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(11) |
EP 1 158 129 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.06.2010 Patentblatt 2010/25 |
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Anmeldetag: 06.04.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Panikschliesssystem und -verfahren
Closure system and method in case of panic
Méthode et système de fermeture en cas de panique
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
26.05.2000 DE 10026126
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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28.11.2001 Patentblatt 2001/48 |
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Patentinhaber: Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft |
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80809 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Mittermeier, Rainer
84034 Lanshut (DE)
- Holzinger, Andreas
85716 Unterschleissheim (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 856 629 EP-A- 1 030 427
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EP-A- 0 901 210
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Sicherung
eines Kraftfahrzeugs in Notfällen. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Panikschließsystem
und -verfahren zum Schließen von motorisch betriebenen Fensterhebern und Schiebehebedächern.
[0002] Heutzutage verfügen Kraftfahrzeuge häufig über Fensterhebersysteme, mit denen Fenster
eines Kraftfahrzeugs mit einem Schalter geöffnet und geschlossen werden können. Es
können Situationen auftreten, in denen die im Fahrzeug befindlichen Personen sich
gegenüber Angriffen von außen durch ein schnelles Verschließen des Kraftfahrzeugs
schützen müssen. Dies kann beispielsweise bei kurzen Halteperioden an Verkehrsampeln
und bei zähfließendem oder stillstehendem Verkehr notwendig sein, weil derartige Situationen
zum Überfall auf Kraftfahrzeuge und zum Diebstahl darin befindlicher Wertgegenstände
ausgenutzt werden können.
[0003] Zum Verschließen der Türen in derartigen Situationen sind sogenannte "Lock-Unlock-Schalter"
bekannt. Durch einen derartigen Schalter kann eine zentrale Türverriegelung ausgelöst
werden, so daß die Fahrzeugtüren sowie gegebenenfalls die Verriegelungsvorrichtung
für den Kofferraum verschlossen werden. Da in einer derartigen Situation auch das
Verschließen der Fenster sowie des Schiebehebedachs erforderlich sein könnte, sind
bereits sogenannte Panikschließfunktionen bei motorisch betriebenen Fensterhebern
und Schiebehebedächern bekannt. Problematisch bei diesen bekannten Panikschließfunktionen
ist jedoch, daß der üblicherweise bei motorisch betriebenen Fensterhebern und Schiebehebedächern
vorgesehene Einklemmschutz außer Kraft gesetzt wird, wenn die Panikschließfunktion
betätigt wird.
[0004] Eine Panikschließfunktion in Verbindung mit einem modifizierten Einklemmschutz ist
grundsätzlich aus der nicht vorveröffentlichten
EP-A-1030427 bereits bekannt. Hierbei findet zunächst ein Stoppen und/oder Reversieren beispielsweise
eines Fensters und anschließend ein Fortsetzen des Schließvorganges mit höherer Abschaltschwelle
statt.
[0005] So ist beispielsweise bei bisher bekannten Systemen, wie in der
EP 0 901 210, der Einklemmschutz beim Fensterheber bzw. Schiebehebedach im Automatikbetrieb (Tippbetrieb)
sowie bei Betätigung in einer ersten Raststellung (manuell) und bei der Komfortschließung
beispielsweise über eine Fernbedienung aktiv. Das heißt, im Einklemmfall reversiert
die Scheibe automatisch ganz oder teilweise nach unten. Bei dauernd gedrückter Schließ-Betätigungstaste
in einer zweiten Raststellung oder an einem mechanischen Anschlag wird die Panikschließfunktion
(Panik-Mode) aktiviert und der Einklemmschutz aufgehoben. Somit haben Fahrzeuginsassen
die Möglichkeit, durch manuelles Betätigen der Bedienschalter eine Notschließung der
Fenster und des Schiebehebedachs ohne Einklemmschutz zu bewirken. Dadurch besteht
insbesondere die Gefahr der Verletzung durch Einklemmen von Körperteilen. Aufgrund
der konstruktiven Beschaffenheit der Bedienschalter mit zwei Raststellungen in jede
Richtung (manuell oder durch Antippen öffnen und schließen) wird oft durch unbewußtes
Überdrücken und Halten des Schalters die Scheibe geschlossen. Daß in einem solchen
Fall der Einklemmschutz inaktiv ist, d.h. die Panikfunktion aktiv ist, ist dem oder
den Insassen meist nicht bekannt. Dadurch entstehen Gefahrensituationen für Insassen
und Passanten.
[0006] Eine bekannte Panikschließfunktion ist beispielsweise in der
EP-A-856 629 offenbart. Entsprechend dieser Druckschrift ist im Zugriffsbereich des Fahrers ein
Bedienfeld mit vier Schaltern vorgesehen, das mit einer Einklemmschutz-Vorrichtung
für die Fenster aller Türen in Wirkverbindung steht. Durch Betätigung eines Notschalters
können sämtliche Fensterheber unter Umgehung oder Abschaltung der Einklemmschutz-Vorrichtung
gemeinsam in ihre Schließposition gebracht werden. Somit weist auch diese Vorrichtung
die vorstehend beschriebenen Nachteile auf.
[0007] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Panikschließsystem
und -verfahren zum Schließen von Fenstern und Schiebedächern in einem Kraftfahrzeug
zur Verfügung zu stellen. Insbesondere sollen dabei die mit den bekannten Systemen
verbundenen Nachteile und Gefahren für Personen vermieden werden. Diese Aufgabe wird
mit den Merkmalen der Patentansprüche gelöst.
[0008] Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird ein unbeabsichtigtes Auslösen der Panikfunktion
durch Überdrücken und Halten des Bedienschalters am Anschlag vermieden. Dies läßt
sich sowohl für Fahrzeuge, bei denen nur einige der Fenster motorisch betätigbar sind
wie auch bei Fahrzeugen, bei denen alle Fenster einschließlich Schiebehebedach automatisch
betätigbar sind, realisieren. Üblicherweise befinden sich in Fahrzeugen die Bedienstellen
für die Fenster in einem Schalterblock der Fahrertür sowie weitere Schalter an den
entsprechenden Türen der zu öffnenden Fenster sowie in der Nähe des Schiebehebedachs.
Das erfindungsgemäße Panikschließsystem und -verfahren ist vorzugsweise derart ausgebildet,
daß ein effektiver Einklemmschutz an allen motorisch betätigbaren Fenstern und Schiebehebedächern
erfolgt.
[0009] Die Erfindung geht dabei von dem Grundgedanken aus, daß der Einklemmschutz sowohl
in einem Standardzustand für normales Schließen als auch in einem modifizierten Zustand
für Panikschließen betreibbar ist. Dadurch kann das Verletzungsrisiko von im Fahrzeug
befindlichen Personen und Passanten stark reduziert werden. Auch bei fehlender Kenntnis
der Bedienungsanleitung bzw. der Funktionsweise der Betätigungseinrichtung können
für die Insassen sowie für die Passanten gefährliche Zustände effektiv vermieden werden.
Darüber hinaus bestehen gegenüber den bekannten Einklemmschutzsystemen keinerlei Funktionseinschränkungen,
d.h. potentielle Angreifer können ausgesperrt werden. Festgefrorene bzw. festsitzende
Scheiben können auch losgerissen werden. Ein weiterer Vorteil ist, daß für die Steuerungseinrichtung
kaum Änderungen der Hardware gegenüber den bekannten Systemen erforderlich sind. Somit
bleiben bei gesteigerter Sicherheit die Kosten für die Serienfertigung nahezu unverändert.
[0010] Das erfindungsgemäße Panikschließsystem und -verfahren wird nachstehend anhand einer
bevorzugten Ausführungsform unter Bezugnahme auf die Zeichnung beispielhaft beschrieben.
[0011] Fig. 1 zeigt ein Flußdiagramm der Schaltlogik des erfindungsgemäßen Panik-schließsystems
und -verfahrens. Das erfindungsgemäße System weist im wesentlichen mindestens eine
Betätigungseinrichtung, eine dem jeweiligen zu betätigenden Element (z. B. Fenster,
Schiebehebedach) zugeordnete Antriebseinrichtung und eine Steuerungseinrichtung auf.
[0012] Bei der Betätigungseinrichtung handelt es sich um einen Schalter mit einer ersten
und einer zweiten Schaltraste. Die erste Schaltraste dient dabei zum manuellen Betätigen
des Fensters oder des Schiebehebedachs, wobei das sich zu betätigende Element so lange
in die gewünschte Richtung bewegt, wie der Schalter in der ersten Rastposition gehalten
wird. Wird der Schalter in die zweite Schaltraste getippt bzw. kurzfristig gedrückt,
so erfolgt ein automatisches Öffnen oder Schließen des zu betätigenden Elements. Wird
der Schalter allerdings in der zweiten Schaltraste (in Schließrichtung) gehalten,
so wird die Panikfunktion bzw. ein Panikschließen ausgelöst. Es ist ferner bevorzugt,
daß bei Auslösen der Panikfunktion mittels einer Betätigungseinrichtung sämtliche
zu betätigenden Elemente, d.h. alle Fenster sowie gegebenenfalls das Schiebehebedach
geschlossen werden. Es ist auch möglich, mit der Auslösung der Panikfunktion die Zentralverriegelung
für Türen und die Verriegelungsvorrichtung der Kofferraumklappe zu verriegeln.
[0013] Nachfolgend wird nun die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Panikschließsystem
und -verfahrens beschrieben. Durch Halten des Betätigungsschalters in der zweiten
Rastposition (Überdrücken) wird nach Ablauf einer vorbestimmten Ansprechzeit t
A, die für die Tippfunktion erforderlich ist, die Panikfunktion aktiviert. Sämtliche
Fenster und Schiebehebedächer werden mit maximaler Geschwindigkeit geschlossen. Dabei
bleibt erfindungsgemäß der Einklemmschutz in modifizierter Form aufrecht erhalten.
Wird ein Einklemmen erkannt, so reversiert das betroffene Fenster oder Schiebehebedach
nur um eine gegenüber dem Standardeinklemmschutz erheblich verkürzte Strecke S
REV und nicht komplett (bzw. um eine Strecke von z.B. etwa 200 mm in einigen Ausführungen).
Dem Hindernis bzw. Angreifer wird somit die Möglichkeit gegeben, sich aus der Gefahrenzone
zu entfernen, aber nicht mehr weiter ins Fahrzeuginnere einzudringen. Entsprechend
einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung muß nun der Betätigungsschalter bewußt
losgelassen werden und innerhalb eines Zeitfensters t
ZF erneut betätigt werden. Erfolgt eine Betätigung innerhalb dieses Zeitfensters t
ZF so werden die Fenster und das Schiebehebedach ohne jeglichen Einklemmschutz mit maximaler
Kraft und Geschwindigkeit geschlossen. Erfolgt innerhalb des Zeitfensters t
ZF keine erneute Aktivierung der Panikfunktion, d.h. dauerndes Halten des Schalters
in der zweiten Rastposition, so ist der Einklemmschutz wieder im Normalzustand und
somit voll aktiv. Erfolgt außerhalb des Zeitfensters t
ZF jedoch wiederum eine Folgebetätigung mit der die Panikfunktion aktiviert wird so
ist der modifizierte Einklemmschutz aktiv. In einer bevorzugten Ausführungsform ist
zur zusätzlichen Sicherheit vorgesehen, die Panikfunktion ab einer vorbestimmten Fahrzeuggeschwindigkeit
(z.B. 16 km/h), die mittels einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung ermittelt
wird, zu sperren.
[0014] In der derzeit bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beträgt die
Reversierstrecke S
REV bei modifiziertem Einklemmschutz etwa 10 mm und das Zeitfenster T
ZF 4 Sekunden.
[0015] Im Folgenden wird die Funktionsweise des erfindungsgemäßen Paniksystems und -verfahrens
gegenüber dem Stand der Technik nochmals anhand eines konkreten Beispiels beschrieben.
In diesem Beispiel will der Fahrer die hintere Scheibe schließen und betätigt den
entsprechenden Schalter an der Fahrertür. Beim Stand der Technik kommt es vor, daß
der Fahrer den Schalter gedrückt hält, um die Scheibe zu schließen. Dabei hält er
den Schalter unbewußt auf mechanischem Anschlag (zweite Rastposition) und aktiviert
deshalb die Panikfunktion. Gemäß dem Stand der Technik schließt dabei die Scheibe
ohne Einklemmschutz mit voller Kraft. Dabei kann es zu Verletzungen kommen, weil eine
Person beispielsweise eine Hand aus dem Fenster streckt und das Fenster mit voller
Kraft zufährt und die Hand eingeklemmt werden kann. Entsprechend der vorliegenden
Erfindung schließt bei gleicher Situation die Scheibe mit Einklemmschutz mit maximaler
Geschwindigkeit. Auch in diesem Fall kann der Fahrer übersehen, daß eine Person eine
Hand aus dem Fenster streckt. Allerdings wird erfindungsgemäß ein Einklemmen automatisch
erkannt und die Scheibe reversiert um 10 mm und bleibt stehen. Die Person erschrickt
und zieht die Hand zurück. Sollte der Fahrer davon nichts mitbekommen und den Schalter
weiter in der zweiten Rastposition halten, so bleibt das Fenster trotzdem stehen.
Für den Fall, daß der Fahrer innerhalb des Zeitfensters von 4 Sekunden den Taster
bewusst losläßt und dann erneut drückt und ihn in der zweiten Raststellung hält, schließt
das Fenster ohne Einklemmschutz mit voller Kraft. Betätigt der Fahrer den Schalter
allerdings erst nach dem Zeitfenster von 4 Sekunden erneut, so schließt das Fenster
wieder mit Einklemmschutz.
[0016] Demgemäß bietet das erfindungsgemäße Panikschließsystem und -verfahren gegenüber
dem Stand der Technik erhebliche Sicherheitsvorteile.
1. Panikschließsystem für in Kraftfahrzeugen vorgesehene, motorisch betriebene Fensterheber
und/oder Schiebehebedächer mit mindestens einer Betätigungseinrichtung, einer dem
jeweiligen zu betätigenden Element zugeordneten Antriebseinrichtung und einer Steuerungseinrichtung,
wobei die Steuerungseinrichtung eine Einklemmschutz-Vorrichtung aufweist,
wobei die Betätigungseinrichtung einen Schalter mit einer ersten Schalterraste zum
manuellen Betätigen des zu betätigenden Elements und einer zweiten Schaltraste aufweist,
wobei der Schalter derart ausgebildet ist, daß durch Tippen in die zweite Schaltraste
eine automatische Betätigung des zu betätigenden Elements erfolgt und durch Halten
in der zweiten Schaltraste die Panikfunktion ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Einklemmschutz-Vorrichtung für normales Schließen einen Standard-Einklemmschutz
und für Panikschließen einen modifizierten Einklemmschutz hat.
2. Panikschließsystem nach Anspruch 1, wobei die Einklemmschutzvorrichtung derart ausgebildet
ist, daß bei Betätigung einer Betätigungseinrichtung sämtliche zu betätigenden Elemente
geschlossen werden.
3. Panikschließsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei beim Standard-Einklemmschutz
das zu betätigende Element, an dem ein Einklemmen erkannt wurde, vollständig oder
zumindest um eine Strecke von 50 mm reversiert.
4. Panikschließsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der modifizierte Einklemmschutz
derart ausgebildet ist, daß beim Erkennen eines Einklemmens beim Panikschließen mindestens
das zu schließende Element, an dem das Einklemmen erkannt wurde, um eine Strecke von
weniger als 50 mm, vorzugsweise etwa 10 mm, reversiert.
5. Panikschließsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der modifizierte Einklemmschutz derart ausgebildet ist, daß nach dem Erkennen
des Einklemmens beim Panikschließen ein in der Steuerungseinrichtung vorgesehener
Timer ein Zeitfenster (tZF) startet, innerhalb dem bei erneuter Betätigung der Betätigungseinrichtung zum Panikschließen
die gesamte Einklemmschutz-Vorrichtung außer Betrieb gesetzt wird und die zu schließenden
Elemente ohne Einklemmschutz vollständig schließen.
6. Panikschließsystem nach Anspruch 5 wobei die Einklemmschutz-Vorrichtung derart ausgebildet ist, daß außerhalb des Zeitfensters
(tZF) und bei Betätigung des Panikschließens erneut der modifizierte Einklemmschutz anspricht.
7. Panikschließsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6 wobei die Steuerungseinrichtung mit einer Fahrzeuggeschwindigkeitserfassungseinrichtung
verbunden ist und derart ausgebildet ist, daß ab einer bestimmten Fahrzeuggeschwindigkeit
von vorzugsweise größer als 16 km/h die Panikfunktion außer Betrieb gesetzt wird.
8. Panikschließverfahren insbesondere für in Kraftfahrzeugen vorgesehene, motorisch betriebene
Fensterheber und/oder Schiebehebedächer mit den Schritten:
(a) Erfassen einer Panikschließanforderung; und
(b) Deaktivieren eines für normales Schließen vorhandenen Standard-Einklemmschutzes
und Aktivieren eines für Panikschließen vorgesehenen modifizierten Einklemmschutzes
durch eine einen Schalter aufweisenden Betätigungseinrichtung mit einer ersten Schalterraste
zum manuellen Betätigen des zu betätigenden Elements und einer zweiten Schaltraste,
wobei durch Tippen in die zweite Schaltraste eine automatische Betätigung des zu betätigenden
Elements erfolgt und durch Halten in der zweiten Schaltraste die Panikfunktion ausgelöst
wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8 wobei beim Panikschließen bei Betätigung einer Betätigungseinrichtung sämtliche zu
betätigenden Elemente geschlossen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 8 oder 9 wobei beim Standard-Einklemmschutz das zu betätigende Element vollständig oder zumindest
um eine Strecke von 50 mm reversiert wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10 wobei beim Erkennen eines Einklemmens beim Panikschließen der modifizierte Einklemmschutz
das zu schließende Element, an dem das Einklemmen erkannt wurde, um eine Strecke von
weniger als 50 mm, vorzugsweise etwa 10 mm reversiert.
12. Verfahren nach Anspruch 11 wobei beim modifizierten Einklemmschutz nach dem Erkennen des Einklemmens beim Panikschließen
ein Timer ein Zeitfenster (tZF) startet, innerhalb dem bei erneuter Betätigung der Betätigungseinrichtung zum Panikschließen
die gesamte Einklemmschutz-Vorrichtung außer Betrieb gesetzt wird und die zu schließenden
Elemente ohne Einklemmschutz vollständig geschlossen werden.
13. Verfahren nach Anspruch 12 wobei außerhalb des Zeitfensters tZF und bei Betätigung des Panikschließens erneut der modifizierte Einklemmschutz anspricht.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 13 wobei ab einer vorbestimmten Fahrzeuggeschwindigkeit von vorzugsweise größer als
16 km/h die Panikfunktion außer Betrieb gesetzt wird.
1. An emergency locking system for motor-driven window lifts and/or tilt/slide sun roofs
provided in motor vehicles with at least one actuating device, a drive device associated
with the respective element to be actuated and a control device, the control device
having a clamping protection mechanism, wherein the actuating mechanism has a switch
with a first switch locking position for manual actuation of the element to be actuated
and a second switch locking position, the switch being configured in such a way that
by jogging into the second switch locking position an automatic actuation of the element
to be actuated takes place and the emergency function is triggered by holding in the
second switch locking position, characterised in that the clamping protection mechanism has a standard clamping protection for normal locking
and a modified clamping protection for emergency locking.
2. An emergency locking system according to claim 1, wherein the clamping protection
mechanism is configured in such a way that on actuation of an actuating device all
the elements to be actuated are locked.
3. An emergency locking system according to claim 1 or claim 2, wherein in the standard
clamping protection, the element to be actuated, at which clamping was recognised,
reverses completely or at least by a distance of 50 mm.
4. An emergency locking system according to any one of claims 1 to 3, wherein the modified
clamping protection is configured in such a way that when clamping is recognised during
emergency locking, at least the element to be locked, at which the clamping was recognised,
reverses by a distance of less than 50 mm, preferably about 10 mm.
5. An emergency locking system according to any one of claims 1 to 4, wherein the modified
clamping protection is configured in such a way that once clamping has been recognised
during the emergency locking, a timer provided in the control device starts a time
window (tZF) in which, upon renewed actuation of the actuation device for emergency locking,
the entire clamping protection mechanism is deactivated and the elements to be locked
are locked completely without clamping protection.
6. An emergency locking system according to claim 5, wherein the clamping protection
mechanism is configured in such a way that outside the time window (tZF) and on actuation of the emergency locking, the modified clamping protection responds
again.
7. An emergency locking system according to any one of claims 1 to 6, wherein the control
mechanism is connected to a vehicle speed detection device and is configured in such
a way that from a specific vehicle speed of preferably greater than 16 km/h the emergency
function is deactivated.
8. An emergency locking method, especially for motor-driven window lifts and/or slide/tilt
sun roofs provided in motor vehicles comprising the steps:
(a) detecting an emergency locking request; and
(b) deactivating a standard clamping protection present for normal locking and activating
a modified clamping protection provided for emergency locking by means of an actuating
device having a switch, with a first switch locking position for manual actuation
of the element to be actuated and a second switch locking position, wherein by jogging
into the second switch locking position, an automatic actuation of the element to
be actuated takes place and by holding in the second switch locking position, the
emergency function is triggered.
9. A method according to claim 8, wherein during emergency locking, on actuating an actuating
device, all the elements to be actuated are locked.
10. A method according to claim 8 or 9, wherein in the standard clamping protection, the
element to be actuated is completely reversed or at least by a distance of 50 mm.
11. A method according to any one of claims 8 to 10, wherein on recognising clamping during
emergency locking, the modified clamping protection reverses the element to be locked,
at which clamping was recognised, by a distance of less than 50 mm, preferably about
10 mm.
12. A method according to claim 11, wherein in the modified clamping protection after
recognising clamping during emergency locking, a timer starts a time window (tZF), within which on renewed actuation of the emergency device for emergency locking,
the entire clamping protection mechanism is deactivated and the elements to be locked
are completely locked without clamping protection.
13. A method according to claim 12, wherein outside the time window (tZF) and on actuation of the emergency locking, the modified clamping protection responds
again.
14. A method according to any one of claims 8 to 13, wherein from a specific vehicle speed
of preferably greater than 16 km/h, the emergency function is deactivated.
1. Système de fermeture en cas de panique pour des lève-glaces et/ou des toits coulissant
motorisés, dans des véhicules automobiles, comportant au moins une installation d'actionnement,
une installation d'entraînement associée à chaque élément actionné et une installation
de commande,
- l'installation de commande comporte un dispositif anti-pincement,
- l'installation d'actionnement comporte un commutateur ayant une première position
d'arrêt de commutation pour l'actionnement manuel de l'élément à actionner et une
seconde position d'actionnement,
- le commutateur étant conçu pour qu'en touchant la seconde position de commutation,
on produit l'actionnement automatique de l'élément à commander et en tenant la seconde
position de commutation, on déclenche la fonction de panique,
caractérisé en ce que
pour la fermeture le dispositif anti-pincement comporte une protection anti-pincement
standard et pour la fermeture en cas de panique, une protection anti-pincement modifiée.
2. Système de fermeture en cas de panique selon la revendication 1,
caractérisé en ce que le dispositif de protection anti-pincement est réalisé pour qu'en commandant une
installation d'actionnement, tous les éléments commandés sont fermés.
3. Système de fermeture en cas de panique selon l'une des revendications 1 à 2,
caractérisé en ce que dans le cas d'une protection standard anti-pincement, l'élément à actionner pour
lequel un risque de pincement a été décelé, inverse son mouvement, totalement ou au
moins sur un trajet de 50 mm.
4. Système de fermeture en cas de panique selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé en ce que
l'installation anti-pincement, modifiée, est conçue pour qu'à la détection d'un pincement,
lors de la fermeture en cas de panique, au moins l'élément de fermeture sur lequel
le pincement a été détecté, est inversé sur un trajet de moins de 50 mm et de préférence
de l'ordre de 10 mm.
5. Système de fermeture en cas de panique selon l'une des revendications 1 à 4,
caractérisé en ce que
le moyen anti-pincement, modifié est réalisé pour qu'après avoir détecté le pincement
en fermeture en cas de panique, une horloge de l'installation de commande démarre
une fenêtre de temps (tZF) à l'intérieur de laquelle, si l'installation d'actionnement est de nouveau commandée
pour assurer la fermeture en panique, l'ensemble du dispositif anti-pincement est
neutralisé et les éléments à fermer se ferment complètement sans protection anti-pincement.
6. Système de fermeture en cas de panique selon la revendication 5,
caractérisé en ce que
le dispositif de protection anti-pincement est réalisé pour qu'à l'extérieur de la
fenêtre de temps (tZF) et en cas de mise en oeuvre de la fermeture en panique, la protection anti-pincement,
modifiée, se met de nouveau en oeuvre.
7. Système de fermeture en cas de panique selon l'une des revendications 1 à 6,
caractérisé en ce que
l'installation de commande est reliée à l'installation de saisie de vitesse de déplacement
du véhicule et l'installation de commande est réalisée pour qu'à partir d'une certaine
vitesse donnée du véhicule, vitesse de préférence supérieure à 16 km/h, la fonction
de panique est mise hors-service.
8. Procédé de fermeture en cas de panique, notamment de lève-glaces et/ou de toits coulissant
actionnés par un moteur équipant des véhicules automobiles,
procédé comprenant les étapes suivantes :
(a) saisie d'une demande de fermeture en panique, et
(b) neutralisation d'un moyen de protection anti-pincement standard prévu pour la
fermeture normale et activation d'un moyen de protection anti-pincement modifié pour
la fermeture en cas de panique, par une installation d'actionnement comportant un
commutateur ayant une première position d'arrêt de commutation pour l'actionnement
manuel de l'élément à commander et une seconde position d'arrêt de commutation,
et en touchant la seconde position d'arrêt de commutation, on produit un actionnement
automatique de l'élément à commander et en tenant dans la seconde position d'arrêt
de commutation, on neutralise la fonction de panique.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'
en cas de fermeture en panique, lors de l'actionnement d'une installation de commande,
tous les éléments à commander seront fermés.
10. Procédé selon la revendication 8 ou 9,
caractérisé en ce que
pour le moyen de protection anti-pincement standard, l'élément à commander est inversé
dans son mouvement, totalement ou au moins sur un trajet de 50 mm.
11. Procédé selon l'une des revendications 8 à 10,
caractérisé en ce qu'
en cas de détection d'un pincement lors de la fermeture en panique, le moyen de protection
anti-pincement, modifié, inverse le mouvement de l'élément à fermer sur lequel le
pincement a été détecté, sur un trajet inférieur à 50 mm et de préférence de l'ordre
de 10 mm.
12. Procédé selon la revendication 11,
caractérisé en ce que
pour le moyen de protection anti-pincement modifié, après avoir détecté le pincement
à la fermeture en panique, une horloge lance une fenêtre de temps (tZF) à l'intérieur de laquelle, si l'installation d'actionnement pour la fermeture en
panique est de nouveau commandée, l'ensemble du dispositif de protection anti-pincement
est neutralisé et les éléments à fermer, seront complètement fermés sans protection
anti-pincement.
13. Procédé selon la revendication 12,
caractérisé en ce qu'
en-dehors de la fenêtre de temps (tZF) et lors de l'actionnement de la fermeture en panique, le moyen anti-pincement, modifié,
se met de nouveau en oeuvre.
14. Procédé selon l'une des revendications 8 à 13,
caractérisé en ce qu'
à partir d'une certaine vitesse du véhicule qui est de préférence supérieure à 16
km/h, la fonction de panique est neutralisée.

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