[0001] Die Erfindung betrifft wässrige Tensidzubereitungen, die im Ruhezustand in Form von
zwei oder mehr entmischten, flüssigen, wässrigen Phasen vorliegen, die durch Bewegung
zeitweise ineinander dispergiebar sind.
[0002] Die Verbraucher erwarten bei einem kosmetischen Reinigungs- oder Pflegemittel in
der Regel nicht nur eine bestimmte, für den Körper, die Haut, Haare und Zähne nützliche
Wirkung, sondern in gleicher Weise auch ein attraktives Aussehen und eine die Wirkung
unterstreichende galenische Zubereitung.
[0003] So wird z.B. in DE 1617208 A1 ein flüssiges Reinigungsmittel beschrieben, das aus
einer nichtwässrigen, öligen Phase und einer wässrigen Phase besteht, die durch Schütteln
in eine instabile Öl-in-Wasser-Emulsion überführt werden können. Solche Zubereitungen
sind aber nur mit einem hohen Anteil an Ölkomponenten zu realisieren und für viele
kosmetische Reinigungszwecke wegen dieses hohen Ölgehalts ungeeignet.
[0004] In EP 0116 442 A1 wird ein Shampoo beschrieben, das aus zwei entmischten wässrigen
Phasen besteht und dessen spezifisch schwerere, untere Phase einen Gehalt von wenigstens
6 Gew.-% gelöstem Natriumhexametaphosphat aufweist. Ein so hoher Gehalt an kondensierten
Phosphaten ist aber weder anwendungstechnisch vorteilhaft noch ökologisch erwünscht.
[0005] Schließlich waren aus JP 62 263 297 A1 kosmetische Reinigungsmittel bekannt, die
zwei entmischte, flüssige, wässrige Phasen aufweisen und die durch einen Gehalt an
Tensiden und wasserlöslichen Polymeren gekennzeichnet sind. Die dort beschriebenen
Reinigungsmittel benötigen jedoch relativ lang (mehrere Stunden) bis sie sich nach
dem Vermischen im Ruhezustand wieder entmischen.
[0006] Es wurde daher nach Möglichkeiten gesucht, um eine raschere Entmischung der beiden
wässrigen Phasen solcher Reinigungsmittel zu erreichen, damit der Verbraucher auch
bei häufigerer Verwendung solche Produkte jedesmal im entmischten Zustand vorfindet.
[0007] Als Lösung dieser Aufgabe wurde gefunden, daß eine Beschleunigung der Entmischung
im Ruhezustand durch einen Gehalt an wasserlöslichen, ein- oder mehrwertigen Alkoholen
erreicht werden kann.
[0008] Gegenstand der Erfindung sind daher wässrige, im Ruhezustand in Form von zwei oder
mehr entmischten wässrigen, unter Bewegung zeitweise ineinander dispergierbaren Phasen
vorliegende Zubereitungen mit wenigstens einer gelösten oberflächenaktiven Verbindung
und wenigstens einer gelösten Polymerverbindung, die zur Beschleunigung der Phasentrennung
im Ruhezustand wenigstens einen wasserlöslichen, ein- oder mehrwertigen Alkohol mit
2 - 9 C-Atomen enthalten, eine sie in den Ansprüchen definiert sind
[0009] Die in der erfindungsgemäßen Zubereitung zusätzlich enthaltenen, gelösten oberflächenaktiven
Verbindungen können ionogene oder nichtionische Verbindungen sein, entscheidend ist,
daß sie eine bevorzugt lineare Lipidgruppe mit 8-22 C-Atomen und wenigstens eine wasserlöslich
machende Polyol- oder Polyethergruppe oder eine wasserlöslich machende salzbildende
Gruppe, z.B. eine Carboxyl-, Sulfonat- oder Sulfatestergruppe oder beides oder eine
ggf. quartäre Ammoniumgruppe oder ampholytische Aminocarboxylat- oder Aminosulfonatgruppe
oder eine Betaingruppierung, bevorzugt an einem Ende der linearen Lipidgruppe enthalten.
[0010] Als kosmetische Reinigungsmittel eignen sich bevorzugt solche Zubereitungen, die
als oberflächenaktive Verbindungen schaumstarke anionische Tenside, bevorzugt also
solche mit anionischen Sulfonat- oder Sulfatestergruppen in Form ihrer Alkali-, Magnesium-
oder Ammoniumsalze enthalten. Solche bevorzugt geeigneten Tenside sind vor allem die
Alkylpolyglycolether-sulfat-Salze oder die Alkylpolyglycolether-sulfosuccinat-Salze,
die z.B. als Natriumsalze die allgemeine Formel I bzw. II erfüllen:
R
1-O-(C
2H
4O)
n-SO
3 Na (I)

[0011] In diesen Formeln ist R
1 und R
2 eine bevorzugt lineare Alkylgruppe mit 8 - 22, bevorzugt mit 12-18 C-Atomen und n
eine Zahl von 1 - 6, bevorzugt von 2-4.
Bevorzugt geeignete Zubereitungen enthalten als oberflächenaktive Verbindungen ein
Alkylpolyglycolethersulfatsalz oder ein Alkylpolyglycolether-sulfosuccinatsalz mit
einer Alkylgruppe mit 12-18 C-Atomen und 1- 6 Glycolethergruppen oder ein Gemisch
davon in einer Menge von insgesamt 5-20 Gew.-% der Zubereitung, bevorzugt von 8-12
Gew.-% der Zubereitung.
Weitere geeignete anionische Tenside sind z.B. Seifen, N-Acylaminosäure-Salze, Alkylphosphat-Salze,
Alkylpolyglycotether-carboxylat-Salze, Alkylsulfat-Alkanolamin-Salze, Alkylsulfonat-Salze,
α-Olefinsulfonat-Salze, Acylisethionat-Salze und Acyltaurin-Salze.
[0012] Daneben können auch amphotere und/oder zwitterionische Tenside, z.B. Cocoamphoglycinat
oder Cocoamidopropyl-dimethyl-ammonio-glycinat und Betaintenside enthalten sein.
Auch nichtionische Tenside, z.B. die Anlagerungsprodukte von 6-30 Mol Ethylenoxid
an Fettsäuren, Fettalkohole, Fettsäuremonoglyceride, Fettsäurealkanolamide, Fettsäure-sorbitanester,
Alkylphenole, Methylglucosid-Fettsäureester und andere polare Lipide sowie Alkylglucoside
und deren Ethylenoxidaddukte können als oberflächenaktive Stoffe enthalten sein.
Die Gesamtmenge an oberflächenaktiven Stoffen kann 5-40 Gew.-% betragen, eine Menge
von 5-20 Gew.-% ist aber bevorzugt, da sonst die rasche Entmischung der Phasen nicht
mehr gewährleistet ist.
[0013] Als gelöste Polymerverbindungen eignen sich alle in Wasser oder wässrigen Tensidlösungen
bei 20° C in Mengen von wenigstens 1 Gew.-% löslichen natürlichen oder synthetischen
hochmolekularen Stoffe mit wiederkehrenden Strukturelementen Als natürliche Polymere
werden dabei wasserlösliche Proteine oder wasserlösliche Polysaccharide oder die wasserlöslichen
Derivate von wasserunlöslichen Proteinen oder Polysacchariden verstanden. Geeignete
natürliche Polymere sind z.B. Albumine, Gelatine, Glycosaminoglycane (Hyaluronsäure),
Chitosane, Stärke, Guar, Celluloseether, z.B. Methylcellulosen oder Hydroxyethylcellulosen,
Carboxymethylcellulosen und kationische Cellulosederivate, z.B. die mit Epoxypropyl-trimethylammoinumchlorid
modifizierten Stärke-, Guar- oder Celluloseether. Auch die wasserlöslichen Biopolymeren
wie z.B. Xanthan-Gum oder die Dextrane und Pullulan sind geeignete Polymerverbindungen.
[0014] Geeignete synthetische Polymerverbindungen sind z.B. Polyvinylalkohole, Polyvinylpyrrolidon,
Polyacrylamide und Polyalkylenglykole mit Molekulargewichten von mehr als 1000 D.
Auch wasserlösliche Copolymerisate der Acrylsäure, des Acrylamids, des Vinylpyrrolidons
und anderer wasserlöslicher Monomeren mit nicht-wasserlöslichen Comonomeren sind als
Polymerverbindungen im Sinne der vorliegenden Erfindung geeignet.
[0015] Bevorzugt geeignet zur Herstellung der erfindungsgemäßen Zubereitungen sind Polymerverbindungen
ausgewählt aus Polypropylenglycolen mit Molekulargewichten von mehr als 1000 D, Hydroxyethylcellulosen,
Xanthan-Gum, Dextran, Natrium-Hyaluronat und kationischen Celluloseethem. Die zur
Entmischung erforderlichen Mengen an Polymerverbindungen sind von der Art und dem
Molekulargewicht der Polymerverbindung abhängig, dabei gilt allgemein, daß die erforderlichen
Mengen um so niedriger sind, je höher das Molekulargewicht der Polymerverbindung ist.
Von den sehr hochmolekularen Salzen der Hyaluronsäure oder von Xanthan-Gum sind daher
Mengen von 0,1 - 1 Gew.-%, von Celluloseethern wie z.B. Hydroxyethylcellulose oder
den kationischen Celluloseethern sind Mengen von 0,5 - 6 Gew.-% ausreichend, während
z.B. Polypropylenglycole oder abgebaute Dextrane in Mengen von 2- 20 Gew.-% enthalten
sein sollen. Die Obergrenze des Gehalts an Polymerverbindungen ist so zu wählen, daß
die Zubereitung nicht geliert und die Entmischung durch die Zähigkeit der Phasen nicht
behindert wird.
[0016] Die gelösten oberflächenaktiven Verbindungen und Polymerverbindungen können einzeln
oder als Kombinationen von zwei oder mehr solcher Tenside oder Polymeren in den Zubereitungen
enthalten sein. Dabei hat sich gezeigt, daß es für die Entmischung der Zusammensetzung
vorteilhaft ist, wenn wenigstens zwei unterschiedliche oberflächenaktive Verbindungen
oder wenigstens zwei unterschiedliche Polymerverbindungen in den erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen enthalten sind. Bei den Polymerverbindungen hat sich dabei eine
Kombination eines besonders hochmolekularen Polymerisats mit einer niedrigmolekularen
Polymerverbindung als besonders geeignet erwiesen. So haben sich z.B Kombinationen
von Natrium-Hyaluronat mit Cellulosederivaten oder von Polypropylenglycolen mit mittlerem
Molekulargewichten von 2000 D und mehr mit solchen von 1000 D und weniger besonders
gut bewährt.
[0017] Als wasserlösliche ein- oder mehrwertige Alkohole eignen sich alle aliphatischen
Alkohole, Diole oder Polyole, bevorzugt solche mit 2-9 Kohlenstoffatomen, die in Mengen
von wenigstens 1 Gew.-% in Wasser bei 20°C klar löslich sind. Solche ein- oder mehrwertigen
Alkohole sind in einer Menge von 1- 40 Gew.-% in den erfindungsgemäßen Zubereitungen
enthalten. Geeignete Alkohole sind z.B. Ethanol, 1-Propanol, 2-Propanol (Isopropanol),
n-Butanol, Isobutanol, Methoxyethanol oder 2-Ethoxyethanol. Geeignete Diole sind z.B.
Ethylenglycol, 1,2-Propylenglycol, 1,4-Butandiol, 1,5-Pentandiol, 1,6-Hexandiol, Diethylenglycol,
Triethylenglycol, Dipropylenglycol, Glycerinmonomethylether oder Cyclohexandiol. Geeignete
Polyole sind Glycerin, Erythrit, Diglycerin, Triglycerin, Sorbit, Methylglucosid,
Butylglucosid, Pentaerythrit oder Trimethyl-propan.
[0018] Die erfindungsgemäßen Mehrphasen-Zubereitungen der vorliegenden Erfindung entmischen
sich besonders leicht, wenn als Alkohol Ethanol oder Isopropanol in einer Menge von
2 - 20 Gew.-% enthalten ist. Es konnten auf diese Weise Zubereitungen erhalten werden,
die nach intensiver Vermischung der Phasen im Ruhezustand innerhalb von weniger als
10 Minuten sich vollständig entmischen und in Form von getrennten, klaren Phasen vorliegen.
[0019] Die Separation diskreter wässriger Phasen kann weiterhin durch einen Gehalt an gelösten
Elektrolytsalzen gefördert werden. Geeignete Elektrolytsalze sind vor allem wasserlösliche
anorganische Salze, z.B. Alkalihalogenide wie Kochsalz (Natriumchlorid), Calzium-
oder Magnesium-chlorid, die Sulfate der Alkalimetalle oder des Magnesiums, Natriumbicarbonat,
Natriumhydrogenphosphat und Natriumpyrophosphat Geeignet sind aber auch die Salze
von organischen, niedermolekularen Säuren, z.B. Natriumacetat, Natriumcitrat, Natriumlactat,
Natrium-toluolsulfonat, Natrium-xylolsulfonat oder Natriumbenzoat Bevorzugt sind wasserlösliche,
anorganische Elektrolytsalze in eine Menge von 1-6 Gew.-% enthalten.
[0020] Neben den genannten Komponenten können die erfindungsgemäßen Mehrphasen-Zubereitungen
auch weitere, für die Anwendung oder das Aussehen vorteilhafte Komponenten enthalten,
wie sie in kosmetischen Reinigungs- und Pflegemitteln üblich sind. Dies sind z.B.
Farbstoffe, Duftstoffe, Konservierungsmittel und PH-Stellmittel (Pfuffersalze), Komplexbildner,
Antioxidantien und kosmetische oder dermatologische Wirksubstanzen, die der Haut ein
angenehmes Hautgefühl oder den Haaren eine gute Avivage verleihen oder die spezifischen
dermatologischen Effekte auf der Haut bewirken.
[0021] Von besonderer Bedeutung ist der Zusatz von ein oder zwei Farbstoffen, bevorzugt
von solchen, die in den entmischten, wässrigen Phasen eine unterschiedliche Löslichkeit
aufweisen und auf diese Weise den Zubereitungen ein besonders ansprechendes Aussehen
verleihen. So konnte z.B. durch Zusatz von gelben Farbstoffen wie z.B. Chinolingelb
Lack (Lebensmittelfarbstoff E 104), roten Farbstoffen wie Cochenillerot Lack (Lebensmittelfarbstoff
E 124) oder blauen Farbstoffen (Sudanblau) unterschiedlich gefärbte Phasen der erfindungsgemäßen
Zusammensetzungen erzielt werden.
[0022] Die erfindungsgemäßen Tensidzubereitungen können z.B. als Shampoos zur Haarwäsche,
als Duschpräparate, Badezusätze, flüssige Seifen - aber auch als flüssige Reinigungsmittel
im Haushalt oder als Feinwaschmittel verwendet werden. Das entmischte zwei- oder mehrphasige
Erscheinungsbild kann dazu benutzt werden, dem Verbraucher die Zusammensetzung aus
reinigenden und pflegenden Komponenten anschaulich zu machen und ihn zu motivieren,
das Produkt vor Gebrauch durch Schütteln zu homogenisieren, um von allen Komponenten
in gleicher Weise Gebrauch zu machen.
[0023] Die folgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern - ohne
ihn darauf zu beschränken:
Beispiele
[0024] Es wurden Zweiphasen-Zusammensetzungen durch Vermischen der in Tabelle I angegebenen
Komponenten hergestellt.
[0025] Teilweise wurden auch Farbstoffe eingearbeitet.
Dabei wurde ein Teil des Tensids mit dem Farbstoff gemischt und dann zugegeben. So
wurde z.B. in Beispiel 11 ein Teil des wässrigen Ethersulfats mit Sudanblau und ein
anderer Teil des Ethersulfats mit Chinolingelblack gefärbt. Auf diese Weise werden
- nach Separation der Phasen - eine obere blaue und eine untere gelbe Phase erhalten.
[0026] Die Phasenseparation erfolgte in einer Zeitspanne von 5-60 Minuten. Die Beispiele
mit einem Gehalt an Ethanol zeigten eine raschere Phasentrennung, meist innerhalb
von 10 Minuten.
| Beispiele Nr. |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
6 |
7 |
8 |
| LES-Na |
10 |
10 |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
| SBE-Na |
- |
- |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
4,5 |
| PPG 6000 |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| PPG 2000 |
20 |
10 |
10 |
- |
- |
- |
- |
- |
| PPG 620 |
20 |
10 |
10 |
- |
- |
- |
- |
- |
| HEC |
- |
- |
- |
1,25 |
1,25 |
1,5 |
1,25 |
1,5 |
| Xanthan-Gum |
- |
- |
0,4 |
- |
- |
- |
- |
- |
| Na-Hyaluronat |
- |
- |
- |
0,5 |
0,1 |
- |
- |
- |
| IR 400 |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
- |
| Glycerin |
10 |
10 |
5 |
- |
- |
10 |
10 |
5 |
| 1,2-Propylenglycol |
- |
- |
10 |
- |
- |
- |
- |
10 |
| Ethanol |
- |
|
- |
5 |
3 |
- |
5 |
- |
| Parfumöl - |
- |
- |
1 |
- |
- |
- |
1 |
1 |
| Na Cl |
- |
- |
2 |
1 |
2 |
3 |
2 |
2 |
| Wasser und Farbstoffe |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
ad 100 |
[0027] Die in der Tabelle angegebenen Prozentzahlen beziehen sich auf Gewichts% wasserfreier
Aktivsubstanz.
Es wurden die folgenden Rohstoffe eingesetzt:
| LES-Na |
Natrium C12/C14-Alkylpoly (2)glycolethersulfat (Texapon®NSO, Henkel KGaA) |
| SBE-Na |
Sulfobernsteinsäure - Alkyl(C12/14-poly(3)glycolethermonoester-di-Natriumsalz (Texapon®SB3, Henkel KGaA) |
| HEC |
Hydroxyethylcellulose, Viskosität 25°C (1-Gew.%) : 350 m Pa s Substitutionsgrad 2,5
Natrasol® 250 HR (Hercules) |
| Xanthan-Gum |
Keltrol® SF (Kelco) |
| IR 400 |
Polyquatemium-1 0 (Polymer IR 400, Amerchol) |
| Dextran |
Fa. Sigma, MG : 2-82000 |
| PPG 600 |
Polypropylenglycol, Molgewicht ca. 6000 |
1. Wässrige, im Ruhezustand in Form von zwei oder mehr entmischten, wässrigen, unter
Bewegung zeitweise ineinander dispergierbaren Phasen vorliegende Zubereitungen mit
wenigstens einer gelösten, oberflächenaktiven Verbindung ausgewählt aus einem Alkylpolyglycolether-sulfatsalz
oder einem Alkyl-polyglycolether-sulfosuccinatsalz mit einer Alkylgruppe mit 12 -
18 C-Atomen und 1 - 6 Glycolethergruppen oder einem Gemisch davon und wenigstens einer
gelösten Polymerverbindung, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beschleunigung der Phasen- trennung im Ruhezustand wenigstens ein wasserlöslicher,
ein- oder mehrwertiger Alkohol mit 2-9 C-Atomen darin enthalten ist.
2. Wässrige Zubereitungen gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkohol Ethanol oder Isopropanol in einer Menge von 2 - 20 Gew.-% enthalten ist.
3. Wässrige Zubereitungen nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die oberflächenaktive Verbindung in einer Menge von insgesamt 5 - 20 Gew.-% darin
enthalten ist.
4. Wässrige Zubereitungen gemäß einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß als Polymerverbindung eine Verbindung ausgewählt aus Polypropylenglycolen mit Molekulargewicht
von mehr als 1000 D, eine Hydroxyethylcellulose, Xanthan-Gum, Dextran, Natrium-Hyaluronat
oder kationischen Celluloseethern enthalten ist.
5. Wässrige Zubereitungen nach einem der Ansprüche 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei unterschiedliche, oberflächenaktive Verbindungen oder wenigstens
zwei unterschiedliche Polymerverbindungen darin enthalten sind.
6. Wässrige Zubereitungen nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Förderung der Phasentrennung wasserlösliche, anorganische Elektrolytsalze in
einer Menge von 1 - 6 Gew.-% enthalten sind.
7. Wässrige Zubereitungen nach einem der Ansprüche 1 - 6, dadurch gekennzeichnet, daß Farbstoffe mit einer in den entmischten, wässrigen Phasen unterschiedlichen Löslichkeit
enthalten sind.
1. Aqueous preparations which, at rest, are present as two or more separated aqueous
phases temporarily dispersible in one another by agitation and which contain at least
one dissolved surface-active compound selected from an alkyl polyglycol ether sulfate
salt or an alkyl polyglycol ether sulfosuccinate salt containing an alkyl group with
12 to 18 carbon atoms and 1 to 6 glycidyl ether groups or a mixture thereof and at
least one dissolved polymer compound, characterized in that at least one water-soluble, mono- or polyhydric alcohol containing 2 to 9 carbon
atoms is present to accelerate phase separation in the rest state.
2. Aqueous preparations as claimed in claim 1, characterized in that ethanol or isopropanol in a quantity of 2 to 20% by weight is present as the alcohol.
3. Aqueous preparations as claimed in claim 1 or 2, characterized in that the surface-active compound is present in a total quantity of 5 to 20% by weight.
4. Aqueous preparations as claimed in any of claims 1 to 3, characterized in that the polymer compound is a compound selected from polypropylene glycols with a molecular
weight of more than 1,000 D, a hydroxyethyl cellulose, xanthan gum, dextran, sodium
hyaluronate or cationic cellulose ethers.
5. Aqueous preparations as claimed in any of claims 1 to 4, characterized in that they contain at least two different surface-active compounds or at least two different
polymer compounds.
6. Aqueous preparations as claimed in any of claims 1 to 5, characterized in that they contain water-soluble inorganic electrolyte salts in a quantity of 1 to 6% by
weight to promote phase separation.
7. Aqueous preparations as claimed in any of claims 1 to 6, characterized in that they contain dyes differing in their solubility in the separated aqueous phases.
1. Préparations aqueuses, se présentant au repos sous forme de deux ou plusieurs phases
aqueuses dissociées, dispersibles temporairement les unes dans les autres sous agitation,
avec au moins un composé tensio-actif dissous, choisi parmi un sel sulfate d'alkylpolygtycoléther
ou un sel sulfosuccinate d'alkylpolyglycoléther avec un groupe alkyle ayant 1,2 à
18 atomes de C et 1 à 6 groupes glycoléther ou un mélange de ceux-ci et au moins un
composé polymère dissous, caractérisées en ce que, au moins un alcool mono- ou polyvalent, hydrosoluble, ayant 2 à 9 atomes de C y
est contenu pour accélérer la séparation des phases au repos.
2. Préparations aqueuses selon la revendication 1, caractérisées en ce que l'éthanol ou l'isopropanol y est contenu à titre d'alcool en une quantité de 2 à
20% en poids.
3. Préparations aqueuses selon l'une quelconque des revendications 1 ou 2, caractérisées en ce que le composé tensio-actif y est contenu en une quantité de 5 à 20% en poids au total.
4. Préparations aqueuses selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisées en ce qu'en tant que composé polymère, un composé choisi parmi les polypropylèneglycols ayant
des masses moléculaires supérieures à 1000 daltons, une hydroxyéthylcellulose, une
gomme xanthane, le dextrane, l'hyaluronate de sodium, ou des éthers de cellulose cationique,
y est contenu.
5. Préparations aqueuses selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisées en ce qu'au moins deux composés tensioactifs différents ou au moins deux composés polymères
différents, y sont contenus.
6. Préparations aqueuses selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisées en ce que des sels électrolytes inorganiques hydrosolubles y sont contenus en une quantité
de 1 à 6% en poids pour favoriser la séparation des phases.
7. Préparations aqueuses selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisées en ce que des colorants ayant une solubilité différente dans les phases aqueuses dissociées,
y sont contenus.