[0001] Die Erfindung betrifft einen Luftzuheizer gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Luftzuheizer mit PTC-Heizelementen, die beispielsweise in den Klimakasten eines Kraftfahrzeuges
eingeschoben werden, und die mit einem Halbleiterschalter geschaltet werden, sind
bekannt.
[0003] Die standardisierten HL-Schalter werden im eigenen Gehäuse verbaut, wobei die Schalter
in großem räumlichem Abstand zum Kühlmedium angeordnet werden. Durch den Innenwiderstand
der HL-Schalter entsteht Verlustleistung in Form von Wärme. Es ist üblich, diese Verlustleistung
mit in das Medium zu leiten, welches durch das Heizelement aufgeheizt werden soll.
Aufgrund des großen räumlichen Abstands treten zahlreiche Materialübergänge bei langen
Transportdistanzen auf, so daß insgesamt der Wärmeübergangswiderstand relativ groß
ist. Aus diesen Gründen müssen leistungsstarke HL-Schalter eingesetzt werden. Aufgabe
der Erfindung ist es, unter Umgehung der aufgezeigten Nachteile Luftzuheizer zur Verfügung
zu stellen, bei denen der Wärmeübergangswiderstand zwischen HL-Schalter und Kühlmedium
verbessert, d.h. erniedrigt wird, mit dem Ziel, leistungsschwächere HL-Schalter einsetzen
zu können.
[0004] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird durch den Luftzuheizer gemäß Anspruch 1 gelöst.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Luftzuheizer ergeben sich
aus den nachfolgenden Ansprüchen 2 bis 4.
[0005] Ein wesentlicher Gesichtspunkt besteht darin, nicht einen standardisierten HL-Schalter
in eigenem Gehäuse sondern nur den Schalter-Chip einzusetzen. Durch Plazierung dieses
Chips (nur das Siliciumplättchen) direkt in das Heizelement kann die Verlustleistung
direkt ins Kühlmedium abgegeben werden. Zusätzliche Wärmeleiter werden nicht benötigt.
Die Montage ist einfach.
[0006] Darüber hinaus können leistungsschwächere HL-Schalter verwendet werden. Gleichzeitig
wird die Verlustwärme des HL-Schalters komplett als Heizleistung an das zu heizende
Medium (üblicherweise Luft) abgegeben.
[0007] Durch Integration des HL-Schalters direkt in der Wärmesenke des Heizelements wird
der Wärmeübergang zwischen Schalter und Kühlmedium deutlich verringert, der Platzbedarf
für die HL-Schalter deutlich reduziert und der mechanische Aufbau des Heizelements
mit elektronischer Ansteuerung fertigungstechnisch und kostenmäßig günstiger gestaltet.
[0008] Die Erfindung wird anhand der folgenden Fig. 1 bis 5 näher erläutert.
[0009] Hierbei ist Fig. 1 ein schematischer Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Baueinheit
mit Trägermaterial, HL-Chip und Kontaktierflächen;
[0010] Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Baueinheit gemäß Fig. 1;
[0011] Fig. 3 ist ein schematischer Längsschnitt durch das Heizelement mit integrierter
erfindungsgemäßer Baueinheit;
[0012] Fig. 4 ist eine Draufsicht auf die Baueinheit gemäß Fig. 2 mit aufgesetzten Kontaktierungen;
[0013] Fig. 5 ist ein schematischer Längsschnitt durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Luftzuheizers.
[0014] Gemäß Fig. 1 und 2 wird ein HL-Schalter-Chip 5 (nur das Sili-ciumplättchen) eingesetzt.
Der Chip 5 wird auf einen guten Wärmeleiter 6 (vorzugsweise Kupfer) aufgebracht. Von
dort aus wird er am Stromausgangspad 2 angeschlossen, der die PTC-Elemente (Keramik),
die die eigentliche Heizleistung erbringen, kontaktiert; ein weiterer Anschluß erfolgt
am Steuerpad 7 und am Diagnosepad 8, wobei der Anschluß vorzugsweise in Bond-Technik
erfolgt. Alle diese Pads sind gute Wärmeleiter, vorzugsweise aus Kupfer, um eventuell
über Verbindungsleitungen eingeleitete Wärme gut abführen zu können.
[0015] Die Pads werden auf einem elektrisch nicht leitendem Wärmeleiter 1, der vorzugsweise
aus Keramik besteht, aufgebracht.
[0016] Auf den Pads wird ein Kontaktwerkstoff 3 aufgebracht, der gewährleistet, daß der
thermische und elektrische Übergangswiderstand zu den Kontaktstreifen 10, der zum
Batterieauschluß führt, 11, der zum Heizelement führt, 13 (für Steuerpad 7), 14 .(für
Diagnosepad 8) gemäß minimiert werden.
[0017] Gemäß Fig. 4 werden Kontaktstreifen 10, 11, 13, der als Steuerstreifen und 14, der
als Diagnosestreifen ausgebildet ist, die aus einem guten Wärmeleiter, vorzugsweise
Kupfer, gefertigt sind, über die Pads 2, 6, 7, 8 (siehe Fig. 2) gelegt.
[0018] Diese modulartige Ausführung wird in Fig. 2 schematisch als Draufsicht dargestellt;
hierbei wird die Ausbildung des Stromausgangspad 2 mit aufliegendem Kontaktwerkstoff
3 wiedergegeben; der Chip 5 ist an den Ausgangspad 2, den Steuerpad 7 und den Diagnosepad
8 angeschlossen, die ihrerseits jeweils mit Kontaktwerkstoff 3 belegt sind.
[0019] Gemäß Fig. 3 sind auf dem Kontaktwerkstoff 3 über den Pads 2, 6, 7 und 8 die Kontaktstreifen
10, 11, 13, 14 aufgelegt, wobei die Montage des Moduls mittels eines Rahmens 12 erfolgt;
hierbei wird deutlich, daß als nach oben abschliessende Bedeckung eine weitere elektrisch
nicht leitende Wärmeleitschicht (Keramik) 15 auf den Kontaktstreifen 10/11, 13, 14
aufliegt. Die modulare Baueinheit wird schließlich in den Heizstab 9 eingebracht und
verpreßt, so daß ein guter Wärmeübergang gewährleistet ist.
[0020] In Fig. 4 wird schließlich als schematische Draufsicht die modulare Baueinheit mit
aufgesetzten Kontaktierungen wiedergegeben, wobei die Bezugszeichen die zuvor gegebene
Bedeutung besitzen.
[0021] Fig. 5 gibt schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Luftzuheizers
wieder, wobei die erfindungsgemäße modulare Baueinheit innerhalb des Aluminiumrohres
9 an dessen anschlußseitigem Bereich angeordnet und unmittelbar mit den benachbarten
PTC-Heizelementen 15 verbunden ist; die Heizleistung von HL-Schalter-Modul und PTC-Elementen
15 wird über Lamellen 16 an die Umgebung abgeführt.
1. Luftzuheizer mit PTC-Heizelement mit Halbleiterschalter, dadurch gekennzeichnet, daß der gehäuselose Halbleiter-Chip (5) im Heizrohr (9) in unmittelbarer Nachbarschaft
der PTC-Heizelemente (15) angeordnet ist.
2. Luftzuheizer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Baueinheit Halbleiter-Schalter-Chip (5), zugehörige Kontaktstreifen (10), (11),
(13), (14), Stromausgangspad (2), Steuerpad (7) und Diagnosepad (8) sowie diese einschließende,
elektrisch nicht leitende Wärmeleiter (1, 15) aufweist.
3. Luftzuheizer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der HL-Schalter-Chip (5) gehäuselos auf einer wärmeleitenden Platte (6) aufgebracht
ist; daß der Chip (5) am Stromausgangspad (2), am Steuerpad (7) und am Diagnosepad
(8) vorzugsweise in Bond-Technik, angeschlossen ist, wobei die Pads auf einem elektrisch
nicht leitendem Wärmeleiter (1), vorzugsweise aus Keramik, gelagert sind, wobei auf
den Pads Kontaktwerkstoff (3) aufgebracht ist, auf dem die Kontaktstreifen (11) zum
PTC-Heizelement, (10) zur Batterie, (13) des Steuerstreifens und (14) des Diagnosestreifens
aufliegen.
4. Modulare Baueinheit zur Schaltung von Luftzuheizern, gekennzeichnet dadurch, daß der HL-Schalter-Chip (5) gehäuselos auf einer wärmeleitenden Platte (6) aufgebracht
ist; daß der Chip (5) am Stromausgangspad (2), am Steuerpad (7) und am Diagnosepad
(8) vorzugsweise in Bond-Technik, angeschlossen ist, wobei die Pads auf einem elektrisch
nicht leitendem Wärmeleiter (1), vorzugsweise aus Keramik, gelagert sind, wobei auf
den Pads Kontaktwerkstoff (3) aufgebracht ist, auf dem die Kontaktstreifen (11) zum
PTC-Heizelement, (10) zur Batterie, (13) des Steuerstreifens und (14) des Diagnosestreifens
aufliegen.