Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht von einer Vorrichtung und Verfahren zur Speicherung und/oder Auswertung
von Daten in einem Fahrzeug gemäß der jeweiligen Oberbegriffe der unabhängigen Ansprüche
aus.
[0002] Eine Anordnung zur Speicherung von Daten in einem Kraftfahrzeug ist beispielsweise
aus der EP 0 671 631 bekannt. Dabei enthalten die Daten statische Angaben zum Kraftfahrzeug
und zum Halter, Angaben von Fehlercodes über den Zustand von Systemen, Komponenten
und Sensoren an Bord des Kraftfahrzeuges. Als Speichermedium ist dabei eine Karte
vorgesehen. Dieses Dokument beschreibt die Speicherung von Fehlercodes, die durch
eine Fahrzeugdiagnosevorrichtung an Bord des Kraftfahrzeugs gewonnen worden sind.
Diese Fehlercodes werden dabei auf einer Smart-Card, die in einer entsprechenden Aufzeichnungseinheit
eingesetzt ist gespeichert. Zusammen mit den an Bord gewonnenen Fehlercodes wird die
Fahrzeugposition sowie Daten über das Fahrzeug und dessen Halter auf der Karte abgespeichert.
Die Karte kann aus der Aufzeichnungseinheit entnommen werden und, da sie eigene Intelligenz
enthält und mit Sondereinrichtungen versehen ist, in ein Telefon eingeführt werden,
um die Daten an einen mobilen Reparaturdienst zu übermitteln. Die hier beschriebene
und verwendete Smart-Card enthält nur Daten zu einem aktuellen Fehlerproblem, so daß
weitere Daten, die den vorhergehenden Lebenszyklus des Fahrzeugs betreffen, also von
früheren Fehlerproblemen, verloren sind. Somit erlaubt diese bekannte Anordnung keine
Abspeicherung aller an Bord gewonnenen Fehlercodes über den gesamten Nutzungszyklus
des Kraftfahrzeuges. Außerdem erfolgt hierbei keine interne Datenauswertung, die insbesondere
eine Rekonstruktion individueller Benutzungs- und Belastungsmuster zuläßt.
[0003] Aus der DE 197 00 353 ist eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Diagnose, Steuerung,
Übertragung und Speicherung sicherheitsrelevanter Systemzustandsgrößen eines Kraftfahrzeugs
bekannt. Es wird die Erfassung dynamischer Betriebsdaten eines Kraftfahrzeuges zur
Erkennung und Bewertung sicherheitskritischer Situationen beschrieben. Aus den aktuell
im Speicher befindlichen Daten werden Steuerungsoperationen abgeleitet. Da hierbei
Prozeßdaten, Sicherheitskennwerte und Steueroperationen aufgezeichnet und die aufgezeichneten
Werte zu einer Analyse des Verlaufs von Risikosituationen und des Verhaltens der Fahrer
über bestimmte Zeiträume, in bestimmten Verkehrssituationen und Verkehrsgebieten ausgewertet
werden um daraus sicherheitsrelevante Schlußfolgerungen für die Gestaltung des Systems
Fahrer-Fahrzeug-Umwelt gezogen werden ist bei diesem Dokument davon auszugehen, daß
im Fahrzeug die Daten eben nur über eine bestimmte Zeitdauer aufgezeichnet werden
und dann durch jüngere Daten überschrieben werden. Eine Speicherung der Daten über
den gesamten Lebenszyklus oder einen längeren Nutzungszeitraum des Kraftfahrzeugs
ist in diesem Dokument nicht genannt. Auch die Auswertung der Daten zur Erstellung
von Benutzungs- bzw. Belastungsmustern um beispielsweise einen Abnutzungsgrad zu ermitteln
ist nicht Gegenstand dieser Offenlegung.
[0004] Die DE 44 43 218 A1 zeigt eine Einrichtung zur Speicherung diagnoserelevanter Umgebungsvariablen
in einem Kraftfahrzeug. Dabei ist in der Einrichtung ein kommunikationsfähiges Busspeichermodul
mit eigenem Rechner vorgesehen, das zum Empfangen von Anforderungen des Setzens von
Fehlercodes, zur Auswertung dieser Anforderung und zur Generierung entsprechender
Fehlercodes sowie zur Auswahlbestimmung in Abhängigkeit vom jeweiligen Fehlercode
der jeweiligen Anforderung, zum Setzen des jeweiligen Fehlercodes jeweils diagnoserelevanter
Umgebungsvariablen, zur selbständigen Einholung vom Bus dieser Umgebungsvariablen,
sowie zu deren Abspeicherung zusammen mit dem jeweils aktuellen Fehlercode in der
Lage ist. Dieser Stand der Technik zeigt somit eine Diagnoseeinrichtung, bei der der
Servicetechniker das Busspeichermodul nach Fehlercodes und den zugehörigen Umgebungsvariablen
abfragen und eine gezielte Störungslokalisation durchführen kann.
[0005] Daneben werden zusätzlich Daten zur Fahrzeughistorie eigenständig abgespeichert,
wobei diese Daten zur Fahrzeugwartung benutzt werden, um diese an unterschiedliche
Verschleißsituationen wie Stadt- oder Fernverkehr anzupassen.
[0006] Eine Speicherung wesentlicher Daten der Lebensgeschichte eines Steuergerätes ist
in der DE 195 16 481 gezeigt. Die dabei erfaßten und gespeicherten Daten können bei
Bedarf ausgegeben werden und somit z. B. bei der Beurteilung eines gebrauchten Steuergerätes
bezüglich Ausfallwahrscheinlichkeit und Zuverlässigkeit Anhaltspunkte geben. Eine
Gesamtschau beispielsweise des Fahrzeugs, in welches das Steuergerät eingebaut ist,
kann damit nicht erzielt werden. Dazu trägt auch bei, daß die erfaßten und gespeicherten
Daten, Betriebszeit, Steuergerätetemperatur und am Steuergerät anliegende Spannungswerte,
insbesondere Dauer und Intensität von Störspannungen, direkt miteinander und mit der
Funktionalität des Steuergerätes selbst physikalisch korreliert sind. Dadurch, daß
nur wesentliche Daten gespeichert werden und durch den Einbau des
[0007] Steuergerätes in das Fahrzeug ist die Speicherung dynamischer Daten und deren Auswertung,
speziell eine zu jedem Zeitpunkt intern oder extern ausgeführte Rekonstruktion der
individuellen Benutzungs- und Belastungsmuster nicht gezeigt. Die Betrachtung und
Auswertung von nicht miteinander korrelierten Daten, insbesondere zur Erstellung von
Abnutzungsprofilen eines Fahrzeugs, ist damit nicht möglich.
[0008] Dem genannten Stand der Technik gegenüber ergibt sich somit die Aufgabe der Erfassung,
Klassifikation und Speicherung dynamischer, auch unkorrelierter Daten über den gesamten
Lebenszyklus bzw. Nutzungszeitraum eines Fahrzeugs und eine daraus permanent mögliche,
durch individuelle Dateninterpretation durchgeführte Rekonstruktion der Fahrzeugnutzung
und -abnutzung zwischen Erstinbetriebnahme und einem beliebigen Auslesezeitpunkt.
Vorteile der Erfindung
[0009] Die erfindungsgemäße Vorrichtung und die erfindungsgemäßen Verfahren zur Speicherung
und Auswertung von Daten in einem Fahrzeug ermöglichen in vorteilhafter Weise gegenüber
dem Stand der Technik das Einschreiben aller für das Fahrzeug, seinen Betrieb und
seinen Halter relevanten Daten über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeugs in einen
zentralen, am Datenbus des Fahrzeugs angekoppelten Speicher, der dem Fahrzeug zugeordnet
ist. Dies ermöglicht die Nutzung dieser Daten in vielfältiger und überraschender Weise.
[0010] Aspekte der Erfindung werden in dem unabhängigen Ansprüchen 1,2 und 8 definiert.
[0011] Die Erfassung, Klassifikation und Speicherung dynamischer Daten während der Nutzungsphase
eines Kraftfahrzeuges über den gesamten Lebenszyklus bzw. Nutzungszeitraum wird erfindungsgemäß
in einem System mit einem Speichermedium realisiert. Dieses System, als Betriebsdatenspeicher,
das aus wenigstens einem Speicher, einer Busankopplung und einer Ein-/Ausgabeeinheit
besteht, wird im weiteren als Speichermedium bezeichnet. Im Speichermedium werden
Daten abgelegt und verarbeitet, die in ihrer Gesamtheit eigentlich unkorreliert sind,
aber in ihrer Kombination eine detaillierte Rekonstruktion der Fahrzeugbelastung sowie
der Fahrzeugbe- und abnutzung zwischen Erstinbetriebnahme und einem beliebigen Auslesezeitpunkt
ermöglichen. Vorteilhafterweise ist das Speichermedium als Busteilnehmer ausgebildet
und kann so in einem Informationsverbund von Fahrzeugkomponenten und Systemen die
auf dem Datenbus befindlichen Daten einlesen und auswerten sowie Daten von den Busteilnehmern
zur Speicherung und Rekonstruktion abfragen.
[0012] Die Art und Intensität einer Fahrzeugnutzung, insbesondere des Fahrzeugs individuelle
Belastungsmuster, sind aber bekannt, wenn die im Fahrzeug bereits verfügbaren Sensordaten,
die Daten weiterer Systeme im Fahrzeug sowie anderer Fahrzeugkomponenten einer zusätzlichen
Auswertung zugeführt werden. Somit ist das fahrzeugindividuelle Belastungsmuster bzw.
dessen Abnutzung ein objektiver Indikator zur Ermittlung des Restwertes und Zustandes
eines Fahrzeuges.
[0013] Vorteilhaft ist zusätzlich, wenn die Daten mit Hilfe eines Mikroprozessors zudem
verschlüsselt aufgezeichnet werden. So kann außerdem eine Manipulation der Daten,
wie beispielsweise das Rücksetzen des Tachostandes vermieden werden.
[0014] Die im Speichermedium gespeicherten Daten erlauben darüber hinaus vorteilhafter Weise
zu jedem beliebigen Zeitpunkt die Rekonstruktion individueller Nutzungs- und Belastungsmuster
seit der Erstinbetriebnahme. Durch die Generierung bzw. Rekonstruktion der Belastungsmuster
vor Ort, also im Fahrzeug selbst kann die Information darüber ohne zusätzlichen Aufwand
direkt, auch durch den Fahrer oder Halter abgefragt werden.
[0015] Im folgenden werden bevorzugte Anwendungsszenarien genannt, bei welchen die erfindungsgemäße
Vorrichtung und die zugehörigen Verfahren vorteilhaft eingesetzt werden können.
[0016] Bei Reparatur oder Service können auszutauschende Komponenten auf der Basis von Betriebsstunden
und Belastung leicht identifiziert werden. Bei Eintreten kritischer Zustände an einzelnen
Komponenten, wie Überlastung erfolgt eine detaillierte Datenaufzeichnung und Auswertung.
Somit ist es auch möglich Serviceintervalle und Reparaturen an die Nutzungs- bzw.
Belastungsgeschichte des Fahrzeugs anzupassen und somit die Benutzungsgeschichte,
ebenso wie den Gesamtzustand des Fahrzeugs zu erfassen. Dabei können die Daten des
Speichermediums ebenfalls für eine Fehlerdiagnose genutzt werden.
[0017] Wenn Fahrzeugkomponenten ausgetauscht oder neu eingebaut werden, ist dies ebenso
wie deren Reparaturgeschichte erfaßbar. In vorteilhafter Weise geben neue Fahrzeugkomponenten,
wie beispielsweise Steuergeräte, Sensoren, insbesondere intelligente Sensoren, nach
dem Einbau bei Inbetriebnahme eine individuelle Kennung ab, welche ebenfalls im Speichermedium
erfaßt und verarbeitet werden kann.
[0018] Garantie-, Versicherungs- und Kulanzansprüche können aufgrund des bisher Gesagten
von der tatsächlichen Fahrzeugnutzung abhängig gemacht werden.
[0019] Bei der Vermietung und beim Leasing von Fahrzeugen muß der Mietpreis nicht mehr auf
der Basis der Leihdauer bestimmt werden sondern kann abhängig von der tatsächlichen
Nutzung des Fahrzeugs berechnet werden. Ein zusätzlicher Risikozuschlag für die Ungewißheit
über die Beanspruchung während der Leihdauer kann damit entfallen.
[0020] Auch beim Verkauf eines Leasingfahrzeuges oder generell beim Gebrauchtwagenkauf erlaubt
das Speichermedium die Ermittlung eines objektiven Wiederverkaufswerts abhängig von
der Nutzungsintensität. Auch hier könnte eine zusätzliche Risikoprämie entfallen.
[0021] Somit wäre auch ein verbessertes Flottenmanagement durch Kenntnis des tatsächlichen
aktuellen Zustandes der Fahrzeugflotte möglich. Speziell ermöglicht dies die Planung
von Reparaturen, Austausch von Komponenten, Vermietung und Verkauf von Fahrzeugen.
[0022] Ebenso kann abhängig von dem einen zentralen Speichermedium auf ein mögliches Recycling
des Fahrzeugs am Ende der Nutzungsdauer befunden werden. Wieder verwendbare Komponenten
können auf der Basis der Restlebensdauer identifiziert und erneut eingesetzt werden.
[0023] Ein weiteres vorteilhaftes Einsatzgebiet der Erfindung ist die Fahrzeugentwicklung.
Dabei können Spezifikationen mit realen Benutzungsdaten verglichen und angepaßt werden.
Das Speichermedium stellt dabei Daten zum Feldverhalten von Komponenten und des Gesamtfahrzeugs
bereit. Damit können aus dem Feld Daten für die Fahrzeugentwicklung und Komponentenentwicklung
gewonnen werden. Auch eine durch das zentrale Speichermedium mögliche Aufzeichnung
des Fahrerverhaltens für Testzwecke und bei Einsatz in Vorserien für Entwicklung und
Dimensionierung von Fahrzeugkomponenten bzw. Fahrzeugen kann eingesetzt werden. Dieses
Erfassen des Fahrerverhaltens bzw. von bestimmten Nutzungsprofilen kann auch dazu
verwendet werden, daß Fahrzeugverhalten unterschiedlichen Fahrstilen anzupassen.
Weitere Vorteile sind Gegenstand der Ansprüche
Zeichnung
[0024] Die Erfindung wird anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele
der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Dazu zeigt Figur 1 einen im Fahrzeug
vorgesehenen Datenbus an den verschiedene Systeme und Sensoren sowie weitere Fahrzeugkomponenten
angeschlossen sind. Ebenso ist an den Datenbus das Speichermedium angebunden. Figur
2 zeigt eine weitere Ausgestaltung des Speichermediums. Eine sehr spezielle, modulare
Ausführungsform eines Speichermediums zeigt Figur 3 in Form eines Nutzungschips, welcher
auch portabel auf einem Träger gestaltet werden kann. Ein mögliches Verfahren in Hardware
oder Software zur Bestimmung der Abnutzung in Form eines Abnutzungsgrades bzw. der
Lebensdauer ist in Figur 4 dargestellt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0025] In Figur 1 ist schematisch in einem Blockschaltbild ein Gesamtsystem mit einem Datenbus
108 dargestellt, der in einem Fahrzeug vorgesehen ist. An diesem Datenbus 108 sind
einerseits das Speichermedium 101 und andererseits verschiedene Komponenten 111 bis
116 innerhalb des Fahrzeuges angeschlossen. Die an den Datenbus angeschlossenen Komponenten
können einzelne Systeme, sonstige Steuergeräte, einzelne Sensoren oder Sensorgruppen,
Aktuatoren und weitere Fahrzeugkomponenten sein. In diesem Ausführungsbeispiel ist
mit 111 ein Motormanagementsystem bezeichnet, an welchem zusätzlich mit 109 und 110
Sensorik sowie mit 117 Aktuatorik angeschlossen ist. Dieser Anschluß von Sensorik
bzw. Aktuatorik an das System kann einerseits über gesonderte Verbindungsleitungen
bzw. seriell oder aber ebenfalls über den Datenbus 108 erfolgen bzw. ein mit dem Datenbus
108 verbundenes weiteres Bussystem, insbesondere ein Feldbussystem. Dabei kann Sensorik
und/oder Aktuatorik über wenigstens ein zweites, vom Datenbussystem 108 verschiedenes
Bussystem, das z.B. als Feldbus ausgebildet ist, miteinander verbunden und an wenigstens
eine Steuereinheit angekoppelt sein, welche ihrerseits an das bidirektionale Bussystem
108 angeschlossen ist.
In diesem Ausführungsbeispiel stellt Sensor 109 einen Motortemperatursensor und Sensor
110 einen Motordrehzahlsensor dar. Weitere Sensoren bezüglich des Motormanagementsystems
sind aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeigt. Ebenso steht der Aktuator 117
hier beispielsweise ein Einspritzmittel für Kraftstoff, stellvertretend für andere
und weitere Aktuatoren eines Motormanagementsystems. Die Sensorik 109, 110 sowie die
Aktuatorik 117 ist hier nur stellvertretend zu verstehen. Je nach Art des Motors,
ob also ein Elektromotor oder ein Verbrennungsmotor und dabei beispielsweise ein Ottomotor
auch mit Benzindirekteinspritzung oder ein Dieselmotor vorliegt, ist unterschiedliche
Sensorik bzw. Aktuatorik eingesetzt. Block 112 stellt ein weiteres System, beispielsweise
ein die Bremswirkung beeinflussendes und/oder die Fahrstabilität bzw. Sicherheit erhöhendes
System, wie ein Antiblockiersystem oder eine Fahrdynamikregelung dar. Die gesamte
dazu notwendige Aktuatorik bzw. Sensorik mit einem oder mehreren Steuergeräten ist
aus Gründen der Übersichtlichkeit im System in Block 112 zusammengefaßt. Daneben ist
mit 113 ein weiteres System, beispielsweise eine Getriebesteuerung oder ein System
zur Fehlerdiagnose im Fahrzeug dargestellt, welches Fehlerinformation beispielsweise
in Form von Fehlercodes auf den Datenbus 108 liefert. Neben Systemen und Steuergeräten
können aber auch weitere Komponenten wie Aktuatoren oder Sensoren, insbesondere intelligente
Sensoren mit Signalverarbeitung und einer Logik Vorort, direkt an den Bus angeschlossen
werden. Mit Block 114 ist dabei beispielsweise ein Sensor zur Erfassung der Fahrgeschwindigkeit
dargestellt. Block 115 stellt daneben beispielsweise einen Starter bzw. Startergenerator
dar. Ebenso können optional noch weitere Fahrzeugkomponenten 116 in Form von Systemen,
Steuergeräten, Aktuatoren und Sensoren am Datenbus 108 angekoppelt sein, möglicherweise
ein Vertikal-Beschleunigungssensor, zur Erfassung von Vibrationen bei Fahrt über Schlaglöcher.
Ebenso sind Sensoren zur Erfassung von Umweltgrößen wie Außentemperatur, Feuchtigkeit,
insbesondere ein Regensensor, etc. möglich. Der Datenbus 108 kann über einen Gateway,
z.B. die optionale Komponente 116, mit weiteren Bussystemen im Fahrzeug, z.B. Sensorbussystemen,
also einem Bussystem, das Sensoren vernetzt, verbunden sein.
[0026] Bei dem Beispiel kann einerseits der Sensor als intelligenter Sensor, mit einem Mikrocontroller
vor Ort, eigener AD-Wandlung und eigener Signalvorverarbeitung benutzt werden, wodurch
der Sensor direkt physikalische Größen als Digitalwert auf den Bus, z.B. 108, übertragen
kann. Daneben kann ein solcher Sensor auch On-Chip bei oder in einem weiteren System
(109-111) untergebracht sein und dessen Signalverarbeitung und Buscontroller mitbenutzen.
Analog gilt dies auch bei Aktuatoren, die einerseits selbst Buszugang besitzen (115)
oder aber mit einem System (111) verbunden sind (117). Die angeschlossenen Fahrzeugkomponenten
111 bis 116 besitzen dabei unterschiedliche Komplexität und kommunizieren beispielsweise
jeweils über einen Buscontroller mit dem Datenbus 108. Stellvertretend für die Vielzahl
der an den Bus ankoppelbaren Fahrzeugkomponenten seien hier also beispielhaft ein
Motormanagementsystem 111, ein Bremssystem 112, eine Getriebesteuerung oder ein Fehlerdiagnosesystem
113, ein Starter 115 sowie ein Fahrgeschwindigkeitssensor oder ein Drehratensensor
114 dargestellt bzw. genannt. Stellvertretend für weitere Komponenten ist optional
Element 116 dargestellt.
[0027] Die Daten, die von diesen Komponenten auf den Datenbus gelangen, oder über den Datenbus
von den Komponenten abrufbar sind, werden dem Speichermedium 101 mittels seiner Busankopplung
ebenfalls zur Verfügung gestellt und gespeichert. In einer ersten Ausführungsform
enthält das Speichermedium 101 wenigstens einen Speicher 100 eine Busankoppeleinheit
100b, beispielsweise ein Microcontroller sowie eine Ausgabeeinheit 100a, über welche
Daten aus dem Speicher 100 abrufbar sind. Die Busankoppeleinheit 100b kann dabei über
eigene flüchtige bzw. nicht flüchtige Speicher beispielsweise zur Datenpufferung verfügen.
Dabei besteht die Busankoppeleinheit 100b z.B. aus einem Kommunikationscontroller
und einem Kommunikationsinterface, insbesondere einem Dual Port RAM. Eine Host-Funktion
könnte dabei durch die Steuergeräte-SW, bzw. die SW im Speichermedium realisiert werden,
da eine Verarbeitung der abzuspeichernden bzw. abgespeicherten Daten im Speichermedium
durch einen Mikrocomputer bzw. Mikrocontroller erfolgen kann.
[0028] Die erfindungsgemäße Anordnung zur Speicherung von Daten im Fahrzeug besteht im Kern
also darin, daß ein Speichermedium wie ein Speicher 100 vorgesehen ist, welcher dem
Fahrzeug zugeordnet und in einer fahrzeugseitigen Schnittstelle zum Lesen und/oder
Beschreiben mit dem Datenbus 108 verbunden ist. Der Speicher 100 besitzt dabei ein
großes Speichervolumen oder ist alternativ modular (z.B. kaskadiert) aus mehreren
kleineren Speicherbausteinen aufgebaut, welche nutzungsabhängig über entsprechende
Software oder Schalter, z.B. DiP-Schalter, konfiguriert werden können. In einer vorteilhaften
Ausführungsvariante werden als Speicher auch ein oder mehrere der in einem oder mehreren
Steuergeräten vorhandenen nichtflüchtigen Speicher im Rahmen einer Ausführung als
verteilte Applikation in einem Softwareverbund verwendet. Dabei werden die Daten auf
mehrere Speicher in den Steuergeräten verteilt.
[0029] Mittels der im Speicher 100 über den gesamten Nutzungs- bzw. Lebenszeitraum des Fahrzeugs
abgelegten Daten können durch Auswertemittel zu jeder Zeit Nutzungs- bzw. Belastungsprofile
des Fahrzeugs bzw. von Komponenten rekonstruiert werden. Vorteilhafter Weise sind
diese Auswertemittel 102 bis 104, aber wenigstens eines, auf dem Speichermedium 101
selbst vorgesehen. Durch die Auswertemittel 102 bis 104 sind unterschiedliche Interpretationen
der Daten aus Speicher 100 möglich. Über eine Ausgabeeinheit 105 können die Ergebnisse
solcher Interpretationen an äußere Schnittstellen geleitet werden. Dies kann beispielsweise
eine serielle Schnittstelle 106 sowie eine parallele Schnittstelle 107, beispielsweise
zu einem weiteren Bus sein. Statt Ausgabe der durch Dateninterpretation gewonnenen
Ergebnisse, können diese auch wiederum in der Speichereinrichtung 100 abgelegt werden
und verbleiben dort. Die so insgesamt im Datenspeicher 100 abgelegten Daten und Ergebnisse
verbleiben dort über den gesamten Nutzungszeitraum des Kraftfahrzeuges bzw. der Anordnung,
so daß eine historische Aufnahme des Verhaltens des Kraftfahrzeugs vorhanden ist.
Dies kann, wenn die Anordnung von Anfang an im Kraftfahrzeug vorgesehen ist, den gesamten
Lebenszyklus des Fahrzeugs umfassen. Falls die Möglichkeit gegeben sein sollte, eine
solche Anordnung nachträglich ins Kraftfahrzeug einzubauen und an den dort vorhandenen
Datenbus 108 anzuschließen, dann gilt diese Historie ab dem Einbau der Anordnung gemäß
der Erfindung.
[0030] Eine weitere Ausführungsform für das in Figur 1 dargestellte Speichermedium 101 ist
in Figur 2 gezeigt. Dabei wird das Speichermedium 101a über einen Koppelbaustein 203
an den Datenbus 108 des Fahrzeugs angeschlossen. Ein interner Bus 202 des Speichermediums
101 verbindet den Speicher 100, einen Mikroprozessor 200, eine Peripherie-Ein/Ausgabeeinheit
204 sowie optional weitere Elemente 201. Für den Mikroprozessor 200 können je nach
Funktionsumfang und internem Aufbau, wie insbesondere mögliche Speicher, Coprozessoren,
etc., verschiedenen Bezeichnungen, wie Mikrocontroller, zentrale Prozessoreinheit
(Central Processing Unit), Steuereinheit (Electronic Control Unit), etc. verwendet
werden. Die Peripherie-Ein-/Ausgabeeinheit 204 schafft die Verbindung des Speichermediums
101a entweder seriell über Schnittstelle 106 oder parallel über Schnittstelle 107
mit möglichen externen Geräten und Baugruppen 205. Solche externen Geräte sind beispielsweise
Test- und Auswerterechner oder auch weitere Fahrzeugkomponenten bzw. Sensoren, welche
nicht an den Datenbus 108 des Fahrzeugs angekoppelt sind. Prinzipiell werden die Daten
auf dem Datenbus 108 durch die Koppeleinheit 203 in das Speichermedium 101a eingelesen.
Eine Selektion oder Vorselektion bestimmter Daten kann bereits in dem Koppelbaustein
203 erfolgen. Eine weitere Auswahl der zu speichernden Daten ist aber beispielsweise
durch den Mikroprozessor 200 oder eine mögliche Auswerteschaltung, beispielsweise
an Position des Elementes 201 möglich. Ein gesamtes erfindungsgemäßes System besteht
somit aus der Hardware des Speichermediums im Fahrzeug, einem möglichen Auswertegerät
zur Datenübertragung vom fahrzeugseitigen Datenspeicher und Auswertesoftware bzw.
einer Auswerteschaltung zur Klassifikation, Interpretation und Visualisierung der
Daten. Die fahrzeugseitige Hardware besteht typischer Weise aus einem Mikroprozessor
bzw. Mikrocontroller 200 zur Datenvorverarbeitung und/oder Auswertung, den Fahrzeugkomponenten
(111-116) aus denen die Daten gespeichert werden, insbesondere Sensorik zur Erfassung
von Betriebsdaten, wenigstens einem nicht flüchtigen großvolumigen Datenspeicher (100),
einer obligatorischen Spannungsversorgung, ein Interface in Form einer Koppeleinheit
(100b, 203) zum Datenbus des Fahrzeugs sowie wenigstens einer Kommunikationsschnittstelle
(105, 203), insbesondere zur Übertragung der gespeicherten Daten an einen weiteren
Rechner, insbesondere ein Auslesegerät. Die Speichermedium-Hardware im Fahrzeug dient
der Erfassung, Vorverarbeitung und Speicherung derjenigen Daten, die für die oben
aufgeführten Anwendungsszenarien benötigt werden. Vorteilhafter Weise wird durch eine
mögliche Auswerteschaltung im Speichermedium eine Datenauswertung, insbesondere die
Rekonstruktion von Nutzungs- und/oder Belastungsmustern durchgeführt und die dabei
entstehenden Ergebnisse einmal für den Fahrzeugführer andererseits beispielsweise
für den Service oder sonstige Personen und Institutionen sichtbar gemacht. Das Speichermedium
(101 bzw. 101a) ist Teilnehmer an dem fahrzeuginternen Datenbussystem, wie beispielsweise
CAN, wobei Informationen von weiteren Busteilnehmern in Form von Fahrzeugkomponenten
wie beispielsweise einer Getriebesteuerung oder einem On-board-Diagnose-System (113),
Motormanagementsystem (111), Bremssystem (112), Starter (115), Drehratensensor, Airbagsensor,
etc. erfaßt und einerseits zyklisch oder per Anfrage bzw. ereignisorientiert an das
Speichermedium gesendet bzw. übertragen werden. Die im Speichermedium verarbeiteten
Daten und ihre Auswertung ermöglichen die parallele Realisierung von mehreren der
in den Vorteilen aufgeführten Anwendungsszenarien. Dazu werden Dateninterpretationssysteme
für alle interessierenden Anwendungsszenarien erstellt. Dies kann durch interne wie
externe Auswerteschaltungen bzw. in Software geschehen. Im externen Fall werden die
über die Kommunikationsschnittstelle vom Speichermedium übertragenen Daten von einem
Auslesegerät empfangen und anschließend beispielsweise auf einem Rechner oder einem
externen Prüfgerät ausgewertet. Das Speichermedium erfaßt ferner die Betriebszustände
anderer Busteilnehmer wie beispielsweise die Information "Starter Ein", sowie deren
An- und Abmeldung am Bussystem. Auf diese Weise kann beispielsweise der Austausch
einer Komponente dokumentiert werden. Es ist auch möglich, in Verbindung mit Keyless-Entry-Systemen
Benutzerprofile von Fahrern im Speichermedium abzulegen. Dann könnten die Fahrzeugkomponenten,
bzw. das Fahrzeug an den jeweiligen Benutzerstil insbesondere den persönlichen Fahrstil
angepaßt werden.
[0031] Eine sehr spezielle Ausführungsform der Erfindung ist in Figur 3 in Form eines Nutzungschips
101b dargestellt. Ein von weiteren Kfz-Komponenten separates Modul, das den Nutzungschip
101b beinhaltet, bekommt darin Zugang zu allen Informationen, die im Fahrzeug über
ein oder mehrere Datenbussysteme übertragen werden. Idealer Weise sind alle relevanten
Informationen über das Datenbussystem verfügbar. Ist dies nicht der Fall, sind wiederum
externe Schnittstellen für Komponenten außerhalb des Datenbussystems im Fahrzeug vorgesehen.
Der Nutzungschip besteht somit aus einem Mikroprozessor 300 zur Datenerfassung und
Auswertung mit einer Schreib- und Sicherheitslogik sowie einem Anschlußbaustein 301
für beispielsweise ein Bussystem als Datenbus 108, welches an die Pins 302 angekoppelt
ist. Daneben enthält der Nutzungschip 101b eine Ein- und Ausleseeinheit 306 einerseits
zur Erfassung weiterer externer Daten, wie z. B. Service- oder Reparaturinformationen
über Pin 304 und andererseits für die Nutzungsdaten, die entweder über einen speziellen
Code am elektronischen Fahrerdisplay angezeigt werden können oder mit einem Auslesepin
305 drahtgebunden oder drahtlos (z.B. optisch, induktiv oder per Funk) über ein Lesegerät
an einen Rechner übertragen werden können. Ebenso ist mit 308 eine Batterie, als zusätzliche
Energieversorgung vorgesehen, die beispielsweise eingreift, wenn die Energieversorgung
303 außer Funktion ist. Mit 309 ist optional eine Schaltung mit deren Hilfe eine Zeitbasis
zur Zeiterfassung generiert werden kann, beispielsweise ein RC-Oszillator vorgesehen.
Der Datenspeicher ist in diesem speziellen Ausführungsbeispiel mit 307 gekennzeichnet.
Dieser ist beispielsweise als EEPROM bzw. Flashspeicher oder anderer nichtflüchtiger
Speicher ausgebildet. Der Mikroprozessor 300 dient dabei ebenfalls der Auswertung
der Informationen bzw. Daten, beispielsweise um den notwendigen Speicherbedarf zu
limitieren. Auf den Mikroprozessor 300 werden Daten bzw. Informationen extrahiert,
interpretiert und Daten, insbesondere Nutzungsdaten generiert, die beispielsweise
die Abnutzung bzw. Belastung des Fahrzeugs beschreiben. Das Modul in Form des Nutzungschips
101b besteht somit mindestens aus einem Mikroprozessor (300), einen nicht flüchtigen
Datenspeicher (307) und Schnittstellen zur Kommunikation mit dem Bus (302) und zum
Auslesen der Daten (304) des Datenspeichers.
[0032] Es ist auch denkbar, den Datenspeicher 307 direkt mit den für den Einsatz des Verfahrens
benötigten Komponenten, insbesondere Sensoren zu koppeln, ebenso den Datenspeicher
an die On-board Diagnose anzubinden.
[0033] Der Mikroprozessor 300 aber auch die Prozessoren 200, 100a und 100b dienen auch der
Verschlüsselung der berechneten Daten. Um ein Austauschen des Nutzungschips 101b im
Bezug auf Datensicherheit zu verhindern, können einerseits bestimmte Fahrzeugdaten
wie z.B. die Seriennummer auf dem Nutzungschip 101b abgespeichert werden. Andererseits
können bei unautorisiertem Ausbau des Nutzungschips 101b ebenso wie bei Manipulationen
an diesem mit Hilfe der internen Batterie 308 die gespeicherten Daten gelöscht bzw.
unkenntlich gemacht werden, abhängig vom Durchtrennen bestimmter Sicherheitsbarrieren.
[0034] Der Nutzungschip 101b kann beliebig entweder in eine Fahrzeugkomponente eingebaut,
oder als separates Modul ausgeführt werden.
[0035] In dem vorgenannten Speichermedium der Figuren 1 bis 3 können somit vielfältige Daten
abgelegt werden, um diese auszuwerten. Im weiteren werden Beispiele für solche Daten
genannt, die zusammen oder alternativ bzw. in beliebiger Kombination abspeicherbar
sind.
[0036] Neben internen Betriebsdaten der einzelnen Komponenten des Fahrzeugs, also Fahrzeugsystemen
zur Verarbeitung von Betriebsdaten, wie Bremssystem, Antriebssystem, Kraftübertragungssystem,
insbesondere Getriebe, usw. werden externe Daten abgespeichert.. Diese externen Daten
werden z.B. durch Sensoren erfaßt oder aus Sensorgrößen ermittelt. Dies sind insbesondere
Umweltbedingungen wie z.B. Temperatur, Feuchtigkeit, Regenmenge, Nebeldichte, Windstärke,
usw. Diese Umweltbedingungen können dann auch weiter kombiniert und ausgewertet werden.
Diese Umweltdaten können auch in Betriebspausen, also wenn das Fahrzeug nicht betrieben
wird aufgezeichnet werden, um z.B. aus der Umgebung des Fahrzeugs auch im Nichtbetrieb
(z.B. Regen, Schnee, Kälte, parken an Steigungen: angezogene Handbremse, usw.) auf
dessen Abnutzung zu schließen, also erfindungsgemäß über den gesamten Nutzungszeitraum.
[0037] Daneben können im Speichermedium auch Daten bezüglich Inspektionen bzw. Wartungen
abgelegt werden. Diese Daten betreffen z.B. die Inspektionsintervalle des Fahrzeugs
und/oder durchgeführte bzw. durchzuführende Reparaturen am Fahrzeug mit Identifikation
einzelner Komponenten diesbezüglich. Dabei können auch Informationen von auszutauschenden
Komponenten und/oder ausgetauschten Komponenten erfasst und berücksichtigt werden.
Für eine Bestimmung der Abnutzung des Gesamtsystems Fahrzeug können damit ausgetauschte
bzw. reparierte Komponenten und deren Austausch- bzw. Reparaturzeitpunkt berücksichtigt
werden. Dazu wird eine individuelle Komponentenkennung abgespeichert, anhand derer
die betroffene Komponente identifiziert werden kann. Bei einer Wartung oder Inspektion
oder sonstigen Gelegenheit geänderte Verstelldaten sind ebenfalls mit dem entsprechenden
Änderungszeitpunkt ablegbar. Solche Verstelldaten werden z.B. in der Applikation von
Komponenten oder des Gesamtfahrzeugs eingegeben bzw. verändert. Ebenso kann dies bei
nachträglichen Veränderungen bzw. Verbesserungen bzw. Hinzunahme oder Ausbau der Fahrzeugkomponenten
geschehen. Diese Verstelldaten sind veränderbare bzw. optimierbare Daten z.B. in Fahrzeugsteuergeräten.
[0038] Auch im Betrieb oder bei Inspektionen auftretende, insbesondere bleibende, Fehler
können im Speichermedium abgelegt werden. Eine weitere Datenart sind Informationen
zu Fehlbedienungen wie zu starkes Gas geben, extremes Bremsen, Gangwechselfehler,
usw., welche ebenfalls abspeicherbar sind.
[0039] Daraus ergibt sich, daß auch Benutzerprofile z.B. aus einer Fahrertyperkennung im
Speichermedium abgelegt werden können. Echte Fehlbedienungen ergeben sich dann aus
den Toleranzen bezüglich der Bedienung des jeweiligen Fahrertyps. Zu einer Abnutzungsbestimmung
können aber auch die Fahrertypen selbst, also die Benutzerprofile herangezogen werden.
Dabei spielt z.B. eine Rolle ob das Fahrzeug ökonomisch, sportlich, usw. bezogen auf
die Betriebsdaten betrieben wird. Dabei können zum Teil direkt Belastungen einzelner
Komponenten bzw. des Gesamtfahrzeugs ermittelt werden, wobei eben Daten wie Anzahl
der Starts, insbesondere Kaltstarts, Startbeschleunigung, Heftigkeit der Lenkbewegungen,
Fahrverzögerungen, z.B. durch Bremsen oder Motorbremse, Achsbelastung durch Beladung
eine Rolle spielen.
[0040] Durch die genannte Erfindung kann also auch eine Protokollierung der Fahrzeugnutzung
über den gesamten Nutzungszeitraum des Fahrzeugs, also bis zur endgültigen Stillegung
des Fahrzeugs erfolgen. Auch die Dauer und Heftigkeit einzelner Betriebsphasen sowie
Phasen, in denen das Fahrzeug stillsteht, im Nutzungszeitraum bis zum Verschrotten
können abgespeichert und ausgewertet werden.
[0041] Ein weiterer Teil der Erfindung sind Verfahren zur Ermittlung der Abnutzung, bzw.
Belastung von Fahrzeugen basierend auf den vorgenannten Speichermedien 101, 101a bzw.
dem Nutzungschip 101b. Zur Erläuterung eines ersten Verfahrens zur Ermittlung des
Abnutzungsgrades AG werden beispielhaft und stellvertretend für weitere Daten und
Größen die Motortemperatur und die Motordrehzahl erfaßt. Dies geschieht beispielsweise
durch die Sensoren 109 und 110. Zur Weiterverarbeitung wird die Anzahl der Motordrehzahlen
N1 erfaßt, die einen vorgebbaren Schwellwert Nmax1 überschreiten. Daneben kann ebenso
eine weitere Anzahl der Motordrehzahlen N2 erfaßt werden, die einen Schwellwert Nmax2
der größer als Nmax1 ist überschreiten. Dies ließe sich mit beliebig vielen Schwellwerten
Nmaxi fortsetzen. Daneben kann noch eine mittelwertgebildete Motordrehzahl Nmittel
verwendet werden. Ebenso wird bei der Motortemperatur vorgegangen. Einerseits wird
die Anzahl der Motortemperaturen T1 erfaßt, die einen Schwellwert Tmax1 überschreiten.
Ebenso wird beispielsweise eine Anzahl der Motortemperaturen T2 erfaßt, die einen
weiteren Schwellwert Tmax2 der größer als der erste Schwellwert Tmax1 ist überschreiten.
Auch hier kann dies für beliebig viele Schwellwerte durchgeführt werden. Andererseits
kann auch hier zusätzlich eine durch Mittelwertbildung gewonnene Motortemperatur Tmittel
verwendet werden. Statt bzw. zusätzlich zu Motordrehzahl und Motortemperatur kann
jede denkbare Fahrzeuggröße zur Bildung des Abnutzungsgrades AG herangezogen werden.
Als Größen dienen beispielsweise ebenso die Fahrzeuggeschwindigkeit, die Längs- und
Querbeschleunigung, die Vertikalbeschleunigung, die Außentemperatur, die Feuchtigkeit
der Außenluft, die Bremskraft, usw., wobei dabei ebenfalls die Anzahl der Überschreitung
gewisser Schwellwerte erfaßt bzw. Mittelwerte gebildet werden können. Gleichfalls
kann wenigstens eine Anzahl von Lenkbewegungen, Kalt- und Warmstartvorgängen, etc.
nach obigem Prinzip eingebracht bzw. gemittelt werden. In einer sehr einfachen Form
ergibt sich dann der Abnutzungsgrad AG wie folgt:

[0042] Unter Verwendung der gemittelten Größen lautet G1 (1):

[0043] Die Gewichtungsfaktoren a1 bis a6 bzw. ai, bspw. konstant oder dynamisch anpaßbar,
bei Verwendung anderer und/oder zusätzlicher Daten, sind dabei anwendungsspezifisch
festzulegende und gegebenenfalls dynamisch anzupassende Größen. Der Wert AG des Abnutzungsgrades
kann dann automatisch z.B. tabellarisch oder über ein Kennfeld beispielsweise einem
Restwert des Fahrzeugs ebenso wie der Restlebensdauer des Fahrzeugs, seiner Subsysteme
und Komponenten zugeordnet werden. Diese Information kann zudem automatisch je nach
Berechtigung z.B. als Anzeige im Fahrzeug dem Halter, dem Fahrer oder per Funk sonstigen
Personen und Institutionen angezeigt oder übermittelt werden. Die für die Ermittlung
des Abnutzungsgrades relevanten Parameter können bestimmt werden durch Testserien
vor der Einführung auf dem Markt und Erfahrungswerte aus der Betriebsphase. Da bei
Einführung eines neuen Fahrzeugmodells meist Herstellerinformationen aus Testreihen
zur Verfügung stehen, werden die Startwerte für den Abnutzungsgrad während des gesamten
Fahrzeuglebenszyklus bzw. der Nutzungsphase angepaßt. Dazu werden die Gewichtungsfaktoren
a1 bis a6 bzw. ai an die aktuelle Situation bzw. den aktuellen Stand adaptiert, in
dem über den Fahrzeugservice Daten rückgeholt und mit Reparaturdaten korreliert werden.
Der Abnutzungsgrad kann entweder auf einem Mikroprozessor im Fahrzeug berechnet oder
anhand eines externen Gerätes bzw. Rechners ermittelt werden.
[0044] Neben den verwendeten Größen Motordrehzahl und Motortemperatur ist wie bereits genannt
eine Vielzahl weiterer Größen zur Ermittlung einer objektiven Abnutzung denkbar. Dies
sind beispielsweise die Anzahl der Motorstarts, wobei beispielsweise abhängig von
der Motortemperatur ermittelt werden kann, ob es sich um einen Kalt- oder Warmstart
handelt, die Fahrzeuggeschwindigkeit die Bremskraft, die Bremsdauer, die Querbeschleunigung,
eine Vertikalbeschleunigung, beispielsweise zur Erfassung von Vibrationen bei Fahrt
über Schlaglöcher, usw.
[0045] Eine komplexere Art der Auswertung im Vergleich zu oben genanntem Beispiel zeigt
dazu Figur 4. Die Zentraleinheit umfaßt dabei wenigstens ein vorgenanntes Speichermedium
und den Datenbus, kann aber zusätzlich eine Steuereinheit umfassen. Die zentrale Steuer-
bzw Zentraleinheit 400 stellt dabei über Leitung 402 und 403 unterschiedliche Eingangsinformationen
für ein Interpretationsmittel 401 zur Verfügung. Im einfachsten Fall liegt auf Leitung
403 ein Low-Pegel und auf Leitung 402 ein High-Pegel an und das Interpretationsmittel
401 ist als einfaches Schaltmittel ausgebildet. Wird das Fahrzeug oder eine fahrzeuginterne
Komponente in Betrieb genommen, was durch das Steuersignal StS dem Interpretationsmittel
401 mitgeteilt wird. Daraufhin schaltet dann das Interpretationsmittel 401 als Schaltmittel
von dem Low-Pegel auf Leitung 403 zum High-Pegel auf Leitung 402, wodurch beispielsweise
eine nachfolgende Schaltung erst funktionsfähig gemacht werden kann. Ist der Low-Pegel
bei 403 Null so wird nur im Falle eines Betriebes des Fahrzeugs oder einer einzelnen
Komponente und dadurch anliegendem High-Pegel eine deutlich höhere Abnutzung bestimmt.
Wird durch das Steuersignal StS das Interpretationselement 401 nicht in den Betriebszustand.
(High-Pegel) gesetzt kann zusätzlich verhindert werden, daß ein Offset OS oder eine
Wichtung WS ausgegeben werden, wodurch nur dann ein Beitrag zum Abnutzungsgrad entsteht,
wenn das Fahrzeug bzw. die Komponente in Betrieb gesetzt ist. In Element 404 wird
auf den Ausgang, den Signalpegel SP von Element 401 ein Offset-Signal OS aufgeschaltet.
Im einfachsten Fall wird der Offset OS einfach aufaddiert. Die mit dem Offset OS beaufschlagte
Größe SPO wird nun im Element 405 mit einer Gewichtung bzw. einem Wichtungssignal
WS versehen. Im wiederum einfachsten Falle wird die Wichtung WS einfach als Faktor
aufmultipliziert. Die Wichtung WS und/oder der Offset OS werden dabei aus den Eingangssignalen
ES der Zentraleinheit 400 gebildet. Diese Eingangssignale ES entsprechen dabei den
im Speichermedium zu speichernden und auszuwertenden Daten. Somit ist das Speichermedium
in der Zentraleinheit 400 enthalten. Die so mit Wichtung WS und Offset OS beaufschlagte
Größe SPOW wird nun einem Integrierelement 406 zugeführt. In diesem Integrierelement
406 werden die nacheinander eingehenden mit Offset OS und Wichtung WS beaufschlagten
Größen SPOW aufintegriert. Dadurch entsteht am Ausgang des Integrierers eine Größe,
die einer Benutzung bzw. einer Nutzungsdauer entspricht, ein Nutzungssignal NS. Element
407 dient daraufhin als Vergleichselement. Neben der die Nutzung beschreibende Größe
NS aus Integrierelement 406 wird dem Vergleichselement 407 ein Vergleichssignal VS
zugeführt. Dieses Vergleichssignal VS, mit einer Schwellwertfunktion besetzt, kann
beispielsweise dazu verwendet werden, sofern es überschritten ist einen Austausch
von wenigstens einer Komponente, eine Verkürzung von Serviceintervallen oder eine
Durchführung notwendiger Reparaturen einzuleiten. Die Ausgangsgröße bzw. das Ausgangssignal
AS des Vergleichselements 407 zeigt dies an. Diese Größe AS kann dann entweder über
ein Fahrerdisplay dem Fahrzeugführer aber ebenso via Funk einer Werkstatt oder einem
Fuhrparkdisponenten angezeigt werden. Der in Figur 4 dargestellte Ablauf kann ebenso
vollständig in Software implementiert werden. Es ist auch möglich, für jede oder zumindest
eine Auswahl an Fahrzeugkomponenten ein solches System zur Verfügung zu stellen. Dadurch
kann für jede Komponente der Nutzungs- bzw. Leistungsgrad ermittelt und in ihrer Kombination
für das Gesamtfahrzeug bestimmt werden. Für den Starter 115 beispielsweise würde der
Offset OS der Anzahl der Starts entsprechen und über die Wichtung WS würde beispielsweise
die Motortemperatur eingehen. Damit wäre im Vergleich zum vorhergehenden Verfahren
ein feinerer Zusammenhang zwischen Start und Motortemperatur als ausschließlich Kalt-
und Warmstartunterscheidung möglich. Bei einem E-Gassteller beispielsweise entspräche
der Offset OS dem Lastwechsel und über die Wichtung WS würde hier ebenfalls die Motortemperatur
einfließen. Im Falle von Fahrzeugbremsen beispielsweise würde sich der Offset OS bei
Bremseneingriff ergeben, die Wichtung WS würde die Stärke des Bremsmoments widerspiegeln.
Gleiches könnte für Motorlüfter, Zündkerzen, Fahrzeugmotor, Kupplung bzw. Getriebe,
Einspritzventile, etc. dargestellt werden. In fahrzeuginternen Größen können auch
Umweltbedingungen beispielsweise als Wichtungs- bzw. Gewichtungsfaktoren eingebracht
werden. So verkürzt beispielsweise ein Fahren bei ständiger Tieftemperatur oder auf
Schlechtwegstrecken ebenso wie häufige Kurvenfahrten die Lebensdauer des Fahrzeugs.
Dabei kann zur Erkennung bei häufigen Kurvenfahrten entweder die Lenkwinkeleinstellung
oder auch ein Navigationssystem aus welchem die gefahrenen Strecken erkennbar sind
ausgewertet werden. Auch häufige Regenfahrten bei nassem und matschigem Untergrund
können die Fahrzeugkorosion erhöhen und somit die Gesamtlebensdauer verkürzen.
[0046] Durch die Erfindung kann eine einfachere Behandlung von Garantieansprüchen oder Versicherungsansprüchen
ebenso wie ein Manipulationsschutz, beispielsweise gegen Einbau und Betrieb falscher
Komponenten oder den Einsatz falscher Daten, insbesondere Verstelldaten, erfolgen.
Außerdem ist die Fahrzeughistorie jederzeit verfügbar.
1. Vorrichtung zur Speicherung von Daten in einem Speicher (100) in einem Fahrzeug, wobei
die Daten über einen Datenbus (108) im Fahrzeug übertragen werden, an welchen Komponenten
(111-116) wie Fahrzeugsysteme, Sensoren, Aktuatoren, sowie weitere Fahrzeugkomponenten
angeschlossen und anschließbar sind, wobei der Speicher (100) als ein zentrales Speichermedium
(101, 101a, 101b) für die mit dem Datenbus (108) verbundenen Komponenten (111-116)
ausgebildet ist und ebenfalls mit dem Datenbus (108)im Fahrzeug verbunden ist, wobei
die Daten permanent in dem Speichermedium über den gesamten Nutzungszeitraum des Fahrzeugs
abgespeichert werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Daten durch mit dem Speichermedium verbindbare Auswertemittel (102-104, 201)in
unterschiedlicher Weise interpretierbar sind, wobei die Daten so interpretiert werden,
daß ein Maß (AG) für eine Benutzung und/oder eine Abnutzung des Fahrzeugs und/oder
der Komponenten (111-116) von den Auswertemitteln (102-104, 201) dargestellt wird.
2. Speichermedium (101, 101a, 101b) zur Speicherung von Daten in einem Fahrzeug, wobei
das Fahrzeug verschiedene Komponenten (111-116) enthält, wobei das Speichermedium
einen nichtflüchtigen Speicher (100) enthält, wobei das Speichermedium mit einem Datenbus
(108) im Fahrzeug über eine Busankoppeleinheit (100b, 203) verbunden ist und die Daten
über den gesamten Nutzungszeitraum des Fahrzeugs in das Speichermedium über den Datenbus
(108) eingeschrieben werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Speichermedium eine Ein/Ausgabeeinheit (100b, 203, 106, 107) und Auswertemittel
(102-104, 201) zur Auswertung der Daten enthält, wobei die Daten derart ausgewertet
werden, daß aus ihnen ein Maß (AG) für die Nutzung und/oder Abnutzung des Fahrzeugs
und/oder der Komponenten (111-116) gebildet wird.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Speichermedium nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Speicherung ein oder mehrere Speicher der in Komponenten (111-116) des Fahrzeugs,
insbesondere Steuergeräten, vorhandenen nichtflüchtigen Speicher verwendet werden.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Speichermedium nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Speichermedium Daten über Inspektionsintervalle und/oder durchgeführte und/oder
durchzuführende Reparaturen und/oder ausgetauschte und/oder auszutauschende Komponenten
(111-116), insbesondere eine Komponentenkennung, gespeichert werden.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Speichermedium nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Speichermedium Benutzerprofile und/oder Daten über Fehler und/oder Fehlbedienungen
und/oder Änderungen von Verstelldaten abgespeichert werden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Speichermedium nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Speichermedium interne Betriebsdaten des Fahrzeugs und/oder externe Daten,
wie Umweltbedingungen, abgespeichert werden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Speichermedium nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Speich-ermedium einen nichtflüchtigen Speicher, eine Busankop-peleinheit sowie
eine Ein-/Ausgabeeinheit enthält.
8. Verfahren zur Speicherung und Auswertung von Daten in einem Fahrzeug, bei dem die
Daten über einen Datenbus (108) übertragen und in einem Speichermedium (101, 101a,
101b) eingetragen werden, wobei das Speichermedium (101, 101a, 101b) als zentraler
Speicher über den Datenbus (108) mit weiteren Komponenten (111-116) im Fahrzeug verbunden
ist und daß die Daten über den gesamten Nutzungszeitraum des Fahrzeugs gespeichert
werden und bleiben, dadurch gekennzeichnet, daß eine Auswertung (102-104, 201) der Daten dahingehend stattfindet, daß aus ihnen ein
Maß (AG) für die Abnutzung und/oder Nutzung des Fahrzeugs und/oder der Komponenten
gebildet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertung der Daten, durch welche das Maß (AG) für die Abnutzung und/oder Nutzung
des Fahrzeugs und/oder der Komponenten (111-116) gebildet wird im Speichermedium durch
Auswertemittel stattfindet.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertung der Daten durch Bildung eines Abnutzungsgrades als Summe der gewichteten
Häufigkeiten von Überschreitungen ausgewählter Datenarten vorgebbarer, zu den jeweiligen
Daten gehörender Schwellwerte und/oder der gewichteten Mittelwerte ausgewählter Datenarten
erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswertung der Daten durch Bildung eines Wertes, welcher die bisherige Nutzungsdauer
und/oder Nutzungsintensität repräsentiert und diese durch Beaufschlagung wenigstens
eines Signals mit einer Gewichtung und/oder einem Offset und nachfolgender Summenbildung,
insbesondere Integration, erfolgt, wobei die Gewichtung und/oder der Offset ebenfalls
aus den Daten der Auswertung gebildet wird.
12. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß als Daten in dem Speichermedium interne Betriebsdaten des Fahrzeugs und/oder externe
Daten, wie Umweltbedingungen, und/oder Daten über Inspektionsintervalle und/oder durchgeführte
und/oder durchzuführende Reparaturen und/oder ausgetauschte und/oderauszutauschende
Komponenten (111-116) und/oder Daten über Fehler und/oder Fehlbedienungen und/oder
Änderungen von Verstelldaten abgespeichert werden.
1. Device for storing data in a memory (100) in a vehicle, the data being transmitted
in the vehicle via a data bus (108) to which components (111-116) such as vehicle
systems, sensors, actuators and further vehicle components are connected and can be
connected, the memory (100) being embodied as a central storage medium (101, 101a,
101b) for the components (111-116) which are connected to the data bus (108) and also
being connected to the data bus (108) in the vehicle, and the data being permanently
stored in the storage medium over the entire period of use of the vehicle, characterized in that the data can be interpreted in different ways by evaluation means (102-104, 201)
which can be connected to the storage medium, the data being interpreted in such a
way that a measure (AG) of use and/or wear and tear of the vehicle and/or the components
(111-116) is formed by the evaluation means (102-104, 201).
2. Storage medium (101, 101a, 101b) for storing data in a vehicle, the vehicle containing
different components (111-116), the storage medium containing a non-volatile memory
(100), the storage medium being connected to a data bus (108) in the vehicle via a
bus coupling unit (100b, 203), and the data being written into the storage medium
via the data bus (108) over the entire period of use of the vehicle, characterized in that the storage medium contains an input/output unit (100b, 203, 106, 107) and evaluation
means (102-104, 201) for evaluating the data, the data being evaluated in such a way
that a measure (AG) of the use and/or wear and tear of the vehicle and/or of the components
(111-116) is formed from it.
3. Device according to Claim 1 or storage medium according to Claim 2, characterized in that one or more memories of the non-volatile memories present in components (111-116)
of the vehicle, in particular controllers, are used for storage purposes.
4. Device according to Claim 1 or storage medium according to Claim 2, characterized in that data relating to inspection intervals and/or repairs which have been carried out
and/or are to be carried out and/or components (111-116) which have been replaced
and/or are to be replaced, in particular a component identifier, are stored in the
storage medium.
5. Device according to Claim 1 or storage medium according to Claim 2, characterized in that user profiles and/or data relating to faults and/or fault conditions and/or changes
of adjustment data are stored in the storage medium.
6. Device according to Claim 1 or storage medium according to Claim 2, characterized in that internal operating data of the vehicle and/or external data, such as environmental
conditions, are stored in the storage medium.
7. Device according to Claim 1 or storage medium according to Claim 2, characterized in that the storage medium contains a non-volatile memory, a bus coupling unit and an input/output
unit.
8. Method for storing and evaluating data in a vehicle in which the data is transmitted
via a data bus (108) and input into a storage medium (101, 101a 101b), the storage
medium (101, 101a, 101b) being connected, as a central memory, to further components
(111-116) in the vehicle via the data bus (108), and the data and remaining stored
over the entire period of use of the vehicle, characterized in that an evaluation (102-104, 201) of the data is carried out with the effect that a measure
(AG) of the wear and tear and/or use of the vehicle and/or of the components is formed
from it.
9. Method according to Claim 8, characterized in that the evaluation of the data by means of which the measure (AG) of the wear and tear
and/or use of the vehicle and/or of the components (111-116) is formed is carried
out in the storage medium by evaluation means.
10. Method according to Claim 8, characterized in that the evaluation of the data is carried out by forming a degree of wear and tear as
a sum of the weighted frequencies with which selected types of data of predefinable
threshold values associated with the respective data and/or the weighted average values
of selected types of data are exceeded.
11. Method according to Claim 8, characterized in that the evaluation of the data is carried out by forming a value which represents the
previous period of use and/or intensity of use, and this is carried out by applying
at least one signal with a weighting and/or an offset and subsequent summing, in particular
integration, the weighting and/or the offset also being formed from the data of the
evaluation.
12. Method according to Claim 8, characterized in that internal operating data of the vehicle and/or external data such as environmental
conditions and/or the data relating to inspection intervals and/or repairs which have
been carried out and/or are to be carried out and/or components (111-116) which have
been exchanged and/or are to be exchanged and/or data relating to faults and/or faulty
conditions and/or changes in adjustment data are stored as data in the storage medium.
1. Dispositif d'enregistrement de données dans une mémoire (100) d'un véhicule, les données
étant transmises par un bus de données (108) du véhicule, auquel sont branchés ou
peuvent l'être les composants (111-116) tels que les systèmes du véhicule, les capteurs,
actionneurs ainsi que d'autres composants du véhicule,
la mémoire (100) étant un ensemble de mémoire central (101, 101a, 101b pour les composants
(111-116) reliés au bus de données (108), et qui est également relié au bus de données
(108) du véhicule, les données étant enregistrées de manière permanente dans l'ensemble
de mémoire pendant toute la durée d'utilisation du véhicule,
caractérisé en ce que
les données sont différemment interprétées par des moyens d'exploitation (102, 104,
201) reliés à l'ensemble de mémoire, de manière qu'une mesure (AG) de l'utilisation
et/ou de l'usure du véhicule et/ou des composants (111-116) est représentée par les
moyens d'exploitation (102-104, 201).
2. Ensemble de mémoire (101, 101 a, 101b) pour enregistrer les données dans un véhicule,
le véhicule comportant différents composants (111-116), l'ensemble de mémoire ayant
une mémoire non volatile (100), l'ensemble de mémoire étant relié à un bus de données
(108) du véhicule par une unité de couplage de bus (100b, 203) et les données étant
enregistrées pendant toute la durée d'utilisation du véhicule dans l'ensemble de mémoire
par l'intermédiaire du bus de données (108),
caractérisé en ce que
l'ensemble de mémoire comporte une unité entrée/sortie (100b, 203, 106, 107) et des
moyens d'exploitation (102-104, 201) pour exploiter les données, ces données étant
exploitées de façon à former à partir de celles-ci une mesure (AG) pour l'utilisation
et/ou l'usure du véhicule et/ou celles des composants (111-116).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou ensemble de mémoire selon la revendication
2,
caractérisé en ce que
pour l'enregistrement on utilise une ou plusieurs des mémoires non volatiles existant
dans les composants (111-116) du véhicule, notamment dans les appareils de commande.
4. Dispositif selon la revendication 1 ou ensemble de mémoire selon la revendication
2,
caractérisé en ce que
dans l'ensemble de mémoire on enregistre des données concernant les intervalles de
révision et/ou les réparations effectuées et/ou à effectuer et/ou les composants échangés
et/ou à échanger (111-116), en particulier une caractéristique des composants.
5. Dispositif selon la revendication 1 ou ensemble de mémoire selon la revendication
2,
caractérisé en ce qu'
on enregistre dans l'ensemble de mémoire, le profil de l'utilisateur et/ou les données
concernant les défauts et/ou les mauvaises manoeuvres et/ou les modifications des
données de réglage.
6. Dispositif selon la revendication 1 ou ensemble de mémoire selon la revendication
2,
caractérisé en ce que
dans l'ensemble de mémoire on enregistre les données de fonctionnement internes du
véhicule et/ou les données externes telles que les conditions de l'environnement.
7. Dispositif selon la revendication 1 ou ensemble de mémoire selon la revendication
2,
caractérisé en ce que
l'ensemble de mémoire contient une mémoire non volatile, une unité de couplage de
bus ainsi qu'une unité entrée/sortie.
8. Procédé d'enregistrement et d'exploitation des données dans un véhicule, selon lequel
on transmet les données par un bus de données (108) et on lest enregistre dans un
ensemble de mémoire (101, 101a, 101b) relié comme mémoire centrale par le bus de données
(108) à d'autres composants (111-116) dans le véhicule, et les données sont et restent
enregistrées pendant toute la durée d'utilisation du véhicule,
caractérisé en ce qu'
on effectue une exploitation (102-104, 201) des données en formant à partir d'elles
une mesure (AG) pour l'utilisation et/ou l'usure du véhicule et/ou celle des composants.
9. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
l'exploitation des données avec lesquelles on forme la mesure (AG) de l'utilisation
et/ou de l'usure du véhicule et/ou des composants (111-116) se fait dans l'ensemble
de mémoire à l'aide d'un moyen d'exploitation.
10. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'
on fait l'exploitation des données en formant un degré d'utilisation comme somme des
fréquences pondérées des dépassements de type de données sélectionnées, par rapport
à des seuils associés aux données et/ou des valeurs moyennes pondérées de données
sélectionnées.
11. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce qu'
on exploite les données en formant une valeur qui représente la durée d'utilisation
jusqu'à présent et/ou l'intensité d'utilisation jusqu'à présent et cette valeur est
pondérée en appliquant au moins un signal avec une pondération et/ou un décalage,
et ensuite on forme une somme notamment par intégration, la pondération et/ou le décalage
étant également formés à partir des données de l'exploitation.
12. Procédé selon la revendication 8,
caractérisé en ce que
comme données, on enregistre dans l'ensemble de mémoire, les données de fonctionnement
internes du véhicule et/ou des données externes comme les conditions d'environnement
et/ou des données concernant les intervalles entre les révisions et/ou les réparations
effectuées et/ou à effectuer et/ou les composants échangés et/ou à échanger (111-116)
et/ou des données concernant des défauts et/ou des mauvaises manoeuvres et/ou des
modifications de données de réglage.