[0001] Zunächst soll nachfolgend erläutert werden, welche der verwendeten Begriffe bei der
dann folgenden Beschreibung zunächst des Standes der Technik, dann der Erfindung welche
Bedeutung haben bzw. haben sollen:
a) Der Begriff Kabel steht für eine elektrische Leitung, die mindestens eine Ader,
in der Regel aber mehrere Adern aufweist; sind mehrere Adern vorhanden, so wird von
einem mehradrigen Kabel gesprochen.
b) Die Adern eines Kabels bestehen aus einem Leiter und einer Aderisolation.
c) In einem Kabel sind die für sich isolierten Leiter, also die mit jeweils einer
Aderisolation versehenen Leiter, in ihrer Gesamtheit von einer weiteren Isolation
umgeben, der Kabelisolation.
[0002] Einleitend ist gesagt, daß die Erfindung eine Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung
zum elektrisch leitenden Anschließen eines Kabels an ein elektrisches Gerät oder zum
elektrisch leitenden Verbinden von zwei Kabeln betrifft. Geht es um das Anschließen
eines Kabels an ein elektrisches Gerät, so liegt eine Kabelanschlußeinrichtung vor;
sollen zwei Kabel miteinander verbunden werden, so handelt es sich um eine Kabelverbindungseinrichtung.
Im folgenden wird überwiegend immer auf eine Kabelanschlußeinrichtung abgestellt.
Gleichwohl ist jedoch auch immer eine Kabelverbindungseinrichtung im zuvor erläuterten
Sinn gemeint.
[0003] Einleitend ist auch gesagt, daß die Kabelanschlußeinrichtung zum elektrisch leitenden
Anschließen eines Kabels an ein elektrisches Gerät bestimmt ist. Hier ist elektrisches
Gerät ganz allgemein zu verstehen; insbesondere sollen unter den Begriff elektrisches
Gerät auch elektrische Bauteile, Einrichtungen und Vorrichtungen fallen.
[0004] Von ihrer grundsätzlichen Struktur her besteht die in Rede stehende Kabelanschlußoder
-verbindungseinrichtung aus einem Kabelanschlußbauteil und einem Geräteanschlußbauteil
oder aus einem ersten Kabelverbindungsbauteil und einem zweiten Kabelverbindungsbauteil.
Handelt es sich um eine Kabelanschlußeinrichtung, so gehören dazu ein Kabelanschlußbauteil
und ein Geräteanschlußbauteil. Liegt eine Kabelanschlußverbindungseinrichtung vor,
so gehören dazu ein erstes Kabelverbindungsbauteil und ein zweites Kabelverbindungsbauteil.
[0005] Einleitend ist weiter gesagt, daß bei der in Rede stehenden Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung
zu dem Kabelanschlußbauteil bzw. dem ersten Kabelverbindungsbauteil oder dem Geräteanschlußbauteil
bzw. dem zweiten Kabelverbindungsbauteil gehören
eine Überwurfmutter,
ein Adernaufnahme- und -führungsteil,
eine mit Schneidklemmen und mit Anschlußelementen versehene Klemmund Anschlußeinheit
und
ein hülsenförmiger Anschluß- oder Verbindungskörper, der mit einem dem Innengewinde
der Überwurfmutter entsprechenden Außengewinde versehen ist.
[0006] Damit ist zunächst bewußt offengelassen, welches von den Einzelteilen Überwurfmutter,
Adernaufnahme- und -führungsteil, Klemm- und Anschlußeinheit und Anschluß- oder Verbindungskörper
zu dem Kabelanschlußbauteil bzw. dem ersten Kabelverbindungsbauteil oder zu dem Geräteanschlußbauteil
bzw. dem zweiten Kabelverbindungsbauteil gehören. Insoweit ist zu ergänzen,
daß die Überwurfmutter in der Regel zu dem Kabelanschlußbauteil bzw. dem ersten
Kabelverbindungsbauteil gehört, aber auch eine Ausführungsform denkbar ist, bei der
die Überwurfmutter zu dem Geräteanschlußbauteil bzw. dem zweiten Kabelverbindungsbauteil
gehört,
daß das Adernaufnahme- und -führungsteil zu dem Kabelanschlußbauteil bzw. dem ersten
Kabelverbindungsbauteil gehört,
daß die Klemm- und Anschlußeinheit zu dem Geräteanschlußbauteil bzw. dem zweiten
Kabelverbindungsbauteil gehört und
daß der Anschluß- oder Verbindungskörper in der Regel zu dem Geräteanschlußbauteil
bzw. dem zweiten Kabelverbindungsbauteil gehört, jedoch auch eine Ausführungsform
denkbar ist, bei der der Anschluß- oder Verbindungskörper zu dem Kabelanschlußbauteil
bzw. dem ersten Kabelverbindungsbauteil gehört, nämlich dann, wenn die Überwurfmutter
zu dem Geräteanschlußbauteil bzw. dem zweiten Kabelverbindungsbauteil gehört, wie
das als eine mögliche Ausführungsform weiter oben dargestellt ist.
[0007] Einleitend ist weiter ausgeführt, daß die mit den Schneidklemmen kontaktierenden
bzw. von den Schneidklemmen einzuklemmenden Aderenden und die zugeordneten Schneidklemmen
unter einem Winkel kleiner 180° verlaufen. Das sagt zunächst nur, daß die Aderenden
und die zugeordneten Schneidklemmen nicht parallel zueinander verlaufen, weil dann
ein funktionsgerechtes Einwirken der Schneidklemmen auf die Aderenden nicht möglich
ist. Der Winkel zwischen den mit den Schneidklemmen kontaktierenden bzw. von den Schneidklemmen
einzuklemmenden Aderenden und den zugeordneten Schneidklemmen kann sowohl ein spitzer
als auch ein rechter Winkel sein; auch ein stumpfer Winkel ist nicht ausgeschlossen.
[0008] Schließlich ist einleitend gesagt, daß beim Aufschrauben der Überwurfmutter auf den
Anschluß- oder Verbindungskörper oder beim Einschrauben des Anschluß- oder Verbindungskörpers
in die Überwurfmutter die Schneidklemmen die Aderisolation der Aderenden durchtrennen
und mit den Leitern kontaktieren. Das Aufschrauben der Überwurfmutter auf den Anschluß-
oder Verbindungskörper oder das Einschrauben des Anschluß- oder Verbindungskörpers
in die Überwurfmutter führt ja zu einer Relativbewegung zwischen dem Adernaufnahme-
und -führungsteil und der Klemmund Anschlußeinheit und damit zu einer Relativbewegung
zwischen den Aderenden und den Schneidklemmen. Diese Relativbewegung führt dazu, daß
die Schneidklemmen die Aderisolation der Aderenden durchtrennen und dann mit den Leitern
kontaktieren.
[0009] Reduziert man, nur zum besseren Verständnis, keinesfalls einschränkend, die in Rede
stehende Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung auf eine Kabelanschlußeinrichtung
mit bevorzugter Zuordnung der einzelnen Bauteile zum Kabelanschlußbauteil einerseits
und zum Geräteanschlußbauteil andererseits, so geht es also um eine Kabelanschlußeinrichtung
zum elektrisch leitenden Anschließen eines vorzugsweise mehradrigen Kabels an ein
elektrisches Gerät, mit einem Kabelanschlußbauteil und mit einem Geräteanschlußbauteil,
wobei zu dem Kabelanschlußbauteil eine Überwurfmutter und ein Adernaufnahme- und -führungsteil
sowie zu dem Geräteanschlußbauteil eine mit Schneidklemmen und mit Anschlußelementen
versehene Klemm- und Anschlußeinheit und ein hülsenförmiger, mit einem dem Innengewinde
der Überwurfmutter entsprechenden Außengewinde versehener Anschlußkörper gehören,
wobei die mit den Schneidklemmen zu kontaktierenden bzw. von den Schneidklemmen einzuklemmenden
Aderenden und die zugeordneten Schneidklemmen unter einem Winkel kleiner 180° verlaufen
und wobei beim Aufschrauben der Überwurfmutter auf den Anschlußkörper die Schneidklemmen
die Aderisolation der Aderenden durchtrennen und mit den Leitern kontaktieren.
[0010] Erläuterungsbedürftig sind nunmehr noch die zuvor angesprochenen Einzelteile Adernaufnahme-
und -führungsteil, Klemm- und Anschlußeinheit und Anschluß- oder Verbindungskörper.
Die nachfolgende Erläuterung dieser Einzelteile bezieht sich auf die zuvor angesprochene
Kabelanschlußeinrichtung, bei der dann der Anschluß- oder Verbindungskörper nur noch
als Anschlußkörper bezeichnet wird.
[0011] Das zu dem Kabelanschlußbauteil gehörende Adernaufnahme- und -führungsteil ist üblicherweise
kabelseitig mit einer Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung für die Gesamtheit aller Adern
oder mit einer der Anzahl der Adern entsprechenden Anzahl von Aufnahme- bzw. Einführungsöffnungen
für die einzelnen Adern versehen. Außerdem ist das Adernaufnahme- und -führungsteil
mit Aderführungskanälen versehen. Weist das Adernaufnahme- und -führungsteil kabelseitig
nur eine Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung auf, so verzweigt sich diese Aufnahme-
bzw. Einführungsöffnung dann in die einzelnen Aderführungskanäle. Ist jedoch kabelseitig
eine der Anzahl der einzuführenden Adern entsprechende Anzahl von Aufnahme- bzw. Einführungsöffnungen
verwirklicht, dann gehen die einzelnen Aufnahme- bzw. Einführungsöffnungen in die
Aderführungskanäle über.
[0012] Die in dem Adernaufnahme- und -führungsteil verwirklichten Aderführungskanäle sind
unter Berücksichtigung der Geometrie und der Anordnung der Schneidklemmen der Klemm-
und Anschlußeinheit so gestaltet und geführt, daß die mit den Schneidklemmen kontaktierenden
bzw. von den Schneidklemmen einzuklemmenden Aderenden und die zugeordneten Schneidklemmen
unter dem gewünschten Winkel verlaufen, beispielsweise unter einem spitzen Winkel
oder unter einem rechten Winkel.
[0013] Die zu dem Geräteanschlußbauteil gehörende Klemm- und Anschlußeinheit ist auf der
dem Adernaufnahme- und -führungsteil zugewandten Seite mit Schneidklemmen, an der
anderen Seite mit Anschlußelementen versehen. Es handelt sich dabei um in der Regel
einstückig ausgeführte Metallteile, die auf einer Seite als Schneidklemmen und auf
der anderen Seite als Anschlußelemente ausgestaltet sind. Dazu, wie Schneidklemmen
funktionieren und im einzelnen ausgeführt sein können, wird verwiesen auf die deutschen
Offenlegungsschriften 24 59 069, 26 21 507, 27 25 551, 28 56 549, 197 49 622, die
deutschen Auslegeschriften 19 13 992, 2 010 436, 2 339 800, die deutschen Patentschriften
29 02 536, 32 39 708 sowie die deutsche Gebrauchsmusterschrift 298 02 412. Die Ausführung
und Ausgestaltung der Anschlußelemente hängt davon ab, welche Anschlußart für die
innere Verdrahtung des entsprechenden elektrischen Gerätes gewünscht wird bzw. zur
Verfügung steht. Insbesondere können die Anschlußelemente als Flachsteck-, Wire-Wrap-
oder als Lötanschlußelemente ausgeführt sein.
[0014] Wie bei der in Rede stehenden Kabelanschlußeinrichtung die Überwurfmutter und das
Adernaufnahme- und -führungsteil die beiden wesentlichen Funktionselemente des Kabelanschlußbauteils
darstellen, bilden der hülsenförmige, mit einem dem Innengewinde der Überwurfmutter
entsprechenden Außengewinde versehene Anschlußkörper und die mit Schneidklemmen und
mit Anschlußelementen versehene Klemmund Anschlußeinheit die beiden wesentlichen Funktionselemente
des Geräteanschlußbauteils. Im verschraubten Zustand, d. h. dann, wenn die Überwurfmutter
auf den Anschlußkörper aufgeschraubt ist, bilden die Überwurfmutter und der Anschlußkörper
ein abgeschlossenes Gehäuse, das die inneren Funktionselemente, nämlich das Adernaufnahme-
und -führungsteil und die Klemm- und Anschlußeinheit, aufnimmt und umschließt.
[0015] Zum Stand der Technik gehören zunächst Schneidklemmen, wozu auf die Druckschriften
verwiesen werden darf, die weiter oben bereits angeführt worden sind.
[0016] Weiter gehören zum Stand der Technik Kabelanschlußeinrichtungen der zuvor beschriebenen
Art, bei denen jedoch die Aderenden radial oder im wesentlichen radial in entsprechend
ausgeführte und angeordnete Schneidklemmen eingeführt werden, wobei die Radialbewegung
der Aderenden abgeleitet wird aus einer Axialbewegung, nämlich dem Aufschrauben einer
Überwurfmutter auf einen Anschlußkörper, der ein dem Innengewinde der Überwurfmutter
entsprechendes Außengewinde aufweist (vgl. die deutschen Patentschriften 31 50 568
und 32 20 006).
[0017] Ferner gehören zum Stand der Technik Leiteranschlußeinrichtungen zum elektrisch leitenden
Anschluß mehrerer elektrischer Leiter - oder auch nur eines elektrischen Leiters -
an ein elektrisches Gerät (vgl. die deutsche Offenlegungsschrift 32 11 983 und die
deutsche Patentschrift 42 03 455). Dabei sind jeweils folgende Konstruktions- und
Funktionsmerkmale verwirklicht:
a) Die Leiterverbindungseinrichtung besteht von ihrer grundsätzlichen Struktur her
aus einem Leiteranschlußbauteil und einem Geräteanschlußbauteil.
b) Das Leiteranschlußbauteil ist als Leiteraufnahme- und -führungsteil ausgeführt,
das entweder leiterseitig mehrere Aufnahme- bzw. Einführungsöffnungen aufweist, die
in Leiterführungskanäle übergehen, oder leiterseitig eine Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung
aufweist, die in einen Leiterführungskanal übergeht.
c) Zu dem Geräteanschlußbauteil gehören ein Anschlußkörper und jeweils mit einer Schneidklemme
und mit einem Anschlußelement versehene Klemmund Anschlußeinheiten oder eine mit einer
Schneidklemme und mit einem Anschlußelement versehene Klemm- und Anschlußeinheit.
d) Die in dem als Leiteraufnahme- und -führungsteil ausgebildeten Leiteranschlußbauteil
vorgesehenen Leiterführungskanäle weisen an ihren den Aufnahme- bzw. Einführungsöffnungen
fernen Enden eine Umlenkung auf bzw. der Leiteranführungskanal weist an seinem der
Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung fernen Ende eine Umlenkung auf.
e) Die Leiterführungskanäle bzw. der Leiterführungskanal verlaufen bzw. verläuft parallel
zu den Schneidklemmen bzw. der Schneidklemme, und zwar auf einer ersten Seite, durchdringen
bzw. durchdringt dann die Ebene der Schneidklemmen bzw. der Schneidklemme und verlaufen
bzw. verläuft danach auf der anderen Seite der Schneidklemmen bzw. der Schneidklemme.
f) Das axiale Einführen eines Leiters in eine Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung bzw.
in die Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung führt - wegen der Umlenkung, die die Leiterführungskanäle
aufweisen bzw. der Leiterführungskanal aufweist - dazu, daß beim Einführen eines Leiters
dieser die Ebene der entsprechenden Schneidklemme bzw. der Schneidklemme kreuzt.
g) Wird das Leiteranschlußbauteil axial relativ zum Geräteanschlußbauteil bewegt (oder
umgekehrt), so findet in dem Bereich des eingeführten Leiters, der die Ebene der entsprechenden
Schneidklemme bzw. der Schneidklemme kreuzt, eine Kontaktierung zwischen der Schneidklemme
und dem eingeführten Leiter statt.
[0018] Die Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung, von der die Erfindung konkret ausgeht,
ist bekannt aus der deutschen Gebrauchsmusterschrift 295 12 585, der im wesentlichen
inhaltsgleichen PCT-Offenlegungsschrift WO 97/06.580 und aus dem Firmenprospekt der
Firma Phoenix Contact GmbH & Co. "QUICKON Q 1,5 ...", "Schnellanschlußtechnik", Teilkatalog
2 (März 1997).
[0019] Auch aus der EP 0 542 164 A2 ist eine derartige Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung
bekannt, bei der die Adern in den etwa U-förmigen Aderführungskanälen umgelenkt werden,
so daß die sich zunächst auf einer Seite der Ebene der zugeordneten Schneidklemmen
befindlichen Adern mit den Aderenden auf die andere Seite der Ebenen der Schneidklemmen
gelangen. Anschließend führt dann das relative axiale Bewegen von Kabelanschlußbauteil
und Geräteanschlußteil zueinander dazu, daß die Schneidklemmen zuerst die Aderisolation
der einzelnen Adern durchtrennen und dann die einzelnen Leiter kontaktieren.
[0020] Die bekannte, zuvor im einzelnen beschriebene Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung,
die eine prinzipiell neue Schnellanschluß- bzw. Schnellverbindungstechnik darstellt,
hat sich in der Praxis bereits außerordentlich bewährt. Gleichwohl sind unter verschiedenen
Gesichtspunkten Verbesserungen, Ausgestaltungen und Weiterentwicklungen angezeigt,
die zu lehren Aufgabe der Erfindung ist.
[0021] Bei der bekannten Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung sind die Überwurfmutter
und das Adernaufnahme- und -führungsteil zwei Einzelteile, die zueinander nicht fixiert
sind. Eine radiale Fixierung ist auch nicht zulässig, weil ja beim Aufschrauben der
Überwurfmutter auf den Anschluß- oder Verbindungskörper sich das Adernaufnahme- und
-führungsteil nicht drehen darf bzw. nicht drehen kann. Die nicht verwirklichte axiale
Fixierung hat die Konsequenz, daß beim Wiederlösen des Anschlusses bzw. der Verbindung
nach dem Abschrauben der Überwurfmutter von dem Anschluß- oder Verbindungskörper das
Kabel zunächst noch angeschlossen bzw. verbunden bleibt, weil die Schneidklemmen der
Klemm- und Anschlußeinheit die geklemmten Leitern noch "festhalten". Es bedarf also
zum Wiederlösen des Anschlusses bzw. der Verbindung nach dem Abschrauben der Überwurfmutter
von dem Anschlußoder Verbindungskörper noch eines zusätzlichen Lösens der von den
Schneidklemmen gehaltenen Leiter.
[0022] Die erfindungsgemäße Ausführungsform der eingangs beschriebenen Kabelanschlußoder
-verbindungseinrichtung, bei der das zuvor aufgezeigte Problem gelöst ist, ist dadurch
gekennzeichnet, die Kontaktierungstaschen stirnseitig jeweils mindestens ein Durchtritts-
und Schließelement aufweisen, so daß die Kontaktierungstaschen stirnseitig "rückschlagventilartig"
ausgebildet sind, d.h. ein Einführen der Adern in die Kontaktierungstaschen einfach
möglich ist, die Adern jedoch nicht ohne weiteres wieder aus den Kontaktierungstaschen
austreten können.
[0023] Während also bei der aus der DE 295 12 585 bekannten Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung
beim Einführen des Kabels bzw. der einzelnen Adern des Kabels in das Adernaufnahme
- und -führungsteil die einzelnen Adern in den Aderführungskanälen umgelenkt werden,
findet eine solche Umlenkung bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform nicht statt.
Vielmehr werden die einzelnen Adern durch die Aderführungskanäle so weit hindurchgeführt,
bis sie stirnseitig austreten. Danach werden die einzelnen Adern von Hand - oder auch
durch ein dafür hergerichtetes Werkzeug - nach außen umgelegt, nämlich in die Kontaktierungstaschen
gebracht; danach können dann aus den Kontaktierungstaschen überstehende Aderenden
abgeschnitten werden. Mit dem Verbringen der zunächst stirnseitig aus dem Adernaufnahme-
und -führungsteil ausgetretenen Adern in die Kontaktierungstaschen gelangen die zunächst
auf einer Seite der Ebene der zugeordneten Schneidklemmen befindlichen Adern mit den
Aderenden auf die andere Seite der Ebenen der Schneidklemmen, kreuzen also diese Ebenen.
Wie im Stand der Technik auch, führt dann das relative axiale Bewegen von Kabelanschlußbauteil
bzw. erstem Kabelverbindungsbauteil und Geräteanschlußteil bzw. zweitem Kabelverbindungsteil
zueinander dazu, daß die Schneidklemmen zuerst die Aderisolation der einzelnen Adern
durchtrennen und dann die einzelnen Leiter kontaktieren.
[0024] Im einzelnen gibt es nun verschiedene Möglichkeiten, die zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen
Ausführungsformen von Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtungen auszugestalten
und weiterzubilden. Dazu wird verwiesen einerseits auf die dem Patentanspruch 1 nachgeordneten
Patentansprüche, andererseits auf die nachfolgende Beschreibung eines insgesamt bevorzugten
Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt, jeweils
perspektivisch und im Längsschnitt,
- Fig. 1
- ein an ein elektrisches Gerät anzuschließendes mehradriges Kabel und das Kabelanschlußbauteil
einer erfindungsgemäßen Kabelanschlußeinrichtung,
- Fig. 2
- das Kabel und das Kabelanschlußbauteil nach Fig. 1, das Kabel in das Kabelanschlußbauteil
eingeführt,
- Fig. 3
- den Gegenstand nach Fig. 2 mit für das Kontaktieren vorbereiteten Aderenden der Adern
des in das Kabelanschlußbauteil eingeführten Kabels und
- Fig. 4
- das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kabelanschlußeinrichtung, nämlich den
Gegenstand nach Fig. 3, nachdem die Überwurfmutter des Kabelanschlußbauteils auf den
Anschlußkörper des Geräteanschlußbauteils aufgeschraubt ist.
[0025] Gegenstand der Erfindung ist eine Kabelanschluß- oder -verbindungseinrichtung zum
elektrisch leitenden Anschließen eines Kabels 1 an ein nicht dargestelltes elektrisches
Gerät oder, was nicht dargestellt ist, zum elektrisch leitenden Verbinden von zwei
Kabeln. Geht es, wie dargestellt, um das Anschließen eines Kabels 1 an ein elektrisches
Gerät, so liegt eine Kabelanschlußeinrichtung vor; sollen zwei Kabel miteinander verbunden
werden, so handelt es sich um eine Kabelverbindungseinrichtung. Im folgenden wird
der Einfachheit halber immer nur auf eine Kabelanschlußeinrichtung abgestellt. Wie
aus der dargestellten Kabelanschlußeinrichtung eine Kabelverbindungseinrichtung entsteht,
entnimmt der Fachmann insbesondere der PCT-Offenlegungsschrift WO 97/06.580, vgl.
der in den Fig. 1 bis 4 dargestellten Kabelanschlußeinrichtung mit der in Fig. 5 dargestellten
Kabelverbindungseinrichtung.
[0026] Von ihrer grundsätzlichen Struktur her besteht die - insgesamt nur in Fig. 4 - dargestellte
Kabelanschlußeinrichtung aus einem - in allen Figuren dargestellten - Kabelanschlußbauteil
2 und einem - nur in Fig. 4 dargestellten - Geräteanschlußbauteil 3. Im einzelnen
gehören zu der dargestellten Kabelanschlußeinrichtung eine Überwurfmutter 4, ein Adernaufnahme-
und -führungsteil 5, eine mit Schneidklemmen 6 und mit Anschlußelementen 7 versehene
Klemm- und Anschlußeinheit 8 und ein hülsenförmiger, mit einem dem Innengewinde 9
der Überwurfmutter 4 entsprechenden Außengewinde 10 versehener Anschlußkörper 11.
[0027] Allen Figuren, insbesondere Fig. 1, kann entnommen werden, daß das Kabel 1 mehradrig
ist, nämlich drei Adern 12 aufweist. Die einzelnen Adern 12 des Kabels 1 bestehen
jeweils aus einem Leiter 13 und aus einer Aderisolation 14. In ihrer Gesamtheit sind
die Adern 12 von einer Kabelisolation 15 umgeben.
[0028] Wie im Stand der Technik verlaufen die mit den Schneidklemmen 6 zu kontaktierenden
bzw. von den Schneidklemmen 6 einzuklemmenden Aderenden 16 der Adern 12 und die zugeordneten
Schneidklemmen 6 unter einem Winkel kleiner 180°, konkret unter einem spitzen Winkel
oder unter einem rechten Winkel. Beim Aufschrauben der Überwurfmutter 4 auf den Anschlußkörper
11 wird zuerst die Aderisolation 14 der Aderenden 16 durchtrennt; danach kontaktieren
die Schneidklemmen 6 mit den Leitern 13 der einzelnen Adern 12.
[0029] Wie allen Figuren entnommen werden kann, gehören die Überwurfmutter 4 und das Adernaufnahme-
und -führungsteil 5 zu dem Kabelanschlußbauteil 2, während, wie die Fig. 4 zeigt,
die Klemm- und Anschlußeinheit 8 und der Anschlußkörper 11 zu dem Geräteanschlußbauteil
3 gehören.
[0030] Das zu dem Kabelanschlußbauteil 2 gehörende Adernaufnahme- und -führungsteil 5 ist
kabelseitig mit einer Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung 17 versehen. Außerdem weist
das Adernaufnahme- und -führungsteil 5 Aderführungskanäle 18 auf. Die Aufnahme- bzw.
Einführungsöffnung 17 geht über in die Aderführungskanäle 18.
[0031] Die zu dem Geräteanschlußbauteil 3 gehörende Klemm- und Anschlußeinheit 8 ist auf
der dem Adernaufnahme- und -führungsteil 5 zugewandten Seite mit den Schneidklemmen
6, an der anderen Seite mit den Anschlußelementen 7 versehen. Es handelt sich dabei
um einstückig ausgeführte Metallteile, die auf einer Seite die Schneidklemmen 6 und
auf der anderen Seite die Anschlußelemente 7 aufweisen. Dazu, wie die Schneidklemmen
6 funktionieren und im einzelnen ausgeführt sein können, wird auf die einleitend angeführten
vorveröffentlichten Druckschriften verwiesen; insbesondere wird auf die Fig. 1 bis
4 der deutschen Gebrauchsmusterschrift 295 12 585 und auf die Fig. 1 bis 5 der im
wesentlichen inhaltsgleichen PCT-Offenlegungsschrift WO 97/06.580 sowie ferner auf
Seite 2, rechtes Bild, des Firmenprospektes der Firma Phoenix Contact GmbH & Co. "QUICKON
Q 1,5 ...", "Schnellanschlußtechnik", Teilkatalog 2 (März 1997) verwiesen. Wie dies
die Fig. 1 und 2 der deutschen Gebrauchsmusterschrift 295 12 585 und der PCT-Offenlegungsschrift
WO 97/06.580 zeigen, vorliegend in den Figuren nur angedeutet ist, ist das Adernaufnahme-
und -führungsteil 5 mit Einschnitten 19 versehen, die von der der Klemm- und Anschlußeinheit
8 zugewandten Seite nach innen, also in das Innere des Adernaufnahme- und -führungsteils
5 ragen. Beim Zusammenfügen von Kabelanschlußbauteil 2 und Geräteanschlußbauteil 3,
konkret also beim Aufschrauben der Überwurfmutter 4 auf den Anschlußkörper 11, dringen
die Schneidklemmen 6 der Klemm- und Anschlußeinheit 8 sukzessive in die in dem Adernaufnahme
- und -führungsteil 5 vorgesehenen Einschnitte 19 ein, durchdringen die Aderisolation
14 der einzelnen Adern 12 und kontaktieren dann die einzelnen Leiter 13.
[0032] Gemäß der Erfindung ist das Adernaufnahme- und -führungsteil 5 in der Überwurfmutter
4 axial fixiert. Das hat den ganz erheblichen Vorteil, daß die mit dem Abschrauben
der Überwurfmutter 4 von dem Anschlußkörper 11 einhergehende axiale Relativbewegung
zwischen der Überwurfmutter 4 und dem Anschlußkörper 11 dann auch eine axiale Relativbewegung
zwischen dem Adernaufnahme- und -führungsteil 5 und dem Anschlußkörper 11 ist, die
zwangsläufig dazu führt, daß die zuvor in den Schneidklemmen 6 geklemmten Leiter 13
nun freikommen. Da bei der erfindungsgemäßen Kabelanschlußeinrichtung die Klemm- und
Anschlußeinheit 8 in dem Anschlußkörper 11 fixiert ist, und zwar integraler Bestandteil
des Anschlußkör-pers 11 ist, liegt erfindungsgemäß also eine Kabelanschlußeinrichtung
vor, die - funktional - nur aus zwei Bauteilen besteht, nämlich dem Kabelanschlußbauteil
2 und dem Geräteanschlußbauteil 3.
[0033] Bei dem dargestellten und bisher beschriebenen besonderen Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Kabelanschlußeinrichtung ist die zuvor in ihrer wesentlichen Struktur
erläuterte Lehre der Erfindung ausgestaltet und weitergebildet, was im folgenden erläutert
werden soll.
[0034] Zunächst ist im dargestellten Ausführungsbeispiel zwischen dem kabelseitigen Ende
des Adernaufnahme- und -führungsteils 5 und dem kabelseitigen Ende der Überwurfmutter
4 eine Kabelaufnahme 20 vorgesehen. Diese Kabelaufnahme 20 könnte einstückig mit dem
Adernaufnahme- und -führungsteil 5 ausgeführt sein. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die Kabelaufnahme 20 jedoch als von dem Adernaufnahme- und -führungsteil 5 separates
Bauteil ausgeführt und mit dem Adernaufnahmeund -führungsteil 5 durch eine kraft-
oder formschlüssige Verbindung axial fixiert; eine axiale Fixierung ist ausreichend,
eine radiale Fixierung kann verwirklicht sein, muß aber nicht verwirklicht sein.
[0035] Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine axiale Fixierung des Adernaufnahmeund
-führungsteils 5 in der Überwurfmutter 4 dadurch realisiert, daß die Überwurfmutter
4 an ihrem kabelseitigen Ende mit einem umlaufenden Fixierflansch 21 versehen ist
und die Kabelaufnahme 20 eine dem Fixierflansch 21 der Überwurfmutter 4 zugeordnete
umlaufende Fixiernut 22 aufweist.
[0036] Wie wiederum alle Figuren zeigen, gilt für das dargestellte Ausführungsbeispiel einer
Kabelanschlußeinrichtung, daß die Kabelaufnahme 20 eine - vorzugsweise aus einem weichelastischen
Material bestehende - hülsenförmige Zugentlastung 23 aufweist. Die Zugentlastung 23
ist in axialer Richtung spannbar und wird durch axiales Spannen als Zugentlastung
wirksam, nämlich dadurch, daß das axiale Spannen zu einer Reduzierung des Innendurchmessers
führt.
[0037] Im übrigen zeigen die Figuren, insbesondere Fig. 4, daß im dargestellten Ausführungsbeispiel
die Kabelaufnahme 20 mit einem Dichtring 24 versehen ist und der Dichtring 24 bei
auf den Anschlußkörper 11 aufgeschraubter Überwurfmutter 4 an das der Überwurfmutter
4 zugewandte Ende des Anschlußkörpers 11 abdichtend anliegt. Es ist ohne weiteres
nachvollziehbar, daß das Aufschrauben der Überwurfmutter 4 auf den Anschlußkörper
11 zu einem axialen Spannen des Dichtringes 24 und - damit einhergehend - zu einer
radialen Aufweitung führt.
[0038] Gemäß der Lehre der Erfindung ist die dargestellte und bisher beschriebene Kabelanschlußeinrichtung
dadurch gekennzeichnet, daß die in dem Adernaufnahme- und - führungsteil 5 vorgesehenen
Aderführungskanäle 18 koaxial zueinander verlaufen sowie einerseits stirnseitig offen
sind und andererseits in radial nach außen offene Kontaktierungstaschen 25 münden
wobei die Kontaktierungstaschen 25 stirnseitig ein Durchtritts- und Schließelement
aufweisen. Während also bei der bekannten Kabelanschlußeinrichtung, von der die Erfindung
ausgeht, beim Einführen des Kabels bzw. der einzelnen Adern des Kabels in das Adernaufnahme-
und -führungsteil die einzelnen Adern in den Aderführungskanälen umgelenkt werden,
findet eine solche Umlenkung bei der zuvor beschriebenen erfindungsgemäßen Ausführungsform
nicht statt. Bei der erfindungsgemäßen Ausführungsform werden vielmehr die einzelnen
Adern 12 des Kabels 1 durch die Aderführungskanäle 18 so weit hindurchgeführt, bis
sie stimseitig austreten, wie das in Fig. 2 dargestellt ist. Danach werden dann die
einzelnen Adern 12 von Hand - ggf. auch durch ein dafür vorgesehenes Werkzeug - nach
außen umgelegt, nämlich in die Kontaktierungstaschen 25 gebracht, wie das in den Fig.
3 und 4 dargestellt ist. Mit dem Verbringen der zunächst stirnseitig aus dem Adernaufnahmeund
-führungsteil 5 ausgetretenen Adern 12 in die Kontaktierungstaschen 25 findet dann
das statt, was im Stand der Technik, von dem die Erfindung ausgeht, bereits durch
das Einführen der Adern bzw. durch das Hindurchführen der Adern durch die Aderführungskanäle
erfolgt; die zunächst auf einer Seite der Ebene der zugeordneten Schneidklemmen 6
befindlichen Adern 12 gelangen mit den Aderenden 16 auf die andere Seite der Ebenen
der Schneidklemmen 6, kreuzen also diese Ebenen. Wie im Stand der Technik auch, führt
dann das relative axiale Bewegen von Kabelanschlußbauteil 2 und Geräteanschlußteil
3 zueinander, also das Aufschrauben der Überwurfmutter 4 auf den Anschlußkörper 11,
dazu, daß die Schneidklemmen 6 zuerst die Aderisolation 14 der einzelnen Adern 12
durchtrennen und dann die einzelnen Leiter 13 kontaktieren.
[0039] Bei dem dargestellten und bisher beschriebenen besonderen Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Kabelanschlußeinrichtung ist die zuvor in ihrer wesentlichen Struktur
erläuterte Lehre der Erfindung ausgestaltet und weitergebildet, was im folgenden erläutert
werden soll.
[0040] Bei der Kabelanschlußeinrichtung, von der die Erfindung ausgeht, ist es funktionsnotwendig,
daß das Adernaufnahme- und -führungsteil separate Aderführungskanäle aufweist, weil
ja diese Aderführungskanäle die Aufgabe haben, die eingeführten Adern so umzulenken,
daß die Aderenden die Ebenen der Schneidklemmen kreuzen. Da bei der erfindungsgemäßen
Kabelanschlußeinrichtung die zuvor erläuterte Notwendigkeit nicht gegeben ist, ist
es auch nicht erforderlich, daß das Adernaufnahmeund -führungsteil 5 separate Aderführungskanäle
18 aufweist. Vielmehr können die Aderführungskanäle 18, die funktional für jede Ader
12 des Kabels 1 erforderlich sind, im vorliegenden Fall also drei Aderführungskanäle
18 räumlich und baulich zusammengefaßt sein, also ohne Materialtrennung ineinander
übergehen.
[0041] Bei der Ausführungsform einer Kabelanschlußeinrichtung gemäß der Lehre der Erfindung,
die zuvor erläutert worden ist, ist es auch möglich, daß die Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung
17 in die Gesamtheit der Aderführungskanäle 18 ohne weiteres übergeht. Es kann sich
aber auch anbieten, zwischen der Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung 17 und der Gesamtheit
der Aderführungskanäle 19 einen beispielsweise stufig ausgeführten Übergang zu realisieren.
Dabei kann dann der stufige Übergang zwischen der Aufnahme- bzw. Einführungsöffnung
17 und der Gesamtheit der Aderführungskanäle 18 gleichsam einen Anschlag für das eingeführte
Kabel 1, genauer für dessen Kabelisolation 15, darstellen.
[0042] In Verbindung mit der Erläuterung der Lehre der Erfindung ist bisher dargestellt
worden, daß die in dem Aderaufnahme- und -führungsteil 5 vorgesehenen Aderführungskanäle
18 stirnseitig offen sind, - so daß die einzelnen Adern 12 des Kabels 1, wie dies
in Fig. 2 dargestellt ist, stirnseitig aus dem Adernaufnahme- und -führungsteil 5
austreten können. Zwingend notwendig ist das nicht.
[0043] Für das in den Figuren dargestellte Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Kabelanschlußeinrichtung
gilt nun weiter, daß die in dem Adernaufnahme- und führungsteil 5 verwirklichten Kontaktierungstaschen
25 stirnseitig "rückschlagventilartig" ausgebildet sind. "Rückschlagventilartig" meint,
daß die stirnseitige Ausbildung der Kontaktierungstaschen 25 so ist, daß die zunächst
stirnseitig ausgetretenen Aderenden 16 der einzelnen Adern 12 zwar ohne weiteres in
die Kontaktierungstaschen 25 verbracht werden können, darin jedoch dann "gefangen
sind", also nicht ohne weiteres, auch nicht durch die Rückstellkraft der einzelnen
Adern 12, wieder austreten können. Diese "rückschlagventilartige" Ausbildung ist im
dargestellten Ausführungsbeispiel dadurch realisiert, daß die Kontaktierungstaschen
25 stirnseitig jeweils zwei Durchtritts- und Schließelemente 26 aufweisen, die als
elastische Zungen ausgeführt sind, und zwar so, daß sie in Durchtrittsrichtung, also
zum Einführen der Aderenden 16 der einzelnen Adern 12 in die Kontakttaschen 25, "relativ
nachgiebig", aber entgegen der Durchtrittsrichtung "wenig nachgiebig" ausgeführt sind.
[0044] In Verbindung mit dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind Details nicht beschrieben,
die bei der Kabelanschlußeinrichtung verwirklicht sind, von der die Erfindung ausgeht,
die aber auch bei der erfindungsgemäßen Kabelanschlußeinrichtung verwirklicht werden
können. Das gilt beispielsweise für die weiter oben erläuterte, die einzelnen Leiter
betreffende Zugentlastung, aber auch für die ebenfalls weiter oben erläuterten Codierelemente.
Zur Vermeidung von insoweit überflüssigen Ausführungen wird hier nochmals vewiesen
auf das deutsche Gebrauchsmuster 295 12 585, auf die PCT-Offenlegungsschrift WO 97/06.580
und ferner auf den Firmenprospekt der Firma Phoenix Contact GmbH & Co. "QUICKON Q
1,5 ...", "Schnellanschlußtechnik", Teilkatalog 2 (März 1997).