[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Waage nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Eine solche Waage entspricht der nicht vorveröffentlichten deutschen Patentanmeldung
DE 198 58 625.6, deren Inhalt hier durch Bezugnahme als geoffenbart gelten soll.
[0002] Eine solche Waage hat, wie in der genannten Patentanmeldung beschrieben, zahlreiche
Vorteile. Der vorliegenden Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, diesen Vorteilen
weitere hinzuzufügen, und dies gelingt erfindungsgemäss durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1.
[0003] Dabei wird die Tatsache ausgenützt, dass durch die nach der älteren Anmeldung vorgesehene
Schwenkbarkeit mit Spiel es ermöglicht, dem Bedienungspult zusätzlich eine grössere
Beweglichkeit zu verleihen, die es besonders leicht ermöglicht, die Fläche seiner
Oberseite um eine Querachse so zu schwenken, dass der jeweilige Betrachter - je nach
seiner Grösse oder der Relativlage seiner Augen zu einer Unterlagsfläche, auf der
die Waage steht - einen optimalen Blickwinkel auf die Bedienungselemente inklusive
der Anzeige hat, die ja gegebenenfalls als sogenannter Touch-screen ebenfalls als
Bedienungselement ausgestaltet sein kann.
[0004] Im Prinzip können für die Verschwenkbarkeit um die Querachse die verschiedensten
Konstruktionen vorgesehen werden. Beispielsweise wäre es möglich, eine von einem kleinen
Motor angetriebene, schwenkbare Spindel in einer Mutter laufen zu lassen. Bevorzugt
ist es jedoch, wenn das Bedienungspult selbst eine Schwenkeinrichtung aufweist, mittels
derer sich ein Teil des Bedienungspults um eine in dessen vorderem Bereich liegende
Querachse verschwenken lässt. Da der schwenkbare Teil beim Bedienen der Waage muss
belastet werden können, ist weiter eine Fixiereinrichtung zum wahlweisen Fixieren
in wenigstens zwei Schwenklagen vorgesehen. Vorzugsweise ist ferner eine Belastungseinrichtung
vorgesehen, welche eine Kraft auf den schwenkbaren Teil des Bedienungspults ausübt,
so dass dieser in einer vorbestimmten Richtung um die Querachse vorbelastet ist.
[0005] Dabei kann die Fixiereinrichtung beispielsweise von einer Klemmschraube oder von
einer Riegeleinrichtung gebildet sein, doch ist es günstiger, wenn die Fixiereinrichtung
rastartig elastisch ausgebildet ist und mit mindestens einer Gegenrast des Bedienungspultes
(4) in Eingriff bringbar ist, weil dann die Handhabung vereinfacht ist.
[0006] Eine derartige Beweglichkeit des Bedienungspultes relativ zum Waagengehäuse macht
natürlich die elektrische Verbindung über ein Kabel zu letzterem schwierig. Dieses
Problem wird gemäss einer Weiterbildung der Erfindung so gelöst, dass dem Kabel eine
Anpasseinrichtung zum Anpassen der wirksamen Kabellänge zugeordnet ist.
[0007] Diese Anpasseinrichtung könnte eine unter der Wirkung einer Feder stehende Kabeltrommel
sein, doch ist es bevorzugt, wenn die Anpasseinrichtung mindestens eine in einem Kabelgehäuse
untergebrachte, wahlweise zu umschlingende Umlenkeinrichtung aufweist, denn eine solche
Konstruktion ist weniger platzaufwendig.
[0008] Es ist vorteilhaft, wenn das Kabelgehäuse am Bedienungspult, insbesondere an dessen
Unterseite, gegebenenfalls aber auch an dessen Seite, untergebracht ist, denn bei
einer Unterbringung im Waagengehäuse müsste die Waage nach jedem Zugriff zum Kabelgehäuse
allenfalls neu nivelliert werden.
[0009] Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung
eines in der Zeichnung
schematisch dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispieles. Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht einer erfindungsgemässen Waage; von der die
Fig. 2a) bis c) das Bedienungspult in einem Schnitt nahe der Linie III-III der Fig.
1 in drei unterschiedlichen Schwenklagen veranschaulichen;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1 durch die Mitte eines keilartigen
Verstellmechanismus; und
Fig. 4 eine Druntersicht unter das Bedienungspult im Sinne des Pfeiles IV der Fig.
1 mit offenem Kabelgehäuse.
[0010] An Hand der Fig. 1 sollen nur jene Teile der Waage nach der älteren Patentanmeldung
beschrieben werden, welche zum Verständnis der vorliegenden Erfindung erforderlich
sein mögen.
[0011] Das einen Windschutz 2 tragende Waagengehäuse 21 einer Waage 1 besitzt an der Rückseite
wenigstens einen höhenverstellbaren Nivellierfuss 11 und ist an einer Frontplatte
9 mit einem Bedienungspult 4 verbunden. Dieses Bedienungspult 4 ist wenigstens annähernd
um eine geometrische Schwenkachse A schwenkbar an der Frontplatte 9 angebracht. Daher
ist es möglich, das Bedienungspult 4 aus der in Fig. 1 mit vollen Linien dargestellten
Arbeitslage, in der es betriebsbereit ist, in eine hochgeklappte, strichpunktiert
dargestellte Ruhelage 4' zu verschwenken, so dass sich die nach vorne auskragende
Längsseite des Bedienungspultes 4 nach oben erstreckt. Dies hat mehrere Vorteile:
- soll die Waage an einen anderen Ort gebracht werden, kann man sie leichter tragen;
- das Bedienungspult verschmutzt in dieser Position weniger;
- an einem etwaigen Abstellplatz nimmt die Waage weniger Raum ein;
- die Unterlage unter dem Bedienungspult ist leicht zu reinigen;
Die lose Ankoppelung des Bedienungspults über zwei kleine, die Schwenkachse A bestimmende
Achsstummel 17 (Fig. 2) hat zudem den weiteren Vorteil des erschwerten Wärmeüberganges
von sich erwärmenden Teilen des Bedienungspultes 4 auf das Waagengehäuse 21.
[0012] Durch die Erfindung wird der weitere Vorteil einer anpassbaren Arbeitslage hinzugefügt.
[0013] Das Bedienungspult 4 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel vier Drucktasten
6 sowie einen durch Berührung einzelner Bereiche zu Eingabezwecken der Betätigung
und der Anzeige dienenden Bildschirm 7 auf. Die dargestellte Ausführungsform des Bedienungspultes
4 ist verhältnismässig einfach, doch kann ein solches Bedienungspult beträchtliche
Ausmasse in seiner Längsausdehnung von der Frontplatte 9 weg annehmen. Um zu vermeiden,
dass bei einer Druckbetätigung eines der Teile 6 oder 7 ein Kippmoment auf das Waagengehäuse
21 ausgeübt wird, sind zweckmässig Füsse 8 vorgesehen. Das Bedienungsterminal 4 steht
dank der zumindest in vertikaler Richtung spielbehafteten Verbindung mit der Frontplatte
9 des Waagengehäuses 21 über die Schwenkachse A eigenständig und unabhängig von der
Waage auf der Unterlage. Auch wenn bei Betätigung des Terminals Druck auf die Füsse
ausgeübt wird und diese, z. B. als Folge ihrer Gummipufferung, leicht nachgeben, wird
trotzdem keine Kraft auf das Waagengehäuse 21 übertragen.
[0014] Es wurde oben bereits gesagt, dass das Bedienungspult 4 aus der mit vollen Linien
dargestellten Arbeitslage in die strich-punktierte Ruhelage 4' geschwenkt werden kann.
Es ist vorteilhaft, wenn wenigstens einer dieser Lagen eine Arretiervorrichtung oder
Rastvorrichtung zugeordnet ist, um den Verbleib in der jeweiligen Lage zu sichern.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist an einem Ständer 3 des Windschutzes 2 symbolisch
eine Klinke 10 angeordnet, die in der Ruhelage 4' mit einem am Bedienungspult 4 vorstehenden
Haltestift 12 zusammen die Fixierung in dieser Lage bewirkt. Es versteht sich, dass
es sich hier bloss um ein Beispiel handelt und die Arretiereinrichtung jede an sich
bekannte Form annehmen kann. Eine Verrastung oder Arretierung kann auch für die gezeigte
Arbeitslage von Vorteil sein.
[0015] Gemäss Fig. 2 a) bis c) sind für die Schwenkbewegung dieses Bedienungspultes 4 um
die Achse A zwei einander gegenüberliegende Achsstummel 17 (nur einer ist im Schnitt
nahe der Linie III-III zu sehen) an vom Gehäuse vorragenden Lagerwangen bzw. Armen
18 als Armaturen einer ein Schwenkscharnier zur Verschwenkung um die Achse A bildenden
Anordnung vorgesehen. Diese Achsstummel 17 liegen in einem länglichen, und damit Spiel
nach oben und unten vorsehenden Lagerauge 22. Das Lagerauge 22 umgreift jedoch den
jeweiligen Achsstummel 17 nur teilweise und ist gegen das in Fig. 2 nur durch das
Bezugszeichen angedeutete Waagengehäuse 21 hin offen. Dadurch kann das Bedienungspult
4 leicht vom Waagengehäuse 21 getrennt werden, falls dies erwünscht ist.
[0016] Um jedoch zu verhindern, dass Schmutz von dieser Rückseite her ins Innere des Bedienungspultes
gelangt, ist dieses als schachtelartiges Gehäuse ausgebildet, das eine die offene
Seite des Lagerauges 22 abdeckende Abdeckwand 16 aufweist. Diese Abdeckwand 16 muss
einerseits relativ dichtend an den Armaturen 17, 18, 22 anliegen, darf aber anderseits
eine weiter unten beschriebene Verschwenkung um eine im vorderen Bereich des Bedienpults
liegende Querachse B nicht behindern. Deshalb ist die Abdeckwand zweckmässig so geformt,
dass bei Verschwenkung um die Querachse B der Abstand zum Lagerauge 22 und dem Achsstummel
17 etwa gleich bleibt. Die Abdeckwand könnte auch elastisch, z. B. von einem Federblech
oder, wie dargestellt, von einem keilförmigen Kunststofflappen gebildet sein, der
auf dem Lagerauge aufsteht, ohne jedoch das Spiel des Achsstummels 17 zu beeinträchtigen.
[0017] Die Abdeckwand 16 stellt in der dargestellten günstigen Ausgestaltung einen Schenkel
einer etwa U-förmigen und die Armaturen 17, 18, 22, vorzugsweise mit Spiel, umgreifenden
Wandanordnung 16, 16' am schwenkbaren Teil des Bedienungspultes 4 dar, was einerseits
die Abdichtung verbessert, anderseits eine Führung für den mit ihr verbundenen schwenkbaren
Teil bildet, wenn dieser aus der Stellung nach Fig. 2 a) in die Stellung nach Fig.
2 b) oder 2 c) gebracht wird.
[0018] In einer weiteren Ausführungsform können das Lagerauge 22 und/oder die Abdeckwand
16 und der Achsstummel 17 so ausgebildet sein, dass in Arbeitslage des Bedienungsterminals
4 - unabhängig von der Verschwenkung um die Querachse B - das vorgesehene Spiel gewährleistet
ist, dass aber beim Hochschwenken des Bedienungsterminals 4 in die Ruhelage 4' ein
Widerstand überwunden werden muss, der in der Ruhelage 4' wieder nachlässt, so dass
das Terminal nur mit erneutem Kraftaufwand wieder aus der Ruhelage 4' in die Arbeitslage
gebracht werden kann. Das heisst, Lagerauge, Achsstummel und Abdeckwand bilden eine
Rastvorrichtung für die Verschwenkung des Bedienungspults 4 in die Ruhelage 4'. Dies
lässt sich beispielsweise durch einen nockenbewehrten Achsstummel oder Formung des
Achsstummels mit einem ellipsenartigen Querschnitt und eines teilweise federnden Lagerauges
und/oder einer federnden Abdeckwand erreichen, so dass beim Verschwenken um die Achse
A Rückwand und Lagerauge gegeneinander aufgeweitet werden und der Schwenkbewegung
ein zu überwindendes Widerstandsmoment entgegensetzen und bei weiterem Verschwenken
in der Ruhelage noch immer kraftschlüssig am Achsstummel anliegen, so dass das Terminal
in der Ruhelage gehalten wird. Es versteht sich, dass auch andere konstruktive Gestaltungen
dieser Art von Rasterung zum Ziele führen.
[0019] Das schachtelartige Gehäuse des Bedienungspultes 4 besteht aus einem oberen Gehäuse
20, mit einer oberen Abdeckung 15 und einem schachtelartig nach oben gezogenen Untersatz
23, der mit seinen Füssen 8 auf eine Unterlage 24 aufsetzbar ist und an seiner das
obere Gehäuse 20 unterseitig abschliessenden Oberseite einen verschmälerten oberen
Rand 25 aufweist, über den das obere Gehäuse 20 nach Art eines Schachteldeckels schiebbar
ist.
[0020] Der Untersatz 23 ist weiter als keilartiger Verstellmechanismus ausgebildet, der
im wesentlichen aus einem Trägerelement 26 und einer Bodenplatte 29 sowie einer Rastvorrichtung
gebildet aus nutförmigen Gegenrasten 33 (Fig. 2b und 2c) und Feder 30b besteht. Das
obere Gehäuse 20 ist relativ zur Bodenplatte 29 des Untersatzes 23 verschwenkbar,
um die Abdeckung 15 mit den aus Fig. 1 ersichtlichen Bedienungs- bzw. Anzeigeelementen
6, 7 relativ zum Beschauer in eine günstige Arbeitslage zu bringen, beispielsweise
um störende Spiegelungen von Lichtquellen zu vermeiden. Je nach der Schwenklage ergibt
sich dabei im Falle des gezeigten Ausführungsbeispieles ein Winkel α
1, α
2 oder α
3. Zu diesem Zweck stützt sich das das obere Gehäuse 20 an seiner Unterfläche tragende
Trägerelement 26 über einen daran befestigten, vorzugsweise aber einstückig angeformten,
balligen Achskörper 27 in einer Öffnung oder Vertiefung 28 am Boden des Untersatzes
23 ab. Auf diese Weise ist der Zusammenbau von oberem Gehäuse 20 und Untersatz 23
besonders einfach. Dabei versteht es sich, dass an Stelle der durchgehenden Öffnung
28 in der Bodenplatte 29 des Untersatzes 23 auch eine blosse Ausnehmung der, im übrigen
geschlossenen Bodenplatte 29 vorgesehen sein könnte. In jedem Falle ergibt sich eine
im balligen Achskörper 27 gelegene Querachse zur Verschwenkung der Abdeckung 15 mit
den Bedienungs- und Anzeigeelementen gegenüber der Unterlagsfläche 24. Dabei ist verständlich,
dass dies nur ein (bevorzugtes) Beispiel für eine mögliche Schwenkkonstruktion ist,
dass aber aus dem Gebiet der schwenkbaren Pulte oder dergleichen dem Fachmann genügend
Alternativen zur Verfügung stehen.
[0021] An der Unterseite des Trägerelements 26 ist eine Blattfeder 30 mittels mindestens
einer Schraube 31 (Fig. 3) in ihrem Mittelbereich befestigt. Die Blattfeder 30 hat
vorzugsweise zwei vom Mittelbereich abragende Schenkel 30a und 30b. Von diesen liegt
der eine Schenkel 30a an der Bodenplatte 29 des Untersatzes 23 auf und belastet das
obere Gehäuse 20 in Aufwärtsrichtung. Der andere Schenkel 30b der Feder 30 dient als
Rast, die in als Gegenrast 33 dienende Nuten eingreift, welche in einer als Fortsetzung
des Lagerauges 22 ausgebildeten Wand 32 als Vertiefungen ausgeformt sind. Es versteht
sich, dass hier zwar die Rast und Gegenrast formschlüssig ineinander greifen, gegebenenfalls
aber auch statt eines formschlüssigen Eingriffs ein kraftschlüssiger Eingriff eines
federnden Elementes in eine seichte Vertiefung eines anderen möglich wäre, so dass
die Rastverbindung durch Druck auf das obere Gehäuse 20 lösbar wäre. Dies ist aber
deshalb nicht bevorzugt, weil dann bei zu starkem Druck auf eine der Tasten 6 (Fig.
1) die Gefahr bestünde, dass sich die Rast löst. Auch wäre es möglich, die Gegenrasten
sägezahnförmig auszubilden, so dass die Bewegung des oberen Gehäuses 20 entgegen dem
Drucke der Belastungseinrichtung 30b unter darüber Schleifen über die Schrägflächen
der Sägezähne, in der anderen Richtung aber nur nach Lösen der Verrastung, z. B. in
der im folgenden beschriebenen Weise mittels Druckknopf, möglich ist.
[0022] Es versteht sich ferner, dass an Stelle eines einzigen Federelementes 30 für beide,
von den Schenkeln 30a, 30b ausgeübten Funktionen auch gesonderte Federelemente denkbar
wären. Ferner könnte die vom Federschenkel 30a gebildete Belastungseinrichtung (es
wären natürlich auch andere elastische Elemente, wie pneumatische Federn, Magnete
oder dergleichen möglich) auch in der anderen Richtung, d.h. im Sinne einer Bewegung
des oberen Gehäuses aus der Stellung nach Fig. 2 c) in die Stellung nach Fig. 2 a),
möglich, doch ist auch hier die dargestellte Lösung bevorzugt.
[0023] Insbesondere wenn, wie dargestellt, eine formschlüssige Verrastung vorgesehen ist,
so ist - ebenso wie bei einer unelastischen Verbindung - eine Betätigungseinrichtung
zum Lösen der Verbindung für die jeweilige Stellung zweckmässig. Natürlich wäre es
möglich, das obere Gehäuse 20 gegenüber der Bodenplatte 29 und der Wand 32 geringfügig
nach vorn verschiebbar zu machen, so dass es in der jeweils hinteren Gebrauchslage
mit dem Federschenkel 30b im Eingriff mit der Gegenrast 33 steht, in der vorderen
Verstelllage aber ausser Eingriff kommt. Dies würde aber die Abdichtung des Gehäuses
erschweren und die jeweilige Schwenklage etwas unsicher machen. Günstiger ist eine
Betätigungseinrichtung mit einem Druckknopf 34, wie ihn Fig. 3 zeigt. Wie die Schnittlinie
III-III der Fig. 1 veranschaulicht, ist dieser Druckknopf 34 an der Rückseite des
Bedienungspults 4 in unmittelbarer Nähe des Eingriffs der Rastfeder 30b in die nutförmige
Gegenrast 33 in der Wand 32 angebracht, doch ist natürlich die Unterbringung an einem
anderen Orte durchaus möglich.
[0024] Es wurde oben bereits gesagt, dass die durch die Querachse B bewirkte erhöhte Beweglichkeit
des Bedienungspultes 4 auch besondere Anforderungen hinsichtlich der elektrischen
Verbindung zum Waagengehäuse 21 erfordert. Dies kann nach einer Weiterbildung der
Erfindung so gelöst werden, dass dem Verbindungskabel 19 (Fig. 4) eine Anpasseinrichtung
zum Anpassen der wirksamen Kabellänge zugeordnet ist. An sich könnte dieses Kabel
im Waagengehäuse 21 selbst untergebracht sein, doch ist dies weniger günstig als eine
Unterbringung in einem eigenen, im Boden des Bedienungspultes 4 angeordneten Kabelgehäuse
35, das in Fig. 4 offen gezeigt ist, vorteilhaft aber durch eine (nicht dargestellte)
Platte in für solche Gehäuse an sich bekannter Weise abdeckbar ist.
[0025] Das Kabel 19 kann mit einem Stecker 36 in einer Steckbuchse 37 des Bedienungspultes
4 stecken und so lösbar sein. Zweckmässig ist aber zur Anpassung seiner Länge an die
jeweilige Lage des Bedienungspultes 4 mindestens eine im Kabelgehäuse 35 untergebrachte,
wahlweise zu umschlingende Umlenkeinrichtung 38, 39 und/oder 40 vorgesehen, so dass
die nach aussen hin wirksame Länge des Kabels durch Umlenken desselben um die eine,
die andere und/oder die dritte dieser Umlenkflächen 38-40 an die jeweiligen Erfordernisse
anpassbar ist.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 1
- Waage
- 2
- Windschutz
- 3
- Ständer
- 4
- Bedienungspult
- 6
- Drucktasten
- 7
- Bildschirm
- 8
- Füsse
- 9
- Frontplatte
- 10
- Klinke
- 11
- Nivellierfuss
- 12
- Haltestift
- 15
- Abdeckung
- 16
- Abdeckwand
- 17
- Achsstummel
- 18
- Lagerwangen, Arme
- 19
- Kabel
- 20
- oberes Gehäuse
- 21
- Waagengehäuse
- 22
- Lagerauge
- 23
- Untersatz
- 24
- Unterlage
- 25
- verschmälerter oberer Rand
- 26
- Trägerelement
- 27
- balliger Achskörper
- 28
- Vertiefung
- 29
- Bodenplatte
- 30
- Feder
- 31
- Schraube
- 32
- Wand
- 33
- Gegenrasten
- 34
- Druckknopf
- 35
- Kabelgehäuse
- 36
- Stecker
- 37
- Steckbuchse
- 38-40
- Umlenklächen
1. Waage (1) mit einem Waagengehäuse (21) und einem Bedienungspult (4) als gegeneinander
beweglichen Teilen (4, 21), welches Bedienungspult (4) in einer Anordnung am Waagengehäuse
(21) mit diesem durch am Bedienungspult (4) und am Waagengehäuse (21) vorhandene,
ineinandergreifende Armaturen (17, 18, 22) scharnierartig verbunden ist und um eine
im wesentlichen parallel zum Waagengehäuse (21) verlaufende Schwenkachse (A) von einer
vom Waagengehäuse (21) vorragenden Arbeitslage in eine Ruhelage (4') verschwenkt werden
kann, wobei die ineinandergreifenden Armaturen in mindestens einer radialen Richtung
Spiel aufweisen und so eine Schwenkgelenkeinrichtung (17, 22) bilden, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungspult (4) selbst eine Schwenkeinrichtung (26, 27, 28, 29) um eine im
vorderen Bereich desselben gelegene Querachse (B) und eine zugehörige Fixiereinrichtung
(30b, 33) zum wahlweisen Fixieren des schwenkbaren Teiles des Bedienungspultes (4)
in mindestens zwei Schwenklagen aufweist.
2. Waage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkeinrichtung (26...29) im wesentlichen aus einem Trägerelement (26) und
einer Bodenplatte (29) besteht, die durch einen im Bereich der Querachse (B) am Trägerelement
(26) vorragenden, in einer Vertiefung (28) der Bodenplatte (29) lagernden, balligen
Körper (27) scharnierartig miteinander verbunden sind.
3. Waage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienungspult aus einem oberen Gehäuse (20) und einem die Schwenkeinrichtung
(26...29) und die Fixiereinrichtung (30b, 33) enthaltenden Untersatz (23) besteht
und das obere Gehäuse (20) durch Verschwenkung des Untersatzes (23) um die Querachse
(B) in verschiedene Arbeitslagen bringbar ist.
4. Waage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Untersatzes (23) das obere Gehäuse (20) unterseitig abschliesst
und von unten schachtelartig in eine obere Abdeckung (15) des oberen Gehäuses (20)
eingreift.
5. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Waagengehäuse (21) zugewandten Seite des Bedienungspultes (4) von dem
um die Querachse (B) schwenkbaren Teil des Bedienungspults (4) eine abwärts ragende,
die Armaturen (17, 18, 22) des Bedienungspultes (4) abdeckende und mit dem schwenkbaren
Teil des Bedienungspults (4) um die Querachse (B) mitschwenkende Abdeckwand (16) vorgesehen
ist.
6. Waage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckwand (16) einen Schenkel einer etwa U-förmigen und die Armaturen (17, 18,
22) vorzugsweise mit Spiel umgreifenden Wandanordnung (16, 16') am schwenkbaren Teil
des Bedienungspults (4) bildet.
7. Waage nach einem der Ansprüche 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturen (17, 18, 22) ein die Scharnierachse (A) teilweise umgreifendes, gegen
die Abdeckwand (16) hin offenes Lagerauge (22) aufweisen.
8. Waage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Armaturen durch entsprechende Formung so aufeinander abgestimmt sind, dass bei
Verschwenkung des Bedienungspults in die Ruhelage ein Widerstandsmoment zu überwinden
ist.
9. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkeinrichtung (26...29) eine Belastungseinrichtung (30a) aufweist, welche
den schwenkbaren Teil des Bedienungspults (4) in einer vorbestimmten Schwenkrichtung
um die Querachse (B) vorbelastet.
10. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung (30b) rastartig elastisch ausgebildet ist und mit mindestens
einer Gegenrast (33) des Bedienungspultes (4) in Eingriff bringbar ist.
11. Waage nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Belastungseinrichtung (30a) und die Fixiereinrichtung (30b) von einem einzigen
Federelement (30) gebildet sind, welches in seinem Mittelbereich mit dem schwenkbaren
Teil des Bedienungspults (4) verbunden ist und dessen einer Schenkel (30a) sich nach
unten hin von oben auf der Bodenplatte (29) abstützt, wogegen der andere Schenkel
(30b) als Rast ausgebildet ist.
12. Waage nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Rast (30b) und Gegenrast (33) für einen formschlüssigen Eingriff ineinander ausgebildet
sind.
13. Waage nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixiereinrichtung (30b, 33) eine Betätigungseinrichtung (34) zum Lösen der Fixierung,
insbesondere einen gegen einen elastischen Teil (30b) der Fixiereinrichtung wirkenden
Druckknopf (34), aufweist.
14. Waage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der das Bedienungspult (4) mit
dem Waagengehäuse (21) über mindestens ein Kabel (19) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass dem Kabel (19) eine Anpasseinrichtung (38-40) zum Anpassen der wirksamen Kabellänge
zugeordnet ist.
15. Waage nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpasseinrichtung mindestens eine in einem Kabelgehäuse (35) untergebrachte,
wahlweise zu umschlingende Umlenkeinrichtung (38-40) aufweist.
16. Waage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabelgehäuse (35) am Bedienungspult (4), insbesondere an dessen Unterseite, untergebracht
ist.