[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine handhebel-betätigbare Pumpe zum Versprühen von
Flüssigkeiten, insbesondere zum Aufsetzen auf Flaschen oder dergleichen, mit einem
in einer gehäuseseitigen Pumpenkammer entgegen der Kraft einer Druckfeder linear verschieblichen
Pumpenkolben zum Ausspritzen der Flüssigkeit aus einer Mundstückdüse, wobei der Pumpenkolben
über ein Verbindungsglied mit dem Handhebel gekuppelt ist derart, dass die Schwenkbewegung
des Handhebels den Kolben in Richtung der zur Mundstückdüse wandernden Flüssigkeit
zieht, wobei weiter sich das Verbindungs-Zugglied von der Rückseite des Pumpenkolbens
ausgehend, parallel zum Pumpenkolben-Verschiebeweg in Richtung der Mundstückdüse erstreckt.
[0002] Eine Sprühpumpe dieser Art ist durch die JP-A-52 018214 bekannt. Dort ist das Verbindungsglied
mit einem doppelarmigen Handhebel über eine Zapfen-Gelenkstelle verbunden. Die Zuordnung
ist so, dass die Schwenkbewegung des einen Armes des Handhebels den Pumpenkolben in
Richtung der zur Mundstückdüse wandernden Flüssigkeit zieht. Das verbindungs-Zugglied
geht von der Rückseite des Pumpenkolbens aus. Dieser ist über einen Quersteg mit dem
Verbindungs-Zugglied verbunden. Im Bereich des Quersteges liegt ein Stutzen zum Zuordnen
eines Steigrohres, welches die Flüssigkeit über den entsprechend längs gehöhlten Pumpenkolben
zuführt. Das dortige Steigrohrende ist in die Bewegung des Kolbens einbezogen. Die
im Pumpenzylinder untergebrachte Druckfeder hält den Pumpenkolben in seiner Grundstellung.
Der Pumpenkolben ist zur linearen Führung über querliegende Zapfen gegenüber dem Gehäuse
der handhebel-betätigbaren Pumpe linear geführt. Die Endstellung wird durch eine Abstützung
des Handhebels im Bereich einer Kante einer entsprechenden Durchbrechung des Gehäuses
erreicht.
[0003] Aus der US-PS 5 716 008 ist es bekannt, das Verbindungs-Zugglied mit einem Handhebel
über ein Filmscharnier zu verbinden. Das Verbindungs-Zugglied weist einen Mitnehmersteg
auf. Der ist über einen in Richtung einer Mundstückdüse vorragenden, plattenförmigen
Rastvorsprung mit dem geschlossenen Boden einer Rollmembran gekuppelt. Zur entsprechenden
Kupplungssicherung dienen den plattenförmigen Vorsprung hintergreifende Rastnasen.
Der Handhebel steht in Richtung seiner Grundstellung unter Federbelastung. Hierzu
dienen Blattfedern. Diese gehen von einem Gelenkzapfen des Handhebels einstückig angeformt
aus. Der Gelenkzapfen befindet sich in einer quer zur Verlagerungsrichtung eines Druckbodens
der Rollmembran offenen Lagermulde. Die ist schlitzförmig und erstreckt sich räumlich
unterhalb der Pumpeinrichtung gegen diese gerichtet. Die Feder wirkt im Hinblick auf
die Verbindungsstelle zwischen Mitnehmersteg und Rollmembran trennend.
[0004] Eine weitere Sprühpumpe ist durch die US-PS 2 626 185 bekannt. Bei diesem Vorläufer
befindet sich der Pumpenkolben einschließlich seines Pumpenzylinders in der Flasche.
Am Flaschenhals gehaltert, setzt sich das Pumpengehäuse pistolenartig fort mit im
Scheitel von Griff und "Lauf" gelagertem, abzugartigen Handhebel. Letzterer ist doppelarmig
und greift mit dem griffseitigen Arm gelenkig an einem Verbindungsglied an, das seinerseits
gelenkig am Kolbenschaft sitzt. Das Ziehen des Pumpenkolben geschieht entgegen einer
auf den Kolbenschaft aufgesetzten Druckfeder, die gehäuseseitig ihr Widerlager findet.
[0005] Aus der US-PS 2 109 589 existiert sodann der Vorschlag, den doppelarmigen Handhebel
am Pumpenzylinder angreifen zu lassen und diesen linear geführt relativ zum feststehenden
Pumpenkolben zu verlagern. Das erfordert einen vom Steigrohr ausgehenden, die Bewegungen
des Pumpenzylinders mitmachenden Leitungsabschnitt. Die Anlenkstelle zwischen Pumpenzylinder
und dem besagten Arm sieht ein Langloch vor, in das Zapfen des Pumpenzylinders hineinragen.
Der Handhebel selbst ist unverschieblich schwenkgelagert.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße handhebel-betätigbare Pumpe baulich
einfach und gebrauchszuverlässig auszubilden.
[0007] Diese Aufgabe ist zunächst und im wesentlichen bei einer Pumpe mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst. Das begründet eine wesentlich vereinfachte Bauform und erleichterte
Montage. Der Pumpenkolbenschaft erfordert keine besonderen Vorkehrungen mehr zur Mitnahme
des Pumpenkolbens. Vielmehr wird der Pumpenkolben einfach von der Rückseite her zugbeaufschlagt,
bzw, verlagert, wobei sich die einfache sichere Mitnahmeverbindung konkret dadurch
ergibt daß an der Rückseite des Pumpenkolbens ein in Richtung des Pumpenkolben-Verschiebeweges
liegendet und in Richtung der Druckkraft der Druckfeder offener Einhängeschlitz vorgesehen
ist für einen Mitnehmersteg des Verbindungs-Zuggliedes. Um bei schwenkbarer Handhebelversion
die Bogenbahn des Handhebels und die lineare Bewegung des Verbindungs-Zuggliedes bewegungsmäßig
zwängungsfrei in Einklang zu bringen, ist die weitere Ausgestaltung gekennzeichnet
durch eine Schlitz/Zapfen-Lagerung des Handhebels unterhalb des vom Pumpenzylinder
zur Mundstückdüse führenden Flüssigkeitszuführkanales Vorteilhaft ist es zudem, dass
der Mitnehmersteg unrunden Querschnitt besitzt und der größere Durchmesser in Richtung
der Kraft der Druckfeder verläuft. Das überträgt die lineare Führung des Kolbens auf
das Verbindungs-Zugglied. Eine besonders gebrauchsstabile Ausbildung des Verbindungs-Zuggliedes
wird erreicht, wenn dasselbe als längliche, geschlossene und den Pumpenzylinder umfassende
Öse gestaltet ist. Die hält den Pumpenkolben verkippungsfrei; sie ist bevorzugt in
der Diametralen des Querschnitts des Pumpenkolbens angeordnet. Vorteilhaft ist auch
noch die Maßnahme, daß der sich koaxial und in Verlängerung der Pumpenkammer erstreckende
Abschnitt des Flüssigkeitszuführkanals als rohrförmiges, von der Druckfeder belastetes
Einsatzstück gestaltet ist. Sodann wird vorgeschlagen, daß die Stirnfläche des Pumpenkolbens
eine Vertiefung besitzt zum Eintritt eines frei in die Pumpenkammer vorstehenden Endes
des Einsatzstückes. Dieses rohrförmige Ende fördert die auszugebende Charge in Richtung
der Mundstückdüse, passierend das ringraumbildende Umfeld des dort unverrohrten Abschnitts
des Einsatzstückes. Eine Ausgestaltung von sogar eigenständiger Bedeutung besteht
darin, daß die Ventilbestückung am Einsatzstück vorgenommen ist, und zwar so, daß
ein Einlaßventil und ein Auslaßventil als dem Einsatzstück im Kombispritzverfahren
angeformte Weichpartien ausgebildet sind. Der Grundkörper des Einsatzstückes selbst
ist relativ härter gestaltet, die Weichpartien sind gummiartig. Eine solche Maßnahme
verringert die Teilezahl und vereinfacht die Montage.
[0008] Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend anhand eines zeichnerisch veranschaulichten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- die Flasche in Seitenansicht mit aufgesetzter Sprühpumpe, und zwar in Grundstellung
befindlich,
- Fig. 2
- einen Vertikalschnitt durch die Sprühpumpe mit angedeutetem Flaschenhals, gleichfalls
in Grundstellung,
- Fig. 3
- die Sprühpumpe in Darstellung wie Fig. 2, jedoch im Zustand der Betätigung ihres Handhebels,
- Fig. 4
- die Einheit Handhebel/Verbindung-Zugglied mit Pumpenkolben-Einhängung in Perspektive,
- Fig. 5
- die genannte Einheit in einer Montage-Bereitschaftsstellung, und zwar vor der Einhängung.
[0009] Dargestellt ist eine Flasche 1 in Standstellung. Das Flascheninnere 2 enthält versprühfähige
Flüssigkeit 3. Zum Versprühen dient eine Pumpe 4. Die ist auf den Hals 5 der Flasche
1 aufgesetzt. Das kann in schraubtechnischer Art realisiert sein, ferner durch Prellen
oder unter Nutzung eines Bajonettverschlusses. Zum Nachfüllen der Flasche 1 mit Flüssigkeit
3 liegt bevorzugt eine reversible Zuordnung der Pumpe 4, einer sogenannten Triggerpumpe,
vor.
[0010] Das Betätigungsorgan der Pumpe 4 ist ein Handhebel 6. Der ist doppelarmig und um
einen horizontal orientierten Achszapfen 7 schwenkbar gelagert. Körperlich kann es
sich um paarig vorgesehene Achsstummel handeln, die in einem Gehäuse 8 der Pumpe 4
wurzeln und frei in Schächte desselben ragen. Letztere wirken mit schwenkführend auf
dem Handhebel 4.
[0011] Das Pumpengehäuse 8 besteht aus Kunststoff. Es berücksichtigt die Einverleibung einer
Kolben/ Zylinder-Einheit. Deren Pumpenzylinder ist mit 9 bezeichnet. Er nimmt einen
doppeltopfförmigen Pumpenkolben 10 auf. Der ist vom rechtsseitig offenen Ende 11 des
Pumpenzylinders 9 her in den Pumpenzylinder 9 eingesteckt und steht in Auswärtsrichtung
unter Federbelastung. Es handelt sich um eine Druckfeder 12. Die Töpfe des Pumpenkolbens
10 öffnen gegenläufig. Sie haben einen gemeinsamen Querboden.
[0012] Die Druckfeder 12 steckt mit ihrem einen, kolbenseitigen Ende in einem der Töpfe,
genauer in einer topfbildenden Vertiefung 13 des Pumpenkolbens 10. Die einer Pumpenkammer
14 zugewandte Stirnfläche 15 des Pumpenkolbens 10 wird so axial überlappend übergreifbar,
indem unter Pumpenbetätigung in die zentrale Vertiefung 13 ein in dieser Richtung
vorstehendes Ende 16 eines Einsatzstückes E anschlagbegrenzt eintauchen kann. Der
Pumpenkolben 10 läuft, das Ende 16 überlaufend, zu. Dieses Ende 16 nimmt das andere
Ende der Druckfeder 12 anschlagbildend und lagefesselnd auf. Hierzu dient ein Ringkragen
17.
[0013] Das unter Belastung der Druckfeder 12 stehende, ein Widerlager derselben stellende
Einsatzstück E reicht bis vor eine Mundstückdüse 18 der Pumpe 4. Es bildet mit seinem
dortigen Stirnende eine Wirbelkammer 19. Die zu zerstäubende Flüssigkeit 3 geht dieser
Wirbelkammer 19 über einen Ringkanal 20 zu. Der ist zwischen einem Rohrabschnitt 21
des Gehäuses 8 und einem massiv gestalteten Dorn 22 des Einsatzstückes E realisiert.
[0014] Der ringkanalbildende Rohrabschnitt 21 weist einen geringeren lichten Durchmesser
bzw. Querschnitt auf als die diesem vorgelagerte Pumpenkammer 14. Der entsprechende
Wandungsversprung führt zu einer mit 23 bezeichneten Stirnwand. Deren der Pumpenkammer
14 zugewandte Ringflanke stellt eine Ventilsitzfläche 24. Mit dieser wirkt ein Einlaßventil
V1 zusammen. Letzteres erstreckt sich gleich hinter dem das Federwiderlager der Druckfeder
12 bildendem Ringkragen 17 und wird durch diese Druckfeder 12 in Schließanlage zu
24 gehalten. So ist das Einsatzstück in Richtung seiner Einsteckstellung anschlagfindend
abgefedert.
[0015] Axial beabstandet zum ringscheibenförmigen Einlaßventil V1 erstreckt sich ein Auslaßventil
V2. Letzteres schließt, der Mundstückdüse 18 näher zugewandt als das Einlaßventil
V1, an dieses an und ist ebenfalls ringscheibenförmig gestaltet. Es sitzt in einem
gegenüber 21 etwas durchmesservergrößerten Rohrzwischenabschnitt 25 des Pumpengehäuses
8. Auch hier ist der lichte Durchmesser gemeint.
[0016] Der der Wirbelkammer 19 zugewandte Endbereich des Dornes 22 weist rohrinnenseitig
tragende Rippen auf, die periphere Längskanäle 26 zwischen sich belassen, so daß die
Flüssigkeit 3 in die Wirbelkammer 19 gelangt.
[0017] Zwischen dem Einlaßventil V1 und dem Auslaßventil V2 mündet ein radiales Austrittsende
27 eines sich bis in die Pumpenkammer 14 erstreckenden Abschnitts 28 eines Flüssigkeitskanales
29. In diesem Bereich ist das Einsatzstück E demgemäß rohrförmig gestaltet. Über die
paarig, bevorzugt diametral angeordneten radialen Austrittsenden 27 gelangt die unter
Pumpenbetätigung in Richtung der Mundstückdüse 18 wandernde Flüssigkeit 3 via Auslaßventil
V2 in den Ringkanal 20. Die Stirnfläche des auch hier ringscheibenförmigen Auslaßventils
V2 hat als Ventilsitzfläche die Innenwandung des dort querschnittsgrößer gestalteten
Ringkanals 22, der des Rohrzwischenabschnitts 25 also.
[0018] Bezüglich des Einlaßventiles V1 und des Auslaßventiles V2 handelt es sich um integrale
Ringbunde des Einsatzstückes E. Diese ringbundförmigen Partien sind dem Einsatzstück
E im Kombispritzverfahren angeformt. Sie bestehen aus weicherem Material, erbringend
eine ventillappenartige Beweglichkeit gegenüber dem deutlich härteren Material des
Kernstückes, also des Einsatzstükkes E.
[0019] Die handhebel-betätigte Verschiebung des Pumpenkolbens 10 in dem diesbezüglich führend
wirkenden Pumpenzylinder 9 geschieht linear. Die diesbezügliche, mit der Richtung
des Pumpenkolben-Verschiebeweges identische Linie ist in der Zeichnung mit x-x bezeichnet.
Sie erstreckt sich im wesentlichen horizontal bei in Standstellung der Flasche 1 befindlicher
Situation, die im wesentlichen auch der Gebrauchssituation entspricht, in der der
Benutzer den halsnahen, griffbildenden Abschnitt der Flasche 1 erfaßt.
[0020] Zur die Flüssigkeit 3 ausbringenden Verlagerung des Pumpenkolbens 10 greift der doppelarmig
gestaltete Handhebel 6 mit einem gehäuseeinwärtsgerichteten ersten Arm a mittelbar
am verschieblichen Pumpenkolben 10 an. Der zweite, mit b bezeichnete Arm fungiert
als Abzug. Das Längenverhältnis der stumpfwinklig zueinander stehenden Arme a,b ist
ca. 1 : 3. Der Arm b ist ab dem Winkelscheitel vertikal abragend mit endseitiger leichter
Vorwölbung von der Flasche 1 weggerichtet. Der Arm a ist leicht fliehend ausgerichtet,
extra in einem Winkel von 90° zu einer Vertikalen verlaufend.
[0021] Bewegungsübertragungsmittel ist ein Verbindungsglied G. Es erstreckt sich parallel
zur Linie x-x und verläuft in einer horizontalen Diametralebene zum kreisrunden Querschnitt
aufweisenden Pumpenkolben 10 und auch zu dem davor angeordneten, gleichfalls rotationssymmetrisch
gestalteten Einsatzstück E.
[0022] Das der Mundstückdüse 18 zugewandte Ende des Verbindungsgliedes G greift über eine
Gelenkstelle 30 am freien Ende des Armes a des Handhebels 6 an. Auch diese Gelenkstelle
30 verlagert sich unter Handhebel-Betätigung trotz der dabei stattfindenden Schwenkbewegung
des Armes a streng linear. Diese überlagernden Bewegungen linear zu Kreisbogen werden
im Bereich des Achszapfens 7 kompensiert, d. h. der Handhebel 6 übt nicht bloß eine
Schwenkbewegung um 7 aus, sondern überlagernd auch noch eine Ausweichbewegung nach
unten hin und in Richtung der Flasche 1 gehend. Baulich erreicht ist das durch eine
Schlitz/Zapfen-Lagerung des Handhebels 6 räumlich etwa unterhalb des vom Pumpenzylinder
9 zur Mundstückdüse 18 führenden Flüssigkeitszuführkanales 29. Es sei auf die Betätigungsstellung
Figur 3 verwiesen. Genauer gesagt liegt die Schlitz/Zapfen-Lagerung unterhalb des
Ringkanales 20, der eine Fortsetzung des Flüssigkeitskanales 29 bildet. Der in Richtung
des gelenkstellenseitigen Endes verlaufende Schlitz trägt das Bezugszeichen 31. Er
berücksichtigt längenmäßig den Schwenkwinkel und Verlagerungsbereich des Handhebels
6. Beide Enden des langlochartigen Schlitzes 31 sind anschlagbildend nutzbar, dies
im Zusammenwirken mit dem ortsfesten, im Querschnitt kreisrunden Achszapfen 7.
[0023] Bezüglich des Verbindungsgliedes G ist auf eine Paarigkeit seiner Zuglaschen 32 abgestellt,
obwohl man auch mit nur einer auskäme. Konkret ist das Verbindungs-Zugglied G als
längliche, den Pumpenzylinder 9 außenwandseitig beabstandet umfassende, linear geführte
Öse 33 realisiert. Diese Öse 33 nimmt rechtsendig einen steigbügelartigen Verlauf,
wobei die der Mundstückdüse 18 zugewandte Endpartie in den durch Querschnittsreduzierung
des Materiales gebildeten Gelenkpunkt 30 einläuft, der ein Filmscharnier bildet. Hierüber
besteht sodann Einstückigkeit mit dem gabelförmigen Arm a des Handhebels 6. Der ist
ab Winkelscheitel bzw. Achszapfen 7 U-profiliert. Die U-Öffnung zeigt flaschenwärts.
[0024] Aus den zeichnerischen Darstellungen ist gut entnehmbar, daß sich das Verbindungs-Zugglied
G, von der Rückseite 34 des Pumpenkolbens 10 ausgehend, parallel zum Pumpenkolben-Verschiebeweg
in Richtung der Mundstückdüse 18 erstreckt.
[0025] Obwohl gehäuseseitige Vorkehrungen zur Sicherung der diesbezüglichen Verschieberichtung
ausgebildet sein könnten, genügt, wie gefunden wurde, eine Lösung dergestalt, daß
die Rückseite 34 einen in Richtung des Pumpenkolben-Verschiebeweges liegenden Einhängeschlitz
35 aufweist. In den greift trensenartig eingelegt ein von der U-Kehre des steigbügelartigen
Bauteiles gebildeter Mitnehmer 36 ein. Der ist erkennbar unrund. Er weist ovalen Querschnitt
auf mit parallelen Abflachungen, die sich an der korrespondierenden parallelen Flanke
des Einhängeschlitzes 35 drehsicher abstützen. So wird die Linearbewegung des Pumpenkolbens
10 in eine entsprechend raumparallele Linearverlagerung der Zuglaschen 32 übertragen.
[0026] Die handhebel-betätigbare Pumpe 4 hat einen Doppelmanschetten-Kolben als Pumpenkolben
10. Seine axial beabstandeten, in Ringlippen ausspitzenden Manschetten 37 belassen
zwischen sich einen Ringraum 38. Der nimmt in Grundstellung der Pumpe 4 Anschluß an
eine Belüftungsöffnung 39 des Pumpengehäuses 8. Die Belüftungsöffnung wird schieberartig
überfahren unter Betätigung der Pumpe 4. Die Belüftungsöffnung 39 nimmt über einen
vertikal ausgerichteten Zwischenkanal 40 Anschluß an das Flascheninnere 2. Besagter
Zwischenkanal 40 durchsetzt auch die Decke eines Anschlußstutzens 41 der Pumpe 4,
der zur Befestigung desselben an dem Hals 5 der Flasche 1 dient. Hierüber ist ein
wirksamer Luftausgleich erreicht, der nur in der Phase der Betätigung der Pumpe 4
stattfindet, in Grundstellung derselben jedoch das Flascheninnere 2 gegenüber der
Atmosphäre zuhält.
[0027] Der ventilschieberartig wirkende Pumpenkolben 10 tritt unter Betätigung derart aus
dem Bereich der Belüftungsöffnung 39, daß diese dann Anschluß nimmt an einen Belüftungskanal
42, der zu dem der Mundstückdüse 18 gegenüberliegenden Ende des Pumpengehäuses 8 hin
ins Freie reicht.
[0028] Die Handhabung ist wie folgt: Unter Betätigungszug am Handhebel 6 wird der Pumpenkolben
10 entgegen der Kraft der Druckfeder 12 via Verbindungs-Zugglied G mundstückdüsenseitig
verlagert. Das hat eine Volumenverkleinerung der Pumpenkammer 14 zur Folge (vergl.
Figur 3). Die darin befindliche, aus einer Vorbetätigung enthaltende Menge wird, über
den Abschnitt 28 des Flüssigkeitszuführkanals 29 und den Ringkanal 20 gehend, über
die Mundstücköffnung 18 als kraftvoller Sprühstrahl Sp ausgebracht. Um dem Mitnehmer
36 die hierzu erforderliche Eintauchbewegung gehäuseseitig zu ermöglichen, ist, vom
dortigen Stirnrand des rechtsseitig offenen Endes des Gehäuses 8 her eine von dort
ausgehende, in der Linie x-x liegende, langlochartige Führungsnische 43 realisiert,
undzwar wie 35 ebenfalls paarig und auch kongruent untereinander. Die unterstützt
die Linearbewegung des Verbindungs-Zuggliedes G gleichfalls. Unter entsprechendem
Ausgabedruck öffnet sich das Auslaßventil V2. Nach Ausbringen der abgeteilten Charge
tritt der Handhebel 6 unter Loslassen wieder in seine Grundstellung gemäß Figur 2
zurück. Hierbei fungiert die Druckfeder 12 als Rückholfeder des Handhebels 6. In der
Pumpenkammer 14 entsteht bei dieser über die Abstemmwirkung der Druckfeder 12 auf
den Pumpenkolben 10 ausgeübten Kraft zur Rückverlagerung Unterdruck in der Pumpenkammer
14. Die füllt sich unter Öffnen des Einlaßventils V, so daß über ein Steigrohr 44
zugehendes Medium in die Pumpenkammer 14 geholt wird. Die ventillappenabgedeckte Ventilsitzfläche
24 ist dazu mit einer Durchbrechung 23' in der Ringwand 23 versehen. Es können auch
mehrere gleich winkelverteilt angeordnete sein. Das abgefederte Einsatzstück E kann
sich ventilöffnend leicht gegen die Federkraft gehend nach rechts verlagern. Die Befüllung
der Pumpenkammer 14 geschieht so rascher. Mit Kolbendruck liegt die Grundstellung
des Einsatzstückes E sofort wieder vor, d.h. V1 ist geschlossen.
[0029] Das Zurückziehen des Handhebels 6 in seine Ausgangsposition bewirkt der federbelastet
ausfahrende Pumpenkolben 10, welcher über den Mitnehmer 36 und die angebundenen Zuglaschen
32 den Arm a nach rechts zieht. Dabei wird auch der Schlitz 31 in die oberseitige
Position zum Achszapfen 7 verbracht.
[0030] Das Gehäuse 8 ist spritztechnisch insofern günstig gestaltet, als der einen U-förmigen
Verlauf nehmende Abschnitt des Flüssigkeitszuführkanales 29 nach außen, gleich hinter
dem Achszapfen 7 liegend, durch einen Stopfen 45, eine Kanalkehre schaffend, wiederverschließbar
ist.
[0031] Die Montage geschieht folgendermaßen: Nach dem Einführen des Einsatzstückes E in
das Gehäuse 8 folgt das Aufstecken der Druckfeder 12 auf das einen entsprechenden
Tragzapfen schaffende, röhrchenartige Ende 16. Dann wird der Pumpenkolben 10 vom offenen
Ende 11 der Pumpenkammer 14 her eingesteckt. Es folgt nun die Zuordnung der Einheit
Handhebel/Verbindungs-Zugglied 6/G. Letzteres wird über den kurzzeitig knopftastenartig
gegen die Federwirkung eingedrückten Kolbenschwanz geschwenkt, bis der Mitnehmer 36
in Linie x-x zum Einhängeschlitz 35 hin steht. Nach Loslassen des Pumpenkolbens 10
fährt dieser nach auswärts und tritt in Fesselung zum steigbügelartigen Verbindungs-Zugglied
G. Die Pumpe 4 ist funktionsbereit. Der Schwenkbogen geht um die Gelenkstelle 30 und
ist mit 46 bezeichnet. Er hat bezüglich der Rückseite 34 genügend Abstand, da der
dargestellte Radius 47 ausreicht.
1. Handhebel-betätigbare Pumpe (4) zum Versprühen von Flüssigkeiten, insbesondere zum
Aufsetzen auf Flaschen (1) oder dergleichen, mit einem in einer gehäuseseitigen Pumpenkammer
(9) entgegen der Kraft einer Druckfeder (12) linear (Linie x-x) verschieblichen Pumpenkolben
(10) zum Ausspritzen der Flüssigkeit (3) aus einer Mundstückdüse (18), wobei der.Pumpenkolben
(10) über ein Verbindungsglied (G) mit dem Handhebel (6) gekuppelt ist derart, dass
die Schwenkbewegung des Handhebels (6) den Pumpenkolben (10) in Richtung der zur Mundstückdüse
(18) wandernden Flüssigkeit zieht, wobei weiter sich das Verbindungs-Zugglied (G)
von der Rückseite (34) des Pumpenkolbens (10) ausgehend, parallel zum Pumpenkolben-Verschiebeweg
in Richtung der Mundstückdüse (18) erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückseite (34) des Pumpenkolbens (10) ein in Richtung des Pumpenkolben-Verschiebeweges
liegender und in Richtung der Druckkraft der Druckfeder (12) offener Einhängeschlitz
(35) vorgesehen ist für einen Mitnehmersteg (36) des verbindungs-Zuggliedes (G).
2. Handhebel-betätigbare Pumpe nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Schlitz/Zapfen-Lagerung (31) des Handhebels (6) unterhalb des vom Pumpenzylinder
(9) zur Mundstückdüse (18) führenden Flüssigkeitszuführkanales (29).
3. Handhebel-betätigbare Pumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der Mitnehmersteg (36) unrunden Querschnitt besitzt und der größere Durchmesser in
Richtung der Kraft der Druckfeder (12) verläuft.
4. Handhebel-betätigbare Pumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungs-Zugglied (G) als längliche, geschlossene und den Pumpenzylinder (9)
umfassende Öse (32) gestaltet ist.
5. Handhebel-betätigbare Pumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass der sich koaxial und in Verlängerung der Pumpenkammer (14) erstreckende Abschnitt
(28) des Flüssigkeitszuführkanales (29) als rohrförmiges, von der Druckfeder (12)
belastetes Einsatzstück (E) gestaltet ist.
6. Handhebel-betätigbare Pumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Stirnfläche (15) des Pumpenkolbens (10) eine Vertiefung (13) besitzt zum Eintritt
eines frei in die Pumpenkammer (14) vorstehenden Endes (16) des Einsatzstückes (E).
7. Handhebel-betätigbare Pumpe nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Einlassventil (V1) und Auslassventil (V2) als dem Einsatzstück (E) im Kombinationsspritzverfahren
angeformte Weichpartien ausgebildet sind.
1. Hand lever-operated pump (4) for spraying liquids, in particular for mounting on bottles
(1) or the like, with a pump plunger (10) displaceable linearly (line x-x) against
the force of a compression spring (12) in a pump chamber (9) on the housing side for
squirting the liquid (3) out of a mouthpiece nozzle (18), wherein the pump plunger
(10) is coupled by a connecting member (G) to the hand lever (6) in such a way that
the pivot movement of the hand lever (6) pulls the pump plunger (10) in the direction
of the liquid travelling to the mouthpiece nozzle (18), wherein furthermore the connecting
pull member (G), starting from the rear side (34) of the pump plunger (10), extends
parallel to the path of displacement of the pump plunger in the direction of the mouthpiece
nozzle (18), characterised in that on the rear side (34) of the pump plunger (10) is provided a mounting slot (35) which
is located in the direction of the path of displacement of the pump plunger and opens
in the direction of the compression force of the compression spring (12), for a driver
web (36) of the connecting pull member (G).
2. Hand lever-operated pump according to claim 1, characterised by a mortise and tenon mounting (31) of the hand lever (6) below the liquid supply channel
(29) leading from the pump cylinder (9) to the mouthpiece nozzle (18).
3. Hand lever-operated pump according to one or more of the preceding claims, characterised in that the driver web (36) has a non-round cross-section and the larger diameter runs in
the direction of the force of the compression spring (12).
4. Hand lever-operated pump according to one or more of the preceding claims, characterised in that the connecting pull member (G) is designed as an elongate, closed eye (32) encompassing
the pump cylinder (9).
5. Hand lever-operated pump according to one or more of the preceding claims, characterised in that the section (28) of the liquid supply channel (29) which extends coaxially and in
extension of the pump chamber (14) is designed as a tubular insert piece (E) loaded
by the compression spring (12).
6. Hand lever-operated pump according to one or more of the preceding claims, characterised in that the end face (15) of the pump plunger (10) has a recess (13) for the entry of one
end (16) of the insert piece (E) which protrudes freely into the pump chamber (14).
7. Hand lever-operated pump according to one or more of the preceding claims, characterised in that the inlet valve (V1) and outlet valve (V2) are constructed as yielding sections formed
integrally on the insert piece (E) by combination injection-moulding.
1. Pompe (4) actionnable par levier à main pour la pulvérisation de liquides, en particulier
pour le montage sur des bouteilles (1) ou similaires, avec un piston de pompe (10)
décalable linéairement (ligne x-x) dans un compartiment de pompe (9) à l'encontre
de la force d'un ressort de compression (12) pour l'émission sous forme pulvérisée
du liquide (3) par une embouchure de buse (18), le piston de pompe (10) étant couplé
avec le levier à main (6) par un élément de liaison (G) de telle sorte que le mouvement
de basculement du levier à main (6) tire le piston de pompe (10) en direction du liquide
(3) migrant vers l'embouchure de buse (18), l'élément de liaison et de traction (G)
s'étendant en outre, en partant de la face arrière (34) du piston de pompe (10), parallèlement
à la course de décalage du piston de pompe en direction de l'embouchure de buse (18),
caractérisé en ce qu'à la face arrière (34) du piston de pompe (10), une fente d'accrochage (35) se trouvant
en direction de la course de décalage du piston de la pompe et ouverte dans la direction
du ressort de compression (12) est prévue pour une traverse d'entraînement (36) de
l'élément de liaison et de traction (G).
2. Pompe actionnable par levier à main selon la revendication 1, caractérisée par un palier à fente et tourillon (31) du levier à main (6) en dessous du canal d'amenée
du liquide (29) du cylindre de pompe (9) vers l'embouchure de buse (18).
3. Pompe actionnable par levier à main selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la traverse d'entraînement (36) possède une section non circulaire et en ce que le plus grand diamètre s'étend en direction de la force du ressort de compression
(12).
4. Pompe actionnable par levier à main selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'élément de liaison et de traction (G) est configuré comme boucle (32) oblongue
fermée et enserrant le cylindre de pompe (9).
5. Pompe actionnable par levier à main selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le tronçon (28) du canal d'amenée du liquide (29) s'étendant coaxialement et en prolongement
du compartiment de pompe (14) est configuré comme insert (E) tubulaire chargé par
le ressort de compression (12).
6. Pompe actionnable par levier à main selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la surface frontale (15) du piston de pompe (10) possède un renfoncement (13) pour
l'entrée d'une extrémité (16) de l'insert (E) dépassant librement dans le compartiment
de pompe (14).
7. Pompe actionnable par levier à main selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes,
caractérisée en ce que la valve d'aspiration (V1) et la valve de refoulement (V2) sont configurées comme
pièces souples venues de surmoulage sur l'insert (E) dans le procédé d'injection combiné.