 1. Durch eine rechteckförmige bzw. quadratische Formgebung der ebenen Platte 1 bleibt genügend Raum für Bohrungen 11, die zur Befestigung des Stromanschlusses an einem entsprechenden Teil eines zugehörigen Schaltgerätes dienen.

    [0022] Die in Figur 1 gezeigte Membran kann beispielsweise folgende Abmessungen aufweisen:
    Außendurchmesser DA 77 mm
    Innendurchmesser  
    (Durchmesser des  
    Stromanschlußbolzens) DB 25 mm
    Wanddicke s 0,2 mm
    Wellungstiefe (Abstand  
    zwischen Wellenberg und  
    Wellental): t 2 mm
    Anzahl Z der Wellungen ≥3



    Ansprüche

    1. Vakuumschaltkammer zum Schalten von Kurzschlußströmen im Niederspannungsbereich,
    bestehend aus einem feststehenden (6) und einem dazu axial bewegbaren Kontaktstück (7) mit jeweils einem zugeordneten Stromanschluß
    und aus einem die Kontakte einschließenden Gehäuse,
    wobei der Stromanschluß des bewegbaren Kontaktstückes (7) als zylindrischer Bolzen (2) ausgebildet ist und
    wobei das Gehäuse starre Metallteile, einen ringförmigen Isolator und eine federelastische, gasdichte metallische Sperrwand aufweist
    und diese Gehäuseteile in bestimmter Zuordnung miteinander und mit den Stromanschlüssen der Kontaktstücke gasdicht verbunden sind
    und eines der starren Metallteile sowohl das festehende als auch das bewegbare Kontaktstück (6,7) umgibt
    dadurch gekennzeichnet,
    daß der Stromanschluß des feststehenden Kontaktstückes (6) als Platte (1) ausgebildet ist,
    daß das die beiden Kontaktstücke (6,7) umgebende Metallteil (3) rohrförmig ausgebildet und stirnseitig mit der Platte (1) verbunden ist
    und daß die federelastische, metallische Sperrwand aus einer mit konzentrischen Wellungen versehenen, scheibenförmigen Membran (5) besteht, die einerseits mit dem als Bolzen (2) ausgebildeten Stromanschluß,des bewegbaren Kontaktstückes (7) und andererseits über einen axial verlaufenden Ringflansch (51) mit dem ringförmigen Isolator (4) verlötet ist.
     
    2. Vakuumschaltkammer nach Anspruch 1,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Membran (5) bei einem Schalthub von 3 bis 5 mm

    - eine Wanddicke s zwischen 0,1 und 0,2 mm,

    - eine Wellungstiefe t von etwa dem halben Schalthub und

    - eine Anzahl Z von Vollwellungen aufweist, die der Bedingung

    genügt, mit

    DA =   Außendurchmesser der Membran [ mm ]

    DB =   Durchmesser des Stromanschlußbolzens des bewegbaren Kontaktstückes [ mm ] und

    s =   Dicke der Membran [ mm ].


     
    3. Vakuumschaltkammer nach Anspruch 1 oder 2,
    dadurch gekennzeichnet,
    daß die Kontaktstücke als flache Spiralkontakte (6,7) ausgebildet sind.
     


    Claims

    1. Vacuum switching chamber for switching short-circuit currents in the low-voltage range,
    comprising: a stationary contact piece (6) and a contact piece (7) which can move axially with respect to it, each having an associated power current connection,
    and an enclosure which surrounds the contacts,
    with the power current connection of the moving contact piece (7) being in the form of a cylindrical bolt (2), and
    with the enclosure having rigid metal parts, an annular insulator and a resilient gas-tight metallic separating wall,
    and these enclosure parts being connected to one another in a specific arrangement and being connected in a gas-tight manner to the power current connections of the contact pieces,
    and surrounding one of the rigid metal parts together with both the stationary contact piece and the moving contact piece (6, 7),
    characterized
    in that the power current connection of the stationary contact piece (6) is in the form of a plate (1),
    in that the metal part (3) which surrounds the two contact pieces (6, 7) is tubular and is connected at the end to the plate (1),
    and in that the resilient, metallic separating wall comprises a membrane (5) which is provided with concentric corrugations, is in the form of a disc, and is soldered on one side to the power current connection (which is in the form of a bolt (2)) of the moving contact piece (7) and on the other side via an axially running annular flange (51) to the annular insulator (4).
     
    2. Vacuum switching chamber according to Claim 1,
    characterized
    in that, for a switching movement of 3 to 5 mm, the membrane (5) has

    - a wall thickness s of between 0.1 and 0.2 mm,

    - a corrugation depth t of approximately half the switching movement, and

    - a number Z of full corrugations, which satisfy the condition

    where

    DA = external diameter of the membrane [ mm ]

    DB = diameter of the power current connecting bolt of the moving contact piece [ mm ] and

    s = thickness of the membrane [ mm ].


     
    3. Vacuum switching chamber according to Claim 1 or 2,
    characterized
    in that the contact pieces are in the form of flat spiral contacts (6, 7).
     


    Revendications

    1. Chambre d'interruption sous vide pour interrompre des courants de court-circuit dans le domaine de la basse tension,
       constituée d'une pièce (6) fixe de contact et d'une pièce (7) de contact mobile axialement par rapport à celle-ci et ayant respectivement une borne associée de courant
       et d'un boîtier enfermant les contacts,
       la borne de courant de la pièce (7) mobile de contact étant constituée en axe (2) cylindrique et
       le boîtier ayant des parties métalliques rigides, un isolateur annulaire et une paroi métallique de blocage qui a l'élasticité d'un ressort, qui est étanche au gaz et qui est constituée d'une membrane (5) en forme de disque munie d'ondulations concentriques
       et ces parties de boîtier sont reliées d'une manière étanche au gaz suivant une association déterminée les unes aux autres et aux bornes de courant des pièces de contact
       et l'une des parties rigides métalliques entoure tant la pièce (6) fixe que la pièce (7) mobile de contact et est de forme tubulaire,
       caractérisée
       en ce que la borne de courant de la pièce (6) fixe de contact est constituée sous la forme d'une plaque (1),
       en ce que la partie (3) métallique entourant les deux pièces (6, 7) de contact est reliée du côté frontal à la plaque (1),
       et en ce que la membrane est brasée, d'une part, à la borne de courant constituée en axe (2) de la pièce (7) mobile de contact et, d'autre part, à l'isolateur (4) annulaire par une bride (51) annulaire s'étendant axialement.
     
    2. Chambre d'interruption sous vide suivant la revendication 1, caractérisée en ce que la membrane (5) a pour une course d'interruption de 3 à 5 mm

    - une épaisseur s de la paroi comprise entre 0,1 et 0,2 mm,

    - une profondeur t des ondulations représentant environ la moitié de la course d'interruption et

    - un nombre Z d'ondulations complètes qui satisfait à la condition

    avec

    DA = diamètre extérieur de la membrane [ mm ]

    DB = diamètre de l'axe de la borne de courant de la pièce mobile de contact [ mm ] et

    s = épaisseur de la membrane [ mm ].


     
    3. Chambre d'interruption sous vide suivant la revendication 1 ou 2, caractérisée
       en ce que les pièces de contact sont constituées sous la forme de contacts (6, 7) plats en spirale.
     




    Zeichnung