[0001] Die Erfindung betrifft zum einen ein Verfahren zur Herstellung eines Getriebeteiles
mit Nabe aus einer Ronde, welche an einem Werkzeug einer rotierend antreibbaren Spindel
einer Drückmaschine angeordnet und eingespannt wird und mittels mindestens einer Drückrolle
eine Dicke der Ronde verringert und das dabei anfallende Material zur Nabe umgeformt
wird.
[0002] Zum anderen betrifft die Erfindung eine Drückvorrichtung mit einer rotierend antreibbaren
Spindel, mindestens einer zustellbaren Drückrolle und einem an der Spindel angebrachten
Werkzeug zum Haltern einer Ronde.
[0003] Ein gattungsgemäßes Verfahren und eine gattungsgemäße Vorrichtung gehen beispielsweise
aus der
DE-C-198 49 981 hervor. Bei diesem bekannten Drückverfahren wird die Ronde gegen ein ringförmiges
Werkzeug mittels eines zylinderförmigen Andrückelementes gedrückt. Bei dieser einfachen
und zuverlässigen axialen Einspannung kann ein Aussenbereich einer Ronde sehr gut
bearbeitet werden. Bei dieser axialen Einspannung lässt sich jedoch innerhalb der
auszubildenden Nabe ein gewisser radialer Scheibenbereich nicht vermeiden, welcher
gegebenenfalls in einem späteren Arbeitsschritt entfernt werden muss. Eine Vorrichtung
mit einem separaten Widerlagerfutter geht weiter aus der
DE-C-44 44 526 hervor. Das mit dem Werkzeug zusammenarbeitende Widerlagerfutter ist dabei an die
Umfangskante der Ronde anlegbar.
[0004] Beim Anformen einer Nabe an einer Blechronde ist es weiter bekannt, diese durch sogenannte
Drehfutter an ihrem Außenumfang an einem Werkzeug einzuspannen. Das Drehfutter weist
dabei drei oder vier radial verstellbare Spannbacken auf, zwischen denen das rondenförmige
Werkstück gespannt werden kann. Allerdings sind derartige Spanneinrichtungen relativ
aufwendig und behindern teilweise auch das Bearbeiten der Ronde mittels Drückrollen.
Bei relativ dünnen Werkstücken kann zu einem entsprechend dünnen Umfangsrand kein
ausreichender Spannbereich für eine zuverlässige Klemmung des Werkstückes vorhanden
sein.
[0005] Aus der
EP-A-0 815 983 und der
US-A-5,987,952 sind ein Verfahren bekannt, bei dem eine Ronde in eine Aufnahme eingelegt und mittels
eines mittigen Andrückelementes axial festgespannt wird. Während des Anformens der
Nabe hält eine Halterolle den aüßeren Rand der Ronde in der Aufnahme. Die Halterolle
behindert einen freien Zugang zur Mitte der Ronde.
[0006] Aus der
DE-C-195 24 089 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Getriebeteiles aus einer
Metallronde bekannt. Mittels Drückrollen wird Material der Metallronde vom Zentrum
zum Rand hin verdrängt, um einen zylinderischen Randbereich auszubilden.
[0007] Der Erfindung liegt die
Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit denen ein einfaches und zuverlässiges Halten
des Werkstücks am Werkzeug gegeben ist, wobei gleichzeitig eine hohe Gestaltungsfreiheit
beim Ausbilden der Nabe sichergestellt ist.
[0008] Die Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0009] Bei dem Verfahren ist vorgesehen, dass das Einspannen der Ronde durch axiales Andrücken
eines Rondenbereiches der Ronde gegen das Werkzeug und gleichzeitiges radiales Erweitern
der Ronde durchgeführt wird und dass beim radialen Erweitern der Ronde diese gegen
eine ringförmige, in Umfangsrichtung verlaufende Wand an dem Werkzeug geformt wird,
wobei die Ronde kraft- und/ oder formschlüssig an dem Werkzeug gehaltert wird.
[0010] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, das Werkzeug mit einer ringförmigen
Wand zu versehen, welche nur geringfügig größer als die darin eingesetzte Ronde ist.
Die Ronde wird dann zu Beginn des Umformverfahrens durch eine axiale Anpresskraft
radial erweitert und so gegen die ringförmige Wand entweder radial nach außen oder
radial nach innen geformt. Es ergibt sich so eine kraft- und/oder formschlüssige Verbindung
zwischen der Ronde und dem Werkzeug. Die Einspannung der Ronde an dem Werkzeug wird
also durch eine Interaktion zwischen der umgeformten Ronde und der umgebenden ringförmigen
Wand oder einem mittigen Zentrierdorn am Werkzeug erreicht. Die Vorrichtung kann somit
einfach und kostengünstig ausgebildet werden, wobei der gesamte Bereich der Ronde
frei von der Drückrolle bearbeitet werden kann. Es ist so eine besonders hohe Gestaltungsfreiheit
zur Bearbeitung der Ronde und zur Nabe gegeben. Die hierzu einsetzbare Drückmaschine
kann mit Ausnahme des Andrückelementes grundsätzlich so aufgebaut sein, wie in der
auf die Anmelderin zurückgehenden
DE 198 49 981 C1 beschrieben ist.
[0011] Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die in Umfangsrichtung verlaufende
Wand von einem ringförmigen Absatz gebildet, der bezüglich der Stirnseite des Werkzeuges,
gegen die die Ronde beim radialen Erweitern gedrückt wird, axial vorsteht. Der ringförmige
Absatz kann bei dieser Ausführungsform unmittelbar an der Stirnseite des Werkzeugs
ausgebildet sein. Alternativ ist es auch möglich, die Umlaufkante der Stirnseite des
Werkzeugs mit einer Fase zu versehen, die ihrerseits in den axial vorstehenden Absatz
übergeht. Durch eine derartige Gestaltung des Absatzes kann der äußere Randbereich
der Ronde in axialer Richtung umgeformt werden, wobei der Fasenwinkel die Biegungswinkel
des Randbereiches der Ronde vorgibt. Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Ronde
nach dem Drückwalzen besonders leicht, d. h. ohne großen Kraftaufwand, vom Werkzeug
gelöst werden kann. Der Absatz ist in axialer Richtung so bemessen, dass er vorzugsweise
über die Stirnseite des Werkzeugs übersteht.
[0012] Es ist erfindungsgemäß, an der Stirnseite des Werkzeuges, gegen die die Ronde beim
radialen Erweitern gedrückt wird, eine umlaufende Nut auszubilden, deren eine ringförmige
Nutwand zumindest teilweise die in Umfangsrichtung verlaufende Wand bildet. Die Ronde
wird zum Halten mit ihrem Randbereich in die Nut auf der ebenen Werkzeugfläche derart
eingeformt, dass die Ronde kraft- und/oder formschlüssig an der Nutwand gehalten ist.
Bei dieser Ausführungsform ist es ferner denkbar, gleichfalls den zuvor beschriebenen
Absatz am Werkzeug vorzusehen, wobei der Absatz mit seiner in die Umfangsrichtung
verlaufende Wand bildenden Innenseite in die ringförmige Nutwand übergeht.
[0013] Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass das Verringern der
Dicke der Ronde durch radiales Zustellen einer Drückrolle erfolgt, wobei die Drückrolle
gleichzeitig die Ronde mit einer definierten Axialkraft axial gegen das Werkzeug drückt.
Neben einer Radialkraftkomponente weist somit die Drückrolle auch eine Axialkraftkomponente
auf, welche eine drehfeste Verbindung zwischen der Ronde und dem Werkzeug unterstützt.
[0014] Ein besonders betriebssicherer Verfahrensablauf wird erfindungsgemäß dadurch erreicht,
dass bis zum Erzeugen des Kraft- und/oder Formschlusses die Ronde mittels einer separaten
Halteeinrichtung, insbesondere einer Magnetspanneinrichtung oder einer Vakuumspanneinrichtung,
an dem Werkzeug gehalten wird. Durch die Anordnung einer ansteuerbaren Elektromagnetspule
an dem Werkzeug oder der Anordnung von zum Werkstück hin offenen Vakuumkanälen am
Werkzeug, die mit einer Unterdruckerzeugungseinrichtung leitungsverbunden sind, kann
die Ronde nach dem Einsetzen in das ringförmige Werkzeug fixiert werden. Die endgültige
Einspannung erfolgt dann erfindungsgemäß durch das Andrücken der Drückrolle und das
Umformen des Randbereiches der Ronde in einem axialen Hinterschneidungsbereich und/oder
radialen Mitnehmerelement an der ringförmigen Wand des Werkzeuges.
[0015] Wird keine separate Halteeinrichtung verwendet, ist es sinnvoll, dass die auf das
Werkzeug aufgesetzte Ronde bei noch stillstehender Spindel axial mit der mindestens
einen Drückrolle gegen das Werkzeug gedrückt wird. Erst in dieser angedrückten Stellung
kann die Spindel zusammen mit dem Werkzeug und der Ronde in Rotation versetzt werden,
wobei sich die Drückrolle aufgrund des Reibungskontaktes entsprechend mit der Ronde
mitdreht und diese zuverlässig an das Werkzeug andrückt.
[0016] Des Weiteren wird bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens vorgeschlagen,
die Ronde zumindest während des Ausformens der Nabe mit Hilfe eines Andrückelementes
axial an das Werkzeug zu drücken, wobei das Andrückelement den Nabenwerkstoff beim
Ausformen der Nabe abstützt. Das Andrückelement ist dabei so gestaltet, dass die Außenkontur
des Andrückelementes einen Bereich aufweist, der einem Bereich der Innenkontur der
auszuformenden Nabe entspricht. Das Andrückelement dient bei diesem Ausführungsbeispiel
also als Werkzeugdorn, mit dessen Hilfe die Innenkontur der Nabe bereits so während
des Ausformens der Nabe vorgeformt wird, dass allenfalls eine vergleichsweise geringfügige
Nachbearbeitung der Nabe erforderlich wird.
[0017] Bei einer alternativen Ausführungsform des Verfahrens wird vorgeschlagen, die Ronde
bereits vor dem radialen Erweitern mit Hilfe eines Andrückelementes axial an das Werkzeug
zu drücken, wobei das Andrückelement mit einem von der Stirnseite des Werkzeugs abstehenden
Zapfen in Eingriff kommt, der durch eine an der Ronde ausgebildete Aufnahmeöffnung
ragt. Nach dem radialen Erweitern zum Haltern der Ronde am Werkzeug wird das Andrückelement
wegbewegt. Auf diese Weise kann der am Werkzeug vorgesehene Zapfen den Nabenwerkstoff
beim Ausformen der Nabe abstützen, wobei ähnlich der zuvor beschriebenen Ausführungsform
die Außenkontur des Zapfens einen Bereich aufweist, der einem Bereich der Innenkontur
der auszuformenden Nabe entspricht, so dass auch hier allenfalls eine geringfügige
Nachbearbeitung der Nabe zu einem späteren Zeitpunkt erforderlich ist. Am Werkzeug
ist eine ringförmige, in Umfangsrichtung verlaufende Wand ausgebildet, an der die
Ronde durch radiales Erweitern kraft- und/oder formschlüssig halterbar ist, und es
ist eine Ausstoßereinrichtung vorgesehen. Die ringförmige Wand des Werkzeuges weist
einen Innendurchmesser auf, welcher geringfügig größer als der Außendurchmesser der
Ronde ist, so dass eine nahezu spielfreie Aufnahme der Ronde gewährt ist. Durch diese
ringförmige Wand wird eine genaue Lagepositionierung der Ronde an der Spindel erreicht,
wobei durch das radiale Erweitern der Ronde eine kraft- und/oder formschlüssige, drehfeste
Verbindung der Ronde mit dem Werkzeug und damit mit der Spindel erzeugbar ist. Es
ist somit auf einfache Weise eine feste und zugleich lagegenaue Einspannung eines
rondenförmigen Werkstückes gegeben, wobei eine freie Bearbeitung der gesamten Rondenfläche
auf einer Rondenseite ermöglicht ist. Die Ausstoßereinrichtung, welche insbesondere
ein axial verfahrbarer Stempel oder ein Stützelement ist, erlaubt ein leichtes Entfernen
der Ronde.
[0018] In der Vorrichtung ist die Wand an einem ringförmigen Absatz ausgebildet, der bezüglich
der Stirnseite des Werkzeuges axial vorsteht. Ferner ist es möglich, an der Stirnseite
des Werkzeuges eine umlaufende Nut auszubilden, deren eine Nutwand zumindest teilweise
die in Umfangsrichtung verlaufende Wand bildet.
[0019] Eine noch bessere Verbindung zwischen dem rondenförmigen Werkstück und dem Werkzeug
auf der Spindel wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass an einer zur Ronde gerichteten
Umfangsseite der ringförmigen Wand eine Profilierung zur Herstellung eines Formschlusses
ausgebildet ist. Die Profilierung kann in einer axialen Hinterschneidung oder in der
Anordnung radial gerichteter Mitnehmerelemente entlang der Innenseite der ringförmigen
Wand ausgebildet sein. Die Mitnehmerelemente können eine Verzahnung, insbesondere
eine Stirnradverzahnung an dem Werkstück ausbilden. Die Mitnehmerelemente sind in
Achsrichtung verlaufend ausgebildet, dass ein Auswerfer das Werkstück axial von dem
Werkzeug entfernen kann.
[0020] Nachfolgend wird die Erfindung anhand mehrerer Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme
auf die schematische Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen:
- Fig. 1
- eine Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispieles einer Drückvorrichtung mit
einer an der Stirnseite des Werkzeuges ausgebildeten Nut;
- Fig. 2
- eine Schnittansicht eines zweiten Ausführungsbeispieles einer Drückvorrichtung mit
einer an der Stirnseite des Werkzeuges ausgebildeten Nut und einem an der Stirnseite
vorgesehenen Zentrierzapfens beim Spannen der Ronde; und
- Fig. 3
- eine Schnittansicht des zweiten Ausführungsbeispieles nach Fig. 2 beim Ausformen der
Nabe.
[0021] Fig. 1 zeigt eine Schnittansicht eines ersten Ausführungsbeispieles einer Drückvorrichtung
10 zur Herstellung eines Getriebeteils 12 mit Nabe 14 aus einer Ronde 16. Die Drückvorrichtung
10 ist in Fig. 1 in verschiedenen Verfahrensstadien dargestellt. So zeigt die links
von der Rotationsachse R der Drückvorrichtung 10 zu sehende Darstellung die Drückvorrichtung
10 beim Spannen der Ronde 16. Die rechts von der Rotationsachse R zu sehende Darstellung
zeigt die Drückvorrichtung 10 während des Ausformens der Nabe 14.
[0022] Die Drückvorrichtung 10 weist ein Werkzeug 18 auf, das mittels eines nicht dargestellten
Antriebes um die Rotationsachse R drehbar ist. An der Stirnseite 20 des Werkzeugs
18 ist konzentrisch zur Rotationsachse R eine Nut 22 ausgebildet. Eine Nutwand 24
mit größerem radialen Abstand zur Rotationsachse R verläuft zumindest annähernd parallel
zur Rotationsachse R und bildet eine Wand, deren Zweck später noch erläutert wird.
Eine innere Nutwand 26 mit geringerem radialen Abstand zur Rotationsachse R geht unter
Bildung einer Rundung in die Stirnseite 20 über. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
ist die äußere Nutwand 24 Abstandes glatt ausgebildet. Alternativ ist es auch möglich,
an der äußeren Nutwand 24 Formelemente wie Zähne, Riefen o.Ä. auszubilden, um einen
Formschluss mit der später auszuformenden Ronde 16 herzustellen. In gleicher Weise
kann auch der Nutgrund der Nut 22 mit entsprechenden Formelementen versehen sein.
[0023] Konzentrisch zur Rotationsachse R ist im Werkzeug 18 ferner ein zylinderförmiger
Ausstoßer 28 verschieblich aufgenommen, mit dem das fertige Getriebeteil 12 nach Beendigung
des Drückwalzvorganges vom Werkzeug 18 gelöst werden kann.
[0024] Gleichfalls konzentrisch zur Rotationsachse R ist eine Zentrierbohrung 30 im Ausstoßer
28 ausgebildet, die zur Aufnahme eines Zentrierzapfens 32 eines Halteelementes 34
dient, wie Fig. 1 zeigt. Das Halteelement 34 weist einen sich an den Zentrierzapfen
32 anschließenden Stützabschnitt 36 mit rundem Querschnitt auf, der seinerseits in
eine Haltevorrichtung 38 übergeht.
[0025] Zum Ausformen der Nabe 14 weist die Drückvorrichtung 10 eine Drückrolle 40 auf, die
bei einer gemeinsamen Rotation des Werkzeuges 18 mit dem Halteelement 34 radial in
Richtung auf das Zentrum der Ronde 16 zugestellt wird. Die Drückrolle 40 weist eine
Schneidkante 42 auf, wobei die an die Schneidkante 42 angrenzenden Umfangsflächen
der Drückrolle 40 einen spitzen Winkel einschließen. An die Schneidkante 42 schließt
sich ein Stauchbereich 44 an, der seinerseits von einem Vorsprung 46 der Drückrolle
40 begrenzt ist.
[0026] Zum Ausformen des Getriebeteils 12 wird zunächst die Ronde 16 an die Stirnseite 20
des Werkzeugs 18 angesetzt und das axial bewegliche Halteelement 34 gegen die Stirnseite
20 bewegt, so dass der Zentrierzapfen 32 durch eine an der Ronde 16 ausgebildete Aufnahmeöffnung
48 geführt wird und in die Zentrierform 30 gelangt. Das Halteelement 34 wird dabei
so weit axial in Richtung der Stirnseite 20 bewegt, dass der am Übergang zwischen
dem Zentrierzapfen 32 und dem Stützabschnitt 36 gebildete Absatz 50 an der Vorderseite
der Ronde 16 anliegt und so die Ronde 16 gegen das Werkzeug 18 vorspannt. Anschließend
wird das Werkzeug 18 und das Halteelement 34 in Drehung versetzt und die Drückrolle
40 zugestellt, wodurch die Ronde 16 gezielt radial erweitert und mit ihrem Randbereich
in die Nut 22 eingeformt wird. Auf diese Weise wird die Ronde 16 kraftschlüssig an
der Stirnseite 20 des Werkzeuges 18 eingespannt.
[0027] Danach wird die Drückrolle 40 radial in Richtung der Rotationsachse R bewegt, wobei
die Schneidkante 40 mit der Ronde 16 in Eingriff kommt. Durch das radiale Zustellen
der Drückrolle 40 wird Material der Ronde 16 teilweise abtrennt und entlang des Stauchbereiches
44 geleitet, so dass sich, ausgehend von der Ronde 16, ein umlaufender, sich während
des Zustellvorganges stets verändernder Kragen ausbildet. Der axiale Materialfluss
ist durch den Vorsprung 46 der Drückrolle 40 begrenzt. Auf diese Weise wird die Nabe
14 an dem aus der Ronde 16 zu fertigenden Getriebeteil 12 ausgeformt, wobei das Halteelement
34 als Werkzeugdorn dient dessen Übergang zwischen dem Zentrierzapfen 32 und dem Stützabschnitt
36, an dem die Nabe 14 ausgeformt wird, zumindest teilweise zum Ausformen der späteren
Innenkontur der Nabe 14 dient.
[0028] Nachdem die Nabe 14 ausgeformt worden ist, wird die Drückrolle 40 von der Umformstelle
wegbewegt, das Halteelement 34 vom Werkzeug 18 weg verfahren und anschließend das
fertige Getriebeteil 12 mit Hilfe des Ausstoßers 28 vom Werkzeug 18 gelöst. Dabei
wird das Lösen des fertigen Getriebeteils 12 durch die Rundung an der Nutwand 26 mit
geringem radialen Abstand erleichtert, da der Randbereich des Getriebeteils 12 gleichfalls
unten abgerundet ausgeformt ist.
[0029] Die Fig. 2 und 3 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel einer Drückvorrichtung 60,
die in ihrem Aufbau im Wesentlichen dem Aufbau der Drückvorrichtung 10 des ersten
Ausführungsbeispiels gleicht. Die Drückvorrichtung 60 unterscheidet sich gegenüber
der Drückvorrichtung 10 nur durch den verwendeten Ausstoßer 62 und das verwendete
Halteelement 64. Bei der Drückvorrichtung 60 steht von der Stirnseite des Ausstoßers
62 ein Zentrierzapfen 66 axial ab, der konzentrisch zur Rotationsachse R des Werkzeuges
18 angeordnet ist. Das Halteelement 64 weist eine gleichfalls konzentrisch zur Rotationsachse
R ausgebildete Zentrieröffnung 68 auf, mit der der Zentrierzapfen 66 in Eingriff bringbar
ist, wie Figur 2 zeigt.
[0030] Zum Ausformen des Getriebeteiles 12 wird die Ronde 16 mit ihrer Aufnahmeöffnung 48
zunächst auf den Zentrierzapfen 66 aufgesetzt. Anschließend wird das Halteelement
64 gegen das Werkzeug 18 bewegt, wobei die Zentrieröffnung 68 mit dem Zentrierzapfen
66 in Eingriff kommt. Das Halteelement 64 wird axial so stark gegen das Werkzeug 18
vorgespannt, dass die Ronde 16 drehfest.mit dem Werkzeug 18 und dem Halteelment 64
verbunden ist. Anschließend wird das Werkzeug 18 und das Halteelement 64 in Rotation
versetzt und, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, mit Hilfe der Drückrolle 40 die
Ronde 16 zunächst radial erweitert. Durch das radiale Erweitern der Ronde 18 wird
diese in die Nut 22 eingeformt, so dass sich eine kraftschlüssige Verbindung zwischen
der Ronde 16 und dem Werkzeug 18 ausbildet. Anschließend wird das Halteelement 64
vom Werkzeug 18 wegbewegt und die Ronde 16 mit Hilfe der Drückrolle 40 umgeformt,
wie Fig. 3 zeigt. Dabei dient der Zentrierzapfen 66 als Werkzeugdorn für die auszuformende
Nabe 14. Durch eine entsprechende Gestaltung des Zentrierzapfens 66 kann auf diese
Weise auch eine Nabe 14 ausgeformt werden, die eine Durchgangsbohrung mit konstantem
Durchmesser aufweist.
[0031] Die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen nur verschiedene Möglichkeiten,
wie eine Drückvorrichtung ausgestaltet sein kann. Darüber hinaus kann, die zuvor beschriebenen
Drückvorrichtungen zusätzlich mit Magnetspanneinrichtung oder Vakuumspanneinrichtungen
ausgestattet sein.
1. Verfahren zur Herstellung eines Getriebeteils (12) mit Nabe (14) aus einer Ronde (16),
welche an einem Werkzeug (18) einer rotierend antreibbaren Spindel einer Drückmaschine
(10; 60) angeordnet und eingespannt wird, mittels mindestens einer Drückrolle (40)
eine Dicke der Ronde (16) verringert und das dabei anfallende Material zu der Nabe
(14) geformt wird, wobei
- das Einspannen der Ronde (16) durch axiales Andrücken eines Randbereiches der Ronde
(16) gegen das Werkzeug (18) und gleichzeitiges radiales Erweitern der Ronde (16)
durchgeführt wird,
- beim radialen Erweitern der Ronde (16) diese gegen eine ringförmige, in Umfangsrichtung
verlaufende Wand (24) an dem Werkzeug (18) geformt wird, wobei die Ronde (16) kraft
und/oder formschlüssig an dem Werkzeug (18) gehaltert wird, und
- die Stirnseite (20) des Werkzeuges (18), gegen die die Ronde (16) beim radialen
Erweitern gedrückt wird, als eine ebene Werkzeugfläche mit einer umlaufende Nut (22)
ausgebildet ist, deren eine ringförmige Nutwand (22) zumindest teilweise die in Umfangsrichtung
verlaufende Wand bildet.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die in Umfangsrichtung verlaufende Wand vollständig umläuft.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Verringern der Dicke der Ronde (16) durch radiales Zustellen der Drückrolle (40)
erfolgt, wobei die Drückrolle (40) gleichzeitig die Ronde (16) mit einer definierten
Axialkraft axial gegen das Werkzeug (18) drückt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass bis zum Erzeugen des Kraft- und/oder Formschlusses die Ronde (16) mittels einer separaten
Halteeinrichtung, insbesondere einer Magnetspanneinrichtung oder einer Vakuumspanneinrichtung,
an dem Werkzeug gehaltert wird.
1. Method for the manufacture of a gear part (12) with a boss (14) from a round blank
(16), which is placed and clamped on a tool (18) of a spindle, drivable in rotary
manner, of a spinning lathe (10; 60), by means of at least one spinning roller (40)
a thickness of the round blank (16) is reduced and the material obtained is shaped
into the boss (14),
wherein
- the clamping of the round blank (16) is brought about by axially pressing a marginal
area of said blank (16) against the tool (18) accompanied by a simultaneous radial
expansion of the blank (16),
- on radially expanding the round blank (16) it is shaped against an annular, circumferentially
directed wall (24) on the tool (18), the round blank (16) being secured in positive
and/or frictional engagement on the tool (18), and
- the end face (20) of the tool (18), against which the round blank (16) is pressed
during radial expansion, is constructed as a planar tool surface with a circumferential
groove (22), whose annular groove wall (22) at least partly forms the circumferentially
directed wall.
2. Method according to claim 1,
characterized in that
the circumferentially directed wall passes completely round.
3. Method according to claim 1 or 2,
characterized in that
the reduction of the thickness of the round blank (16) is brought about by the radial
infeeding of the spinning roller (40), which simultaneously presses the round blank
(16) with a clearly defined axial force in axial manner against the tool (18).
4. Method according to one of the claims 1 to 3,
characterized in that
until the positive and/or frictional engagement is produced, the round blank (16)
is secured on the tool by means of a separate retaining device, particularly a magnetic
clamping device or a vacuum clamping device.
1. Procédé de fabrication d'un élément de transmission (12) avec un moyeu (14) à partir
d'un flan (16), qui est placé et serré sur un outil (18) d'une broche, pouvant être
entraînée en rotation, d'une machine de repoussage au tour (10 ; 60), une épaisseur
du flan (16) étant réduite au moyen d'au moins un rouleau de repoussage (40) et la
matière en résultant étant transformée en moyeu (14),
dans lequel
- le serrage du flan (16) est effectué par pressage axial d'une partie de bord du
flan (16) contre l'outil (18) et élargissement radial simultané du flan (16),
- lors de l'élargissement radial du flan (16), celui-ci est formé contre une paroi
annulaire (24) s'étendant dans la direction circonférentielle sur l'outil (18), le
flan (16) étant tenu sur l'outil (18) par adhérence et/ou par engagement positif,
et
- la face frontale (20) de l'outil (18) contre laquelle le flan (16) est appuyé lors
de l'élargissement radial est conformée en surface d'outil plane avec une rainure
circonférentielle (22), dont une paroi de rainure annulaire (22) forme au moins partiellement
la paroi s'étendant dans la direction circonférentielle.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la paroi s'étendant dans la direction circonférentielle fait le tour complet.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la réduction de l'épaisseur du flan (16) s'effectue par approche radiale du rouleau
de repoussage (40), le rouleau de repoussage (40) pressant simultanément le flan (16)
axialement contre l'outil (18) avec une force axiale définie.
4. Procédé selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, jusqu'à l'établissement de l'engagement positif et/ou par adhérence, le flan (16)
est tenu contre l'outil au moyen d'un dispositif de maintien séparé, en particulier
un dispositif de serrage magnétique ou un dispositif de serrage par vide.