[0001] Die Erfindung betrifft einen Transportbehälter aus einem dünnwandigen, vorzugsweise
aus Karton bestehenden Zuschnitt, der einen Bodenabschnitt und mehrere Wandabschnitte
umfaßt, welche jeweils über Faltlinien an den Bodenabschnitt angrenzen und nach dem
Aufrichten durch Umfalten entlang der Faltlinien eine geschlossene Behälterwand bilden,
wobei die Wandabschnitte Aussparungen aufweisen, welche zum Verbinden der Wandabschnitte
in ihrer aufgerichteten Stellung von einem separaten Verbindungselement, insbesondere
aus spritzgegossenem Kunststoff, durchragt werden.
[0002] Derartige Transportbehälter sind in der Regel rechteckig ausgebildet, d.h. ihr Bodenabschnitt
weist eine rechteckige Grundfläche sowie zwei Seitenwandabschnitte und zwei Stirnwandabschnitte
auf, welche über jeweils entlang einem Rand des Bodenabschnitts verlaufende Faltlinien
mit dem Bodenabschnitt verbunden sind. Ein Behälter, bei dem die Verbindungselemente
nicht als separate Kunststoffteile, sondern als durch die Aussparungen zu steckende
Kartonabschnitte ausgebildet sind, ist beispielsweise aus der britischen Patentanmeldung
GB 2 324 293 A bekannt. Aus dem flachen Kartonzuschnitt entsteht durch Aufrichten
der beiden Stirnwände und der beiden Seitenwände ein Behälter mit Boden und vier geschlossen
umlaufenden Wänden. Dabei grenzen an die beiden Seitenwände jeweils zwei zusätzliche
Wandabschnitte an, welche in der Größe im wesentlichen jeweils einer Stirnwand entsprechen
und die Stirnwand in aufgerichteter Stellung der Wände überdecken. Die Aussparung
zum Verbinden der Wände wird durch Grifföffnungen im mittleren Bereich der Stirnwände
gebildet. Dabei weisen alle die an den Bodenabschnitt angeformten Stirnwände überdeckenden
Wandabschnitte fluchtende Grifföffnungen auf. Bei der innersten oder äußersten Kartonlage
im Bereich einer Stirnwand ist das Kartonmaterial nicht vollständig aus der Grifföffnung
ausgeschnitten, sondern im Bereich der oberen Kante der Grifföffnung fest mit der
entsprechenden Kartonlage verbunden. Zum Verbinden der Wandabschnitte miteinander
wird dieses Kartonmaterial durch alle miteinander fluchtenden Grifföffnungen hindurchgesteckt
und umgefaltet.
[0003] Aus dem Stand der Technik ist eine Vielzahl weiterer Transportbehälter bekannt, bei
denen die Aussparungen durch Schlitze in der Behälterwand gebildet werden, in welche
Vorsprünge am Rand einer anderen Behälterwand aus Karton hineinragen. Beispiele hierfür
sind die britische Patentanmeldung GB 2 142 000 A und das deutsche Gebrauchsmuster
DE 295 09 021 U1.
[0004] Die genannten Transportbehälter weisen allesamt den Nachteil auf, daß die durch einen
Kartonabschnitt gebildeten Verbindungselemente nur einen geringen Widerstand gegen
mechanische Beanspruchung bieten.
[0005] Demgegenüber eine höhere Belastbarkeit weisen Behälter mit Verbindungselementen aus
Kunststoff auf, wie sie beispielsweise aus den Druckschriften DE 23 37 794 B2, GB
2 343 883 A, EP 0 842 858 A1 oder GB 2 277 731 A bekannt sind. In der DE 23 37 794
B2 werden Verbindungselemente aus Kunststoff vorgeschlagen, welche miteinander fluchtende
Aussparungen in der Wand und dem Boden eines Kartons nach Art einer Blindniet durchragen
und Wand und Boden miteinander verbinden. Die Wand des Behälters selbst wird durch
diese Verbindungselemente nicht stabilisiert. In der GB 2 343 883 A werden Kunststoff-Verstärkungselemente
für die Grifföffnung und die Eckbereiche der Behälterwand vorgeschlagen. Hier schaffen
die Kunststoffelemente selbst keine Verbindung, sondern weisen in einander gegenüberliegenden
Abschnitten miteinander fluchtende Löcher zur Aufnahme einer Niet auf, welche die
feste Verbindung des Kunststoffelements an der Wand gewährleistet. Dabei sind die
Kunststoffelemente lediglich zur Verstärkung der Kartonwand vorgesehen, nicht jedoch
zur Verbindung zweier oder mehrerer Wandelemente. Aufgrund der erforderlichen separaten
Nieten (jeweils vier bei den beiden beschriebenen Ausführungsformen der Kunststoffelemente),
sind die Kunststoffelemente aus der GB 2 343 883 A recht kostenintensiv und kompliziert
zu handhaben. In der EP 0 842 858 A1 sind Kunststoffverbindungselemente vorgeschlagen,
welche keine Aussparungen durchragen, sondern Teile der Wandabschnitte einfassen.
Hierdurch wird zwar die Eckstabilität beachtlich erhöht, jedoch sind die Verbindungselemente
recht umständlich anzubringen.
[0006] Die genannte GB 2 277 731 A bildet nach jetzigem Wissensstand den nächstliegenden
Stand der Technik. Hier sind beidseitig auf Verbindungsplatten aus spritzgegossenem
Kunststoff federnde Rasthaken angeformt, welche entsprechende Aussparungen in den
Kartonwänden hintergreifen. Zusätzlich zu den Verbindungselementen sind Randschienen
aus Kunststoff vorgesehen, welche die oberen Längsränder und Querränder des Behälters
umfassen und eine gestufte obere Fläche mit einem äußeren Anlagebund aufweisen. Auf
die Randschienen aus Kunststoff kann der Boden eines weiteren Behälters aufgesetzt
werden, wobei die äußeren Anlagebunde der vier Randschienen ein Verrutschen der gestapelten
Behälter verhindern. Diese Entwicklung ist aufgrund der Vielfalt der unterschiedlich
ausgestalteten Kunststoffteile in der Herstellung recht teuer und in der Handhabung
beim Zusammensetzen des Behälters recht umständlich. Außerdem besteht die Gefahr,
daß die Randschienen, die nicht formschlüssig mit dem Behälter verbunden sind, während
des Gebrauchs verloren gehen.
[0007] Obwohl die bekannten Verbindungselemente meist aus Kunststoff im Spritzgießverfahren
hergestellt sind, sind durchaus auch Elemente aus anderen Materialien, insbesondere
aus Metallguß oder Metallblech denkbar.
[0008] Aufgabe der Erfindung ist es, einen einfach zu handhabenden und kostengünstigen Transportbehälter
zu schaffen, der gut stapelbar ist.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Aussparungen nahe dem
oberen Rand der jeweiligen Wand des Behälters angeordnet sind und jedes Verbindungselement
eine Tragfläche aufweist, um einen auf den Behälter gestapelten zweiten Behälter zu
tragen.
[0010] Die Verbindungselemente können aus zwei formschlüssig und lösbar miteinander verbundenen
Teilen gebildet sein. Diese Verbindungselemente können aufgrund der Widerstandsfähigkeit
des Kunststoffmaterials beliebig oft gelöst werden. Hierdurch ist es möglich, den
Transportbehälter, nachdem er eine bestimmte Ware vom Hersteller zum Händler transportiert
hat, zu zerlegen und in seinen flachen Kartonzuschnitt aufzufalten, ohne daß dabei
die Verbindungselemente beschädigt werden. Bei einer Verbindung der Behälterwände
über Kartonabschnitte gemäß dem Stand der Technik war dies nur in äußerst begrenztem
Umfang möglich. Bei einem Transportbehälter nach der vorliegenden Erfindung können
die Verbindungselemente beliebig oft geöffnet und wieder geschlossen werden. Zum Rücktransport
vom Händler zum Hersteller kann der Transportbehälter aufgefaltet und mehrere Kartonzuschnitte
übereinanderliegend platzsparend transportiert werden.
[0011] Insbesondere ermöglicht es das erfindungsgemäße Kunststoff-Verbindungselement, die
Stapelbarkeit des Transportbehälters beachtlich zu erhöhen. Die Verbindungselemente
sind derart ausgebildet, daß sie vorzugsweise um einen gewissen Betrag von der Wand,
an der sie befestigt sind, in das Innere des Behälters hineinragen und so eine Tragfläche
bilden, auf die ein anderer Transportbehälter aufgestellt werden kann. Alternativ
können die Verbindungselemente einen auf dem oberen Rand des Behälters aufliegenden
Abschnitt aufweisen, der die Tragfläche für einen weiteren gestapelten Behälter bildet.Um
nahe oder auf dem oberen Rand des Behälters die Tragfläche zu bilden, müssen die von
den Verbindungselementen durchragten Aussparungen nahe dem oberen Rand der jeweiligen
Behälterwand angeordnet werden.
[0012] Bei einer bevorzugten Ausführungsform befinden sich beispielsweise in den seitlichen
Bereichen der beiden Stirnwände Aussparungen zur Aufnahme je eines Verbindungselementes
nahe dem oberen Rand der jeweiligen Stirnwand. Die Tragflächen aller Verbindungselemente
liegen bei aufgestellten Behälterwänden im wesentlichen in einer waagerechten, parallel
zur Bodenfläche verlaufenden Ebene, so daß ein auf die Tragflächen gestellter Behälterboden
auf den Tragflächen aller vier Verbindungselemente aufliegt.
[0013] Durch diese Tragflächen ist es möglich, die Behälter mit erheblich gesteigerter Sicherheit
aufeinander zu stapeln. Die Tragflächen der Verbindungselemente aus Kunststoff weisen
eine erheblich gesteigerte Festigkeit im Vergleich zu dem oberen Rand der Behälterwandung
selbst auf.
[0014] Im Gegensatz zum Gegenstand der oben erwähnten GB 2 277 731 A ist allein durch das
Verbindungselement sowohl die stabile Verbindung der Wandabschnitte des Behälters
als auch die gute Stapelbarkeit gewährleistet. Das Verbindungselement selbst bildet
die Tragfläche für einen auf den Behälter gestapelten zweiten Behälter. Wenn die Tragflächen
in den Behälter hineinragen, umschließt der Rand der Behälterwand oberhalb des Verbindungselements
den Boden des gestapelten Behälters und verhindert ein Verrutschen. Alternativ weist
für den Fall, daß die Tragfläche von einem auf dem Behälterrand aufliegenden Abschnitt
des Verbindungselements gebildet wird, das Verbindungselement Anschläge oder Arretierungskörper
auf. Es sind somit keine zusätzlichen Elemente wie Randleisten erforderlich, um eine
Tragfläche zu bilden und den gestapelten Behälter zu fixieren. Durch die Integration
der Verbindungsfunktion und der Tragfunktion für die gestapelten Behälter in ein Kunststoffelement
wird eine äußerst leicht zu handhabende und funktionelle Vorrichtung geschaffen.
[0015] Das Verbindungselement kann auf beliebige Weise an der Wand des Behälters fixiert
werden. Beispielsweise kann es aus zwei zueinander beweglichen Teilen bestehen, von
denen eines zunächst durch die Ausnehmung in der Behälterwand gesteckt wird und nach
dem Verlagern bezüglich des ersten Teils den Rand der Öffnung hintergreift. Alternativ
kann das Verbindungselement auch elastische Rastvorrichtungen, insbesondere Rasthaken,
aufweisen, die während des Einsteckens des Verbindungselements in die Ausnehmung sich
federnd verformen und am Ende des Einsteckwegs in ihre Ausgangslage zurückfedern und
dort Bereiche der Behälterwand hintergreifen. Schließlich kann ein Verbindungselement
auch aus zwei Teilen bestehen, die entweder lösbar oder unlösbar durch Einstecken
ineinander verbunden werden. Zur lösbaren Verbindung können die zwei Teile als komplementäre
Gewindeelemente ausgebildet sein oder eine Art Bayonettverschluß bilden. Zur unlösbaren
Verbindung für den einmaligen Gebrauch der Verbindungselemente kann eine formschlüssige
Verrastung zwischen den beiden Teilen der Verbindungselemente vorgesehen sein. Die
Teile können auch miteinander verklebt oder verschweißt werden.
[0016] Wie eingangs erwähnt, ist der erfindungsgemäße Transportbehälter vorzugsweise rechteckig
mit zwei Seitenwänden und zwei Stirnwänden. Um einem auf den Tragflächen aufliegenden
Behälterboden ausreichend Halt zu geben, ist es empfehlenswert, daß die Tragflächen
in der Richtung rechtwinklig zur Wand, an der das jeweilige Verbindungselement befestigt
ist, eine Erstreckung von mindestens 10 mm aufweisen.
[0017] Ähnlich dem aus der GB 2 324 293 A bekannten Transportbehälter weist auch der erfindungsgemäße
Transportbehälter vorzugsweise im Stirnwandbereich mehrere einander überdeckende Wandabschnitte
auf, welche jeweils miteinander fluchtende Aussparungen zur Aufnahme eines Verbindungselements
aufweisen. Um die gesamte Wandstärke der zwei vorzugsweise mit Grifföffnungen versehenen
Stirnwänden zu erhöhen, schließen sich an jede Seitenwand über Faltlinien zwei Wandabschnitte
an, die in aufgerichteter Stellung jeweils eine Stirnwand überdecken. Zusätzlich kann
am freien Ende der Stirnwand ein innerer Wandabschnitt angeordnet sein, der zur Stirnwand
um 180° umfaltbar ist. Die Stirnwand besteht somit aus vier Kartonlagen, nämlich zum
einen aus der an den Bodenabschnitt angeformten Stirnwand selbst, dem an die erste
Seitenwand angeformten Wandabschnitt, dem an die zweite Seitenwand angeformten Wandabschnitt
und dem an das freie Ende der Stirnwand angeformten inneren Wandabschnitt. Auf diese
Weise ist das Kartonmaterial im Bereich der Grifföffnung, welche durch miteinander
fluchtende Durchbrüche in allen genannten Wandabschnitten gebildet wird, sehr dick.
Hierdurch wird die Verletzungsgefahr einer den Behälter tragenden Person erheblich
reduziert.
[0018] Vorzugsweise ist zwischen der Stirnwand und dem inneren Wandabschnitt ein schmaler
Stegabschnitt angeordnet, wobei zu beiden Seiten des Stegabschnittes zwei Faltlinien
zueinander parallel verlaufen, von denen die eine den Stegabschnitt mit der Stirnwand
und die andere den Stegabschnitt mit dem inneren Wandabschnitt verbindet. Der innere
Wandabschnitt wird - ausgehend von der Stirnwand - nach innen um 180° umgefaltet,
wobei jede der beiden den Stegabschnitt begrenzenden Faltlinien um jeweils 90° geknickt
wird. Der Stegabschnitt liegt somit auf den Rändern der beiden an die Seitenwände
angeformten Wandabschnitte auf. Auf diese Weise werden die verschiedenen Kartonlagen
der Stirnwand durch den Stegabschnitt verdeckt. Der Stegabschnitt eignet sich auch
hervorragend zur Aufnahme von Aufklebeetiketten mit Beschriftungen oder Barcodes zur
Identifizierung der in dem Transportbehälter enthaltenen Ware. Da beim Stapeln der
erfindungsgemäßen Transportbehälter ein oberer Transportbehälter auf den in das Behälterinnere
des unteren Transportbehälters hineinragenden Tragflächen aufliegt und somit von dem
oberen Randbereich der umlaufenden Behälterwandung des unteren Transportbehälters
umgeben wird, ist der Stegabschnitt auf der Stirnwand jedes Transportbehälters immer
sichtbar. Es besteht nicht die Gefahr, daß ein hierauf aufgenommenes Etikett durch
einen aufgestapelten Behälter verdeckt wird.
[0019] Eine alternative Möglichkeit zur vollautomatischen Identifizierung eines Transportbehälters
bietet das Verbindungselement aus Kunststoff. In dieses Verbindungselement kann eine
elektronische Schaltung mit Datenspeicher eingefügt sein, dessen Speicherinhalt entweder
durch Anschluß eines Verbindungskabels an elektrisch leitende Kontakte oder vorzugsweise
berührungslos ausgelesen und überschrieben werden kann. Derartige Speicherchips sind
bei berührungslosem Datenaustausch auch unter der Bezeichnung Transponder bekannt.
Sie verfügen neben einem nichtflüchtigen Datenspeicher über eine Dipol-Antenne. Über
diese Dipol-Antenne werden auf den Transonder sowohl die notwendige Betriebsenergie
als auch digitale Signale und Daten übertragen. Bei Empfang eines bestimmten digitalen
Steuerbefehls sendet der Transponder seinen Speicherinhalt an ein externes Empfangsgerät.
Bei einem anderen Steuerbefehl wird der Speicher-inhalt mit neuen Daten überschrieben.
Da die Verbindungselemente über einen sehr langen Zeitraum wiederverwendbar sind,
kann ohne weiteres zumindest in ein Verbindungselement jedes Transportbehälters ein
Transponder eingefügt sein, der die Markierung des Behälters durch Abspeicherung bestimmter
Daten sowie die Identifizierung durch Auslesen dieser Daten ermöglicht.
[0020] Wie bereits erwähnt, ist eine Grifföffnung vorzugsweise in der Mitte jeder Stirnwand
vorgesehen. In Verbindung mit den beiden Auflageflächen kann die Grifföffnung zum
Verschließen des Transportbehälters verwendet werden, wenn ihr oberer Rand bei aufgerichteten
Behälterwänden um wenige Millimeter höher liegt als die Tragfläche der zu beiden Seiten
der Grifföffnung angeordneten Verbindungselemente. Auf diese Weise kann der Transportbehälter
mit einem flachen Pappdeckel verschlossen werden, dessen Kontur im wesentlichen dem
inneren Umfang des Transportbehälters in Höhe des oberen Randes der zwei einander
gegenüberliegenden Grifföffnungen entspricht. An den beiden Stirnrändern des Deckels
sind Vorsprünge vorgesehen, die in die Grifföffnungen hineinragen. Der Deckelrand
selbst liegt in den seitlichen Bereichen der Stirnränder auf den Auflageflächen der
Verbindungselemente auf. Bei einem Stapeln der Transportbehälter wird das auf der
Tragfläche des Verbindungselementes aufliegende Kartonmaterial des Deckels lediglich
zusammengedrückt, ohne dabei einreißen oder beschädigt werden zu können. Selbstverständlich
sind die erfindungsgemäßen Transportbehälter auch ohne Deckel stapelbar, da die Tragflächen
für einen aufgestapelten Transportbehälter von den Verbindungselementen des unteren
Transportbehälters gebildet werden.
[0021] Damit die Transportbehälter ohne übermäßigen Kraftaufwand ineinandergestapelt werden
können, ist es vorteilhaft, wenn ihre Wände einen leicht trapezförmigen Verlauf haben,
d.h. von dem Boden bis zum oberen Rand hin schräg verlaufen. Die durch die Innenseite
der Behälterwände umfaßte Kontur im Bereich des oberen Randes des Behälters sollte
im wesentlichen der Außenkontur des Behälters im Bereich des Bodens entsprechen, so
daß der Behälterboden ohne weiteres bis zu den Tragflächen in den oberen Abschnitt
eines anderen Behälters eingeschoben werden kann.
[0022] Die Verbindungselemente können auf verschiedene Weise realisiert werden. Vorzugsweise
weist ein Teil des Verbindungselements einen das Kartonmaterial auf einer Seite der
Aussparung hintergreifenden Kopfabschnitt auf. Das zweite Teil kann, wie bereits erwähnt,
lösbar mit dem ersten Teil verbunden werden. Hierzu eignen sich beispielsweise elastisch
verformbare Haken oder Rastelemente. Ebenfalls ist eine Verbindung nach Art eines
Bajonettverschlusses denkbar.
[0023] Alternativ kann das zweite Verbindungselement unlösbar aber drehbar an dem Verbindungselement
mit Kopfabschnitt befestigt sein. Zur Verbindung der Behälterwände wird der drehbare
Teil ohne Kopfabschnitt durch die Aussparung hindurchgesteckt und anschließend so
verdreht, daß er auf der dem Kopfabschnitt gegenüberliegenden Seite der Aussparung
das Kartonmaterial hintergreift.
[0024] Bei miteinander lösbar verrastbaren Teilen des Verbindungselements kann zwischen
diesen Teilen eine Verbindungsplatte angeordnet sein. Diese besteht vorzugsweise aus
Kunststoff und ist entlang zweier zueinander paralleler Filmscharniere umklappbar,
so daß die beiden jeweils an die Teile des Verbindungselementes angrenzenden Bereiche
der Verbindungsplatte von der Aussparung aus nach oben zum oberen Rand der Behälterwand
verlaufen und der Steg zwischen den beiden Filmscharnieren den oberen Rand der Behälterwand
abdeckt. Die genannte Verbindungsplatte bildet eine weitere Aufnahmefläche für Aufklebeetiketten
oder Werbeaufdrucke.
[0025] Ebenfalls ist es möglich, das Teil des Verbindungselements ohne Kopfabschnitt zu
dem Teil mit Kopfabschnitt in einer Richtung parallel zur Ebene der Behälterwand,
vorzugsweise vertikal verschiebbar auszubilden. Zur Verbindung der Wandabschnitte
des Behälters werden die beiden Teile so zueinander verschoben, daß ihre Konturen
im wesentlichen miteinander fluchten. Anschließend werden beide Teile durch die Aussparung
in der Behälterwand gesteckt, deren Querschnitt im wesentlichen der Kontur der beiden
Teile in Vorderansicht entspricht. Durch Verschieben des zweiten Teils zum ersten
Teil hintergreift das zweite Teil einen Abschnitt der Behälterwand und arretiert die
verschiedenen, einander überlappenden Wandabschnitte der Behälterwand gegeneinander.
[0026] Schließlich kann das zweite Teil des Verbindungselements als schwenkbares Teil ausgebildet
sein, wobei dieses Teil in einer ersten Schwenkstellung durch die Aussparung in den
einander überdeckenden Wandabschnitten hindurchgesteckt wird und anschließend in eine
zweite Schwenkstellung verschwenkt wird, in der es die Randbereiche der Aussparung
hintergreift und in der das Schwenkteil mit dem anderen Teil des Verbindungselementes
verrastet.
[0027] Die Tragflächen der Verbindungselemente und der Boden des Transportbehälters können
zusätzliche Fixierungselemente aufweisen, welche die Position eines auf die Tragflächen
aufgestellten Transportbehälters fixieren. Dies ist insbesondere dann erforderlich,
wenn der Randabschnitt der umlaufenden Behälterwandung oberhalb der Tragflächen nicht
hoch genug oder unterbrochen ist und aus diesem Grund keinen ausreichenden Halt für
den gestapelten Behälter gewährt. Die Fixierungselemente am Boden des Transportbehälters
können im einfachsten Fall durch Löcher in jeder Ecke des Bodens gebildet werden.
Die hiermit zusammenwirkenden Fixierungselemente an den Tragflächen der Verbindungselemente
können aus dornartigen Vorsprüngen etwa in der Mitte jeder Tragfläche bestehen. Beim
Stapeln greifen die dornartigen Vorsprünge in die Löcher in den Ecken des Behälterbodens
ein.
[0028] Die genannten Fixierungselemente sind insbesondere von Vorteil, wenn die Höhe wenigstens
einer Seitenwand des Transportbehälters geringer ist als die Höhe der Stirnwände.
Dies ist beispielsweise vorteilhaft, wenn die in diesem Behälter befindlichen Waren
gemeinsam mit dem Behälter in ein Verkaufsregal gestellt werden, d.h. wenn die Waren
direkt aus dem Transportbehälter heraus verkauft werden sollen. Durch den Spalt zwischen
dem Boden eines auf die Tragflächen aufgestapelten Behälters und dem niedrigeren Rand
der Seitenwand kann ein Kunde in dem Regal sehen, mit welcher Ware der Transportbehälter
gefüllt ist. Zumindest ein Seitenwandabschnitt kann hierzu eine zusätzliche Faltlinie
aufweisen. Nach dem Umknicken entlang dieser Faltlinie um 180° bildet diese Faltlinie
den oberen Rand der Seitenwand. Liegt diese zusätzliche Faltlinie in der Mitte der
Seitenwand, so kann an dem freien Rand der Seitenwand mindestens eine vorragende Lasche
angeformt sein, die in einen Schlitz im Behälterboden einsteckbar ist, um nach dem
Umfalten entlang der zusätzlichen Faltlinie den umgefalteten Abschnitt der Seitenwand
parallel zu dem am Boden angrenzenden Abschnitt der Seitenwand zu fixieren.
[0029] Zusätzlich zu der Verbindung der Wandabschnitte des Behälters mittels der Verbindungselemente
können zumindest einige der Wandabschnitte miteinander verklebt sein. Zum Beispiel
kann ein Haftkleber beim Aufstellen des Kartonzuschnitts dafür sorgen, daß die Wandabschnitte
in ihrer vorbestimmten Position zueinander verbleiben und die Verbindungselemente
leicht durch die miteinander fluchtenden Aussparungen gesteckt werden können. Auch
kann ein Kleber die strukturelle Festigkeit des Behälters verstärken.
[0030] Nachfolgend werden bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Transportbehälters
unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beschrieben. Die Zeichnungen zeigen
in:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf den Kartonzuschnitt eines erfindungsgemäßen Transportbehälters,
- Fig. 2
- die schaubildliche Darstellung des Vorgangs des Aufrichtens der Wände des Transportbehälters,
- Fig. 3
- eine schaubildliche Darstellung des Transportbehälters mit aufgerichteten Wänden,
- Fig. 4
- eine entlang der Schnittlinie IV-IV in Fig. 3 geschnittene Darstellung einer Stirnwand
des Transportbehälters,
- Fig. 5
- eine entlang der Schnittlinie V-V in Fig. 3 geschnittene Darstellung einer Stirnwand
des Transportbehälters mit eingefügtem Verbindungselement,
- Fig. 6
- eine geschnittene Seitenansicht zweier übereinandergestapelter Transportbehälter,
- Fig. 7
- eine Draufsicht auf einen Transportbehälter mit Deckel,
- Fig. 8
- eine schaubildliche Darstellung einer ersten Ausführungsform des Verbindungsgliedes
mit einem Abschnitt der Stirnwand des Transportbehälters,
- Fig. 9
- eine schaubildliche Darstellung der Stirnwand des Transportbehälters mit eingefügtem
Verbindungselement,
- Fig. 10
- eine geschnittene Draufsicht auf die Stirnwand des Transportbehälters mit eingefügtem
Verbindungselement,
- Fig. 11
- eine geschnittene Darstellung der Stirnwand mit einer anderen Ausführungsform des
Verbindungselements,
- Fig. 12
- eine der Fig. 11 entsprechende Darstellung mit in die Aussparung der Stirnwand eingefügtem
Verbindungselement,
- Fig. 13
- eine schaubildliche Darstellung der Stirnwand des Transportbehälters mit daran befestigtem
Verbindungselement gemäß den Fig. 11 und 12,
- Fig. 14
- eine geschnittene Seitenansicht der Stirnwand des Transportbehälters mit einer weiteren
Ausführungsform des Verbindungselementes,
- Fig. 15
- eine geschnittene Seitenansicht der Stirnwand des Transportbehälters mit eingefügtem
Verbindungselement aus Fig. 14
- Fig. 16
- eine entlang der Schnittlinie XVI-XVI geschnittene Darstellung des Verbindungselements
und der Stirnwand des Transportbehälters,
- Fig. 17
- eine geschnittene Seitenansicht der Stirnwand des Transportbehälters mit einer weiteren
Ausführungsform eines Verbindungselements,
- Fig. 18
- eine Vorderansicht der Stirnwand des Transportbehälters mit Ausnehmung zur Aufnahme
eines Verbindungselements,
- Fig. 19
- eine der Fig. 17 entsprechende Darstellung mit in die Ausnehmung eingefügtem Verbindungselement,
- Fig. 20
- eine Vorderansicht der Stirnwand mit in die Ausnehmung eingefügtem Verbindungselement
aus Fig. 19,
- Fig. 21
- eine im Bereich der Grifföffnung geschnittene Seitenansicht der Stirnwand des Transportbehälters
mit einer weiteren Ausführungsform eines Verbindungselements.
[0031] Der in Fig. 1 dargestellte Zuschnitt für einen Transportbehälter besteht aus einem
Bodenabschnitt 1, an den über Faltlinien 2 - 5 mehrere Wandabschnitte, nämlich zwei
Seitenwandabschnitte 6,7 und zwei Stirnwandabschnitte 8,9 angrenzen. An die seitlichen
Ränder des Seitenwandabschnitts 6 grenzen über weitere Faltlinien 10,11 zwei Wandabschnitte
12,13 an, deren Fläche im wesentlichen der Fläche eines Stirnwandabschnittes 8,9 entspricht.
Ebenso geht der Seitenwandabschnitt 7 über seitliche Faltlinien 14,15 in Wandabschnitte
16,17 über. An den freien Rand jedes Stirnwandabschnittes 8,9 schließen sich über
jeweils zwei Faltlinien 18, 19 bzw. 21,22 zwei innere Wandabschnitte 20 bzw. 23 an.
[0032] Sowohl die Stirnwände 8,9 als auch die an den Seitenwänden 6,7 angeformten Wandabschnitte
12,13,16,17 und die inneren Wandabschnitte 20,23 weisen identische Durchbrüche auf,
nämlich jeweils zwei Aussparungen 24 und eine Grifföffnung 25. Zum Aufrichten der
Behälterwände 6 - 9 werden zunächst die Wandabschnitte 12,13,16,17 um die entsprechenden
Knicklinien 10,11,14,15 jeweils um 90° nach oben gefaltet und anschließend die Seitenwände
6,7 auch um etwa 90° nach oben gefaltet. Dabei verlaufen die Schnittlinien der Ränder
der Wandabschnitte 12,13,16,17 sowie die Knicklinien derart, daß die Seitenwände 6,7
um etwas weniger als 90° hochgefaltet werden, so daß sie etwas schräg nach außen verlaufen.
Gleiches gilt für die Wandabschnitte 12,13,16,17. Im aufgerichteten Zustand überdecken
die Wandabschnitte 12 und 16 sowie die Wandabschnitte 13 und 17 einander. Anschließend
werden die beiden Stirnwände 8 und 9 hochgeknickt. Als letztes werden die inneren
Wandabschnitte 20 und 23 um die beiden Knicklinien 18,19 bzw. 21,22 umgeknickt, so
daß sie parallel zu den Stirnwänden 8,9 und den an die Seitenwände 6,7 angrenzenden
Wandabschnitten 12,13,16,17 gegen die Innenseiten der Stirnwände 8,9 des Behälters
liegen.
[0033] Jede Stirnwand wird nun im Bereich des oberen Randes von vier Kartonlagen, bestehend
aus einem Stirnwandabschnitt 8 bzw. 9, zwei an Seitenwänden angrenzenden Wandabschnitten
12,16 bzw. 13,17 und einem inneren Wandabschnitt 20 bzw. 23 gebildet. Die Durchbrüche
in diesen Wandabschnitten fluchten im aufgerichteten Zustand der Behälterwände miteinander
(vgl. Fig. 3).
[0034] In den Fig. 3 bis 5 ist zu erkennen, daß die beiden Stegabschnitte 26,27 die oberen
Behälterränder im Bereich der Stirnseiten abdecken, so daß von oben die einzelnen
einander überdeckenden Kartonlagen der Stirnwand nicht sichtbar sind. Die Stegabschnitte
26,27 eignen sich zur Aufnahme von Etiketten mit Beschriftungen oder Barcodes. Alternativ
können die Stegabschnitte 26,27 und die daran angrenzenden inneren Wandabschnitte
20,23 weggelassen werden, ohne die strukturelle Stabilität des Behälters zu schwächen.
In diesem Fall sind die einzelnen Lagen der Stirnwand des Behälters sichtbar. Ein
Etikett kann dann beispielsweise auf eine geeignete Fläche eines Verbindungselements,
z.B. der weiter unten in Verbindung mit den Figuren 11-13 beschriebenen Verbindungsplatte
40, aufgeklebt werden.
[0035] Wie erwähnt und wie insbesondere in Fig. 4 erkennbar, schaffen die vier übereinanderliegenden
Kartonlagen im Bereich der Stirnwand 8 eine Grifföffnung 25 mit großer Materialdicke,
so daß die Gefahr reduziert wird, daß eine den Transportbehälter tragende Person sich
an einer scharfen Kante im Bereich der Grifföffnung 25 verletzt.
[0036] Ebenfalls gewährleisten die vier im Bereich der Stirnwand 8 übereinanderliegenden
Kartonlagen, die jede der beiden Stirnwände 8,9 mit jeder der beiden Seitenwände 6,7
verbinden, eine einfache, zuverlässige und bei Bedarf wieder lösbare Verbindung der
vier Wände 6,7,8,9 des Behälters.
[0037] Das in Fig. 5 dargestellte Verbindungselement 28 ist im Detail in den Fig. 8 bis
10 dargestellt. Es besteht aus einem Halteteil 29 mit rechteckigem Querschnitt und
einem runden Kopfabschnitt 30. An der dem Kopfabschnitt 30 gegenüberliegenden Seite
des Halteteils 29 ist ein Tragteil 31 drehbar befestigt. Das Tragteil 31 weist im
wesentlichen den gleichen rechteckigen Querschnitt wie das Grundteil 29 auf. In einer
ersten in Fig. 8 dargestellten Drehstellung des Tragteils 31, in der seine Kontur
sich mit der Kontur des Grundteils 29 deckt, können Tragteil 31 und Grundteil 29 durch
die Aussparung 24 in der Stirnwand 8 und alle diese Stirnwand 8 überdekkenden Wandabschnitte
12, 16 und 20 geschoben werden. Die Kontur der Aussparung 24 entspricht im wesentlichen
der Kontur des Grundteils 29 und des Halteteils 31, so daß ein leichtes Einschieben
in die Aussparung 24 und ein fester Sitz des Halteteils 29 in der Aussparung 24 gewährleistet
ist. Nach dem Einschieben wird das Tragteil 31 um 90° verdreht (siehe Fig. 9). Die
obere Fläche des Drehteils 31 bildet in dieser Drehstellung eine Tragfläche 32, welche
um etwa 10 mm in das Innere des Transportbehälters hineinragt.
[0038] In den Fig. 6 und 7 ist der doppelte Nutzen der Tragflächen 32 zu erkennen, die in
allen vier Ecken des Transportbehälters durch die in die vier Aussparungen 24 eingesteckten
Verbindungselemente 28 gebildet werden.
[0039] Zum einen ermöglichen die vier Tragflächen 32 ein Stapeln der erfindungsgemäßen Transportbehälter.
Wie insbesondere in Fig. 6 zu erkennen, verlaufen die Wände des Transportbehälters
schräg nach außen, so daß ihr Querschnitt am oberen Rand größer ist als im Bereich
des Bodens 1 des Transportbehälters. Der obere Transportbehälter wird durch die vier
Tragflächen 32 in den Eckbereichen des unteren Transportbehälters sicher abgestützt.
Durch die vier übereinanderliegenden Kartonlagen im Bereich der beiden Stirnwände
8,9 des unteren Transportbehälters wird die Tragkraft über die Verbindungselemente
sicher in die Behälterwandung eingeleitet.
[0040] Des weiteren bietet die Auflagefläche 32 in Verbindung mit den Grifföffnungen 25
die Möglichkeit, einen Deckel 33 an dem Transportbehälter anzubringen. Der Deckel
33 ist ein flaches Kartonelement, dessen Fläche im wesentlichen dem lichten Querschnitt
entspricht, der durch die Wände des Transportbehälters in Höhe der Grifföffnung 25
umgrenzt wird. In der Mitte der beiden Stirnkanten des Deckels 33 sind zwei vorspringende
Laschen 34 angeordnet, welche in die Grifföffnungen 25 hineinragen. In den Seitenbereichen
seiner Stirnkanten liegt der Deckel 33 auf den vier Tragflächen 32 auf. Der obere
Rand der Grifföffnung 25 sollte etwa um die Materialstärke des Deckels 33 höher liegen
als die Tragflächen 32, damit der Deckel 33 ohne Verspannen oder Verbiegen auf den
Tragflächen 32 aufliegt, wobei die Deckellaschen 34 durch die Grifföffnungen 25 hindurchragen.
Wie in Fig. 7 erkennbar, weist der Deckel in seiner linken Hälfte nahe der linken
Lasche 34 eine etwa 10 cm lange und 2 bis 3 cm breite Aussparung auf, die zum Ergreifen
des Deckels durchgriffen werden kann, wenn der Deckel von dem Transportbehälter entfernt
werden soll.
[0041] Die Fig. 11 bis 13 zeigen eine alternative Form eines Verbindungselements 35. Das
Verbindungselement 35 besteht aus zwei Teilen, nämlich einem Halteteil 36 und einem
Tragteil 37. Das Halteteil 36 ist in die Ausnehmung 24 im Bereich der Stirnwand des
Transportbehälters einsteckbar und weist eine Rastausnehmung 38 auf, in welche Rastvorsprünge
39 des Tragteils 37 einsteckbar sind, um eine formschlüssige und lösbare Verbindung
zwischen dem Halteteil 36 und dem Tragteil 37 zu bilden. Das Halteteil 36 und das
Tragteil 37 sind über eine Verbindungsplatte 40 miteinander verbunden, welche aus
einem Außenabschnitt 41, einem Innenabschnitt 42 und einem dazwischen liegenden Steg
43 besteht. Der Steg 43 ist jeweils über ein Filmscharnier 44 mit dem Außenabschnitt
41 bzw. dem Innenabschnitt 42 der Verbindungsplatte 40 verbunden. Wenn das Halteteil
36 mit dem Tragteil 37 über die Rastvorrichtungen 38,39 verbunden ist, bildet die
oben liegende Fläche des Tragteils 37 die Tragfläche 58. Halteteil 36, Tragteil 37
mit den Rastvorsprüngen 39 sowie die Verbindungsplatte 40 mit den beiden Filmscharnieren
44 können als einstückiges Kunststoffteil im Spritzgießverfahren hergestellt werden.
[0042] Eine weitere Variante eines Verbindungselements 45 ist in den Fig. 14 bis 16 zu erkennen.
Hier weist das Halteteil 46 wiederum einen Kopfabschnitt 47 auf. Das Tragteil 48 ist
in vertikaler Richtung verschiebbar und in zwei verschiedenen Positionen verrastbar
am Halteteil 46 befestigt. In der ersten Position (Fig. 14) überdecken sich die Konturen
des Tragteils 48 und des Halteteils 46, so daß beide Teile 46,48 durch die Ausnehmung
24 hindurchgesteckt werden können. Anschließend wird das Tragteil 48 nach unten geschoben,
so daß es den unterhalb der Aussparung 24 liegenden Bereich der Innenseite der Stirnwandung
des Transportbehälters hintergreift. Die in das Behälterinnere ragende obere Fläche
des Tragteils 48 bildet die Tragfläche 49.
[0043] Eine weitere Ausführungsform eines Verbindungselements 50 ist in den Fig. 17 bis
20 dargestellt. Die Aussparung für dieses Verbindungselement 50 setzt sich zusammen
aus einem oberen rechteckigen Abschnitt und einem unteren, im wesentlichen trapezförmigen
Abschnitt. Das Verbindungselement 50 weist wiederum ein Halteteil 51 mit einem Kopfabschnitt
52 auf. Der Querschnitt des unteren Abschnitts des Halteteils 51 entspricht im wesentlichen
dem Querschnitt des trapezförmigen Abschnittes der Aussparung 24' und reicht bis zu
deren oberen Rand.
[0044] An das Halteteil 51 ist ein Tragteil 53 um eine Schwenkachse 55 schwenkbar angelenkt.
Das Tragteil 53 wird in der hochgeschwenkten Stellung (Fig. 17) durch den oberen rechteckigen
Abschnitt der Aussparung 24' geschoben. Anschließend wird das Tragteil 53 um die Schwenkachse
55 nach unten geschwenkt, wobei ein Rasthaken 56 mit einer Rastausnehmung 57 in dem
Tragteil 53 verrastet. Das Tragteil 53 hintergreift in der nach unten geschwenkten
Stellung die Wandbereiche seitlich des trapezförmigen Abschnitts der Aussparung 24'.
Die obere Fläche des Tragteils 53, welche in das Innere des Behälters hineinragt,
bildet wiederum die Tragfläche 54.
[0045] Die Fig. 21 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Verbindungselements 59, bei
dem die Tragfläche 60 nicht von dem in den Behälter hineinragenden Abschnitt, sondern
von einem auf dem oberen Behälterrand aufliegenden Abschnitt gebildet wird. In diesem
Fall muß selbstverständlich die Außenkontur des Behälterbodens im wesentlichen der
Kontur des oberen Behälterrandes entsprechen, damit beim Stapeln der Randbereich des
Bodens des oberen Behälters auf dem oberen Rand des unteren Behälters liegt.
[0046] Bei dieser Ausführungsform des Verbindungselements 59 bildet die Grifföffnung 25
in der Mitte der Stirnwand 8 des Behälters die Aussparung, welche das Verbindungselement
59 aufnimmt. Das Verbindungselement 59 weist einen länglichen Abschnitt mit U-förmigem
Querschnitt auf, der in die Grifföffnung 25 der Behälterwand einsteckbar ist. Die
zwei langen, zueinander parallelen Schenkel des U-förmigen Abschnitts bestehen aus
elastisch nachgiebigen Material und können daher einfedern. Jeder dieser Schenkel
weist einen Rastvorsprung 61 auf, der beim Einschieben der Schenkel in die Grifföffnung
25 einfedert und in der vollständig eingeschobenen Stellung, die in Fig. 21 dargestellt
ist, wieder ausfedert und den Rand der Grifföffnung 25 hintergreift.
[0047] Der längliche U-förmige Abschnitt des Verbindungselements 59 bildet eine Tasche,
in welche die Finger beim Tragen des Transportbehälters eingesteckt werden können.
[0048] An die Tragfläche 60 dieses Verbindungselements 59 grenzt ein Arretierungssteg 62,
der ein Verrutschen eines auf den Behälter gestapelten zweiten Behälters verhindert.
Zusätzlich weist die Tragfläche 60 einen Arretierungsvorsprung 63 auf. In dem Boden
des Transportbehälters mit diesem Verbindungselement 59 ist eine Ausnehmung (nicht
dargestellt) anzuordnen, in welche der Arretierungsvorsprung 63 der Transportbehälter
hineinragt, um ein Verrutschen quer zur Bildebene der Fig. 21 zu vermeiden.
[0049] Selbstverständlich ist die vorliegende Erfindung nicht auf den beschriebenen Kartonzuschnitt
beschränkt. Je nach den Belastungen des Behälters können Wandabschnitte hinzugefügt
werden oder weniger Wandabschnitte vorgesehen werden, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
Bezugszeichenliste:
[0050]
- 1
- Bodenabschnitt
- 2-5
- Faltlinie
- 6
- Seitenwandabschnitt
- 7
- Seitenwandabschnitt
- 8
- Stirnwandabschnitt
- 9
- Stirnwandabschnitt
- 10,11
- Faltlinie
- 12,13
- Wandabschnitt
- 14,15
- Faltlinie
- 16,17
- Wandabschnitt
- 18,19
- Faltlinie
- 20
- innerer Wandabschnitt
- 21,22
- Faltlinie
- 23
- innerer Wandabschnitt
- 24,24'
- Aussparung
- 25
- Grifföffnung, Aussparung
- 26
- Stegabschnitt
- 27
- Stegabschnitt
- 28
- Verbindungselement
- 29
- Halteteil
- 30
- Kopfabschnitt
- 31
- Tragteil
- 32
- Tragfläche
- 33
- Deckel
- 34
- Deckellasche
- 35
- Verbindungselement
- 36
- Halteteil
- 37
- Tragteil
- 38
- Rastausnehmung
- 39
- Rastvorsprung
- 40
- Verbindungsplatte
- 41
- Außenabschnitt
- 42
- Innenabschnitt
- 43
- Steg
- 44
- Filmscharnier
- 45
- Verbindungselement
- 46
- Halteteil
- 47
- Kopfabschnitt
- 48
- Tragteil
- 49
- Tragfläche
- 50
- Verbindungselement
- 51
- Halteteil
- 52
- Kopfabschnitt
- 53
- Tragteil
- 54
- Tragfläche
- 55
- Schwenkachse
- 56
- Rasthaken
- 57
- Rastöffnung
- 58
- Tragfläche
- 59
- Verbindungselement
- 60
- Tragfläche
- 61
- Rastvorsprung
- 62
- Arretierungssteg
- 63
- Arretierungsvorsprung
1. Transportbehälter aus einem dünnwandigen, vorzugsweise aus Karton bestehenden Zuschnitt,
der einen Bodenabschnitt (1) und mehrere Wandabschnitte (6-9) umfaßt, welche jeweils
über Faltlinien (2-5) an den Bodenabschnitt (1) angrenzen und nach dem Aufrichten
durch Umfalten entlang der Faltlinien (2-5) eine geschlossene Behälterwand bilden,
wobei die Wandabschnitte (6-9) Aussparungen (24,24',25) aufweisen, welche zum Verbinden
der Wandabschnitte (6-9) in ihrer aufgerichteten Stellung von einem separaten Verbindungselement
(28,35,45,50,59), insbesondere aus spritzgegossenem Kunststoff, durchragt werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparungen (24,24',25) nahe dem oberen Rand der jeweiligen Wand (8,9) des Behälters
angeordnet sind und jedes Verbindungselement (28,35,45,50,59) eine Tragfläche (32,58,49,54,60)
aufweist, um einen auf den Behälter gestapelten zweiten Behälter zu tragen.
2. Transportbehälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement auf beiden Seiten der Behälterwand den die Aussparung (24,24',25)
umgebenden Wandbereich hintergreift.
3. Transportbehälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (35) aus zwei Teilen (36,37) besteht, die formschlüssig und
vorzugsweise lösbar miteinander verbunden sind.
4. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfläche (32,58,49,54) in das Innere des Transportbehälters hineinragt.
5. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bodenabschnitt (1) eine rechteckige Grundfläche aufweist und zwei Seitenwandabschnitte
(6,7) und zwei Stirnwandabschnitte (8,9) an den Bodenabschnitt (1) des Kartonzuschnitts
angrenzen.
6. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Tragflächen (32,58,49,54,60) der Verbindungselemente (28,35,45,50,59) nahe
dem oberen Rand der Wände des Transportbehälters im wesentlichen parallel zum Bodenabschnitt
(1) erstrecken.
7. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfläche (32,58,49,54,60) in der Richtung rechtwinklig zur Wand, an der das
Verbindungselement (28,35,45,50,59) befestigt ist, eine Erstreckung von mindestens
10 mm aufweist.
8. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere miteinander durch Faltlinien (2-5,10,11,14, 15,18,19,21,22) verbundene Wandabschnitte
(8,12,16,20; 9,13,17,23) in aufgerichteter Stellung einander überdecken und miteinander
fluchtende Aussparungen (24,24',25) aufweisen, die von dem Verbindungselement (28,35,45,50,59)
durchragt werden.
9. Transportbehälter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich an jede Seitenwand (6;7) zwei Wandabschnitte (12,13; 16,17) anschließen, die
in aufgerichteter Stellung jeweils eine Stirnwand (8;9) im wesentlichen überdecken.
10. Transportbehälter nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß sich an das freie Ende jeder Stirnwand (8,9) ein innerer Wandabschnitt (20,23) anschließt,
der zur Stirnwand (8,9) um 180° umfaltbar ist.
11. Transportbehälter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Stirnwand (8; 9) und dem inneren Wandabschnitt (20; 23) ein schmaler
Stegabschnitt (26; 27) vorgesehen ist, der über zwei zueinander parallele Faltlinien
(18,19; 21,22) einerseits mit der Stirnwand (8; 9) und andererseits mit dem inneren
Wandabschnitt (20; 23) verbunden ist.
12. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei Aussparungen (24,24'), die in der gleichen Stirnwand (8,9) oder Seitenwand
des Transportbehälters angeordnet sind, eine Grifföffnung (25) angeordnet ist, deren
oberer Rand in der aufgerichteten Stellung der Behälterwand um wenige Millimeter höher
liegt als die Tragfläche (32,58,49,54).
13. Transportbehälter nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß er einen flachen Deckel (33) mit im wesentlichen rechteckigem Querschnitt umfaßt,
an dessen kurzen Stirnrändern in der Mitte jeweils eine Deckellasche (34) angeordnet
ist, die in eine Grifföffnung (25) einfügbar ist.
14. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er im Bereich seines oberen Randes eine von der Innenseite der Behälterwände (6-9)
umfaßte Kontur aufweist, die mindestens so breit und so lang ist wie die äußere Kontur
im Bereich des Bodenabschnitts (1) des Behälters.
15. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil (29,46,51) des Verbindungselements (28,45,50) einen das Kartonmaterial auf
einer Seite der Aussparung (24) hintergreifenden Kopfabschnitt (30,47,52) aufweist.
16. Transportbehälter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (28) aus zwei gegeneinander verdrehbaren Teilen (29,31) besteht,
wobei das Teil (31) ohne Kopfabschnitt (30) nach dem Hindurchstecken durch die Aussparung
(24) und dem Verdrehen das Kartonmaterial auf der dem Kopfabschnitt (30) gegenüberliegenden
Seite der Aussparung (24) hintergreift.
17. Transportbehälter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Teile (36,37) des Verbindungselements (35) durch zwei zueinander komplementäre
Rastelemente (38,39) miteinander verbindbar sind, wobei zwischen den beiden Teilen
(36,37) eine Verbindungsplatte (40) angeordnet ist.
18. Transportbehälter nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsplatte (40) aus Kunststoff besteht und entlang zweier zueinander paralleler
Filmscharniere (44) umklappbar ist, so daß ihre an die beiden Teile (36,37) angrenzenden
Bereiche jeweils von der Aussparung (24) aus nach oben zum oberen Rand der Behälterwand
(8) verläuft, der von dem Steg (44) zwischen den beiden Filmscharnieren (44) abgedeckt
wird.
19. Transportbehälter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Teil (48) des Verbindungselements (45) ohne Kopfabschnitt (47) an dem Teil (46)
mit Kopfabschnitt (47) parallel zur Ebene der Behälterwand verschiebbar befestigt
ist.
20. Transportbehälter nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Teil (51) des Verbindungselements (50) mit Kopfabschnitt (52) ein Tragteil
(53) schwenkbar befestigt ist, wobei diese beiden Teile (51,53) durch zwei zueinander
komplementäre Rastelemente (56,57) miteinander verbindbar sind.
21. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfläche und der Boden (1) des Transportbehälters ineinander eingreifende Fixierungselemente
aufweisen.
22. Transportbehälter nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierungselemente am Boden (1) des Transportbehälters durch Löcher in jeder
Ecke des Bodens und das Fixierungselement an der Tragfläche jedes Verbindungselements
durch einen Vorsprung gebildet wird, der in eines der genannten Löcher einfügbar ist.
23. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe zumindest einer Seitenwand (6,7) geringer ist als die Höhe der Stirnwände
(8,9) des Transportbehälters.
24. Transportbehälter nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Seitenwandabschnitt (6,7) des Kartonzuschnitts eine zusätzliche Faltlinie
aufweist, die parallel zu der zwischen diesem Seitenwandabschnitt (6,7) und dem Bodenabschnitt
(1) verlaufenden Faltlinie verläuft, wobei der Seitenwandabschnitt (6,7) des Transportbehälters
in aufgerichteter Stellung unterhalb des Randes der Stirnwände (8,9) entlang dieser
zusätzlichen Faltlinie um 180° umgeknickt ist.
25. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest eins seiner Verbindungselemente eine elektronische Schaltung mit Datenspeicher
umfaßt, dessen Speicherinhalt vorzugsweise berührungslos ausgelesen und überschrieben
werden kann.
26. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (59) mindestens einen elastisch federnden Rastvorsprung (61)
aufweist, der den Rand der Aussparung (24) hintergreift.
27. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragfläche (60) von einem auf dem oberen Rand des Transportbehälters aufliegenden
Abschnitt des Verbindungselements (59) gebildet wird.
28. Transportbehälter nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (59) einen an die Tragfläche (60) angrenzenden Arretierungssteg
(62) aufweist.
29. Transportbehälter nach Anspruch 27 oder 28, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Tragfläche (60) ein Arretierungsvorsprung (63) angeordnet ist, der in eine
Ausnehmung im Boden des Transportbehälters einfügbar ist.
30. Transportbehälter nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil der Wandabschnitte (6-9,12, 13,16,17,20,23) miteinander verklebt
ist.