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EP 1 155 672 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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24.05.2006 Patentblatt 2006/21 |
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Anmeldetag: 11.05.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Vorrichtung zur Positionierung einer auf einer Liegefläche eines Bettes liegenden,
schwersbehinderten Person
System for positioning a disabled bedridden person, on the surface of a bed
Dispositif d'aide au positionnement d'une personne invalide alitée, sur la surface
d'un lit
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Priorität: |
15.05.2000 DE 20008690 U
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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21.11.2001 Patentblatt 2001/47 |
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Patentinhaber: Deutsche Muskelschwund-Hilfe e. V. |
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20095 Hamburg (DE) |
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Erfinder: |
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- Friedrich, Joachim W. A.
21075 Hamburg (DE)
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Vertreter: Aulich, Martin et al |
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Meissner, Bolte & Partner GbR
Alstertor 20 20095 Hamburg 20095 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 142 475 GB-A- 1 376 084 US-A- 4 513 738 US-A- 4 886 258
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FR-A- 2 660 190 US-A- 3 967 328 US-A- 4 837 873
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Positionierung einer auf einer Liegefläche
eines Bettes liegenden, schwerstbehinderten Person.
[0002] Schwerstbehinderte Personen wie Muskelkranke, MS-Kranke oder andere bettlägerige
Patienten sind häufig nicht in der Lage, ihre Liegeposition auf der Liegefläche eines
Bettes gezielt zu verändern. Auf Grund der häufig nicht mehr steuerbaren Muskelbewegungen
verdrehen sich die kranken Personen so sehr, dass durch die Verkrümmung der Wirbelsäule
große Schmerzen entstehen, insbesondere während des Schlafens ist es erforderlich,
die Lage des Patienten mehrmals zu korrigieren. Hierzu sind jedoch mindestens ein,
häufig sogar zwei Helfer, notwendig. Mit der eingangs beschriebenen und aus der US-PS
5 390 379 bekannten Positionierhilfe soll die Lage eines Patienten auf einem Bett
oder einer ähnlichen Liegefläche leichter verändert werden können. Bei dieser Positionierhilfe
werden die Stellmittel zur Lageveränderung des Patienten von den Elementen einer mehrteiligen
Matratze gebildet. Diese Elemente, auf denen der Patient liegt, können quer zur Längsrichtung
des Bettes mit Zugelementen in Form von Tüchern, die von bzw. auf Rollen an den Längsseiten
des Bettes ab- bzw. aufwickelbar sind, in gewissen Grenzen verschoben werden. Mit
dieser Anordnung ist es möglich, die kritischen Schulter- und Beckenbereiche eines
Patienten unabhängig voneinander quer zum Bett zu bewegen. Besonders schlafende Patienten
neigen dazu, während der Ruhezeit mehrmals die gleiche unbequeme Stellung einzunehmen,
so dass wiederholt eine Korrektur der Lage des Patienten erfolgen sollte.
[0003] Dies ist mit der bekannten Positionierhilfe jedoch nicht möglich, da die Elemente
der Matratze, welche die Liegefläche des Bettes bilden, nicht beliebig oft und weit
in der gleichen Richtung zu einer Seite des Bettes verschoben werden können, ohne
z.B. seitlich über das Bett hinauszuragen.
[0004] Aus der DE 36 14 572 A1 ist weiter eine Liegevorrichtung bekannt, bei der der Patient
vollständig auf einem einzigen quer zum Bett verschiebbaren Zuglaken liegt, so dass
durch Verstellen des Zuglakens ein Wenden und gegebenenfalls auch ein Umbetten des
Patienten möglich ist. Ein Positionieren und ein Ausrichten des Patienten auf einer
derartigen Liegevorrichtung ist nicht möglich. Bei Muskelkranken kommt es jedoch nicht
allein auf die Möglichkeit an, den Patienten zu wenden, sondern vielmehr auf eine
Positionierung des Patienten auf dem Bett in eine gerade oder für den Patienten angenehme
Lage.
[0005] Aus der US 3,967,328 ist eine Transporthilfe bekannt, auf die ein Patient auflegbar
ist und mit der dieser beispielsweise in einen Operationssaal transportierbar ist.
Eine Positionierung oder Ausrichtung des Patienten, während er auf dem Bett liegt,
ist mit dieser Transporthitfe nicht möglich.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Positionierhilfe bzw. Positioniervorrichtung
an einem Bett so auszubilden, dass nicht nur ein Wenden des Patienten, sondern auch
dessen wiederholtes Ausrichten relativ zum Bett möglich ist.
[0007] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung zur Positionierung einer auf einer
Liegefläche eines Bettes liegenden, schwerstbehinderten Person, gemäß dem Anspruch
1.
[0008] Mit den erfindungsgemäß als Zugtücher, die über seitlich am Bett angeordneten Rollen,
vorzugsweise als Endlostücher, geführt sein können, ausgestalteten Stellmitteln ist
eine Positionierung des Patienten von einer beliebigen Lage in nahezu jede gewünschte
Position wiederholt möglich, da beim Betätigen der Stellmittel keine Elemente am Bett
derart verstellt werden, dass diese seitlich über das Bett hinausragen. Liegt der
Patient beispielsweise derart gekrümmt auf seinem Bett, dass der Schulterbereich am
linken und der Beckenbereich am rechten Bettrand ist, wird mit einer Bewegung des
ersten Stellmittels nach rechts und des zweiten Stellmittels nach links eine gerade
[0009] Ausrichtung der Wirbelsäule wieder hergestellt, da der Stellbereich der Zugtücher
sehr groß ist.
[0010] Bei einer anderen Ausgestaltung der Erfindung sind die Zugtücher auf eine Rolle an
einer Längsseite des Bettes auf- und von einer Rolle an der gegenüberliegenden Längsseite
des Bettes abwickelbar, wodurch die Spannung der Zugtücher zwischen den Rollen verändert
und damit die Härte der Liegefläche den Bedürfnissen des Patienten angepaßt werden
kann.
[0011] Die Stellmittel können dabei so ausgebildet sein, daß diese die Ausrichtbewegung
des Patienten unterstützen oder aber vollständig durchführen. Ferner kann vorgesehen
werden, daß der Patient die Steuerung selbst durchführt oder die Bedienung einem Pflegepersonal
obliegt. Weiter können am Bettrand oder am Bettgitter Schaltmittel angebracht werden,
die bei Erreichen oder bei Überschreiten eines Druckes das Stellmittel abschalten,
so daß der Patient auch bei fehlerhafter Bedienung nicht aus dem Bett fällt oder durch
die Stellmittel verletzt wird.
[0012] Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung der Stellmittel als Zugtücher, auf denen der
Patient ruht, hat sich allgemein bewährt, ist nicht störungsempfindlich und ermöglicht
die Herstellung kompakter Positionierhilfen, die auch an herkömmlichen Betten im Privatbereich
anbringbar sind. Hinzu kommt, daß der Patient durch die betreffenden Einrichtungen
nicht gestört wird.
[0013] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens ein drittes
Stellmittel im Bereich der Beine des Patienten angeordnet, um dessen Beine relativ
quer zum Bett unabhängig von dem ersten und/oder zweiten Stellmittel zu bewegen. Dadurch
wird eine noch flexiblere Positionierung des Patienten auf dem Bett erreicht, da die
Bewegung der Beine für bettlägerige Patienten häufig nicht oder nur mit großen Mühen
möglich ist. Dieses dritte Stellmittel kann seitliche Schieber umfassen, die an den
Beinen des Patienten angreifen. Das Vorsehen solcher Schieber hat den Vorteil, daß
die Beine während des Schlafes in der Mitte des Bettes gehalten werden und nicht nach
außen wandern können. Ein Herausfallen des Patienten aus dem Bett auch bei einer sonst
seitlich offenen Konstruktion des Bettes wird somit vermieden oder zumindest wesentlich
erschwert.
[0014] Bei einer anderen zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung können das dritte Stellmittel
einschließlich der Schieber unter die Liegeebene verschwenkbar am Bett gelagert sein.
Dies hat den Vorteil, daß der Ein- und Ausstieg aus dem Bett durch dieses Stellmittel
nicht behindert wird.
[0015] Bei einer anderen bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung hat es sich bewährt, die
Stellmittel in Längsrichtung des Bettes verschiebbar zu lagern, um die Positionierhilfe
an unterschiedlich große Patienten anzupassen.
[0016] Die Stellmittel sind vorzugsweise elektromotorisch, hydraulisch oder pneumatisch
antreibbar. Grundsätzlich kann aber auch ein manueller Antrieb oder manueller Hilfsantrieb
vorgesehen werden. Es können weiter Steuermittel vorhanden sein, um die Stellmittel
unabhängig voneinander anzutreiben. Es kann vorteilhaft sein, Steuermittel vorzusehen,
um wenigstens das erste und zweite Stellmittel synchron in eine Richtung mit im wesentlichen
gleicher Geschwindigkeit anzutreiben. Hiermit wird neben dem Ausrichten auch ein Wenden
des Patienten ermöglicht.
[0017] Die Steuermittel können eine Sprachsteuerung umfassen. Dadurch wird deren Bedienung
durch den Patienten wesentlich erleichtert, beispielsweise, wenn der Patient die Bedienelemente
der Steuerung von seiner momentanen Lage aus nicht oder nur mit Mühe erreichen kann.
[0018] Die Erfindung betrifft auch ein Bett für bettlägerige Patienten mit einer Vorrichtung
zur Positionierung einer auf einer Liegefläche des Bettes liegenden, schwerstbehinderten
Person, gemäß der oben erläuterten Art. Es kann für einen weiteren Komfort des Patienten
auf wenigstens einer Seite des Bettes eine Einstieghilfe vorgesehen sein, die eine
Tragplatte für die Füße des Patienten aufweist, die an einem Hebearm verschwenkbar
am Bett gelagert ist, um die Fußplatte auf Liegeflächenniveau zu bringen. Dadurch
ist es möglich, dem Patienten das mühsame Anheben der Beine auf Liegeflächenniveau
wesentlich zu erleichtern. Selbstverständlich kann diese Einstiegshilfe auch beim
Verlassen des Bettes oder beim Aufsitzen verwendet werden. Die Einstiegshilfe kann
dabei manuell oder auch motorisch angetrieben sein.
[0019] Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das Bett auf wenigstens einer
Längsseite durch vierte Stellmittel höhenverstellbar sein, um das Bett zum Einsteigen
oder Aussteigen zu kippen. Dadurch wird dem Patienten insbesondere das Verlassen des
Bettes wesentlich erleichtert.
[0020] Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der schematischen Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf ein Bett mit einer Positionierhilfe gemäß der Erfindung,
- Fig. 2 a bis d
- Seitenansichten des Bettes in verschiedenen Ausführungsformen,
- Fig. 3 a und b
- ein Bett mit einer Einstiegshilfe gemäß der Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen,
und
- Fig. 4 a und b
- ein Bett mit einer Ausstiegshilfe gemäß der Erfindung in zwei Positionen.
[0021] Das in der Zeichnung dargestellte Bett 11 ist mit einer Positionierhilfe für einen
auf dem Bett liegenden Patienten 12 ausgebildet. Die Positionierhilfe umfaßt ein erstes
Stellmittel 13, ein zweites Stellmittel 14 und ein drittes Stellmittel 15, die eine
relative Bewegung des Patienten quer zur Längserstreckung des Bettes ermöglichen.
[0022] Im einzelnen ist die Anordnung so getroffen, daß das erste Stellmittel 13 im Schulterbereich,
das zweite Stellmittel 14 im Beckenbereich und das dritte Stellmittel 15 im Beinbereich
des Patienten angeordnet sind. Dadurch ist es möglich, beispielsweise einen gekrümmt
liegenden Patienten durch eine entsprechende Bewegung der Stellmittel gerade in Längsrichtung
auszurichten.
[0023] Das erste und das zweite Stellmittel 13, 14 sind gleichartig ausgebildet und weisen
Zugtücher 16, 17 auf, auf denen der Patient liegt und die über seitliche Rollen 18
quer zur Liegefläche 19 gezogen werden können. Dadurch erfährt der Patient eine Bewegungshilfe,
die ihm ein Ausrichten oder ein Wenden ermöglicht. Die Zugtücher sind vorzugsweise
zumindest auf der der Liegefläche 19, z. B. einer Matratze, zugekehrten Seite mit
einer Gleitbeschichtung versehen. In den Fig. 2 a bis d sind unterschiedliche Ausführungen
der Führungen der Zugtücher 16, 17 gezeigt. Fig. 2 a und 2 c zeigen eine Ausführungsform,
bei welcher das Zugtuch von einer Rolle 18 ab- und auf eine Rolle 18 aufgewickelt
wird, um die Bewegung zu bewirken.
[0024] In den Fig. 2 b und 2 d sind die Zugtücher als Endlostücher ausgebildet, die um die
Rollen 18 geführt sind. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 b wird das Zugtuch um
die Matratze 20 geführt, während bei der Fig. 2 d das Zugtuch doppellagig über der
Matratze geführt ist. Bei den Ausführungsformen gemäß den Fig. 2 c und 2 d sind die
Rollen 18 in Aussparungen der Matratze 20 angeordnet, wodurch ein schmaler Aufbau
erreicht wird.
[0025] Das dritte Stellmittel 15 umfaßt Schieber 21, um die Beine des Patienten in die gewünschte
Lage zu bringen. Mit diesen Schiebern können die Beine des Patienten auch in einer
mittigen Lage gehalten werden. Selbstverständlich können weitere Stellmittel in Längsrichtung
vorgesehen werden, wodurch eine individuelle Anpassung der Positionierhilfe an die
Ausrichtung und Bedürfnisse des Patienten möglich wird.
[0026] Das in der Fig. 3 gezeigte Bett ist zusätzlich oder alternativ mit einer Einstiegshilfe
22 versehen, die eine Fußplatte 23 aufweist, die an einem Hebearm 24 verschwenkbar
am Bett gelagert ist. Auf die Fußplatte 23 können die Füße des Patienten gelegt und
auf Liegeflächenniveau 25 angehoben werden. Der Hebearm 24 kann motorisch oder manuell
betätigt werden. Die Fußplatte 23 ist vorzugsweise verschwenkbar am Hebearm 24 angelenkt,
um stets eine für die Füße angenehme Lage beim Hochschwenken einzunehmen. Damit wird
dem Patienten das häufig mühselige Anheben der Beine erleichtert.
[0027] Bei der in Fig. 3 a gezeigten Ausführungsform wird der Hebearm 24 parallel zur Längsseite
des Bettes verschwenkt. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 b erfolgt zunächst eine
Verschwenkung des Hebearms 24 senkrecht zur Längsseite des Bettes, um anschließend
in der angehobenen Position an das Bett gedreht zu werden. Das Herandrehen kann auch
in einer Zwischenlage erfolgen.
[0028] In Fig. 4 ist ein Bett mit einer Ausstiegshilfe dargestellt. Es sind ausfahrbare
vierte Stellmittel 26 vorgesehen, um das Bett an einer Längsseite anzuheben. Diese
angehobene Lage ist in Fig. 4 b dargestellt. Die Stellmittel 26 können beispielsweise
Hubzylinder oder Spindelantriebe umfassen. Durch ein solches Anheben des Bettes wird
insbesondere das Aussteigen aus dem Bett wesentlich erleichtert.
[0029] Ein mit einer derartigen Positionierhilfe ausgestattetes Bett ermöglicht einem bettlägerigen
und beispielsweise muskelkranken Patienten ein selbsttätiges Ausrichten und Wenden
seines Körpers auf dem Bett. Insbesondere durch die Verwendung von sprachgesteuerten
Steuermitteln kann sich der Patient aus nahezu jeder Position in jede gewünschte schmerzfreie
Lage und Ausrichtung bringen. Der Liegekomfort wird deutlich erhöht.
1. Vorrichtung zur Positionierung einer auf einer Liegefläche eines Bettes liegenden,
schwerstbehinderten Person mit folgenden Merkmalen:
(a) die Vorrichtung weist zumindest zwei Stellmittel (13, 14) auf, wobei das erste
Stellmittel (13) im Schulterbereich eines Patienten positionierbar ist zur Bewegung
dieses Schulterbereichs relativ quer zur Längsrichtung der Liegefläche eines Bettes
und wobei das zweite Stellmittel (14) im Beckenbereich des Patienten positionierbar
ist zur Bewegung dieses Beckenbereichs unabhängig vom Schulterbereich relativ quer
zur Längsrichtung der Liegefläche des Bettes
(b) jedes Stellmittel (13, 14) umfasst zumindest ein Zugtuch (16, 17), das quer zur
Längsrichtung der Liegefläche eines Bettes derart positionierbar ist, dass ein Patient
auf dem Zugtuch (16, 17) liegen kann
(c) die Zugtücher (16, 17) sind derart lagerbar, dass sie quer zur Längsrichtung der
Liegefläche unabhängig voneinander verschiebbar sind, sodass eine Ausrichtung eines
Patienten erfolgen kann, während der Patient auf der Liegefläche eines Bettes liegt
(d) die Stellmittel (13, 14) sind elektromotorisch, hydraulisch oder pneumatisch angetrieben
(e) es sind Steuermittel vorhanden, um die Stellmittel unabhängig voneinander anzutreiben,
wobei die Steuermittel derart ausgebildet sind, dass sie von einem Patienten zum selbsttätigen
Ausrichten seines Körpers auf einem Bett selbstständig betätigbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch wenigstens ein drittes Stellmittel (15) im Bereich der Beine des Patienten, um dessen
Beine relativ quer zum Bett unabhängig von dem ersten und/oder zweiten Stellmittel
(13, 14) zu bewegen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellmittel (13, 14, 15) in Längsrichtung des Bettes verschiebbar gelagert sind.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugtücher (16, 17) über die Rollen (18) geführt sind, die seitlich an dem Bett
positionierbar sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugtücher (16, 17) als Endlostücher ausgebildet sind.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zugtücher (16, 17) auf eine an einer Längsseite des Bettes positionierbare Rolle
(18) auf- und von einer an der anderen Längsseite des Bettes positionierbaren Rolle
(18) abwickelbar sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Stellmittel (15) seitliche Schieber (21) umfasst, die an den Beinen des
Patienten angreifen.
8. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das dritte Stellmittel (15) und/oder dessen Schieber (21) unter die Liegeebene verschwenkbar
am Bett lagerbar sind.
9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel vorhanden sind, um zumindest das ersten und zweite Stellmittel (13,
14) synchron in eine Richtung mit im wesentlich gleicher Geschwindigkeit anzutreiben,
so dass ein Wenden des Patienten möglich ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Steuermittel vorhanden sind, um die Stellmittel (13, 14, 15) unabhängig voneinander
anzutreiben.
11. Vorrichtung nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuermittel eine Sprachsteuerung umfassen.
12. Bett für bettlägerige Patienten mit einer Vorrichtung zur Positionierung einer auf
einer Liegefläche des Bettes liegenden, schwerstbehinderten Person gemäß einem oder
mehreren der vorhergehenden Ansprüche, mit folgenden Merkmalen:
(a) die Vorrichtung weist zumindest zwei Stellmittel (13, 14) auf, wobei das erste
Stellmittel (13) im Schulterbereich eines Patienten positionierbar ist zur Bewegung
dieses Schulterbereichs relativ quer zur Längsrichtung der Liegefläche des Bettes
und wobei das zweite Stellmittel (14) im Beckenbereich des Patienten positionierbar
ist zur Bewegung dieses Beckenbereichs unabhängig vom Schulterbereich relativ quer
zur Längsrichtung der Liegefläche des Bettes
(b) jedes Stellmittel (13, 14) umfasst zumindest ein Zugtuch (16, 17), das quer zur
Längsrichtung der Liegefläche des Bettes derart positionierbar ist, dass ein Patient
auf dem Zugtuch (16, 17) liegen kann
(c) die Zugtücher (16, 17) sind derart lagerbar, dass sie quer zur Längsrichtung der
Liegefläche unabhängig voneinander verschiebbar sind, sodass eine Ausrichtung eines
Patienten erfolgen kann, während der Patient auf der Liegefläche des Bettes liegt
(d) die Stellmittel (13, 14) sind elektromotorisch, hydraulisch oder pneumatisch angetrieben
(e) es sind Steuermittel vorhanden, um die Stellmittel unabhängig voneinander anzutreiben,
wobei die Steuermittel derart ausgebildet sind, dass sie von einem Patienten zum selbsttätigen
Ausrichten und Wenden seines Körpers auf dem Bett selbstständig betätigbar sind.
13. Bett nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf wenigstens einer Seite des Bettes eine Einstiegshilfe (22) vorgesehen ist, die
eine Fußplatte (23) für die Füße des Patienten aufweist, die an einem Hebearm (24)
verschwenkbar am Bett gelagert ist, um die Fußplatte (23) auf Liegeflächenniveau (25)
zu bringen.
14. Bett nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Bett auf wenigstens einer Längsseite durch vierte Stellmittel (26) höhenverstellbar
ist, um das Bett zum Einsteigen oder Aussteigen zu kippen.
1. System for positioning a disabled person lying on the surface of a bed, with the following
features:
(a) the system comprises at least two adjusting means (13, 14), the first adjusting
means (13) being able to be positioned in the shoulder region of a patient for moving
this shoulder region transversely relative to the longitudinal direction of the surface
of a bed, and the second adjusting means (14) being able to be positioned in the pelvis
region of the patient for moving this pelvis region, independently of the shoulder
region, transversely relative to the longitudinal direction of the surface of the
bed,
(b) each adjusting means (13, 14) comprises at least one pulling cloth (16, 17) which
can be positioned transversely with respect to the longitudinal direction of the surface
of a bed in such a way that a patient can lie on the pulling cloth (16, 17),
(c) the pulling cloths (16, 17) can be fitted in such a way that they are displaceable,
transversely with respect to the longitudinal direction of the surface, independently
of one another, such that an adjustment of a patient's position can take place while
the patient is lying on the surface of a bed,
(d) the adjusting means (13, 14) are driven by an electric motor, hydraulically or
pneumatically,
(e) control means are provided for driving the adjusting means independently of one
another, the control means being designed such that they can be operated independently
by a patient for the purpose of automatically adjusting the position of his body on
a bed.
2. System according to Claim 1, characterized by at least a third adjusting means (15) in the region of the patient's legs, for moving
the legs transversely relative to the bed, independently of the first and/or second
adjusting means (13, 14).
3. System according to Claim 1 or 2, characterized in that the adjusting means (13, 14, 15) are mounted such that they are displaceable in the
longitudinal direction of the bed.
4. System according to one of the preceding claims, characterized in that the pulling cloths (16, 17) are guided via the rollers (18) which can be positioned
to the sides of the bed.
5. System according to one of the preceding claims, characterized in that the pulling cloths (16, 17) are designed as endless cloths.
6. System according to one of the preceding claims, characterized in that the pulling cloths (16, 17) can be wound onto a roller (18) that can be positioned
on one long side of the bed, and they can be unwound from a roller (18) that can be
positioned on the other long side of the bed.
7. System according to one of the preceding claims, characterized in that the third adjusting means (15) comprises lateral slides (21) which engage on the
patient's legs.
8. System according to one of the preceding claims, characterized in that the third adjusting means (15) and/or its slides (21) can be fitted on the bed so
as to be pivotable under the plane of the bed surface.
9. System according to one of the preceding claims, characterized in that control means are provided for driving at least the first and second adjusting means
(13, 14) synchronously in one direction at substantially the same speed, so that turning
the patient is possible.
10. System according to one of the preceding claims, characterized in that control means are provided for driving the adjusting means (13, 14, 15) independently
of one another.
11. System according to Claim 9 or 10, characterized in that the control means include a voice-activated control.
12. Bed for bedridden patients, comprising a system for positioning a disabled person
lying on the surface of the bed in accordance with one or more of the preceding claims,
with the following features:
(a) the system comprises at least two adjusting means (13, 14), the first adjusting
means (13) being able to be positioned in the shoulder region of a patient for moving
this shoulder region transversely relative to the longitudinal direction of the surface
of the bed, and the second adjusting means (14) being able to be positioned in the
pelvis region of the patient for moving this pelvis region, independently of the shoulder
region, transversely relative to the longitudinal direction of the surface of the
bed,
(b) each adjusting means (13, 14) comprises at least one pulling cloth (16, 17) which
can be positioned transversely with respect to the longitudinal direction of the surface
of the bed in such a way that a patient can lie on the pulling cloth (16, 17),
(c) the pulling cloths (16, 17) can be fitted in such a way that they are displaceable,
transversely with respect to the longitudinal direction of the surface, independently
of one another, such that adjustment of a patient's position can take place while
the patient is lying on the surface of the bed,
(d) the adjusting means (13, 14) are driven by an electric motor, hydraulically or
pneumatically,
(e) control means are provided for driving the adjusting means independently of one
another, the control means being designed such that they can be operated independently
by a patient for the purpose of automatically adjusting the position of and turning
his body on the bed.
13. Bed according to Claim 12, characterized in that a bed access aid (22) is provided on at least one side of the bed and comprises a
foot rest (23) for the patient's feet, said foot rest (23) being mounted pivotably
on a lever arm (24) on the bed in order to bring the foot rest (23) to the surface
level (25) of the bed.
14. Bed according to Claim 12 or 13, characterized in that the height of the bed can be adjusted on at least one long side by fourth adjusting
means (26), in order to tilt the bed when the patient is getting onto the bed or off
it.
1. Dispositif d'aide au positionnement d'une personne handicapée alitée, sur la surface
d'un lit, présentant les caractéristiques suivantes:
a) le dispositif présente au moins deux moyens de réglage (13, 14), dans lesquels
le premier moyen de réglage (13) peut être positionné dans la région des épaules d'un
patient en vue d'un mouvement de cette région des épaules relativement transversalement
à la direction longitudinale de la surface d'un lit et dans lesquels le deuxième moyen
de réglage (14) peut être positionné dans la région du bassin du patient en vue d'un
mouvement de cette région du bassin indépendamment de la région des épaules relativement
transversalement à la direction longitudinale de la surface du lit,
b) chaque moyen de réglage (13, 14) comprend au moins une toile de traction (16, 17),
qui peut être positionnée transversalement à la direction longitudinale de la surface
d'un lit, de telle manière qu'un patient puisse être étendu sur la toile de traction
(16, 17),
c) les toiles de traction (16, 17) peuvent être placées de telle façon qu'elles soient
déplaçables indépendamment l'une de l'autre transversalement à la direction longitudinale
de la surface du lit, de manière à pouvoir effectuer un alignement d'un patient pendant
que le patient est étendu sur la surface d'un lit,
d) les moyens de réglage (13, 14) sont actionnés par un moteur électrique, par des
moyens hydrauliques ou pneumatiques,
e) il est prévu des moyens de commande, pour entraîner les moyens de réglage indépendamment
l'un de l'autre, les moyens de commande étant configurés de telle manière qu'ils puissent
être actionnés de manière autonome par un patient pour aligner automatiquement son
corps sur un lit.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé par au moins un troisième moyen de réglage (15) dans la région des jambes du patient,
afin de déplacer ses jambes relativement transversalement au lit indépendamment du
premier et/ou du deuxième moyen de réglage (13, 14).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que les moyens de réglage (13, 14, 15) peuvent être déplacés dans la direction longitudinale
du lit.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les toiles de traction (16, 17) sont guidées sur les rouleaux (18) qui peuvent être
positionnés latéralement sur le lit.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les toiles de traction (16, 17) sont des toiles sans fin.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que les toiles de traction (16, 17) peuvent être enroulées sur un rouleau (18) pouvant
être positionné sur un long côté du lit et déroulées d'un rouleau (18) pouvant être
positionné sur l'autre long côté du lit.
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le troisième moyen de réglage (15) comprend des curseurs latéraux (21), qui agissent
sur les jambes du patient.
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce que le troisième moyen de réglage (15) et/ou ses curseurs (21) peuvent être montés sur
le lit et pivoter sous le plan de couchage.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte des moyens de commande, pour entraîner au moins le premier et le deuxième
moyen de réglage (13, 14) de manière synchrone dans une direction avec une vitesse
essentiellement égale, de telle manière qu'il soit possible de retourner le patient.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'il comporte des moyens de commande, pour entraîner les moyens de réglage (13, 14,
15) indépendamment les uns des autres.
11. Dispositif selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que les moyens de commande comprennent une commande vocale.
12. Lit destiné à des patients alités, avec un dispositif d'aide au positionnement d'une
personne handicapée alitée, sur la surface du lit selon l'une quelconque des revendications
précédentes, présentant les caractéristiques suivantes:
a) le dispositif présente au moins deux moyens de réglage (13, 14), dans lesquels
le premier moyen de réglage (13) peut être positionné dans la région des épaules d'un
patient en vue d'un mouvement de cette région des épaules relativement transversalement
à la direction longitudinale de la surface du lit et dans lesquels le deuxième moyen
de réglage (14) peut être positionné dans la région du bassin du patient en vue d'un
mouvement de cette région du bassin indépendamment de la région des épaules relativement
transversalement à la direction longitudinale de la surface du lit,
b) chaque moyen de réglage (13, 14) comprend au moins une toile de traction (16, 17),
qui peut être positionnée transversalement à la direction longitudinale de la surface
du lit, de telle manière qu'un patient puisse être étendu sur la toile de traction
(16, 17),
c) les toiles de traction (16, 17) peuvent être placées de telle façon qu'elles soient
déplaçables indépendamment l'une de l'autre transversalement à la direction longitudinale
de la surface du lit, de manière à pouvoir effectuer un alignement du patient pendant
que le patient est étendu sur la surface du lit,
d) les moyens de réglage (13, 14) sont actionnés par un moteur électrique, par des
moyens hydrauliques ou pneumatiques,
e) il est prévu des moyens de commande, pour entraîner les moyens de réglage indépendamment
l'un' de l'autre, les moyens de commande étant configurés de telle manière qu'ils
puissent être actionnés de manière autonome par un patient pour aligner et retourner
automatiquement son corps sur le lit.
13. Lit selon la revendication 12, caractérisé en ce qu'il est prévu sur au moins un côté du lit une aide d'accès (22), qui comprend un marchepied
(23) pour les pieds du patient, qui est monté sur le lit de façon pivotante sur un
bras de levier (24), pour amener le marchepied (23) au niveau de la surface du lit
(25).
14. Lit selon la revendication 12 ou 13, caractérisé en ce que le lit est réglable en hauteur sur au moins un long côté par quatre moyens de réglage
(26), afin d'incliner le lit pour y accéder ou en sortir.