[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Dekorieren von formsteifen Einzelobjekten,
z. B. zum Dekorieren von Flaschen aus Glas oder Kunststoff, unter Anwendung des Siebdruckverfahrens.
[0002] Die Verwendung moderner Druckfarben, die frei von umweltschädlichen Bestandteilen
und mittels beispielsweise UV-Strahlen härtbar sind (vgl. z. B. US-PS 5,985,376),
führt zu einer Nachfrage nach Druckmaschinen, insbesondere Siebdruckmaschinen mit
sehr hoher Durchsatzleistung.
[0003] Da zukünftig in immer stärkerem Umfang Leichtglasflaschen, vor allem Leichtglasflaschen
für Getränke, verwendet werden, ist es nicht immer möglich, an den Flaschen Registermarken
in Form von Ausnehmungen, insbesondere im Boden oder am Bodenrand vorzusehen, in welche
irgendwelche Registerstifte od. dergl. eingreifen, um das Objekt in Umfangsrichtung
z. B. in innerhalb der das Objekt tragenden Halterung, in bestimmter Weise auszurichten.
Diese Ausrichtung ist insbesondere dann erforderlich, wenn, wie insbesondere beim
Mehrfarbendruck üblich, aufeinanderfolgend mehrere Teildruckbilder auf einem Objekt
aufgebracht werden, die sich dann zu einem Gesamt-Druckbild ergänzen.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Dekorieren von Einzelobjekten,
beispielsweise Flaschen, verfügbar zu machen, bei welcher das Objekt in eine definierte
Winkellage in der Halterung gebracht wird und diese Winkellage während des gesamten
Durchlaufes beibehält, so daß ein erneutes Registrieren oder Passern des Objektes
nicht mehr erforderlich ist. Dabei soll weiterhin auch die Bewegung der Halterung
während des Durchlaufs durch die Maschine in genau steuerbarer und somit auch genau
definierbarer Weise erfolgen können, so daß insbesondere bei Mehrfachbedruckung ein
Höchstmaß an Genauigkeit und damit an Qualität des Druckbildes erreichbar ist.
[0005] Die Lösung dieser Aufgabe läßt sich dahingehend zusammenfassen, daß das Objekt um
seine Längsachse hin- und hergehende Drehbewegungen durchführt, die 360°, ggf. auch
etwas mehr, betragen können, wobei die Anordnung so getroffen ist, daß die Drehbewegung
in einer ersten Richtung während des Druckvorganges erfolgt, bei welchem das Objekt
an der Siebdruckschablone abgewälzt wird. Nach Beendigung des Druckvorganges wird
das Objekt um seine Längsachse wieder in seine Ausgangsposition zurückgedreht, wobei
in Abhängigkeit von der Anordnung der einzelnen Behandlungsstationen entlang der Transportbahn
während dieser zweiten Rotationsbewegung das Objekt auch eine Trocknungsstation, vorzugsweise
eine UV-Station passieren kann und dabei die soeben aufgebrachte Druckfarbe zumindest
soweit getrocknet und verfestigt wird, daß ein weiteres Teil-Druckbild aufgebracht
werden kann, ohne daß dadurch die Qualität des ersten Teil-Druckbildes beeinträchtigt
würde.
[0006] Als besonders zweckmäßig hat sich eine Ausführung herausgestellt, bei welcher die
Halterungen bzw. deren Aufnahmen für die Objekte über ein schwenkbar gelagertes, mit
der Halterung bewegbares gezahntes Element in Drehung versetzt wird, welches mit einem
an der Aufnahme befestigten Zahnrad in Eingriff ist, wobei dieses gezahnte Element
mit einer Kurvenrolle versehen ist, die in eine am Maschinenrahmen angebrachte erste
Kurve eingreift, deren Verlauf so gewählt ist, daß während der Bewegung der Halterung
entlang der Transportbahn, entlang welcher auch die Kurve verläuft, die vorstehend
beschriebenen Rotationen des Objektes um seine Längsachse bewirkt werden. Derartige
Kurven lassen sich mit außerordentlich großer Präzision ausführen, wobei im Falle
einer endlosen Kurve, bei welcher die Kurvenrolle immer in Eingriff mit der Kurve
bleibt, auch eine Gewähr für die Aufrechterhaltung einer Position der Halterung und
damit des in letzterer fixierten Objektes gegeben ist, die an jeder Stelle der Transportbahn
definierbar und steuerbar ist.
[0007] Andererseits ermöglicht es die Verwendung einer Kurve mit Kurvenrollen, in bestimmten
Abschnitten entlang der Transportbahn das Objekt nicht zu rotieren. Dies kann ohne
besonderen Aufwand dadurch erreicht werden, daß in den jeweiligen Abschnitten die
Kurve im wesentlichen parallel zur Transportbahn verläuft. Dies wird z. B. in den
Bereichen der Transportbahn zweckmäßig sein, in denen die zu bedruckenden Objekte
in die Vorrichtung eingegeben werden oder die bedruckten Objekte aus der Vorrichtung
herausgenommen werden. In beiden Fällen wird ein solcher Transfer dann einfacher zu
bewerkstelligen sein, wenn die Halterungen dabei nicht rotieren.
[0008] Die hin- und hergehende Rotation der Objekte ist insbesondere bei solchen Objekten
vorteilhaft, die mit über deren Kontur seitlich vorstehenden Fortsätzen od. dergl.,
z. B. Henkeln oder Griffen versehen sind, da diese bei lediglich in einer Richtung
erfolgender Rotation einen Platzbedarf erfordern, der in der Mehrzahl der Fälle nicht
vorhanden ist. In jedem Fall besteht die Möglichkeit, die Objekte während des Zutransportes
beispielsweise beim Transport auf dem Band oder beim Transfer in Abhängigkeit von
der Position des Henkels oder, wenn ein solcher nicht vorhanden ist, beispielsweise
auch von der Position einer Naht, die an der Außenfläche des Objektes ausgebildet
ist, auszurichten, so daß die Objekte beim Einführen in die jeweilige Halterung relativ
zu dieser eine definierte Winkellage in Umfangsrichtung einnehmen, die dann während
des gesamten Durchlaufes durch die Behandlungsstationen beibehalten wird.
[0009] Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum Bedrukken von formsteifen Einzelobjekten
mit einer kontinuierlich umlaufenden Transporteinrichtung für den Transport der von
jeweils einer Halterung getragenen Objekte entlang einer Transportbahn, bei welcher
die Transporteinrichtung mit einer ungeraden Anzahl von Halterungen für die Objekte
versehen ist und in Transportrichtung jeweils hinter wenigstens zwei Druckstationen
eine Trocknungsstation vorgesehen ist und bei jedem Durchlauf der Objekte durch die
Transportbahn eine Bedruckung lediglich in einer der wenigstens zwei vor der gemeinsamen
Trocknungsstation befindlichen Druckstationen erfolgt und die Druckstationen, in denen
ein Objekt während eines Umlaufes bedruckt wird, einen Abstand voneinander aufweisen,
der ein geradzahliges Vielfaches des Abstandes zweier benachbarter Aufnahmen in Transportrichtung
beträgt, und der Abstand zwischen zwei Druckstationen, die in Transportrichtung vor
einer gemeinsamen Trocknungsstation angeordnet sind, ein ungerades Vielfaches des
Abstandes zweier benachbarter Aufnahmen beträgt. Die vorbeschriebene Anordnung der
Druckstationen und der Trocknungsstationen hat den Vorteil geringerer Investitionskosten,
da nicht jeder Siebdruckstation eine besondere Trocknungsstation nachgeschaltet zu
sein braucht. Ferner erlaubt diese Vorrichtung hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit eine
größere Flexiblität, da es möglich ist, beispielsweise ein Objekt mit einem Mehrfarbendruck
zu versehen, wobei die Anzahl der Farben der Anzahl der Druckstationen entspricht,
mit denen die Vorrichtung versehen ist. Andererseits ist es möglich, die Vorrichtung
zum Bedrucken von Objekten mit jeweils einem Druckbild zu benutzen, welches aus Teildruckbildern
besteht, deren Anzahl z. B. der Hälfte der in der Maschine befindlichen Druckstationen
entspricht. Dabei wäre gegenüber der ersten Anwendung die doppelte Leistung, bezogen
auf die Anzahl der bedruckten Objekte pro Zeiteinheit, zu erzielen.
[0010] In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Vorrichtung zum Bedrucken
von Glasflaschen im Schema dargestellt. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine perspektivische Ansicht einer Druckmaschine, wobei die dem Betrachter zugekehrten
Handhabungs- und Behandlungsstationen zur Erzielung einer besseren Übersicht weggelassen
sind,
- Fig. 2A
- eine Draufsicht der Transporteinrichtung der Druckmaschine für die zu behandelnden
Objekte in einer ersten Position der Steuerungseinrichtung für die Halterungen,
- Fig. 2B
- eine der Fig. 2A entsprechende Darstellung, in welcher die Steuerungseinrichtung für
die Halterungen eine andere Position einnimmt,
- Fig. 3
- eine Ansicht einer Halterung mit darin befindlichem Objekt etwa in Richtung der Pfeile
III-III der Fig. 2,
- Fig. 4
- eine Ansicht der Halterung etwa in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 3,
- Fig. 5
- eine Draufsicht der die Rotation der Objekte bewirkenden Kurve,
- Fig. 6
- eine Ansicht etwa in Richtung des Pfeiles VI der Fig. 2A, wobei in Fig. 6 Teile weggelassen
sind,
- Fig. 7
- eine Draufsicht, die etwa der Fig. 6 entspricht, wobei weitere Teile weggelassen sind.
[0011] Die Druckmaschine 10 weist eine in Richtung des Pfeiles 12 kontinuierlich umlaufenden
Ringscheibe 14 auf, an welcher in regelmäßigen Abständen über den Umfang verteilt
Halterungen 16 für die zu dekorierenden Objekte 18 angebracht sind. Entlang dem Umfang
der Ringscheibe 14 sind die für die Handhabung und Behandlung der Objekte notwendigen
Einrichtungen, beispielsweise Transferstationen mit den Transfereinrichtungen 22 bzw.
30, Siebdruckstationen I bis VI sowie Trocknungsstationen A bis C angeordnet. In Fig.
1 der Zeichnung sind Transferstationen sowie die Siebdruckstationen I und II zur Erzielung
einer besseren Übersichtlichkeit nicht dargestellt.
[0012] Insbesondere Fig. 2A läßt erkennen, daß in Umlaufrichtung 12, die der Transportrichtung
der Objekte 18 in der Druckmaschine entspricht, nach jeweils zwei Druckstationen I
und II, III und IV bzw. V und VI eine Trocknungsstation A bzw. B bzw. C angeordnet
ist. Daraus ergibt sich, daß, falls die Druckfarbe nach jedem Druckvorgang getrocknet
werden muß, das Objekt jeweils nur in einer der beiden in Transportrichtung 12 vor
einer Trocknungsstation befindlichen Siebdruckstation bedruckt wird. In diesem Fall
kann bei einem Durchlauf eines Objektes durch die Vorrichtung dieses nur in jeweils
drei der Siebdruckstationen bedruckt werden mit der Folge, daß für das Aufbringen
eines Druckbildes, welches sechs Farben enthält, zwei Durchläufe des Objektes erforderlich
sind. Mithin lassen sich die Druckstationen in zwei Gruppen unterteilen, wobei die
Druckstationen der ersten Gruppe beim ersten Durchgang des Objektes jeweils ein Druckbild
auf dieses aufbringen. Zu dieser Gruppe gehören bei dem in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiel die Druckstationen I, IV und V. Die Druckstationen II, III und
VI, in welchen unter der genannten Voraussetzung erst beim zweiten Durchlauf jeweils
ein Teildruckbild aufgebracht wird, gehören zur zweiten Gruppe. Daraus ergibt sich,
daß beim Bedrucken der Objekte während des ersten Durchlaufs die Druckstationen II,
III und VI der zweiten Gruppe passiert werden, ohne daß dabei eine Bedruckung erfolgt.
Entsprechendes gilt für die Druckstationen der ersten Gruppe während des zweiten Durchlaufs
der Objekte. Aus Fig. 2 ergibt sich, daß der Abstand zwischen den Druckstationen I
und IV, in denen beim ersten Durchlauf die ersten beiden aufeinanderfolgenden Bedruckungen
durchgeführt werden, dem Abstand von zehn Halterungen 16 entspricht. Der Abstand zwischen
der Druckstation IV und der Druckstation V, in welcher die dritte Bedruckung während
des ersten Durchlaufs erfolgt, entspricht dem Abstand von vier Halterungen 16 im Bogenmaß.
Der Abstand zwischen der Druckstation V und der Druckstation II, in welcher bei zwei
Durchläufen der Objekte der vierte Bedruckungsvorgang erfolgt, entspricht dem Abstand
von sechzehn Halterungen 16. Der Abstand der Druckstation III, in welcher die fünfte
Bedruckung durchgeführt wird, von der Druckstation II entspricht dem Abstand von vier
Halterungen. Schließlich entspricht der Abstand zwischen der Druckstation III und
der Druckstation VI, in welcher die letzte Bedruckung durchgeführt wird, dem Abstand
von zehn Halterungen.
[0013] Aufgrund der Tatsache, daß eine ungerade Anzahl von Aufnahmen, nämlich beispielsweise
siebenundzwanzig, vorgesehen ist, sind die Druckstationen der beiden vorher genannten
Gruppen in Umfangsrichtung, also in Transportrichtung 12, so gegeneinander versetzt
angeordnet, daß der Astand zwischen den Druckstationen der einen Gruppe von den Druckstationen
der anderen Gruppe jeweils ein ungerades Vielfaches des Abstandes zweier benachbarter
Aufnahmen beträgt. Dazu wird insbesondere auf die Fig. 2A und Fig. 2B der Zeichnung
verwiesen.
[0014] Die zu bedruckenden Objekte 18 werden der Druckmaschine 10 über ein Förderband 20
(Fig. 2A. 2B) zugeführt, auf welchem die Objekte stehend angeordnet sind. Der Transfer
der zu bedruckenden Objekte 18 vom Förderband 20 in eine der Halterungen 16 der Druckmaschine
erfolgt in der Zuführstation unter Verwendung einer ersten Transfereinrichtung 22,
die einen um eine vertikale Achse in Richtung des Pfeiles 23 kontinuierlich rotierenden
Teller 24 aufweist, welcher mit drei über seinen Umfang in gleichmäßigen Abständen
an seiner Unterseite nahe dem Umfang angebrachten Greifern 26 (Fig. 6, 7) versehen
ist. Jeder Greifer 26 erfaßt das in Transportrichtung 28 des Förderbandes 20 jeweils
erste zu bedruckende Objekt 18 und führt es im Verlauf der kontinuierlichen Drehbewegung
des Tellers 24 in den Bereich der jeweils in der Zuführstation der Druckmaschine 10
befindlichen Halterung 16.
[0015] In Förderrichtung 28 des im wesentlichen tangential zu der die Transporteinrichtung
der Druckmaschine 10 darstellenden Ringscheibe 14 verlaufenden Förderbandes 20 hinter
der ersten Transfereinrichtung 22 ist in einem kurzen Abstand von derselben eine zweite
Transfereinrichtung 30 vorgesehen, die in gleicher Weise ausgebildet ist wie die erste
Transfereinrichtung 22 und in Transportrichtung 12 der Transporteinrichtung 14 vor
dieser angeordnet ist und dazu dient, die fertig bedruckten Flaschen der jeweils die
Entnahmestation durchlaufenden Halterung 16 zu entnehmen. Die entnommenen Flaschen
werden ebenfalls auf dem Förderband 20 abgestellt, welches somit auch der Abförderung
der bedruckten Flaschen dient.
[0016] Bei zweimaligem Durchlauf der Objekte durch die Maschine ist nur jedes zweite in
der Entnahmestation ankommende Objekt mit einem vollständigen Druckbild versehen,
so daß demzufolge auch nur jedes zweite Objekt, nämlich das vollständig, also beispielsweise
mit allen Farben bedruckte Objekt, mittels der Transfereinrichtung aus der jeweiligen
Halterung 16 herausgenommen wird. Dies hat zur Folge, daß auch nur jede zweite Halterung
16, welche die Zuführstation passiert, leer ist und demzufolge auch nur in jede zweite
Halterung durch die Transfereinrichtung 22 ein zu bedruckendes Objekt eingeführt werden
kann. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel sind demzufolge die
beiden Transfereinrichtungen 22, 30 nur mit lediglich drei Greifern 26 versehen, die
in gleichmäßigen Abständen von jeweils 120° im Bogenmaß um den Umfang der jeweiligen
Transfereinrichtung angeordnet sind. Es liegt auf der Hand, daß jeweils dann, wenn
ein Objekt 18' (Fig. 6, 7) nach Beendigung des ersten Durchlaufes die beiden Transfereinrichtungen
22 und 30 für die Durchführung des zweiten Umlaufes passiert, jener Umfangsbereich
der jeweiligen Transfereinrichtung 22 bzw. 30 die Entnahmestation bzw. Zuführstation
durchläuft, an welcher kein Greifer angebracht ist oder ein solcher, falls vorhanden,
nicht betätigt wird.
[0017] Wenn die Objekte nur in jeweils einer der beiden vorgenannten Gruppen von Druckstationen
bedruckt und somit nach einem Durchlauf aus der Maschine herausgeführt werden, sind
die Transfereinrichtungen 22, 30 mit sechs Greifern versehen, die dann einen Abstand
von jeweils 60° im Bogenmaß voneinander aufweisen, da jedes in der Entnahmestation
ankommende Objekt durch die Transfereinrichtung 30 entnommen und somit in der Zuführstation
in jede dieser passierenden Halterungen durch die Transfereinrichtungen 22 ein Objekt
eingegeben werden muß.
[0018] Anstelle der in der Zeichnung dargestellten Teller 24 können die Transfereinrichtungen
22, 30 auch mit anderen umlaufenden Einrichtungen, z. B. Kettenförderern, deren Verlauf
an die kreisförmige Transportbahn der Transporteinrichtung 14 angepaßt sein kann,
oder auch mit anderen Mitteln versehen sein.
[0019] Die in der Zeichnung dargestellte Druckmaschine 10 ist, wie bereits erwähnt, mit
siebenundzwanzig Halterungen 16, also einer ungeraden Zahl von Halterungen versehen,
deren Ausgestaltung sich insbesondere aus den Fig. 3 und 4 ergibt. Jede Halterung
16 weist ein unteres Halterungsteil 32 in Form einer Aufnahme sowie ein oberes Halterungsteil
34 auf, welches bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel dornartig
ausgebildet ist und in seiner wirksamen Position beispielsweise in die Öffnung am
Hals eines flaschenartigen Objektes 18 eingreift. Dieses obere Halterungsteil 34 kann
in üblicher Weise zu seinem freien Ende konisch sich verjüngend ausgebildet sein.
Es ist an zwei vertikalen Stangen 36 geführt, die von einem an der Ringscheibe 14
angebrachten Sockel 38 getragen sind. Das obere Halterungsteil 34 wird von einem Schlitten
40 getragen, an dem eine um eine horizontale Achse rotierbare Kurvenrolle 42 angebracht
ist, welche bei der in Fig. 3 dargestellten Position der Halterung 16 mit einem Kurvenabschnitt
44 in Eingriff ist, der Teil einer kreisförmigen, am Maschinenrahmen angebrachten
ersten Kurve 46 ist.
[0020] Das etwa tellerförmig ausgebildete untere Halterungsteil 32 wird von einer koaxialen
Welle 48 getragen, an deren der Aufnahme 32 abgekehrten Ende ein Zahnrad 50 befestigt
ist. Mit letzterem ist ein Zahnsegment 52 in Eingriff, welches an der Ringscheibe
14 um eine vertikale Achse 54 drehbar gelagert ist.
[0021] An einem Fortsatz 56 des Zahnsegmentes 52 ist eine Kurvenrolle 58 angebracht, die
in eine zweite Kurve 60 eingreift. Letztere ist stationär am Maschinenrahmen unterhalb
der die Transporteinrichtung darstellenden Ringscheibe 14 angebracht. Der Verlauf
der entlang der gesamten durch die Ringscheibe 14 definierten endlosen Transportbahn
sich erstreckenden Kurve 60 ist so gewählt, daß durch eine während der Transportbewegung
der Halterung 16 erfolgenden Verschwenkung der Kurvenrolle 58 und damit des Zahnsegmentes
52 um die Achse 54 eine Rotation des Zahnrades 50 und somit der Aufnahme 32 bewirkt
wird derart, daß das von den Halterungsteilen 32, 34 getragene Objekt 18 in Abhängigkeit
von der in bestimmten Behandlungsstationen einzunehmenden Winkelpositionen bezüglich
seines Umfanges um seine Längsachse rotiert wird. Dabei wird das obere nicht angetriebene
Halterungsteil 34 vom Objekt 18 mitgenommen.
[0022] Der Verlauf der Kurve 60 entlang der Transportbahn für die Objekte, der eine hin-
und hergehende Verschwenkung des Zahnsegmentes 52 bewirkt, ist insbesondere in Fig.
5 zu erkennen.
[0023] Solange sich die jeweilige Halterung 16 in einem Bereich der Kurve 46 befindet, in
welcher die der Halterung zugeordnete Kurvenrolle 42 die in Fig. 3 der Zeichnung dargestellte
Position einnimmt und das obere Halterungsteil gegen das in der Aufnahme 32 sitzende
Objekt drückt, ist letzteres in der Halterung 16 so fixiert, daß es sich gegenüber
den beiden Halterunsteilen nicht bewegen kann. Dazu ist es zweckmäßig, daß das obere
Halterungsteil 34 in üblicher Weise um die Längsachse des Objektes 18 rotierbar an
seinem Schlitten 40 angebracht ist. Zum Entnehmen eines bedruckten Objektes aus der
Halterung 16 und zum Einführen eines zu bedruckenden Objektes in dieselbe muß die
Halterung geöffnet werden. Dazu wird das obere Halterungsteil 34 vertikal verschoben.
Dies wird im Bereich der Entnahmestation und der Zuführstation durch einen entsprechenden
Verlauf der Kurve 46 bewirkt, die dazu im Bereich der beiden letztgenannten Stationen
mit einem stationären Abschnitt 62 versehen ist, der gegenüber dem Hauptabschnitt
der Kurve 46 nach oben um eine Distanz versetzt ist, welche ausreicht, um im Bereich
eines ersten Übergangabschnittes 64 zwischen dem Hauptabschnitt und dem oberen Kurvenabschnitt
62 die Kurvenrolle 42 und damit den Schlitten 40 so weit anzuheben, daß das obere
Halterungsteil 34 außer Eingriff mit dem in der Halterung befindlichen Objekt kommt.
Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß spätestens im Augenblick der Freigabe des
Objektes 18 durch das nach oben verschobene zweite Halterungsteil 34 es von einem
der Greifer 26 der zweiten Transferstation 30 erfaßt und von diesem Greifer gehalten
wird, der unmittelbar anschließend auch eine Aufwärtsbewegung ausführt, um das Objekt
aus der Aufnahme 32 herauszuheben und im Verlauf der weiteren Rotation des Tellers
24 in eine Position oberhalb des Bandes 20 zu bringen und dann mittels einer Abwärtsbewegung
auf das Band 20 zu stellen, auf dem das Objekt dann weitertransportiert wird. Das
Objekt behält somit während des Zutransportes durch das Band 20, während des Durchlaufes
durch die Behandlungsstationen und beim Abtransport auf dem Band 20 nach dem Bedrucken
sowie in den Transferstationen seine stehende Position unverändert bei.
[0024] Während des weiteren Transports der nunmehr leeren Halterung entlang dem Bereich,
in welchem sich der obere Kurvenabschnitt 62 befindet, bleibt die Halterung geöffnet,
so daß in der kurz darauf folgenden Zuführstation ein neues, zu bedruckendes Objekt
durch einen Greifer 26 der ersten Transfereinrichtung 22 in den Bereich der offenen
Halterung 16 gebracht und durch eine Abwärtsbewegung des Greifers in die Aufnahme
32 der Halterung eingeführt wird. Die vertikale Bewegungskomponente jedes Greifers
26, welche das Einsetzen des zu bedruckenden Objektes in die Aufnahme 32 bzw. das
Herausheben des bedruckten Objektes aus dieser bewirkt, ermöglicht eine Augestaltung
der Halterung 16, bei welcher die Aufnahmen 32 keine vertikale Bewegung auszuführen
braucht.
[0025] Der Vorgang des Einführens des Objektes 18 in die Halterung 16 muß abgeschlossen
sein, wenn die Halterung im Zuge ihrer Transportbewegung in Richtung des Pfeiles 12
den zweiten Übergangsabschnitt 66 zwischen oberer Kurve 62 und dem Kurven-Hauptabschnitt
46 erreicht. In diesem zweiten Übergangsabschnitt wird das zweite Halterungsteil 34
durch entsprechendes Absenken der Kurvenrolle 42 nach unten in seine wirksame Lage
bewegt, in welcher die Kurvenrolle sich wieder auf dem Niveau des Kurven-Hauptabschnittes
46 befindet, und dann im weiteren Verlauf der Transportbewegung in letzterem geführt
wird, bis sie wieder in den Bereich des ersten Übergangsabschnittes 64 gelangt.
[0026] Bei stationärer Anordnung der beiden Übergangsabschnitte 64 und 66 in der in Fig.
1 dargestellten Position würde jede Halterung 16 bei jedem Umlauf zunächst im ersten
Übergangsbereich 64 geöffnet und bis zum Passieren des zweiten Übergangsabschnittes
62 geöffnet bleiben. Eine solche Anordnung ist aber dann nicht möglich, wenn die Objekte
18 mehr als einen Umlauf in der Druckmaschine zurücklegen, bevor sie aus der jeweiligen
Halterung der Transporteinrichtung herausgenommen werden. Um eine Behandlung der Objekte
zu ermöglichen, bei welcher diese mehr als einen Umlauf durchführen, ist bei dem in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung entlang dem oberen Kurvenabschnitt
62 ein unter demselben befindlicher zweiter Kurvenabschnitt 44 vorgesehen, der ebenfalls
stationär angeordnet ist. Ferner ist unterhalb des jeweiligen Übergangsabschnittes
64 bzw. 66 ein linearer Übergangsabschnitt 68, 70 vorgesehen, wobei jeweils ein geneigter
Übergangsabschnitt 64 bzw. 66 und ein linearer Übergangsabschnitt 68, 70 an einem
gemeinsamen Träger 72 bzw. 74 angebracht sind, der die Funktion einer Weiche hat.
Insbesondere Fig. 1 der Zeichnung läßt erkennen, daß durch entsprechende Vertikalverschiebung
der beiden Träger 72 bzw. 74 ein den jeweiligen Erfordernissen entsprechender Kurvenverlauf
eingestellt werden kann.
[0027] Da bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel jeweils zwei Druckstationen
eine gemeinsame Trocknungsstation nachgeordnet ist, würde, wie bereits erläutert,
bei sechsfacher Bedruckung jedes Objektes dieses die Transportbahn der Druckmaschine
10 nahezu zweimal durchlaufen und ein durch die Transfereinrichtung 22 in die Druckmaschine
10 eingeführtes Objekt zunächst in der Druckstation I bedruckt werden, worauf das
dort aufgebrachte Druckbild in der Trocknungsstation A getrocknet wird, bevor in der
Druckstation IV das zweite Druckbild auf dasselbe Objekt aufgebracht wird. Dieses
zweite Druckbild wird in der Trocknungsstation B getrocknet, worauf dann das Objekt
in der auf die Trocknungsstation B folgende Druckstation V mit dem dritten Aufdruck
versehen wird, der in der Trocknungsstation C getrocknet wird. Letztere befindet sich
vor der Entnahmestation, welcher die zweite Transfereinrichtung 30 zugeordnet ist.
[0028] Da das zu diesem Zeitpunkt mit drei Druckbildern versehene Objekt in den Stationen
II, III sowie VI noch mit insgesamt drei weiteren Druckbildern zu versehen ist, wird
es nach diesem ersten Durchlauf nicht aus der Druckmaschine herausgenommen. Vielmehr
werden die beiden Träger 72, 74 nach oben verschoben in die Position gemäß Fig.1,
in welcher die horizontalen Verbindungsabschnitte 68, 70 die Verbindung zwischen dem
unteren Kurvenabschnitt 44 und dem Kurven-Hauptabschnitt 46 herstellen. Da der Kurvenabschnitt
44 in derselben Höhe verläuft wie der Kurven-Hauptabschnitt 46, erfährt die Kurvenrolle
42 des oberen Halterungsteiles 34 keine Änderung ihrer Höhenlage, so daß das Halterungsteil
34 für den zweiten Durchlauf mit dem Objekt 18' (Fig. 6) in Eingriff bleibt. Am Ende
des zweiten Durchlaufs werden bei Erreichen der Entnahmestation die beiden Träger
72, 74 in die in Fig. 1 der Zeichnung dargestellte Position verschoben mit der Folge,
daß die Kurvenrolle 42 der nächsten den Träger 72 erreichenden Halterung 16 nach oben
verschoben wird und dabei das zweite Halterungsteil 34 außer Eingriff mit dem Objekt
18 bringt, so daß letzteres in der bereits beschriebenen Weise aus der Druckmaschine
10 durch einen Greifer der zweiten Transfereinrichtung 30 herausgenommen werden kann.
[0029] Bei der vorbeschriebenen sechsfachen Bedruckung jedes Objektes wird jedes zweite
die Entnahmestation erreichende Objekt aus seiner Halterung der Transporteinrichtung
14 herausgenommen. Demzufolge ist auch nur jedes zweite in der Zuführstation ankommende
Halterung leer und mit einem zu bedruckenden Objekt zu versehen. Mithin sind die Träger
72, 74 nach jedem Durchgang eines Objektes zu verstellen. Dies hat zur Folge, daß
in dem Abschnitt der Transportbahn zwischen den beiden Trägern 72, 74 die Kurvenrollen
42 der diesen Bereich durchlaufenden Halterungen 16 alternierend im unteren Kurvenabschnitt
44 und im oberen Kurvenabschnitt 62 geführt sind, da von zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden
Halterungen 16 die eine geöffnet und die andere geschlossen ist.
[0030] Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist jeder der beiden Träger
72, 74 mit einem Fortsatz 76 versehen, an dem eine Kurvenrolle 78 angebracht ist.
Diese wirkt mit einer umlaufenden Kurve 80 zusammen. Beide Kurven 80 werden über einen
gemeinsamen Zahnriemen 82 rotiert. Der Zeitpunkt der Verschiebung des jeweiligen Trägers
72, 74 ergibt sich bei einer bestimmten Umlaufgeschwindigkeit der jeweiligen Kurve
80 aus dem Verlauf derselben. Es ist natürlich auch möglich, abweichend von der Darstellung
in der Zeichnung (Fig. 1) für jeden Träger einen getrennten Antrieb vorzusehen. In
diesem Fall können beide Träger 72, 74 unabhängig voneinander, z. B. zeitgesteuert,
betätigt werden.
[0031] Insbesondere Fig. 5 läßt den Verlauf der zweiten Kurve 60 erkennen, in welcher die
Kurvenrollen 58 der Zahnsegmente 52, an denen eine beispielshaft in Fig. 5 dargestellt
ist, sämtlicher Halterungen 16 geführt sind. Im einzelnen ist der Verlauf der Kurve
60 so gewählt, daß in jeder Druckstation I bis VI die Kurve 60 in Transportrichtung
12 einen steigenden Abschnitt 84a aufweist, der kurz vor dem Punkt beginnt, an welchem
das Objekt 18 in Kontakt mit der Siebdruckschablone kommt, und kurz nach dem Punkt
endet, an welchem der Bedrukkungsvorgang endet. An diesen steigenden Kurvenabschnitt
84a schließt ein fallender Kurvenabschnitt 85a an, der sich bis zum Beginn des nächsten,
wiederum steigenden Kurvenabschnittes 84b erstreckt. "Steigender" Kurvenabschnitt
bedeutet hier, daß die Kurve 60 in Transportrichtung 12 eine Durchmesservergrößerung
erfährt, während "fallender" Kurvenabschnitt bedeutet, daß die Kurve 60 in diesem
Abschnitt in Transportrichtung 12 eine Durchmesserverringerung erfährt. In jedem steigenden
Kurvenabschnitt wird auf das Zahnsegment 52 eine Schwenkbewegung übertragen, die über
das Zahnrad 50 zu einer Rotation der von der Aufnahme 32 gehaltenen Flasche 18 um
bis zu 360° und ggf. auch darüber hinaus ausführt. Der steigende Abschnitt ist jeweils
einer Druckstation zugeordnet, so daß die Rotation des Objektes 18 in einer ersten
Richtung erfolgt, in welcher es sich an der Siebdruckschablone abwälzt.
[0032] Fig. 2A der Zeichnung zeigt im Zusammenhang mit der Druckstation I die Position des
Zahnsegmentes 52, dessen in Fig. 2A nicht dargestellte Halterung im Zuge der Transportbewegung
in Richtung des Pfeiles 12 gerade in den in Transportrichtung vorderen Bereich des
der Druckstation I zugeordneten steigenden Abschnittes 84a der Kurve 60 eingelaufen
ist und somit die erste Rotation im Uhrzeigersinn der zugehörigen Halterung mit der
Flasche um deren Längsachse begonnen hat. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Siebdruckschablone
89 in Kontakt mit dem zu dekorierenden Objekt. Dies wird im allgemeinen durch eine
entsprechende Positionierung der Rakel 90 erreicht, durch welche die Siebdruckschablone
89 gegen die zu bedruckende Fläche des Objektes gepreßt wird. Im weiteren Verlauf
des Druckvorganges wird das Objekt an der Schablone 89 abgerollt, wobei die Rakel
90 eine entsprechende synchrone Verschiebung bis in die Endstellung 90' erfährt, in
welcher der Druckvorgang beendet wird. Fig. 2B zeigt, daß in dieser Position 52' das
Zahnsegment seine Rotationsbewegung nahezu beendet hat. Dies entspricht auch der Position
58' der Kurvenrolle 58, die nahe dem Übergang 86 (Fig. 5) von dem steigenden Abschnitt
84a in den fallenden Abschnitt 85a ist. Die vertikale Drehachse des Zahnsegments,
die sich im Gegensatz zur Kurvenrolle 58 auf einer kreisförmigen Bahn bewegt, nimmt
dabei die Position 54' ein.
[0033] Etwa bei in der Position 90' befindlicher Rakel wird die Schablone 89, die während
des Bedruckungsvorgangs mit der Rakel eine geringe Verschwenkung um die vertikale
Achse 91 erfahren hat, außer Berührung mit dem Objekt gebracht, indem die Rakel 90
vom Objekt etwas zurückgezogen wird mit der Folge, daß aufgrund der Elastizität der
Druckschablone diese außer Berührung mit dem Objekt kommt.
[0034] Die vorerwähnte Elstizität der Druckschablone kann zu einem gewissen Verzug, also
einer Verformung der Schablone führen. Da jedoch alle während des Bedruckungsvorganges
erfolgenden Bewegungen in jeweils nur einer Richtung ablaufen - die Objekte rotieren
während während des Bedruckungsvorganges im Uhrzeigersinn um ihre Längsachse, woraus
sich zwangsläufig die Bewegungsrichtung der Rakel in Transportrichtung 12 ergibt -
tritt auch der Schablonenverzug in allen Druckstationen in derselben Richtung auf,
so daß die Lage der in den einzelnen Druckstationen aufgebrachten Teil-Druckbilder
zueinander visuell nicht verändert wird.
[0035] Beim Passieren des folgenden fallenden Kurvenabschnitts 85a (Fig. 5) wird das Zahnsegment
52, nachdem es im Übergangsbereich 86 zum Stillstand gekommen war, wieder um den gleichen
Winkel von mindestens 360° in seine Ausgangslage zurückverschwenkt mit der Folge,
daß auch das Objekt wieder in seine Ausgangslage zurückgedreht wird. Nach Erreichen
der Position 90' wird die Rakel 90 wieder in ihre Ausgangsposition zurückbewegt. Dies
gilt auch für die Schablone 89, falls diese während des Druckvorganges verschoben
worden war.
[0036] Die vorbeschriebenen Bewegungen der Halterungen und damit der Objekte erfolgen im
Zusammenhang mit dem Passieren jeder Druckstation und unmittelbar im Anschluß an den
Bedruckungsvorgang, so daß mit dem Erreichen des der Druckstation II zugeordneten
wiederum steigenden Kurvenabschnittes 84b (Fig. 5) erneut eine Rotationsbewegung des
Objektes in der ersten Richtung erfolgt. Daran schließt sich wiederum ein fallender
Kurvenabschnitt 85b an. Beim Passieren desselben wird die Flasche entgegen dem Uhrzeigersinn
wieder in ihre Ausgangsposition zurückgedreht. Die Siebdruckschablone der Station
II bleibt jedoch außer Berührung mit dem Objekt, welches zuvor in der Station I bedruckt
worden war und die Station II lediglich auf dem Wege zur in Transportrichtung 12 dahinter
befindlichen Trocknungsstation A passiert. Der Trocknungsvorgang kann bereits beim
Passieren des fallenden Abschnittes 85b der Kurve 60 beginnen und sich bis zum Anfang
des folgenden steigenden Abschnittes 84c erstrecken, welcher der Druckstation III
zugeordnet ist. In der Trocknungsstation A erfolgt die Trocknung des in der Druckstation
I aufgebrachten Druckbildes. Nach dem Trocknungsvorgang passiert das Objekt die nächste
Druckstation III, ohne daß ein Druckvorgang stattfindet. Auch hier bleibt somit die
Schablone in der Druckstation III außer Kontakt mit dem Objekt 18. Während des Passierens
der Druckstation III erfolgt ebenfalls entsprechend dem steigenden Abschnitt 84c eine
Rotation des Objektes in der ersten Richtung und danach entsprechend dem anschließenden
fallenden Abschnitt 85c die Rotation zurück in die Ausgangsposition, welche das Objekt
einnimmt, wenn sich die Kurvenrolle 58 im inneren Übergangsbereich 86 der Kurve 60
zwischen dem fallenden Kurvenabschnitt 85c und dem daran anschließenden steigenden
Kurvenabschnitt 84d, welcher der Druckstation IV zugeordnet ist, befindet. In letzterer
erfolgt, nachdem das Objekt zuvor in der Trocknungsstation A dem ersten Trocknungsvorgang
unterzogen worden war, das Aufbringen des zweiten Druckbildes, wobei das Objekt während
des Passierens des Kurvenabschnittes 84d in der bereits beschriebenen Weise in der
ersten Richtung um seine Längsachse rotiert wird. Während des Passierens des anschließenden
Kurvenabschnittes 85c gelangt das Objekt in den Bereich der Trocknungsstation B, in
welcher die in der Station IV aufgebrachte Druckfarbe getrocknet wird. Da das Objekt
aus seiner Umfangs-Winkelposition, die es nach Beendigung des Druckvorganges in der
Station IV einnimmt, wieder für den ggf. in der Station V erfolgenden Druckvorgang
in seine Ausgangsposition zurückgedreht werden muß, wird die gesamte Umfangsfläche
zumindest so weit, wie sie mit einem Druckbild versehen wird, der Einwirkung der Strahlung
in der Trocknungsstation B ausgesetzt, so daß eine ausreichende Trocknung gewährleistet
ist.
[0037] Entsprechendes gilt auch für die anderen Trocknungsstationen A und C. Der Verlauf
der Kurve 60 ist so gewählt, daß während der Bedruckung und Bestrahlung das Objekt
mit konstanter Geschwindigkeit um seine Längsachse rotiert.
[0038] Nach Passieren der Trocknungsstation B gelangt die Kurvenrolle 58 des Zahnsegmentes
52 in dem der nächsten Druckstation V zugeordneten steigenden Kurvenabschnitt 84e
mit der Folge, daß das zu bedruckende Objekt in Druckrichtung, also der ersten Richtung,
rotiert wird, wobei in der Druckstation V beim ersten Durchlauf das Aufbringen des
dritten Druckbildes erfolgt. Mithin wird hier die Schablone der Druckstation mit dem
Objekt in Berührung gebracht. Beim Passieren des anschließenden fallenden Kurvenabschnittes
85e erfolgt wieder die Rückdrehung des Objektes um seine Längsachse in die Ausgangsposition.
Das Objekt, welches in der Station V bedruckt worden war, passiert die Station VI
ohne mit der Druckschablone desselben in Kontakt zu kommen. Der Druckstation VI ist
ebenfalls ein steigender Kurvenabschnitt 84f zugeordnet, an den ein fallender Abschnitt
85f anschließt. Beim Passieren des letzteren gelangt das Objekt in den Bereich der
Trocknungsstation C, in welcher die in der Druckstation V aufgebrachte Farbe getrocknet
wird.
[0039] Der in Transportrichtung 12 hinter der Trocknungsstation C befindliche Bereich der
Kurve 60 verläuft im wesentlichen koaxial zur Drehachse 88 der Fördereinrichtung 14,
da im Bereich der Transferstationen 30 und 22 keine Rotation der Objekte um ihre Längsachse
erfolgt, um so den Transfer zu vereinfachen.
[0040] Im Verlauf des bisherigen Durchlaufs durch die Druckstationen I bis VI war das Objekt
nur in drei Druckstationen, nämlich den Stationen I, IV und V bedruckt worden. Falls
das Objekt auch noch in den übrigen Druckstationen II, III und VI bedruckt werden
soll, ist ein nochmaliger Durchlauf durch die Maschine erforderlich. Dies setzt voraus,
daß die Halterung 16 während des Passierens der Zuführstation und der Entnahmestation
geschlossen, also das obere Haltungsteil 34 in seiner unteren Position bleibt, die
beispielsweise in Fig. 3 dargestellt ist. Deshalb ist es erforderlich, den Träger
72 so einzustellen, daß der in horizontaler Ebene verlaufende Verbindungsabschnitt
72 die Verbindung zwischen dem Kurven-Hauptabschnitt 76 und dem unteren Kurvenabschnitt
44 im Bereich von Zuführungs- und Entnahmestation herstellt, damit die Kurvenrolle
42 ihre untere Position beibehält und die Halterung gechlossen bleibt und so Zuführ-
und Entnahmestation durchläuft und nach Passieren des entsprechend eingestellten zweiten
Trägers 74 ihren zweiten Durchlauf fortsetzt.
[0041] Da die in der Halterung befindliche Flasche bereits in der Station I im ersten Durchlauf
bedruckt worden war, bleibt die Flasche beim Passieren der Station I außer Kontakt
mit der Siebdruckschablone derselben, wobei sie jedoch die bereits im Zusammenhang
mit dem ersten Durchgang beschriebenen Drehbewegungen aufgrund der Führung der Kurvenrolle
58 in der Kurve 60 ausführt. Dies gilt auch beim Passieren der Druckstation II, wobei
jedoch hier die Flasche ihre vierte Bedruckung erhält. Im Anschluß daran passiert
die Flasche wiederum zwecks Trocknung die Trocknungsstation A. Im Zuge der weiteren
Bewegung in Transportrichtung 12 wird die Flasche mit jeweils einem weiteren Druckbild
in den Stationen III, und nach Trocknung in der Trocknungsstation B, in der Station
VI versehen. Das in der Station VI aufgebrachte Druckbild wird in der Trocknungsstation
C getrocknet, bevor die nunmehr mit z. B. sechs unterschiedlichen Farben fertig bedruckte
Flasche in der Entnahmestation aus der Druckmaschine herausgeführt wird.
[0042] Da dazu die Halterung 16 geöffnet sein muß, ist es erforderlich, unmittelbar vor
Eintreffen der Halterung 16 in der Entnahmestation den ersten Träger 72 so zu stellen,
daß der erste Übergangsabschnitt 64, der gegenüber der Horizontalen geneigt verläuft,
in seine wirksame Lage gelangt, in welcher er die Verbindung zwischen dem Kurven-Hauptabschnitt
46 und dem ebenfalls stationären oberen Kurvenabschnitt 62 herstellt, so daß die Halterung
16 beim Passieren des ersten Übergangsabschnittes 64 geöffnet wird. Da in diesem Bereich
die Halterung keinerlei Drehbewegung ausführt, ist es ohne weiteres möglich, in der
Entnahmestation die Flasche aus der geöffneten Halterung zu nehmen und beim Durchlaufen
der Zuführstation eine zu bedruckende Flasche in diese nunmehr leere Halterung einzuführen.
Beim Erreichen des zweiten Trägers 74 muß dieser gemäß der Darstellung der Fig. 1
so eingestellt sein, daß wiederum die Verbindung zwischen dem oberen Kurvenabschnitt
62 und dem in Transportrichtung 12 daran anschließenden Kurven-Hauptabschnitt 46 hergestellt
ist. Beim Passieren des zweiten Übergangsabschnittes 66 wird die Halterung geschlossen,
so dass der Greifer der Transfereinrichtung, welcher die Flasche bis dahin gehalten
hatte, geöffnet werden kann.
[0043] Die Flasche durchläuft dann in der vorbeschriebenen Weise die Druckmaschine, wobei
sie insgesamt einen Weg von nahezu 720° zurücklegt, bevor sie aus der Maschine herausgenommen
wird. Dabei ist es erforderlich, die Träger 64 und 66 nach dem Passieren jeder Halterung
zu verstellen, da es sich bei den in der Entnahmestation jeweils ankommenden Flaschen
alternierend um solche handelt, die fertig bedruckt und aus der Maschine herauszuführen
sind, und um solche (18' in Fig. 6), die zwecks Aufbringen der zweiten Serie von Druckbildern
einen zweiten Durchlauf durch die Druckmaschine erfordern.
[0044] Abweichend von der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise ist es auch möglich, in
solchen Fällen, in denen die Objekte nur mit drei Druckbildern zu versehen sind, also
beispielsweise zur Herstellung eines dreifarbigen Druckbildes, die Objekte bereits
nach nur einem Durchlauf aus der Maschine herauszuführen, wobei eine Gruppe von Objekten
in den Druckstationen I, IV und V und die andere, gleich große Gruppe von Objekten
in den Druckstationen II, III und VI bedruckt wird. Dabei können die Objekte beider
Gruppen mit denselben Druckbildern versehen sein. Es ist aber auch möglich, die beiden
Gruppen von Objekten mit unterschiedlichen Druckbildern zu versehen.
[0045] In jedem Fall ist eine genaue Ausrichtung der Objekte in Umfangsrichtung gewährleistet,
da, nachdem die jeweilige Halterung 16 endgültig geschlossen ist, das Objekt relativ
zur Halterung seine Lage beibehält und Änderungen der Position des Objektes, insbesondere
auch seiner Winkelposition in Umfangsrichtung, zwangsläufig in Abhängigkeit vom Verlauf
der zweiten Kurve 60 erfolgen und nur in Abhängigkeit vom Verlauf dieser Kurve möglich
sind.
[0046] Es war bereits erwähnt worden, daß bei Dreifach-Bedruckung und Nutzung sämtlicher
Druckstationen die Durchsatzleistung der Maschine bezogen auf die Zahl der Objekte
pro Zeiteinheit doppelt so groß ist wie bei Sechsfach-Bedruckung. Demzufolge müssen
auch doppelt so viele Objekte in der Entnahmestation aus der Maschine herausgenommen
und doppelt so viel Objekte in der Zuführstation der Maschine zugeführt werden. Da
somit pro Zeiteinheit die doppelte Anzahl von Objekten zu handhaben ist, müssen auch
die beiden Transfereinrichtungen 22 und 30 bei gleicher Rotationsgeschwindigkeit der
Transfereinrichtungen und der Ringscheibe 14 entsprechend angepaßt sein. Bei dem in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel (vgl. Fig. 2) sind die Transferstationen
so ausgebildet, daß der jeweilige Teller 24 nahe seinem Umfang mit sechs Greifern
26 versehen werden kann. Diese Greiferanzahl ist dann erforderlich, wenn die zweite
der vorstehend beschriebenen Betriebsmöglichkeiten benutzt wird, bei welcher die Objekte
nach jeweils einem Durchlauf und Dreifach-Bedruckung aus der Druckmaschine herausgeführt
werden. Im anderen Fall, also bei Sechsfach-Bedrukkung und dementsprechend halber
Durchsatzleistung, würde jeder Teller 24 nur mit drei Greifern ausgerüstet sein, wobei
die Umlaufgeschwindigkeit der Teller 24 in beiden Fällen die gleiche ist.
[0047] Bei lediglich einem Durchlauf der Objekte sind die beiden Träger gemäß der Darstellung
der Fig. 1 auf Dauer so eingestellt, daß die das obere Halterungsteil 34 jeweils steuernde
Kurvenrolle 42 immer den oberen Kurvenabschnitt 62 zwischen den beiden Trägern 72,
74 durchläuft, da jede Halterung vor der Entnahmestation geöffnet und nach der Zuführstation
geschlossen werden muß.
[0048] Die Fig. 2A und 2B lassen erkennen, daß die Zahnsegmente 52 der einzelnen Halterungen
16 so dimensioniert sind, daß die Bewegungsbahnen der Zahnsegmente 52 zweier unmittelbar
benachbarter Halterungen 16 einander überschneiden. Aus diesem Grunde kann es notwendig
sein, die Zahnsegmente 52 benachbarter Halterungen höhenmäßig gegeneinander versetzt
anzuordnen, um so eine Bewegbarkeit der Zahnsegmente zu erreichen, die durch das Vorhandensein
benachbarter Zahnsegmente nicht eingeschränkt ist.
[0049] Das Zahnrad 50 für die Übertragung der Bewegung auf das jeweilige Zahnsegment 52
kann unabhängig vom Durchmesser der zu bedruckenden Fläche des jeweiligen Objektes
den gleichen Durchmesser aufweisen, so daß keine Notwendigkeit besteht, die Zahnräder
50 der Halterungen auszuwechseln, wenn bei einem Wechsel von einem Los zu bedruckender
Objekte auf ein anderes Los ein anderer Objektdurchmesser gegeben ist. Wechsel bei
den Durchmessern der Objekte können bei unverändert bleibendem Durchmesser des Zahnrades
50 dadurch kompensiert werden, daß während des Bedruckungsvorganges die Siebdruckschablone
entweder in Bewegungsrichtung des Objektes in Transportrichtung 12 oder entgegengesetzt
dazu kompensiert werden, wobei diese Bewegung der Schablone im wesentlichen tangential
zu der kreisförmigen Transportbahn erfolgen kann, die durch die Ringscheibe 14 bestimmt
ist.
[0050] Aufgrund der Tatsache, daß sich das Objekt auch während der Bedruckung auf einer
kreisbogenförmigen Bahn bewegt, kann es notwendig sein, während des Bedruckens die
Position der Siebdruckschablone 89 an die des Objektes anzupassen. So kann die Winkellage
der im wesentlichen in vertikaler Ebene sich erstreckenden Schablone an die Position
des zu bedruckenden objektes angepaßt werden, wie dies beispielsweise in der US-PS
4.798.135 beschrieben ist. Der Offenbarungsgehalt dieser Veröffentlichung wird in
den Offenbarungsgehalt dieser Anmeldung einbezogen. Eine andere Möglichkeit besteht
darin, die Siebdruckschablone während der Bedruckung zur Mitte des Maschinendrehpunktes
zu verfahren, um so den sich ändernden Abstand der zu bedruckenden Mantelfläche des
Objektes zu der tangential zur Transportbahn angeordneten Siebdruckschablone zu kompensieren.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, eine etwas gebogene Schablone zu verwenden,
wobei die Schablone etwa koaxial zur Transportbahn, entlang welcher die Objekte bewegt
werden, angeordnet ist. Im übrigen besteht die bereits erwähnte Möglichkeit, mittels
einer gewissen elastischen Verformung der Schablone durch entsprechende Positionierung
der zugehörigen Rakel die Schablone in Berührung und außer Berührung mit dem zu bedruckenden
Objekt zu bringen und so den Druckvorgang und die relative Position der Rakel zum
Objekt zu beeinflussen und zu steuern.
[0051] Die beiden Transfereinrichtungen 22 und 30 sind, wie bereits erwähnt, mit mehreren
Greifersystemen versehen, die so ausgebildet sind, daß beim Eingeben bzw. Herausnehmen
des Objektes eine Übereinstimmung der Positionen des Greifers einerseits und der Halterung
an der kontinuierlich umlaufenden Ringscheibe andererseits besteht. Dies kann dadurch
erreicht werden, daß jeder Greifer gegenüber dem ihn tragenden Teller 24 zusätzliche
Bewegungen ausführt, um einerseits die Zeit zu haben, um das Objekt jeweils vertikal
in die jeweilige Halterung hineinzustellen bzw. durch eine vertikale Bewegung aus
dieser herauszuheben. Es sind aber, wie einleitend bereits erwähnt, auch andere Transfereinrichtungen
verwendbar, um die Objekte in die Halterungen 16 einzugeben bzw. aus diesen herauszunehmen.
[0052] Wenn vorstehend ein Ausführungsbeispiel mit siebenundzwanzig Aufnahmen, sechs Druckstationen
und drei Trocknungsstationen beschrieben ist, soll damit keine Beschränkung verbunden
sein. Vielmehr ist es ohne weiteres möglich, die Druckmaschine mit beispielsweise
vier Druckstationen und zwei Trocknungsstationen zu versehen, die dann in entsprechender
Weise angeordnet sind, also jeweils eine Trocknungsstation in Transportrichtung hinter
zwei Druckstationen, wobei die ungerade Anzahl der Aufnahmen beispielsweise einundzwanzig
betragen kann.
1. Vorrichtung zum Bedrucken von formsteifen Einzelobjekten (18), wobei die Vorrichtung
mit einer kontinuierlich umlaufenden Transporteinrichtung (14) für den Transport der
von jeweils einer Halterung (16) getragenen Objekte (18) entlang einer Transportbahn
versehen ist, welcher wenigstens eine Behandlungsstation (I, II, III, IV, V, VI; A,
B, C) und wenigstens zwei Transferstationen (22, 30) zugeordnet sind, von denen eine
als Zuführstation ausgebildet ist, in welcher die zu bedruckenden Objekte in an der
Transporteinrichtung (14) befindlichen Halterungen angebracht oder eingebracht werden,
und die andere als Entnahmestation ausgebildet ist, in welcher die bedruckten Objekte
aus den Halterungen (16) der Transporteinrichtung herausgenommen werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Objekt (18) während des Druckvorganges um seine Längsachse in einer durch den
Druckvorgang und die Transportrichtung bestimmten ersten Richtung rotiert wird und
nach Beendigung des Druckvorganges durch eine Rotation um seine Längsachse in entgegengesetzter,
zweiter Richtung in seine Ausgangslage zurückgedreht wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Objekte (18) in den Transferstationen (22, 30) keine Rotation um ihre Längsachse
erfahren.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Objekte (18) in der Halterung (16) eine Position einnehmen, in welcher ihre Längsachse
im wesentlichen vertikal verläuft.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungen (16) für die zu dekorierenden Objekte an der Transporteinrichtung
(14) zweiteilig ausgebildet sind derart, daß das Objekt (18) an seinem unteren Ende
in einem als Aufnahme ausgebildeten Halterungsteil (32) eingesetzt und an seinem oberen
Ende von einem Halterungsteil (34) gehalten ist, welches zwischen einer Position,
in welcher es mit dem Objekt in Eingriff ist und dieses in seiner Position in der
Halterung (18) hält, und einer Position, in welcher es mit dem Objekt außer Eingriff
ist, hin- und herbewegbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Aufnahme (32) der Halterung für die Objekte mit einem zu ihrer Längsachse
koaxialen Zahnrad (50) verbunden ist, welches durch ein mit einer entsprechenden Zahnung
versehenes, rotierbar gelagertes Element (52) antreibbar ist, welches seinerseits
mit einer in einem Abstand von seiner Drehachse (54) angeordneten Kurvenrolle (58)
versehen ist, die mit einer am Maschinenrahmen angebrachten Kurve (60) in Eingriff
ist, und die Drehbewegung des unteren Aufnahmeteiles (32) durch den Verlauf dieser
Kurve (60) bestimmt wird.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurve (60) endlos ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kurve (60) wenigstens im Bereich der Transferstationen (22, 30) im wesentlichen
parallel zur Transportbahn verläuft.
8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Zahnrades (50) unabhängig vom Durchmesser der zu bedruckenden
Objekte (18) ist und die relative Anpassung der Umfangsgeschwindigkeit der zu bedruckenden
Fläche des Objektes an die Transportgeschwindigkeit durch entsprechende Einstellung
der Geschwindigkeit, mit welcher die Siebdruckschablone (89) bewegt wird, erfolgt.
9. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in jeder Transferstation (22, 30) ein in horizontaler Ebene kontinuierlich umlaufendes
Transportelement (24) vorgesehen ist, welches Greifer (26) trägt, mittels welcher
die zu bedruckenden Objekte (18) in die jeweilige Halterung (16) eingebracht bzw.
die bedruckten Objekte aus der jeweiligen Halterung herausgenommen werden.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Greifer (26) am jeweiligen Transportelement (24) auf- und abbewegbar angebracht
sind und die zu bedruckenden Objekte mittels einer Abwärtsbewegung des jeweiligen
Greifers (26) in die Aufnahme (32) der Halterung (16) eingesetzt werden und die bedruckten
Objektes mittels einer Aufwärtsbewegung des jeweiligen Greifers (26) aus der Aufnahme
(32) herausgenommen wird.
11. Vorrichtung insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung (14) mit einer ungeraden Anzahl von Halterungen (16) für
die Objekte (18) versehen ist und in Transportrichtung (12) jeweils hinter wenigstens
zwei Druckstationen (I, II; III, IV; V, VI) eine Trocknungsstation (A, B, C) vorgesehen
ist und bei jedem Durchlauf der Objekte (18) durch die Transportbahn eine Bedruckung
lediglich in einer der wenigstens zwei vor der gemeinsamen Trocknungsstation befindlichen
Siebdruckstationen erfolgt und die Druckstationen, in denen ein Objekt während eines
Umlaufs bedruckt wird, einen Abstand voneinander aufweisen, der ein geradezahliges
Vielfaches des Abstandes zweier benachbarter Aufnahmen (32) in Transportrichtung beträgt,
und der Abstand zwischen zwei Druckstationen, die in Transportrichtung vor einer gemeinsamen
Trocknungsstation vorgesehen sind, ein ungerades Vielfaches des Abstandes zweier benachbarter
Aufnahmen (32) beträgt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Objekt (18) soviel Durchläufe durch die Transportbahn (18) macht wie Druckstationen
(I - VI) zwischen zwei Trocknungsstationen (A, B, C) vorhanden sind und bei jedem
Durchlauf in einer anderen dieser Druckstation bedruckt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Objekt (18) jeweils lediglich in einer der einer gemeinsamen Trocknungsstation
(A - C) vorgeschalteten Siebdruckstationen (I - VI) bedruckt wird und nach einem Durchlauf
aus der Vorrichtung herausgeführt wird.
14. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass insgesamt sechs Siebdruckstationen (I - VI) entlang der Transportbahn angeordnet
sind und das Objekt (18) zur Durchführung von sechs an demselben Objekt aufeinanderfolgend
durchgeführten Druckvorgänge insgesamt zweimal an den Siebdruckstationen vorbeigeführt
wird und jeweils nur in einer der beiden vor einer gemeinsamen Trocknungsstation (A,
B, C) angeordneten Siebdruckstation bedruckt wird.
15. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das obere hin- und abbewegbare Halterungsteil (34) mit einem Fortsatz versehen ist,
der mit einer am Maschinenrahmen vorgesehenen Kurve (46) in Eingriff ist und die Position
des Halterungsteiles (34) während des Transportes entlang der Transportbahn vom Verlauf
der Kurve (46) abhängig ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Transferstationen zwei Kurvenabschnitte (44, 62) für die Positonierung
des oberen Halterungsteiles (34) vorgesehen sind, von denen der eine (44) die Schließposition
des oberen Halterungsteiles (34) und der andere (62) dessen Offenposition bewirkt
und beide Kurvenabschnitte (44, 62) alternativ wirksam oder unwirksam sind in Abhängigkeit
davon, ob das in der Transportbahn sich der Entnahmestation nähernde bedruckte Objekt
(18) in der Entnahmestation durch die Transfereinrichtung entnommen oder erst nach
wenigstens einem weiteren Durchlauf entlang der Transportbahn entnommen wird.