[0001] Die Erfindung betrifft eine elektrische Schalteinrichtung, welche auf einer Leiterplatte
eine elastische Schaltmatte mit zumindest einem hutartigen, von der Leiterplatte abgehobenen
Schaltbereich, der an seiner inneren Stirnfläche eine elektrisch leitende, bei Druck
auf den Schaltbereich gegen Leiterbahnen der Leiterplatte bewegliche Schaltbrücke
hat.
[0002] Schalteinrichtungen der vorstehenden Art werden für Bedienteile der unterschiedlichsten
Art eingesetzt und sind allgemein bekannt und gebräuchlich. Die Schaltbrücke wird
bei ihnen üblicherweise durch eine Karbonbeschichtung erzeugt, die auf der Schaltmatte
aufgedruckt wird. Schaltmatten mit Schaltbrücken aus Karbon haben einen Übergangswiderstand
in der Größenordnung von etwa 150 - 500 Ω, was für manche Anwendungsfälle zu hoch
ist. Wenn man diesen Übergangswiderstand vermindern will, dann könnte man daran denken,
für die Schaltbrücke Karbon mit eingelagerten Metallpartikeln zu verwenden, was jedoch
zu unerwünschten Schwankungen bezüglich des Übergangswiderstandes führen würde. Setzt
man statt Schalteinrichtungen mit einer elastischen Schaltmatte einen üblichen Tastschalter
mit einer Schaltbrücke aus Metall ein, dann würden sich die Herstellungskosten für
die Schalteinrichtung wesentlich erhöhen. Weiterhin würde sich das Schaltgefühl deutlich
verändern, was insbesondere dann nicht hinnehmbar ist, wenn bei einem Bedienteil mehrere
Schalter vorgesehen sind, die alle ein gleiches Schaltgefühl haben sollen, und welche
aus Kostengründen jedoch nicht alle aufwendig gestaltet sein dürfen.
[0003] Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine elektrische Schalteinrichtung der
eingangs genannten Art so auszubilden, dass sich mit möglichst geringen Kosten ein
genau definierter, geringer Übergangswiderstand ergibt und der gegenüber üblichen
Schalteinrichtungen mit elastischer Schaltmatte kein verändertes Schaltgefühl erzeugt.
[0004] Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Schaltbrücke durch ein
von der inneren Stirnfläche gehaltenes Metallplättchen gebildet ist.
[0005] Eine solche Schalteinrichtung ist vergleichbar kostengünstig herstellbar wie übliche
Schalteinrichtungen mit einer Schaltmatte und einer aufgedruckten Schaltbrücke aus
Karbon. Die erfindungsgemäße Schalteinrichtung hat jedoch einen wesentlich geringeren
Übergangswiderstand in der Größenordnung von < 20 Ω. Weiterhin ist dieser Übergangswiderstand
sehr gleichmäßig, so dass sich bei einer Serie von Schalteinrichtungen stets ein genau
gleicher Übergangswiderstand ergibt.
[0006] Wenn bei der elektrischen Schalteinrichtung die Schaltmatte aus Gummi besteht, kann
man gemäß einer Weiterbildung der Erfindung vorsehen, dass die Schaltbrücke durch
Vulkanisieren mit der Schaltmatte verbunden ist. Hierdurch ergeben sich besonders
geringe Herstellungskosten.
[0007] Wenn ein Bedienteil verschiedene Einzeltastschalter hat und bei gleicher Haptik unterschiedliche
Übergangswiderstände erwünscht sind, kann man gemäß einer anderen Weiterbildung der
Erfindung vorsehen, dass diese Einzeltastschalter Schaltbrücken aus bezüglich ihres
elektrischen Widerstandes unterschiedlichen Materialien aufweisen.
[0008] Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung
ihres Grundprinzips sind zwei davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend
beschrieben. In ihr zeigen die
- Fig.1
- einen Schnitt durch eine Schalteinrichtung nach der Erfindung mit Betätigungsteil,
- Fig.2
- einen Schnitt durch eine zweite Schalteinrichtung.
[0009] Die Figur 1 zeigt eine Leiterplatte 1 mit zwei Leiterbahnen 2, 3. Auf der Leiterplatte
2 liegt eine elastische Schaltmatte 4 auf, die einen von der Leiterplatte 1 wegführenden,
hutartigen Schaltbereich 5 hat. Dieser hat im Inneren einen zur Leiterplatte 1 hin
gerichteten Stempel 6 mit einer Stirnfläche 7, an der als Kontaktbrücke 8 ein Metallplättchen
durch Vulkanisieren befestigt ist.
[0010] Oberhalb der Schaltmatte 4 erkennt man einen Taster 9 mit einem Lichtkasten 10. Drückt
man auf diesen Taster 9, dann gelangt der Lichtkasten 10 gegen den Schaltbereich 5
und drückt dadurch die Schaltbrücke 8 auf die beiden Leiterbahnen 2, 3, wodurch diese
elektrisch miteinander verbunden werden.
[0011] Die Figur 2 zeigt, dass die Schaltmatte 4 nebeneinander mehrere Einzeltastschalter
11, 12 haben kann. Der Einzeltastschalter 11 hat als Schaltbrücke 8 wiederum ein Metallplättchen,
während der Einzeltastschalter 12 einen Karbondruck 13 als Schaltbrücke hat, so dass
letzterer einen höheren Übergangswiderstand aufweist.
1. Elektrische Schalteinrichtung, welche auf einer Leiterplatte eine elastische Schaltmatte
mit zumindest einem hutartigen, von der Leiterplatte abgehobenen Schaltbereich, der
an seiner inneren Stirnfläche eine elektrisch leitende, bei Druck auf den Schaltbereich
gegen Kontakte der Leiterbahn bewegliche Schaltbrücke hat, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltbrücke (8) durch ein von der inneren Stirnfläche (7) gehaltenes Metallplättchen
gebildet ist.
2. Elektrische Schalteinrichtung nach Anspruch 1, bei dem die Schaltmatte aus Gummi besteht,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltbrücke (8) durch Vulkanisieren mit der Schaltmatte (4) verbunden ist.
3. Elektrische Schalteinrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Einzeltastschalter (11, 12) hat und diese Einzeltastschalter (11, 12)
Schaltbrücken (8) aus bezüglich ihres elektrischen Widerstandes unterschiedlichen
Materialien aufweisen.