[0001] Die Erfindung betrifft eine Vakuum-Matratze mit geringem Bauvolumen, hoher Biegesteifigkeit
und verbessertem Schrumpfverhalten.
[0002] Vakuum-Matratzen haben sich zum Transport eines Patient bewährt, insbesondere wenn
es erforderlich ist, diesen Patienten während des Transports möglichst lagestabil
und ruhig zu lagern. Derartige Vakuum-Matratzen bestehen aus einem evakuierbaren,
mit Granulat gefüllten, schlauchartigen Polster, innerhalb dessen sich die Granulatkörper
relativ frei bewegen können, solange das Matratzeninnere noch unter Atmosphärendruck
steht, während die Matratze sich der Körperform der darauf gelegten Person anpassend
versteift, nachdem durch Evakuieren die Beweglichkeit des Granulats behindert ist.
Derartige Vakuum-Matratzen als solches sind bekannt, so daß auf ihre Ausgestaltung
im Rahmen der vorliegenden Anmeldung nicht näher eingegangen werden muß.
[0003] Das Granulat kann beispielsweise aus Styropor oder auch anderweitigen aufgeschäumten
Materialien bestehen.
[0004] Die Vakuum-Matratzen stützen bei Wirbelverletzungen den Oberkörper und Rumpf des
Patienten und stabilisieren ihn gegen Verschiebungen. Auch bei Verletzungen der Gliedmaßen
können damit die entsprechenden Verletzungsstellen und die angrenzenden Bereiche ruhiggestellt
werden.
[0005] Aus den vorgenannten Gründen werden Vakuum-Matratzen bereits vielfach in Rettungswagen
mitgeführt. Aufgrund des begrenzten Platzangebots in den Rettungswagen, die eine vielfältige
Ausrüstung aufnehmen müssen, bereitet die Unterbringung der Vakuum-Matratze bei deren
Nichtgebrauch Schwierigkeiten. Man ist daher zunehmend dazu übergegangen, die Vakuum-Matratze
ständig auf der Krankentrage mitzuführen.
[0006] Die Stabilität von Vakuum-Matratzen beim Transport des Patienten ist von dem Volumen
des Granulats, mit dem sie herkömmlicherweise gefüllt sind, abhängig. Je höher die
Füllmenge an Granulat, desto höher ist die Stabilität der Vakuum-Matratze. Durch die
hohe Füllmenge an Granulat nimmt aber das Volumen der Vakuum-Matratze entsprechend
zu, was zum Beispiel die Unterbringung in dem eng bemessenen Raum eines Rettungswagens
erschwert.
[0007] Außerdem tritt bei herkömmlichen Vakuum-Matratzen das Problem auf, daß das Granulat,
mit dem sie gefüllt sind, durch das Evakuieren schrumpft. Durch das Schrumpfen des
Granulats kommt es zu Längenveränderungen herkömmlicher Vakuum-Matratzen dergestalt,
daß die Matratzen infolge des Evakuierens sowohl in ihrer Länge als auch in ihrer
Breite schrumpfen. Als Folge eines zu starken Schrumpfverhaltens kann es zumindest
in Teilbereichen der Matratze nachteilig zu Stauchungen der Wirbelsäule beim Transport
des Patienten kommen, was natürlich vermieden werden muß. Das Problem der übermäßigen
Schrumpfung durch das Evakuieren könnte zwar durch die Verwendung von Kunststoffkugeln
als Füllung von Vakuum-Matratzen behoben werden, jedoch sind diese Kunststoffkugeln
teuer, so daß mit Kunststoffkugeln gefüllte Vakuum-Matratzen unverhältnismäßig teuer
sind.
[0008] Zum medizinischen Bereich einsetzbare Vakuum-Matratzen sind auch in der Norm EN 1865
beschrieben.
[0009] Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine im Hinblick auf die oben genannten Nachteile
des Stands der Technik verbesserte Vakuum-Matratze bereitzustellen. Insbesondere ist
es Aufgabe der Erfindung, eine als Tragenauflage geeignete Vakuum-Matratze bereitzustellen,
die vorteilhaft zum Zwecke der Stabilisierung eines Patienten im evakuierten Zustand
eine hohe Steifigkeit bei einer gleichzeitig minimalen Schrumpfung der Matratze in
Längsrichtung aufweist. Ferner soll die Vakuum-Matratze zweckmäßig einerseits ein
im Vergleich zu herkömmlichen Vakuum-Matratzen geringeres Volumen einnehmen und andererseits
jedoch alle nötigen Bewegungen der Krankentrage, z.B. zur Hochstellung des Kopfes,
zur Entspannung der Bauchdecke, erlauben.
[0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Vakuum-Matratze gemäß Patentanspruch
1 gelöst und ein Matratzentuch nach Anspruch 20. Weitere vorteilhafte Einzelheiten
und Ausgestaltungen der Erfindung finden sich in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung
und den Zeichnungen.
[0011] Die erfindungsgemäße Vakuum-Matratze umfaßt einen evakuierbaren Matratzenkörper und
wenigstens eine Längsstrebe, die in Längsrichtung des Matratzenkörpers ausgerichtet
und an diesem wenigstens bereichsweise festgelegt ist. Die Längsstrebe ist in ihrer
Längsrichtung hierbei im wesentlichen nicht komprimierbar, um einer Schrumpfung des
Matratzenkörpers in Längsrichtung bei dessen Evakuierung entgegenzuwirken, wodurch
die Schrumpfung infolgedessen reduziert wird.
[0012] Zweckmäßig ist der Matratzenkörper mit einem rechteckigen Querschnitt ausgeführt.
Der Matrtazenkörper besteht zumindest aus einer einlagigen Umhüllung, bevorzugt jedoch
aus einer mehrlagigen Umhüllung, und einem in dieser Umhüllung in dem durch die Umhüllung
gebildeten evakuierbaren Raum befindlichen Füllmaterial, vorzugsweise dem Granulat.
Um die Matratze evakuieren zu können, ist es erforderlich, daß zumindest eine Lage
der Umhüllung luftundurchlässig ist. Ferner ist es zweckmäßig, wenn die äußere Umhüllungslage
feuchtigkeitsabsorbierend ausgeführt ist, um von dem Patienten stammende Feuchtigkeit,
wie beispielsweise Schweiß, zu absorbieren. Um das Matratzeninnere evakuieren zu können,
weist die Matratze zweckmäßig zusätzlich an einer geeignete Stelle ein Ventil auf,
das in herkömmlicher Weise an eine Vakuumpumpe angeschlossen werden kann.
[0013] Durch die in Längsrichtung des Matratzenkörpers ausgerichtete und an diesem wenigstens
bereichsweise festgelegte Längsstrebe wird infolge der weitgehenden Inkompressibilität
der Längsstrebe in Längssrichtung einerseits vorteilhaft die Steifigkeit der Vakuum-Matratze
insbesondere im anmodellierten Zustand, d.h. in einem an den Körper eines auf der
Matratze befindlichen Patienten angepaßten Zustand, speziell im evakuierten Zustand
der Matratze, erhöht. Somit läßt sich ein Durchbiegen der Matratze, beispielsweise
wenn die Matratze im Krankenhaus von der Krankentrage auf einen Operationstisch oder
anderweitig verlegt werden muß, weitgehend verhindern. Auch während des Krankentransports
ist hierdurch eine steifere Lagerung des Patienten gewährleistet. Darüber hinaus wirkt
die Längsstrebe dem Schrumpfvorgang der Matratze während des Evakuierens entgegen
und vermindert so die Schrumpfung der Matratze in Längsrichtung. Dies ist insbesondere
aus dem Grund von Vorteil, weil sich somit keine Lageverschiebung der Matratze relativ
zu dem daraufliegenden Patienten infolge des Evakuierens ergibt, d.h. der im nicht-evakuierten
Zustand auf die Matratze gelegte Patient bleibt in seiner Lage von dem Evakuiervorgang
weitgehend unbeeinflußt. Insbesondere erfährt er in Längsrichtung keine Stauchung.
[0014] Ausreichend zur Erzielung dieser Effekte ist eine bereichsweise Festlegung der wenigstens
einen Längsstrebe an dem Matratzenkörper. Vorzugsweise wird die Längsstrebe hierbei
an ihren jeweiligen Enden mit dem Matratzenkörper verbunden, wobei die Längsstrebe
vorzugsweise die gleiche Länge aufweist wie der Matratzenkörper. Hierdurch läßt sich
eine Erstreckung der oben beschriebenen Effekte über die gesamte Länge der Matratze
erzielen.
[0015] In einer bevorzugten Ausführungsform sind an der Vakuum-Matratze zwei Längsstreben
vorgesehen, die nahe der beiden Längsränder des Matratzenkörpers festgelegt sind.
Durch die Verwendung von zwei in der Nähe der Längsränder angeordneten Längsstreben
ist einerseits eine symmetrische Krafteinleitung in die Längsstreben und durch die
Anordnung in der Nähe der Längsränder ein nahezu gleichmäßiges Schrumpfverhalten über
die Breite der Matratze gegeben.
[0016] Vorteilhaft ist die zumindest eine Längsstrebe oder sind die in der vorteilhaften
Ausführungsform vorgesehenen zwei Längsstreben als Flachmaterialband ausgebildet.
Flachmaterialband läßt sich in einfacher Weise in den Aufbau der Vakuum-Matratze integrieren.
Des Weiteren ergibt sich bei Verwendung von Flachmaterial in einem Bereich nahe der
Längsränder der Vorteil, daß, wenn die Matratze an den darauf befindlichen Patienten
"anmodelliert" wird, das Flachmaterial zusammen mit den Längsrändern von der Waagerechten
in die Senkrechte oder zumindest in eine Zwischenposition aufgestellt wird. Die Betrachtung
der waagerechten bzw. senkrechten Ausrichtung bezieht sich hierbei auf den Querschnitt
des Flachmaterialbands. Infolge des rechteckförmigen Profils des Flachmaterialbands
kommt es im Falle eines zumindest teilweise Aufklappens in die Senkrechte zu einer
erheblichen Erhöhung des Biegewiderstandsmomentes im Sinne einer Durchbiegung der
Vakuum-Matratze, die sich aufgrund des Gewichts des Patienten beim Umlagern ergibt.
Durch die Erhöhung des Biegewiderstandsmoments läßt sich somit eine weitere vorteilhafte
Versteifung der Matratze erzielen.
[0017] Die Längsstrebe bzw. die Längsstreben können vorteilhaft in dem evakuierbaren Raum
des Matratzenkörpers angeordnet sein. Infolgedessen würden sie nach außen nicht in
Erscheinung treten und bräuchten auch nicht eigens verkleidet oder umhüllt zu werden,
um ein eventuell sich Stoßen des Bedienpersonals an den Streben zu verhindern.
[0018] Des Weiteren kann vorteilhaft ein mit seiner Keilspitze zur Matratzenmitte orienterter
Längskeil an einem Rand des Matratzenkörpers an diesem festgelegt sein. Besonders
vorteilhaft sind zwei Längskeile an den entgegensetzen Längsseiten des Matratzenkörpers
jeweils mit den Keilspitzen zur Matratzenmitte hin orientiert an der Matratze vorgesehen.
Diese Längskeile dienen zur seitlichen Begrenzung der Matratze, so daß ein auf der
Matratze liegender Patient vorteilhaft zwischen diesen Längskeilen stabil gehalten
wird. Üblicherweise besteht ein Längskeil aus einer ein- oder mehrlagigen Umhüllung
und einem in der Umhüllung befindlichen Füllmaterial. Vorteilhaft besteht die äußerste
Lage des Längskeils aus einem feuchtigkeitsabsorbierenden Stoff. Ein solcher Längskeil
wird üblicherweise zweckmäßig an seiner zur Matratzenmitte hin orientierten Keilspitze
mit dem Matratzenkörper linienförmig verschweißt oder vernäht, so daß zur matratzenäußeren
Seite hin zwischen dem Keil und dem Matratzenkörper eine Tuchfalte verbleibt, in die
ein als Matratzenüberzug dienendes Tuch eingeklemmt werden kann.
[0019] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung bildet der Längskeil die Längsstrebe.
Hierzu ist der Längskeil aus einem im wesentlichen nicht komprimierbaren Material,
wie beispielsweise Hartschaum, hergestellt oder zumindest befüllt. Die Funktionsweise
des Längskeils zur Erhöhung der Steifigkeit und zur Verminderung der Schrumpfung entspricht
hierbei der oben beschriebenen Wirkweise des Flachmaterials. Auch im Falle der Verwendung
eines oder mehrerer Längskeile ergibt sich im Falle des "Anmodellierens" eine Erhöhung
des Biegewiderstandsmomentes und somit eine Erhöhung der Steifigkeit.
[0020] Vorteilhaft kann aber auch die Längsstrebe, in diesem Fall wiederum beispielsweise
zweckmäßig als Flachmaterialband ausgeführt, an dem Längskeil vorgesehen ist. Vorteilhaft
ist die Längsstrebe hierbei entweder in der Umhüllung des Längskeils angeordnet oder
auf der der Tuchfalte zugewandten Unterseite des Längskeils angeordnet.
[0021] Auch kann die Längsstrebe vorteilhaft durch eine in den Zwischenraum bzw. die Tuchfalte
zwischen dem Längskeil und dem Matratzenkörper einführbare Stange gebildet sein. In
diesem Fall ist die Längsstrebe mit der übrigen Matratze lösbar verbunden, so daß
die Versteifung gegebenenfalls entfernt werden kann.
[0022] Zweckmäßig ist die Stange hierbei an ihren Stirnenden in Längsrichtung an den Längsenden
abgestützt, so daß im Falle des Evakuierens der Matratze zur Verhinderung des Schrumpfens
in Längsrichtung über diese Abstützungen die dem Schrumpfen entgegenwirkende Krafteinleitung
von der Stange auf die Matratze erfolgen kann.
[0023] Vorteilhaft ist hierzu an den Längsenden der Matratze jeweils eine lösbare Verbindung,
insbesondere ein Reißverschluß oder/und ein Klettverschluß, zwischen dem Matratzenkörper
und einem Stirnende des Längskeils vorgesehen, um die Stange abzustützen. Ein Vorteil
einer lösbaren Verbindung im Vergleich zu einer im Sinne der Erfindung grundsätzlich
auch einsetzbaren Naht zur Abstützung der Stange stellt das leicht zu handhabende
Öffnen und Schließen des Reißverschlusses und des Klettbandes dar mit der Möglichkeit
der einfach zu realisierenden Entnahme der Stange.
[0024] In einer besonders vorteilhaften Ausführung der Erfindung ist an der Stange ein den
Matratzenkörper wenigstens teilweise abdeckendes Tuch befestigt ist. Bei Verwendung
von zwei Stangen sind diese Stangen vorteilhaft im Bereich der entgegengesetzten Längsseiten
des vorteilhaft rechteckförmig ausgeführten Tuches in einem solchen Abstand voneinander
mit dem Tuch verbunden, so daß sich das Tuch als Matratzentuch im Falle des Einführens
der Stangen in die zwischen den Keilen und den Matratzenkörpern befindlichen Zwischenräume
in enganliegender Form an die Matratze anschmiegt. In einer besonders vorteilhaften
Ausführungsform sind die Stangen jeweils an den Längsseiten des Tuches mit dem Tuch
befestigt. Ein in dieser Weise erfindungsgemäß vorteilhaft angeordnetes Matratzentuch
kann zusammen mit den Stangen in einfacher Weise ausgetauscht werden.
[0025] In einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist zumindest ein Längsrandbereich
des Matratzenkörpers mit dessen Mittelbereich scharnierartig verbunden, so daß eine
vereinfachte Modellierung um die Seiten des Patienten möglich wird.
[0026] Mit Vorteil ist die scharnierartige Verbindung zwischen Mittelbereich und den zumindest
einen Längsrandbereich des Matratzenkörpers von Längsrillen desselben gebildet.
[0027] Es ist dabei zweckmäßig, wenn der Mittelbereich und der zumindest eine Längsrandbereich
des Matratzenkörpers evakuierbar sind. Mit Vorteil sind hierbei der Mittelbereich
und der zumindest eine Längsrandbereich derart miteinander verbunden, daß zwischen
diesen ein Gasaustausch stattfinden kann.
[0028] Günstigerweise ist in dem Längsrandbereich eine Längsstrebe vorgesehen, die vorzugsweise
von einem Stab oder einem Flachmaterialband gebildet ist.
[0029] In einer weiteren zweckmäßigen Ausführungsform ist der Längskeil an dem Matratzenkörper
nach innen versetzt aufgebracht, so daß außen angrenzend an den Längskeil ein Überstand
(Ü) des Matratzenkörpers besteht.
[0030] Die Erfindung sieht in einer weiteren Ausgestaltung vor, daß vorzugsweise im Bereich
der Mittellängsachse des Matratzenkörpers eine Versteifung vorgesehen ist, die als
Wirbelsäulenknickschutz wirkt.
[0031] In den Figuren sind bevorzugte Ausführungsbeispiele dargestellt:
- Figur 1
- zeigt eine erste bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuum-Matratze.
- Figur 2
- zeigt in detaillierter perspektivischer Darstellung die in Figur 1 gezeigte und anhand
der Figur 1 beschriebenen Vakuum-Matratze, jedoch mit aufgebrachtem Tuch.
- Figur 3
- zeigt einen Querschnitt der in Figur 2 gezeigten Vakuum-Matratze längs der Linie III-III.
- Figur 4
- erläutert für die Vakuum-Matratze von Figur 2 anhand des gezeigten vorderen rechten
Eckbereiches die Montage des Tuches.
- Figur 5
- zeigt eine Detailansicht von einer Variante des Tuches, bei welcher das Ende der vom
Tuch gehaltenen Stange abgeflacht ist.
- Figur 6
- zeigt schematisch die Verwendung der in Figur 2 gezeigten Vakuum-Matratze in der Transportstellung.
- Figur 7
- zeigt einen Schnitt längs der Linie VII-VII der in Figur 6 gezeigten Vakuum-Matratze.
- Figur 8
- zeigt eine zweite bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuum-Matratze.
- Figur 9
- zeigt eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuum-Matratze.
- Figur 10
- zeigt eine quer geschnittene perspektivische Darstellung von einer bevorzugten Variante
der in Figur 9 dargestellten Vakuum-Matratze, wobei Längsrandbereiche derselben über
als Scharniere wirkende Längsrillen von dem Rest der Vakuum-Matratze abgegrenzt sind.
- Figur 11
- zeigt eine vergrößerte Darstellung des in Figur 10 gezeigten Scharnierbereiches.
- Figur 12
- zeigt die in Figur 10 dargestellte Vakuum-Matratze in einer Stellung bei der die Längsrandbereiche
hochgeklappt sind.
- Figur 13
- zeigt eine Variante der in Figur 1 dargestellten Vakuum-Matratze, bei welcher der
Matratzenkörper gegenüber den Keilen einen seitlichen Überstand (Ü) aufweist mit darübergelegtem
Tuch.
- Figur 14
- zeigt die in Figur 13 dargestellte Vakuum-Matratze in einem Betriebszustand, bei dem
die seitlichen Bereiche der Vakuum-Matratze hochgeklappt sind.
[0032] In den folgenden Ausführungsformen sind jeweils komprimiert mehrere Aspekte der Erfindung
dargestellt. Es versteht sich, daß jeder dieser Aspekte der Erfindung auch in Alleinstellung
und in Kombination mit anderen Aspekten aus unterschiedlichen Ausführungsformen vorgesehen
ist. Die Zeichnungen und Ausführungsbeispiele dienen daher nicht dazu, die Erfindung
in ihrer Allgemeinheit einzuschränken.
[0033] In Figur 1 ist in der oberen Teilfigur in perspektivischer Ansicht eine erste bevorzugte
Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Die hier dargestellte Vakuum-Matratze 10
umfaßt hier neben einem evakuierbaren, in seinem Querschnitt vorzugsweise rechteckförmigen
Matratzenkörper 15 zusätzlich zwei an den entgegengesetzten Längsseiten auf der Matratzenoberseite
angeordnete Längskeile 20a, 20b. Die Längskeile 20a, 20b, die vorzugsweise aus Hartschaum
hergestellt sind, sind hierbei jeweils so angeordnet, daß sie mit einer Keilspitze
25a, 25b zur Matratzenmitte hin ausgerichtet sind. Wie in Figur 1 dargestellt, liegen
die Längskeile somit längs einer Kathete plan auf der Oberseite der Matratze auf und
sind an der jeweiligen Keilspitze 25a, 25b linienförmig mit der Matratze vorzugsweise
mittels einer Schweißnaht oder einer Naht verbunden. Längs der übrigen Auflagefläche
verbleibt somit zwischen dem jeweiligen Längskeil und der Matratze jeweils ein Zwischenspalt
30a, 30b. Vorteilhaft sind des Weiteren die Längskeile 20a, 20b aus einem nicht oder
nur geringfügig komprimierbaren Material hergestellt, so daß auch bereits die Längskeile
20a, 20b über die Verbindung mit dem Matratzenkörper 15 einer Schrumpfung der Matratze
10 in Längsrichtung im Falle des Evakuierens des Matratzenkörpers 15 entgegenwirken.
Ebenso tragen die Längskeile 20a, 20b in diesem Falle zu einer Versteifung der Matratze
bei, wobei die Versteifung im Falle der in Figur 1 dargestellten, nicht-anmodellierten
und somit horizontalen Ausrichtung der Längskeile nur geringfügig erfolgt, so daß
die Matratze horizontal ausgerichtet weitgehend ihre Flexibilität und Biegsamkeit
erhält. Insbesondere im anmodellierten Zustand jedoch, wie dies in den Figuren 6,
7 und 9 anhand weiterer bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dargestellt ist,
tragen die in die Senkrechte aufgeklappten Längskeile 20a, 20b infolge des hohen Biegewiderstandsmoments
zu einer dramatischen Erhöhung der Versteifung der Matratze 10 bei. Die Längskeile
20a, 20b sind mit Vorzug derart auf der Oberfläche des Matratzenkörpers 15 befestigt,
daß die Keilbasis 20c mit der Seitenwand 15e des Matratzenkörpers 15 fluchtet.
[0034] Erfindungsgemäß sind in der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gemäß Figur
1 ferner zwei in Längsrichtung L der Matratze verlaufende Stangen 40a, 40b jeweils
zwischen den Längskeilen 20a, 20b und dem Matratzenkörper 15 eingeklemmt angeordnet.
Diese Stangen 40a, 40b weisen in der dargestellten Ausführungsform einen runden Querschnitt
auf, können jedoch aber auch mit einem dreieckigen, quadratischen oder rechteckigen
Querschnitt ausgeführt sein. Vorzugsweise sind die Stangen 40a, 40b aus einem röntgenstrahldurchlässigen
Material, vorzugsweise aus GFK, Glasfasern oder Carbonfasern, hergestellt, um so ein
Röntgen eines auf der Matratze liegenden Patienten zu ermöglichen, ohne daß der Patient
zum Röntgen von der Matratze umgelagert werden muß.
[0035] Das Anordnen der Stangen 40a, 40b erfolgt in einfacher Weise durch ein Hineinschieben
der Stangen in den jeweiligen Zwischenraum 30a, 30b zwischen jeweils dem Längskeil
20a, 20b und dem Matratzenkörper 15, wo sie dann durch die Rückstellkraft des jeweiligen
Längskeils 20a, 20b ortsfest eingeklemmt sind. Vorzugsweise werden die Stangen 40a,
40b hierzu vollständig in die Tiefe des Zwischenraumes 30a, 30b eingeschoben.
[0036] An der vorderen und hinteren Stirnseite V, H sind die Zwischenräume 30a, 30b zwischen
den Längskeilen 20a, 20b und dem Matratzenkörper 15 in der dargestellten Ausführungsform
in einfacher Weise jeweils mittels eines Klettbandverschlusses 35a, 35b (entsprechend
auf der hinteren Stirnseite 35c, 35d) verschlossen. Alternativ käme hier auch ein
Reißverschluß oder im Falle eines dauerhaften Verschlusses auch eine Naht in Frage.
Mittels dieser stirnseitigen Verschlüsse 35a, 35b, 35c, 35d der Zwischenräume 30a,
30b können sich die in den Zwischenräumen 30a, 30b eingeklemmten Stangen 40a, 40b
in Längsrichtung L der Matratze 10 abstützen. Hierzu sind die Stangen 40a, 40b vorteilhaft
an ihren Enden, wie dies in Figur 5 durch das Bezugszeichen 40c angedeutet ist, abgeflacht
oder mit einem Plastikaufsatz, der einen vergrößerten Endquerschnitt aufweist, versehen,
so daß sich die Stangen nicht durch das Klettband oder den Reißverschluß hindurchdrücken.
[0037] Wird die Matratze 10 beispielsweise über den Vakuumverschluß 15d nun evakuiert, wie
dies in den Figuren 6 und 7 gezeigt ist, so würde die Matratze 10 üblicherweise in
Längsrichtung L schrumpfen. Aufgrund der in der dargestellten Ausführungsform vorgesehenen
Längskeile 20a, 20b, die über die linienförmige Schweißverbindung an den Keilspitzen
25a, 25b auf die Matratze 10 rückwirken, und/oder über die in den Zwischenräumen 30a,
30b zwischen den Längskeilen 20a, 20b und dem Matratzenkörper 15 eingeklemmten Stangen
40a, 40b, die sich über die jeweils stirnseitigen Verschlüsse 35a bis 35d der Zwischenräume
30a, 30b abstützen und hierüber gleichzeitig auf die Matratze rückwirken, wird ein
Schrumpfen der Matratze 10 in Längsrichtung L weitgehend verhindert. Die Matratze
10 bleibt infolgedessen in ihrer Länge weitgehend formstabil.
[0038] Des Weiteren tragen die Stangen 40a, 40b in gleicher Wirkweise wie die Längskeile
zu einer Versteifung der Matratze bei, so daß ein Durchbiegen der Matratze infolge
des Eigengewichts des Patienten nicht mehr oder nahezu nicht mehr auftritt.
[0039] Als weiteres vorteilhaftes Ausgestaltungsmerkmal ist wie speziell in den Figuren
2 bis 4 gezeigt zwischen den beiden Stangen 40a, 40b ein Tuch 50 als Matratzentuch
angeordnet. Das Tuch 50 ist in den dargestellten Beispielen rechteckförmig ausgeführt,
wobei die Stangen 40a, 40b hier jeweils an den entgegengesetzten Längsseiten des Tuches
angeordnet sind. Der Abstand der Stangen zueinander bzw. die Breite des Tuches ist
hierbei so gewählt, daß, wenn die Stangen 40a, 40b in die jeweiligen Zwischenräume
30a, 30b zwischen den Längskeilen 20a, 20b und dem Matratzenkörper 15 eingeklemmt
sind, das Tuch 50 die Matratze 10 in an die Matratze anschmiegender Weise abdeckt.
Bei dem Tuch 50 kann es sich um einen üblichen Matratzenüberzug handeln oder auch
um einen sehr reißfesten Umbettbezug, der ein Umbetten des Patienten von der Matratze
auf eine andere Unterlage ermöglicht. In jedem Fall läßt sich das Tuch 50 in der dargestellten
Ausführung in leichter Weise austauschen.
[0040] Der Verlauf des festgeklemmten Tuches 50 ist in den Figuren 2 bis 6 und in Figur
1 in schematisierter Weise unterhalb der perspektivischen Ansicht der Vakuum-Matratze
als Vorderansicht dargestellt.
[0041] Überraschenderweise wurde gefunden, daß schon durch das Aufschweißen der nicht kompressiblen
Längskeile 20a, 20b die Schrumpfung der erfindungsgemäßen Vakuum-Matratze in Längsrichtung
um ca. 40% vermindert wird. Bei Verwendung von zusätzlichen Stangen wurde eine weitere
Verminderung der Schrumpfung entsprechend der verbleibenden 60% erzielt, so daß in
diesem Falle keine oder nahezu keine Schrumpfung der Matratze in Längsrichtung mehr
zu beobachten war.
[0042] In Figur 8 ist eine weitere bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vakuum-Matratze
10 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform sind zusätzlich zu den vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen Flachmaterialbänder 45a, 45b in die Zwischenräume 30a, 30b zwischen
den Längskeilen 20a, 20b und dem Matratzenkörper 15 integriert angeordnet.
[0043] Diese Flachmaterialbänder 45a, 45b sind grundsätzlich aus beliebigem Material hergestellt,
solange die erforderliche Stabilität gewährleistet ist, vorzugsweise wiederum aus
GFK, Glasfasern oder Carbonfasern oder aus faserverstärktem Kunststoff, und haben
beispielsweise jeweils eine Breite von 60 mm und eine Dicke von 4 mm.
[0044] Diese Flachbänder 45a, 45b tragen wiederum zu einer Versteifung der Matratze insbesondere
im anmodellierten Zustand, d.h. wenn die Außenbereich der Matratze in die Senkrechte
oder zumindest zu einem gewissen Grad in die Senkrechte aufgestellt sind, bei. Das
Flachmaterialband 45a, 45b gewährleistet in die Horizontale geklappt somit eine ausreichende
Biegsamkeit und Flexibilität der Matratze und in die Vertikale geklappt nach dem Anmodellieren
eine ausreichende Steifigkeit der Matratze.
[0045] Wenn Längsstreben in Form von beispielsweise Stangen 40a, 40b oder Flachmaterialbänder
45a, 45b als Versteifung vorgesehen sind, können die Längskeile 20a, 20b auch aus
einem kompressiblen Stoff, beispielsweise weichem, aufgeschäumtem Material hergestellt
sein.
[0046] Auch in Figur 8 ist im unteren Teil der Darstellung wiederum der Verlauf des Tuchbezuges
50 in festgeklemmtem Zustand dargestellt.
[0047] Figur 9 zeigt zwei Querschnittsdarstellungen einer weiteren Ausführungsform der Erfindung,
bei der zwei Längsstreben 45a, 45b innerhalb des evakuierbaren Raumes des Matratzenkörpers
15 angeordnet sind. Die hier dargestellte Vakuum-Matratze 10 ist ohne Längskeil ausgeführt.
Die als Flachmaterialbänder 45a, 45b mit jeweils einer bevorzugten Breite von 60 mm
und einer Höhe von 4 mm ausgeführten und vorzugsweise aus einem Kunststoff oder PVC
hergestellten Längsstreben sind hier so angeordnet, daß sie einerseits jeweils an
die beiden Längsränder des Matratzenkörpers 15 angrenzen und ferner andererseits parallel
oder nahezu parallel zur Oberseite der Matratze verlaufen.
[0048] Die obere Darstellung in Figur 8 zeigt die Vakuum-Matratze im nicht-evakuierten und
nicht-anmodellierten Zustand mit einem auf der Matratze angeordneten Patienten 60.
Die Längsstreben 45a, 45b verlaufen im wesentlichen horizontal, so daß hier einem
durch das Gewicht des Patienten 60 hervorgerufenes Biegemoment (Biegemoment um eine
Achse in Breitenrichtung der Matratze) ein nur vergleichsweise geringes Biegewiderstandsmoment
der Längsstreben 45a, 45b entgegenwirkt. Dies bedeutet, daß die Matratze in dieser
Anordnung flexibel und biegsam ist.
[0049] Die untere Anordnung in Figur 9 zeigt dieselbe Matratze 10 wie in der oberen Darstellung
lediglich im evakuierten und "anmodellierten" Zustand. "Anmodelliert" bedeutet hier
insbesondere, daß die äußeren Teilbereiche wie dargestellt nach oben in die Senkrechte
gefaltet und so an den Körper des Patienten 60 angelegt sind. Nach dem Schritt des
Anmodellierens wird die Matratze 10 evakuiert, so daß sie sich sehr paßgenau den Körperformen
des daraufliegenden Patienten 60 anpaßt und hierbei gleichzeitig versteift. Zusätzliche
insbesondere Biegesteifigkeit erhält die in Figur 9 in der unteren Teilfigur dargestellte
Matratze durch die nach oben geklappten Seitenbereiche mit den in diesen Teilbereichen
verlaufenden Flachbändern 45a, 45b. In der in die Senkrechte geklappten Anordnung
weisen die Flachbänder 45a, 45b ein hohes Biegewiderstandsmoment gegen eine Durchbiegung
der Matratze 10 auf und verleihen der Matratze 10 hierdurch eine ausgesprochen hohe
Steifigkeit, die sie insbesondere für den Transport von an der Wirbelsäule verletzten
Patienten geeignet macht.
[0050] Zur Erhöhung der Längssteifigkeit der Vakuum-Matratze kann ferner, wie in Figur 10
gezeigt, der Matratzenkörper einen versteiften Bereich 19 aufweisen, der als Wirbelsäulenknickschutz
dient und im wesentlichen längs der Mittellängsachse des Matratzenkörpers 15 angeordnet
ist. Der verstärkte Bereich kann in dem Matratzenkörper 15 unter oder vorzugsweise
auf diesem vorgesehen sein.
[0051] Des Weiteren können die in den Figuren 1 bis 8 dargestellten Ausführungsformen der
Erfindung, wie in den Figuren 10, 11 und 12 dargestellt, dahingehend variiert werden,
daß der Matratzenkörper 15 in Längsrichtung unterteilt ist, so daß ein Längsrandbereich
15a, 15b an jeder Seite gegenüber einem Mittelbereich 15c durch Längsrillen 17a, 17b
abgegrenzt ist.
[0052] Die Längsrillen können durch Naht- oder Schweißlinien oder durch Prägelinien gebildet
sein. Es ist ferner möglich, die Oberseite und Unterseite der Vakuum-Matratze bildenden
Hüllenschichten durch irgendwelche Techniken zu verbinden. Auf diese Weise entstehen
zwischen den Längsrandbereichen 15a, 15b und dem Mittelbereich 15c des Matratzenkörpers
15 Gelenke 16a und 16b, welche bewirken, daß die Längsrandbereiche 15a, 15b mit gegebenenfalls
darin angebrachten Längsstreben, die im dargestellten Fall Flachmaterialbänder 45a,
45b sind, aber auch Stangen (40a, 40b) sein können, nach oben klappbar sind, wenn
die Vakuum-Matratze einen Patienten aufgenommen hat, um diesen seitlich zu stützen.
Die einzelnen Bereiche 15a, 15b, 15c des Matratzenkörpers 15 können vakuummäßig miteinander
verbunden sein, z.B. über eine Verbindungsöffnung 18, welche das jeweilige Scharnier
durchsetzt. Alternativ können die einzelnen Bereiche 15a, 15b, 15c separat evakuiert
werden. Hierzu sind ein oder mehrere Vakuumanschlüsse 15d vorgesehen.
[0053] Eine weitere Variante der erfindungsgemäßen Vakuum-Matratze ist in den Figuren 13
und 14 dargestellt. Im Gegensatz zu den vorbeschriebenen mit Längskeilen 20a, 20b
versehenen Ausführungsformen der Erfindung sind hier die Längskeile 20a, 20b gegenüber
den Längsrändern des Matratzenkörpers 15 nach innen versetzt, so daß ein Überstand
Ü des Matratzenkörpers entsteht. Der Matratzenkörper 15 ist hierdurch um den zweifachen
Überstand Ü breiter als bei den vorstehend erwähnten Ausführungsbeispielen. Bei dieser
der hier beschriebenen Ausgestaltung wird die Vakuum-Matratze bevorzugt mit einem
Tuch verwendet, das breiter ist als der Matratzenkörper 15 und das an seinen seitlichen
Rändern eine Stange 70a, 70b haltert, z.B. in einem Saum des Tuchmaterials. Diese
bevorzugte Halterungsmöglichkeit gilt auch für die anderen Ausführungsformen und ist
in den entsprechenden Zeichnungen dargestellt.
[0054] Bei der Verwendung der Vakuum-Matratze wird das Tuch 50 zunächst über den Matratzenkörper
15 und die Längskeile 20a, 20b gelegt, wie dies in Figur 13 gezeigt ist. Die seitlichen
Ränder des Tuches 50 mit den Stangen 70a, 70b - die auch durch andere Längsstreben
ersetzt sein können - hängen seitlich über den Rand des Matratzenkörpers 15 hinab.
In dieser Situation wird der Patient auf die Vakuum-Matratze gelegt. Anschließend
werden, wie in Figur 14 dargestellt, die Seitenbereiche des Matratzenkörpers 15 im
Bereich der Keilspitzen 25, 25h nach oben umgebogen und in Anlage an den Patienten
gebracht. Sodann wird die Vakuum-Matratze evakuiert. Die Überstände Ü liefern einen
weichen Rand der so gebildeten Wanne. Gurte 80 können über dem nicht dargestellten
Patienten geschlossen werden und sichern diesen beim Transport.
1. Vakuum-Matratze (10), umfassend:
- einen evakuierbaren Matratzenkörper (15),
- wenigstens eine Längsstrebe, die in Längsrichtung (L) des Matratzenkörpers ausgerichtet
und an diesem wenigstens bereichsweise festgelegt ist,
wobei die Längsstrebe in ihrer Längsrichtung im wesentlichen nicht komprimierbar
ist, um eine Schrumpfung des Matratzenkörpers (15) in Längsrichtung (L) bei dessen
Evakuierung zu reduzieren.
2. Vakuum-Matratze nach Anspruch 1, wobei zwei Längsstreben vorgesehen sind, die nahe
der beiden Längsränder des Matratzenkörpers (15) festgelegt sind.
3. Vakuum-Matratze nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Längsstrebe als Flachmaterialband
(45a, 45b) ausgebildet ist.
4. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Längsstrebe in einem evakuierbaren
Raum des Matratzenkörpers (15) angeordnet ist.
5. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Längsrandbereich (15a, 15b) des Matratzenkörpers (15) mit dessen Mittelbereich
(15c) scharnierartig verbunden ist.
6. Vakuum-Matratze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die scharnierartige Verbindung (16) zwischen Mittelbereich (15c) und dem zumindest
einen Längsrandbereich (15a, 15b) des Matratzenkörpers (15) von Längsrillen (17a,
17b) desselben gebildet ist.
7. Vakuum-Matratze nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (15c) und der zumindest eine Längsrandbereich (15a, 15b) des Matratzenkörpers
(15) evakuierbar sind.
8. Vakuum-Matratze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Mittelbereich (15c) und der zumindest eine Längsrandbereich (15a, 15b) derart
miteinander verbunden sind (18), daß zwischen diesen ein Gasaustausch stattfinden
kann.
9. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Längsrandbereich (15a, 15b) eine Längsstrebe vorgesehen ist, die vorzugsweise
von einem Flachmaterialband (45a, 45b) gebildet ist.
10. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei ein mit seiner Keilspitze
(25a, 25b) zur Matratzenmitte orientierter Längskeil (20a, 20b) auf dem Matratzenkörper
(15) festgelegt ist.
11. Vakuum-Matratze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Längskeil (20a, 20b) eine Basis-Fläche (20c) aufweist, die mit der Seitenfläche
(15e) des Matratzenkörpers (15) fluchtet.
12. Vakuum-Matratze nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Längskeil (20a, 20b) an dem Matratzenkörper (15) vom Rand nach innen versetzt
aufgebracht ist, so daß außen angrenzend an den Längskeil ein Überstand (Ü) des Matratzenkörpers
festgelegt ist.
13. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei der Längskeil (20a, 20b)
die Längsstrebe bildet.
14. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei die Längsstrebe an oder
in dem Längskeil (20a, 20b) vorgesehen ist (Figur 8, Figur 13 und 14).
15. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei der Längskeil (20a, 20b)
lediglich im Bereich seiner Keilspitze (25a, 25b) mit dem Matratzenkörper (15) verbunden
ist.
16. Vakuum-Matratze nach Anspruch 15, wobei die Längsstrebe durch eine Stange (40a, 40b)
oder ein Flachmaterialband (45a, 45b) gebildet ist, welche(s) in einen Zwischenraum
(30a, 30b) zwischen dem Längskeil (20a, 20b) und dem Matratzenkörper (15) einführbar
ist (Figur 1 bis 7, Figur 13 und 14).
17. Vakuum-Matratze nach Anspruch 16, wobei die Stange (40a, 40b) oder das Flachmaterialband
(45a, 45b) an ihren Stirnenden in Längsrichtung (L) an den Längsenden abgestützt ist.
18. Vakuum-Matratze nach Anspruch 16 oder 17, wobei an den Längsenden der Matratze jeweils
eine Verbindung, insbesondere ein Reißverschluß und/oder ein Klettverschluß, zwischen
dem Matratzenkörper (15) und einem Stirnende des Längskeils (20a, 20b) vorgesehen
ist, um die Stange (40a, 40b) oder das Flachmaterialband (45a, 45b) abzustützen.
19. Vakuum-Matratze nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise im Bereich der Mittellängsachse des Matratzenkörpers (15) eine Versteifung
(19) vorgesehen ist, die als Wirbelsäulenknickschutz wirkt.
20. Vakuum-Matratze nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß an der Stange bzw. den Stangen (40a, 40b) oder dem Flachmaterialband (45a, 45b) ein
den Matratzenkörper (15) wenigstens teilweise abdeckendes Tuch (50) befestigt ist.
21. Vakuum-Matratze nach einem der vorstehenden Ansprüche, insbesondere nach Anspruch
12, gekennzeichnet durch ein den Matratzenkörper (15) abdeckendes Tuch (50), das breiter ist als der Matratzenkörper
(15) und an seinen seitlichen Enden jeweils eine Stange (40a, 40b) oder ein Flachmaterialband
(45a, 45b) festgelegt enthält.
22. Matratzentuch (15), insbesondere zur Verwendung mit einer Vakuum-Matratze (10) nach
einem der Ansprüche 1 bis 20, umfassend ein rechteckiges Tuch (50), wobei an zwei
gegenüberliegenden Seiten des Tuchs jeweils eine Stange (40a, 40b) oder ein Flachmaterialband
(45a, 45b) festgelegt ist.