[0001] Die Erfindung betrifft eine Steuerungsvorrichtung für eine Hochdruck-Reinigungsvorrichtung
mit einer Hochdruckpumpe und wenigstens einer an die Hochdruckpumpe über eine Hochdruckleitung
anschließbaren Spritzpistole.
[0002] Bei Hochdruck-Spritz- bzw. Reinigungsanlagen, wie sie zum Beispiel zur Reinigung
von Schiffsaußenwänden oder dergleichen eingesetzt werden, sind die Drücke der aus
den Spritzpistolen austretenden Flüssigkeit extrem hoch. Dies bedingt besondere Anforderungen
an die Sicherheit, auch hinsichtlich der Steuerung der Hochdruckreinigungsanlage,
insbesondere hinsichtlich des Ein-/Ausschaltens und/oder des Druckregulierens.
[0003] Mechanische Lösungen sind zwar weitestgehend gegen Fehlbedienungen sicher, aufgrund
der hohen auftretenden Drücke wird aber eine Signalübertragung auf elektromagnetischem
Wege zwischen der Spritzpistole und dem Hochdruckverteiler bevorzugt. Diese Signalübertragung
bedarf ebenfalls besonderer Sicherheitsvorkehrungen.
[0004] So verbietet es sich, das Signal von der Spritzpistole einfach von einem Schalter
an der Spritzpistole über eine Zweidrahtleitung von der Spritzpistole zum Hochdruckverteiler
bzw. einer diesem zugeordneten Steuerungsschaltung zu leiten, da Fehlfunktionen infolge
einer Leitungsbeschädigung - z.B. an scharfen Kanten - nicht ausgeschlossen werden
können. Aus diesem Grund haben sich zur Signalübertragung Vierdrahtkabel bewährt,
welche mit relativ teuren und aufwendigen Steckern versehen werden, die bei wenig
sorgsamer Behandlung leicht beschädigt werden.
[0005] Neben der Vierdrahtlösung existieren auch Funksteuerungen, die aber beispielsweise
im verwinkelten Schiffsrumpf nicht immer funktionsfähig sind.
[0006] Es besteht daher der Bedarf nach einer preiswerten und dennoch sicheren Steuerungsschaltung
für Hochdruckreinigungsanlagen. Die Schaffung einer derartigen Steuerungsschaltung
ist die Aufgabe der Erfindung.
[0007] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruches 1, also durch
eine Steuerungsvorrichtung für eine Hochdruck-Reinigungsvorrichtung mit wenigstens
einer Pistolenschaltung in/an der Spritzpistole, wenigstens einer mit der Pistolenschaltung
verbundene Auswertungsschaltung an einem Hochdruckverteiler oder an der Hochdruckpumpe
zur Ermittlung des Schaltzustandes eines Ein-/Ausschalters an der Spritzpistole, wobei
die wenigstens eine Pistolenschaltung über eine leitende Verbindung im/am Hochdruckschlauch
mit der Maschinenmasse, insbesondere der Hochdruckpumpe verbunden ist und den Ein-Ausschalter
und wenigstens einen Oszillator aufweist, mit welchem dem Stromfluß zur Auswertungsschaltung
eine Signalscharakteristik zur Identifizierung des Schaltzustandes des Schalters aufprägbar
ist, wobei eine Eindrahtverbindung zwischen der wenigstens einen Pistolenschaltung
und der wenigstens einen Auswertungsschaltung vorgesehen ist, mit welcher eine Versorgungsspanung
an die Pistolenschaltung legbar ist.
[0008] Bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] Die Erfindung löst ferner die weitere - auch unabhängig betrachtbare Teilaufgabe
- die Steuerungsschaltung derart auszulegen, daß ein Fehlanschluß der Spritzpistolen,
insbesondere ein Vertauschen der Spritzpistolen am Hochdruckverteiler bzw. an der
Hochdruckpumpe, auf einfache Weise erkannt wird.
[0010] Die Erfindung löst diese separate Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruches 12.
Danach umfaßt die Steuerungseinrichtung eine Überwachungsschaltung zum Schutz einer
Hochdruckreinigungsanlage mit mehreren an diese über Hochdruckleitungen anschließbaren
Spritzpistolen gegen Fehlanschlüsse und/oder Vertauschungen der Spritzpistolen an
den ihnen zugeordneten Anschlüssen, wobei die Überwachungsschaltung geschlossene Stromkreise
von den Anschlüssen zugeordneten Auswertungsschaltungen über Leitungen zu jeweiligen
Pistolenschaltungen an den Spritzpistolen und über die Hochdruckschläuche bzw. über
diesen direkt zugeordneten elektrischen Verbindungen zurück zur Maschinenmasse aufweist,
wobei ferner jeder CPU eine Einkoppelvorrichtung zugeordnet ist, mit welcher dem Strom
zu der Pistolenschaltung in/an der Spritzpistolen über die Eindrahtleitung jeweils
ein Identifikationssignal aufprägbar ist, und wobei zur Sensierung der Variation des
Stromsignales jedem Anschluß jeweils ein Sensor, vorzugsweise ein Stromdetektor, zugeordnet
ist.
[0011] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung näher
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Ansicht einer Hochdruck-Reinigungsvorrichtung mit einer Spritzpistole;
Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Steuerungsvorrichtung für eine Hochdurck-Reinigungsvorrichtung
nach Art der Fig. 1;
Fig. 3 eine schematische Ansicht einer Hochdruck-Reinigungsvorrichtung mit drei Spitzeinrichtungen;
und
Fig. 4 ein Impulsdiagramm zur Veranschaulichung der Funktion der Erfindung.
[0012] Fig. 3 zeigt eine Hochdruck-Reinigungsvorrichtung 2 mit einer Hochdruckpumpe 4, der
ein Antrieb 6 zugeordnet ist. Über eine Leitung 8 wird der Hochdruckpumpe 4 Wasser
mit dem für die Pumpe erforderlichen Wasservordruck zugeleitet. Aus der Hochdruckpumpe
4 wird das Wasser über eine Leitung 10 unter Hochdruck zu einem Bypassventil 12 geleitet,
aus dem es über drei Umschaltventile 14a-c (beispielsweise integriert in einen Hochdruckverteiler,
siehe z.B. Bezugszeichen 15 in Fig. 1) zu drei Schlauchanschlüssen 16a-c leitbar ist.
An diese Schlauchanschlüsse 16a-c ist jeweils eine Spritzvorrichtung mit je einer
Spritzpistole 18a-18c anschließbar, welche über Hochdruck-Schlauchleitungen 20a -
20c mit den Schlauchanschlüssen 16a-c verbindbar sind.
[0013] Über Eindrahtleitungen 22a-c sind die Spritzpistolen 18a-c mit Auswertungsschaltungen
24a-c verbunden, die in einem einzigen übergreifenden Gehäuse zusammenfaßbar sind
oder jeweils in Einzelgehäusen 25 (siehe Fig. 2) untergebracht werden können.
[0014] Bei dem Schaltungsbeispiel der Fig. 3 wurde "versehentlich" die Spritzpistole 18c
an die "falsche" Auswertungsschaltung 24b und die Spritzpistole 18b an die "falsche"
Auswertungsschaltung 24c angeschlossen. Diesen Fehlerzustand können die Auswertungsschaltungen
24 erkennen und verarbeiten, was weiter unten näher erläutert wird.
[0015] Den Auswertungsschaltungen 24a-c werden über Eingangsleitungen 26a-c Signale der
Sensoren 28a-c zugeführt, welche jeweils den Schlauchanschlüssen 16a-c zugeordnet
sind. Die Ausgänge der Auswertungselektronik 24 sind über elektrische Leitungen 30a-c
jeweils mit Steuerungseingängen der Umschaltventile 14a-c verbunden.
[0016] Der genauere Aufbau der Steuerung der Spritzvorrichtung wird aus Fig. 2 erkennbar.
Hier wird beispielhaft eine der Steuerungseinrichtungen für die Spritzpistole 18a
dargestellt.
[0017] Die Steuerungseinrichtung umfaßt eine Auswertungsschaltung 24a, welche über die Eindrahtleitung
22a mit einer Pistolenschaltung 32 in/an der Spritzpistole 18a verbunden ist.
[0018] Die Auswertungsschaltung 24a weist (eine zur Bildung einer weiteren Sicherheitsstufe
zweikanalige) zweikanalige CPU (z.B. ein zweikanaliger Microcontroller) 34 auf, welche
dazu ausgelegt ist, über die Signalausgänge dieser Kanäle und diesen nachgeschaltete
Relais RS1 (von denen der Anschauung halber lediglich eines dargestellt wurde) und
die Leitung 30a das Umschaltventil 14a anzusteuern und damit die Wasserzufuhr zur
Spritzpistole 18a freizugeben oder abzusperren.
[0019] Über eine Diode D1 und einen zwischen V1 und Masse geschalteten Kondensator C1 wird
an die CPU 34 eine Versorgungs-Gleichspannung V1 angelegt.
[0020] Diese Versorgungsspannung V1' wird (z.B. über einen hier nicht dargestellten Widerstand)
über die Eindrahtleitung 22a auch mit der Pistolenschaltung 32 an der Spritzpistole
18a verbunden und dient dort u.a. - über eine Diode D2 und einen Kondensator C2, der
zwischen die Versorgungsspanung und Masse geschaltet ist - zur Versorgung von Oszillatoren
O1, O2. Sie wird ferner über einen Schalter S1, welcher den Ein/Ausschalter der Spritzpistole
bildet, je nach Schalterstellung über einen ersten oder einen zweiten Widerstand R1,
R2 jeweils an den Eingang eines Transistors T1 oder T2 gelegt, dessen Steuerungseingänge
jeweils mit dem Ausgang eines Oszillators O1 bzw. O2 (z.B. ein zweikanaliger Microcontroller;
Prozessor) verbunden sind. Die Ausgänge der Transistoren T1, T12 sind jeweils mit
dem Hochdruckschlauch 20a verbunden, in den eine elektrische Leitung integriert ist
(oder dem eine elektrische Leitung in fester Verbindung zugeordnet ist), welche insbesondere
durch ein Metallgewebe gebildet wird. Dieses Metallgewebe ist auf der Anschlußseite
zum Umschaltventil über den Anschluß 16 mit der Maschinenmasse der Hochdruckpumpe
4 verbunden, an welche auch der Masseanschluß der Auswertungsschaltung 24a gelegt
ist.
[0021] Auf diese Weise wird je nach Schalterstellung des Schalters S1 an einer Ein- und
Auskoppelvorrichtung 38 die Frequenz f1 oder f2 und die Amplitude detektierbar (z.B.
durch Spannungsabfall-Detektierung an einem Widerstand mit diesem nachgeschalteten
Verstärker und diesem nachgeschalteten Filter) und von der CPU hinsichtlich ihres
Frequenz- und Amplitudenverhaltens ausgewertet (siehe Fig. 4).
[0022] Je nach Stellung des Schalters S1 liegt somit an der CPU entweder ein Signal mit
einer Frequenz f1 und einer Amplitude A1 oder ein Signal mit einer Frequenz f2 und
einer Amplitude A2 an. Die CPU 34 bzw. ein Kanal der CPU 34 vergleicht dieses Signal
mit vorgegebenen Referenzwerten und schaltetet entsprechend über das Relais RS1 (und
über bei zwei CPU-Kanälen über ein Relais RS2, nicht dargestellt) die Leitung 30a
und das Umschaltventil 14a die Wasserzufuhr zur Spritzpistole 18a ein oder aus.
[0023] Beispielsweise werden bei der Schalterstellung "Aus" an der Spritzpistole 18a als
Frequenz f1 1 kHz und eine größere Amplitude und bei der Schalterstellung "Ein" eine
relativ zur ersten Amplitude kleinere Amplitude A2 und eine Frequenz f2 von 2 kHz
übertragen.
[0024] Die Schaltinformation wird somit redundant mit einer Strom- und einer Frequenzinformation
übertragen, was die Sicherheit der Steuerungsschaltung erhöht. Zudem wird die Strominformation
als Differenzinformation übertragen, so daß eventuelle Leckströme bei der Auswertung
zusätzlich erkennbar sind.
[0025] Auf diese Weise wird mit nur einer einzigen separaten Eindrahtleitung 22a zu der
Masseverbindung im Hochdruckschlauch 20 das Ein- und/ Ausschalten der Spritzpistole
18 ermöglicht, ohne das eine aufwendigere Mehrdrahtleitung und ein aufwendiger und
teurer Spezialstecker zwischen der Spritzpistole 18a und dem Umschaltventil 14a oder
der Auswertungsschaltung 24a erforderlich wären. Diese zusätzliche Eindrahtleitung
22a wird vorzugsweise direkt am Hochdruckschlauch 20a befestigt und diesem unverlierbar
zugeordnet.
[0026] Bei einem Leitungsbruch oder bei irgendeiner anderen Störung blockiert die Anlage
die gefährliche Ein-Stellung. Leckströme bis zu einer gewissen vorgegebenen Höhe können
zugelassen werden, ohne die Datenübertragung zu stören, da nur das Differenzsignal
ausgewertet wird.
[0027] Die Auswertung kann entweder nur ein einziger Prozessor 34 übernehmen oder zwei Prozessoren
bzw. beide Kanäle der CPU 34. Entsprechend kann der CPU ein Relais RS 1 nachgeschaltet
sein oder aber - zur Erhöhung der Sicherheit - zwei Relais.
[0028] Zum Anschluß der Eindrahtleitung an die Spritzpistole 18a und das Gehäuse 25 eignen
sich beispielsweise einfache Klemmen 36 (siehe Fig. 1). Ein teurer und aufwendiger
Stecker wie bei einer Vierdrahtlösung ist nicht mehr erforderlich.
[0029] Ergänzend schafft die Schaltung der Fig. 2 auch eine Möglichkeit zur Überprüfung
des korrekten Anschlusses der Spritzpistolen 18a bis 18c an ihren zugehörigen Anschluß
16a-c. Dies dient der Lösung folgenden Problems. Bei Anlagen mit mehreren Hochdruckanschlüssen
16a-c besteht die Gefahr, daß Hochdruckschläuche bzw. die zugehörigen Spritzpistolen
einem falschen Anschluß 16a-c zugeordnet werden. Es kann also dazu kommen, daß beim
Einschalten eine falsche Spritzpistole mit Hochdruck beaufschlagt wird.
[0030] Eine derartige Situation ist in Fig. 3 dargestellt, in der die Spritzpistolen 18b
und 18c "miteinander vertauscht" wurden, d.h., die Spritzpistole 18b wurde an die
Schaltung 24c und die Spritzpistole 18c an die Schaltung 24b angeschlossen.
[0031] Die Erfindung schafft zur Lösung dieses Problems eine Überwachungsschaltung. Diese
Überwachungschaltung nutzt einen geschlossenen Strompfad von der Auswertungsschaltung
24a über die Eindrahtleitung 22a zur Spritzpistole 18a und über den Hochdruckschlauch
20a bzw. dessen Masseverbindung zurück zur Maschinenmasse zur Übertragung eines Identifikationssignales,
welches mit Hilfe des Detektors 28a detektiert und von der CPU 34 der Auswertungschaltung
24a ausgewertet wird.
[0032] Dabei wird die CPU 34 dazu genutzt, der Versorgungsspannung V1 zu der Pistolenschaltung
32 in/an der Spritzpistolen 18a über die Eindrahtleitung 22a jeweils ein Identifikationssignal
aufzuprägen (z.B. mit Hilfe eine Transistors) Beispielsweise wird der Versorgungsspannung
V1 dazu ein 100 kHz Signal und/oder eine Kennung) aufmoduliert.
[0033] Über das Metallgewebe bzw. die Masseverbindung des Hochdruckschlauches 20a-c fließt
das Signal zurück zur Maschinenmasse, wobei zur Detektierung der Variation des Stromsignales
ein Detektor (z.B. induktiv oder kapazitiv) vorgesehen ist. Nach Fig. 2 wird als Sensor
28a eine Spule verwendet, welche um einen Metallring gewikkelt ist, der einen Hochdruckleitungsabschnitt
hinter dem Anschluß 16 (aus Sicht der Hochdruckleitung 20) umgreift. Das Ausgangssignal
des Detektors 28a wird einem Demodulator 40 zugeleitet, dessen Ausgang wiederum mit
Eingängen der CPU 34 verbunden ist.
[0034] Werden die Spritzpistolen 18a-c an den Anschlüssen 16a-c miteinander vertauscht,
gelangt das Signal nicht über den Stromkreis von der Ein- und Auskoppelvorrichtung
über die Eindrahtleitung 22, die Spritzpistolenschaltung 32, den Hochdruckschlauch
20a, den Detektor 28a und den Demodulator 40 zum Prozessor 34 zurück. Dies bedeutet,
daß ein Fehlerfall vorliegt. Die CPU schaltet in diesem Fall das/die Relais RS1 (und
ggf. RS2) nicht ein. Auf diese Weise wird mit einfachsten Mitteln (Einkoppelvorrichtung:
z.B. ein Transistor; Sensor 28a, Demodulator 40, entsprechendes Identifikationsprogramm
für die CPU) eine Vertauschungssicherheit gewährleistet.
[0035] Der Sensor 28a ließe sich auch dazu nutzen - hier nicht dargestellt - weitere Information
(z.B. Druck) verändern und/oder "Notaus" von der Pistolenschaltung 32 (die hierzu
eine entsprechende weitere Informationen dem Signal aufprägen müßte) z.B. von der
Spritzpistole 18 zur CPU 34 zu detektieren, um dort beispielsweise eine Drucksteuerung
einzuleiten.
Bezugszeichenliste
[0036]
- Hochdruck-Reinigungsvorrichtung
- 2
- Hochdruckpumpe
- 4
- Antrieb
- 6
- Leitung
- 8
- Leitung
- 10
- Bypassventil
- 12
- Umschaltventile
- 14a-c
- Hochdruckverteiler
- 15
- Schlauchanschlüsse
- 16a-c
- Spritzpistole
- 18a-c
- Hochdruck-Schlauchleitungen
- 20a-c
- Eindrahtleitungen
- 22a-c
- Auswertungsschaltungen
- 24a-c
- Einzelgehäuse
- 25
- Eingangsleitungen
- 26a-c
- Sensoren
- 28a-c
- Leitungen
- 30a-c
- Pistolenschaltung
- 32
- zweikanalige CPU
- 34
- Klemmen
- 36
- Ein- und Auskoppelvorrichtung
- 38
- Demodulator
- 40
- Diode
- D1, D2
- Kondensator
- C1, C2
- Versorgungsgleichspannung
- V1
- Relais
- RS 1
- Schalter
- S 1
- Widerstand
- R1, R2
- Oszillator
- O1, O2
- Transistor
- T1, T2
- Frequenz
- f1, f2
1. Steuerungsvorrichtung für eine Hochdruck-Reinigungsvorrichtung (2) mit einer Hochdruckpumpe
(4) und wenigstens einer an die Hochdruckpumpe über eine Hochdruckleitung anschließbaren
Spritzvorrichtung, vorzugsweise eine Spritzpistole (18),
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerungsvorrichtung folgendes aufweist:
- wenigstens eine Pistolenschaltung (32) in/an der Spritzpistole (18a),
- wenigstens eine mit der Pistolenschaltung verbundene Auswertungsschaltung (24) an
einem Hochdruckverteiler (15) oder an der Hochdruckpumpe (4) zur Ermittlung des Schaltzustandes
eines Ein/Ausschalters an der Spritzpistole (18a-c),
- wobei die wenigstens eine Pistolenschaltung über eine leitende Verbindung im/am
Hochdruckschlauch (20a) mit der Maschinenmasse, insbesondere der Hochdruckpumpe (4)
verbunden ist und den Ein-Ausschalter (S1) und wenigstens einen Oszillator (O1, 02)
aufweist, mit welchem dem Stromfluß zur Auswertungsschaltung eine Signalscharakteristik
zur Identifizierung des Schaltzustandes des Schalters S 1 aufprägbar ist,
- wobei eine Eindrahtverbindung (22a, b, c) zwischen der wenigstens einen Pistolenschaltung
(32a-c) und der wenigstens einen Auswertungsschaltung (24a-c) vorgesehen ist, mit
welcher eine Versorgungsspanung (V1') an die Pistolenschaltung (32) legbar ist.
2. Steuerungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere der Auswertungsschaltungen (24a-c) in einem einzigen übergreifenden Gehäuse
zusammengefaßt sind oder jeweils in Einzelgehäusen (25) angeordnet sind.
3. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertungsschaltungen (24a-c) jeweils eine ein- oder vorzugsweise zweikanalige
CPU (34) aufweisen, welche dazu ausgelegt sind, über wenigstens ein, vorzugsweise
zwei - Relais (RS1) Umschaltventile (14a) anzusteuern und damit die Wasserzufuhr zur
Spritzpistole 18a freizugeben oder abzusperren.
4. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die Auswertungsschaltung (24a) eine Versorgungsspanung gelegt ist, welche direkt
oder über einen Widerstand über die Eindrahtleitung (22a) zur Pistolenschaltung (32)
geführt ist.
5. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Versorgungsspanung (V1) über den Schalter (S1) der Pistolenschaltung (32) entweder
über einen ersten oder wenigstens einen weiteren Widerstand (R1, R2) an den Eingang
wenigstens eines Transistors (T1 oder T2) legbar ist, dessen Steuerungseingänge jeweils
mit dem Ausgang von wenigstens einem der Oszillatoren (O1 bzw. 02) verbunden sind.
6. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausgänge der Transistoren (T1, T2) jeweils mit der elektrisch leitenden Verbindung
des Hochdruckschlauches (20a) zur Maschinenmasse verbunden sind.
7. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch leitende Verbindung als den Hochdruckschlauch (20) umgebendes Metallgewebe
ausgebildet ist.
8. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der CPU (34) eine Ein- und/oder Auskoppelvorrichtung (38) zugeordnet ist.
9. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Ein- und/oder Auskoppelvorrichtung (38) zur Auskoppelung des vom Oszillator über
die Maschinenmasse der Versorgungsspannung aufmodulierten Signalverhaltens ausgelegt
ist.
10. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltinformation redundant mit einer Strom- und einer Frequenzinformation übertragbar
und von der Auswertungsschaltung auswertbar ist.
11. Steuerungseinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Eindrahtleitung mit Printklemmen (36) an die Pistolenschaltung und die Auswertungsschaltung
angeschlossen ist.
12. Steuerungseinrichtung, vorzugsweise nach einem der vorstehenden Ansprüche oder nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1,
gekennzeichnet durch eine Überwachungsschaltung zum Schutz einer Hochdruckreinigungsanlage mit mehreren
an diese über Hochdruckleitungen (20a-c) anschließbaren Spritzpistolen (18a-c) gegen
Fehlanschlüsse und/oder Vertauschungen der Spritzpistolen (18a-c) an den ihnen zugeordneten
Anschlüssen (16),
dadurch gekennzeichnet, daß
- die Überwachungsschaltung geschlossene Stromkreise von Auswertungsschaltungen (24a),
welche jeweils den Anschlüssen (16a-c) zugeordnet sind, über Leitungen (22a) zu jeweiligen
Pistolenschaltungen (32) an den Spritzpistolen (18a-c) und vorzugsweise über die Hochdruckschläuche
(20a) bzw. diesen direkt zugeordneten elektrischen Verbindungen vorzugsweise zur Maschinenmasse
aufweist,
- jeder CPU (34) eine Einkoppelvorrichtung zugeordnet ist, mit welcher dem Strom zu
der Pistolenschaltung (32) in/an der Spritzpistolen (18a-c) über die Eindrahtleitung
(22a) jeweils ein Identifikationssignal aufprägbar ist
- zur Sensierung der Variation des Stromsignales jedem Anschluß (16a-c) jeweils ein
Sensor (28), vorzugsweise ein Stromdetektor, zugeordnet ist.
13. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sensoren (28a-c) induktiv oder kapazitiv ausgelegt sind.
14. Steuerungsvorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur die Sensoren (28a-c) als Spulen ausgelegt sind, welche um einen Ring gelegt sind,
der jeweils um einen Leitungsabschnitt am Anschluß (16) gelegt sind.
15. Steuerungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Detektor mit einem Demodulator (40) verbunden ist, deren Ausgänge jeweils mit
Eingängen der CPU (34) verbunden sind.