[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Kanalcodierung in einem digitalen Nachrichtenübertragungssystem
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
[0002] Moderne digitale Nachrichtenübertragungssysteme sehen eine Quellencodierung von Signalen
(z.B. Sprachen) vor, mit der eine Kompression des Signals erreicht wird, so daß zur
Übertragung eine wesentlich geringere Bitrate ausreicht, als sie das (primäre) digitale
Signal aufweist. So wird gemäß dem Systemstandard des allgemein bekannten GSM-Mobilfunksystems
das Sprachsignal senderseitig mit einer Rate von 8000 Abtastwerten pro Sekunde abgetastet,
wobei die Abtastwerte mit einer Auflösung von 13 Bit dargestellt werden. Das entspricht
einer Bitrate von 104 kbit/s je Sprachsignal. Der Quellen- bzw. Sprachcoder komprimiert
dieses Sprachsignal zu einem quellenkodierten Sprachsignal mit Blöcken von 260 Bit
Länge und einer Bitrate von 13 kbit/s. Hier findet also eine Kompression der Sprachsignale
um den Faktor 8 statt.
[0003] Die physikalischen Gegebenheiten bei einer drahtlosen Nachrichtenübertragung, speziell
in den für Mobilfunksystemen verfügbaren Frequenzbereichen unter terrestrischen Bedingungen,
bei denen eine vielfältige Streuung und Reflexion an natürlichen Hindernissen stattfindet,
führen zu hohen und relativ stark schwankenden Ausbreitungsverlusten und durch Mehrwegeausbreitung
erzeugtem Schwund (fast fading). In einzelnen Zeitabschnitten (Zeitschlitzen) des
Übertragungsvorgangs kann die Übertragung aufgrund dessen stark gestört oder sogar
ganz unterbrochen sein, während andere Zeitschlitze hingegen kaum gestört sind.
[0004] Der Nutzdatenstrom umfaßt daher Phasen, die entweder eine hohe oder niedrigere Bitfehlerhäufigkeit
aufweisen, d. h. die Fehler treten insbesondere gebündelt auf.
[0005] Aufgrund dieser Umstände wäre die Übertragung des durch die Quellencodierung hochkomprimierten
und redundanzgeminderten Sprachsignals nicht ohne weiteres in akzeptabler Qualität
möglich. Die zu erwartende Bitfehlerhäufigkeit (in einer Größenordnung von 10
-3 bis 10
-1) ist daher durch geeignete Fehlerkorrekturverfahren auf akzeptable Werte (in der
Größenordnung 10
-3 bis 10
-6) zu verringern. Hierin besteht die Aufgabe der Kanalcodierung, die den quellenkodierten
Signalen im Grunde wieder eine - definierte - Redundanz hinzufügt, die dann die Erkennung
und Korrektur von Übertragungsfehlern auf der Übertragungsstrecke (Luftschnittstelle)
erlaubt.
[0006] Bei dem gattungsgemäßen Verfahren umfaßt die Kanalcodierung eine Fehlerschutzcodierung
(Faltungscodierung) und eine Verschachtelung (Interleaving, auch als Verwürfelung
bezeichnet). Anschließend werden die faltungscodierten und verschachtelten Blöcke
verschlüsselt, auf Bursts abgebildet, der Trägerfrequenz aufmoduliert und übertragen.
[0007] Für die Faltungscodierung ist zu beachten, daß die quellencodierten Bits nicht von
gleicher Relevanz für die Sprachqualität nach der Decodierung sind. Fehler in manchen
Bits führen zu erheblichen Beeinträchtigungen der Verständlichkeit, Fehler in anderen
Bits sind dagegen kaum wahrnehmbar. Die quellencodierten Bits sind daher in Klassen
eingeteilt, für die ein unterschiedlicher Fehlerschutz vorgesehen wird. So gibt es
beim GSM-Vollratencodec (Codierer/Decodierer für die Vollratenübertragung) die Schutzklassen
1a, 1b und 2.
[0008] Eine übliche Methode zur Realisierung dieses unterschiedlichen Schutzes ist die sogenannte
Punktierung des Codes im Anschluß an die Fehlerschutzcodierung (Faltungscodes). Durch
die Punktierung werden - vereinfacht gesagt - aus dem Ausgangsbitstrom des Faltungscodierers
nach einem vorgegebenen Schema (einer Punktierungstabelle) eine oder mehrere Stellen
herausgestrichen. Eine Punktierungstabelle besteht aus den Elementen 0 und 1 und wird
periodisch abgearbeitet, wobei das einer 0 entsprechende Bit im Ausgangsbitstrom nicht
gesendet wird und das einer 1 entsprechende Bit gesendet wird. Die codierte Sequenz
wird folglich verkürzt und die Fehlerschutzwirkung geschwächt. Punktierte Codes haben
allerdings den Vorteil der Realisierbarkeit verschiedener Codierraten, wobei ausgehend
von einem Muttercode der Rate 1/n durch periodisches Punktieren Codes mit höherer
Coderate entwickelt werden.
[0009] Die grundsätzliche Empfindlichkeit der Faltungscodier- und Decodierverfahren gegenüber
bündelartig auftretenden Fehlern, wie sie bei Mobilfunkverbindungen das Hauptproblem
darstellen, wird durch die Punktierung noch verschärft, so daß punktierte Faltungscodes
praktisch nur im Zusammenhang mit einem nachfolgenden Verschachteln bzw. Interleaving
angewandt werden. Bei typischen Mobilfunkkanälen mit den Profilen TU (Typical Urban)
oder HT (Hilly Terrain) im GSM-System oder in ähnlich profilierten Kanälen tritt innerhalb
eines Zeitschlitzes eine annähernd konstante Fadingamplitude auf. Wird für jeden neuen
Zeitschlitz ein anderer Kanal verwendet (ideal frequency hopping), kann die Fadingamplitude
als statistisch unabhängig zwischen zwei Zeitschlitzen angenommen werden. Hierfür
kommen als Verschachtelungsverfahren beispielsweise das Blockinterleaving oder Random-Interleaving
in Frage, die dem Fachmann als solche bekannt sind.
[0010] Die Bestimmung guter punktierter Faltungscodes stellt ebenso eine wichtige Entwurfsaufgabe
für ein digitales Nachrichtenübertragungssystem der oben skizzierten Art dar wie die
Wahl und konkrete Ausgestaltung des nach der Fehlerschutzcodierung anzuwendenden Verschachtelungsverfahrens.
Systematische konstruktive Verfahren sind hierfür nicht bekannt, so daß zur Auffindung
guter punktierter Faltungscodes rechnergestützt verschiedene Codes und Punktierungen
getestet und anhand bestimmter Kriterien, die eine Aussage über die voraussichtliche
Übertragungsqualität erlauben, miteinander verglichen werden. Dabei wird üblicherweise
der Interleaver als Ideal ("unendlich tief") vorausgesetzt.
[0011] Aus Globecom. Ieee Global Telecommunications Conference and Exhibition (18-1-1996),
(3), 2044-2048, CP2133421 ist ein Dekodierungs- und Fehlerschutzverfahren zum Einsatz
bei der Sprachkodierung in einem GSM-System der oben erwähnten Art bekannt.
[0012] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hinsichtlich der erzielbaren Übertragungsqualität
verbessertes Verfahren zur Kanalcodierung anzugeben.
[0013] Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0014] Die Erfindung schließt den wesentlichen Gedanken ein, bei der Kanalcodierung eine
zusammenhängende, in einem gemeinsamen Berechnungsschritt bestimmte Punktierungs-
und Verschachtelungsvorschrift zur Punktierung eines Fehlerschutzcodierungs-Muttercodes
und für ein Interleaving anzuwenden. Bei der Ermittlung dieser zusammenhängenden Punktierungs-
und Verschachtelungsvorschrift wird von der Annahme eines idealen Interleavers abgegangen
und die Gestaltung des Verschachtelungsschrittes von vornherein in einen unauflöslichen
Zusammenhang mit der Auffindung einer vorteilhaften Punktierungsvorschrift (Generatormatrix
oder Punktierungstabelle) gestellt.
[0015] Die Punktierungs- und Verschachtelungsvorschrift ist insbesondere in einer vorbestimmten
Menge von Untercodes bzw. Punktierungstabellen oder auch einer kombinierten Punktierungs-
und Verschachtelungsmatrix bzw. -tabelle zusammengefaßt. Deren Auffindung erfolgt
rechnergestützt unter Beachtung des Kriteriums der Optimierung der Distanzeigenschaften,
speziell der minimalen freien Distanz und/oder des mittleren Distanzspektrums. Diese
Begriffe sind wie folgt zu verstehen:
- Die minimale freie Distanz df eines Codes ist die minimale Hammingdistanz, die zwischen divergierenden Pfaden auftritt.
- Das mittlere Distanzspektrum {ad} ist gegeben durch {ad} = 1/P Σ∞ d=df ad , wobei ad die Anzahl aller Pfade ist, die ausgehend von P aufeinanderfolgenden Knoten den Nullpfad verlassen, sich wieder treffen und dabei
die Distanz d aufbauen, und P die Anzahl der Spalten in der Punktierungsmatrix P ist und somit die Periodenlänge der Punktierung angibt.
- Das mittlere Distanzspektrum {cd} ist gegeben durch {cd} = 1/P Σ∞ d=df cd , wobei das Informationsgewicht cd die Zahl der Bits mit dem Wert 1 entlang aller Pfade ist, die ausgehend von P aufeinanderfolgenden Knoten den Nullpfad verlassen, wieder treffen und dabei die
Distanz d aufbauen.
[0016] Aus den Distanzspektren kann für einen AWGN (
Additive
White
Gaussian
Noise)-Kanal oder einen fully-interleaved Rayleighkanal die Bitfehlerwahrscheinlichkeit
geschätzt werden. Die optimalen nichtsystematischen nichtrekursiven Faltungscodes
und systematischen rekursiven Faltungscodes für die Übertragung ohne Punktierung bei
Rate ½ und Gedächtnis 2 über die oben genannten Kanäle sind bekannt.
[0017] Es wird also in der Praxis in einer Mehrzahl von Berechnungsschritten mit dem Computer
nach einer Mehrzahl von Algorithmen eine Mehrzahl von Punktierungs- und Verschachtelungsmatrizen
bzw. -tabellen bestimmt, in einem Bewertungsschritt werden jeweils deren Distanzeigenschaften
nach den genannten Teil-Kriterien ermittelt, und es wird diejenige Punktierungsund
Verschachtelungsmatrix oder -tabelle im Kanalcodierer implementiert, die das im Hinblick
auf die zu erwartende Bitfehlerrate günstigste Ergebnis zeigt.Besonders vorteilhaft
ist die Anwendung des vorgeschlagenen Verfahrens bei einem Übertragungskanal des weiter
oben erwähnten Profils, d. h. mit annähernd konstanter Fadingamplitude innerhalb eines
Zeitschlitzes, und auf ein Übertragungsverfahren, bei dem jedem neuen Zeitschlitz
ein anderer Kanal zugeordnet wird. Die Vorteile kommen besonders zum Tragen bei Anwendung
auf ein Sprachübertragungsverfahren mit hoher Übertragungsrate. Bei diesem Verfahren
wird davon ausgegangen, daß der Ausfall eines Zeitschlitzes das am häufigsten auftretende
Fehlerereignis ist. Dies haben Untersuchungen auch bestätigt.
[0018] Nachfolgend soll die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden,
wobei sie einer herkömmlichen Lösung gegenüber gestellt wird. Aus dieser Beschreibung
im Zusammenhang mit den Figuren 1 und 2, die als vergleichende Diagramme die erzielbare
Verbesserung der Übertragungseigenschaften illustrieren, werden weitere Vorteile und
Zweckmäßigkeiten der Erfindung deutlich.
[0019] Durch die Punktierung eines Muttercodes der Rate ½ und Gedächtnis
m=4 mit den Generatorpolynomen

entsteht ein systematischer, punktierter Code der Rate
R=11/16. Die mittels Rechnersuche gefundene Punktierungsmatrix mit den besten Distanzeigenschaften
lautet:

[0020] Die Periodenlänge P beträgt in diesem Beispiel 11. Bei der Auswahl der punktierten
Codes ist darauf zu achten, daß die Zahl
Z der Einsen in der Punktierungsmatrix ein ganzzahliges Vielfaches der Zeitschlitze
ist, um jedem Zeitschlitz die gleiche Anzahl an Bits zuordnen zu können. Das Interleaving
ordnet die Bits der Matrix
P den Zeitschlitzen zu. Im Beispiel wird der Halbratenkanal angenommen, und somit werden
die
Z=16 Bits auf
F=4 Zeitschlitze aufgeteilt. Wird Blockinterleaving (üblicher unabhängiger Interleaver)
angewandt, so erhält man folgende kombinierte Punktierungs- und Interleavingmatrix:

[0021] Elemente der Matrix mit dem Wert 0 sind punktierte Bits, die Werte 1..4 ordnen die
einzelnen Bits den entsprechenden Zeitschlitzen zu.
[0022] Der Ausfall eines Blockes kann nun wie eine weitere Punktierung betrachtet werden,
d. h. alle Bits dieses Blockes werden ignoriert. Die Zahl der verlorenen Bits beträgt
bei einem Blockausfall
B=Z/
F. Es entsteht ein neuer Untercode der Rate:
Ru = P/
Z-b , wobei
P die Anzahl der Spalten in der Punktierungsmatrix
P ist und somit die Periodenlänge der Punktierung angibt.
[0023] Der Interleaver bestimmt durch die Zuordnung der Bits zu den Blöcken des Kanals die
Gestalt des Untercodes. Die Wahl des Interleavers muß so geschehen, daß die durch
Blockausfall entstehenden Untercodes optimal im Sinne der beschriebenen Distanzkriterien
sind. Nach der rechnergestützten Suche des Muttercodes der Rate ½ und des punktierten
Codes der Rate 11/16 muß eine dritte Suche durchgeführt werden. Es müssen
F gute Punktierungsmatrizen für die Untercodes gesucht werden, deren Elemente immer
Null sind, wenn die Punktierungsmatrix des Muttercodes an dieser Stelle eine Null
enthält, und die an anderen Positionen nur dann eine Null enthalten dürfen, wenn keine
andere Matrix eines Untercodes an dieser Stelle Null ist. Jedes Bit muß genau einem
Zeitschlitz zugeordnet werden.
[0025] Diese Untermatrizen lassen sich zu der kombinierten Punktierungs- und Interleavermatrix
zusammenfassen:

[0026] Diese Matrix unterscheidet sich von der des Blockinterleavers aus (3.3). Die Distanzeigenschaften
sind besser als die des Blockinterleavers. Die Distanzspektren der einzelnen Punktierungsmatrizen
der Untercodes werden addiert, um den optimalen Code zu ermitteln.
Tabelle 3.1:
| Freie Distanz und Distanzspektrum des punktierten Codes der Rate 11/16. |
| df = 4 |
a4 = 6 |
c4 = 18 |
a5 = 34 |
c5 = 132 |
Tabelle 3.2:
| Freie Distanz und Distanzspektrum der Untercodes der Rate 11/12. |
| Code mit Pu1: |
df = 2 |
a2 = 6 |
c2 = 21 |
a3 =112 |
c3 = 556 |
| Code mit Pu2: |
df = 2 |
a2 = 4 |
c2 = 15 |
a3 = 78 |
c3 = 441 |
| Code mit Pu3: |
df = 2 |
a2 = 4 |
c2 = 16 |
a3 = 106 |
c3 = 661 |
| Code mit Pu4: |
df = 2 |
a2 = 6 |
c2 = 26 |
a3 = 132 |
c3 = 807 |
| Summe |
|
20 |
78 |
428 |
2465 |
[0027] Im Vergleich dazu existiert beim Blockinterleaver ein Untercode mit einer minimalen
Distanz
df =1. Dies führt zu einer höheren Fehlerrate.
[0028] In Fig. 1 sind die Blockfehlerraten des Halbratenkanals für den nach dem herkömmlichen
Verfahren bestimmten Interleaver (gestrichelte Linie, bezeichnet mit "Regulär") bzw.
des optimierten, durch die kombinierte Punktierungs- und Interleavermatrix nach Gleichung
(3.5) beschriebenen Interleavers (durchgezogene Linie, bezeichnet mit "Optimal") gegenübergestellt.
Bereits in diesem einfachen Beispiel ergibt sich ein Gewinn von 0,3 dB, der ohne zusätzlichen
decoderseitigen Aufwand realisiert werden kann.
[0029] Fig. 2 zeigt einen Vergleich der Bitfehlerraten bei einem herkömmlichen Interleaver
(Blockinterleaver - siehe in der Figur, die mit "old code" bezeichneten Kurven) und
eines optimierten Interleavers (siehe in der Figur, die mit "new code" bezeichneten
Kurven). Die Figur betrifft einen Halbratenkanal bei der Rate 8,1 kbit/s ("Modus 3H")
und die in dem Kästchen angegebenen Coderaten und zeigt die Bitfehlerrate, aufgetragen
über der Bitnummer.
[0030] Dabei wurde, um den ungleichen Fehlerschutz zu erzielen, mit folgenden Raten codiert:
Tabelle 1:
| Raten des Modus 3H mit Block- und optimiertem Interleaver |
| Blockinterleaver |
Bitnr. |
0..1 |
2..5 |
6..23 |
24..47 |
48..95 |
96..163 |
| Anzahl |
2 |
4 |
18 |
24 |
48 |
68 |
| Rate |
1/3 |
2/5 |
1/2 |
8/14 |
8/11 |
1 |
| Optimaler Inter1. |
Bitnr. |
0..1 |
2..5 |
6..22 |
23..42 |
43..97 |
98..163 |
| Anzahl |
2 |
4 |
17 |
20 |
55 |
66 |
| Rate |
1/3 |
2/5 |
1/2 |
10/16 |
11/16 |
1 |
[0031] Untersuchungen der Erfinder haben ergeben, daß der mit dem vorgeschlagenen Verfahren
erzielbare Gewinn umso größer ist, je höher die Rate des Codes ist. Auch eine Erhöhung
der Anzahl
Z der Bits, die zusammengefaßt werden, führt zu einer Verbesserung der Distanzeigenschaften
und damit einer Verringerung der zu erwartenden Bitfehlerrate.
1. Verfahren zur Kanalcodierung in einem digitalen Nachrichtenübertragungssystem, insbesondere
von Sprachsignalen zur Sprachübertragung in einem Mobilfunksystem, wobei das Verfahren
eine Fehlerschutzcodierung und eine Verschachtelung aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß
eine in einem gemeinsamen Berechnungsschritt bestimmte zusammenhängende Punktierungs-
und Verschachtelungsvorschrift für eine Punktierung eines vorbestimmten Fehlerschutzcodierungs-Muttercodes
und für die Verschachtelung angewandt wird, welche unter dem Kriterium einer Optimierung
der Distanzeigenschaften nach der Verschachtelung bestimmt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Punktierungs- und Verschachtelungsvorschrift in Form einer Menge von Untercodes
bzw. Punktierungstabellen angewandt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Punktierungs- und Verschachtelungsvorschrift in Form einer kombinierten Punktierungs-
und Verschachtelungsmatrix bzw. -tabelle angewandt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
(a) in einer Mehrzahl von Berechnungsschritten nach einer Mehrzahl vorgegebener Algorithmen
eine Mehrzahl von zusammenhängenden Punktierungs- und Verschachtelungsvorschriften
bestimmt wird,
(b) in einem Bewertungsschritt durch Bestimmung einer freien Distanz und/oder eines
mittleren Distanzspektrums deren Distanzeigenschaften ermittelt werden und
(c) diejenige zusammenhängende Punktierungs- und Verschachtelungsvorschrift bei der
Kanalcodierung angewandt wird, die die günstigste freie Distanz und/oder das günstigste
Distanzspektrum liefert.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
die Anwendung auf einen Übertragungskanal mit annähernd konstanter Fadingamplitude
innerhalb eines Zeitschlitzes und ein Übertragungsverfahren, bei dem jedem neuen Zeitschritt
ein anderer Kanal zugeordnet wird.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
die Anwendung auf ein Sprachübertragungsverfahren mit blockweiser Codierung und mit
Aufteilung der Rahmen auf wenige Zeitschlitze.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
die Anwendung auf einen Übertragungskanal mit Hauptfehlerereignis Auslöschung innerhalb
eines Zeitschlitzes.
1. Method for channel coding in a digital telecommunication system, in particular of
speech signals for the purpose of speech transmission in a mobile radio system, the
method having error protection coding and interleaving, characterized in that a coherent puncturation and interleaving rule determined in a common calculation
step is applied for puncturation of a predetermined error protection coding master
code and for interleaving, said rule being determined under the criterion of optimizing
the distance properties after interleaving.
2. Method according to Claim 1, characterized in that the puncturation and interleaving rule is applied in the form of a set of subcodes
or puncturation tables.
3. Method according to Claim 1 or 2, characterized in that the puncturation and interleaving rule is applied in the form of a combined puncturation
and interleaving matrix or table.
4. Method according to one of the preceding claims,
characterized in that
(a) a plurality of coherent puncturation and interleaving rules are determined in
a plurality of calculation steps using a plurality of predefined algorithms,
(b) in one calculation step the determination of a free distance and/or a mean distance
spectrum is used to determine the distance properties thereof, and
(c) that coherent puncturation and interleaving rule is applied in channel coding
which supplies the most favourable free distance and/or the most favourable distance
spectrum.
5. Method according to one of the preceding claims, characterized by application to a transmission channel with an approximately constant fading amplitude
within a timeslot, and a transmission method in which each new time step is assigned
another channel.
6. Method according to one of the preceding claims, characterized by application to a speech transmission method with blockwise coding and with division
of the frames into a few timeslots.
7. Method according to one of the preceding claims, characterized by application to a transmission channel with main error event extinction within a timeslot.
1. Procédé de codage de canal dans un système de transmission numérique de message, en
particulier de signaux vocaux pour la transmission vocale dans un système de radiotéléphonie
mobile, le procédé comprenant un codage de protection contre les erreurs et un entrelacement,
caractérisé en ce que pour le pointillage d'un code-maître prédéterminé pour le codage de protection contre
les erreurs et pour l'entrelacement, on utilise une prescription combinée de pointillage
et d'entrelacement définie dans une étape commune de calcul, qui est déterminée en
fonction du critère d'une optimisation des propriétés de distance après l'entrelacement.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que la prescription de pointillage et d'entrelacement est utilisée sous forme de sous-codes
resp. de tableaux de pointillage.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la prescription de pointillage et d'entrelacement est utilisée sous la forme d'une
matrice resp. d'un tableau combiné de pointillage et d'entrelacement.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
(a) dans une pluralité d'étapes de calcul selon une pluralité d'algorithmes prédéterminés,
on détermine une pluralité de prescriptions combinées de pointillage et d'entrelacement,
(b) dans une étape d'évaluation, on détermine leurs propriétés de distance par détermination
d'une distance libre et/ou d'un spectre de distance moyenne et
(c) on utilise pour le codage de canal la prescription combinée de pointillage et
d'entrelacement qui fournit la distance libre la plus favorable et/ou le spectre de
distance le plus favorable.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le recours à un canal de transmission qui présente une amplitude d'atténuation sensiblement
constante à l'intérieur d'une fenêtre temporelle et un procédé de transmission dans
lequel un autre canal est associé à chaque nouvelle fenêtre temporelle.
6. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le recours à un procédé de transmission vocale avec codage par blocs et répartition
des trames sur un petit nombre de fenêtres temporelles.
7. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé par le recours à un canal de transmission dont te résultat des erreurs principales est
un effacement à l'intérieur d'une fenêtre temporelle.