| (19) |
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(11) |
EP 1 161 570 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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30.07.2003 Patentblatt 2003/31 |
| (22) |
Anmeldetag: 13.03.2000 |
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE0000/781 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0005/5384 (21.09.2000 Gazette 2000/38) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUR BESCHICHTUNG EINES TRÄGERKÖRPERS MIT EINEM HARTMAGNETISCHEN SE-FE-B-MATERIAL
MITTELS PLASMASPRITZENS
METHOD FOR COATING A SUPPORT BODY WITH A HARD MAGNETIC SE-FE-B MATERIAL USING PLASMA
SPRAYING
PROCEDE POUR RECOUVRIR UN CORPS SUPPORT D'UN MATERIAU A BASE DE SE-FE-N MAGNETIQUE
DUR, PAR PROJECTION AU PLASMA
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE FR GB |
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Priorität: |
16.03.1999 DE 19911609 20.01.2000 DE 10002346
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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12.12.2001 Patentblatt 2001/50 |
| (73) |
Patentinhaber: SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT |
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80333 München (DE) |
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Erfinder: |
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- RIEGER, Gotthard
D-91058 Erlangen (DE)
- WECKER, Joachim
D-91341 Röttenbach (DE)
- DUDA, Thomas
D-45768 Marl (DE)
- UNTERBERG, Wolfram
D-44287 Dortmund (DE)
- RODEWALD, Werner
D-63584 Gründau (DE)
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| (74) |
Vertreter: Schmuckermaier, Bernhard |
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PAe Westphal, Mussgnug & Partner,
Mozartstrasse 8 80336 München 80336 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A- 19 531 861 US-A- 4 897 283
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US-A- 4 297 388
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- WYSLOCKI J J: "Magnetic properties, microstructures and domain structures of arc-plasma
sprayed Nd-Fe-B permanent magnet" JOURNAL OF MATERIALS SCIENCE, 15 JULY 1992, UK,
Bd. 27, Nr. 14, Seiten 3777-3781, XP000916986 ISSN: 0022-2461 in der Anmeldung erwähnt
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 016, no. 556 (C-1007), 26. November 1992 (1992-11-26)
& JP 04 214849 A (TOYOTA AUTOM LOOM WORKS LTD), 5. August 1992 (1992-08-05)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Verfahren zur Beschichtung eines Trägerkörpers mit einem hartmagnetischen SE-FE-B-Material
mittels Plasmaspritzens
[0002] Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Beschichtung eines Trägerkörpers
mit einer Schicht aus hartmagnetischem Material des Stoffsystems SE-FE-B, wobei die
SE-Komponente mindestens ein Seltenes Erdmetall und die FE-Komponente zumindest ein
ferromagnetisches Element enthalten. Bei dem Verfahren umfasst der Beschichtungsvorgang
einen Plasmaspritzprozeß, bei dem ein aufgeschmolzenes Pulver aus einem Vormaterial
des auszubildenden hartmagnetischen Materials auf den Trägerkörper aufgespritzt wird.
Während des Beschichtungsvorganges werden dabei für jeden zu beschichtenden Bereich
des Trägerkörpers mehrere Beschichtungsphasen unter Aufheizung der jeweils zu beschichtenden
Oberfläche der Schicht und jeweils eine dazwischenliegende, beschichtungsfreie Phase
vorgesehen. Ein solches Verfahren und die dazu gehörige Vorrichtung gehen aus der
DE 195 31 861 A1 hervor. Ähnliche Verfahren sind beispielsweise aus der US-A 4 297
388, US-A-4 897 283, und dem Journal of Material Science, 15 July 1992, 27(14), Seiten
3777-3781 bekannt.
[0003] Seit einigen Jahren sind Magnetwerkstoffe auf Basis von Stoffsystemen bekannt, die
ein Seltenes Erdmetall (SE) und ein ferromagnetisches Übergangsmetall (FE) enthalten
und sich durch eine hohe Koerzitivfeldstärke H
c und eine hohe Energiedichte (B·H)
max auszeichnen. Ein Hauptvertreter aus der Gruppe der entsprechenden ternären Stoffsysteme
ist das Nd-Fe-B-System mit seiner hartmagnetischen Nd
2Fe
14B-Phase, welche tetragonale Kristallstruktur besitzt.
[0004] Größere Körper aus diesem hartmagnetischen Material werden bislang auf pulvermetallurgischem
Wege, durch eine Rascherstarrungstechnologie oder durch Heißpressen sowie Heißumformen
hergestellt. Jedoch sind bei diesen Verfahren die minimal erreichbaren Abmessungen
wie z.B. die Dicke eines Magnetes oder dessen Wandstärke auf einige Millimeter beschränkt.
Körper mit geringeren Abmessungen für Anwendungen in miniaturisierten Systemen und
Komponenten können dann nur durch sehr aufwendige Nachbearbeitungsprozesse ausgebildet
werden.
[0005] Darüber hinaus wurde zur Herstellung dünner hartmagnetischer CoSm-Schichten die Verwendung
eines Vakuumplasmaspritzprozesses gemäß der Veröffentlichung
"Journal of Applied Physics", Vol. 49, No. 3, März 1978, Seiten 2052 bis 2054 vorgesehen. Ein entsprechendes Verfahren zur Abscheidung von Nd-Fe-B-Schichten geht
aus der Veröffentlichung
"Journal of Magnetism and Magnetic Materials", Vol. 104 - 107, 1992, Seiten 363 bis
364 hervor. Mit diesem Beschichtungsverfahren unter Anwendung eines Plasmaspritzprozesses können
sowohl komplizierte Montage- als auch aufwendige Nachbearbeitungsschritte eingespart
bzw. vereinfacht werden. Des weiteren können mittels des genannten Verfahrens äußerst
komplizierte Geometrien von Trägerkörpern mit verhältnismäßig geringen Schichtdicken
beschichtet werden.
[0006] Mit einem weiteren, aus der Veröffentlichung
"Journal of Materials Science", Vol. 27, 1992, Seiten 3777 bis 3781 zu entnehmenden Beschichtungsverfahren zur Herstellung eines 3 mm dicken Nd-Fe-B-Films
mittels eines Plasmaspritz-(bzw. - spray)-Prozesses kann z.B. ein isotropes Nd-Fe-B-Magnetmaterial
auf einem auf 600°C aufgeheizten Trägerkörper aus Kupfer (Cu) erhalten werden, wobei
nach dem Abscheideprozeß eine Wärmebehandlung während 0,5 Stunden bei 750°C vorgesehen
ist. Mit dieser Wärmebehandlung lassen sich die Koerzitivfeldstärke, die Remanenz
und das Energieprodukt erheblich steigern. In der genannten Veröffentlichung wird
außerdem eine Koerzitivfeldstärke H
c für anisotropes, auf einen bei 600°C gehaltenen Trägerkörper aus Cu aufgespritztes
Material von 12 kA/cm genannt.
[0007] Darüber hinaus ist der eingangs genannten DE-A-Schrift ein einen Plasmaspritzprozeß
umfassender Beschichtungsvorgang zu entnehmen, bei dem auf einen Grundkörper wie beispielsweise
einen Rotorkörper einer elektrischen Maschine ein aufgeschmolzenes Pulver aus einem
Vormaterial eines auszubildenden hartmagnetischen Werkstoffes aufgespritzt wird. Jeder
zu beschichtende Bereich des Grundkörpers soll mehreren Beschichtungsphasen ausgesetzt
werden, zwischen denen sich das jeweils aufgebrachte Material und das darunterliegende
Material abkühlen können. Die Abkühlungsrate ist dabei offensichtlich so hoch, dass
nach dem Beschichtungsvorgang das Material amorph ist. Der Grundkörper muss deshalb
auf hohe Temperaturen von beispielsweise 800 bis 900°C aufgeheizt werden, um so das
Material zu rekristallisieren.
[0008] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das bekannte Verfahren weiter zu verbessern,
so dass Schichten mit hoher Koerzitivfeldstärke und mit verhältnismäßig großer Schichtdicke
zu erhalten sind. Dabei sollen aufwendige Rekristallisierungsglühungen zu vermeiden
sein.
[0009] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Trägerkörper wenigstens
in einer seiner zu beschichtenden Oberfläche zugewandten Zone zumindest gegen Ende
des Beschichtungsprozesses auf ein eine Rekristallisierung einer hartmagnetischen
Phase des hartmagnetischen Materials gewährleistendes Temperaturniveau gehoben wird.
Neben der hartmagnetischen Phase können gegebenenfalls noch weitere Phasen in dem
hartmagnetischen Material vorhanden sein.
[0010] Den erfindungsgemäßen Maßnahmen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass während des Beschichtungsprozesses
mit schwankendem Temperaturniveau ein sehr gleichmäßiger Schichtaufbau mit einer geringen
Porosität und guter Hafteigenschaft auf dem Trägerkörper zu erhalten ist, der gerade
bei größeren Schichtdicken vergleichsweise höhere hartmagnetische Eigenschaften zeigt,
wenn der Schichtaufbau auf ein für eine Rekristallisierung hinreichend hohes Temperaturniveau
durch entsprechendes Aufheizen des Trägerkörpers während des Beschichtungsvorganges
gehoben wird. Dieses Temperaturniveau soll spätestens gegen oder am Ende des Beschichtungsvorganges
erreicht sein, kann jedoch auch wesentlich eher erreicht werden. Gleichzeitig werden
dabei Schichteigenspannungen verhältnismäßig gering gehalten. Hierbei wird berücksichtigt,
dass sich mit einem kontinuierlichen Beschichtungsprozeß keine dickeren Schichten
mit den geforderten gleichbleibend guten magnetischen Eigenschaften erhalten lassen,
da dort Probleme bezüglich lokaler Überhitzungen am Trägerkörper bestehen. Durch die
zwischengeschalteten beschichtungsfreien Phasen (Beschichtungspausen) werden nämlich
größere Überhitzungen des gerade beschichteten Bereichs des Trägerkörpers vermieden,
indem über diesen eine hinreichend gute Wärmeabfuhr bzw. - verteilung zu gewährleisten
ist. Lokale Überhitzungseffekte durch den Plasmaspritzstrahl fallen somit nicht mehr
zu stark ins Gewicht. Andererseits wird durch das Anheben der Trägerkörpertemperatur
einer Amorphisierung des Materials entgegengewirkt, die unerwünschte thermische Nachbehandlungen
bei hohen Trägerkörpertemperaturen erfordern würde. Es lässt sich so neben einer guten
magnetischen Härtung der Schichten auch der für die Verfahrensdurchführung erforderliche
Energieaufwand entsprechend begrenzen. Außerdem wird auch eine Ausbildung von Rissen
in den Schichten oder ihr Abplatzen von dem Trägerkörper vermieden. Des weiteren ist
die Möglichkeit geschaffen, durch die besondere Prozeßführung bzw. die entsprechende
Kontrolle der Tragerkörpertemperatur gezielt auch anisotrope Schichten mit guten magnetischen
Eigenschaften und größerer Dicke herzustellen.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Beschichtungsverfahrens gehen
aus den jeweils abhängigen Ansprüchen hervor.
[0012] Insbesondere bei einer Beschichtung von größeren Gesamtflächen eines Trägerkörpers
werden von einem Plasmaspritzstrahl vorteilhaft nacheinander und wiederholt verschiedene
Bereiche des Trägerkörpers erfaßt. Dabei wird bevorzugt der Plasmaspritzstrahl so
geführt, dass während einer sich an eine Beschichtungsphase anschließenden beschichtungsfreien
Phase bezüglich eines Bereichs eine Beschichtung eines anderen Bereichs des Trägerkörpers
vorgenommen wird. Hierzu sieht man zweckmäßigerweise ein Bewegen des Plasmaspritzstrahls
und/oder des Trägerkörpers vor.
[0013] Der erfindungsgemäße Beschichtungsvorgang kann auch in mehrere Beschichtungsabschnitte
unterteilt werden, die von mindestens einem Abkühlungsabschnitt unterbrochen werden.
Hierbei hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn eine Temperaturführung an
dem Trägerkörper derart vorgenommen wird, dass zumindest der erste Beschichtungsabschnitt
von Raumtemperatur bis zu einer ersten Maximaltemperatur, der Abkühlungsabschnitt
von der ersten Maximaltemperatur bis zu einer Zwischentemperatur und der zweite Beschichtungsabschnitt
von dieser Zwischentemperatur bis zu einer zweiten Maximaltemperatur vorgesehen werden.
Die erste und die zweite Maximaltemperatur können dabei auf demselben Temperaturniveau
liegen. Die sich unmittelbar aneinander anschließenden Abschnitte führen zu einem
Temperaturausgleich über die gesamte Fläche und deshalb auch zu einem besonders gleichmäßigen
Schichtaufbau. Ein solcher Schichtaufbaus ist insbesondere dann zu gewährleisten,
wenn die erste Maximaltemperatur und/oder die zweite Maximaltemperatur aus einem Temperaturbereich
zwischen 400°C und 900°C, insbesondere zwischen 500°C und 800°C gewählt werden/wird.
[0014] Außerdem wird vorteilhaft die mindestens eine Zwischentemperatur um wenigstens 20°C,
vorzugsweise um mindestens 50°C tiefer liegend als die Maximaltemperatur der vorangehenden
Beschichtungsphase gewählt.
[0015] Dabei nimmt vorteilhaft der erste Beschichtungsabschnitt einen Zeitraum zwischen
2 und 15 Minuten, vorzugsweise zwischen 3 und 10 Minuten ein.
[0016] Auch können vorteilhaft im Anschluß an den ersten Beschichtungsabschnitt mehrere
Zyklen aus jeweils einem Abkühlungsabschnitt und einem Beschichtungsabschnitt vorgesehen
werden. Auf diese Weise sind insbesondere Schichten mit verhältnismäßig großer Dicke
von beispielsweise über 0,5 mm, vorzugsweise über 1 mm, zu erhalten.
[0017] Weiterhin ist als besonders vorteilhaft anzusehen, wenn ein während einer Beschichtungsphase
zu beschichtender Bereich des Trägerkörpers von einem relativ dazu bewegten Plasmaspritzstrahl
mehrfach in einer entsprechenden Anzahl von Überläufen überstrichen wird. Dabei wird
vorzugsweise mit jedem Überlauf eine Teilschicht mit einer Dicke zwischen 1 und 20
µm, insbesondere zwischen 3 und 15 µm aufgebracht. In mindestens 50 solcher Überläufe
kann dann die Schicht auf dem Trägerkörper mit der gewünschten Gesamtdicke abgeschieden
werden. Bei jedem Überlauf wird so nur ein Teilbereich des während eines Überlaufs
erfaßten Bereichs des Trägerkörpers erfaßt. Dies führt zu einer weiteren Vergleichmäßigung
der Temperatur am Trägerkörper bzw. zu einer entsprechenden Verringerung von lokalen
Überhitzungen und außerdem zu einer Verbesserung der gerade im Hinblick auf verhältnismäßig
dicke Schichten wichtigen guten Haftung des abgeschiedenen Materials bei gleichzeitig
geringer Porosität.
[0018] Nach dem Beschichtungsvorgang kann gegebenenfalls der Trägerkörper noch einer Wärmebehandlung
unterzogen werden, wobei die Wärmebehandlung insbesondere auf mindestens einem Temperaturniveau
vorgenommen wird, das zwischen 550° und 800°C, vorzugsweise zwischen 600° und 750°C
liegt. Mit einer derartigen Wärmebehandlung sind die magnetischen Eigenschaften des
abgeschiedenen zumindest weitgehend kristallinen Materials der Schicht zu verbessern.
[0019] Eine zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignete Beschichtungsvorrichtung
kann ein an sich bekanntes Plasmaspritzgerät, in dessen Plasmaflamme das Vormaterial
einzuführen ist, Mittel zur Halterung des Trägerkörpers bezüglich eines auf ihn gerichteten,
aus dem Spritzgerät austretenden Spritzstrahls sowie Mittel zur Temperatureinstellung
an dem Trägerkörper umfassen. Mit solchen Maßnahmen sind die Vorteile der beanspruchten
Verfahrensführung zu erreichen.
[0020] Vorteilhaft einfach ist der Trägerkörper mittels einer ihn aufnehmenden, auf ein
vorbestimmtes Temperaturniveau zu legenden Halterung indirekt auf dem gewünschten
Temperaturniveau zu halten. Das Temperaturniveau des Trägerkörpers lässt sich in einfacher
Weise einstellen, wenn die Halterung kühlbar ist. Damit ist die heiße Umgebungstemperatur
des Plasmaspritzprozesses am Trägerkörper in dem gewünschten Maße abzusenken.
[0021] Darüber hinaus können besonders vorteilhaft Mittel zur relativen Bewegung des Trägerkörpers
bezüglich des Plasmaspritzgerätes vorgesehen sein. So kann beispielsweise das Plasmaspritzgerät
schwenkbar ausgebildet sein. Auf diese Weise lassen sich auch komplizierte Geometrien
von Trägerkörpern und große Flächen mühelos beschichten.
[0022] Das Verfahren ist besonders geeignet zur Ausbildung von Schichten, welche zumindest
die Komponenten Nd, Fe und B des SE-FE-B-Materials, insbesondere zumindest großenteils
die hartmagnetische Nd
2Fe
14B-Phase, enthalten. Entsprechende Schichten werden vorteilhaft auf einem Trägerkörper
aus Cu oder einem Cu-haltigen Material, insbesondere aus einer Cu-Legierung, oder
aus einem legierten oder unlegierten Stahl abgeschieden.
[0023] Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen
noch weiter erläutert. Dabei zeigen jeweils schematisch
- deren Figur 1
- einen Querschnitt durch die wesentlichen Teile einer geeigneten Beschichtungsvorrichtung,
- deren Figur 2
- in einem Diagramm dem Temperaturverlauf während eines Plasmaspritzprozesses am Anfang
des erfindungsgemäßen Beschichtungsverfahrens,
- deren Figur 3
- in einem Diagramm die Hysteresiskurve einer erfindungsgemäß hergestellten Schicht,
- deren Figur 4
- in einem Diagramm den weiteren Temperaturverlauf bei dem Verfahren nach der Erfindung
und
- deren Figuren 5 bis 7
- die sukzessive Ausbreitung der kristallinen Zone einer Schicht während eines erfindungsgemäßen
Beschichtungsvorganges.
[0024] Mit der in Figur 1 angedeuteten, allgemein mit 2 bezeichneten Vorrichtung ist ein
Substrat oder Trägerkörper 3 mit einer Schicht 4 aus einem besonderen hartmagnetischen
Material in einem auf einen Restdruck p evakuierbaren Volumen V einer nicht dargestellten,
an sich bekannten Beschichtungskammer zu beschichten. Die Vorrichtung 2 weist ein
an sich bekanntes Spritzgerät 5 zum Plasmaspritzen auf. Dieses Gerät umfaßt ein Gehäuse
6, in dem eine Kathode 7 und eine als Anode dienende Düse 8 vorhanden sind. Es sind
ferner Zuführungen für einen Pulvereintritt 9, für ein Plasmagas 10 sowie Kanäle 11
für ein Kühlmittel, beispielsweise Wasser, vorhanden.
[0025] Der Trägerkörper 3 ist an einer Halterung 12 befestigt, die vorzugsweise kühlbar
ist. Sie weist deshalb z.B. Kühlkanäle 13 zur Führung eines (weiteren) Kühlmittels
wie z.B. Wasser auf. Vorteilhaft befindet sich die Halterung auch in einer großflächigen
thermischen Verbindung mit dem Trägerkörper, so dass dessen Temperaturniveau mittels
der Halterung beeinflußbar ist. Der Trägerkörper besteht aus einem den Temperaturverhältnissen
des Plasmaspritzprozesses angepaßten, metallischen oder keramischen Material. Metallische
Trägermaterialien, vorzugsweise Cu oder ein Cu-haltiges Material wie z.B. eine Cu-Legierung
oder legierte oder unlegierte Stähle wie z.B. ein CrNi-Stahl sind insbesondere aus
Wärmeleitungsgründen besonders geeignet.
[0026] Über einen elektrischen Generator 14 wird zwischen die Kathode 7 und die als Anode
gestaltete Düse 8 eine Hochspannung angelegt, so dass ein Lichtbogen gezündet wird.
Durch die Zuführung des Plasmagases 10 entsteht eine Plasmaflamme 15 an der Öffnung
der Düse 8, durch die ein konischer Spritzstrahl 16 des über den Pulvereintritt 9
seitlich zugeführten Pulvers gebildet wird. Es lässt sich somit auf dem Substrat 3
eine großflächige Spritzschicht 4 bilden.
[0027] Bei dem Pulver soll es sich um ein Vormaterial bzw. Ausgangsmaterial des auszubildenden
hartmagnetischen Materials vom Grundtyp SE-FE-B ( mit SE = Seltenes Erdmaterial, FE
= ferromagnetisches Element ) handeln. Dieses Pulver kann ein Pulvergemisch aus den
einzelnen Komponenten des auszubildenden Materials oder ein die gewünschten magnetischen
Eigenschaften noch nicht besitzendes Legierungspulver sein. Da der genannte Grundtyp
SE-FE-B nur die Basis für das auszubildende Material zu bilden braucht, bedeutet das,
dass die genannten drei Komponenten auch teilweise, d.h. zu weniger als 50 Atom-%
durch entsprechende andere Komponenten in an sich bekannter Weise ersetzt werden können.
So ist es insbesondere für Nd-Fe-B als den Hauptvertreter des Stoffsystems SE-FE-B
möglich, die Nd-Komponente partiell durch mindestens ein anderes Element aus der Gruppe
der Seltenen Erdmetalle, deren Ordnungszahl im Periodensystem der Elemente zwischen
57 bis 66 (jeweils einschließlich) liegt, zu ersetzen. Für einen Teil des ferromagnetischen
Metalls Fe als FE-Komponente kann auch Co und/oder Ni gewählt werden. Die B-Komponente
lässt sich vorteilhaft zu einem geringen Anteil (zu höchstens 3 Atom-% innerhalb der
Gesamtzusammensetzung der Ausgangspulvermischung) in bekannter Weise auch durch andere
Elemente wie z.B. durch Si ersetzen. Diese Substituenten können jedoch auch zu einem
entsprechenden Ersatz der Fe-Komponente dienen. Vorteilhaft hat die auszubildende
Legierung der herzustellenden Schicht die folgende Zusammensetzung: SE
xFE
yB
z,
wobei für die einzelnen Anteile gelten soll: 6 ≤ x ≤ 11,
83 ≤ y < 87 und 4 ≤ z < 6 (jeweils in Atom-%; mit
x + y + z ≈ 100 unter Einschluß unvermeidbarer Verunreinigungen). Diese Anteilsgrenzen
gelten insbesondere für den Fall FE = Fe. Bei Substitutionen des Fe partiell durch
Ni oder Co können sich auch davon abweichende Grenzen ergeben.
[0028] Außerdem ist es möglich, einen Anteil von höchstens 5 Atom-% der FE-Komponente (innerhalb
der Zusammensetzung der Ausgangspulvermischung) durch mindestens ein zusätzliches
metallisches Element ZM aus der Gruppe der Übergangsmetalle, durch Al, Si oder Ga
oder Ge partiell zu ersetzen, so dass dann die Legierung der auszubildenden Schicht
die Zusammensetzung SE
x(FE,ZM)
yB
z hat. Als ZM-Elemente kommen insbesondere auch V, Nb, Ta, Ti, Zr, Hf, Mn, Cr, Mo und
W in Frage. Die Wertebereiche für die Anteile x, y und z bleiben dabei gleich.
[0029] Als Ausführungsbeispiel sei nachfolgend eine Abscheidung und Ausbildung einer Schicht
aus einem Material des Stoffsystems Nd-Fe-B angenommen, das die hartmagnetische Nd
2Fe
14B-Phase zumindest großenteils ( d.h. zu mehr als 50-Vol.% ) enthält.
[0030] Die erfindungsgemäße Beschichtung eines Trägerkörpers 3 mittels eines Plasmaspritzprozesses
in einem evakuierbaren Volumen V bietet gegenüber anderen Beschichtungsverfahren erhebliche
Vorteile. Zum einen ist eine sehr gute Verarbeitbarkeit von speziell hergestellten
Pulvern aus dem Vormaterial des auszubildenden hartmagnetischen Materials des Stoffsystems
SE-FE-B. Dies hat einen sehr gleichmäßigen Schichtaufbau mit einer geringen Porosität
insbesondere aufgrund der hohen kinetischen Energie der einzelnen Spritzpartikel im
Spritzstrahl 16 zur Folge. Die geringe Porosität trägt auch dazu bei, dass sich gute
hartmagnetische Eigenschaften innerhalb der Schicht 4 einstellen können. Zum anderen
lassen sich gewünschte Schichtdicken von insbesondere über 0,5 mm, vorzugsweise von
mindestens 1 mm, beispielsweise zwischen 0,2 und 2 mm durch Variation der Spritzzeit
gezielt ausbilden. Desweiteren werden durch den Prozeß Verunreinigungen wie beispielsweise
von Stickstoff und Sauerstoff auf ein Minimum reduziert. Auf diese Weise sind sowohl
hohe Remanenzwerte als auch hohe Koerzitivfeldstärken des Schichtendproduktes zu gewährleisten.
Durch die hohen Partikelgeschwindigkeiten, die bei einem Vakuumplasmaspritzen erzielt
werden können und im allgemeinen zwischen 400 bis 600 m/s liegen, ergibt sich zudem
eine hohe Haftzugfestigkeit zwischen dem Werkstoff des Trägerkörpers 3 und dem Material
der Schicht 4.
[0031] Desweiteren können mit dem erfindungsgemäßen Verfahren und der zugehörenden Vorrichtung
unterschiedliche Trägerkörpergeometrien beschichtet werden. Dadurch entfallen aufwendige,
kostenintensive Nachbearbeitungsschritte. Eine bevorzugte Ausführungsform der Beschichtungsvorrichtung
2 sieht hierzu vor, dass der Trägerkörper 3 relativ zu dem Plasmaspritzgerät 5 zu
bewegen ist. Beispielsweise ist das Plasmaspritzgerät sowohl in horizontaler als auch
in vertikaler Richtung schwenkbar ausgeführt. Somit lassen sich Trägerkörper mit komplizierten
Geometrien und/oder großer Fläche mühelos mit Schichten aus dem hartmagnetischen Material
versehen. Außerdem ist damit zu erreiche, dass ein während einer Beschichtungsphase
zu beschichtender Bereich des Trägerkörpers von dem so relativ dazu bewegten Plasmaspritzstrahl
ein oder vorzugsweise mehrfach (in sogenannten Überläufen) überstrichen wird. Mit
jedem dieser Überläufe wird lamellenartig eine Teilschicht mit einer Dicke aufgebracht,
die im allgemeinen jeweils zwischen 3 und 20 µm, vorzugsweise zwischen 5 und 15 µm
liegt.
[0032] Erfindungsgemäß soll während des Plasmaspritzprozesses ein bestimmter Temperaturverlauf
an dem Trägerkörper 3 eingehalten werden, wobei die Prozeßführung vorteilhaft so gewählt
wird, dass der Trägerkörper 3 in horizontaler Richtung bei gleichzeitiger Schwenkung
des Plasmaspritzgerätes 5 geführt wird und damit eine großflächige Beschichtung ermöglicht
wird. Hierbei wird der Trägerkörper durch die in der Beschichtungskammer herrschende
Umgebungstemperatur des Plasmaspritzprozesses und insbesondere durch den auftreffenden
Plasmaspritzstrahl 16 aufgeheizt. Die konkrete Temperatur am Trägerkörper lässt sich
dabei indirekt durch die Kühlung der mit dem Trägerkörper thermisch verbundenen Halterung
12 einstellen. Während des Prozesses werden mehrere Beschichtungsphasen unter Aufheizung
des Trägerkörpers 3 und jeweils eine zwischenliegende Phase ohne Beschichtung des
Trägerkörpers, sogenannte Beschichtungspausen, vorgesehen. Während eines ersten Beschichtungsabschnittes
mit mehreren solcher Beschichtungsphasen und zwischengeschalteten beschichtungsfreien
Phasen bzw. Beschichtungspausen erwärmt sich der Trägerkörper 3 trotz einer eventuell
anfänglichen Kühlung zumindest in einer oberflächennahen Zone von Raumtemperatur bis
zu einer ersten Maximaltemperatur, wobei diese Maximaltemperatur vorteilhaft zwischen
400°C und 900°C, insbesondere zwischen 500°C und 800°C liegt. Beispielsweise wird
eine Maximaltemperatur von etwa 760°C vorgesehen. Unter einer oberflächennahen Zone
des Trägerkörpers wird dabei ein an die zu beschichtende Oberfläche (3a, vgl. Fig.
6) angrenzender Teilbereich des Trägerkörpers mit einer vorbestimmten, in den Trägerkörper
hineinragenden Mindesttiefe verstanden. Diese Mindesttiefe liegt im allgemeinen im
Millimeterbereich, beispielsweise bei 1 mm. Der erste Beschichtungsabschnitt dauert
im allgemeinen zwischen 2 und 15 Minuten, beispielsweise zwischen 3 und 10 Minuten.
Nachdem der Trägerkörper während einiger Minuten auf diese maximale Temperatur aufgeheizt
wurde, wobei der Plasmaspritzstrahl 16 den zu beschichtenden Bereich des Trägerkörpers
durch entsprechendes Schwenken des Plasmaspritzgerätes 5 überstreicht, kann sich ein
besonderer Abkühlungsabschnitt ohne Beschichtung anschließen. Während dieser beschichtungsfreien
Pause, während der der Plasmaspritzstrahl vorteilhaft einen anderen Bereich des Trägerkörpers
erfassen kann, kühlt sich der Trägerkörper wegen der Kühlung seiner Halterung 12 und
wegen der fehlenden Beaufschlagung mit dem Plasmaspritzstrahl 16 in Abhängigkeit von
der Pausendauer auf eine um mindestens 20°C, vorzugsweise mindestens 50°C tiefer als
die genannte Maximaltemperatur liegende Zwischentemperatur ab. Beispielsweise kann
die Zwischentemperatur in einem Temperaturbereich zwischen 100°C und 500°C wie etwa
bei 170°C liegen. An diesen Abkühlungsabschnitt kann sich dann ein mehrere Minuten
langer nächste Beschichtungsabschnitt anschließen, während dessen der Trägerkörper
3 bis zu einer zweiten Maximaltemperatur, die beispielsweise der ersten Maximaltemperatur
entspricht, wieder aufgeheizt wird. Vorteilhaft schließt sich diesem Zyklus aus Abkühlungsabschnitt
und Beschichtungs-/Aufheizabschnitt noch mindestens ein weiterer entsprechender Zyklus
an. Am Ende des gesamten Beschichtungsvorganges, der innerhalb des ersten Beschichtungsabschnittes
und des mindestens einen Zyklus im allgemeinen wenigstens 50 Überläufe des Plasmaspritzstrahls
umfaßt, liegt dann ein lamellenartiger, zumindest weitgehend kristalliner Aufbau der
Schicht 4 vor, deren magnetische Eigenschaften jedoch noch nicht optimal sein können.
[0033] Der so beschichtete Trägerkörper 3 kann deshalb anschließend in an sich bekannter
Weise einer Wärmebehandlung beziehungsweise Temperung auf mindestens einem vorbestimmten
Temperaturniveau unterzogen werden, um die gewünschten magnetischen Eigenschaften
zu optimieren. Die mindestens eine Tempertemperatur liegt dabei im allgemeinen zwischen
550° und 800°C, vorzugsweise zwischen 600° und 750°C. Dabei wird für die Wärmebehandlungsdauer
normalerweise ein Zeitraum von mindestens einer halben Stunde vorgesehen.
[0034] Durch eine gezielte Einstellung der Temperatur am Trägerkörper 3 lässt sich erreichen,
dass sich während der Kristallisation des Materials senkrecht zur Schichtebene eine
magnetische Vorzugsrichtung wegen der kristallinen c-Achsenorientierung ausbildet.
Darüber hinaus kann der Trägerkörper gegebenenfalls nach dem Beschichtungsvorgang
noch einer Magnetisierungsbehandlung unterzogen werden, um so in das hartmagnetische
Material eine Vorzugsrichtung der Magnetisierung einzuprägen.
[0035] Aus der nachfolgenden Tabelle ist der Einfluß von nachträglichen Wärmebehandlungen
mehrerer Proben bei verschiedenen Temperaturen auf die Koerzitivfeldstärke H
c zu entnehmen. Die Proben besaßen dabei jeweils erfindungsgemäß abgeschiedene Schichten
aus Nd-Fe-B mit einer der hartmagnetischen Phase entsprechenden Stöchiometrie. Die
Trägerkörper bestanden aus Cu oder aus einem Chrom-Nickel(CrMi)-Stahl. Außerdem wurde
die Dicke der abgeschiedenen Schichten variiert. Die vorgenommenen Wärmebehandlungen
erfolgten dabei jeweils eine Stunde im Hochvakuum. Die Zwischentemperatur am Ende
des einzigen Abkühlungsabschnittes zwischen zwei Aufheizabschnitten lag bei etwa 170°C.
[0036] Folgende Bezeichnungen wurden für die Tabelle gewählt:
- Tm =
- Maximaltemperatur(en) während des Plasmaspritzprozesses,
- Hc =
- Koezitivfeldstärke,
- Tt =
- Tempertemperatur der nachträglichen Wärmebehandlung,
- a.q. =
- Plasmaspritzprozeß ohne nachträgliche Wärmebehandlung,
- D =
- Dicke der abgeschiedenen Schicht.

[0037] Wie aus der vorstehenden Tabelle zu entnehmen ist, sind Schichtdicken D von mindestens
0,5 mm besonders vorteilhaft. Außerdem ist festzustellen, dass die zweite Cu-Probe,
für deren Maximaltemperaturen 760°C gewählt wurde, die höchsten Koerzitivfeldstärkewerte
H
c aufweist, wenn sie bei etwa 700°C getempert wird.
[0038] Aus dem Diagramm der Figur 2 geht der konkrete Aufheiz- und Abkühlzyklus dieser zweiten
Cu-Probe während des Beschichtungsprozesses hervor. Dabei sind in Abszissenrichtung
die Zeit t (in min) und in Ordinatenrichtung die Temperatur T am Trägerkörper (in
°C) aufgetragen. Wie dem Diagramm zu entnehmen ist, schloß sich einem ersten Beschichtungsabschnitt
I unmittelbar ein Abkühlungsabschnitt II auf eine Zwischentemperatur von 170° an.
Diesem Abkühlungsabschnitt folgte unmittelbar ein neuer Beschichtungsabschnitt III.
Der Beschichtungsprozeß war nach 9 Minuten bei einer Schichtdicke von 0,5 mm beendet.
Während des ersten Beschichtungsabschnittes I war der Plasmaspritzstrahl 36 mal über
den zu beschichtenden Bereich des Trägerkörpers hinweggestrichen (= 36 Überläufe),
während des zweiten Beschichtungsabschnittes II 50 mal. Die verstärkten Punkte auf
der dargestellten Kurve geben Temperaturmeßpunkte wieder.
[0039] Figur 3 zeigt in einem Diagramm die Hysteresiskurve des entsprechend hergestellten
Materials (der Probe Nr. 9) nach der optimierten Wärmebehandlung im Anschluß an den
Plasmaspritzprozeß. In dem Diagramm sind in Abszissenrichtung die Magnetfeldstärke
H (in kOe) und in Ordinatenrichtung die magnetische Polarisation J (in T) aufgetragen.
Aus dem Diagramm ist ein Wert der Koerzitivfeldstärke H
c von 15,8 kA/cm (= 19,9 kOe) ablesbar.
[0040] Gemäß den den Figuren 2 und 3 zugrundegelegten Ausführungsbeispielen wurde davon
ausgegangen, dass die einzelnen Beschichtungs- und Abkühlungsabschnitte etwa gleichlange
Zeitintervalle in der Größenordnung zwischen 1,5 und 5 Minuten einnehmen. Das erfindungsgemäße
Verfahren ist jedoch nicht auf eine derartige Verfahrensführung beschränkt. Man kann
z.B. auch einen sehr allmählichen Temperaturanstieg während des ersten Beschichtungsabschnittes
über einen vergleichsweise längeren Zeitraum von beispielsweise zwischen 5 und 12
Minuten vorsehen, dem sich dann im allgemeinen mehrere Zyklen aus Abkühl- und Beschichtungsabschnitten
von wesentlich kürzerer Dauer anschließen. Die einzelnen Phasen eines solchen Zyklus
können dabei zwischen 0,3 Minuten und 3 Minuten dauern. Ein entsprechendes Ausführungsbeispiel
des erfindungsgemäßen Verfahrens geht aus dem als Figur 4 wiedergegebenen Diagramm
in einer Figur 2 entsprechenden Darstellung hervor. Das Diagramm zeigt den Verlauf
der Trägerkörpertemperatur T in Abhängigkeit von der Zeit t nach einer Optimierung
der Trägerkörperführung. Auch hier schloß sich nach dem erstmaligen Erreichen der
ersten Maximaltemperatur von etwa 500°C nach etwa 10 Minuten wiederum eine mehrfach
wiederholte Folge (Zyklus) eines Abkühlungsabschnittes und eines Beschichtungsabschnittes
an, wobei die Temperaturabsenkung während des Abkühlungsabschnittes bei etwa 20°C
lag. Jeder der hier 5 Zyklen dauerte insgesamt etwa 1 Minute. Die etwa 1 mm dicke
Schicht auf einem CrNi-Stahl-Trägerkörper zeigte nach einer Temperung im Hochvakuum
bei 720°C während 1 Stunde eine maximale Koerzitivfeldstärke H
c von 13,5 kA/cm.
[0041] Wie vorstehend dargelegt, erfolgt bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Abscheidung
des hartmagnetischen Materials aus dem Stoffsystem SE-FE-B mittels eines besonderen
Plasmaspritzprozesses in mehreren Beschichtungsphasen. Ein entsprechender Aufbau einer
Schicht aus diesem Material auf einem insbesondere gekühlten Trägerkörper 3 ist in
den Schnittansichten der Figuren 5 bis 7 angedeutet. Eine gewünschte Dicke d der Schicht
4 von über 0,5 mm, vorzugsweise von mindestens 1 mm, beispielsweise von mehreren Millimetern
(vgl. Figur 7) wird durch eine hohe Anzahl von nachfolgend als Überläufe oder Scans
des Plasmastrahls bezeichneten Beschichtungsphasen erreicht. Dabei wird zweckmäßig
pro Überlauf in Abhängigkeit von den gewählten Prozessparametern wie z.B. der Fördergeschwindigkeit
des Pulvers ein Schichtzuwachs Δd (vgl. Figur 5) im Mikrometer-Bereich, insbesondere
zwischen 1 und 20 µm, vorzugsweise zwischen 3 und 15 µm, beispielsweise von etwa 5
µm eingestellt. Durch die hohe Abkühlungsgeschwindigkeit beim Auftreffen der geschmolzenen
Partikel scheiden sich zunächst Unterschichten bzw. Teilschichten während der Aufheizphase
(vgl. Figur 4) überwiegend amorph ab. In Figur 5 sind drei solcher amorpher, jeweils
mit einem Überlauf erzeugter Teilschichten mit l
a bezeichnet. Durch die anhand von Figur 4 verdeutlichte weitere Temperaturführung
des Trägerkörpers 3 zumindest in seiner oberflächennahen Zone bis zu einer konstanten
Temperatur von beispielsweise etwa 500°C bei oder wenig oberhalb (maximal 100°C) der
Rekristallisationstemperatur der hartmagnetischen Phase des Stoffsystems, die zwischen
etwa 500 und 550°C liegt, wird dann die gesamte Schicht sukzessive auskristallisiert.
Dieser Auskristallisationsvorgang ist anhand der Figuren 5 bis 7 ersichtlich. Die
zunächst amorphen Teilschichten l
a (vgl. Figur 5) werden von der Oberfläche 3a des Substrats bzw. Trägerkörpers 3 aus
wegen der mit fortschreitendem Beschichtungsvorgang einhergehenden Erwärmung des Trägerkörpers
auskristallisiert. Diese auskristallisierten Teilschichten sind mit l
k bezeichnet und bilden eine der Oberfläche 3a zugewandte Schichtzone z (vgl. Figur
6). Diese auskristallisierte Zone z wächst also mit fortschreitendem Beschichtungsvorgang
von der Oberfläche 3a ausgehend an und erstreckt sich am Ende des Beschichtungsvorganges
praktisch durch die gesamte Schicht 4 der Dicke d (vgl. Figur 7). Durch diese in die
Prozessführung integrierte Wärmebehandlung kann vorteilhaft die sonst erforderliche
nachträgliche Wärmebehandlung zur Rekristallisierung zumindest großenteils entfallen.
1. Verfahren zur Beschichtung eines Trägerkörpers mit einer Schicht aus hartmagnetischem
Material des Stoffsystems SE-FE-B, wobei die SE-Komponente zumindest ein Seltenes
Erdmetall und die FE-Komponente zumindest ein ferromagnetisches Element enthalten,
bei welchem Verfahren der Beschichtungsvorgang einen Plasmaspritzprozeß umfasst, bei
dem ein aufgeschmolzenes Pulver aus einem Vormaterial des auszubildenden hartmagnetischen
Materials auf den Trägerkörper aufgespritzt wird, wobei während des Beschichtungsvorganges
für jeden zu beschichtenden Bereich des Trägerkörpers (3) mehrere Beschichtungsphasen
unter Aufheizung der jeweils zu beschichtenden Oberfläche und jeweils eine dazwischenliegende
beschichtungsfreie Phase vorgesehen werden, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (3) wenigstens in einer seiner zu beschichtenden Oberfläche (3a)
zugewandten Zone zumindest gegen Ende des Beschichtungsvorganges auf ein eine Rekristallisierung
einer hartmagnetischen Phase des hartmagnetischen Materials gewährleistendes Temperaturniveau
gehoben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (3) zumindest in seiner oberflächennahen Zone auf ein Temperaturniveau
angehoben wird, das höchstens 100°C über der Rekristallisationstemperatur der hartmagnetischen
Phase liegt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Plasmaspritzstrahl (16) nacheinander und wiederholt verschiedene Bereiche
des Trägerkörpers (3) erfaßt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein Bewegen des Plasmaspritzstrahls (16) und/oder des Trägerkörpers (3).
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zu beschichtender Bereich des Trägerkörpers (3) von einem relativ dazu bewegten
Plasmaspritzstrahl (16) mehrfach in einer entsprechenden Anzahl von Überläufen als
den Beschichtungsphasen überstrichen wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mit jedem Überlauf eine Teilschicht mit einer Dicke (Δd) zwischen 1 und 20 µm, vorzugsweise
zwischen 3 und 15 µm aufgebracht wird.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (4) auf den Trägerkörper (3) mit einer Gesamtdicke (d) in mindestens
50 Überläufen lamellenartig aufgebracht wird.
8. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Beschichtungsvorgang in mehrere Beschichtungsabschnitte (I; III) unterteilt wird,
die von mindestens einem Abkühlungsabschnitt (II) unterbrochen werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest der erste Beschichtungsabschnitt (I) von Raumtemperatur bis zu einer ersten
Maximaltemperatur, der Abkühlungsabschnitt (II) von der ersten Maximaltemperatur bis
zu einer Zwischentemperatur und der zweite Beschichtungsabschnitt (III) von der Zwischentemperatur
bis zu einer zweiten Maximaltemperatur vorgesehen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Maximaltemperatur und/oder die zweite Maximaltemperatur in einem Temperaturbereich
zwischen 400°C und 900°C, insbesondere zwischen 500°C und 800°C liegen/liegt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Zwischentemperatur um wenigstens 20°C, vorzugsweise um wenigstens
50°C tiefer liegend gewählt wird als die Maximaltemperatur der vorangehenden Beschichtungsphase.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Beschichtungsabschnitt (I) einen Zeitraum zwischen 2 und 15 Minuten, vorzugsweise
zwischen 3 und 10 Minuten einnimmt.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluß an den ersten Beschichtungsabschnitt (I) mehrere Zyklen aus jeweils einem
Abkühlungsabschnitt (II) und einem Beschichtungsabschnitt (III) vorgesehen werden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Beschichtungsabschnitt (I) eine Zeitdauer zwischen 5 und 12 Minuten einnimmt
und der Abkühlungsabschnitt (II) und Beschichtungsabschnitt (III) jedes Zyklus jeweils
eine Zeitdauer zwischen 0,3 und 3 Minuten einnehmen.
15. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (3) nach dem Beschichtungsvorgang einer Wärmebehandlung unterzogen
wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmebehandlung auf mindestens einem Temperaturniveau vorgenommen wird, das zwischen
550° und 800°C, vorzugsweise zwischen 600° und 750°C liegt.
17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Wärmebehandlung von mindestens einer halben Stunde Dauer vorgesehen wird.
18. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Trägerkörper (3) nach dem Beschichtungsvorgang einer Magnetisierungsbehandlung
unterzogen wird.
19. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Trägerkörper (3) aus Cu oder einem Cu-haltigen Material, insbesondere einer Cu-Legierung,
oder aus einem legierten oder unlegierten Stahl vorgesehen wird.
20. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht (4) ausgebildet wird, die zumindest die Komponenten Nd, Fe und B des
SE-FE-B-Materials enthält.
21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht (4) ausgebildet wird, die zumindest großenteils die hartmagnetische
Nd2Fe14B-Phase enthält.
22. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht (4) mit einer Dicke von über 0,5 mm, vorzugsweise von mindestens 1 mm
abgeschieden wird.
1. Method of coating a support body with a layer of hard-magnetic material of the material
system SE-FE-B, where the SE component contains at least one rare-earth metal and
the FE component contains at least one ferromagnetic element, in which method the
coating process includes a plasma spraying process in which a molten powder consisting
of a precursor of the hard-magnetic material to be formed is sprayed on to the support
body, several coating phases with heating of the respective surface to be coated and
respective intermediate coating-free phases being provided for each region of the
support body (3) to be coated during the coating process, characterised in that the temperature of the support body (3) is increased to a level ensuring recrystallisation
of a hard-magnetic phase of the hard-magnetic material at least in a zone directed
towards its surface (3a) to be coated at least towards the end of the coating process.
2. Method according to claim 1, characterised in that the temperature of the support body (3) is increased to a level no more than 100°C
higher than the recrystallisation temperature of the hard-magnetic phase at least
in its zone close to the surface.
3. Method according to claim 1 or claim 2, characterised in that different regions of the support body (3) are covered repeatedly one after the other
by a plasma spray jet (16).
4. Method according to claim 3, characterised by movement of the plasma spray jet (16) and/or the support body (3).
5. Method according to one of the preceding claims, characterised in that a region of the support body (3) to be coated is covered repeatedly in a number of
passes corresponding to the coating phases by a plasma spray jet (16) moved relative
thereto.
6. Method according to claim 5, characterised in that a partial layer having a thickness (Δd) of between 1 and 20 µm, preferably between
3 and 15 µm, is applied in each pass.
7. Method according to claim 5 or claim 6, characterised in that the layer (4) is applied to the support body (3) in a lamellar manner in at least
50 passes to a total thickness (d).
8. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the coating process is divided into several coating stages (I; III) interrupted by
at least one cooling stage (II).
9. Method according to claim 8, characterised by at least the first coating stage (I) from room temperature to a first maximum temperature,
the cooling stage (II) from the first maximum temperature to an intermediate temperature
and the second coating stage (III) from the intermediate temperature to a second maximum
temperature.
10. Method according to claim 9, characterised in that the first maximum temperature and/or the second maximum temperature is/are in a temperature
range of between 400°C and 900°C, in particular between 500°C and 800°C.
11. Method according to claim 9 or claim 10, characterised in that the at least one intermediate temperature is at least 20°C, preferably at least 50°C
lower than the maximum temperature of the preceding coating phase.
12. Method according to one of claims 8 to 11, characterised in that the first coating stage (I) covers a period of between 2 and 15 minutes, preferably
between 3 and 10 minutes.
13. Method according to one of claims 8 to 12, characterised in that the first coating stage (I) is followed by several cycles each consisting of a cooling
stage (II) and a coating stage (III).
14. Method according to claim 13, characterised in that the first coating stage (I) covers a period of between 5 and 12 minutes and the cooling
stage (II) and the coating stage (III) of each cycle each cover a period of between
0.3 and 3 minutes.
15. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the support body (3) is subjected to heat treatment after the coating process.
16. Method according to claim 15, characterised in that the heat treatment is carried out at least at a temperature level between 550° and
800°C, preferably between 600° and 750°C.
17. Method according to claim 15 or claim 16, characterised by heat treatment lasting at least half an hour.
18. Method according to one of the preceding claims, characterised in that the support body (3) is subjected to magnetisation after the coating process.
19. Method according to one of the preceding claims, characterised by a support body (3) consisting of Cu or another Cu-containing material, in particular
a Cu alloy, or an alloyed or unalloyed steel.
20. Method according to one of the preceding claims, characterised in that a layer (4) containing at least the components Nd, Fe and B of the SE-FE-B material
is formed.
21. Method according to claim 20, characterised in that a layer (4) containing at least for the most part the hard-magnetic Nd2Fe14B phase is formed.
22. Method according to one of the preceding claims, characterised in that a layer (4) having a thickness of more than 0.5 mm, preferably at least 1 mm, is
deposited.
1. Procédé pour revêtir un corps porteur d'une couche en un matériau magnétique dur du
système de matériau TR-FE-B, le composant TR contenant au moins un métal des terres
rares et le composant FE au moins un élément ferromagnétique, pour lequel l'opération
de revêtement comprend un processus de projection au plasma en projetant sur le corps
porteur une poudre fondue d'un matériau primaire du matériau magnétique dur à former,
avec, pendant l'opération de revêtement pour chaque zone du corps porteur (3) à revêtir,
plusieurs phases de revêtement en chauffant la surface à revêtir concernée et à chaque
fois une phase intermédiaire sans revêtement, caractérisé en ce que au moins dans une zone orientée vers sa surface (3a) à revêtir au moins vers la fin
de l'opération de revêtement, le corps porteur (3) est élevé à un niveau de température
qui assure une recristallisation d'une phase magnétique dure du matériau magnétique
dur.
2. Procédé selon la revendication 1,
caractérisé en ce qu'
au moins dans sa zone proche de la surface, le corps porteur (3) est élevé à un niveau
de température qui est au plus 100 °C au-dessus de la température de recristallisation
de la phase magnétique dure.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2,
caractérisé en ce que
différentes zones du corps porteur (3) sont successivement et de façon réitérée saisies
par un jet de projection au plasma (16)
4. Procédé selon la revendication 3,
caractérisé par un déplacement du jet de projection au plasma (16) et/ou du corps porteur (3).
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
une zone à revêtir du corps porteur (3) est balayée par un jet de projection au plasma
(16) déplacé plusieurs fois par rapport à lui, le nombre de passages correspondant
aux phases de revêtement.
6. Procédé selon la revendication 5,
caractérisé en ce qu'
à chaque passage est appliquée une couche partielle d'une épaisseur (Δd) comprise
entre 1 et 20 µm, de préférence entre 3 et 15 µm.
7. Procédé selon la revendication 5 ou 6,
caractérisé en ce que
la couche (4) sur le corps porteur (3) est appliquée sous forme de lamelle avec une
épaisseur totale (d) en au moins 50 passages.
8. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'opération de revêtement est subdivisée en plusieurs périodes de revêtement (I ;
III) qui sont interrompues par au moins une période de refroidissement (II).
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
l'on prévoit au moins la première période de revêtement (I) depuis la température
ambiante jusqu'à une première température maximale, la période de refroidissement
(II) depuis la première température maximale jusqu'à une température intermédiaire
et la deuxième période de revêtement (III) depuis la température intermédiaire jusqu'à
une deuxième température maximale.
10. Procédé selon la revendication 9,
caractérisé en ce que
la première température maximale et/ou la deuxième température maximale est/sont dans
une plage de températures comprise entre 400 °C et 900 °C, en particulier entre 500
°C et 800 °C.
11. Procédé selon la revendication 9 ou 10,
caractérisé en ce que
la température intermédiaire au moins au nombre d'une est choisie de préférence pour
qu'elle soit inférieure d'au moins 20°C, de préférence d'au moins de 50 °C inférieure
à la température maximale de la phase de revêtement précédente.
12. Procédé selon l'une des revendications 8 à 11,
caractérisé en ce que
la première période de revêtement (I) a une durée comprise entre 2 et 15 minutes,
de préférence entre 3 et 10 minutes.
13. Procédé selon l'une des revendications 8 à 12,
caractérisé en ce que
suite à la première période de revêtement (I), on prévoit plusieurs cycles qui ont
chacun une période de refroidissement (II) et une période de revêtement (III).
14. Procédé selon la revendication 13,
caractérisé en ce que
la première période de revêtement (I) a une durée comprise entre 5 et 12 minutes et
la période de refroidissement (II) et la période de revêtement (III) de chaque cycle
ont chacune une durée comprise entre 0,3 et 3 minutes.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le corps porteur (3) est soumis à un traitement thermique après l'opération de revêtement.
16. Procédé selon la revendication 15,
caractérisé en ce que
le traitement thermique est réalisé à au moins un niveau de température qui est compris
entre 550 ° et 800 °C, de préférence entre 600 ° et 750 °C.
17. Procédé selon la revendication 15 ou 16,
caractérisé en ce que
l'on prévoit un traitement thermique d'une durée d'au moins une demi-heure.
18. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
le corps porteur (3) est soumis à un traitement d'aimantation après l'opération de
revêtement.
19. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on prévoit un corps porteur (3) en Cu ou en un matériau contenant du Cu, en particulier
un alliage de Cu, ou en un acier allié ou non allié.
20. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'
on forme une couche (4) qui contient au moins les composants Nd, Fe et B du matériau
TR-FE-B.
21. Procédé selon la revendication 20,
caractérisé en ce qu'
on forme une couche (4) qui contient au moins en majeure partie la phase magnétique
dure Nd2Fe14B.
22. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'on dépose une couche (4) d'une épaisseur de plus de 0,5 mm, de préférence d'au moins
1 mm.