| (19) |
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(11) |
EP 1 159 513 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.03.2006 Patentblatt 2006/12 |
| (22) |
Anmeldetag: 10.11.2000 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2000/004014 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2001/049981 (12.07.2001 Gazette 2001/28) |
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| (54) |
VENTILSTEUERUNG FÜR EINEN VERBRENNUNGSMOTOR
VALVE CONTROL FOR AN INTERNAL COMBUSTION ENGINE
COMMANDE A SOUPAPES POUR MOTEUR A COMBUSTION INTERNE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB IT |
| (30) |
Priorität: |
30.12.1999 DE 19963753
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2001 Patentblatt 2001/49 |
| (73) |
Patentinhaber: ROBERT BOSCH GMBH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GAESSLER, Hermann
71665 Vaihingen (DE)
- DIEHL, Udo
70195 Stuttgart (DE)
- MISCHKER, Karsten
71229 Leonberg (DE)
- WALTER, Rainer
74385 Pleidelsheim (DE)
- FRANZL, Stefan
93700 Drancy (FR)
- SCHIEMANN, Juergen
71706 Markgroeningen (DE)
- GROSSE, Christian
70806 Kornwestheim (DE)
- BEUCHE, Volker
70372 Stuttgart (DE)
- REIMER, Stefan
71706 Markgroeningen (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 2 006 304 DE-A- 19 641 244
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DE-A- 19 623 698 US-A- 3 727 595
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1998, no. 04, 31. März 1998 (1998-03-31) & JP 09 329009
A (NIPPON SOKEN INC), 22. Dezember 1997 (1997-12-22)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 008, no. 253 (M-339), 20. November 1984 (1984-11-20)
& JP 59 128971 A (YANMAR DIESEL KK), 25. Juli 1984 (1984-07-25)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 117 (M-1378), 11. März 1993 (1993-03-11) &
JP 04 301104 A (HONDA MOTOR CO LTD), 23. Oktober 1992 (1992-10-23)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Ventilsteuerung zum Ansteuern eines
Gaswechselventils zur Einstellung der Leistung eines Verbrennungsmotors durch Öffnen
und Schließen des Gaswechselventils, wobei das Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils
in Abhängigkeit einer Verzugszeit beim Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils
erfolgt.
[0002] Aus der JP-A-09329009 ist bereits ein Verfahren bekannt, bei dem über einem Hubsensor
die Öffnungs- bzw. Schließposition eines Gaswechselventils erfasst. Ein Steuergerät
berechnet die Zeitdifferenz, die zwischen dem Ansteuerungssignal und der tatsächlichen
Erreichung der gewünschten Ventilhubposition verstreicht. Diese gemessene Zeitdifferenz
fließt als Korrekturfaktor in die Ventilsteuerung ein.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, die Einstellung eines Gaswechselventils zu verbessern
bzw. zu vereinfachen.
[0004] Die Aufgabe wird erfindungsgemäße durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 sowie durch
eine Ventilsteuerung gemäß Anspruch 11 gelöst. Dabei erfolgt die Einstellung der Leistung
eines Verbrennungsmotors durch Öffnen und Schließen eines Gaswechselventils, wobei
das Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils in Abhängigkeit einer Verzugszeit
beim Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils erfolgt, und wobei das Gaswechselventil
zur Bestimmung der Verzugszeit eine vorgegebene Verstellzeit lang verstellt und das
Öffnen und/oder das Schließen des Gaswechselventils detektiert wird.
[0005] In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird ein Signal zum Öffnen des Gaswechselventils
in Abhängigkeit einer Öffnungs-Verzugszeit zwischen dem Beginn des Signals zum Öffnen
des Gaswechselventils und dem Öffnen des Gaswechselventils gebildet und das Signal
zum Öffnen des Gaswechselventils die vorgegebene Verstellzeit lang ausgegeben. In
weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird ein Signal zum Schließen
des Gaswechselventils in Abhängigkeit einer Schließ-Verzugszeit zwischen dem Beginn
des Signals zum Schließen des Gaswechselventils und dem Schließen des Gaswechselventils
gebildet und das Signals zum Schließen des Gaswechselventils die vorgegebene Verstellzeit
lang ausgegeben.
[0006] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Verstellzeit verlängert,
wenn kein Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils detektiert wird.
[0007] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Verstellzeit so lange
verlängert, bis ein Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils detektiert wird.
[0008] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Öffnungs-Verzugszeit
und/oder die Schließ-Verzugszeit in Abhängigkeit der Verstelltzeit ermittelt, wenn
ein Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils detektiert wird.
[0009] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Öffnungs-Verzugszeit
und/oder die Schließ-Verzugszeit gleich der Verstellzeit gesetzt, wenn ein Öffnen
und/oder Schließen des Gaswechselventils detektiert wird.
[0010] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Öffnungs-Verzugszeit
und/oder die Schließ-Verzugszeit für das Gaswechselventil unabhängig von der Öffnungs-Verzugszeit
und/oder der Schließ-Verzugszeit anderer Gaswechselventile des Verbrennungsmotors
bestimmt.
[0011] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird die Öffnungs-Verzugszeit
und/oder die Schließ-Verzugszeit für das Gaswechselventil zwischen Betriebsphasen
des Verbrennungsmotors bestimmt.
[0012] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird das Gaswechselventil
zur Bestimmung der Öffnungs-Verzugszeit und/oder der Schließ-Verzugszeit unabhängig
von einer durch den Betrieb des Verbrennungsmotors notwendigen Verstellung des Gaswechselventils
verstellt.
[0013] In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird das Öffnen und/oder Schließen
des Gaswechselventils durch Luftmassenmessung, zylinderindividuelle Luftmassenmessung,
Saugrohrdruckmessung und/oder Brennraumdruckmessung detektiert.
[0014] weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung von
Ausführungsbeispielen. Im Einzelnen zeigen:
- Fig. 1
- eine Einrichtung zur Einstellung eines Gaswechselventils,
- Fig. 2
- einen Ablaufplan zur Steuerung eines Gaswechselventils,
- Fig. 3
- ein Signal für ein Abströmventil,
- Fig. 4
- ein Signal für ein Zuströmventil,
- Fig. 5
- die Position eines Gaswechselventils über die Zeit,
- Fig. 6
- einen Luftmassenstrom über die Zeit,
- Fig. 7
- einen Gesamtluftmassenstrom über die Zeit.
[0015] Fig. 1 zeigt eine Ventilsteuerung 10 zur Steuerung eines Zuströmventils 3 und eines
Abströmventils 4 zur Einstellung eines Gaswechselventils 1 eines Verbrennungsmotors.
Das Gaswechselventil 1 ist einem Zylinderkopf 5 angeordnet. Mittels des Gaswechselventils
1 wird eine Öffnung 8 geöffnet oder geschlossen und somit ein Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 in einen Zylinder des Verbrennungsmotors eingestellt. Es ist
zudem eine Pumpe 6 zum Pumpen von Hydraulikflüssigkeit vorgesehen. Mittels des Zuströmventils
3 und des Abströmventils 4 wird der Zu- bzw. der Abfluß von Hydraulikflüssigkeit in
einen hydraulischen Steller 2 gesteuert und damit das Gaswechselventil 1 bewegt. Ist
das Zuströmventil 3 geöffnet und das Abströmventil 4 geschlossen, so strömt Hydraulikflüssigkeit
derart in den hydraulischen Steller 2, daß sich das Ventil in Richtung z bewegt. Ist
dagegen das Zuströmventil 3 geschlossen und das Abströmventil 4 geöffnet, strömt Hydraulikflüssigkeit
derart aus dem hydraulischen Steller 2, daß sich das Gaswechselventil 1 in Richtung
-z bewegt. Zur Aufnahme von durch das Abströmventil 4 abströmender Hydraulikflüssigkeit
ist ein Speicher 7 für Hydraulikflüssigkeit vorgesehen. Das Zuströmventil 3 und das
Abströmventil 4 werden durch Signale s3 und s4 von der Ventilsteuerung 10 gesteuert.
Dazu ist die Ventilsteuerung 10 mit einem nicht dargestellten Körperschallsensor,
Luftschallsensor, Luftmassensensor, Saugrohrdrucksensor, zylinderindividuellen Luftmassensensoren,
Saugrohrdrucksensoren und/oder Brennraumdrucksensoren verbunden.
[0016] Fig. 2 zeigt einen Ablaufplan zur Bestimmung der Öffnungs-Verzugszeit des Gaswechselventils
1, der in beispielhafter Ausgestaltung auf der Ventilsteuerung 10 implementiert ist.
Dabei bezeichnen Bezugszeichen 20 den Beginn des Ablaufs und Bezugszeichen 32 das
Ende des Ablaufs. Nach Beginn 20 dieses Ablaufs folgt eine Abfrage 21, ob sogenannter
Schub vorliegt. Unter Schub ist dabei zu verstehen, daß die Bewegungsenergie eines
Fahrzeugs, das mit dem Verbrennungsmotor antreibar ist, den Verbrennungsmotor bewegt,
ohne daß Kraftstoff im Verbrennungsmotor verbrannt wird. Liegt kein Schub vor, wird
das Programm beendet. Liegt dagegen Schub vor, so folgt ein Initialisierungsschritt
22. Im Initialisierungsschritt 22 wird festgelegt, für welches i-te Gaswechselventil
des Verbrennungsmotors die Öffnungs-Verzugszeit ermittelt werden soll.
[0017] Dem Initialisierungsschritt 22 folgt eine weitere Abfrage 23. Mittels der Abfrage
23 wird abgefragt, ob Schub vorliegt und ob Schubbetrieb (vorteilhaft z.B. mit geschlossenen
Gaswechselventilen) zulässig ist. Liegt entweder kein Schub vor oder ist Schubbetrieb
nicht zulässig, so wird das Programm beendet. Liegt dagegen Schub vor und ist der
Schubbetrieb zulässig, so folgt eine Abfrage 24, ob der Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 größer null ist. Ist der Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 größer null, so folgt wiederum die Abfrage 23. Ist der Luftmassenstrom
ṁ
i durch die Öffnung 8 dagegen nicht größer null, so folgt ein Schritt 25.
[0018] Im Schritt 25 wird für das i-te Gaswechselventil die Verzugszeit T
AN(i) gleich einem Wert x gesetzt : T
AN(i) = x. Zudem wird das Gaswechselventil eine Verstellzeit T
AN(i) lang verstellt. Dazu wird zunächst das Abströmventil 4 durch Ausgabe des Signals
s4 geschlossen, wie dies z. B. in Fig. 3 gezeigt ist. Danach wird das Zuströmventil
3 durch das Signal s3 die Verstellzeit T
AN(i) lang geöffnet, wie dies Fig. 4 zeigt. In Fig. 3 und Fig. 4 sind dabei die Signale
s4 und s3 über die Zeit t dargestellt. Nach Schließen des Zuströmventils 3 wird das
Abströmventil 4 wieder geöffnet.
[0019] Dem Schritt 25 folgt eine Abfrage 26, die der Abfrage 24 entspricht. Das heißt, es
folgt die Abfrage, ob der Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 größer null ist. Ist der Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 größer null, so wird in einem Schritt 27 der Wert x um einen
Wert n·Δ verkleinert. n ist dabei ein Zahlenwert, z.B. 3, und Δ eine Zeitdauer. Dem
Schritt 27 folgt die Abfrage 23.
[0020] Ergibt die Abfrage 26 dagegen, daß der Luftmassenstrom ṁ
i durch das Gaswechselventil 1 bzw. die Öffnung 8 nicht größer null ist, so folgt ein
Schritt 28, in dem die Verstellzeit T
AN(i) um einen Wert Δ erhöht wird. Zudem wird das Gaswechselventil die Verstellzeit
T
AN(i) lang in der Weise verstellt, wie es bezüglich Schritt 25 ausgeführt ist.
[0021] Dem Schritt 28 folgt eine Abfrage 29, die den Abfragen 24 und 26 entspricht. Das
heißt, es folgt die Abfrage, ob der Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 größer null ist. Ist der Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 nicht größer null, so folgt eine Abfrage 30, ob Schub vorliegt,
und ob der Schubbetrieb zulässig ist. Die Abfrage 30 entspricht dabei der Abfrage
23. Liegt kein Schubbetrieb (mehr) vor oder ist der Schubbetrieb nicht (mehr) zulässig,
so wird das Programm beendet. Liegt dagegen Schub vor, und ist der Schubbetrieb zulässig,
so folgt wiederum der Schritt 28.
[0022] Ergibt die Abfrage 29 dagegen, daß der Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 größer null ist, so folgt ein Schritt 31. Im Schritt 31 wird
die Öffnungs-Verzugszeit gleich der aktuellen Verstellzeit T
AN(i) sowie anschließend die Verstellzeit T
AN(i) auf ihren Initialisierungswert (wie im Initialisierungsschritt 22) gesetzt. Weiterhin
wird im Schritt 31 der Wert i um 1 erhöht. Ist dieser neue Wert i größer als die Anzahl
der Gaswechselventile, für die oben beschriebenes Verfahren durchgeführt werden soll,
so wird i gleich 1 gesetzt. Dem Schritt 31 folgt die Abfrage 23 . Der Ablaufplan gemäß
Fig. 2 ist in analoger Weise auch für die Bestimmung der Schließ-Verzugszeit des Gaswechselventils
1 anwendbar. Dabei wird das Gaswechselventil eine Verstellzeit T
AN(i) lang vom geöffneten Zustand aus geschlossen. In bezug auf das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 wird dabei für eine definierte Zeit vom geöffneten Zustand des Zuströmventils
3 und vom geschlossenen Zustand des Abströmventils 4 ausgegangen. Es wird das Zuströmventil
3 geschlossen und anschließend das Abströmventil 4 eine Verstellzeit T
AN (i) lang geöffnet. Die Abfragen 26 und 29 sind durch die Abfrage, ob ṁ gleich null
ist, zu ersetzen.
[0023] Die Fig. 3 bis 7 verdeutlichen das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2. Dabei zeigt
Fig. 5 die Position z des Gaswechselventils 1 über die Zeit t in Reaktion auf die
Signale s4 und s3 gemäß Fig. 3 und Fig. 4. Fig. 6 zeigt den Luftmassenstrom ṁ
i durch die Öffnung 8 in Fig. 1. Durch Messung dieses Luftmassenstroms ṁ
i können z. B. Abfragen 24, 26 und 29 im Ablaufplan gemäß Fig. 2 erfolgen. Der Luftmassenstrom
ṁ
i durch die Öffnung 8 eines einzelnen Gaswechselventils 1 ist schwer meßbar. Es ist
einfacher, den Gesamtluftmassenstrom ṁ durch eine Luftversorgung für mehrere Gaswechselventile
zu messen. Einen solchen Luftmassenstrom ṁ zeigt beispielhaft Fig. 7, wobei der Luftmassenstrom
ṁ über der
[0024] Zeit t aufgetragen ist. Bedingt durch die Distanz zwischen Gaswechselventil 1 und
einem Sensor zur Messung des Gesamtluftmassenstroms in zeigt sich die Wirkung des
Öffnens des Gaswechselventils 1 im Gesamtluftmassenstrom in um eine Totzeit τ verzögert.
Durch Auswertung des Gesamtluftmassenstroms ṁ ist somit das Öffnen des Gaswechselventils
1 detektierbar. Die Auswertung kann z. B. derart erfolgen, daß der Gesamtluftmassenstrom
ṁ in einem Zeitfenster in dem eine Reaktion im Gesamtluftmassenstrom ṁ auf Grund
der Öffnung des Gaswechselventils 1 zu erwarten ist, überwacht wird. Ferner ist es
möglich, das Integral des Gesamtmassensrroms ṁ bzw. dessen Mittelwert zu bilden und
ein Ansteigen des Integrals bzw. des Mittelwerts beim Öffnen des Gaswechselventils
1 und damit des Luftmassenstroms ṁ
i durch die Öffnung 8 zu detektieren.
[0025] Es ist ferner möglich, das Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils 1 durch
Saugrohrdruckmessung und/oder Brennraumdruckmessung zu detektieren. In diesem Fall
sind die Abfragen 24, 26 und 29 im Ablaufplan gemäß Fig. 2 durch die Abfrage, ob das
Gaswechselventil geöffnet ist, zu ersetzen.
1. Verfahren zum Ansteuern eines Gaswechselventils (1) zur Einstellung der Leistung eines
Verbrennungsmotors durch Öffnen und Schließen des Gaswechselventils (I), wobei das
Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils (1) in Abhängigkeit einer Verzugszeit
beim Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils (1) erfolgt, wobei das Gaswechselventil
(1) zur Bestimmung der Verzugszeit eine vorgegebene Verstellzeit (TAN) lang verstellt und das Öffnen und/oder das Schließen des Gaswechselventils (1) detektiert
wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils (1) durch Luftmassenmessung,
Saugrohrdruckmessung, zylinderindividuelle Luftmassenmessung, zylinderindividuelle
Saugrohrdruckmessung und/oder zylinderindividuelle Brennraumdruckmessung detektiert
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Signal zum Öffnen des Gaswechselventils (1) in
Abhängigkeit einer Öffnungs-Verzugszeit zwischen dem Beginn des Signals zum Öffnen
des Gaswechselventils (1) und dem Öffnen des Gaswechselventils (1) gebildet wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Signal zum Öffnen des Gaswechselventils (1) die vorgegebene Verstellzeit (TAN) lang ausgegeben wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei ein Signal zum Schließen des Gaswechselventils
(1) in Abhängigkeit einer Schließ-Verzugszeit zwischen dem Beginn des Signals zum
Schließen des Gaswechselventils (1) und dem Schließen des Gaswechselventils (1) gebildet
wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Signal zum Schließen des Gaswechselventils (1) die vorgegebene Verstellzeit (TAN) lang ausgegeben wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellzeit (TAN) verlängert wird, wenn kein Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils (1) detektiert
wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verstellzeit (TAN) so lange verlängert wird, bis ein Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils
(1) detektiert wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungs-Verzugszeit und/oder die Schließ-Verzugszeit in Abhängigkeit der Verstellzeit
ermittelt wird, wenn ein Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils (1) detektiert
wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungs-Verzugszeit und/oder die Schließ-Verzugszeit gleich der Verstellzeit
gesetzt wird, wenn ein Öffnen und/oder Schließen des Gaswechselventils (1) detektiert
wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungs-Verzugszeit und/oder die Schließ-Verzugszeit für das Gaswechselventil
(1) unabhängig von der Öffnungs-Verzugszeit und/oder der Schließ-Verzugszeit anderer
Gaswechselventile des Verbrennungsmotors bestimmt wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Öffnungs-Verzugszeit und/oder die Schließ-Verzugszeit für das Gaswechselventil
(1) zwischen Betriebsphasen des Verbrennungsmotors bestimmt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Gaswechselventil (1) zur Bestimmung der Öffnungs-Verzugszeit und/oder der Schließ-Verzugszeit
unabhängig von einer durch den Betrieb des Verbrennungsmotors notwendigen Verstellung
des Gaswechselventils (1) verstellt wird.
1. Method for activating a gas exchange valve (1) for setting the power of an internal
combustion engine by means of the opening and closing of the gas exchange valve (1),
the opening and/or closing of the gas exchange valve (1) taking place as a function
of a delay time in the opening and/or closing of the gas exchange valve (1), the gas
exchange valve (1) being adjusted to a predetermined adjustment time (TAN) in order to determine the delay time, and the opening and/or closing of the gas
exchange valve (1) being detected, characterized in that the opening and/or closing of the gas exchange valve (1) are/is detected by air-mass
measurement, suction-pipe pressure measurement, cylinder-individual air-mass measurement,
cylinder-individual suction-pipe pressure measurement and/or cylinder-individual combustion-space
pressure measurement.
2. Method according to Claim 1, a signal for opening the gas exchange valve (1) being
formed as a function of an opening delay time between the commencement of the signal
for opening the gas exchange valve (1) and the opening of the gas exchange valve (1),
characterized in that the signal for opening the gas exchange valve (1) is emitted for the predetermined
adjustment time (TAN).
3. Method according to Claim 1 or 2, a signal for closing the gas exchange valve (1)
being formed as a function of a closing delay time between the commencement of the
signal for closing the gas exchange valve (1) and the closing of the gas exchange
valve (1), characterized in that the signal for closing the gas exchange valve (1) is emitted for the predetermined
adjustment time (TAN).
4. Method according to Claim 1, 2 or 3, characterized in that the adjustment time (TAN) is lengthened when no opening and/or closing of the gas exchange valve (1) are/is
detected.
5. Method according to Claim 1, 2, 3 or 4, characterized in that the adjustment time (TAN) is lengthened until an opening and/or closing of the gas exchange valve (1) are/is
detected.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the opening delay time and/or the closing delay time are/is determined as a function
of the adjustment time when an opening and/or closing of the gas exchange valve (1)
are/is detected.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the opening delay time and/or the closing delay time are/is set equal to the adjustment
time when an opening and/or closing of the gas exchange valve (1) are/is detected.
8. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the opening delay time and/or the closing delay time of the gas exchange valve (1)
are/is determined independently of the opening delay time and/or closing delay time
of other gas exchange valves of the internal combustion engine.
9. Method according to one of the preceding claims, characterized in that the opening delay time and/or the closing delay time of the gas exchange valve (1)
is determined between operating stages of the internal combustion engine.
10. Method according to one of the preceding claims, characterized in that, in order to determine the opening delay time and/or the closing delay time, the
gas exchange valve (1) is adjusted independently of an adjustment of the gas exchange
valve (1) which is necessary due to the operation of the internal combustion engine.
1. Procédé de commande d'une soupape d'échange des gaz (1) pour le réglage de la puissance
d'un moteur à combustion interne par l'ouverture et la fermeture de la soupape d'échange
des gaz (1), l'ouverture et/ou la fermeture de la soupape d'échange des gaz (1) s'effectuant
en fonction d'un temps de retard lors de l'ouverture et/ou de la fermeture de la soupape
d'échange des gaz (1), selon lequel pour déterminer le temps de retard, on règle la
soupape d'échange des gaz (1) sur une durée correspondant à un temps de réglage prédéterminé
(TAN) et on détecte l'ouverture et/ou la fermeture de la soupape d'échange des gaz (1),
caractérisé en ce qu'
on détecte l'ouverture et/ou la fermeture de la soupape d'échange des gaz (1) par
mesure de la masse d'air, mesure de la pression dans la tubulure d'admission, mesure
de la masse d'air des cylindres individuels, mesure de la pression dans la tubulure
d'admission des cylindres individuels et/ou mesure de la pression dans la chambre
de combustion des cylindres individuels.
2. Procédé selon la revendication 1, selon lequel on forme un signal pour l'ouverture
de la soupape d'échange des gaz (1) en fonction d'un temps de retard à l'ouverture
entre le début du signal pour l'ouverture de la soupape d'échange des gaz (1) et l'ouverture
de la soupape d'échange des gaz (1),
caractérisé en ce que
le signal pour l'ouverture de la soupape d'échange des gaz (1) est émis sur une durée
correspondant au temps de retard prédéterminé (TAN).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, selon lequel un signal pour la fermeture de
la soupape d'échange des gaz (1) est formé en fonction d'un temps de retard à la fermeture
entre le début du signal pour la fermeture de la soupape d'échange des gaz (1) et
la fermeture de la soupape d'échange des gaz (1),
caractérisé en ce que
le signal pour la fermeture de la soupape d'échange des gaz (1) est émis sur une durée
correspondant au temps de réglage prédéterminé (TAN).
4. Procédé selon la revendication 1, 2 ou 3,
caractérisé en ce que
le temps de réglage (TAN) est rallongé lorsqu'on ne détecte aucune ouverture et/ou aucune fermeture de la
soupape d'échange des gaz (1),
5. Procédé selon la revendication 1, 2, 3 ou 4,
caractérisé en ce que
le temps de réglage (TAN) est rallongé jusqu'à ce qu'on détecte une ouverture et/ou une fermeture de la soupape
d'échange des gaz (1).
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on détermine le temps de retard à l'ouverture et/ou le temps de retard à la fermeture
en fonction du temps de réglage, lorsqu'on détecte une ouverture et/ou une fermeture
de la soupape d'échange des gaz (1).
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on définit le temps de retard à l'ouverture et/ou le temps de retard à la fermeture
pour être égal/égaux au temps de réglage lorsqu'on détecte une ouverture et/ou une
fermeture de la soupape d'échange des gaz (1).
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on détermine le temps de retard à l'ouverture et/ou le temps de retard à la fermeture
de la soupape d'échange des gaz (1) indépendamment du temps de retard à l'ouverture
et/ou du temps de retard à la fermeture d'autres soupapes d'échange des gaz du moteur
à combustion interne.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on détermine le temps de retard à l'ouverture et/ou le temps de retard à la fermeture
de la soupape d'échange des gaz (1) entre des phases de fonctionnement du moteur à
combustion interne.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
pour la détermination du temps de retard à l'ouverture et/ou du temps de retard à
la fermeture, on règle indépendamment d'un réglage de la soupape d'échange des gaz
(1) nécessaire au fonctionnement du moteur à combustion interne on règle on détermine
la soupape d'échange des gaz (1).