[0001] Die Erfindung betrifft eine beschriftbare Sicherheits-Klebefolie, die ein diffusionsfähiges
Identifikationsmedium enthält. Wird die Folie auf ein Substrat aufgeklebt, so erfolgt
durch das Identifikationsmedium eine dauerhafte Markierung des Substrats.
[0002] Sicherheitsfolien und Sicherheitsetiketten spielen eine große Rolle bei der Markierung
diebstahlgefährdeter oder sicherheitsrelevanter Werkstücke und Schriftstücke. Sie
werden auf das zu sichernde Objekt aufgeklebt und sind nur unter großem Aufwand zu
kopieren und/oder von der Objektoberfläche, dem Substrat, zu entfernen. Von besonderem
Vorteil sind Sicherheitsfolien und -etiketten, deren Beschriftung auch nach Entfemen
der Folie bzw. des Etiketts auf dem darunterliegenden Substrat dauerhaft nachweisbar
sind: Sie zwingen den Dieb bzw. Fälscher zu aufwendigen Nacharbeiten, um die Spuren
der Beschriftung auf dem Substrat zu tilgen und/oder eine gefälschte Beschriftung
des Substrats zu erzeugen. Somit verringern sie beträchtlich die Attraktivität des
Diebstahls bzw. der Fälschung. Zur Erzielung einer permanenten Beschriftung des Substrats
wird die Sicherheitsfolie mit einem diffusionsfähigen Identifikationsmedium versehen,
das nach dem Aufkleben der Folie in das darunterliegende Substrat wandert und in diesem
eine physikalische und/oder chemische Reaktion hervorruft.
[0003] Aus der US 5 346 738 ist ein Sicherheitsetikett bekannt, das als Identifikationsmedium
eine Säure in mikro-verkapselter Form enthält. Wird auf das Etikett - insbesondere
durch den Aufklebevorgang auf ein Objekt - ein Druck ausgeübt, so bricht die Verkapselung
auf, das Identifikationsmedium wird freigesetzt und diffundiert zur Substratoberfläche,
auf der es eine ätzende Reaktion hervorruft. Der Beschriftungsvorgang ist hierbei
ein integraler Teil des chemisch/technischen Herstellungsprozesses des Etiketts und
muß daher beim Etikettenhersteller erfolgen.
[0004] Somit kann durch diese Etiketten die für einen wirksamen Diebstahlschutz unumgängliche
Anforderung des Anwenders nicht erfüllt werden, die Beschriftung der Etiketten im
eigenen Hause und möglichst kurzfristig vornehmen zu können und das Beschriftungsmuster
nach Bedarf umzugestalten, um eine möglichst hohe Fälschungssicherheit sicherstellen
zu können.
Ein weiterer Nachteil dieser Etiketten besteht darin, daß die Beschriftung der Etikettoberseite
in einem weiteren, getrennten Prozeßschritt erfolgt, was das Verfahren aufwendig und
fehleranfällig macht.
[0005] Aus der WO 97/40484 ist ein Sicherheitsetikett bekannt, das eine Klebeschicht mit
einem diffusionsfähigen Identifikationsmedium enthält. Die Beschriftung des Etiketts
erfolgt durch ein Barrieremedium, das, der Beschriftung entsprechend, selektiv so
auf die Klebeschicht aufgetragen wird, daß es die dem Substrat zugewandten Seite teilweise
maskiert. Wird das Etikett auf das Substrat aufgeklebt, so soll das Barrieremedium
lokal die Diffusion des Identifikationsmediums von der Klebeschicht zum Substrat verhindern
bzw. vermindern, während in den vom Barrieremedium freien Bereichen eine ungehinderte
Diffusion stattfinden soll. Die Beschriftung der Etiketten, d.h. der Auftrag des Barrieremediums,
kann zwar vom Anwender im eigenen Hause durchgeführt werden; allerdings ist dies ein
fehleranfälliger Prozeß, da sichergestellt werden muß, daß durch die Beschriftung
die Haltbarkeit und die Klebeeigenschaften des Etiketts nicht beeinträchtigt werden.
Deswegen sind diese Sicherheitsetiketten für den Einsatz im Fabrikumfeld nur beschränkt
tauglich.
[0006] In der US 4 841 652 ist eine Sicherheitsfolie mit einer Trägerschicht gezeigt, auf
die eine Klebeschicht mit einem diffusionsfähigen Identifikationsmedium aufgebracht
ist. Um die Diffusion des Identifikationsmediums in die Trägerschicht und somit eine
Schädigung der Trägerschicht bzw. ein Sichtbarwerden des Identifikationsmediums in
der Trägerschicht zu vermeiden, wird zwischen Trägerschicht und Klebeschicht eine
Barriereschicht angeordnet, die das Identifikationsmedium daran hindert, in die Trägerschicht
einzudringen.
[0007] Die EP 845 767 A1 offenbart ein Sicherheitsetikett mit einer Klebeschicht, die ein
darin dispergiertes Identifikationsmedium enthält. Das Etikett wird mittels der Klebeschicht
auf eine Substratoberfläche aufgeklebt. Die Aktivierung des Identifikationsmediums
erfolgt durch lokales Entfernen der Klebeschicht, z.B. durch selektives Ausschneiden
oder Ausbrennen, durch selektive Verdrängung der Klebeschicht aufgrund Druckausübung
oder Laserabtragung oder durch selektives Auftragen einer Polymerschicht auf die substratzugewandte
Seite der Klebeschicht.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine widerstandsfähige, einfach und schnell
im Fabrikumfeld zu beschriftende Sicherheitsfolie zur Verfügung zu stellen, die gleichzeitig
die Verfälschung der Identität der zu sichernden Produkte bei Diebstählen erschwert.
[0009] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
[0010] Danach enthält die Sicherheitsfolie eine Trägerschicht, in der ein Identifikationsmedium
enthalten ist. Mit Hilfe eines berührungslosen Beschriftungsprozesses können die Diffusionseigenschaften
dieses Identifikationsmediums gezielt selektiv und lokal verändert werden. Wird die
so beschriftete Sicherheitsfolie auf ein Werkstück aufgeklebt, so diffundiert das
Identifikationsmedium zur Substratoberfläche hin und bewirkt dort eine nachweisbare
Reaktion. Dabei erfolgt diese Diffusion bzw. Reaktion nur in solchen Bereichen der
Substratoberfläche, in denen durch den Beschriftungsvorgang die Diffusionsfähigkeit
ausgelöst bzw. nicht behindert wurde. Somit ermöglicht die Sicherheitsfolie eine eindeutige
Beschriftung und Identifikation des Werkstücks.
[0011] Die Sicherheitsfolie wird erfindungsgemäß mittels eines berührungslosen Verfahrens
beschriftet. So kann auch im Fabrikumfeld eine schmutzunempfindliche, schnelle, flexibel
variierbare Beschriftung erreicht werden. Die Beschriftung der Sicherheitsfolie -
und somit die Änderung der Diffusionseigenschaften des Identifikationsmediums - kann
insbesondere mit Hilfe elektromagnetischer Strahlung erfolgen. Besonders vorteilhaft
zur Beschriftung der Sicherheitsfolie ist der Einsatz eines Lasers, mit Hilfe dessen
sowohl eine temperatur- als auch eine lichtsensitive Beschriftung erfolgen kann (wobei
der Begriff "Licht" in diesem Fall den gesamten dem Laser zugänglichen Bereich des
elektromagnetischen Spektrums umfaßt). Laser haben den zusätzlichen Vorteil, kontrastreiche
Beschriftungen mit einer beliebigen Wahl des Musters zu ermöglichen, schnelle Änderungen
des Beschriftungsmusters zu gestatten und prozeßsicher im Fabrikumfeld einsetzbar
zu sein.
[0012] Als Identifikationsmedium wird ein Stoff gewählt, der auf dem Substrat eine nachweisbare
Reaktion auslöst. Hierzu muß das Identifikationsmedium den Werkstoffeigenschaften
des Substrats angepaßt werden. So kann das Identifikationsmedium einen - auf das Substrat
abgestimmten - Farbstoff enthalten, der lokal in die Substratoberfläche eindiffundiert
und diese einfärbt. Alternativ kann das Identifikationsmedium einen Stoff enthalten,
der mit der Substratoberfläche eine chemische Reaktion eingeht. Von besonderem Interesse
sind hierbei Reaktionen, bei denen die Substratoberfläche lokal abgetragen oder lokal
aufgebläht wird, so daß die Beschriftung des Substrats nach Entfernen der Folie optisch
oder auch taktil nachgewiesen werden kann. Für die Markierung metallischer Substrate
empfiehlt sich insbesondere ein Identifikationsmedium, das eine ätzende Substanz enthält.
[0013] Zur Erhöhung des Diebstahlschutzes kann es ratsam sein, ein Identifikationsmedium
zu wählen, dessen Einfluß auf das darunterliegende Substrat nicht mit dem bloßen Auge
erkennbar ist. Dies kann mit einem Identifikationsmedium erreicht werden, das die
Absorptions- und Reflexionseigenschaften des Substrats z.B. nur im UV- oder IR-Bereich,
nicht aber im sichtbaren Bereich beeinflußt. Entfernt ein Dieb bzw. Fälscher die Folie,
so enthält das Substrat keine sichtbaren Spuren der Markierung, und der Dieb bzw.
Fälscher wird keine Notwendigkeit sehen, die Substratoberfläche in den betroffenen
Bereichen abzutragen bzw. zu übertünchen. Die betroffenen Bereiche enthalten dabei
nach wie vor die Markierung, die von informierten Sicherheitskräften einfach mit Hilfe
z.B. eines UV- oder IR-Sichtgerätes nachgewiesen werden kann. Insbesondere kann das
Identifikationsmedium so gewählt werden, daß die Nachweisbarkeit, z. B. die UV-Fluoreszenz,
nur bei bestimmten Wellenlängen des prüfenden Lichtes erfolgt.
[0014] Für einen industriellen Einsatz der Sicherheitsfolie, insbesondere in der Automobilindustrie,
muß die Folie eine hohe Robustheit gegenüber Temperatur- und Lichteinflüssen aufweisen.
Diese Anforderungen können am besten erfüllt werden, wenn die Sicherheitsfolie physikalische
Barrieren aufweist, die im unbeschriebenen Zustand der Folie die Diffusion des Identifikationsmedium
hemmen. Während des Beschriftungsvorgangs werden diese Barrieren lokal zerstört bzw.
geschwächt, so daß in den so geschwächten Bereichen eine selektive Diffusion des Identifikationsmediums
stattfinden kann. Um eine hohe Temperatur- bzw. Lichtbeständigkeit der Beschriftung
zu erreichen, müssen die zur Zerstörung der Barrieren erforderlichen Temperaturen
bzw. Lichtintensitäten wesentlich höher liegen als diejenigen, denen das zu markierende
Objekt im Gebrauchszustand - auch unter extremen Umgebungsbedingungen - unterliegt.
[0015] Eine solche Diffusionshemmung des Identifikationsmediums, die durch eine berührungslose
Beschriftung aufhebbar ist, kann durch eine Mikro-Verkapselung des Identifikationsmediums
in der Trägerschicht realisiert werden. Das Identifikationsmedium ist in Kapseln eingeschlossen,
deren Wandungen z.B. aus Wachs und/oder Fett bestehen und z.B. durch den lokalen Einfluß
von Wärme in den betroffenen Bereichen der Folie aufgebrochen werden können, so daß
das darin enthaltene Identifikationsmedium entweichen und - beim Kontakt mit dem Substrat
- in dieses hineindiffundieren bzw. mit ihm reagieren kann.
[0016] Eine besonders hohe Temperaturbeständigkeit der Beschriftung läßt sich erreichen,
wenn die Barriere durch eine Barriereschicht gebildet wird, die flächig zwischen Trägerschicht
und einer Klebeschicht angeordnet ist und die im unbeschrifteten Zustand der Folie
die Diffusion des Identifikationsmediums aus der Trägerschicht heraus verhindert.
Durch eine Beschriftung der Folie wird die Barriereschicht lokal durchbrochen, so
daß das Identifikationsmedium an diesen Durchbruchsstellen lokal aus der Trägerschicht
heraus entweichen und in die Klebeschicht hineindiffundieren kann. Wird die Folie
mit der Klebeschicht auf ein Substrat aufgeklebt, so kommen ausgewählte Bereiche des
Substratoberfläche mit dem diffundierten Identifikationsmedium in Berührung und erfahren
eine chemische bzw. physikalische Reaktion. Die bei der Beschriftung unversehrt gebliebenen
Bereiche der Barriereschicht verhindern wirksam die Diffusion des Identifikationsmediums
und somit eine Reaktion in diesen nichtbeschrifteten Bereichen. Sowohl das Beschriftungsverfahren
als auch die Lage der Barriereschicht im Inneren der Sicherheitsfolie stellen einen
wirksamen Schutz der Folie gegenüber Nachahmung und Fälschung dar. Weiterhin kann
ein Identifikationsmedium gewählt werden, das in der unbeschrifteten Sicherheitsfolie
in diffusionsfähiger Form vorliegt, im Zuge der Beschriftung aber lokal fixiert wird.
[0017] Es ist einerseits möglich, daß die Trägerschicht eine Art Matrix darstellt, in die
das Identifikationsmedium eingebettet ist. Alternativ kann der Stoff der Trägerschicht
selbst das Identifikationsmedium darstellen, so daß die Trägerschicht aus Identifikationsmedium
besteht.
[0018] Zur schnellen Identifikation der Sicherheitsfolie kann es zweckmäßig sein, wenn die
der Träger- bzw. der Barriereschicht eingeprägte Beschriftung der Sicherheitsfolie
nicht nur auf dem Substrat, sondern auf der Folie selbst sichtbar dargestellt ist.
Hierzu ist es besonders vorteilhaft, die Folie mit einer Deckschicht zu versehen,
deren Beschriftung zusammen mit der Beschriftung des Identifikationsmediums im gleichen
Prozeßschritt erfolgt. Als besonders günstig erweist sich hierfür die Verwendung einer
mehrschichtigen laserbeschriftbaren Deckschicht.
[0019] Zum Schutz der Sicherheitsfolie bzw. der daraus hergestellten Sicherheitsetiketten
sowie im Interesse einer bequemen Handhabung werden diese zweckmäßigerweise auf einem
Trennpapier angeordnet. Dadurch können Transport, Vereinzelung und Beschriftung der
Folie bzw. der Etiketten wesentlich vereinfacht werden.
[0020] Zur Kennzeichnung eines Objekts mit einem aus der Sicherheitsfolie gefertigten Sicherheitsetikett
wird das unbeschriftete Etikett zunächst auf die Objektoberfläche aufgeklebt; dann
erfolgt die berührungslose Beschriftung, durch die das Identifikationsmedium freigesetzt
und die dauerhafte Markierung der Objektoberfläche ausgelöst wird. Dieser Beschriftungsabtauf
hat den Vorteil, daß die Beschriftung direkt am zu schützenden Objekt stattfindet,
eine Fehlmarkierung des Objekts durch Vertauschung von Etiketten also ausgeschlossen
werden kann. Andererseits können, insbesondere auf empfindlichen Objektoberflächen,
durch den gewählten Beschriftungsprozeß - z.B. durch die Wärmeentwicklung des Beschriftungslasers
- unerwünschte Schäden entstehen. In diesem Falle wird das Sicherheitsetikett zweckmäßigerweise
zunächst separat beschriftet, wodurch das Identifikationsmedium lokal freigesetzt
wird; dann wird das so beschriftete Etikett auf das Objekt aufgeklebt.
[0021] Die erfindungsgemäße Sicherheitsfolie eignet sich insbesondere zur Markierung von
Kraftfahrzeugen, die stark diebstahlgefährdet sind. Die Markierung gestattet jederzeit
eine eindeutige Identifizierung des Fahrzeugs. Es ist weiterhin empfehlenswert, teure
und besonders diebstahlgefährdete Bestandteile und Einrichtungen des Fahrzeugs separat
zu markieren, um ihre Identität unabhängig vom Fahrzeug selbst nachweisen zu können.
Zur Markierung der Fahrzeugkarosse wird zweckmäßigerweise ein Identifikationsmedium
verwendet, das mit dem Fahrzeuglack eine nachweisbare - wenn auch u.U. nicht mit dem
bloßen Auge sichtbare - Reaktion eingeht.
[0022] Im folgenden ist die Erfindung anhand einiger in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele
noch näher erläutert; dabei zeigen:
Fig. 1 Eine Schnittansicht eines aus Sicherheitsfolie hergestellten Sicherheitsetiketts
mit Barriereschicht ...
Fig. 1a ... vor der Beschriftung,
Fig. 1b ... während der Beschriftung,
Fig. 1c ... nach Aufkleben auf ein Substrat,
Figuren 1a bis 1c zeigen ein aus der erfindungsgemäßen Sicherheitsfolie 1 hergestelltes
Sicher heitsetikett 2, das eine Trägerschicht 4 enthält, in der ein Identifikationsmedium
3 enthalten ist, das in der Trägerschicht 4 diffundieren kann. Die Trägerschicht 4
ist auf eine Deckschicht 5 aufgetragen, die die mechanische Stabilität des Etiketts
2 gewährleistet. Auf der Deckschicht 5 gegenüberliegende Oberfläche der Trägerschicht
4 befindet sich eine Barriereschicht 6, die ihrerseits an eine Klebeschicht 7 grenzt.
Die Klebeschicht 7 des Etiketts 2 ist mit einem Trennpapier 8 versehen, das die Handhabung
der Etiketten während des Transports, der Vereinzelung und der Beschriftung erleichtert
und ein unerwünschtes Haften der Klebeschicht 7 während der Bearbeitungsschritte verhindert.
[0023] In Figur 1a ist ein unbeschriftetes Etikett 2 dargestellt. In diesem Zustand ist
die Barriereschicht 6 eine durchgängige, für das Identifiktionsmedium 3 undurchlässige
Schicht. Sie überspannt einen Barrierebereich 9, der mindestens so groß ist wie der
Beschriftungsbereich 9', der für die Beschriftung des Etiketts 2 vorgesehen ist. Zweckmäßigerweise
erstreckt sich die Barriereschicht 6 über die Gesamtfläche des Etiketts 2 und stellt
somit sicher, daß vor der Beschriftung nirgendwo auf dem Etikett 2 eine Diffusion
des Identifikationsmediums 3 aus der Trägerschicht 4 in die Klebeschicht 7 erfolgt.
[0024] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel besteht die Trägerschicht 4 aus einer harzmodifizierten
Acrylatklebmasse. Sie enthält als Identifikationsmedium 3 eine wanderungsfähige Substanz,
die als Trägerstoff für einen UV-Fluoreszenzfarbstoff dient. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die Trägerfolie mit einem UV-Pigment von 1 - 3% versetzt (z.B. C-Leuchtpigment
zur Fälschungssicherung von Wertpapieren, Dokumenten oder Produkten, wie z.B. Y
2O
2S:Eu) und enthält zusätzlich 3 - 6% Dibutylphthalat als Trägerstoff. Die Barriereschicht
6, die die Wanderung der Trägermoleküle und Leuchtpigmente behindert, wird durch eine
dünne, transparente Kunststoffolie gebildet, z.B. eine 12 - 25 µm dicke Polyacetatfolie.
Die Klebeschicht 7 besteht - ebenso wie die Trägerschicht 4 - aus einer Klebmasse
auf Basis eines harzmodifizierten Acrylatpolymers. Die Deckschicht 5 besteht aus einer
mehrschichtigen Folie, wie sie z.B. im Gebrauchsmuster DE 81 30 861 beschrieben ist.
Diese Deckschicht 5 ist mit Hilfe eines Lasers 10 beschriftbar, wobei die obere Lackschicht
11 abgetragen wird, so daß lokal die darunterliegende Lackschicht 12 zum Vorschein
kommt.
[0025] Die Beschriftung des Etiketts 2 (siehe Figur 1b) ist der Prozeß, bei dem gezielt
lokal eine Diffusion des Identifikationsmediums 3 aus der Trägerschicht 4 in die Klebeschicht
7 ermöglicht wird. Dies geschieht durch eine gezielte lokale Schwächung der Barriereschicht
6. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel durchdringt die Laserstrahlung hierfür sowohl
die Deckschicht 5 als auch die Trägerschicht 4 und muß somit nach Durchdringung dieser
beiden Schichten eine ausreichende Leistung haben, um die Barriereschicht 6 lokal
zu durchbrechen bzw. zu schwächen. Wird eine Barriereschicht 6 aus Polyacetatfolie
verwendet, so wird diese Folie durch den üblichen, zur Beschriftung der Deckfolie
verwendeten, Schneidprozeß mit Hilfe eines Lasers 10 lokal zerstört und ermöglicht
an diesen Löchern 13 eine Wanderung des Identifikationsmediums 3 in die Klebeschicht
7 hinein. Damit während der Beschriftung die lokale Zerstörung der Barriereschicht
6 prozeßsicher gewährleistet ist, muß die zur Beschriftung verwendete Laserleistung
entsprechend hoch gewählt werden. Weiterhin muß die Barriereschicht 6 eine ausreichend
hohe Absorptionsfähigkeit für die Strahlung haben.
[0026] Alternativ bzw. zusätzlich zu der oben beschriebenen Beschriftung der Barriereschicht
6, die durch Deckschicht 5 und Trägerschicht 4 hindurch erfolgt, kann die Barriereschrift
6 auch aus Richtung der Klebeschicht 7 erfolgen. In diesem Fall müssen Trennpapier
8 und Klebeschicht 7 ausreichend transparent gegenüber der Laserstrahlung sein.
[0027] Der Beschriftungszug kann z.B. aus Buchstaben, Zahlen oder einer alphanumerischen
Zeichenfolge bestehen. Desweiteren kann der Beschriftungszug auch einen Streifencode,
ein graphisches Symbol, ein Firmenlogo und/oder eine Mischung mehrerer dieser Zeichenklassen
aufweisen.
[0028] Nach erfolgter Laserbeschriftung kann das Sicherheitsetikett 2 nun auf ein Substrat
14 aufgeklebt werden (siehe Figur 1c). Hierzu wird es vom Trennpapier 8 abgenommen
und mit der nun freiwerdenden Unterseite 15 der Klebeschicht 7 auf das Substrat 14
gedrückt. Das durch die Löcher 13 der Barriereschicht 6 und durch die Klebeschicht
7 diffundierte Identifikationsmedium 3 kommt nun in Kontakt mit der Substratoberfläche
16. Das im Identifikationsmedium 3 enthaltene (UV-)Leuchtpigment bewirkt eine lokale
(UV-)Einfärbung der Substratoberfläche 16 und somit ein Abbild 17 des Beschriftungsmusters,
das z.B. mit Hilfe einer UV-Lampe nachgewiesen werden kann.
[0029] Damit das Identifikationsmedium auf der Substratoberfläche 16 nachweisbare Spuren
hinterläßt, müssen die Stoffeigenschaften des Identifikationsmediums 3 auf diejenigen
des Substrats 14 abgestimmt werden. Wird als Identifikationsmedium 3 ein sichtbarer
Farbstoff gewählt, dessen Farbe mit der Farbe der Substratoberfläche 16 kontrastiert,
so kann die Entzifferung der Beschriftung mit dem bloßen Auge erfolgen. Hat das Identifikationsmedium
3 z. B. eine ätzende Wirkung auf das Substrat, so hat die Beschriftung eine lokale
Änderung der Reflexionseigenschaften der Substratoberfläche 16 zur Folge, welche z.B.
mit optischen Methoden (insbesondere mit streifendem Lichteinfall) nachgewiesen werden
kann. Weiterhin kann ein Identifikationsmedium 3 gewählt werden, das auf dem Substrat
14 keine sichtbaren Spuren hinterläßt, dessen Präsenz auf der Substratoberfläche 16
aber chemisch nachgewiesen werden kann, indem die Substratoberfläche 16 mit einer
geeignet gewählten Substanz benetzt wird, die eine mit physikalischen Mitteln nachweisbare
chemische Reaktion mit dem Identifikationsmedium eingeht (z.B. einen Umschlag des
pH-Wertes, der sich in einem Farbumschlag der benetzenden Substanz äußert). Weiterhin
kann das Identifikationsmedium 3 einen magnetischen Markierungsstoff enthalten; die
durch die Beschriftung erzeugte lokale Magnetisierung des Substrats 14 kann dann durch
Aufbringen einer magnetisch aktiven Nachweissubstanz entziffert werden.
[0030] Das aus der erfindungsgemäßen Sicherheitsfolie 1 hergestellte Sicherheitsetikett
2 eignet sich in der Automobilindustrie insbesondere zur Markierung von Karosserien.
Durch die Verwendung des Sicherheitsetikett 2 z.B. auf Außenhaut, Rahmen und/oder
Fahrgestell wird eine eindeutige Fahrzeugidentifizierung möglich. Hierfür wird das
Identifikationsmedium 3 zweckmäßigerweise so gewählt, daß es auf dem Fahrzeuglack
nachweisbare Spuren hinterläßt. Weiterhin können auch Fahrzeugbestandteile und Einrichtungen
markiert werden. Dies empfiehlt sich insbesonde-re für Komponenten, die besonders
diebstahlgefährdet (Autoradio, Autotelefon) oder besonders fälschungsanfällig (teure
Ausstattungsteile, teure sicherheitsrelevante Teile) sind.
[0031] Die Eigenschaften des Identifikationsmediums 3 und der Klebeschicht 7 legen fest,
wie schnell die Diffusion des Identifikationsmediums 3 durch die Klebeschicht 7 hindurch
auf das Substrat 14 erfolgt und bestimmen somit eine Relaxationszeit, nach deren Ablauf
eine nachweisbare Markierung des Substrats 14 erfolgt ist. Diese Relaxationszeit ist
stark temperaturabhängig. Für die Reaktion der oben beschriebenen Folie auf einer
Automobillackierung beträgt diese Relaxationszeit bei Raumtemperatur etwa 2 Stunden.
Verbleibt das Etikett 2 wesentlich kürzer als die Relaxationszeit auf dem Substrat
14, so kann es entfernt werden, ohne daß eine nachweisbare Markierung der Substratoberfläche
16 eingetreten ist. Somit besteht innerhalb der Relaxationszeit die Möglichkeit, ein
fälschlich aufgeklebtes Etikett durch ein richtiges Etikett zu ersetzen.
[0032] Je durchlässiger die Klebeschicht 7 für das diffundierende Identifikationsmedium
3 ist, desto stärker ist die seitliche Diffusion des Identifikationsmediums 3 in der
Klebeschicht 7 selbst. Dies hat zur Folge, daß das Identifikationsmedium 3 die Substratoberfläche
16 auch - wenn auch in geringerem Maße - in Bereichen erreicht, die den unaufgebrochenen
Bereichen 18 der Barriereschicht 6 gegenüberliegen und somit vom Identifikationsmedium
3 unberührt bleiben sollten. Dieser Effekt führt zu einer gewissen Ausfransung der
Kontur des Beschriftungsmusters 17 auf dem Substrat 14. Um eine kontrastreiche Beschriftung
des Substrats 14 zu erreichen, empfiehlt es sich, die Klebeschicht 7 möglichst dünn
zu wählen, um diese Seitwärtsdiffusion des Identifikationsmediums 3 möglichst gering
zu halten. Je dünner die Klebeschicht 7 ist, desto kürzer ist auch die Diffusionszeit
des Identifikationsmediums 3 durch die Klebeschicht 7.
[0033] Alternativ kann die Laserbeschriftung des Sicherheitsetiketts 2 auch erst nach Aufkleben
des (unbeschrifteten) Etiketts 2 auf das Substrat 14 erfolgen. In diesem Fall muß
die zur Beschriftung eingestellte Laserleistung einerseits so hoch gewählt werden,
daß die lokale Zerstörung der Barriereschicht 6 prozeßsicher gewährleistet ist; andererseits
darf durch die Laserbeschriftung keine Schädigung des Substrats erfolgen. Eine Beschriftung
des bereits verklebten Etiketts 2 erfordert also eine gute Kontrolle der Laserleistung
und ist nur für ausgewählte Substrate 14 anwendbar.
[0034] Selbstverständlich kann die oben beschriebenen Beschriftung der Deckschicht 5 auch
in einem getrennten Prozeßschritt, unabhängig von der lokalen Zerstörung der Barriereschicht
6 stattfinden, wenn die beiden Beschriftungsprozesse durch Strahlung in unterschiedlichen
elektromagnetischen Spektralbereichen ausgelöst werden. Insbesondere kann auch vollständig
auf eine Beschriftung der Deckschicht 5 verzichtet werden.
[0035] Neben den bisher beschriebenen Sicherheitsetiketten 2, die aus der erfindungsgemäßen
Sicherheitsfolie 1 hergestellt werden, kann die Sicherheitsfolie 1 weiterhin z.B.
in Form von Klebeband, Deck-, Dekorations- und Schutzfolie etc. verwendet werden.
1. Sicherheitsfolie (1),
- die auf ein Substrat (14) aufklebbar ist,
- und eine Trägerschicht (4) umfaßt, in der ein Identifikationsmedium (3) enthalten
ist, das den Werkstoffeigenschaften des Substrats (14) angepaßt ist und das in dem
Substrat (14) eine nachweisbare Reaktion hervorruft,
- wobei die Diffusion des Identifikationsmediums (3) von der Sicherheitsfolie (1)
zum Substrat (14) durch einen berührungslosen Beschriftungsprozeß gezielt lokal veränderbar
ist,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Sicherheitsfolie (1) eine Barriereschicht (6) aufweist, die zwischen der Trägerschicht
(4) und dem Substrat (14) angeordnet ist und die in unbeschriftetem Zustand die Diffusion
des Identifikationsmediums (3) von der Sicherheitsfolie (1) zum Substrat (14) verhindert,
- und daß die lokale Veränderung der Diffusion durch eine lokale Schwächung der Barriereschicht
(6) entsteht.
2. Sicherheitsfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die lokale Schwächung der Barriereschicht (6) durch die lokale Einwirkung elektromagnetischer
Strahlung erfolgt.
3. Sicherheitsfolie nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die lokale Schwächung der Barriereschicht (6) durch die lokale Einwirkung von Wärme
erfolgt.
4. Sicherheitsfolie nach Anspruch 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die lokale Schwächung der Barriereschicht (6) durch eine lokale Einwirkung eines
Laserstrahls (10) erfolgt.
5. Sicherheitsfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Identifikationsmedium (3) aus einem UV-fluoreszierenden Markierungsstoff und/oder
einem Infrarot-Markierungsstoff und/oder einem magnetischen Markierungsstoff und/oder
einem Farbstoff besteht und/oder einen Stoff beinhaltet, der in dem Substrat (14)
eine chemische Reaktion hervorruft.
6. Sicherheitsfolie nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Identifikationsmedium (3) einen Stoff umfaßt, der die Oberfläche des Substrats
(14) anätzt.
7. Sicherheitsfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trägerschicht (4) aus dem Identifikationsmedium (3)besteht.
8. Sicherheitsfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitsfolie (1) mit einer laserbeschriftbaren Deckschicht (5) versehen ist.
9. Sicherheitsfolie nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitsfolie (1) auf einem Trennpapier (8) angeordnet ist.
10. Verfahren zur Beschriftung einer auf ein Substrat aufklebbaren Sicherheitsfolie nach
einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Sicherheitsfolie (1) auf das Substrat (14) aufgeklebt wird,
- und die Sicherheitsfolie (1) dann mittels eines berührungslosen Prozesses beschriftet
wird, durch den eine lokale Schwächung der Barriereschicht (6) und somit eine selektive
Diffusion des Identifikationsmediums (3) von der Sicherheitsfolie (1) zum Substrat
(14) verursacht wird.
11. Verfahren zur Beschriftung einer auf ein Substrat aufklebbaren Sicherheitsfolie nach
einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
- daß die Sicherheitsfolie (1) mittels eines berührungslosen Prozesses beschriftet wird,
durch den die Barriereschicht (6) lokal geschwächt und somit die Diffusioneigenschaften
des Identifikationsmediums (3) in der Sicherheitsfolie (1) lokal geändert werden,
- und die Sicherheitsfolie (1) dann auf ein Substrat (14) aufgeklebt wird.
12. Verwendung einer Sicherheitsfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sicherheitsfolie (1) zur Markierung von Kraftfahrzeugen und/oder deren Bestandteilen
und/oder deren Einrichtungen verwendet wird.
13. Verwendung einer Sicherheitsfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Substrat (14) ein Fahrzeuglack ist.
1. Security film (1),
- which can be adhered to a substrate (14),
- and comprises a base layer (4) containing the identification medium (3), which is
specifically adapted to the material properties of the substrate (14) and generates
a perceptible reaction in the substrate (14),
- in which migration of the identification medium (3) from the security film (1) to
the substrate (14) can be selectively and locally altered by a contactless printing
process,
characterised in that
- the security film (1) has a barrier layer (6), which is disposed between the base
layer (4) and the substrate (14) and prevents the identification medium (3) from migrating
from the security film (1) to the substrate (14) in the non-printed state,
- and the local variation in migration occurs due to a local weakening of the barrier
layer (6).
2. Security film as claimed in claim 1,
characterised in that
the barrier layer (6) is locally weakened by the local action of electromagnetic radiation.
3. Security film as claimed in claim 2,
characterised in that
the barrier layer (6) is locally weakened by the local action of heat.
4. Security film as claimed in claim 2 or 3,
characterised in that
the barrier layer (6) is locally weakened by a local effect of a laser beam (10).
5. Security film as claimed in claim 1,
characterised in that
the identification medium (3) is a UV fluorescent marker substance and/or an infrared
marker substance and/or a magnetic marker substance and/or a dye and/or contains a
substance which causes a chemical reaction in the substrate (14).
6. Security film as claimed in claim 5,
characterised in that
the identification medium (3) contains a substance which etches the surface of the
substrate (14).
7. Security film as claimed in claim 1,
characterised in that
the base layer (4) consists of the identification medium (3).
8. Security film as claimed in claim 1,
characterised in that
the security film (1) is provided with a laser-printable top layer (5).
9. Security film as claimed in claim 1,
characterised in that
the security film (1) is disposed on a peel-off paper (8).
10. Method of printing a security film which can be adhered to a substrate, as claimed
in one of claims 1 to 9,
characterised in that
- the security film (1) is adhered to the substrate (14),
- and the security film (1) is then printed by means of a contactless process, which
causes a local weakening of the barrier layer (6) and hence a selective migration
of the identification medium (3) from the security film (1) to the substrate (14).
11. Method of printing a security film which can be adhered to a substrate, as claimed
in one of claims 1 to 9,
characterised in that
- the security film (1) is printed by means of a contactless process, which locally
weakens the barrier layer (6) so that the diffusion properties of the identification
medium (3) in the security film (1) are locally altered,
- and the security film (1) is then adhered to a substrate (14).
12. Use of a security film as claimed in one of claims 1 to 9,
characterised in that
the security film (1) is used to mark motor vehicles and/or parts thereof and/or accessories
thereof.
13. Use of a security film as claimed in one of claims 1 to 9,
characterised in that
the substrate (14) is a vehicle paint.
1. Feuille de sécurité (1),
- susceptible d'être collée sur un substrat (14),
- et comprenant une couche support (4), dans laquelle est contenu un support d'identification
(3), adapté aux propriétés du matériau du substrat (14) et provoquant dans le substrat
(14) une réaction pouvant être prouvée,
- la diffusion du support d'identification (3), de la feuille de sécurité (1) au substrat
(14), pouvant être modifiée localement, à dessein, par un processus d'inscription
opérant sans contact,
caractérisée en ce que
- la feuille de sécurité (1) présente une couche formant barrière (6), disposée entre
la couche support (4) et le substrat (14) et empêchant, à l'état non-inscrit, la diffusion
du support d'identification (3) de la feuille de sécurité (1) au substrat (14),
- et en ce que la modification locale de la diffusion est faite par affaiblissement local de la
couche formant barrière (6).
2. Feuille de sécurité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que l'affaiblissement local de la couche formant barrière (6) se fait par action locale
d'un rayonnement électromagnétique.
3. Feuille de sécurité selon la revendication 2,
caractérisée en ce que l'affaiblissement local de la couche formant barrière (6) est effectuée par action
locale de chaleur.
4. Feuille de sécurité selon la revendication 2 ou 3,
caractérisée en ce que l'affaiblissement local de la couche formant barrière (6) est effectuée par action
locale d'un rayon laser (10).
5. Feuille de sécurité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que le support d'identification (3) est formé d'une substance de marquage fluorescente
aux UV et/ou d'une substance de marquage aux infrarouges et/ou d'une substance de
marquage magnétique et/ou d'un colorant et/ou contient une substance provoquant une
réaction chimique dans le substrat (14).
6. Feuille de sécurité selon la revendication 5,
caractérisée en ce que le support d'identification (3) comprend une substance qui provoque une morsure chimique
de la surface du substrat (14).
7. Feuille de sécurité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la couche support (4) est formée du support d'identification (3).
8. Feuille de sécurité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la feuille de sécurité (1) est munie d'une couche de couverture (5) pouvant être
inscrite au laser.
9. Feuille de sécurité selon la revendication 1,
caractérisée en ce que la feuille de sécurité (1) est disposée sur un papier de séparation (8).
10. Procédé d'inscription d'une feuille de sécurité pouvant être collée sur un substrat,
selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
- la feuille de sécurité (1) est collée sur le substrat (14,
- la feuille de sécurité (1) est ensuite inscrite au moyen d'un processus opérant
sans contact, au moyen duquel un affaiblissement local de la couche formant barrière
(6) et, ainsi, une diffusion sélective du support d'identification (3), de la feuille
de sécurité (1) au substrat (14), est provoquée.
11. Procédé d'inscription d'une feuille de sécurité sur un substrat pouvant être rapporté
par collage selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que
- la feuille de sécurité (1) est inscrite, au moyen d'un processus opérant sans contact,
au moyen duquel la couche formant barrière (6) est affaiblie localement et, ainsi,
les propriétés de diffusion du support d'identification (3), dans la feuille de sécurité
(1), étant modifiées localement,
- et la feuille de sécurité (1) étant ensuite rapportée par collage sur un substrat
(14).
12. Utilisation d'une feuille de sécurité selon l'une des revendications 1 à 9,
caractérisée en ce que la feuille de sécurité (1) est utilisée pour le marquage de véhicules automobiles
et/ou de leurs composants et/ou de leurs équipements.
13. Utilisation d'une feuille de sécurité selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que le substrat (14) est un vernis ou peinture de véhicule.