[0001] Die Erfindung betrifft ein Sektionaltorblatt aus gelenkig miteinander verbundenen
Paneelen und mit Laufrollen zur Führung an Laufschienen, wobei die Laufrollen an jeweils
einem Rollenhalter senkrecht zur Torblattebene einstellbar gehalten sind. Eine Einstellmöglichkeit
der Rollen ist beispielsweise erforderlich, wenn das Torblatt im Schließzustand lotrecht
ausgerichtet sein soll und an seitlichen, vertikalen Laufschienen geführt ist, die
nach innen etwas geneigt an der Torzarge befestigt sind. Eine von der Lotrechten abweichende
Ausrichtung der vertikalen Laufschienen bewirkt, dass das Torblatt bei der Öffnungsbewegung
von einer zargenseitigen Dichtung frei kommt und dadurch eine verschleißbehaftete
Reibung an der Dichtung vermieden werden kann.
[0002] Bei dem bekannten Sektionaltorblatt der eingangs genannten Art, von dem die Erfindung
ausgeht (DE-AS 20 09 963) ist eine Laufrolle an eine Tragplatte angeschlossen, welche
Tragplatte wiederum an eine Schraube angeschlossen ist. Die Schraube durchgreift eine
Scharnierhülse eines Scharniers, welches mit seinen beiden Scharnierteilen von außen
an den Paneelen des Sektionaltorblattes befestigt ist. Die Schraube ist mittels Formschlusselementen
gegen ein Verdrehen gesichert am Scharnier festlegbar und greift mit ihrem Gewinde
in das Innengewinde eines Ansatzes der Tragplatte ein. Um die Laufrolle in eine gewünschte
Position zu bringen, muss der Ansatz mit einem Werkzeug in einer entsprechenden Position
festgehalten und anschließend die Schraube angezogen werden. Bei diesen Einstellungsmaßnahmen
ist allerdings oftmals die exakte gewünschte Position der Laufrollen schwierig erreichbar.
Außerdem bildet die Gesamtheit aus Laufrolle, Tragplatte, Schraube und Scharnierteilen
ein raumaufwendiges Aggregat, welches fernerhin nur in aufwendiger Weise montierbar
ist. Dadurch, dass die beiden Scharnierteile von außen an den Paneelen befestigt sind
und dieses Scharnier über die Schraube, den Ansatz und die Tragplatte mit der Laufrollen
verbunden ist, ergibt sich eine komplexe Verbindung einer Paneele mit der Laufschiene,
auf welcher die Laufrollen geführt ist. Aufgrund dieser aufwendigen und komplizierten
Verbindung können sich unter Umständen unerwünschte Zwänge im Hinblick auf eine funktionssichere
Führung des Torblattes ergeben.
[0003] Weiterhin ist eine Führungsrolle für ein Garagentor bekannt (DE 295 07 718 U1), welche
Führungsrolle verstellbar eingerichtet sein soll. An die Führungsrolle ist eine Achse
angeschlossen, die wiederum mit einem Segmentteil verbunden ist. Ein Zapfen des Segmentteils
greift in die Umbördelung einer Lamelle des Garagentors ein. Das Segmentteil weist
einen kreisbogenförmigen Schlitz auf, der zur Aufnahme einer Arretierungsschraube
vorgesehen ist, welche Arretierungsschraube in einer seitlichen Bohrung an dem Garagentor
befestigbar ist. Diese bekannte Führungsrolle weist den beachtlichen Nachteil auf,
dass ihre langfristig funktionssichere Einstellung bzw. Festlegung nicht gewährleistet
ist. Bei mechanischer Beanspruchung der Führungsrolle kann nicht ausgeschlossen werden,
dass sich das Segmentteil bzw. der kreisbogenförmige Schlitz relativ zu der Arretierungsschraube
verschiebt. Aufgrund der resultierenden Positionsänderung der Führungsrolle ist dann
die Gefahr gegeben, dass das Garagentor nicht mehr ohne Zwänge geöffnet bzw. verschlossen
werden kann. Außerdem ist gemäß diesen bekannten Maßnahmen ein nachteilhaft großer
Abstand der Führungsrolle zum Garagentor vorhanden. Die entsprechenden Bauelemente
zeichnen sich durch einen relativ hohen Raumbedarf aus.
[0004] Außerdem ist ein Sektionaltor mit speziellen Bindungselementen zwischen den einzelnen
Sektionen bekannt (DE-GM 1 931 130). Spezielle Einstellmöglichkeiten für die Führungsrollen
der Sektionen werden nicht beschrieben.
[0005] Aus der Praxis ist es fernerhin bekannt, dass die Laufrollen an einem Schwenkhebel
angeordnet sind, der an einer Konsole drehbeweglich gelagert und durch eine Schraubverbindung,
die ein Langloch des Hebels durchfasst, an der Konsole arretierbar ist. Die Konsole
ist an der Innenfläche der Paneele befestigt. Die Laufrollen stehen bei der bekannten
Ausführung relativ weit an der garageninnenseitigen Fläche des Torblattes vor, wobei
der Zwischenraum zwischen Torblatt und Laufschiene von der Garageninnenseite zugänglich
ist und eine Fingerklemmgefahr resultiert.
[0006] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde, ein Sektionaltorblatt
der eingangs beschriebenen Art anzugeben, bei dem eine einfache und zugleich exakte
Einstellung der Laufrollen möglich ist und dabei nur ein geringer Raumbedarf erforderlich
ist.
[0007] Ausgehend von einem Sektionaltorblatt des eingangs beschriebenen Aufbaus wird das
technische Problem erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Rollenhalter aus einem
in eine randseitige Tasche der Paneele eingesetzten Rollenbock sowie einem zylinderförmigen
Stellbolzen besteht, wobei der Stellbolzen in eine Bohrung des Rollenbocks drehbeweglich
eingesetzt und am Rollenbock arretierbar ist und wobei die Achse der Laufrolle in
eine stirnseitige Exzenterbohrung des Stellbolzens eingesetzt ist, die außermittig
und parallel zur Drehachse des Stellbolzens ausgerichtet ist.
[0008] Die Paneele können als einschalige Blechformteile ausgebildet sein. Bei einer einschaligen
Ausführung ist der Rand der Paneele U-förmig abgewinkelt oder mit einer Profilleiste
verstärkt. Erfindungsgemäß sind die Rollenböcke in Ausnehmungen des Randprofils eingesetzt,
so dass das Laufrad seitlich neben dem Paneel in einer Laufschiene geführt ist, die
in der Torblattebene liegen kann oder nur einen geringen Versatz zur Torblattebene
aufweist. Der Eingriffsbereich zwischen Laufschiene und Torblatt kann dadurch deutlich
reduziert und ggf. durch eine an die Laufschiene angebrachte Abdeckleiste verkleidet
werden.
[0009] Der erfindungsgemäß ausgebildete Rollenhalter eignet sich in besonderer Weise auch
zum Einbau in doppelwandig ausgebildete und mit einem Wärmedämmaterial ausgeschäumte
Paneele. Die Rollenböcke sind hier vorzugsweise in randseitige Taschen des Schaumkörpers
eingesetzt. Zur Fixierung in der Tasche weist der Rollenbock zweckmäßig einen kopfseitigen
Flansch auf, der an der Innenfläche der Paneele anschraubbar ist und nur wenig an
der Paneelenfläche vorsteht.
[0010] Die Fixierung der Stellbolzen innerhalb der Zylinderaufnahme des Rollenbocks erfolgt
durch ein Klemmelement, das an der Oberseite des Rollenbocks gut zugänglich angeordnet
werden kann. Vorzugsweise ist der Stellbolzen durch in Gewindebohrungen des Rollenbocks
eingesetzte Klemmschrauben in der Bohrung des Rollenbocks festsetzbar. Die Klemmschrauben
können in eine Ringnut des Stellbolzens eingreifen, so dass dieser nicht nur radial
sondern auch axial gesichert ist.
[0011] Zur Laufrolleneinstellung weist der Stellbolzen einen an der rollenseitigen Stirnfläche
vorstehenden Bund auf, der mit Ausbildungen zum Anschluß eines Spannwerkzeuges versehen
ist. Der Bund kann beispielsweise mit einer Mehrkantfläche ausgebildet sein. Vorzugsweise
weist der vorstehende Bund Radialbohrungen für einen Stift des Spannwerkzeuges auf.
[0012] In weiterer Ausgestaltung lehrt die Erfindung, dass der Rollenbock auch einen Anschluß
für eine Scharnierverbindung zwischen benachbarten Paneelen aufweist. In diesem Fall
ist an dem Rollenbock ein Scharnierlappen gelenkig angeschlossen, der mit dem Nachbarpaneel
verbunden ist.
[0013] Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch jeweils in einer perspektivischen Darstellung:
- Fig. 1
- einen randseitigen Ausschnitt aus zwei gelenkig miteinander verbundenen Paneelen eines
Sektionaltorblattes mit einer Laufrolle,
- Fig. 2
- eine Explosionsdarstellung des in Fig. 1 dargestellten Gegenstandes,
- Fig. 3
- ein weiteres Ausführungsbeispiel ebenfalls in einer Explosionsdarstellung.
[0014] Ein Sektionaltorblatt besteht aus gelenkig miteinander verbundenen Paneelen 1 und
ist mit Laufrollen 2 zur Führung an Laufschienen ausgerüstet. Die Laufrollen 2 sind
an jeweils einem Rollenhalter einstellbar gehalten und senkrecht zur Torblattebene
verstellbar.
[0015] Einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 2 entnimmt man, dass der Rollenhalter
3 aus einem Rollenbock 4 und einem Stellbolzen 5 besteht. Der Stellbolzen 5 ist in
eine Bohrung 6 des Rollenbocks 4 drehbeweglich eingesetzt und am Rollenbock 4 arretierbar.
Die Arretierung des Stellbolzens 5 in der Zylinderaufnahme 6 des Rollenbocks 4 erfolgt
mit Madenschrauben 7, die in Gewindebohrungen 8 des Rollenbocks 4 eingesetzt sind
und in eine Ringnut 9 des Stellbolzens 5 eingreifen und diesen dadurch nicht nur radial
sondern auch axial sichern. Die Achse 10 der Laufrolle 2 ist in eine stirnseitige
Exzenterbohrung 11 des Stellbolzens 5 eingesetzt. Die Exzenterbohrung 11 ist außermittig
und parallel zur Drehachse des Stellbolzens 5 ausgerichtet. Der Abstand der Laufrollen
2 zur Torblattebene ist durch eine Drehung des Stellbolzens 5 einstell- und veränderbar.
[0016] Im Ausführungsbeispiel sind die Paneele 1 als doppelwandige, mit einem Wärmedämmaterial
ausgeschäumte Bauelemente ausgebildet. Der Rollenbock 4 ist in eine randseitig offene
Tasche 12 des Schaumkörpers eingesetzt und weist kopfseitig einen Flansch 13 auf,
der an der Innenfläche des Paneels 1 anschraubbar ist. Einer vergleichenden Betrachtung
der Figuren 1 und 2 entnimmt man ferner, dass der Stellbolzen 5 einen an der rollenseitigen
Stirnfläche vorstehenden Bund 14 aufweist, der mit Ausbildungen zum Anschluß eines
Spannwerkzeuges 15 versehen ist. Im Ausführungsbeispiel ist der vorstehende Bund mit
Radialbohrungen 16 für einen Stift des Spannwerkzeuges 15 versehen.
[0017] Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 weist der Rollenbock 4 zusätzlich einen Anschluß
17 für eine Scharnierverbindung auf. Der Rollenbock 4 ist Teil eines Scharniers, das
benachbarte Paneele gelenkig miteinander verbindet.
[0018] Den Figuren entnimmt man, dass der Rollenhalter 3 wenig an der Innenseite der Paneele
1 vorsteht und die vorstehenden Teile des Rollenhalters mit glatten, zum Paneel hin
gerundeten Flächen ausgebildet sind. Der noch verbleibende Spalt zwischen Laufschiene
und Torblatt kann durch eine Blendleiste, die an der Laufschiene montiert wird und
den Randbereich der Paneele 1 überfaßt, abgedeckt werden. Die Gefahr einer Verletzung
bei unsachgemäßer Bedienung des Torblattes ist damit weitgehend eliminiert.
1. Sektionaltorblatt aus gelenkig miteinander verbundenen Paneelen (1) und mit Laufrollen
(2) zur Führung an Laufschienen, wobei die Laufrollen (2) an jeweils einem Rollenhalter
(3) senkrecht zur Torblattebene einstellbar gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenhalter (3) aus einem in eine randseitige Tasche (12) der Paneele (1) eingesetzten
Rollenbock (4) sowie einem zylinderförmigen Stellbolzen (5) besteht, wobei der Stellbolzen
(5) in eine Bohrung (6) des Rollenbocks (4) drehbeweglich eingesetzt und am Rollenbock
(4) arretierbar ist und wobei die Achse (10) der Laufrolle (2) in eine stirnseitige
Exzenterbohrung (11) des Stellbolzens (5) eingesetzt ist, die außermittig und parallel
zur Drehachse des Stellbolzens (5) ausgerichtet ist.
2. Sektionaltorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Rand der Paneele U-förmig abgewinkelt oder mit einer Profilleiste verstärkt ist
und dass die Rollenböcke in Ausnehmungen des Randprofils eingesetzt sind.
3. Sektionaltorblatt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Paneele (1) als doppelwandige, mit einem Wärmedämmaterial ausgeschäumte Bauelemente
ausgebildet sind und dass die Rollenböcke (4) in randseitige Taschen (12) des Schaumkörpers
eingesetzt sind.
4. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenbock (4) einen Flansch (13) aufweist, der an der Innenfläche der Paneele
(1) anschraubbar ist.
5. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellbolzen (5) durch in Gewindebohrungen (8) des Rollenbocks (4) eingesetzte
Klemmschrauben (7) in der Bohrung (6) des Rollenbockes (4) festsetzbar ist.
6. Sektionaltorblatt nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmschrauben (7) in eine Ringnut (9) des Stellbolzens (5) eingreifen und den
Stellbolzen (5) radial sowie axial sichern.
7. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stellbolzen (5) einen an der rollenseitigen Stirnfläche vorstehenden Bund (14)
aufweist, der mit Ausbildungen zum Anschluß eines Spannwerkzeuges (15) versehen ist.
8. Sektionaltorblatt nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der vorstehende Bund (14) Radialbohrungen (16) für einen Stift des Spannwerkzeuges
(15) aufweist.
9. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Rollenbock (4) einen Anschluß (17) für eine Scharnierverbindung zwischen benachbarten
Paneelen aufweist.