[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Nietsetzgerät nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
[0002] Derartige Nietsetzgeräte sind aus dem Stand der Technik bekannt. Die EP 0 995 518
beschreibt ein Nietsetzgerät mit einer Nietsetzeinrichtung. Das Nietsetzgerät weist
einen magnetischen Ring auf, der die Kolbenstange umgibt und mit einem Sensor zusammenarbeitet.
Das deutsche Gebrauchsmuster 92 14 080 beschreibt ein weiteres Nietsetzgerät. Solche
Nietsetzgeräte werden in bekannter Weise zum Setzen von Blindnieten oder Blindnietmuttem
verwendet. Der Antrieb solcher Nietsetzgeräte kann entweder pneumatisch, hydraulisch
oder pneumatisch-hydraulisch erfolgen. Der Schalter und die Steuerung sind Bestandteil
einer Zähl- und Überwachungseinrichtung. In Abhängigkeit der Hubbewegung der Nietsetzeinrichtung
wird durch den Schalter ein Signal erzeugt, das der Steuerung zugeführt wird und dort
eine entsprechende Bearbeitung erfährt. Die Steuerung gibt dann ein Signal an eine
Anzeigeeinrichtung aus, die die Anzahl der durchgeführten Hubbewegungen des Nietsetzgerätes
ausgibt, um dadurch eine Information zu erhalten, die es dem Bediener ermöglicht,
Rückschlüsse auf den Zustand des Gerätes zu schließen. Üblicherweise wird die Anzahl
der Hubbewegungen gespeichert und auf der Anzeigeinrichtung dargestellt. Der Bediener
kann dadurch feststellen, wie sehr das Nietsetzgerät beansprucht wurde und eventuell
fällige Wartungsarbeiten nach Erreichen einer vorgegebenen Hubzahl durchführen. Das
Erfassen der Hubzahl ermöglicht es auch, Garantieleistungen anhand der Hubzahl auszulegen.
[0003] Bislang existierende Zähl- und Überwachungseinrichtungen weisen jedoch verschiedene
Nachteile auf. So ist es z. B. nicht feststellbar, ob ein Arbeitshub oder ein Leerhub
durchgeführt wurde. Da die Belastungen beim Durchführen eines Arbeitshubs deutlich
größer als beim Durchführen eines Leerhubes sind, lässt die Angabe der Anzahl der
Hubvorgänge nur sehr große Rückschlüsse auf den Zustand des Nietsetzgerätes zu. Die
in der G 92 14 080 beschriebene Vorrichtung lässt das Erfassen weiterer Einflussparameter,
die Rückschlüsse auf den Zustand des Nietsetzgerätes ermöglichen, nicht zu.
[0004] In der EP 0 454 890 A ist eine sehr komplexe Vorrichtung beschrieben, mit der eine
genaue Prozessüberwachung des Nietsetzvorganges möglich ist, wobei die Kraft beim
Setzen des Blindniets und der Weg über Dehnmessstreifen akkurat aufgenommen werden.
Dies erfordert jedoch große und schwere Sensoren. Zudem ist die Auswerteelektronik
derart aufwendig, dass sie einen separaten Schaltschrank z.B. PC oder SPS erfordert
und für den Einsatz in einem handgehaltenen Nietsetzgerät nicht geeignet ist.
[0005] Der Einsatz von Magneten und Magnetschalter zur Erfassung der Hubbewegung eines Nietsetzgerätes
ist bereits aus der EP 0 738 551 A2 bekannt.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Nietsetzgerät der eingangs genannten Art
zu verbessern, indem es möglich ist, genauere Rückschlüsse auf den Verschleiß des
Nietsetzgerätes zuzulassen und andererseits ein nur geringer schaltungstechnischer
Aufwand erforderlich ist, der es erlaubt, in einem handgehaltenen Nietsetzgerät untergebracht
zu werden.
[0007] Diese Aufgabe wird bei einem Nietsetzgerät der eingangs genannten Art durch die Merkmale
des Patentanspruches 1 gelöst.
[0008] Diese Lösung ist einfach und hat den Vorteil, dass mit geringem schaltungstechnischem
Aufwand die Möglichkeit besteht, zusätzliche Informationen über die Hubbewegung zu
fassen und zu verarbeiten. Durch das Vorsehen von mindestens zwei in Bewegungsrichtung
des Magneten voneinander beabstandeten Schaltern lässt sich die Geschwindigkeit des
Magneten sehr genau ermitteln, indem der Magnet beim Durchführen eines Nietsetzvorganges
durch die Schalter zeitlich voneinander beabstandete Signale erzeugt. Die Hubgeschwindigkeit
lässt wiederum Rückschlüsse zu, ob es sich bei dem Hub um ein Leerhub oder aber um
ein Arbeitshub handelt. Ein Leerhub wird mit deutlich höherer Geschwindigkeit durchgeführt
als ein Arbeitshub, da der Hubbewegung kein Widerstand durch ein Blindniet entgegengesetzt
wird. Somit kann als zusätzliches Kriterium die Hubgeschwindigkeit berücksichtigt
werden und z. B. nur Arbeitshübe gezählt werden. Dadurch ergibt sich eine genauere
Aussage über den Zustand des Nietsetzgerätes, da der Verschleiß maßgeblich durch die
Anzahl der Arbeithübe bestimmt wird. Außerdem arbeiten die Schalter berührungslos
und somit verschleißarm.
[0009] Noch genauere Rückschlüsse auf die Bewegung des Kolbens können gezogen werden, wenn
drei in Bewegungsrichtung des Magneten voneinander beabstandete Schalter vorgesehen
sind. Dann kann zusätzlich noch die Beschleunigung des Kolbens (positiv oder negativ)
ermittelt werden. Hierzu werden die Zeiträume zwischen den drei Schaltern gemessen.
[0010] Sollten die Zeiträume und somit die Geschwindigkeit jeweils zweier benachbarter Kontakte
identisch sein, so handelt es sich um einen Leerhub. Ist die Geschwindigkeit ungleich,
d.h. die Zeitspannen zwischen zwei benachbarten Schaltern ungleich, so wird ein Niet
gezogen und ist noch nicht abgerissen. Auch lässt sich dadurch ermitteln, ob mit zuviel
oder zuwenig Druck gearbeitet wird. Wenn man bei einem Leerhub feststellt, dass die
Geschwindigkeit des Kolbens zu hoch ist, wird mit zuviel Druck gearbeitet. Wenn die
Geschwindigkeit zu niedrig ist, wird mit zuwenig Druck gearbeitet. Die Geschwindigkeit
des Kolbens kann z.B. mit einem vorgegebenen Sollwert verglichen werden, der in der
Steuerung abgelegt ist. Mit diesem Vergleich kann dem Bediener ein Signal mitgeteilt
werden, dass mit zuviel oder zuwenig Druck gearbeitet wird.
[0011] Von Vorteil kann es weiterhin sein, wenn ein Schalter nahe dem Kolben in seiner Ausgangslage
angeordnet ist. Dann lässt sich ermitteln, ob der Kolben wieder in seine Ausgangsstellung
zurückkehrt. Dies kann sich besonders bei pneumatisch-hydraulisch betriebenen Nietsetzgeräten
als vorteilhaft erweisen. Sollte es zu Leckagen im hydraulischen Teil kommen, wird
der Kolben nicht mehr an seine Ausgangsstellung zurückkehren. Dies lässt sich mit
dem Schalter nahe der Ausgangsstellung des Kolbens leicht feststellen.
[0012] Alternativ kann ein Schalter nahe dem Kolben in seiner Endlage angeordnet sein. Dann
lässt sich feststellen, ob ein Hub des Kolbens vollständig ausgeführt wurde.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann die Steuerung einen Speicher
aufweisen, mit dem die Anzahl der Nietvorgänge speicherbar ist.
[0014] Auch kann es sich als günstig erweisen, wenn eine Schnittstelle vorgesehen ist, zum
Auslesen des Inhaltes des Speichers und zum Überspielen von Programmen auf die Steuerung.
Dadurch ist es möglich, die Hubzahl auszugeben und z. B. im Falle von Wartung in einem
Informationssystem abzuspeichem.
[0015] Nachfolgend wird die Wirkungs- und Funktionsweise der Erfindung anhand mehrfacher
Ausführungsbeispiele näher erläutert:
[0016] Es zeigen:
- Figur 1
- ein Nietsetzgerät in einer Schnittdarstellung;
- Figur 2
- eine schematische Darstellung eines Ausschnitts einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Nietsetzgerätes;
- Figur 3
- eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietsetzgerätes in einer Darstellung
entsprechend Figur 2;
- Figur 4
- eine dritte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietsetzgerätes in einer Darstellung
entsprechend Figur 2;
- Figur 5
- eine vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietsetzgerätes in einer Darstellung
entsprechend Figur 2.
[0017] Figur 1 zeigt ein Nietsetzgerät 1 in einer geschnittenen Seitenansicht. Das in dieser
Figur dargestellte Nietsetzgerät 1 zeigt einen Schalter 33 und einen Magnet 32. Dagegen
zeigt das erfindungsgemäße Nietsetzgerät mindestens zwei Schalter und einen Magnet
wie in Figur 2 und den folgenden Figuren dargestellt. Das Nietsetzgerät 1 verfügt
über ein Gehäuse 2, in dem eine Nietsetzeinrichtung 3 und eine Antriebseinrichtung
4 aufgenommen sind.
[0018] Die Nietsetzeinrichtung ist von konventioneller Bauform und wird daher nur kurz erläutert.
Sie verfügt über ein Mundstück 5, das in einen im Wesentlichen zylindrischen Nietsetzgehäuse
6 eingeschraubt ist. In dem Nietsetzgehäuse 6 ist axial verschieblich ein Nietsetzkolben
7 angeordnet, der an seinem dem Mundstück 5 zugewandten Ende Spannbacken 8 zum Halten
eines nicht dargestellten Nietstifts aufweist. Die Spannbacken sind durch eine Feder
9 in bekannter Weise in die geschlossene Stellung vorgespannt.
[0019] Auf der dem Mundstück 5 abgewandten Seite ist der Nietsetzkolben 7 mit einem Hydraulikkolben
10 einer hydraulisch betriebenen Kolben-Zylinder-Einheit 11 fest verbunden. Der Hydraulikkolben
10 ist innerhalb eines Hydraulikzylinders 12 der Kolben-Zylinder-Einheit axial verschieblich
gelagert, wobei der Hydraulikzylinder 12 koaxial zum Nietsetzkolben 7 angeordnet ist.
Zwei Druckfedern 13 spannen den Hydraulikkolben 10 in der Darstellung in Figur 1 nach
links vor. Auf der den Druckfedem abgewandten Seite befindet sich eine Hydraulikkammer
14. in die ein Hydraulikreservoir 15 mündet Dieses Hydraulikreservoir 15 verfügt über
einen zylindrischen Abschnitt 16, in den eine Kolbenstange 17 eines Kolbens 18 einer
Kolben-Zylinder-Einheit 19 hineinragt. Die Kolbenstange 17 ist in dem zylindrischen
Abschnitt 16 axial verschieblich geführt und mittels Dichtungen 20 abgedichtet. Die
Kolben-Zylinder-Einheit 19 verfügt darüber hinaus über einen Zylinder 21, in dem der
Kolben 18 axial verschieblich geführt und über Dichtungen 22 abgedichtet ist. Die
Kolben-Zylinder-Einheit 11 und die Kolben-Zylinder-Einheit 19 bilden zusammen die
Antriebseinrichtung 4 des Nietsetzgerätes, wobei die Kolben-Zylinder-Einheit 11 hydraulisch
betrieben wird durch im Hydraulikreservoir 15 und der Hydraulikkammer 14 angeordnetes
Hydraulikfluid angetrieben wird.
[0020] Die Kolben-Zylinder-Einheit 19 wird hingegen pneumatisch angetrieben, wobei die erforderliche
Druckluft über ein Ventil 23 und Druckluftleitungen 24 einer Öffnung 25 im Boden des
Zylinders 21 zugeführt wird. Ein Schlauchanschluss 26 ermöglicht die Versorgung mit
Druckluft.
[0021] Das Ventil 23 kann über eine Betätigungstaste 27 gegen die Vorspannkraft einer Feder
28 über einen Stößel 29 und eine an der Betätigungstaste 27 angebrachte Rolle 30 betätigt
werden. Das Betätigen des Ventils 23 erfolgt in bekannter Weise. Wenn der Stößel 29
durch die Rolle 30 niedergedrückt wird, öffnet das Ventil und gelangt Druckluft über
die Öffnung 25 in den Zylinder 21.
[0022] Auf der dem Boden abgewandten Seite verfügt der Zylinder 21 über eine Öffnung 31,
über die überschüssige Luft entweichen kann.
[0023] Am Kolben 18 ist ein ringförmiger Magnet 32 fest angebracht. Auf der Außenseite des
Zylinders befindet sich ein Reed-Schalter 33. Weiterhin ist am Zylinder 21 eine Platine
34 angebracht, auf der sich eine Steuerung 35, eine Stromquelle 36, wie z. B. eine
Batterie und eine Anzeigeeinrichtung 37 befinden. Steuerung, Stromquelle und Anzeigeeinrichtung
37, z. B. eine LCD-Anzeige sind in üblicher Weise miteinander und mit dem Reed-Schalter
über Kabel verbunden.
[0024] Nachfolgend wird die Wirkungs- und Funktionsweise näher erläutert:
Zunächst wird das Nietsetzgerät aus Figur 1 erörtert.
[0025] Ein Blindniet wird in bekannter Weise in das Mundstück 5 eingesetzt, wobei der Nietdom
in das Mundstück und die Spannbacken 8 hineinragt. Durch das Einschieben des Nietdoms
werden die Spannbacken entgegen der Vorspannung der Federn 9 in bekannter Weise auseinandergedrückt
und ergreifen dadurch den Nietdom. Soll nun ein Nietsetzvorgang durchgeführt werden,
so betätigt der Bediener das handgehaltene Nietsetzgerät mit der Betätigungstaste
27, wobei die Betätigungstaste 27 in bekannter Weise entgegen der Vorspannung der
Feder 28 in das Gehäuse gedrückt wird. Dabei drückt die Rolle 30 den Stößel 29 nieder,
wodurch das Ventil 23 öffnet und Druckluft aus dem Schlauchanschluss 26, bzw. aus
einer Druckluftquelle und die Leitung 24 in das Ventil strömt und von dort aus weiter
über die zweite Leitung 24 in die Öffnung 25, wodurch die Druckluft in den Zylinder
21 gelangt. Aufgrund der Dichtung 22 kann die Luft nicht weiter entweichen, wodurch
der Kolben 18 mit Druck beaufschlagt wird und in der Darstellung in Figur 1 angehoben
wird. Während dieses Anhebens wird die Kolbenstange 17 in den zylindrischen Abschnitt
16 des Hydraulikreservoir 15 hineingeschoben und drängt dabei die sich dort befindende
Hydraulikflüssigkeit in die Hydraulikkammer 14. Aufgrund des dort entstehenden Drucks
wird der Hydraulikkolben 10 der Kolben-Zylinder-Einheit 11 in der Darstellung in Figur
1 nach rechts entgegen der Vorspannung der Fedem 13 bewegt, wodurch eine Zugbewegung
auf die Nietsetzeinrichtung 3 übertragen wird, so dass der Nietsetzkolben 7 ebenfalls
nach rechts gezogen wird und dadurch in bekannter Weise ein Nietsetzvorgang erfolgt.
Wenn der Kolben 18 vollständig angehoben ist, befindet sich der Hydraulikkolben 10
in seiner am Weitesten rechts gelegenen Stellung. In dieser Stellung sollte der Nietsetzvorgang
durchgeführt worden sein und ein Abriss des Zugdorns erfolgt sein.
[0026] Lässt der Bediener nunmehr die Betätigungstaste 27 los, wird diese aufgrund der Rückstellkraft
der Druckfeder 28 in die in Figur 1 dargestellte Stellung rücküberführt, wobei das
Ventil 23 geschlossen wird. Gleichzeitig kann die Luft aus der Kolben-Zylinder-Einheit
entweichen und wird der Kolben 18 aufgrund der Rückstellkräfte der Fedem 13 und der
dadurch hervorgerufenen Rücküberführung des Hydraulikkolbens 10 in die in Figur 1
dargestellten Ausgangsstellung zurückgedrängt. Das Gerät ist nunmehr bereit für einen
neuen Nietsetzvorgang. Überschüssige Luft in der Kolben-Zylinder-Einheit während des
Durchführens eines Nietsetzvorgangs kann durch die Öffnung 31 und die Öffnung 38 entweichen.
Zum Rücküberführen des Kolbens ist ein Ventilblock 39 vorgesehen, durch den in bekannter
Weise die Luft unterhalb des Kolbens zum Rücküberführen des Kolbens entweichen kann.
[0027] Da der Magnet 32 fest mit dem Kolben 18 verbunden ist, wird der Magnet beim Durchführen
eines Nietsetzvorganges zusammen mit dem Kolben angehoben. Dabei wird der Magnet an
dem Schalter 33, einem Reed-Kontakt vorbeigeführt. Aufgrund der Magnetkräfte des Magnets
wird der Schalter geschlossen, so dass die Steuerung ein Signal erhält, das Aufschluss
über den Standort des Kolbens gibt. Im weiteren Verlauf des Nietsetzvorganges, wenn
der Kolben von seiner obersten Stellung wieder herabbewegt wird in seine Ausgangsstellung
nähert sich der Magnet nochmals dem Schalter und erzeugt dadurch ein weiteres Signal,
dass der Steuerung zugeführt wird, bzw. dort verarbeitet wird. Mit diesen beiden Signalen
ist die Steuerung in der Lage festzustellen, ob ein Nietsetzvorgang durchgeführt wurde.
Die Anzahl der Signale ist dabei durch zwei zu teilen, da der Kolben während eines
Nietsetzvorganges mit dem Magneten zweimal am Schalter vorbeigeführt wird. Wenn die
Anzahl der Signale durch zwei geteilt wird, erhält man die Anzahl der Hubbewegungen.
Wenn die beiden Signale in kurzer Folge auftreten, wurde ein Leerhub durchgeführt.
Die Steuerung kann entsprechend programmiert werden, um Leerhübe nicht zu zählen.
[0028] Die erfindungsgemäßen Ausführungsformen unterscheiden sich von dem in Figur 1 dargestellten
Nietsetzgerät nur durch die Anzahl der Schalter. Es wird daher schematisch jeweils
nur die Kolben-Zylinder-Einheit 19 entsprechend der Darstellung in Figur 2 dargestellt.
[0029] Die erste Ausführungsform dargestellt in Figur 2 verfügt über nur einen Magneten
32. Zusätzlich ist ein zweiter Schalter vorgesehen, der in einem Abstand L vom ersten
Schalter beabstandet ist. Durch diese beiden in Bewegungsrichtung des Kolbens hintereinander
angeordneten Schalter ist es möglich zwei Impulse zu erhalten, um durch die Zeitspanne
zwischen den Impulsen und des bekannten Abstandes die Bewegungsgeschwindigkeit des
Kolbens zu ermitteln. Anhand der Bewegungsgeschwindigkeit des Kolbens kann dann auch
festgestellt werden, ob z. B. mit zuwenig Druck oder aber mit zuviel Druck gearbeitet
wird. Wenn der Kolben bei einem Leerhub eine in einem Speicher der Steuerung abgelegte,
vorgegebene Geschwindigkeit überschreitet, ist der Druck zu hoch, wenn die Geschwindigkeit
unterschritten wird, ist der Druck zu niedrig. Diese Information kann dem Bediener
anhand von Leuchtdioden oder direkt in alphanumerischen Zeichen am Display angezeigt
werden.
[0030] Die zweite Ausführungsform, dargestellt in Figur 3, enthält zusätzlich einen weiteren
Schalter, also insgesamt drei Schalter. Mit drei Schaltern ist es zusätzlich möglich
festzustellen, ob der Kolben eine beschleunigte Bewegung oder eine abbremsende Bewegung
durchführt. Wenn der Kolben mit dem Magneten und den drei Schaltern vorbeibewegt wird,
erhält man drei Impulse, die zeitlich voneinander beabstandet sind. Aufgrund der bekannten
Abstände L1 und L2 zwischen den Schaltern ist es möglich festzustellen, ob der Kolben
eine beschleunigte oder eine abbremsende Bewegung ausführt. Gleichzeitig kann festgestellt
werden, ob ein Leerhub vorliegt. Bei einem Leerhub sind die Geschwindigkeiten entlang
der Längen L1 und L2 im Wesentlichen gleich. Ist die Geschwindigkeit zwischen dem
unteren dem mittleren Schalter größer als zwischen dem oberen und dem mittleren Kontakt,
so wird ein Niet gezogen und ist noch nicht abgerissen. Ist die Geschwindigkeit zwischen
dem oberen Kontakt und dem mittleren Kontakt größer als zwischen dem unteren Kontakt
und dem mittleren Kontakt ist der Nietstift abgerissen und der Kolben beschleunigt
nach dem Abriss des Nietdorns. In diesem Fall ist ebenfalls ein Arbeitshub ausgeführt
worden.
[0031] Die dritte Ausführungsform dargestellt in Figur 4 verfügt über einen weiteren Schalter
nahe der Ausgangsstellung des Kolbens 18. Da bei Nietsetzgeräten mit einer hydraulischen
Kolben-Zylinder-Einheit und einer pneumatischen Kolben-Zylinder-Einheit häufig Ölverlust
im hydraulischen Teil auftritt, gelangt der Kolben 18 nach längerem Betrieb nicht
mehr vollständig in seine Ausgangsstellung zurück. Dies kann mit dem vierten Schalter
festgestellt werden. Wenn der Kolben nicht mehr weit genug in seine Ausgangsstellung
zurückkehrt, wird ein Signal ausgegeben, bzw. von der Steuerung verarbeitet, so dass
dem Bediener mitgeteilt werden kann, dass Ölverlust aufgetreten ist. Zusätzlich ergibt
sich eine weitere Messstrecke durch den vierten Schalter. Durch die nunmehr der drei
vorhandenen Messstrecken L1, L2 undL3 kann eine Aussage über die Gleichmäßigkeit der
Bewegung des Kolbens getroffen werden. Ist die Geschwindigkeit auf der Strecke L3
schon so hoch, dass sie einem Leerhub entspricht, aber auf den Stecken L1 und L2 nicht
konstant, und somit einem Arbeitshub entspricht, kann die Aussage getroffen werden,
dass die Spannbacken verschlissen sind, gereinigt oder gewechselt werden müssen. Eine
entsprechende Meldung kann ebenfalls über das Display ausgegeben werden.
[0032] Bei der vierten Ausführungsform dargestellt in Figur 5 ist ein fünfter Schalter an
der oberen Endlage des Pneumatikkolbens vorgesehen. Mit diesem Schalter kann zusätzlich
eine weitere Messstrecke geschaffen werden. Zusätzlich kann mit diesem Schalter festgestellt
werden, ob das Gerät überlastet ist oder nicht. Wird bei korrekt eingestelltem Luftdruck
die Endlage des Kolbens 18 nicht erreicht, so ist davon auszugehen, dass ein Niet
gesetzt wird, der für dieses Gerät zuviel Kraft erfordert. Auch dies kann dem Bediener
über ein Display mitgeteilt werden, z. B. durch das Anzeigen des Wortes "Überlastung".
[0033] Die verwendete Steuerung ist eine üblich Steuerung mit Mikroprozessor einschließlich
EPROM / ROM / RAM. Es kann aber auch eine frei programmierbare Steuerung sein oder
eine fest vorprogrammierte Steuerung. Es muss in jedem Fall genügend Speicher vorgesehen
sein, um entsprechende Vergleichswerte für die verschiedenen abzufragenden Messstrecken
abzuspeichem und Vergleiche zu ermöglichen. Auch die entsprechenden Textmeldungen
müssen gegebenenfalls in unterschiedlichen Sprachen gespeichert werden können. Zusätzlich
können weitere Anzeigegeräte vorgesehen sein, wie z. B. ein Gerät zur Ausgabe eines
Signaltons oder eine Leuchtdiode. Durch das Zählen von Arbeits- und Leerhüben ist
es möglich bei erreichen einer bestimmten Anzahl von Arbeits- und Leerhüben entsprechende
Wartungsmeldungen wie z. B. Spannbacken reinigen, Spannbacken wechseln, Öl nachfüllen,
Öl wechseln, Dichtungssystem erneuern etc. einzugeben und anzuzeigen.
[0034] Weiterhin kann die Steuerung mit einer Schnittstelle versehen sein, die es möglich
macht mit einem ersten Schritt Gerätedaten, z. B. Kaufdatum, Seriennummer, die durchgeführte
Anzahl von Hüben auszulesen. Dabei kann es auch sinnvoll sein, zur Überprüfung der
Historie und der Garantieanerkennung des Gerätes zu prüfen, inwieweit das Gerät bei
zu hohem Druck, zu niedrigem Druck oder wie oft es zu hoher Belastung ausgesetzt wurde.
Über eine Schnittstelle können derartige Daten sowohl eingelesen als auch ausgelesen
werden.
1. Nietsetzgerät mit einer Nietsetzeinrichtung (3) und einer Antriebseinrichtung (4)
zum Erzeugen einer Hubbewegung der Nietsetzeinrichtung (3), und wenigstens einem Schalter
(33), mit dem zumindest ein von der Steuerung des Nietsetzgerätes verarbeitbares Signal
in Abhängigkeit der Hubbewegung der Nietseitzeinrichtung erzeugbar ist und mit einem
mit dem Schalter (33) zusammenwirkenden Magneten (32), wobei durch die Antriebseinrichtung
beim Durchführen der Hubbewegung der Nietsetzeinrichtung (3) eine Relativbewegung
zwischen Schalter (33) und Magnet (32) zum Betätigen des Schalters erzeugbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei in Bewegungsrichtung des Magneten voneinander beabstandete und mit
dem Magneten (32) zusammenwirkende Schalter (33) vorgesehen sind.
2. Nietsetzgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass drei in Bewegungsrichtung des Magneten voneinander beabstandete Schalter (33) vorgesehen
sind.
3. Nietsetzgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalter (33) gleichmäßig voneinander beabstandet sind.
4. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet mit der Antriebseinrichtung gekoppelt ist.
5. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet beweglich in einem Gehäuse des Nietsetzgerätes und die Schalter (33) gehäusefest
angeordnet sind.
6. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebseinrichtung eine Kolben-/Zylinder-Einheit (11, 19) aufweist.
7. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnet (32) entweder mit dem Kolben oder mit der Kolbenstange des Kolbens bewegbar
ist.
8. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalter am oder nahe am Zylinder der Kolben-/Zylinder-Einheit angeordnet sind.
9. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Schalter etwa auf halber Hublänge der Kolben-/Zylinder-Einheit angeordnet
ist.
10. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Schalter (33) nahe dem Kolben in seiner Ausgangslage angeordnet ist.
11. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass einer der Schalter (33) nahe dem Kolben in seiner Endlage angeordnet ist.
12. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung einen Mikroprozessor enthält.
13. Nietsetzgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schnittstelle vorgesehen ist zum Auslesen des Inhalts des Speichers oder zum
Überspielen von Programmen auf die Steuerung.
1. Riveting tool with a riveter (3) and a drive (4) for producing a thrust movement of
the riveter (3) and at least one switch (33) by means of which at least one signal,
which can be processed by the control means of the riveting tool, can be produced
on the basis of the thrust movement of the riveting tool, and with a magnet (32) functioning
in conjunction with the switch (33), whereby a relative movement between switch (33)
and magnet (32), to operate the switch, can be produced by means of the drive, when
the thrust movement of the riveting tool is carried out, characterized in that there are at least two switches (33), separated from each other in the direction
of movement of the magnet and functioning together with the magnet (32).
2. Riveting tool in accordance with claim 1, characterized in that there are three switches (33) that are spaced from each other in the direction of
movement of the magnet.
3. Riveting tool in accordance with claim 1 or 2, characterized in that the switches (33) are uniformly spaced.
4. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 3, characterized in that the magnet is coupled with the drive.
5. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 4, characterized in that the magnet is disposed such that it can move in a housing of the riveting tool and
the switches (33) are stationary in relation to the housing.
6. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 5, characterized in that the drive has a piston/cylinder unit (11, 19).
7. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 6, characterized in that the magnet (32) can either move with the piston or with the piston rod.
8. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 7, characterized in that the switches are disposed on or close to the cylinder of the piston/cylinder unit.
9. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 8, characterized in that one of the switches is disposed at a position approximately half-way along the thrust
stretch of the piston/cylinder unit.
10. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 9, characterized in that one of the switches (33) is disposed close to the piston in its original position.
11. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 10, characterized in that one of the switches (33) is disposed close to the piston in its end position.
12. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 11, characterized in that the control means contains a microprocessor.
13. Riveting tool in accordance with one of claims 1 to 12, characterized in that there is an interface for reading out the content of the memory or for running programs
on the control means.
1. Riveteuse comprenant un dispositif pour la pose de rivets (3) et un dispositif d'entraînement
(4) pour engendrer une course du dispositif pour la pose de rivets (3), et au moins
un commutateur (33), qui peut produire au moins un signal, lequel peut être traité
par l'unité de commande de la riveteuse, en fonction de la course du dispositif pour
la pose de rivets, et un aimant (32) agissant conjointement avec le commutateur (33),
dans laquelle un mouvement relatif entre le commutateur (33) et l'aimant (32) pour
actionner le commutateur peut être créé par le dispositif d'entraînement lors de l'exécution
de la course du dispositif pour la pose de rivets (3), caractérisée en ce qu'au moins deux commutateurs (33), distants l'un de l'autre dans le sens du mouvement
de l'aimant et agissant conjointement avec l'aimant (32), sont prévus.
2. Riveteuse selon la revendication 1, caractérisée en ce que trois commutateurs (33) distants les uns des autres sont prévus dans le sens du mouvement
de l'aimant.
3. Riveteuse selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que les commutateurs (33) sont à distance égale les uns des autres.
4. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'aimant est couplé au dispositif d'entraînement.
5. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'aimant est disposé de manière mobile dans un boîtier de la riveteuse et que les
commutateurs (33) sont disposés de manière fixe sur le boîtier.
6. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que le dispositif d'entraînement comporte un ensemble piston/cylindre (11, 19).
7. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'aimant (32) peut être actionné soit à l'aide du piston, soit à l'aide de la tige
du piston.
8. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que les commutateurs sont disposés sur le cylindre ou à proximité du cylindre de l'ensemble
piston/cylindre.
9. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que l'un des commutateurs (33) est disposé approximativement à mi-parcours de la course
de l'ensemble piston/cylindre.
10. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que l'un des commutateurs (33) est disposé à proximité du piston dans sa position initiale.
11. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que l'un des commutateurs (33) est disposé à proximité du piston dans sa position finale.
12. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que l'unité de commande contient un microprocesseur.
13. Riveteuse selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisée en ce qu'une interface est prévue pour lire le contenu de la mémoire ou pour copier des programmes
dans l'unité de commande.