| (19) |
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(11) |
EP 1 159 579 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.05.2003 Patentblatt 2003/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.01.2000 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0000/185 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0005/3998 (14.09.2000 Gazette 2000/37) |
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| (54) |
VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR ZIELDARSTELLUNG UND TREFFERERKENNUNG BEI SCHIESSANLAGEN
METHOD AND DEVICE FOR REPRESENTING A TARGET AND RECOGNISING HITS ON TARGET IN SHOOTING
SYSTEMS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR REPRESENTER DES CIBLES ET RECONNAITRE DES COUPS AU BUT
DANS DES INSTALLATIONS DE TIR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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CH DE GB LI |
| (30) |
Priorität: |
08.03.1999 DE 19909863 01.12.1999 DE 29921081 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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05.12.2001 Patentblatt 2001/49 |
| (73) |
Patentinhaber: Schnitzler, Wolfgang |
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78048 Villingen-Schwenningen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Schnitzler, Wolfgang
78048 Villingen-Schwenningen (DE)
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| (74) |
Vertreter: Sobisch, Peter, Dipl.-Ing. et al |
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Sobisch & Callies
Odastrasse 4a 37581 Bad Gandersheim 37581 Bad Gandersheim (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 3 729 613 DE-A- 19 537 389 US-A- 3 849 910 US-A- 4 824 374
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DE-A- 4 207 933 DE-U- 29 721 700 US-A- 4 517 593
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs
1.
[0002] Vorrichtungen zur Zieldarstellung finden bei zu Ausbildungszwecken benutzten Raumschießanlagen
von Polizei, Militär und vergleichbaren Sicherheitsorganen Anwendung und bestehen
im Regelfall aus einer Zielfläche, auf die ein Zielobjekt projiziert wird, sowie einer
Messeinrichtung, deren Zweck darin besteht, die Trefferlage innerhalb des Zielfeldes
zu ermitteln, datenmäßig zu erfassen und einer rechnergestützten Auswertung zuzuführen.
[0003] Die Zielfläche wird beispielsweise durch ein Bildwandsystem verkörpert, bei welchem
zwei Lagen einer Bildwand, die von Rollensystemen ab- bzw. aufgewickelt und mit geringem
Abstand in einer einander überdeckenden Anordnung gehalten werden. Über eine, die
Zielfläche erfassende Videokamera kann in Verbindung mit einer Hinterleuchtung der
Zielfläche ein Durchschuss als Leuchtpunkt erkannt und bezüglich seiner Lage relativ
zu dem Zielfeld unter Mitwirkung eines, in die Bildebene der Videokamera eingeblendeten
Koordinatensystems vermessen werden. Nachteilig bei dieser Vorrichtung ist, dass die
maximal zu erfassende Schussfolgegeschwindigkeit durch die Bildfolgegeschwindigkeit
der Videokamera begrenzt ist. Hinzu treten Sondermaßnahmen, die sich aus den Durchschüssen
der Bildwand und der Behebung dieser Durchschüsse zwecks Identifizierung zeitlich
nachfolgender Durchschüsse ergeben.
[0004] Das auf die Zielfläche projizierte Zielobjekt kann ein Standbild sein - es kann sich
jedoch auch um einen Film handeln, der auf einem entsprechenden Träger aufgezeichnet
ist. In Abhängigkeit von der Art des Trägers ist hierbei ein mehr oder weniger großes
Speichervolumen erforderlich. Häufig besteht auch das Bedürfnis, einen Film zum Zweck
der Zieldarstellung bearbeiten zu können.
[0005] Die DVD (digital video disc) bietet als Speichermedium für Daten und Bilder in der
heutigen Version bekanntlich den Vorteil einer großen Speicherfähigkeit bei gleichzeitig
hoher Bildqualität, insbesondere eines hohen Auflösungsvermögens. Derartige Speichermedien
sind z.Zt. bereits im Handel verfügbar, bei denen auf der Größe einer üblichen CD
(compact disc) Video-, Audio- und Surrounddaten mit einer Abspieldauerdauer von ca.
2 Stunden gespeichert sind. Neben den allgemeinen Vorteilen der Digitaltechnik hat
dies seine Ursache in der Weiterentwicklung der eingesetzten Kodierverfahren und hiermit
zusammenhängend der Verfahren der Datenkompression. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang
die unterschiedlichen Stufen der MPEG-Standards, welche stets höhere Kompressionen
digitaler Datenströme ermöglichen. So wird beispielsweise gemäß dem bereits eingeführten
Standard MPEG 2 die Kompression eines Video-Daten-Stromes um den Faktor 10, gemäß
den z.Zt. noch geplanten Standard MPEG 4 um bis zu 350 ermöglicht.
[0006] Um im obigen Sinne bei der Bilddatenaufzeichnung bei gegebenem Speichervolumen des
Speichermediums eine maximale Speicherung zu erreichen, wird ein Film derartig aufgezeichnet,
dass jeweils bild- bzw. situationsbezogene einzelne Bilder (keyframes) aufgezeichnet
werden, um anschließend lediglich die diesen einzelnen Bildern zugeordneten Änderungen
festzuhalten. Das heißt, dass ein kontinuierlicher Film lediglich aus einer Folge
von keyframes und den diesen jeweils zugeordneten Änderungen besteht.
[0007] Nun besteht u.a. zur Zieldarstellung bzw. Zielmarkierung bei Schießanlagen häufig
das Bedürfnis einzelne Bilder eines Filmes zu adressieren mit dem Ziel, diese zu bearbeiten
und an diesen definierte Veränderungen vorzunehmen. Es kann sich hierbei um Einzelbilder,
jedoch auch um Bildfolgen handeln, wo immer es um das Problem der Zieldarstellung
oder auch der Simulation bestimmter Situationen in einer Bewegtbildabfolge geht.
[0008] Die Adressierung von beispielsweise nach dem MPEG 2 Standard aufgezeichneten Einzelbildern
eines Filmes gestaltet sich jedoch außerordentlich schwierig, da nach Maßgabe des
Zeitpunktes einer Filmsituation nur die Änderungen zu einem zuvor gespeicherten Einzelbild
adressierbar sind. Vergleichbares gilt für weitere Datenkompressionsverfahren. Dies
wiederum erschwert die Nutzung des Speichermediums DVD beispielsweise für Zwecke der
Zieldarstellung in Schießanlagen.
[0009] Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art dahingehend
zu konzipieren, dass eine Nutzung des Speichermediums DVD in Schießanlagen mit der
Maßgabe ermöglicht wird, dass gezielt einzelne Bilder zum Zweck der Bearbeitung adressierbar
sind. Gelöst ist diese Aufgabe bei einem solchen Verfahren durch die Merkmale des
Kennzeichnungsteils des Anspruchs 1.
[0010] Erfindungswesentlich ist hiernach, dass aus dem die Bildfolge beschreibenden Datenstrom
zunächst die genannten keyframes herausgefiltert werden. Es ist dies möglich, weil
der komprimierte Datenstrom, z.B. der MPEG-Datenstrom aus einer Folge von zwei Dateiarten
besteht, die sich in ihrer Größe deutlich unterscheiden. So fällt die ein einzelnes
keyframe beschreibende Datei deutlich größer aus als die dem jeweiligen keyframe zugeordnete
Änderung beschreibende Datei. Erfindungswesentlich ist ferner, dass ein digitaler
Speicher vorgesehen ist, der zur vorübergehenden Speicherung wenigstens eines keyframes
bestimmt und eingerichtet ist. Dieser Speicher steht während des Betriebs des Wiedergabegerätes
mit diesem in Wirkverbindung, wobei nach Maßgabe des Abspielens des Filmes die jeweils
gespeicherten keyframes von den jeweils nachfolgenden keyframes ständig überschrieben
werden. Wird somit über das Wiedergabegerät eine Pausen- oder Filmsprungfunktion ausgelöst,
welche ansonsten nur zur Adressierung lediglich der jeweils aktuellen Änderung führen
würde, nicht jedoch zwangsläufig zu einem komplettierten Bild, besteht nunmehr erfindungsgemäß
aufgrund der vorübergehenden Speicherung eines keyframes die Möglichkeit, gezielt
das zum Zeitpunkt der Auslösung der Pausenfunktion aktuelle und komplettierte einzelne
Bild des über das Wiedergabegerät abgespielten Filmes zu adressieren. Dies wiederum
eröffnet die Möglichkeit einer gezielten Einbringung von Veränderungen in den digital
gespeicherten Film, um diesen beispielsweise zur Zieldarstellung in Schießanlagen
nutzen zu können. Als Speicher wird ein RAM-Speicher benutzt, dessen Zugriffszeit
für den Zweck der Erfindung naturgemäß derart beschaffen sein muss, dass der Bildfluss
infolge der Bildabfolge des Filmes nicht gestört wird. Dies ist beispielsweise dann
erreichbar, wenn ein Speicher mit einer Zugriffszeit von etwa 10 ns benutzt wird,
wobei der Speicher im Übrigen dahingehend eingerichtet ist, dass ständig eine Filmlänge
von etwa 2 s gespeichert ist. Das Verfahren eignet sich gleichermaßen zur unmittelbaren
Bearbeitung von keyframes, sobald diese in dem genannten Speicher zur Verfügung stehen
und damit zur gezielten Bearbeitung einzelner Bilder einer Bildfolge zwecks Zieldarstellung
bei Schießanlagen.
[0011] Das erfindungsgemäße Verfahren eröffnet gemäß den Merkmalen des Anspruchs 2 eine
neue Anwendungsmöglichkeit für das Speichermedium DVD. Es erschließt die Vorteile
dieses Speichermediums, nämlich eine hohe Bildqualität und einen geringen Speicherbedarf
im Rechner für Zwecke der Adressierung einzelner, beliebig wählbarer Bilder der Bildfolge
eines auf diesem Speichermedium gespeicherten Filmes.
[0012] Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 3 werden stets zwei oder mehr keyframes in dem
genannten Speicher vorübergehend gespeichert. Diese Maßnahme hat sich praktisch als
zweckmäßig erwiesen.
[0013] Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 4 ergeben sich umfassende, über die bereits erwähnte
Zieldarstellung in Schießanlagen hinausgehende Anwendungsmöglichkeiten für das erfindungsgemäße
Verfahren allgemein im Multimediabereich, wo immer es um die nachträgliche Bearbeitung
eines auf einem digitalen Speichermedium wie z.B. eines DVD gespeicherten Filmes geht.
[0014] Das erfindungsgemäße Verfahren ist für den Fachmann einfach realisierbar und es können
insbesondere auch handelsübliche Wiedergabegeräte für diesen Zweck umgerüstet werden.
[0015] Die Erfindung bezieht sich ferner auf eine Vorrichtung entsprechend dem Oberbegriff
des Anspruchs 5.
[0016] Es ist vor diesem Hintergrund ferner die Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung
der oben bezeichneten Art dahingehend auszugestalten, dass im Vergleich zu dem dargelegten
Stand der Technik eine Erhöhung der Schussfolgegeschwindigkeit möglich ist, wobei
gleichzeitig das Speichermedium DVD mit der Maßgabe nutzbar gemacht wird, dass gezielt
einzelne Bilder zum Zweck der Bearbeitung adressierbar sind.
[0017] Keyframes können somit bearbeitet werden, sobald sie in dem genannten Speicher zur
Verfügung stehen. Das Speichermedium bringt den Vorteil mit sich, dass eine hohe Bildqualität
und ein geringer Speicherbedarf im Rechner für Zwecke der Adressierung einzelner,
beliebig wählbarer Bilder der Bildfolge des auf diesem Speichermedium gespeicherten
Filmes zur Verfügung gestellt werden können. Es können zwei oder mehr keyframes in
dem genannten Speicher vorübergehend gespeichert werden. Die bauliche Unterbringung
des genannten Speichers gestaltet sich grundsätzlich beliebig - dieser kann mit dem
Wiedergabegerät zusammengefasst sein - dieser kann jedoch auch mit der Steuereinrichtung
zusammengefasst sein. Letztere ist zur Auswertung von Messergebnissen der Messeinrichtung
sowie zur Steuerung des Wiedergabegerätes eingerichtet.
[0018] Die Messeinrichtung kann entsprechend den Merkmalen der Ansprüche 7 und 8 dahingehend
ausgebildet sein, dass die Lagevermessung eines Treffers innerhalb einer hinterleuchteten
Zielfläche mittels einer Videokamera vorgenommen wird, in deren Bildebene ein Koordinatensystem
eingeblendet ist.
[0019] Der Messeinrichtung entsprechend den Merkmalen der Ansprüche 10 bis12 hingegen liegt
ein anderes Konzept zugrunde, welches auf der Auswertung einer von dem Geschoss emittierten
Strahlung, von diesem reflektierter Strahlung bzw. von diesem unterbrochener Strahlung
basiert. Zu diesem Zweck sind innerhalb einer mit geringem Abstand vor der Zielfläche
befindlichen Messebene, die sich senkrecht zu der Beschussrichtung erstreckt, mehrere
linienhafte Anordnungen entweder von Strahlungsempfängern oder von paarweise angeordneten
Strahlungsempfängern und Strahlungssendem vorgesehen. Alternativ können sich auch
jeweils paarweise Anordnungen gegenüberliegen, die jeweils aus Strahlungsempfängern
oder Strahlungssendern bestehen und somit Strahlungsketten bilden. Sämtliche dieser
Varianten sind dazu bestimmt, die Position des Geschosses zum Zeitpunkt des Durchtritts
durch die Messebene zu ermitteln, und zwar entweder unter Auswertung der von dem Geschoss
emittierten Strahlung, der von diesem reflektierten Strahlung oder der von diesem
unterbrochenen Strahlung. Der Vorteil dieser Ausgestaltung der Messeinrichtung besteht
darin, dass nach Maßgabe der Art der verwendeten Strahlung äußerst kurze Ansprechzeiten
der eingesetzten Strahlungsempfänger realisierbar sind, welche die Lagevermessung
von Geschossen in der Messebene bei praktisch beliebigen Schussfolgegeschwindigkeiten
ermöglichen. Ein Überkleben von Durchschussöffnungen einer Zielfläche zwecks Erkennung
der Lage folgender Geschosse relativ zu der Zielfläche entfällt somit, so dass diese
Messeinrichtung eine wesentlich komfortablere Handhabung ermöglicht.
[0020] Gemäß den Merkmalen der Ansprüche 13 und 14 sind die genannten Anordnungen in der
Messebene jeweils mit der Maßgabe platziert, dass diese als Ausgangspunkt zur Bildung
kartesischer Koordinatensysteme benutzbar sind, so dass die eine von zwei Anordnungen
zur Bildung der X-Achse und die andere zur Bildung der Y-Achse nutzbar ist. Vorausgesetzt
wird hierbei, dass die einzelnen Strahlungsempfänger und/oder Strahlungssender mit
Linsensystemen zusammenwirken, die eine fokussierende Wirkung derart ausüben, dass
sich jeweils linienhafte, in der Messebene verlaufende, die Zielfläche überdeckende
Richtcharakteristiken ergeben, welche eine verzerrungsfreie Lagevermessung eines Geschosses
zum Zeitpunkt des Durchtritts durch die Messebene ermöglichen. Aus der Lagevermessung
in der Messebene kann unmittelbar auf die Trefferlage in der Zielfläche geschlossen
werden. Die konkrete Gestaltung der Zielfläche kann in diesem Zusammenhang beliebig
vorgenommen sein.
[0021] Gemäß den Merkmalen des Anspruchs 15 liegt der Messeinrichtung ein akustisches Messprinzip
zugrunde. Auch in diesem Fall wird jedoch die Lage des Punktes in einer Messebene
vermessen, die dem Durchstoßpunkt der Flugbahn des Geschosses in Richtung auf eine
Zielfläche hin entspricht, so dass aus der Lage dieses Punktes auf die Trefferlage
innerhalb der Zielfläche geschlossen werden kann. Diese Ausgestaltung ist jedoch lediglich
beispielhaft zu verstehen, so dass auch andere Schallmessverfahren in Betracht kommen.
[0022] Die Zusammenstellung der für den Aufbau der erfindungsgemäßen Vorrichtung erforderlichen
Komponenten sowie deren Schaltung ist dem Fachmann ausgehend von obigen Informationen
ohne weiteres möglich und bedarf keiner weiteren Erläuterungen.
[0023] Bei dem genannten Strahlungsempfänger und Strahlungssender kann es sich um solche
handeln, deren Strahlung im Infrarotbereich gelegen ist, jedoch auch um solche, die
im Bereich des sichtbaren Lichts liegt. Im einfachsten Fall werden durch linienhafte
Anordnungen von Sendern und Empfängern jeweils "Lichtvorhänge" gebildet, deren Unterbrechung
infolge eines Geschossdurchtritts nach Maßgabe von X- und Y-Koordinaten erfasst und
datenmäßig zur beliebigen weiteren Auswertung zur Verfügung gestellt wird.
[0024] Die Messeinrichtung kann auch in diesem Fall ein Sichtgerät umfassen, über welches
das Messergebnis visuell dargestellt wird, um anschließend unter Mitwirkung eines
Steuercomputers weiter ausgewertet zu werden. Der genannte Steuercomputer kann im
Rahmen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ferner zentral zur Steuerung des DVD-Wiedergabegerätes
sowie zur Auswertung der Trefferergebnisse benutzt werden.
[0025] Die Erfindung wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die in den beiliegenden Zeichnungen
wiedergegebenen Schaltschemata näher erläutert werden. Es zeigen:
Fig. 1 ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Zieldarstellung
und Treffererkennung;
Fig. 2 eine Darstellung eines anderen Blockschaltbildes zur Treffererkennung;
Fig. 3 eine Darstellung eines weiteren Blockschaltbildes zur Treffererkennung.
[0026] Es wird im Folgenden zunächst auf die zeichnerische Darstellung gemäß Fig. 1 Bezug
genommen.
[0027] Mit 1 ist eine Zielfläche in der Seitenansicht bezeichnet, auf die unter Mitwirkung
eines Videoprojektors 2 ein Zielbild projiziert wird. Der Videoprojektor 2 befindet
sich in einem definierten Abstand vor der Zielfläche 1, die aus einer Richtung 3 beschossen
wird. Es kann sich bei dem Zielbild um ein Standbild oder auch eine Bewegtbildfolge,
einen Interaktivfilm oder dergleichen handeln.
[0028] Mit 4 ist eine Videokamera bezeichnet, die sich ebenfalls in einem definierten Abstand
vor der Zielfläche 1 befindet und die dahingehend justiert ist, dass in dieser Bildebene
die durch den Videoprojektor 2 projizierte Zielfläche 1 vollständig erfasst wird.
[0029] Die Videokamera 4 steht über eine Datenleitung mit einem Sichtgerät 5 in Verbindung,
welches dahingehend eingerichtet ist, dass dem über die Videokamera 4 aufgezeichneten
Bild ein X-Y-Koordinatensystem überlagert wird, so dass in Verbindung mit einer rückwärtigen
Beleuchtung der Zielfläche 1 die Trefferlage eines Geschosses durch einen Leuchtpunkt
innerhalb dieses Koordinatensystems und damit innerhalb der Zielfläche 1 darstellbar
und auswertbar ist.
[0030] Mit 6 ist ein, mit dem Sichtgerät 5 über eine weitere Datenleitung verbundener Steuercomputer
bezeichnet, der seinerseits mit einem DVD-Wiedergabegerät 7 in Verbindung steht. Das
DVD-Gerät 7 hat erfindungsgemäß eine besondere Ausgestaltung dahingehend erfahren,
dass einzelne Bilder der Bildfolge eines auf einer DVD (digital video disc) gespeicherten
Filmes addressierbar sind und zum Zweck der Verwendung als Zielbild bearbeitbar sind.
Beispielsweise können einzelne Bilder oder ein einzelnes Bild dieser Bildfolge zum
Zweck der Zieldarstellung markiert werden. Dies wird dadurch erreicht, dass aus dem,
die Bildfolge beschreibenden Datenstrom zunächst die sogenannten keyframes herausgefiltert
werden. Dies ist deshalb möglich, weil der komprimierte Datenstrom, z.B. der MPEG-Datenstrom
aus einer Folge von zwei Dateiarten besteht, die sich in ihrer Größe deutlich unterscheiden.
So fällt die ein keyframe beschreibende Datei deutlich größer aus als die dem jeweiligen
keyframe zugeordneten Änderungen beschreibenden Dateien. Die Größe der Dateien bildet
somit das Unterscheidungskriterium, anhand welchem diese beiden, inhaltlich unterschiedlichen
Dateiarten in einem Datenstrom voneinander getrennt werden können. Wesentlich ist
in diesem Zusammenhang, dass ein digitaler Speicher vorgesehen ist, der zur vorübergehenden
Speicherung wenigstens eines keyframes bestimmt und eingerichtet ist. Dieser Speicher
steht während des Betriebs des Wiedergabegerätes 7 mit diesem in Wirkverbindung, wobei
nach Maßgabe des Abspielens des Films die jeweils gespeicherten keyframes von den
jeweils nachfolgenden keyframes ständig überschrieben werden. Wird somit bei dem Wiedergabegerät
7 eine Pausen- oder eine Filmsprungfunktion ausgelöst, welche ansonsten im Regelfall
nur zur Adressierung lediglich der jeweils aktuellen Änderung führen würde, nicht
jedoch zwangsläufig zu einem komplettierten Bild, besteht aufgrund der vorübergehenden
Speicherung eines keyframes die Möglichkeit, gezielt das zum Zeitpunkt der Auslösung
der Pausenfunktion aktuelle und somit komplettierte einzelne Bild des über das Wiedergabegerät
7 abgespielten Filmes zu adressieren. Es besteht somit die Möglichkeit, das jeweils
gespeicherte keyframe mit der zum Zeitpunkt der Auslösung der Pausenfunktion aktuellen
Änderung zu einem aktualisierten Gesamtbild zu kombinieren. Dies eröffnet die Möglichkeit
einer gezielten Einbringung von Veränderungen in den digital gespeicherten Film, um
diesen zur Zieldarstellung in Schießanlagen nutzen zu können. Als Speicher wird ein
RAM-Speicher benutzt, dessen Zugriffszeit derart beschaffen ist, dass der Bildfluss
infolge der Bildabfolge des Filmes nicht gestört wird. Dies ist beispielsweise dann
erreichbar, wenn ein Speicher mit einer Zugriffszeit von etwa 10 ns benutzt wird,
wobei der Speicher im übrigen dahingehend eingerichtet ist, dass ständig eine Filmlänge
von etwa 2 s gespeichert ist.
[0031] Der Steuercomputer 6 dient zur Auswertung und Speicherung der über das Sichtgerät
5 ermittelten Trefferergebnisse - er dient ferner zur Steuerung des DVD-Gerätes 7,
nämlich dahingehend, die vorübergehende Speicherung bzw. Bearbeitung eines bestimmten
Bildes im oben dargelegten Sinne zu ermöglichen. Der genannte digitale Speicher, der
zur Zwischenspeicherung von keyframes eingerichtet ist, bildet einen integralen Bestandteil
des DVD-Gerätes. Dies ist jedoch nicht unbedingt notwendig und es kann dieser Speicher
grundsätzlich auch einen Bestandteil des Steuercomputers 6 bilden.
[0032] Die Vorrichtung gemäß Fig. 1 ermöglicht in Verbindung mit der Verwendung einer DVD
als digitales Speichermedium für einen Film ein komfortables Adressieren einzelner
Bilder des Films mit dem Ziel, diese zur Zieldarstellung zu verwenden, wobei das jeweilige
Bild über den Videoprojektor 2 auf die Zielfläche 1 projiziert wird.
[0033] Die in der Beschussrichtung 3 auf die Zielfläche 1 treffenden Geschosse werden hinsichtlich
ihrer Position in der Ebene der Zielfläche nach Maßgabe ihrer X-Y-Koordinaten durch
Verwendung des über das Sichtgerät 5 eingeblendeten Koordinatensystems in ihrer Lage
vermessen, identifiziert und über den Steuercomputer 5 gespeichert sowie ausgewertet.
Die Durchschüsse in der, die Zielfläche bildenden Leinwand müssen anschließend durch
Überklebung oder sonstige Maßnahmen geschlossen werden, um eine einwandfreie Identifizierung
auch neuer Durchschüsse zu ermöglichen. Die maximal mit dieser Vorrichtung auswertbare
Schussfolge ist jedoch durch die Bildfolgegeschwindigkeit der Videokamera 4 begrenzt.
[0034] Zur Erhöhung der maximal auswertbaren Schussfolgegeschwindigkeit werden bei ansonsten
unveränderten Verhältnissen zwei alternative ebenfalls erfindungsgemäße Formen der
Treffererkennung vorgeschlagen, die im folgenden unter Bezugnahme auf die Fig. 2 und
3 erläutert werden, die letztendlich auf der punktuellen Vermessung der Flugbahn eines
einzelnen Geschosses beruhen und bei denen demzufolge auf eine Hinterleuchtung der
Zielfläche 1 verzichtet werden kann. Hierzu wird zunächst auf die Zeichnungsfigur
2 Bezug genommen:
[0035] Wesensmerkmal der in Fig. 2 gezeigten Anordnung zur Treffererkennung sind zwei bandartige
Anordnungen 8, 9, die jeweils aus einer Aneinanderreihung von Infrarotsensoren bestehen,
die in ihrer jeweiligen Reihe beispielsweise in einem gleichförmigen Abstand von 5
mm relativ zueinander angeordnet sind. Die Anordnungen 8, 9 erstrecken sich in der
Zeichenebene, somit senkrecht zu der Beschussrichtung, und zwar in einem geringfügigen
Abstand vor der Zielfläche 1. Jeder Sensor 10 der beiden Anordnungen 8, 9 erfasst
über eine vorgeschaltete Linse einen bestimmten linienhaften Bereich innerhalb der
durch die beiden Anordnungen 8, 9 definierten Messebene, in der durch die beiden,
sich senkrecht zueinander erstreckenden Anordnungen 8,9 ein kartesisches Koordinatensystem
definiert ist. Praktisch können die Anordnungen 8, 9 - in der Zeichenebene der Fig.
2 gesehen - seitlich neben der bzw. oberhalb der Zielfläche 1 vorgesehen sein, d.h.
an einer Seitenwand sowie an der Decke des jeweiligen Raumes, innerhalb welchem die
erfindungsgemäße Vorrichtung benutzt wird, fest angeordnet sein.
[0036] Man erkennt, dass ein die Messebene in Richtung auf die Zielfläche 1 hin durchdringendes
Geschoss 11 im Durchstoßpunkt der Messebene nach Maßgabe zweier Koordinaten erfassbar
ist, welche für Zwecke der Auswertung als X- bzw. als Y-Koordinate bezeichnet werden.
[0037] Die Erfassung des Geschosses 11 wird bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
durch Erfassung von Wärmestrahlungsunterschieden zwischen dem Geschoss 11 einerseits
und der neutralen Umgebung andererseits ermöglicht. Heute kommerziell verfügbare Infrarotsensoren
sind durch extrem kurze Ansprechzeiten gekennzeichnet, welche die Erfassung selbst
extremer Schussfolgegeschwindigkeiten ohne weiteres zulassen, nachdem diese Ansprechzeiten
im Nanosekundenbereich liegen. Die einzelnen Sensoren 10 stehen jeweils über Messwandler
mit einem Sichtgerät bzw. einem Steuercomputer in Verbindung, wobei diese Kette Messwandler-Sichtgerät-Steuercomputerbezogen
auf das Funktionsschema der Fig. 1 die dortige Wirkungskette Videokamera 4, Sichtgerät
5 und Steuercomputer 6 ersetzt. In Abhängigkeit von dem Erfassungswinkel der einzelnen
Sensoren kann durch eine diesen nachgeordnete Interpolationsstufe bei einem Abstand
der Sensoren von 5 mm die tatsächliche Position eines beispielsweise 9 mm-Geschosses
bis auf eine Genauigkeit von 0,5 mm innerhalb der Messebene festgestellt werden.
[0038] Aus der Position des Geschosses 11 innerhalb der Messebene kann auf die Trefferlage
innerhalb der Zielfläche 1 geschlossen werden.
[0039] Die Steuerung des in die Zielfläche 1 projizierten Zielobjektes, insbesondere die
Art der Zieldarstellung erfolgt im Übrigen nach Maßgabe des Ausführungsbeispiels gemäß
Fig. 1 mit lediglich dem Unterschied, dass bei dem System gemäß Fig. 2 eine andere
Art der Treffererkennung gewählt ist.
[0040] Das in Fig. 3 gezeigte Ausführungsbeispiel entspricht hinsichtlich seiner Einbindung
in das Funktionsschema gemäß Fig. 1 demjenigen der Fig. 2 - es ist lediglich die Art
der Erkennung eines Geschosses 11 in der Messebene anders ausgestaltet. Während nämlich
das System zur Treffererkennung gemäß Fig. 2 ein passives, auf der Auswertung lediglich
der durch das Geschoss 11 emittierten Strahlung beruhendes System ist, ist das in
Fig. 3 dargestellte System ein aktives System, bei welchem das Geschoss 11 bestrahlt
wird und ein reflektiertes Signal ausgewertet wird. Es sind zu diesem Zweck wiederum
zwei linienhafte Anordnungen 12, 13 vorgesehen, die in einer gemeinsamen Ebene, der
Messebene senkrecht zueinander angeordnet sind, die sich senkrecht zur Beschussrichtung
der Zielfläche 1 erstreckt. Diese gebildete Messebene befindet sich in geringem Abstand
vor der Zielfläche 1.
[0041] Jede der Anordnungen 12, 13 besteht aus paarweise angeordneten Strahlungsempfängen
bzw. Strahlungssendern, die dahingehend eingerichtet sind, dass die genannte Messebene
mittels der Strahlungssender kontinuierlich durchstrahlt wird, wobei durch ein, die
Messebene durchstoßendes Geschoss 11 ein Reflexsignal ausgelöst wird, welches durch
das, dem Ort des Durchstoßpunktes in der Messebene zugeordnete Paar von Strahlungsempfängern
der Anordnungen 12, 13 detektiert wird. Bei den genannten Strahlungsempfängern und
-sendern kann jede Strahlung verwendet werden, die zur Reflexbildung geeignet ist
und bei der verfügbare Ansprechzeiten zur Erfassung auch höchster Schussfolgegeschwindigkeiten
ausreichend sind. Beispielsweise kann es sich hier um eine Strahlung im Bereich des
sichtbaren oder auch unsichtbaren Teil des Spektrums handeln. Die Auswertung der anhand
der reflektierten Signale gewonnenen Durchstoßpunktes in der Messebene erfolgt im
übrigen in analoger Weise wie bei dem in Fig. 2 beschriebenen Ausführungsbeispiel.
[0042] Alternativ zu dem, auf der Auswertung von reflektierten Signalen beruhenden Messprinzip
gemäß Fig. 3, bei dem Strahlungssender und Strahlungsempfänger stets paarweise an
dem gleichen Ort angeordnet sind, so dass sich zwei zueinander senkrechte Anordnungen
12, 13 ergeben, kommt auch ein solches System in Betracht, bei dem Strahlungssender
und Strahlungsempfänger einander gegenüberliegen, somit räumlich getrennt voneinander
angeordnet sind, so dass sich vier, global rechteckförmig angeordnete Anordnungen
ergeben, wobei einander gegenüberliegende Anordnungen jeweils durch Strahlungssender
bzw. Strahlungsempfänger gebildet werden, so dass ein, eine auf diese Weise definierte
Messebene durchdringendes Geschoss anhand der Unterbrechung zweier Strahlengänge,
denen jeweils die X- bzw. die Y-Richtung zugeordnet ist, erkennbar ist. Auch in diesem
Fall, der nicht auf der Auswertung von reflektierten Signalen sondern auf der örtlichen
"Abschattung" beruht, kann grundsätzlich jede Strahlung eingesetzt werden, bei der
verfügbare Ansprechzeiten insbesondere der Empfänger für die Auswertung auch hoher
Schussfolgegeschwindigkeiten geeignet sind.
1. Verfahren zur Zieldarstellung und Treffererkennung bei Schießanlagen, insbesondere
zur Gewinnung von einzelnen Bildern aus der Bildfolge eines auf einem digitalen Speichermedium
gespeicherten Filmes ausgehend von einem, von dem Speichermediums mittels eines Wiedergabegerätes
gewonnenen, nach einem MPEG-Standard oder einem vergleichbaren Standard komprimierten,
die Bildfolge nachbildenden, aus einer Dateienfolge aus Einzelbildern (keyframes)
und zugehörigen Änderungen bestehenden Datenstrom mit dem Ziel, einzelne ausgewählte
Bilder des gespeicherten Filmes zu bearbeiten bzw. zu verändern, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Datenstrom die anhand ihrer Dateigröße von den diesen jeweils zugeordneten
Änderungen unterscheidbaren keyframes herausgefiltert werden, dass der Datenstrom
über einen digitalen, zur vorübergehenden Speicherung wenigstens eines keyframes bestimmten
und eingerichteten Speicher geleitet wird und dass durch Ansteuerung einer Pausen-
oder einer Filmsprungfunktion des Wiedergabegerätes nur die aktuelle Änderung des
jeweils gespeicherten keyframes mit diesem verbunden wird, so dass das jeweils aktuelle
Bild zur Vornahme von Änderungen zur Verfügung steht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als digitales Speichermedium eine DVD (digital video disc) verwendet wird,
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr keyframes in dem Speicher vorübergehend gespeichert werden.
4. Anwendung des Verfahrens gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 3 zur Zieldarstellung
bei Schießanlagen, insbesondere in der Form von Einzelbildern, Filmclips, Interaktivfilmen
usw.
5. Vorrichtung zur Zieldarstellung und Treffererkennung bei Schießanlagen, mit einer,
zur Bildung eines Zielobjektes auf einer Zielfläche (1) bestimmten Abbildungseinrichtung,
einer zur Lageerkennung eines Geschosses (11) relativ zu der Zielfläche (1) bestimmten
Messeinrichtung und einer, sowohl mit der Abbildungs- als auch der Messeinrichtung
in Verbindung stehenden Steuerungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass unter Verwendung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3 die Abbildungseinrichtung
aus einem DVD-Wiedergabegerät (7) und einem Videoprojektor (2) besteht, dass als Zielobjekt
einzelne Bilder der Bildfolge eines auf einer DVD (digital video disc) gespeicherten
Filmes verwendet werden und dass die Steuerungseinrichtung zumindest zur Steuerung
des Wiedergabegerätes (7) sowie zur Auswertung der Messergebnisse der Messeinrichtung
bestimmt und eingerichtet ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch einen digitalen Speicher, über welchen ein, die Bildfolge des Filmes beschreibender
Datenstrom geführt ist, wobei die Dateienfolge des Datenstromes aus jeweils Einzelbilder
(keyframes) beschreibenden Dateien und diesen zugehörige Änderungen beschreibenden
Dateien besteht und durch eine Filterstufe, die zum Herausfiltern von keyframes aus dem Datenstrom eingerichtet
ist, wobei der Speicher zur vorübergehenden Speicherung wenigstens eines keyframes
bestimmt und eingerichtet ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung ein Sichtgerät zur visuellen Darstellung der Lage eines Geschosses
(11) relativ zu der Zielfläche (1) umfasst.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zielfläche (1) hinterleuchtet ist, dass die Messeinrichtung eine, die Zielfläche
(1) in eine Bildfläche abbildende Videokamera (4) umfasst, wobei in die Bildfläche
ein, die Lageermittlung eines Geschosses (11) ermöglichendes Koordinatensystem eingeblendet
ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung einen Steuercomputer (6) umfasst, der mit der Messeinrichtung
in Verbindung steht und der zur Auswertung der Messergebnisse eingerichtet ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (2) in einer Messebene senkrecht zur Beschussrichtung (3) mit
geringem Abstand vor der Zielfläche (1) platzierte Anordnungen (8,9) bestehend jeweils
aus nebeneinander angeordneten Strahlungsempfängern aufweist.
11. Vorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (2) in einer Messebene senkrecht zur Beschussrichtung (3) mit
geringem Abstand vor der Zielfläche (1) platzierte Anordnungen (12,13) bestehend jeweils
aus einer Nebeneinanderanordnung von paarweise angeordneten Strahlungsempfängern und
Strahlungssendern aufweist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (4) in einer Messebene senkrecht zur Beschussrichtung (3) mit
geringem Abstand vor der Zielfläche (1) platzierte Anordnungen bestehend aus Strahlungsempfängern
und Strahlungssendern aufweist, wobei einander gegenüberliegende Anordnungen jeweils
durch Nebenanordnungen bestehend aus Strahlungsempfängern oder Strahlungssendern gebildet
sind.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Anordnungen (8,9;12,13) in der Messebene senkrecht zueinander erstrecken
und dass jeder Strahlungsempfänger und jeder Strahlungssender mit einem Linsensystem
zur Bereitstellung einer angenähert linienhaften, sich senkrecht zur der jeweiligen
Anordnung (8,9;12,13) in der Messebene erstreckenden, die Zielfläche (1) überdeckenden
Richtcharakteristik versehen ist.
14. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Anordnungen die Projektion der Zielfläche (1) in die Messebene umgeben und jeweils
paarweise zueinander senkrecht verlaufen und dass jeder Strahlungsempfänger und jeder
Strahlungssender mit einem Linsensystem zur Bereitstellung einer angenähert linienhaften,
sich senkrecht zur der jeweiligen Anordnung in der Messebene erstreckenden, die Zielfläche
(1) überdeckenden Richtcharakteristik versehen ist.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Messeinrichtung (2) aus einer Anordnung von Schallempfängern besteht, die zur
Detektion des Durchstoßpunktes des Geschosses in einer Messebene senkrecht zur Beschussrichtung
(3) bestimmt und eingerichtet sind.
1. Method for representing a target and recognising hits on target in shooting systems,
in particular for obtaining individual images from the series of images of a film
which is stored on a digital memory medium, on the basis of a data stream which is
obtained from the memory medium by means of a playback device, is compressed according
to an MPEG standard or comparable standard, reproduces the series of images and consists
of a series of files of keyframes and associated changes, with the aim of processing
and/or changing individual selected images of the stored film, characterised in that the keyframes, which can be distinguished by means of their file size from the changes
respectively allocated thereto, are filtered out of the data stream, that the data
stream is channelled via a digital memory which is designed and arranged for temporary
storage of at least one keyframe, and that by control of a pause or film jump function
of the playback device only the current change of the respectively stored keyframe
is connected thereto so that the respective current image is available in order for
changes to be carried out.
2. Method as claimed in claim 1, characterised in that a DVD (digital video disc) is used as the digital memory medium.
3. Method as claimed in claim 1 or 2, characterised in that two or more keyframes are temporarily stored in the memory.
4. Use of a method as claimed in any one of the preceding claims 1 to 3 for target representation
in shooting systems, in particular in the form of individual images, film clips, interactive
films, etc.
5. Device for representing a target and recognising hits on target in shooting systems,
having an imaging device which is designed to image a target object on a target surface
(1), a measuring device which is designed for recognising the location of a shot (11)
with respect to the target surface (1), and a control device which is connected both
to the imaging and to the measuring device, characterised in that when using the method as claimed in any one of claims 1 to 3 the imaging device consists
of a DVD playback device (7) and a video projector (2), that individual images of
the image series of a film stored on a DVD (digital video disc) are used as the target
object and that the control device is designed and arranged at least to control the
playback device (7) and to evaluate the measuring results of the measuring device.
6. Device as claimed in claim 5, characterised by a digital memory via which a data stream describing the image series of the film
is passed, wherein the file series of the data stream consists of files describing
respective keyframes and of files describing changes associated therewith, and by
a filter stage, which is arranged to filter keyframes out of the data stream, wherein
the memory is designed and arranged for temporary storage of at least one keyframe.
7. Device as claimed in claim 5 or 6, characterised in that the measuring device includes a display device for visual representation of the position
of a shot (11) with respect to the target surface (1).
8. Device as claimed in any one of claims 5 to 7, characterised in that the target surface (1) is backlit, that the measuring devices includes a video camera
(4) imaging the target surface (1) into an image surface, wherein a coordinate system
permitting the position of a shot (11) to be determined is blended into the image
surface.
9. Device as claimed in claim 8, characterised in that the control device includes a control computer (6) which is connected to the measuring
device and is arranged to evaluate the measuring results.
10. Device as claimed in any one of the preceding claims 5 to 7, characterised in that the measuring device (2) has arrangements (8, 9) which are placed in a measuring
plane perpendicular to the direction of shooting (3) slightly spaced apart from the
target surface (1), which arrangements each consist of radiation detectors which are
disposed next to each other.
11. Device as claimed in any one of the preceding claims 5 to 7, characterised in that the measuring device (2) has arrangements (12, 13) which are placed in a measuring
plane perpendicular to the direction of shooting (3) slightly spaced apart from the
target surface (1), which arrangements each consist of a side-by-side arrangement
of radiation detectors and radiation transmitters which are disposed in pairs.
12. Device as claimed in any one of claims 5 to 7, characterised in that the measuring device (4) has arrangements which are placed in a measuring plane perpendicular
to the direction of shooting (3) slightly spaced apart from the target surface (1),
which arrangements consist of radiation detectors and radiation transmitters, wherein
mutually opposite arrangements are each formed by adjoining arrangements consisting
of radiation detectors or radiation transmitters.
13. Device as claimed in any one of claims 10 or 11, characterised in that the arrangements (8, 9; 12,13) extend perpendicular to each other in the measuring
plane and that each radiation detector and each radiation transmitter is provided
with a lens system to provide an approximate linear directional characteristic extending
perpendicular to the respective arrangement (8, 9; 12, 13) in the measuring plane
and covering the target surface (1).
14. Device as claimed in claim 12, characterised in that the arrangements surround the projection of the target surface (1) into the measuring
plane and extend respectively perpendicular to each other in pairs, and that each
radiation detector and each radiation transmitter is provided with a lens system to
provide an approximate linear directional characteristic extending perpendicular to
the respective arrangement in the measuring plane and covering the target surface
(1).
15. Device as claimed in any one of claims 5 to 7, characterised in that the measuring device (2) consists of an arrangement of sound pick-ups which are designed
and arranged to detect the penetration point of the shot in a measuring plane perpendicular
to the direction of shooting (3).
1. Procédé de représentation de cible et de reconnaissance de points d'impact dans des
installations de tir, en particulier pour l'obtention d'images séparées de la suite
d'images d'un film mis en mémoire sur un support d'enregistrement numérique en partant
d'un flux de données lues dans le support d'enregistrement au moyen d'un appareil
de lecture, comprimé selon une norme MPEG ou une norme comparable, reproduisant la
suite d'images, composé d'une suite de fichiers de données provenant d'images séparées
(images) et de modifications associées à celles-ci dans le but de traiter ou de modifier
des images séparées sélectionnées du film mis en mémoire, caractérisé en ce que du flux de données sont extraites par filtrage les images distinguables par leur
taille de fichier des modifications associées à celles-ci, en ce que le flux de données est dirigé sur un mémoire numérique déterminée et organisée pour
le stockage temporaire d'au moins une image et en ce que, par commande d'une fonction de pause ou de saut de film de l'appareil de lecture,
seule la modification actuelle de chaque image stockée est liée à celle-ci, de sorte
que l'image respectivement actuelle est disponible pour l'exécution de modifications.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que comme support d'enregistrement on utilise un DVD (vidéodisque numérique).
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que deux ou plus de deux images sont stockées temporairement dans la mémoire.
4. Application du procédé selon l'une des revendications précédentes 1 à 3 de la représentation
de cible dans des installations de tir, en particulier sous la forme d'images séparées,
de courts extraits de films, de films interactifs, etc.
5. Dispositif de représentation de cible et de reconnaissance d'impacts dans des installations
de tir, comportant un dispositif déterminé de représentation d'une cible sur une surface
de cible (1), un dispositif de mesure déterminé pour la reconnaissance de la position
d'un projectile (11) par rapport à la surface de cible (1) et un dispositif de commande
relié au dispositif de représentation ainsi qu'au dispositif de mesure, caractérisé en ce que, en utilisant le procédé selon l'une des revendications 1 à 3, le dispositif de représentation
est constitué par un lecteur de DVD (7) et un vidéoprojecteur (2), en ce que comme cible on peut utiliser des images séparées de la suite d'images d'un film enregistré
sur un DVD (vidéodisque numérique) et en ce que le dispositif de commande est déterminé et organisé au moins pour la commande du
lecteur (7) ainsi que pour l'exploitation des résultats de mesure du dispositif de
mesure.
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé par une mémoire numérique, sur laquelle est dirigé un flux de données décrivant la suite
d'images du film, la suite de fichiers du flux de données étant composée de fichiers
décrivant respectivement des images séparées (images) et de fichiers décrivant des
modifications associées à celles-ci et par un étage de filtre, qui est organisé pour
l'extraction par filtrage d'images du flux de données, la mémoire étant déterminée
et organisée pour le stockage temporaire d'une image.
7. Dispositif selon la revendication 5 ou 6, caractérisé en ce que le dispositif de mesure comprend une unité d'affichage pour la représentation visuelle
de la position d'un projectile (11) par rapport à la surface de cible (1).
8. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que la surface de cible (1) est rétroéclairée de telle manière que le dispositif de mesure
comporte une vidéocaméra (4) reproduisant la surface de cible (1) dans une surface
d'image, un système de coordonnées permettant de déterminer la position d'un projectile
(11 ) étant incorporé dans la surface de l'image.
9. Dispositif selon la revendication 8, caractérisé en ce que le dispositif de commande comporte un ordinateur de commande (6), qui est relié au
dispositif de mesure et est organisé pour l'exploitation des résultats de mesure.
10. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (2) comporte des dispositifs (8, 9) placés dans un plan de
mesure perpendiculairement à la direction de tir (3) à faible distance de la surface
de cible (1), consistant respectivement en récepteurs de rayonnement jointifs.
11. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (2) comporte des dispositifs (12, 13) placés dans un plan
de mesure perpendiculairement à la direction de tir (3) à faible distance de la surface
de cible (1), consistant en récepteurs de rayonnement et émetteurs de rayonnement,
des dispositifs opposés l'un à l'autre étant respectivement formés par des dispositifs
jumelés consistant en récepteurs de rayonnement ou émetteurs de rayonnement.
12. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (4) comporte des dispositifs placés dans un plan de mesure
perpendiculairement à la direction de tir (3), consistant en récepteurs de rayonnement
et émetteurs de rayonnement, des dispositifs opposés l'un à l'autre étant respectivement
formés par des dispositifs jumelés consistant en récepteurs de rayonnement ou émetteurs
de rayonnement.
13. Dispositif selon l'une des revendications 10 ou 11, caractérisé en ce que les dispositifs (8, 9; 12, 13) s'étendent dans le plan de mesure perpendiculairement
l'un à l'autre et en ce que chaque récepteur de rayonnement et chaque émetteur de rayonnement est pourvu d'un
système de lentilles pour la mise à disposition d'un diagramme directionnel approximativement
linéaire, s'étendant perpendiculairement au dispositif respectif (8, 9; 12, 13) dans
le plan de mesure, recouvrant la surface de cible (1).
14. Dispositif selon la revendication 12, caractérisé en ce que les dispositifs entourent la projection de la surface de cible (1) dans le plan de
mesure et sont respectivement perpendiculaires l'un à l'autre par paires et en ce que chaque récepteur de rayonnement et chaque émetteur de rayonnement est pourvu d'un
système de lentilles pour la mise à disposition d'un diagramme directionnel approximativement
linéaire, s'étendant perpendiculairement au dispositif respectif (8, 9; 12, 13) dans
le plan de mesure, recouvrant la surface de cible (1).
15. Dispositif selon l'une des revendications 5 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de mesure (2) est constitué par un dispositif de récepteurs de son
qui est déterminé et organisé pour la détection du point de percée du projectile dans
un plan de mesure perpendiculairement à la direction de tir (3).