[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Schleifen der winklig zueinander verlaufenden
Flächen der metallischen Kanten von Wintersportgeräten wie Skiern, Snowboards und
dergleichen mittels zumindest eines Schleifgeräts mit einem umlaufenden Endlos-Schleifband.
[0002] Es sind sowohl Handgeräte als auch sogenannte Werkstattgeräte zum Schleifen von Skikanten
bekannt. Mit diesen Geräten wird versucht, stumpf gewordene Kanten neu zu schärfen,
so daß der betreffende Ski auch bei ungünstigen Gegebenheiten, insbesondere bei vereisten
Pisten, wieder die erforderliche Griffigkeit analog dem Neuzustand erhalten sollen.
[0003] Problematisch beim Einsatz der bekannten Vorrichtungen ist, daß aufgrund der ausgeprägten
Taillierung moderner Skier und der definierten Winkligkeit der Kantenflächen moderner
Skikanten nicht nur ein sehr ungenauer Nachschärfvorgang durchführbar ist, sondern
beim Nachschärfen die im Neuzustand vorgegebene Winkligkeit der Kantenflächen im Regelfall
verändert und über die Länge des Skiers nur ein stark unterschiedliches und ungleichmäßiges
Schärfen der Kanten erreicht wird. Durch derartige Nachschärfvorgänge wird demgemäß
die ursprünglich vorhandene Qualität der Skier beeinträchtigt und vor allem auch das
Fahrverhalten verändert, was beispielsweise bei qualitativ hochwertigen Skiern, insbesondere
Rennskiern nicht hingenommen werden kann.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art so auszugestalten,
daß auch bei stark taillierten Skiern und beliebigen Neigungswinkeln der wirksamen
Flächen der jeweiligen Skikante praktisch der Originalzustand der Kanten wiederhergestellt
werden kann.
[0005] Gelöst wird diese Aufgabe nach der Erfindung im wesentlichen durch eine endseitig
sowie über die Länge des jeweiligen Sportgeräts bzw. Skiers verteilt an diesem angreifende
Fixier- und Ausrichteinheit zur Positionierung der seitlich durch die Kanten begrenzten
Lauffläche des Skiers in einer vorgebbaren Bearbeitungsebene, wenigstens ein seitlich
des Skiers und zumindest im wesentlichen parallel zur Bearbeitungsebene angeordnetes
und sich zumindest über die Länge des zu schleifenden Bereichs der Kanten des Skiers
erstreckendes Leit- und Führungslineal für das Schleifgerät, beidendig vorgesehene
Trägerorgane, an denen sowohl die Fixier-und Ausrichteinheit als auch die Leit- und
Führungslineale gehaltert sind, Stellorgane zum lokalen Verschwenken und/oder Verwinden
der Leit- und Führungslineale bezüglich der Bearbeitungsebene, und eine formschlüssige
Schiebekupplung zwischen dem Leit- und Führungslineal und einer Trag- und Führungseinheit
für das jeweilige Schleifgerät, dessen umlaufendes Endlos-Schleifband im Schleifbereich
durch eine Schwinge abgestützt ist, die aufgrund der formschlüssigen Kupplungen zwischen
dem Leit- und Führungslineal und der Schwinge parallel zur jeweils eingestellten,
insbesondere gekrümmt verlaufenden Ebene des Leit- und Führungslineals an einer der
beiden winklig zueinander verlaufenden Flächen der zu schleifenden Kante angreift.
[0006] Durch die definierte Einspannung des jeweils zu schärfenden Skiers und die Nachbildung
des Kantenverlaufs durch die Leit- und Führungslineale für das eigentliche Schleifgerät
gelingt es, den jeweils optimalen, auf die ursprünglichen Gegebenheiten des Skiers
im Neuzustand abgestellten Angriff des Schleifbandes an der jeweiligen Kantenfläche
zu erreichen. Das über seine Länge in seiner Neigung lokal verstellbare Leit- und
Führungslineal führt zu einer perfekten Führungsbahn für das Schleifgerät, das beim
eigentlichen Schärfvorgang nur noch längs des Lineals geführt werden muß, und zwar
unter einem im wesentlichen senkrecht zum Lineal verlaufenden, besonders einfach manuell
zu dosierenden Andruck des Schleifbands an die Kante. Da das Schleifgerät schwenkbar
auf einem senkrecht zum Führungslineal verschiebbaren Schlitten angebracht ist, ergibt
sich auch eine optimale Anpassung an beliebige Taillierungen und Kantenwinkel.
[0007] Um beide Kantenflächen, die in ihrer gegenseitigen Neigung die Form der Skikante
definieren, schleifen zu können, ist das Schleifgerät mit zwei senkrecht zueinander
verlaufenden Achsaufnahmen für die am Schlitten vorgesehene Achse kuppelbar, d.h.
aufsteckbar, so daß ein einfacher Umsteckvorgang genügt, um beide Schleifvorgänge
in Folge durchführen zu können.
[0008] Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Besonderheiten der Erfindung sind in den
Unteransprüchen angegeben und werden im Zusammenhang mit der Erläuterung von Ausführungsbeispielen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung dargestellt. In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1
- eine schematische, perspektivische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer
Vorrichtung nach der Erfindung zur Erläuterung von Aufbau und Funktionsweise,
- Figur 2
- eine Detailansicht der Schleifbandeinheit,
- Figur 3
- eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Schleif- und Führungseinheit,
wobei die Position zum Schleifen der seitlich gelegenen Fläche der Kante gezeigt ist,
und
- Figur 4
- eine der Figur 3 entsprechende Darstellung mit umgesteckter Schleifeinheit, so daß
die bündig mit der Lauffläche des Skiers gelegene Kantenfläche geschliffen werden
kann.
[0009] Nach Figur 1 ist zwischen zwei endseitigen Trägerorganen bzw. Seitenwänden 1 zur
Aufnahme des jeweils zu schärfenden Skiers 14 eine Halterung 13 für Spannelemente
12 sowie eine durchgehende Skianlage 11 vorgesehen. Mittels der Spannelemente 12 und
der Skianlage 11 ist es möglich, den jeweiligen Ski 14 so auszurichten, daß er über
seine Länge in einer Ebene gelegen ist und damit auch die Skikanten 15 in dieser Ebene
liegen. Die Lauffläche des Skiers, die den zwischen den Kanten gelegenen Skibelag
trägt, ist mit dem Bezugszeichen 16 gekennzeichnet.
[0010] Beiderseits der Halterung 13 für die Spannelemente 12 und sich ebenfalls zwischen
den Seitenwänden 1 erstreckend sind vorzugsweise zylindrisch ausgebildete Einstellachsen
2 vorgesehen, welche jeweils ein Leit- und Führungslineal 3 tragen.
[0011] Dieses Leit- und Führungslineal 3 ist in Einstellrädern 4 gehaltert, die mit gegenseitigem
Abstand verteilt über die Länge der Einstellachse 2 angeordnet sind und vorzugsweise
in entsprechende Ringnuten der Einstellachse 2 eingreifen und in diesen Ringnuten
unter Selbsthemmung drehbar sind. Das jeweilige Leit- und Führungslineal 3 ist in
Schlitzausnehmungen der Einstellräder 4 fest gehaltert. Zwischen der Einstellachse
2 und dem jeweiligen Einstellrad 4 sind Skalierungen 24 vorgesehen, so daß die jeweils
zu wählende Relativverdrehung oder Relatiwerwindung des Leit- und Führungslineals
3 reproduzierbar eingestellt werden kann.
[0012] Die entsprechend den Pfeilen 17 erfolgende Einstellung des Leit- und Führungslineals
3 erfolgt in Abhängigkeit von den Gegebenheiten, d.h. konkret in Abhängigkeit von
den Neigungswinkeln der zumindest äußeren Kantenfläche über die Länge des Skiers,
d.h. mittels des Leit- und Führungslineals 3 wird über die Länge des Skiers 14 die
Kantenneigung nachgebildet.
[0013] Das Leit- und Führungslineal 3 bildet die Führungsbahn für eine Trag-und Führungseinheit
5, in welche das Leit- und Führungslineal 3 formschlüssig über eine entsprechende
Aufnahme eingreift, so daß die Trag-und Führungseinheit 5 längs des Leit- und Führungslineals
3 verschoben werden kann und dabei exakt der Kurve folgt, die für das Leit- und Führungslineal
3 durch die entsprechende Einstellung der Einstellräder 4 vorgegeben werden kann.
[0014] Es versteht sich von selbst, daß die in der Vorrichtung vorhandenen beiden Leit-
und Führungslineale 3 analog bzw. spiegelbildlich eingestellt werden, um beide Kanten
15 des Skiers 14 schleifen zu können.
[0015] Die Trag- und Führungseinheit 5 setzt sich zusammen aus einem Schiebeteil 5', das
längs des Leit- und Führungslineals 3 entsprechend dem Doppelpfeil x-x verfahrbar
ist, sowie einem Schlitten 6, der mit dem Schiebeteil 5' beispielsweise über eine
Schwalbenschwanzverbindung gekuppelt und quer zur Verfahrrichtung des Schiebeteils
5' bewegbar ist. Diese Bewegungsmöglichkeiten sind durch den Doppelpfeil y-y gekennzeichnet.
[0016] Der Schlitten 6 trägt eine Achse 18, die senkrecht über die Oberfläche des Schlittens
6 übersteht und mit zwei senkrecht zueinander verlaufenden Achsaufnahmen 28, 28' im
Schleifgerät 7 kuppelbar ist, so daß das Schleifgerät 7 um die Achse 18 entsprechend
dem Pfeil 19 schwenkbar ist.
[0017] Wie Figur 2 zeigt, umfaßt das Schleifgerät 7 ein Endlos-Schleifband 10, das um zwei
beabstandete Achsen geführt ist, wobei eine dieser Achsen eine Antriebsachse 20 darstellt.
Im Wirkbereich des Schleifbandes 10 ist eine Schwinge 8 vorgesehen, die in einer Schwingenaufnahme
9 angeordnet ist und die Innenseite 22 des Schleifbands 10 abstützt. Aufgrund der
vorgesehenen Formschlußverbindungen folgt die Schwinge 8 exakt jeder durch das Schleifgerät
7 vorgegebenen Neigung, so daß es möglich ist, immer eine exakt dem jeweiligen Sollwinkel
entsprechende Neigung der Schleiffläche vorzugeben. Die Schwinge 8 besitzt im Wirkbereich
des Schleifbandes 10 bevorzugt eine gekrümmte Stützfläche 30, so daß sich beim jeweiligen
Schleifvorgang eine optimale Anpassung an die Taillierung des Skiers 14 erreichen
läßt und unerwünschte Einschliffe vermieden werden. Die Schwinge 8 kann eine allseitige
Flexibilität aufweisen.
[0018] Die perspektivische Darstellung nach Figur 1 läßt das Arbeits- und Funktionsprinzip
der erfindungsgemäßen Schleifvorrichtung deutlich erkennen. Um einen Exakt-Schleifvorgang
entsprechend den Sollwerten gemäß Neuzustand des betreffenden Skiers 14 durchführen
zu können, wird in der bereits beschriebenen Weise das Leit- und Führungslineal 3
über die Einstellräder 4 entsprechend den Doppelpfeilen 17 eingestellt, so daß nach
Aufsetzen der Trag- und Führungseinheit 5 mit dem Schleifgerät 7 zur Schaffung der
Schiebekupplung 23 zwischen Trag- und Führungseinheit 5 und Leit- und Führungslineal
3 es lediglich erforderlich ist, das Schleifgerät 7 längs des Skiers 14 zu verfahren
und dabei einen Andruck in Richtung zu schleifender Kante 15 auszuüben. Aufgrund der
drehbeweglichen Lagerung des Schleifgeräts 7 einerseits und der exakten Neigungseinstellung
über das Leit- und Führungslineal 3 andererseits, wird zwangsläufig der angestrebte
Exaktschliff erzielt, der natürlich auf beiden Seiten des Skiers durchzuführen ist.
[0019] Bei Anordnung des Schleifgeräts 7 entsprechend Figur 1 werden die Seitenflächen der
jeweiligen Skikante 15 geschliffen bzw. geschärft. Um die in der Ebene des Skibelags
16 gelegene, ggf. winklig zur Skilauffläche 16 verlaufende Kantenfläche schleifen
zu können, muß ein Umstecken des Schleifgeräts 7 erfolgen, was anhand der Figuren
3 und 4 verdeutlicht werden wird.
[0020] Figur 3 zeigt in perspektivischer Ansicht eine konkrete Ausgestaltung einer mit dem
Leit- und Führungslineal 3 zusammenarbeitenden Trag- und Führungseinheit 5 mit zugehörigem
Schleifgerät 7.
[0021] Der Schiebeteil 5' der Trag- und Führungseinheit 5 ist formschlüssig auf dem Leit-
und Führungslineal 3 geführt und trägt über eine geeignete Stangenführung 29 den Schlitten
6 zur Aufnahme des Schleifgeräts 7.
[0022] Das Schleifgerät 7 besitzt in der bereits erläuterten Weise ein Endlos-Schleifband
10 das an einer Schwinge 8 abstützbar ist und über einen Antriebsmotor 27 angetrieben
wird. Die Schleifbandebene verläuft im Wirkbereich senkrecht zu der durch die Stangenführung
29 vorgegebenen Ebene.
[0023] Das Schleifgerät 7 ist in seiner Gesamtheit über die Achsaufnahme 28 auf die schlittenfeste
Achse 18 gesteckt und kann um diese Achse 18 schwenken.
[0024] Beiderseits des Schleifbandes 10 befinden sich unmittelbar benachbart zum Schleifband
Distanzrollen 25, die einstellbar ausgebildet sind und dazu dienen, die zulässige
Schleiftiefe festzulegen.
[0025] Des weiteren ist ein zusätzliches Paar von Distanzrollen 26 vorgesehen, die in der
in der Figur gezeigten Darstellung eine inaktive Lage einnehmen.
[0026] In der in Figur 3 gezeigten Anordnung des Schleifgeräts 7 werden die seitlichen Flächen
der jeweiligen Skikante 15 geschliffen, wobei die Neigung des Schleifbandes 10 durch
das Leit- und Führungslineal 3 vorgegeben ist und sich der wirksame Bereich des Schleifbandes
10 an die Taillierung des Skiers 14 aufgrund der Verschiebbarkeit des Schlittens 6
und der schwenkbaren Lagerung an der Achse 18 anpassen kann.
[0027] Figur 4 zeigt die Anordnung nach Figur 3 mit um 90° geschwenktem Schleifgerät 7.
In diesem Falle ist das Schleifgerät 7 mit seiner Achsaufnahme 28' auf die Achse 18'
gesteckt, wobei die Achsaufnahme 28' senkrecht zur Achsaufnahme 28 verläuft.
[0028] In dieser Positionierung des Schleifgeräts 7 werden die in der Ebene der Skilauffläche
16 gelegenen, ggf. bezüglich dieser Skilauffläche etwas geneigt verlaufenden Kantenflächen
geschliffen, wobei sichergestellt werden muß, daß kein Anschleifen des Belags erfolgt,
sondern vielmehr der Schleifvorgang auf die eigentliche Kantenfläche beschränkt wird.
Dazu dienen die sich jetzt in der aktiven Position befindenden Distanzrollen 26, die
während des Schleifvorgangs, bei dem in Vertikalrichtung ein Andruck erzeugt wird,
an der seitlichen Kantenfläche anliegen und aufgrund exakter Einstellung sicherstellen,
daß sich der Schleifvorgang nur auf die Kante beschränkt und keine Beschädigung des
Skibelags erfolgen kann.
[0029] Auch bei diesem Schleifvorgang wird die Schleifebene wiederum durch das Leit- und
Führungslineal 3 vorgegeben, denn jegliche Veränderung der Neigung dieses Leit- und
Führungslineals 3 wirkt sich unmittelbar proportional auf die Lage der wirksamen Schleiffläche
im Raum aus, denn es sind zwischen Leit- und Führungslineal 3 und der die Schleifebene
festlegenden Schwinge 8 des Schleifgeräts 7 ausschließlich formschlüssige Exaktführungen
vorgesehen.
[0030] Es wird somit durch die Erfindung ein Schleifgerät geschaffen, das einfach bedienbar
ist, die Durchführung schneller und somit wirtschaftlicher Schleifvorgänge ermöglicht
und das außerdem problemfrei auch von angelernten Personen handhabbar ist, da die
erforderlichen Einstellungen für die Einstellräder 4 skiabhängig tabellenmäßig vorgegebenen
werden können und nach der erfolgten Einstellung zwangsläufig der geforderte perfekte
Schleifvorgang durch einen einfachen Verschiebe- und Andrückvorgang realisiert werden
kann.
Bezugszeichenliste
[0031]
- 1
- Trägerorgan (Seitenwände)
- 2
- Einstellachse
- 3
- Leit- und Führungslineal
- 4
- Einstellräder
- 5
- Trag- und Führungseinheit
- 5'
- Schiebeteil
- 6
- Schlitten
- 7
- Schleifgerät
- 8
- Schwinge
- 9
- Schwingenaufnahme
- 10
- Schleifband
- 11
- Skianlage
- 12
- Spannelemente
- 13
- Halterung für Spannelemente
- 14
- Ski
- 15
- Skikante
- 16
- Ski-Lauffläche
- 17
- Pfeile
- 18
- Achse
- 19
- Pfeilrichtung
- 20
- Antriebsachse
- 21
- Schwingenbereich
- 22
- Schleifbandinnenseite
- 23
- Schiebekupplung
- 24
- Skalierung
- 25
- Distanzrollen
- 26
- Distanzrollen
- 27
- Motor
- 28
- Achsaufnahme
- 28'
- Achsaufnahme
- 29
- Stangenführung
- 30
- gekrümmte Stützfläche
1. Vorrichtung zum Schleifen der winklig zueinander verlaufenden Flächen der metallischen
Kanten (15) von Wintersportgeräten wie Skiern, Snowboards und dergleichen mittels
zumindest eines Schleifgeräts (7) mit einem umlaufenden Endlos-Schleifband (10), gekennzeichnet durch
eine endseitig sowie über die Länge des jeweiligen Sportgeräts bzw. Skiers (14) verteilt
an diesem angreifende Fixier- und Ausrichteinheit (11, 12, 13) zur Positionierung
der seitlich durch die Kanten (15) begrenzten Lauffläche (16) des Skiers (14) in einer vorgebbaren Bearbeitungsebene,
wenigstens ein seitlich des Skiers (14) und zumindest im wesentlichen parallel zur
Bearbeitungsebene angeordnetes und sich zumindest über die Länge des zu schleifenden
Bereichs der Kanten (15) des Skiers (14) erstreckendes Leit- und Führungslineal (3)
für das Schleifgerät (7),
beidendig vorgesehene Trägerorgane (1), an denen sowohl die Fixier-und Ausrichteinheit
(11, 13) als auch die Leit- und Führungslineale (3) gehaltert sind,
Stellorgane (2, 4) zum lokalen Verschwenken und/oder Verwinden der Leit- und Führungslineale
(3) bezüglich der Bearbeitungsebene, und
eine formschlüssige Schiebekupplung (23) zwischen dem Leit- und Führungslineal (3)
und einer Trag- und Führungseinheit (5) für das jeweilige Schleifgerät (7), dessen
umlaufendes Endlos-Schleifband (10) im Schleifbereich durch eine Schwinge (8) abgestützt ist, die aufgrund der formschlüssigen Kupplungen (23,
18, 19) zwischen dem Leit- und Führungslineal (3) und der Schwinge (8) parallel zur
jeweils eingestellten, insbesondere gekrümmt verlaufenden Ebene des Leit- und Führungslineals
an einer der beiden winklig zueinander verlaufenden Flächen der zu schleifenden Kante
(15) angreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Trag- und Führungseinheit (5) zumindest zweiteilig ausgebildet und mit einem
Schiebeteil (5') formschlüssig längs des Leit-und Führungslineals (3) verschiebbar
ist, und daß auf dem Schiebeteil (5') ein Schlitten (6), der das Schleifgerät (7)
trägt, senkrecht zum Schiebeteil (5') geführt verfahrbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Schleifgerät (7) mit dem senkrecht zum Leit- und Führungslineal (3) verfahrbaren
Schlitten (6) zumindest um eine Achse (18) schwenkbar und außerdem lösbar gelagert
ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlitten (6) über seine Schwenkachse (18) mit dem Schleifgerät (7) über jeweils
eine von zwei senkrecht zueinander verlaufenden Achsaufnahmen (28, 28') kuppelbar
ist, und daß das Schleifgerät (7) in Abhängigkeit von der jeweils zu schleifenden
Kantenflächen der betreffenden Kante (15) zwischen den Achsaufnahmen (28, 28') umsteckbar
ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Leit- und Führungslineal (3) längs einer Mantellinie einer zylindrischen Einstellachse
(2) angeordnet ist, die in den Seitenwände bildenden Trägerorganen (1) gelagert ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Leit- und Führungslineal (3) mittels einer Mehrzahl von über die Länge der Einstellachse
(2) verteilt angeordneten Einstellrädern (4) gehaltert ist und daß die Einstellräder
(4) zur Anpassung des Verlaufs des Leit- und Führungslineals (3) an den Verlauf und
die Neigung der jeweils zu schleifenden Fläche der Kante (15) unabhängig voneinander
relativ zur Einstellachse (2) verdreh- und feststellbar sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen den Einstellrädern (4) und der ortsfesten Einstellachse (2) zur Ermöglichung
reproduzierbarer Einstellungen des Leit-und Führungslineals (3) Skalierungen (24)
vorgesehen sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einstellräder (4) in Ringnuten der Einstellachse (2) schwergängig angeordnet
sind, so daß die jeweilige Einstellposition durch Selbsthemmung gewährleistet ist.
9. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Schlitten (6) einstellbare Distanzrollen (25, 26) zur Bewegungsbegrenzung des
Schlittens (6) vorgesehen sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß am Schlitten (6) ein erstes Paar von einstellbaren Distanzrollen (5) zur Vorgabe
der Schleiftiefe und ein zweites Paar von Distanzrollen (26) vorgesehen ist, das den
Schleifbereich in der Ebene der Ski-Lauffläche (16) auf die Kantenfläche begrenzt.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß die den Schleifbereich begrenzenden Distanzrollen (26) in eine inaktive Position
verschwenkbar sind.
12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Schwinge (8) im Wirkbereich des Schleifbands (10) eine gekrümmte Stützfläche
(30) bildet.