[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zuführen eines abschnittweise perforierten
Belagpapierstreifens in einer Filteransetzmaschine zu einer Beleimeinrichtung zum
Auftragen von Leimbildern mit den perforierten Abschnitten entsprechenden leimfreien
Zonen und zu einer Schneideinrichtung, die periodisch von dem Belagpapierstreifen
Belagpapierabschnitte abtrennt. Die Erfindung betrifft darüber hinaus eine Vorrichtung
zum Zuführen eines abschnittweise perforierten Belagpapierstreifens in einer Filteransetzmaschine,
mit einer Beleimeinrichtung zum Auftragen von Leimbildern mit den perforierten Abschnitten
entsprechenden leimfreien Zonen, mit einer Zuführeinrichtung zum Zuführen des Belagpapierstreifens
zu der Beleimeinrichtung, mit einer Schneideinrichtung zum periodischen Abtrennen
von Belagpapierabschnitten von dem Belagpapierstreifen, mit einem ersten Sensor zum
Erfassen der perforierten Abschnitte oder von zu diesen in fester Zuordnung auf dem
Belagpapierstreifen angeordneten Markierungen.
[0002] Derartige Verfahren und Vorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt. So
zeigt beispielsweise die US 5,735,292 ein derartiges Verfahren und eine derartige
Vorrichtung.
[0003] Aus diesem Stand der Technik ist es bekannt, nach dem Beleimen des Belagpapierstreifens
die Lage der Leimabschnitte zu erfassen und bei einer Abweichung der Sollage dieser
Leimabschnitte die Lage der Leimabschnitte entsprechend nachzukorrigieren. Es sind
zwei Möglichkeiten offenbart, wie die Lage von Leimabschnitten oder Leimbildern auf
einem Belagpapierstreifen relativ zum Schnitt, d.h. zur Schneidfrequenz einer Schneideinrichtung
in einer Filteransetzmaschine, gesteuert werden kann.
[0004] Dazu wird in einer bestimmten Position zwischen einer eine umlaufende, entsprechend
den aufzutragenden Leimbildern mit Ausnehmungen versehenen Leimauftragswalze aufweisenden
Beleimeinrichtung und einer eine umlaufende Messerwalze aufweisenden Schneideinrichtung
die Lage der leimfreien Zonen oder einer Perforation auf dem Belagpapierstreifen relativ
zur jeweiligen Drehwinkellage der Messerwalze erfaßt. Abweichungen von einer Solllage
können dann entweder durch Ändern der Drehwinkellage der Leimauftragswalze relativ
zur Drehwinkellage der Messerwalze und/oder durch Ändern der Länge des Förderweges
für den Belagpapierstreifen zwischen Beleimeinrichtung und Schneideinrichtung korrigiert
werden.
[0005] Nachteilig bei diesem Stand der Technik ist, daß bei einer Korrektur der Lage der
Leimbilder zum Schnitt die Lage der Leimbilder zu den perforierten Abschnitten ebenfalls
geändert wird und nunmehr hier wieder eine Korrektur erforderlich ist und umgekehrt.
[0006] Das vorgenannte Problem kann bei einer Überwachungs- und Steueranordnung gemäß der
US-PS 5,735,292 nur mit erheblichem regeltechnischem Aufwand gelöst werden, wozu die
Schrift aber keine Hinweise enthält.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung der
eingangs genannten Art zu verbessern.
[0008] Die vorgenannte Aufgabe wird durch das Verfahren und die Vorrichtung gemäß den Ansprüchen
1 bzw. 10 gelöst.
[0009] Die Erfindung macht sich die Erkenntnis zunutze, daß bei fester Weglänge zwischen
Beleimeinrichtung und Schneideinrichtung für die Synchronisation der Arbeitsweisen
der beiden Einrichtungen nur eine auf die jeweilige Belagblättchenlänge abgestimmte
einmalige Grundeinstellung nötig ist. Dabei werden sowohl für die Phasendifferenz
zwischen der Frequenz des Auftretens der perforierten Abschnitte und der Schneidfrequenz
der Schneideinrichtung als auch für die Zufuhrgeschwindigkeit Werte vorgegeben. Letzterer
wird auf die Produktionsleistung der Filteransetzmaschine abgestimmt. Nach dieser
Grundeinstellung ist es dank der Erfindung möglich, nur über die Änderung der Zufuhrgeschwindigkeit
des Belagpapierstreifens Beleimeinrichtung und Schneideinrichtung auch während des
Dauerbetriebes der Maschine abgestimmt auf die Lage der Perforationen auf dem Belagpapierstreifen
arbeiten zu lassen. Die Erfindung stellt somit mit geringem Aufwand sicher, daß sowohl
die Lage der perforierten Abschnitte und der Leimbilder im bzw. auf dem Belagpapierstreifen
zueinander als auch zum Schnitt durch die Schneideinrichtung richtig positioniert
sind.
[0010] Erfaßt man gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Lage der perforierten
Abschnitte im Belagpapierstreifen vor dem Auftragen der Leimbilder und sorgt dafür,
daß der Belagpapierstreifen mit entsprechend synchronisierter Positionierung der perforierten
Abschnitte der Schneideinrichtung zugeführt wird, so ist - aufgrund der durch die
vorgenommene Grundeinstellung feststehenden Synchronisation zwischen Beleimeinrichtung
und Schneideinrichtung - ohne eine weitere Überwachung und Steuerung auch die Synchronisierung
der perforierten Abschnitte zur Beleimeinrichtung gegeben.
[0011] Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß zur
synchronen Positionierung der perforierten Abschnitte zu der Schneideinrichtung die
Zufuhrgeschwindigkeit des Belagpapierstreifens geändert wird, indem kurzzeitig die
Umfangsgeschwindigkeit einer den Belagpapierstreifen von einer Vorratsrolle abziehenden
Abzugswalze entsprechend verändert wird. Auf diese Weise läßt sich die Erfindung besonders
einfach realisieren.
[0012] Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ändert die Zufuhrgeschwindigkeit
des Belagpapierstreifens nur dann, wenn die Abweichung der Phasenlagen von dem vorgegebenen
Wert einen vorgegebenen Toleranzbetrag überschreitet. Auf diese Weise kann ein unnötiges
- weil auf einer tolerierbaren Abweichung beruhendes - Ändern der Zufuhrgeschwindigkeit
vermieden werden.
[0013] Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung werden gleichzeitig mit
der Erfassung der perforierten Abschnitte bzw. der zugeordneten Markierungen die Abstände
der perforierten Abschnitte bzw. der zugeordneten Markierungen erfaßt. Auch hier wird
bei Abweichen der Abstände von einem vorgegebenen Sollwert die Zufuhrgeschwindigkeit
des Belagpapierstreifens geändert. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, daß auch
ein gegenüber der Grundeinstellung veränderter Abstand zwischen den perforierten Abschnitten
bzw. der zugeordneten Markierungen auf dem Belagpapierstreifen kompensiert werden
kann.
[0014] So ist es nicht mehr wie im Stand der Technik erforderlich, bei jedem Wechsel der
den Belagpapierstreifen zur Verfügung stellenden Bobine eine erneute Grundeinstellung
der Maschine vorzunehmen. Vielmehr können dank der Erfindung Abweichungen der Abstände
der Perforierungen, auch Musterlänge (zumeist etwa 27 mm) genannt, auf der frischen
Bobine gegenüber der Bobine, mit der die Grundeinstellung der Maschine vorgenommen
wurde, toleriert werden. Dies ist im Stand der Technik nicht möglich. Denn der Verfahrweg
des in der US 5,735,292 offenbarten Stempels zum Vergrößern des Abstandes zwischen
der dortigen Beleimeinrichtung und der dortigen Schneideinrichtung ist begrenzt. Ein
derartiger Stempel ist somit nicht in der Lage, ohne eine einen längeren Maschinenstillstand
erforderliche Grundeinstellung, die Verwendung von Bobinen zu kompensieren, deren
Musterlänge von der Grundeinstellung abweicht. Dies liegt daran, daß derartige Abweichungen
der Musterlänge zumeist konstant auf den Bobinen vorhanden sind, so daß sich bei üblichen
Längen des Belagpapierstreifens auf der Bobine von etwa 3.000 Meter die Abweichungen
in der Musterlänge derart aufaddieren, daß der bekannte Stempel an seine Verfahrgrenzen
stößt.
[0015] Bevorzugt wird als Sensor sowohl zum Erfassen der perforierten Abschnitte bzw. der
zugeordneten Markierungen als auch zum Erfassen der Musterlänge eine Doppellichtschranke
verwendet.
[0016] Alternativ läßt sich die vorstehend geschilderte Kompensierung veränderter Musterlängen
auch dadurch bewerkstelligen, daßder Sensor in Bewegungsrichtung des Belagpapierstreifens
in einem festgelegten Abstand zur Schneideinrichtung hinter der Beleimeinrichtung,
jedoch vor der Schneideinrichtung, weiter bevorzugt dicht (d.h. wenige Musterlängen),
vor der Schneideinrichtung angeordnet ist und erste Signale liefert. Auf diese Weise
kann sich eine Abweichung in der Musterlänge gegenüber der Grundeinstellung aufgrund
des in der Nähe der Schneideinrichtung angeordneten Sensors nicht erheblich aufaddieren.
Um bei dieser Ausführungsform auch eine Synchronisation mit der Beleimung zu erreichen,
wird wie bei der eingangs erwähnten Ausführungsform auch vor der Beleimeinrichtung
ein Sensor zur Erfassung der perforierten Abschnitte bzw. der zugeordneten Markierungen
angeordnet. Dessen erste Signale werden bei dieser Ausführungsform jedoch nur mit
einer der Auftragsfrequenz der Beleimeinrichtung entsprechenden Folge von dritten
Signalen verglichen. Bei dieser Ausführungsform findet somit eine Synchronisation
des Auftretens der perforierten Abschnitte mit dem Schnitt durch Regelung der Zufuhrgeschwindigkeit
des Belagpapierstreifens mit Hilfe des Sensors hinter der Beleimeinrichtung statt,
während eine Synchronisation des Auftretens der perforierten Abschnitte mit dem Leimbild
durch Steuerung der Auftragsfrequenz der Beleimeinrichtung mit Hilfe des vor der Beleimeinrichtung
angeordneten Sensors stattfindet.
[0017] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.
[0018] Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert.
[0019] Die Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform einererfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Seitenansicht;
- Fig. 2
- einen Abschnitt eines Belagpapierstreifens gemäß Fig. 1; und
- Fig. 3
- eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in einer schematischen
Seitenansicht.
[0020] Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer ersten Ausführungsform 1 der erfindungsgemäßen
Vorrichtung zum Zuführen eines abschnittweise perforierten Belagpapierstreifens 2
in einer Filteransetzmaschine mit einer auf die Produktionsleistung der Maschine abgestimmten
Geschwindigkeit. Die Vorrichtung 1 wird im folgenden anhand des Weges des Belagpapierstreifens
2 beschrieben.
[0021] Der Belagpapierstreifen 2 wird von einer gemäß Pfeil 3 um eine Achse 5 rotierenden
Vorratsrolle 4 mit einer voreingestellten Geschwindigkeit abgezogen. Das Abziehen
des Belagpapierstreifens 2 von der Vor-ratsrolle 4 geschieht mit Hilfe eines Abzugswalzenpaares
6 und 8. Eine der beiden Abzugswalzen, hier die Abzugswalze 6, wird über einen Zahnriemen
7 von einem Antrieb 11 angetrieben.
[0022] Bevor der Belagpapierstreifen 2 zu den Abzugswalzen 6 und 8 gelangt, wird er über
eine Umlenkwalze 12 zu einem Brecher 14 geleitet. Der Brecher 14 bricht das Papier
des Belagpapierstreifens 2, so daß es später leichter um die Filter-Zigarette-Gruppen
herumgewickelt werden kann.
[0023] Stromab der Abzugswalzen 6 und 8 ist ein Sensor 16 angeordnet, der zum Erfassen der
in Fig. 2 dargestellten perforierten Abschnitte 18 auf dem Belagpapierstreifen 2 dient.
Der Sensor 16 ist ein Lichttaster, der im Durchlicht- oder Reflexionsverfahren arbeitet,
um die perforierten Abschnitte 18 oder ggf. die Markierungen auf dem Belagpapierstreifen
2 zu erkennen.
[0024] Alternativ kann der Sensor 16 als Doppellichtschranke ausgebildet sein, um die Geschwindigkeit
der perforierten Abschnitte zu erfassen, um so wiederum zusammen mit der erfaßten
Frequenz des Auftretens der perforierten Abschnitte 18 in Bewegungsrichtung 20 des
Belagpapierstreifens 2 den Abstand L (siehe Fig. 2) der perforierten Abschnitte 18
ermitteln zu können.
[0025] In einem festgelegten Abstand stromab hinter dem Sensor 16 ist eine Beleimeinrichtung
22 zum Auftragen von Leimbildern auf den Belagpapierstreifen 2 vorgesehen. Die Beleimeinrichtung
22 weist eine Leimdüse 24 auf, wie sie beispielsweise in der DE 44 37 764 A 1, die
der US 5,769,947 entspricht, offenbart ist. Mit Hilfe der Leimdüse 24 werden Leimbilder
auf den Belagpapierstreifen 2 aufgetragen, welche leimfreie Zonen aufweisen, die den
perforierten Abschnitten 18 auf dem Belagpapierstreifen 2 entsprechen, so daß auf
den perforierten Abschnitten 18 kein Leim aufgetragen wird.
[0026] Stromab der Beleimeinrichtung 22 gelangt der Belagpapierstreifen 2 über Umlenkwalzen
26, 27 und 28 zu einer Schneideinrichtung 30 zum periodischen Abtrennen von nicht
dargestellten Belagpapierabschnitten von dem Belagpapierstreifen 2. Die Schneideinrichtung
30 ist in einer festen Weglänge in Bewegungsrichtung 20 des Belagpapierstreifens 2
hinter der Leimdüse 24 angeordnet. Bei immer gleicher Länge des Belagpapierstreifens
2 zwischen der Leimdüse 24 und der Schneideinrichtung 30 wird während des Schnitts
durch eine einmalige Grundeinstellung der Ansteuerung der Leimdüse 24 das erzeugte
Leimbild zur Lage des Schnittes ausgerichtet.
[0027] Die Schneideinrichtung 30 weist eine Messertrommel 32 mit an ihrem Umfang angeordneten,
gegenüber der Radialen leicht angewinkelten Messern 34, und eine gegenläufig rotierende,
den Belagpapierstreifen 2 aufnehmende Trommel 36 auf. Die Trommel 36 weist Ausnehmungen
38 auf, in die die Messer aufgrund des Abstandes der Trommeln 32 und 36 zueinander
bei der Rotation der beiden Trommel 32 und 36 eintauchen können, um den auf dem Umfang
der Trommel 36 sitzenden Belagpapierstreifen 2 abzutrennen. Unterhalb der auf dem
Umfang der Trommel 36 vorgesehenen Auflageflächen 40 weist die Trommel 36 mit einer
Saugvorrichtung in Verbindung stehende Saugbohrungen 42 zum Halten des Belagpapierstreifens
2 und der abgetrennten Belagblättchen 39 auf der Trommel 36 auf.
[0028] In einer aus dem Stand der Technik bekannten Weise ist ein zwischen den Umlenkwalzen
26 und 28 angeordneter und mit dem Belagpapierstreifen 2 in Kontakt stehender Oszillator
44 angeordnet und mit den Trommeln 32 und 36 synchronisiert, um den Belagpapierstreifen
2 nach jedem Schnitt durch eines der Messer 34 leicht entgegen der Bewegungsrichtung
20 relativ zur Trommeloberfläche zurückzuhalten, so daß ein Abstand zwischen den einzelnen
geschnittenen Abschnitten des Belagpapierstreifens 2 entsteht. Der Oszillator 44 wandelt
somit die gleichförmige Zufuhr des Belagpapierstreifens 2 zur Beleimeinrichtung 22
in eine ungleichförmige Zufuhr zur Schneideinrichtung 30 um. Einzelheiten der Schneideinrichtung
30 und des Oszillators 44 können der DE 39 18 137 C2 (die der US 5,054,346 entspricht)
entnommen werden.
Das Vorrichtung 1 arbeitet wie folgt:
[0029] Vor dem Auftragen der Leimbilder mit Hilfe der Leimdüse 24 wird mit dem in einem
festgelegten Abstand zur Leimdüse 24 angeordneten Sensor 16 die Abfolge der perforierten
Abschnitte 18 auf dem Belagpapierstreifen 2 erfaßt. Alternativ wäre es möglich, in
fester Zuordnung zu den perforierten Abschnitten 18 in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nicht verwendete, auf dem Belagpapierstreifen 2 angeordnete Markierungen mit Hilfe
des Sensors 16 zu erfassen. Aus der von dem Sensor 16 erfaßten Abfolge der perforierten
Abschnitte 18 auf dem Belagpapierstreifen 2 wird mit Hilfe einer Rechner- und Steuereinheit
50 eine Abfolge von ersten Signalen gebildet.
[0030] Gleichzeitig wird mit Hilfe eines Sensors 52 die Umfangsgeschwindigkeit der Trommel
36 und somit der Schneidtakt der Schneideinrichtung 30 erfaßt und eine entsprechende
Folge von zweiten Signalen an die Rechner- und Steuereinheit 50 abgegeben. Bei dem
Sensor 52 handelt es sich um einen Näherungsinitiator, der mit einer Taktscheibe 51
zusammenwirkt. In der Rechner- und Steuereinheit 50 wird die Phasenlage der Folge
von ersten Signalen des Sensors 16 mit der Phasenlage der Folge von zweiten Signalen
des Sensors 52 verglichen. Wird hierbei eine Abweichung der Phasenlagen von einem
Referenzwert festgestellt, so wird mit Hilfe der ebenfalls als Steuereinrichtung für
den Antrieb 11 wirkenden Rechner- und Steuereinheit 50 über eine elektrische Verbindung
53 kurzzeitig die Umdrehungszahl des Antriebes 11 verändert, um so die Bewegung des
Belagpapierstreifens 2, d.h. dessen Zufuhrgeschwindigkeit durch Verändern der Umfangsgeschwindigkeit
der Abzugswalze 6 mit dem Schnitt zu synchronisieren.
[0031] Auf diese Weise wird erfindungsgemäß gewährleistet, daß die durch die Messer 34 eingebrachten
Trenn-Schnitte synchron zu den Perforationsabschnitten 18 auf dem Belagpapierstreifen
2 ausgeführt werden. Durch die durch den Oszillator 44 zwar zwischen den einzelnen
Schnitten der Messertrommel 32 variierende, beim jeweiligen Schnitt der Messertrommel
32 jedoch jeweils gleiche Länge des Belagpapierstreifens 2 zwischen der Leimdüse 24
und der Position des Schnittes der Messertrommel 32 ergibt sich der erfindungsgemäße
Vorteil, daß somit aufgrund der Synchronisation der Positionen der perforierten Abschnitte
18 mit der Schneideinrichtung 30 auch eine Synchronisation der perforierten Abschnitte
18 mit den durch die Leimdüse 24 aufgetragenen Leimbildern erreicht wird, ohne daß
eine weitere Überwachung und Steuerung der Positionen der perforierten Abschnitte
18 relativ zur Leimdüse 24 notwendig ist.
[0032] Die Linie 54 symbolisiert die elektrische Ansteuerung eines nicht dargestellten Ventils
der Leimdüse 24, um dieses Ventil synchron mit den mit Hilfe der Messertrommel 32
in den Belagpapierstreifen 2 eingebrachten Schnittfolgen der Schneideinrichtung 30
zu steuern. Wenn es sich bei der Beleimeinrichtung 22 um eine Beleimeinrichtung mit
einer Leimwalze handelt, so ist diese mit dem Maschinenantrieb der Vorrichtung 1 kinematisch
fest verbunden.
[0033] Fig. 2 zeigt ein nicht maßstabsgetreues Stück eines Belagpapierstreifens 2 mit perforierten
Abschnitten 18 und mit unperforierten Abschnitten 18a. Perforierte und unperforierte
Abschnitte bilden zusammen ein Muster mit einer Musterlänge L.
[0034] Fig. 3 zeigt eine zweite Ausführungsform 100 einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
in einer schematischen Seitenansicht. Teile, die mit der Ausführungsform der Figur
1 übereinstimmen, sind mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet und werden hier nicht
erneut beschrieben.
[0035] Abweichend von der Ausführungsform 1 gem. Figur 1 ist bei der Ausführungsform 100
gem. Figur 3 zusätzlich zu dem Sensor 16 zur Erfassung der perforierten Abschnitte
bzw. der zugeordneten Markierungen auf dem Belagpapierstreifen 2 ein Sensor 55 stromab
der Beleimeinrichtung 22, jedoch stromauf der Schneideinrichtung 30 vorgesehen. Der
Sensor 55 erfaßt ebenfalls die perforierten Abschnitte 18 bzw. die zugeordneten Markierungen
auf dem Belagpapierstreifen 2. Auf diese Weise ist eine Abweichung der Musterlänge
L von einem voreingestellten Wert tolerierbar, da sich der Sensor 55 so dicht vor
der Schneideinrichtung 30 befindet, daß sich derartige Abweichungen nicht über eine
Toleranz hinaus aufaddieren können. Alternativ kann eine solche Abweichung auch durch
Messung der Länge L und deren Verwendung zur Änderung der Zufuhrgeschwindigkeit des
Belagpapierstreifens 2 kompensiert werden, bspw. indem der Sensor 16 (wie oben erwähnt)
auch die Geschwindigkeit des Belagpapierstreifens 2 mißt.
[0036] Bei der Ausführungsform 100 werden daher zwei Folgen von der Abfolge der perforierten
Abschnitte 18 entsprechenden ersten Signalen erzeugt. Bei der Ausführungsform 100
werden jedoch nur die ersten Signale des Sensors 55 auf die mit Bezug auf die Figur
1 beschriebene Art und Weise mit der Folge von zweiten Signalen des Sensors 52 verglichen
und zur Regelung des Antriebes 11 verwendet.
[0037] Die ersten Signale des Sensors 16 andererseits werden in einer weiteren Steuereinheit
17 nur mit der über eine Leitung 19 der Steuereinheit 17 zugeführten Auftragsfrequenz
der Leimdüse 24 verglichen. Liegt die sich aus diesem Vergleich ergebene Phasendifferenz
zwischen der Frequenz der den Sensor 16 passierenden perforierten Abschnitte 18 und
der Auftragsfrequenz der Leimdüse 24 außerhalb eines vorgegebenen Toleranzwertes,
so wird die Beleimeinrichtung 22 über die Leitung 21 mittels der Steuereinrichtung
17 veranlaßt, die Auftragsfrequenz entsprechend zu ändern.
1. Verfahren zum Zuführen eines abschnittweise perforierten Belagpapierstreifens (2)
in einer Filteransetzmaschine zu einer Beleimeinrichtung (22, 24) zum Auftragen von
Leimbildern mit den perforierten Abschnitten (18) entsprechenden leimfreien Zonen
und zu einer Schneideinrichtung (30), die periodisch von dem Belagpapierstreifen (2)
Belagpapierabschnitte abtrennt,
dadurch gekennzeichnet, daß die perforierten Abschnitte (18) oder zu diesen in fester Zuordnung auf dem Belagpapierstreifen
(2) angeordnete Markierungen an mindestens einem Ort erfaßt und jeweils eine entsprechende
Folge von ersten Signalen gebildet wird,
daß eine der Schneidfrequenz der Schneideinrichtung (30) entsprechende Folge von zweiten
Signalen gebildet wird,
daß die Phasenlagen der Folgen von ersten und zweiten Signalen zum Ermitteln einer
Phasendifferenz zwischen den Phasenlagen verglichen werden, und
daß bei Abweichungen der Phasendifferenz von einem vorgegebenen Wert kurzzeitig die
Zufuhrgeschwindigkeit des Belagpapierstreifens (2) geändert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
wobei zur Bildung der Folge von ersten Signalen die perforierten Abschnitte (18) oder
die zugeordneten Markierungen vor dem Auftragen der Leimbilder in einem festgelegten
Abstand zur Beleimeinrichtung (22, 24) erfaßt werden.
3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Abstände (L) der perforierten Abschnitte (18) oder der zugeordneten Markierungen
bestimmt werden,
und bei Abweichen der Abstände (L) von einem vorgegebenen Wert die Zufuhrgeschwindigkeit
des Belagpapierstreifens (2) geändert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3,
wobei zum Bestimmen der Abstände (L) der perforierten Abschnitte (18) oder der zugeordneten
Markierungen die Momentangeschwindigkeit des Belagpapierstreifens (2) erfaßt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1,
wobei zur Bildung der Folge von ersten Signalen die perforierten Abschnitte (18) oder
die zugeordneten Markierungen nach dem Auftragen der Leimbilder, jedoch vor dem Abtrennen
der Belagpapierabschnitte (2) in einem festgelegten Abstand zur Schneideinrichtung
(30) erfaßt werden.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 5,
wobei eine der Auftragsfrequenz der Beleimeinrichtung (22, 24) entsprechende Folge
von dritten Signalen gebildet wird,
die Phasenlage der vor dem Auftragen der Leimbilder erfaßten Folge von ersten Signalen
nur mit der Phasenlage der Folge von dritten Signalen zum Ermitteln einer Phasendifferenz
zwischen den Phasenlagen verglichen wird,
bei Abweichung der Phasendifferenz von einem vorgegebenen Wert kurzzeitig die Auftragsfrequenz
der Beleimeinrichtung (22, 24) geändert wird,
die Phasenlage der nach dem Auftragen der Leimbilder erfaßten Folge von ersten Signalen
nur mit der Phasenlage der Folge von zweiten Signalen zum Ermitteln einer Phasendifferenz
zwischen den Phasenlagen verglichen wird, und
bei Abweichung der Phasendifferenz von einem vorgegebenen Wert kurzzeitig die Zufuhrgeschwindigkeit
des Belagpapierstreifens (2) geändert wird.
7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Zufuhrgeschwindigkeit geändert wird, indem die Umfangsgeschwindigkeit einer
den Belagpapierstreifen (2) von einer Vorratsrolle (4) abziehenden Abzugswalze (6,
8) gesteuert wird.
8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Zufuhrgeschwindigkeit nur dann geändert wird, wenn die Abweichung der Phasendifferenz
von dem vorgegebenen Wert einen vorgegebenen Toleranzbetrag überschreitet.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
wobei die Zufuhrgeschwindigkeit als Stellglied eines Regelkreises zum Regeln der Lage
der perforierten Abschnitte (18) oder der zugeordneten Markierungen relativ zu einer
Schnittposition der Schneideinrichtung (30) dient.
10. Vorrichtung zum Zuführen eines abschnittweise perforierten Belagpapierstreifens (2)
in einer Filteransetzmaschine,
mit einer Beleimeinrichtung (22, 24) zum Auftragen von Leimbildern mit den perforierten
Abschnitten (18) entsprechenden leimfreien Zonen,
mit einer Zuführeinrichtung (6, 8) zum Zuführen des Belagpapierstreifens (2) zu der
Beleimeinrichtung (22, 24),
mit einer Schneideinrichtung (30) zum periodischen Abtrennen von Belagpapierabschnitten
von dem Belagpapierstreifen (2),
gekennzeichnet durch mindestens einen Sensor (16, 55) zum Erfassen der perforierten Abschnitte (18) oder
von zu diesen in fester Zuordnung auf dem Belagpapierstreifen (2) angeordneten Markierungen,
erste Signalerzeugungsmittel (50) zum Erzeugen jeweils einer der von dem mindestens
einen Sensor (16, 55) erfaßten Abfolge der perforierten Abschnitte (18) oder der zugeordneten
Markierungen entsprechenden Folge von ersten Signalen, zweite Signalerzeugungsmittel
zum Erzeugen einer der Schneidfrequenz der Schneideinrichtung (30) entsprechenden
Folge von zweiten Signalen,
erste Vergleichsmittel (50) zum Vergleichen der Phasenlagen der Folgen von ersten
und zweiten Signalen und zum Erzeugen von ersten Vergleichssignalen, und mit den ersten
Vergleichsmitteln (50) verbundene erste Steuermittel (50) zum kurzzeitigen Ändern
der Zufuhrgeschwindigkeit des Belagpapierstreifens (2) in Abhängigkeit von Abweichungen
der ersten Vergleichssignale von einem vorgegebenen Wert.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
wobei der Sensor (16) in Bewegungsrichtung (20) des Belagpapierstreifens (2) in einem
festgelegten Abstand zur Beleimeinrichtung (22, 24) vor der Beleimeinrichtung (22,
24) angeordnet ist.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 oder 11,
wobei der Sensor (16) derart ausgebildet ist, dass mit seiner Hilfe in Bewegungsrichtung
(20) des Belagpapierstreifens (2) auch die Abstände (L) der perforierten Abschnitte
(18) oder der zugeordneten Markierungen bestimmbar sind,
mit zweiten Vergleichsmitteln zum Vergleichen der Abstände (L) mit einem vorgegebenen
Wert und zum Erzeugen von zweiten Vergleichssignalen, und
mit zweiten mit den zweiten Vergleichsmitteln verbundenen Steuermitteln zum kurzzeitigen
Ändern der Zufuhrgeschwindigkeit des Belagpapierstreifens (2) in Abhängigkeit von
Abweichungen der zweiten Vergleichssignale von einem vorgegebenen Wert.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12,
wobei der Sensor (16) zum Bestimmen der Abstände (L) die Momentangeschwindigkeit der
perforierten Abschnitte (18) oder der zugeordneten Markierungen erfassend ausgebildet
ist.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
wobei die zweiten Vergleichsmittel und/oder die zweiten Steuermittel zumindest teilweise
identisch mit den ersten Vergleichsmitteln (50) und/oder den ersten Steuermitteln
(50) sind.
15. Vorrichtung nach Anspruch 10,
wobei der Sensor (55) in Bewegungsrichtung (20) des Belagpapierstreifens (2) in einem
festgelegten Abstand zur Schneideinrichtung (30) hinter der Beleimeinrichtung (22,
24), jedoch vor der Schneideinrichtung (30) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach den Ansprüchen 11 und 15,
mit dritten Signalerzeugungsmitteln (22) zum Erzeugen einer der Auftragsfrequenz der
Beleimeinrichtung (22, 24) entsprechenden Folge von dritten Signalen,
mit dritten Vergleichsmitteln (17) zum Vergleichen der Phasenlagen der mittels des
vor der Beleimeinrichtung (22, 24) angeordneten Sensors (16) erfaßten Folge von ersten
Signalen nur mit der Phasenlage der Folge von dritten Signalen und zum Erzeugen von
dritten Vergleichssignalen,
mit dritten mit den dritten Vergleichsmitteln (17) verbundenen Steuermitteln (17)
zum kurzzeitigen Ändern der Auftragsfrequenz der Beleimeinrichtung (22, 24) in Abhängigkeit
von Abweichungen der dritten Vergleichssignale von einem vorgegebenen Wert,
wobei die ersten Vergleichsmittel (50) die Phasenlagen der mittels des hinter der
Beleimeinrichtung (22, 24) angeordneten Sensors (50) erfaßten Folge von ersten Signalen
nur mit der Phasenlage der Folge von zweiten Signalen vergleichen.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10-16,
wobei die Steuermittel (50) eine Abzugswalze (6, 8) zum Abziehen des Belagpapierstreifens
(2) von einer Vorratsrolle (4) beinhalten.