[0001] Die Erfindung betrifft eine Bettdecke mit einem Oberstoff, einem Unterstoff, einer
dazwischen angeordneten Füllung, einem Abschlußstrang, der zumindest entlang eines
Abschnitts eines durch die Außenkanten des Oberstoffs und des Unterstoffs gebildeten
Randes verläuft, und mit einem Band, dessen Längsseiten zur Einfassung des Abschlußstranges
um diesen herumgeschlagen sind und mit dem Oberstoff und dem Unterstoff verbunden
sind.
[0002] Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zur Herstellung einer Bettdecke mit
folgenden Schritten:
a) Bereitstellen eines Oberstoffs, eines Unterstoffs und einer Füllung;
b) Anordnen der Füllung zwischen dem Oberstoff und dem Unterstoff;
c) Anordnen eines umfänglichen Abschlußstrangs längs der Anordnung von Schritt b),
um den ein Band geschlagen ist;
d) Verbinden des Bandes mit Oberstoff und Unterstoff.
[0003] Eine Bettdecke sowie ein Herstellungsverfahren dieser Art sind allgemein im Stand
der Technik bekannt.
[0004] Bei Bettdecken kommt der Gestaltung des umlaufenden Randes, entlang dessen der Oberstoff
und der Unterstoff zusammengenäht sind, besondere Bedeutung zu. Zum einen muß der
Rand hinsichtlich funktioneller Eigenschaften, z.B. Festigkeit und Dauerhaftigkeit
der Verbindung, bestimmten Anforderungen entsprechen. Zum anderen erfüllt der Rand
auch eine ästhetische Funktion, da qualitative Mängel, etwa Unzulänglichkeiten bei
der Verarbeitung oder der Materialauswahl, in diesem Bereich der Bettdecke besonders
ins Auge fallen. Der in das Band eingeschlagene Abschlußstrang, meist in Form einer
Kordel, sorgt für einen optisch ansprechenden und gleichmäßig erscheinenden umfänglichen
Rand.
[0005] Eine Bettdecke der eingangs genannten Art ist in Fig. 6a in einer Draufsicht und
in Fig. 6b in einem seitlichen vergrößerten Schnitt entlang der Linie VIb-VIb stark
schematisch dargestellt. Die Bettdecke 60, auf deren Oberstoff 61 eine Naht 62 angedeutet
ist, ist an ihrem Rand mit einer biesenartigen Einfassung versehen, die aus einer
entlang des Randes verlaufenden Kordel 63 und einem Band 64 besteht. Die Längsseiten
des Bandes 64 sind um die Kordel 63 herumgeschlagen, so daß das Band 64 die Kordel
63 vollkommen umhüllt. Die unmittelbar aufeinander liegenden Enden 65 der Längsseiten
des Bandes 64 sind zwischen nach innen eingeschlagenen Rändern des Oberstoffs 61 und
eines Unterstoffs 66 angeordnet. Mit Hilfe einer gestrichelt angedeuteten Naht 67
ist das Band 64 mit dem Oberstoff 61 und dem Unterstoff 66 verbunden. Eine Füllung
68 der Bettdecke 60, bei der es sich z.B. um Daunen handeln kann, ist zwischen dem
Oberstoff 61 und dem Unterstoff 66 verteilt.
[0006] Diese biesenartige Randgestaltung ist ästhetisch ansprechend und vermittelt aufgrund
der eingefaßten Kordel 63 ein angenehm griffiges Gefühl. Mit dieser Randgestaltung
lassen sich außerdem Bettdecken mit recht scharfen Ecken herstellen. Fältelungen des
Bandes 64 an dessen innenliegender Kante im Eckbereich, die aufgrund der Stauchung
des Bandes 64 beim Herumführen um die Ecke unvermeidbar sind, werden vom Oberstoff
61 und Unterstoff 66 überdeckt. Somit sind diese Fältelungen nicht ersichtlich und
das gleichmäßige Erscheinungsbild wird von der eingeschlagenen Kordel bestimmt.
[0007] Nachteilig ist allerdings, daß bei dieser bekannten Randgestaltung die Füllung 68
aus fertigungstechnischen Gründen nicht am Rand fixiert wird. Zur Fixierung müßte
die Füllung zwischen die um den Abschlußstrang gelegten Bandkanten gebracht werden
und dieser Zusammenbau dann zwischen die eingeschlagenen Kanten von Oberstoff und
Unterstoff gelegt werden. Beim Fixieren durch Vernähen würde dieser Zusammenbau aus
sieben übereinanderliegenden Schichten unweigerlich verrutschen. Es wäre schwierig
oder gar unmöglich, beim Vernähen einer Längskante einer ca. 2 m langen Bettdecke
diesen Zusammenbau nachträglich, z.B. nach Nähen einer bestimmten Strecke insbesondere
den Sitz der innersten Lage, nämlich der Füllung, zu korrigieren. Füllungen 68, die
nicht entlang des Randes einer Bettdecke befestigt sind, tendieren jedoch dazu, während
der Benutzung oder beim Waschen innerhalb der Bettdecke zu verrutschen. Es können
sich dann unerwünschte Anhäufungen von Füllung in einigen Bereichen bilden, während
in anderen Bereichen die Füllung ganz oder teilweise fehlt.
[0008] Eine bekannte Bettdecke mit einer Fixierung der Füllung ist in Fig. 7a in einer Draufsicht
und in Fig. 7b in einem seitlichen vergrößerten Schnitt entlang der Linie VIIb-VIIb
vereinfacht dargestellt.
[0009] Bei dieser bekannten Bettdecke 70 werden die Ränder eines Oberstoffs 72 und eines
Unterstoffs 74 von einem Band 76 eingefaßt, das wesentlich breiter als das bei der
biesenartigen Randgestaltung nach den Fig. 6a und 6b verwendete Band 64 ist. Dadurch
ist es möglich, einen umfänglichen Endabschnitt der Füllung 79 zwischen die eingeschlagenen
Ränder von Oberstoff 72 und Unterstoff 74 zu legen und diese Bereiche von außen durch
das breite Band einzuschlagen. Die Längsseiten des Bandes 76 sind unmittelbar, d.h.
ohne eine zusätzliche Kordel, außen um die Ränder des Oberstoffs 72 und des Unterstoffs
74 herumgeschlagen und mit diesen und der Füllung über eine Naht 78 vernäht. Ein Verrutschen
der Füllung 79 in den Randkammern der Bettdecke 70 wird dadurch verhindert.
[0010] Diese Bandeinfassung vermittelt einen relativ breiten lappigen Rand.
[0011] Nachteilig ist ferner, daß die oben erwähnten Fältelungen, die zwangsläufig beim
Herumführen des Bandes 76 um Ecken an dessen innenliegender Kante entstehen, bei der
Bandeinfassung nicht vom Oberstoff 72 und Unterstoff 74 verdeckt sind. Um die Fältelung
in optisch annehmbaren Grenzen zu halten, werden die Ecken der Bettdecke 70 mit einem
relativ großen Krümmungsradius abgerundet ausgeführt, wie dies in Fig. 7a erkennbar
ist. Runde Ekken sind jedoch unerwünscht, da die Bezüge von Bettdecken in der Regel
scharfe Ecken haben und somit dort von den Bettdecken nur teilweise ausgefüllt werden.
[0012] Eine ähnliche Bandeinfassung ist auch aus der DE 198 21 047 A1 bekannt. Im Gegensatz
zu der vorstehend beschriebenen Bandeinfassung sind dort jedoch die Längsränder des
Bandes vor dem Vernähen mit der Füllung und dem Ober- und Unterstoff nach innen umgeschlagen,
wodurch ein Ausfransen der Längskanten des Bandes verhindert wird.
[0013] Aus der DE 43 32 863 C1 ist eine insbesondere als Bettbezug vorgesehene Stoffhülle
bekannt, die "auf links" genäht und erst nach Abschluß sämtlicher Näharbeiten umgestülpt
wird. Der Rand der dort beschriebenen Stoffhülle ist mit einer Biese versehen, wobei
allerdings die Naht, mit der die Biese an dem Oberstoff und dem Unterstoff befestigt
wird, aufgrund des anschließenden Umstülpens von außen nicht erkennbar ist. Die Biesen
werden nicht in einem Zuge um Ecken der Stoffhülle herum genäht, sondern überlappen
sich im Bereich der abgerundet ausgeführten Ecken teilweise.
[0014] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Bettdecke der eingangs genannten
Art anzugeben, die einerseits ein Verrutschen der Füllung vom Rand der Bettdecke weg
verhindert, und andererseits ästhetisch ansprechend und trotzdem fertigungstechnisch
günstig herstellbar ist.
[0015] Es ist außerdem Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein einfach durchführbares Verfahren
zur Herstellung einer solchen Bettdecke anzugeben.
[0016] Hinsichtlich der Bettdecke wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Längsseiten
des Bandes auf den die Außenseite der Bettdecke bildenden Seiten des Oberstoffs und
des Unterstoffs aufliegen und auch mit der Füllung verbunden sind.
[0017] Hinsichtlich des Verfahrens wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Längsseiten
des Bandes auf den die Außenseite der Bettdecke bildenden Seiten des Oberstoffs und
des Unterstoffs aufgelegt und auch an der Füllung befestigt werden.
[0018] Dadurch, daß das Band von außen auf den Oberstoff und den Unterstoff aufgenäht wird,
kann die Füllung unmittelbar bis an den Rand der Bettdecke heranreichen und gemeinsam
mit dem Band, dem Oberstoff und dem Unterstoff vernäht und damit fixiert werden. Ein
Verrutschen der Füllung ist damit ausgeschlossen. Auch bei Bettdecken, deren Innenraum
in Kassetten oder Längskanäle unterteilt ist, an deren Begrenzungen die Füllung befestigt
ist, ist eine Fixierung der Füllung entlang des Randes der Bettdecke vorteilhaft.
Auf diese Weise haben nämlich die Kanäle oder Kassetten entlang der Längsränder die
gleichen Fülleigenschaften wie diejenigen, die im Inneren der Decke angeordnet sind.
[0019] Insbesondere ist das Anbringen des Bandes von außen unter fertigungstechnischen Gesichtspunkten
erheblich einfacher, als die Längsseiten des Bandes zwischen dem Oberstoff und dem
Unterstoff auszurichten, wie dies bei der bekannten biesenartigen Randgestaltung der
Fall ist.
[0020] Der Zusammenbau aus Unterstoff, Füllung und Oberstoff kann ausgerichtet, gegebenfalls
durch Beschneiden der Kanten exakt auf fluchtende Lage der äußeren Kanten gebracht
werden. Es ist fertigungstechnisch einfach, nunmehr die über den Abschlußstrang geschlagenen
überstehenden Kanten an die Außenseite von Unterstoff und Oberstoff zu legen und den
Zusammenbau durch Nähen zu fixieren. Dies ist mit sehr schmalen Bändern möglich, so
daß der optisch ansprechende Abschluß mit dem schmalen Rand verbleibt.
[0021] Es hat sich zudem herausgestellt, daß durch die Verwendung sehr schmaler Bänder auch
eine ansprechende Gestaltung der Ecken erzielbar ist, bei der nur eine sehr geringe
Fältelung des Bandes auftritt. Es ist sogar möglich, nahezu rechteckige Ecken auszubilden,
wobei nur in der Ecke eine einzige Fältelung des Bandes erfolgt, die aber optisch
durch den Abschlußstrang unterdrückt wird. Zudem eröffnet die Anbringung des Bandes
von außen mehrere andere Möglichkeiten, eine ästhetisch ansprechende Gestaltung auch
sehr scharfer Ecken zu erzielen, worauf weiter unten noch näher eingegangen wird.
[0022] Die erfindungsgemäße Lösung vereint also in überraschender Weise die Vorteile der
biesenartigen Einfassung mit denen der Bandeinfassung.
[0023] Die Aufgabe der Erfindung wird auf diese Weise vollständig gelöst.
[0024] Zwar sind Bettdecken in der Regel rechteckig, die Erfindung ist aber ebenso bei kreisförmigen,
oktogonalen oder in sonstiger Weise geformten Bettdecken vorteilhaft anwendbar.
[0025] Der Begriff Stoff ist ebenfalls in weitestem Sinne zu verstehen und umfaßt alle Arten
von flächigen Gebilden, die gewoben oder nichtgewoben ("nonwoven") sein können, aus
natürlichen oder synthetischen Materialien. Als Abschlußstrang eignet sich beispielsweise
eine Gewebekordel, aber auch eine Kordel aus einem anderen Material, das die gewünschte
Biegsamkeit und Festigkeit aufweist. Der Abschlußstrang kann ebenso aus einer Schnur
bestehen, auf die kleine Kugeln oder Walzen aufgezogen sind.
[0026] Bei der Füllung kann es sich um alle Arten wärmedämmender Materialien handeln, z.B.
Daunen, watteartig zusammenhängende Endlosfasern, Gemische mehrerer Materialien oder
fliesartige Gewebe.
[0027] Zur Befestigung des Bandes mit dem Oberstoff, dem Unterstoff und der Füllung kommt
vor allem eine Naht in Betracht. Denkbar sind jedoch auch andere Befestigungsmittel,
etwa eine Vielzahl kleiner nietenartiger Stifte, die sich durch die genannten Materialien
maschinell hindurchstechen lassen.
[0028] Das Band kann im geometrisch strengen Sinne die Form eines langgezogenen Rechtecks
haben. Für die Erfindung verwendbar ist freilich auch ein Band, das nur ungefähr rechteckig
ist und beispielsweise gewellte Längskanten aufweist. Als Material kommen neben Stoffen
aller Art auch farbige Kunststoffolien o.ä. in Betracht.
[0029] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Längsseiten des Bandes
durch Umschlagen nach innen verstärkt.
[0030] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß ein Ausfransen des Bandrandes bei Bändern aus
Gewebe, welches ausfransen kann, wirkungsvoll verhindert wird.
[0031] Eine Möglichkeit, eine ästhetisch ansprechende Gestaltung der Eckbereiche zu erzielen,
besteht darin, mehrere Abschlußstränge und sie einfassende Bänder vorzusehen, die
sich jeweils längs einer Kante zwischen zwei Ecken erstrecken und etwa auf Stoß enden.
Es kann dann im Eckbereich ein weiteres kurzes Band auf den darunter liegenden Bändern
befestigt werden, das die Enden der darunter liegenden Bänder und Abschlußstränge
überdeckt und damit zu einem ansprechenden Erscheinungsbild des Eckbereichs führt.
Wird der Abschlußstrang nicht um die Ecke herumgeführt, lassen sich sogar noch schärfere
Ecken realisieren, als dies bei der bekannten biesenartigen Randgestaltung der Fall
ist. Dies gilt insbesondere, wenn als Abschlußstrang ein vergleichsweise festes Material,
etwa eine dicht gedrehte Gewebekordel, verwendet wird.
[0032] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist jedoch zur Erzielung
scharfer Ecken vorgesehen, daß ein Ende des Bandes annähernd bündig an die Ecke angrenzt,
und daß ein Endabschnitt eines zweiten Bandes, das sich entlang des anderen Randes
erstreckt, so um diese Ecke umgeschlagen und in dieser Lage befestigt ist, daß der
Endabschnitt des zweiten Bandes das Ende des anderen Bandes überdeckt.
[0033] Diese Maßnahme hat gegenüber der vorgenannten Variante den Vorteil, daß kein zusätzliches
Band vorzusehen ist, welches bei der Herstellung präzise über zwei darunter liegenden
Bändern ausgerichtet werden muß. Vielmehr wird einfach bei der Herstellung ein überstehender
Endabschnitt des einen Bandes ergriffen, um die Ecke geschlagen und auf dem anderen
Band befestigt. Durch das Umschlagen um eine scharfe Ecke bildet sich nur im Eckbereich
auf den beiden Längsseiten des oberen Bandes lediglich jeweils eine Falte, die das
ansprechende Erscheinungsbild der Randgestaltung nicht beeinträchtigt.
[0034] Das zweite Band muß nicht ebenfalls einen eigenen Abschlußstrang umschließen. Dies
ist z.B. dann denkbar, wenn eine Seite der Bettdecke mit einem Reißverschluß versehen
ist und deswegen anders gestaltet sein soll.
[0035] Vorzugsweise jedoch ist das zweite Band um einen zweiten Abschlußstrang herumgeschlagen,
der an der Ecke endet. Die Enden der Abschlußstränge liegen etwa auf Stoß, werden
aber durch den überstehenden und umgeschlagenen Endabschnitt des zweiten Bandes abgedeckt.
[0036] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß ein sehr gleichmäßiges Erscheinungsbild der Randgestaltung
erzielt wird.
[0037] Bei einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausgestaltung ist vorgesehen, daß die
Bettdecke rechteckig ist, daß entlang der Querseiten und der Längsseiten der Bettdecke
jeweils ein Band und ein davon eingefaßter Abschlußstrang verläuft, und daß die Endabschnitte
der Bänder entlang der Querseiten jeweils um die Ecken umgeschlagen sind und die Enden
der Bänder entlang der Längsseiten überdecken.
[0038] Diese Maßnahme hat den Vorteil, daß die Randgestaltungen der Längsseiten mit Hilfe
eines Automaten erfolgen kann. Auf die kürzeren Querseiten der so vorbereiteten Bettdecke
werden dann mit Hilfe einer Nähmaschine die Abschlußstränge und die sie einfassenden
Bänder aufgenäht. Anschließend werden die überstehenden Endabschnitte der querseitigen
Bänder an den Ecken umgeschlagen und auf dem jeweiligen darunterliegenden längsseitigen
Band befestigt.
[0039] Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen
oder in Alleinstellung ansetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung
zu verlassen.
[0040] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele im
Zusammenhang mit den beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben und erläutert. Es
zeigen:
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Bettdecke;
- Fig. 2
- einen Schnitt durch die Bettdecke aus Fig. 1 entlang der Linie II-II;
- Fig. 3
- einen vergrößerten Ausschnitt III aus dem Schnitt aus Fig. 2;
- Fig. 4
- einen vergrößerten Ausschnitt aus einem Schnitt durch ein anderes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Bettdecke;
- Fig. 5.1
- bis 5.8 mehrere Draufsichten, teilweise auch vergrößerte Schnitte entlang der angegebenen
Linien, von Bettdecken in vereinfachter Darstellung, die der Erläuterung der Schritte
bei einem Ausführungsbeispiel für ein erfindungsgemäßes Herstellungsverfahren dienen;
- Fig. 6a
- eine Bettdecke nach dem Stand der Technik in Draufsicht;
- Fig. 6b
- ein Schnitt durch die Bettdecke aus Fig. 6a entlang der Linie VIb-VIb in vergrößerter
Darstellung;
- Fig. 7a
- eine andere Bettdecke nach dem Stand der Technik in Draufsicht; und
- Fig. 7b
- ein Schnitt durch die Bettdecke aus Fig. 7a entlang der Linie VIIb-VIIb in vergrößerter
Darstellung.
[0041] In den Fig. 1 und 2 ist eine erfindungsgemäße Bettdecke mit 10 bezeichnet.
[0042] Die Bettdecke 10 weist einen Oberstoff 12 und einen Unterstoff 14 auf. Zwischen Oberstoff
12 und Unterstoff 14 ist eine Füllung 18 in Form von Endlosfasern aufgenommen.
[0043] Auf dem Oberstoff 12 ist durch Quer- bzw. Längsnähte 20 eine Unterteilung der Decke
in mehrere Kammern 22 angedeutet, durch die ein großräumiges Verrutschen der Füllung
18 in der Bettdekke 10 verhindert wird. Eine solche Unterteilung ist insbesondere
bei leicht beweglichen Füllungen, etwa bei Daunen, zweckmäβig; bei der Verwendung
von Endlosfasern oder fliesartigen Füllungen, die von sich aus weniger zum Verrutschen
neigen, können derartige Einteilungsnähte 20 auch allein aus ästhetischen Gründen
vorgesehen sein. Für die Erfindung ist eine derartige Einteilung jedoch nicht wesentlich.
[0044] Fig. 3 zeigt den Ausschnitt III aus Fig. 2 in einer vergrößerten Darstellung. In
dieser Darstellung ist erkennbar, daß sich die Füllung 18 innerhalb der Bettdecke
10 etwa bis zu der Außenkante 16 des Oberstoffs 12 und der Außenkante 17 des Unterstoffs
14 erstreckt. Über den jeweils außenliegenden Rand von Oberstoff 12 und Unterstoff
ist ein umgeschlagenes Band 26 gelegt, das außerdem noch um einen als Gewebekordel
gebildeten Abschlußstrang 24 geschlagen ist. Die längsseitigen Enden 28 des Bandes
26 sind nach innen geschlagen und liegen auf der die Außenseite der Bettdecke bildenden
Seiten des Oberstoffs 12 und des Unterstoffs 14 auf. In dieser Lage sind die längsseitigen
Enden 28 des Bandes 26 an dem Oberstoff 12, dem Unterstoff 14 und der Füllung 18 durch
eine sich über die gesamte vertikale Ausdehnung erstreckende Naht 30 befestigt.
[0045] Die Breite b des Randbereichs beträgt im dargestellten Ausführungsbeispiel ca. 7
mm. Die Gesamtbreite des Bandes 26 vor dem Umschlagen der längsseitigen Enden beträgt
30 mm.
[0046] Der Vollständigkeit sei darauf hingewiesen, daß die Zwischenräume, die bei der in
Fig. 3 gezeigten Anordnung zwischen den einzelnen genannten Teilen verbleiben, lediglich
aus Gründen der Übersichtlichkeit dargestellt sind; in Wirklichkeit liegen die einzelnen
Teile unmittelbar aufeinander auf.
[0047] Fig. 4 zeigt in einer der Fig. 3 entsprechenden Darstellung ein anderes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Randgestaltung. Bei der Füllung handelt es sich hierbei um ein
fliesartiges Gewebe 32, dessen Stärke annähernd dem Durchmesser des Abschlußstranges
24 entspricht.
[0048] Im folgenden wird ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen
Bettdecke anhand der Fig. 5.1 bis 5.8 erläutert.
[0049] Fig. 5.1a zeigt in einer Draufsicht und in einem Schnitt entlang der Linie V.Ib-V.Ib
ein erstes Stadium der späteren Bettdecke, bei der ein Unterstoff 14, eine Füllung
18 und ein Oberstoff 12 übereinander geschichtet sind. Die Außenkante 16 des Oberstoffs
12 und die Außenkante 17 des Unterstoffs 14 liegen dabei, wie in der geschnittenen
Darstellung von Fig. 5.1b erkennbar ist, ausgerichtet übereinander. Die Füllung 18
reicht ebenfalls bis an den durch die Außenkanten 16, 17 gebildeten Rand heran. Im
folgenden wird angenommen, daß es sich bei der Füllung 18 um ein fliesartiges Gewebe
handelt, das in einem Schnittvorgang zusammen mit dem Oberstoff 12 und dem Unterstoff
14 in die gewünschte, in Fig. 5.1a gezeigte rechteckige Form gebracht wurde.
[0050] In einem zweiten Schritt wird nun maschinell entlang der Längsseiten der übereinander
angeordneten rechteckigen Schichten jeweils ein längsseitiger Abschlußstrang 34, 36
angelegt. Die Abschlußstränge 34, 36 befinden sich dabei unmittelbar vor den Außenkanten
16, 17 des Oberstoffs 12 bzw. des Unterstoffs 14. Dabei ragen noch jeweils Endabschnitte
der Abschlußstränge 34, 36 über die Querseiten hinaus. Dieser Zustand ist in den Fig.
5.2a und 5.2b gezeigt. Alternativ ist es natürlich ebenso möglich, die Abschlußstränge
34, 36 noch vor dem Schneiden des Oberstoffs 12, des Unterstoffs 14 und des fliesartigen
Gewebes 18 anzulegen und dann gemeinsam im gleichen Schnittvorgang abzulängen.
[0051] In einem weiteren Schritt wird nun über die Abschlußstränge 34, 36 jeweils ein Band
38, 40 in der oben zu Fig. 3 geschilderten Weise geschlagen und in dieser Lage auf
den nach außen weisenden Seiten des Oberstoffs 12 und des Unterstoffs 14 vernäht.
Die Längsseiten der Bettdecke haben damit bereits, wie in Fig. 5.3b erkennbar ist,
die in Fig. 3 erläuterte Gestalt.
[0052] In einem folgenden Schritt werden evtl. noch über die Querseiten überstehende Endabschnitte
abgelängt. Der Zustand nach dem Ablängen ist in Fig. 5.4 gezeigt.
[0053] Nach dem Ablängen werden entlang der Querseiten ebenfalls Abschlußstränge 42, 44
(Fig. 5.5) angelegt und mit querseitigen Bändern 46, 48 an dem Oberstoff 12, dem Unterstoff
14 und der Füllung 18 befestigt (Fig. 5.6). Die Abschlußstänge 42, 44 werden ebenfalls
abgelängt, während bei den Bändern 46, 48 über die Ecken überstehende Endabschnitte
50a, 50b, 50c und 50d verbleiben.
[0054] Danach werden diese überstehenden Endabschnitte 50a, 50b, 50c und 50d in der durch
die Pfeile 52a, 52b, 52c und 52d angedeuteten Richtung um die Ecken umgeschlagen (Fig.
5.7), so daß die umgeschlagenen Endabschnitte 50a, 50b, 50c und 50d der querseitigen
Bänder 46, 48 die Enden der längsseitigen Bänder 38, 40 jeweils überdecken.
[0055] In diesem Endzustand, der in Fig. 5.8a gezeigt ist, werden die umgeschlagenen Endabschnitte
50a, 50b, 50c und 50d mit den darunter liegenden Lagen vernäht. Wie in dem in Fig.
5.8b gezeigten Schnitt entlang der Linie V.VIIIb-V.VIIIb erkennbar ist, liegt in diesem
Zustand der umgeschlagene Endabschnitt 50b des Bandes 48 über dem Band 40. Das gleiche
gilt entsprechend für die anderen umgeschlagenen Endabschnitte 50a, 50c und 50d.
1. Bettdecke (10) mit einem Oberstoff (12), einem Unterstoff (14), einer dazwischen angeordneten
Füllung (18; 32), einem Abschlußstrang (24; 34, 36, 42, 44), der zumindest entlang
eines Abschnitts eines durch die Außenkanten (16, 17) des Oberstoffs (12) und des
Unterstoffs (14) gebildeten Randes verläuft, und mit einem Band (26; 38, 40, 46, 48),
dessen Längsseiten (28) zur Einfassung des Abschlußstranges (24; 34, 36, 42, 44) um
diesen herum geschlagen sind und mit dem Oberstoff (12) und dem Unterstoff (14) verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten (28) des Bandes (26; 38, 40, 46, 48) auf den die Außenseite der Bettdecke
(10) bildenden Seiten des Oberstoffs (12) und des Unterstoffs (14) aufliegen und auch
mit der Füllung (18; 32) verbunden sind.
2. Bettdecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten (28) des Bandes (26; 38, 40, 46, 48) durch Umschlagen nach innen
verstärkt sind.
3. Bettdecke nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bettdecke (10) wenigstens eine Ecke aufweist, an der zwei Ränder der Bettdecke
aufeinandertreffen, daß ein Ende des Bandes (38, 40) annähernd bündig an die Ecke
angrenzt, und daß ein Endabschnitt (50a, 50b, 50c, 50d) eines zweiten Bandes (46,
48), das sich entlang des anderen Randes erstreckt, so um diese Ecke umgeschlagen
(52a, 52b, 52c, 52d) und in dieser Lage befestigt (54) ist, daß der Endabschnitt (50a,
50b, 50c, 50d) des zweiten Bandes (46, 48) das Ende des anderen Bandes (36, 40) überdeckt.
4. Bettdecke nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Band (46, 48) um einen zweiten Abschlußstrang (42, 44) herumgeschlagen
ist, der an der Ecke endet.
5. Bettdecke nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bettdecke (10) rechteckig ist, daß entlang der Querseiten und der Längsseiten
der Bettdecke (10) jeweils ein Band (38, 40, 46, 48) und ein davon eingefaßter Abschlußstrang
(34, 36, 46, 48) verläuft, und daß die Endabschnitte (50a, 50b, 50c, 50d) der Bänder
(46, 48) entlang der Querseiten jeweils um die Ecken umgeschlagen (52a, 52b, 52c,
52d) sind und die Enden der Bänder (38, 40) entlang der Längsseiten überdecken.
6. Verfahren zur Herstellung einer Bettdecke (10) mit folgenden Schritten:
a) Bereitstellen eines Oberstoffs (12), eines Unterstoffs (14) und einer Füllung (18;
32);
b) Anordnen der Füllung (18; 32) zwischen dem Oberstoff (12) und dem Unterstoff (14);
c) Anordnen eines umfänglichen Abschlußstrangs (24; 34, 36, 42, 44) längs der Anordnung
von Schritt b), um den ein Band geschlagen ist;
d) Verbinden des Bandes (26; 38, 40, 46, 48) mit Oberstoff (12) und Unterstoff (14);
dadurch gekennzeichnet, daß
e) die Längsseiten (28) des Bandes (26; 38, 40, 46, 48) auf den die Außenseite der
Bettdecke (10) bildenden Seiten des Oberstoffs (12) und des Unterstoffs (14) aufgelegt
und auch an der Füllung (18; 32) befestigt werden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsseiten (28) des Bandes (26; 38, 40, 46, 48) durch Umschlagen nach innen
verstärkt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß zum Erreichen einer scharfen Ecke, an der zwei Ränder der Bettdecke (10) aufeinandertreffen,
ein Ende des Bandes (38, 40) annähernd bündig an die Ecke angelegt wird, und daß ein
Endabschnitt (50a, 50b, 50c, 50d) eines zweiten Bandes (46, 48), das entlang des anderen
Randes befestigt ist, so um diese Ecke umgeschlagen (52a, 52b, 52c, 52d) und in dieser
Lage befestigt wird, daß der Endabschnitt (50a, 50b, 50c, 50d) des zweiten Bandes
(46, 48) das Ende des anderen Bandes (38, 40) überdeckt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Band (46, 48) vor dem Befestigen entlang des anderen Randes um einen zweiten
Abschlußstrang (38, 40) herumgeschlagen wird, dessen Ende an die Ecke angrenzt.