[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Umlenkung von riemenförmigen
Transportelementen zum Transport von flächigen Materialien in einer oder zu einer
bogenförmiges Material verarbeitenden Maschine.
[0002] Riementriebe dienen neben der Übertragung von Drehmomenten bei Förderanlagen oder
bei Verbrennungsmotoren im Automobilbereich auch zum Transport von flächigen Exemplaren,
wie beispielsweise bogenförmigem Material in bogenverarbeitenden Maschinen. Riementriebe,
die mit trapezförmigem Querschnitt versehene Riemen enthalten, werden bei Kopiergeräten
oder auch bei Druckmaschinen eingesetzt und transportieren dort das jeweils ein- oder
beidseitig zu bedruckende Material durch die Druckmaschine bzw. andere bogenverarbeitende
Maschinen.
[0003] Die Riementriebe können beispielsweise zum Transport von Bogen zum Einzeltransport
oder auch zur Bogenwendung eingesetzt werden.
[0004] Werden Transportriemen zur Wendung von flächigem Material von der Vorderseite des
flächigen Materials auf die Rückseite des flächigen Materials und umgekehrt eingesetzt,
so können auch eine Wendung herbeiführende Wendeeinrichtungen mit Riemen versehen
werden, die sich bis zu 180° und mehr verdrehen lassen, bezogen auf ihre jeweilige
Längsachse. Die Riemen sind vorgespannt, wodurch sich an den die Riemen jeweils führenden
Riemenscheiben eine hohe Reibekraft einstellt. Aufgrund einer Verdrillung um 180°
und mehr, neigt der Transportriemen dazu, an den angeschrägten Flanken der Riemenscheibe,
die beispielsweise V-förmig profiliert ist, hochzulaufen und von der Riemenscheibe
abzuspringen. Tritt dies ein, ist die Zufuhr flächigen Materials zu einer kontinuierlich
arbeitenden bogenverarbeitenden Maschine unterbrochen, der Druckvorgang oder ein anderer
Verarbeitungsvorgang muss unterbrochen werden.
[0005] Die bisherigen Lösungsversuche zur Beseitigung dieser Mängel bestanden darin, die
Flanken der Riemen mit Silikonöl zu benetzen, um diese schlüpfrig zu halten, zur Vermeidung
des Hochlaufens des Riemens an der Riemenscheibe. Bei zu bedruckenden Bogen, die entweder
noch völlig unbedruckt sind oder deren eine Seite bereits bedruckt ist, scheidet der
Einsatz von Silikonöl aus, da dieses beispielsweise bei offenporigen Bedruckstoffen
in diesen eindringt, was zu einer Qualitätseinbuße im fertigen späteren Druckprodukt
führen muss.
[0006] Man hat ferner versucht, Leitrollen in den Riemenlaufpfad der Riementriebanordnung
zu integrieren, was einerseits nur unzureichend Abhilfe schafft, andererseits jedoch
sehr aufwendig ist und die Zugänglichkeit zur Bogenförderebene erheblich einschränkt.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, beim Einsatz von Transportriemen
für den Bedruckstofftransport die Transportsicherheit signifikant zu erhöhen und die
Wendung des Bedruckstoffes zu vereinfachen.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
[0009] Die Vorteile der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung sind vor allem darin zu erblicken,
dass mit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung die Spannkraft und damit die Reibkraft
zwischen dem umlaufenden Riemen und der diesen fördernden Umlenkscheibe nicht herabgesetzt
werden muss. Dies bedeutet die Aufrechterhaltung einer hohen Spannung und damit einer
exakten Wendung. Die Reibkoeffizienten zwischen den Wandungen des umlaufenden Riemens
und den Flanken der Umlenkscheiben sind durch eine geeignete Materialpaarung derart
herabgesetzt, dass ein Hochlaufen des Riemens durch Aufbau einer Reibkraft, erzeugt
durch die Spannkraft im Riemen, nunmehr unterbleibt. Damit ist die Absprunggefahr
eines umlaufenden Riemens aus seiner führenden Riemenscheibe signifikant herabgesetzt,
wodurch sich eine kontinuierliche Bogenzufuhr in einer bogenverarbeitenden Maschine
erzielen lässt. Daneben ist sichergestellt, dass durch eine entsprechende Ausbildung
des Bodens des den Riemen jeweils führenden Umlenkelements, eine elektrostatische
Aufladung im Riemen mit des auf diesem transportierten Bedruckstoffes unterbleibt,
da die elektrostatische Aufladung über den Boden des Umlenkelementes abfließen kann.
[0010] In vorteilhafter Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens kann
der Boden, der den Riemen im Umlenkelement führenden, beispielsweise trapezförmig
ausgebildeten Ausnehmung, aus elektrisch leitendem Material bestehen oder elektrisch
leitendes Material enthalten. Als elektrisch leitendes Material eignet sich insbesondere
eine metallische Oberfläche, die sich entlang der Bodenfläche über das Umlenkelement
erstreckt.
[0011] In weiterer Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens sind die
die beispielsweise trapezförmige Ausnehmung begrenzenden Seitenflächen aus einem Material
mit guten Gleiteigenschaften gefertigt. Dazu eignen sich insbesondere Vollkunststoffe
wie PTFE (Teflon) oder auch ein Vollkunststoff wie beispielsweise PEEK. Neben der
vollflächigen Fertigung der Seitenflächen aus den genannten Kunststoffen können die
Seitenflächen ebenso gut auch die genannten Kunststoffe enthalten, beispielsweise
in Form einer Beschichtung. Dadurch kann beispielsweise das unter der Vollkunststoffbeschichtung
liegende Material des jeweiligen Umlenkelements ein preiswerteres Material sein, da
lediglich die Kontaktfläche vom Umlenkelement zum Riemen mit der reibungsvermindernden
Beschichtung ausgestattet zu werden braucht.
[0012] Eine weitere Möglichkeit der Verwirklichung der erfindungsgemäßen Lösung besteht
darin, die die Ausnehmung seitlich begrenzenden Flankenflächen mit einer reibungsvermindernden
Flankenbeschichtung zu versehen. Dies gestattet insbesondere bereits im Betrieb befindliche
Umlenkelemente mit einer entsprechenden die Reibung zu den umlaufenden Riemenelementen
herabsetzenden Beschichtung zu versehen, so dass auf diese Weise nachgerüstete Wendeeinheiten
für Bedruckstoff weniger störungsanfällig sind. In einer Ausführungsvariante des der
Erfindung zugrunde liegenden Gedankens können die die beispielsweise trapezförmig
konfigurierte Ausnehmung begrenzenden Flankenbereiche als um die gemeinsame Rotationsachse
des Umlenkelements drehbar gelagerte Komponenten ausgebildet sein. Durch die Vermeidung
von Relativbewegungen zwischen den Flanken des Umlenkelements und den Flankenbereichen
des Transportriemens lässt sich der Hochlaufeffekt wirksam unterdrücken.
[0013] In weiteren Ausführungsvariante des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens können
die scheibenförmigen Umlenkelemente aus an einer gemeinsamen Rotationsachse koaxial
zueinander aufgenommenen Einzelscheiben bestehen. Dazu lässt sich beispielsweise eine
als Lauffläche zwischen Flankenflächen vorgesehene Einzelscheibe komplett aus metallischem
Material fertigen oder mit einer metallischen Umfangsfläche versehen. Die Flankenelemente
wiederum, die ebenfalls an der Rotationsachse des scheibenförmigen Umlenkelements
aufgenommen sind, können aus Vollkunststoffen wie PTFE oder PEEK gefertigt sein oder
an ihren den Transportriemen kontaktierenden Flächen mit Beschichtungen aus den genannten
Kunststoffen versehen werden. Die Flankenelemente können ebenso gut aus einem preiswerteren
Kunststoffmaterial gefertigt sein und die aufgezählten reibungsvermindernden Beschichtungen
nachträglich erhalten.
[0014] Die erfindungsgemäß vorgeschlagenen scheibenförmigen Umlenkelemente lassen sich bevorzugt
bei Wendeeinrichtungen zur Wendung bogenförmigen Materials einsetzen, wie sie beispielsweise
in bogenverarbeitenden Rotationsdruckmaschinen zum Einsatz kommen. Bogenverarbeitende
Rotationsdruckmaschinen schließen ausdrücklich auch solche Rotationsdruckmaschinen
ein, die nach dem Digitalprinzip arbeiten und in denen Bebilderungseinheiten vorgesehen
sein können oder die ein mittels eines Toners appliziertes Druckbild auf die Oberflächen
des Bedruckstoffes ein- oder beidseitig aufbringen.
[0015] Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nachstehend eingehender beschrieben.
[0016] Es zeigt:
- Figur 1
- das Ablaufen eines Riemens aus einer diesen führenden Riemenscheiben durch Hochlauf
des Riemens an der Riemenscheibenflanke,
- Figur 2
- eine Wendeeinheit mit Über-Kreuz-Verlauf von Transportriemen zur Wendung bogenförmigen
Materials,
- Figur 3
- eine Riemenscheibe aus vollmetallischem Material gemäß des Standes der Technik,
- Figur 4
- eine Riemenscheibe mit Flanken aus gleitfähigen Materialien,
- Figur 5
- eine Riemenscheibe, deren Flanken mit einer reibungsvermindernden Beschichtung versehen
sind und
- Figur 6
- eine Riemenscheibe mit drehbar gelagerten Flankenelementen aus Gleiteigenschaften
aufweisendem Vollkunststoff koaxial auf einer Rotationsachse aufgenommen.
[0017] Figur 1 zeigt die beim Ablaufen von verdrillt geführten Riemen beim Transport, wie
zum Beispiel bei der Wendung, auftretende Phänomene des Riemenhochlaufs an einer Flanke
der Riemenscheibe.
[0018] Aus der Darstellung gemäß Figur 1 geht hervor, dass eine Riemenscheibe 1, die beispielsweise
aus metallischem Vollmaterial gefertigt ist, eine etwa trapezförmig konfigurierte
Ausnehmung an der Umfangsfläche aufweist. Die trapezförmig konfigurierte Ausnehmung
wird von einer Lauffläche 6 begrenzt sowie zwei von dieser schräg nach außen verlaufenden
Flankenbereiche 8. Der in dieser Ausnehmung geführte Riemen 5 enthält an seiner Oberseite
eine Transportfläche, welche die Fläche ist, die das zu fördernde bogenförmige Material
unterstützt sowie zwei Flankenbereiche 4, die nach unten auf eine Lauffläche des Riemens
trapezförmig zulaufend ausgebildet sind. Der in der Figur 1 dargestellte Riemen 5
ist senkrecht zur Zeichenebene einer Spannkraft unterworfen, mit welcher er beispielsweise
innerhalb eines Wendemoduls einer bogenverarbeitenden Maschine vorgespannt ist. Durch
die Spannkraft wird der Riemen 5 an die Lauffläche 6 der Riemenscheibe 1 angedrückt,
wodurch sich zwischen den Flanken 4 des Riemens 5 und den Flankenbereichen 8 der Riemenscheibe
1 eine Reibkraft einstellt. Bedingt durch die Reibkraft und die dem gespannten Riemen
5 innewohnende Verdrehung, tendiert dieser gemäß des eingezeichneten Pfeils 9 zu einer
Ablaufbewegung, mit welcher er aus der Riemenscheibe 1 hinauswandert, von dieser abspringt
und damit eine Störung der kontinuierlichen Zufuhr von bogenförmigem Material zu einer
bogenverarbeitenden Maschine verursacht.
[0019] Aus der Darstellung gemäß Figur 2 geht eine Wendeeinheit für bogenförmiges Material
mit Über-Kreuz-Verlauf von Transportriemen zur Wendung bogenförmigen Materials hervor.
Die Wendeeinheit 23, hier lediglich in schematischer Darstellung wiedergegeben, enthält
eine Einlauföffnung 24 für bogenförmiges Material und eine Auslauföffnung 25 für bogenförmiges
Material, an der das bogenförmige Material die Wendeeinheit 23 in gewendetem Zustand
wieder verlässt.
[0020] Die Wendeeinheit 23 besteht im wesentlichen aus überkreuzgeführten Riemen 5, die
jeweils an Umlenkelementen 11 aufgenommen sind. Die Umlenkelemente, in der oberhalb
der Bogeneinlaufebene liegenden Ebene, stehen etwas weiter auseinander als die in
der unterhalb der Bogeneinlaufebene 24 liegenden Umlenkelemente 11. Die um die jeweiligen
Umlenkelemente 11 umlaufenden beispielsweise trapezförmig oder V-förmig konfigurierten
Transportriemen sind überkreuzgeführt, wodurch ein an der Einlauföffnung 24 einlaufendes
bogenförmiges Material bei der Passage der überkreuzgeführten Transportriemen 5 gewendet
wird und in die Wendeeinheit 23 in gewendetem Zustand bei 25 verlässt.
[0021] In den Figuren 4, 5 und 6 sind die Umlenkelemente 11 gemäß Figur 2 in verschiedenen
Ausführungsvarianten wiedergegeben.
[0022] In Figur 3 ist eine Riemenscheibe aus vollmetallischem Material gemäß des Standes
der Technik wiedergegeben.
[0023] Die Riemenscheibe 1 rotiert um eine Rotationsachse 12 und weist eine im wesentlichen
trapezförmig konfigurierte Ausnehmung 22 auf. Die Unterseite der Ausnehmung 22 wird
von einer Lauffläche 6 aus metallischem Material gebildet, während die Flanken 8 in
der Darstellung gemäß Figur 3 ebenfalls aus Metall bestehen.
[0024] Aus der Darstellung gemäß Figur 4 geht eine Riemenscheibe mit Flanken aus Material
mit reibungsvermindernden Eigenschaften hervor.
[0025] Die Riemenscheibe 11 gemäß Figur 4 umfasst eine aus metallischem Material oder metallisches
Material enthaltende Lauffläche 6. Durch die Ausbildung der Lauffläche 6 in elektrisch
leitendes Material kann eine eventuelle elektrostatische Aufladung verhindert werden
bzw. eine elektrostatische Aufladung sofort abgeleitet werden. Die Flanken 17 bestehen
aus Vollkunststoff wie beispielsweise PTFE (Teflon) oder PEEK, ebenso wie die sich
daran anschließenden Seitenflächen der Riemenscheibe 11. Die Riemenscheibe 11 rotiert
um die Rotationsachse 12 und enthält gemäß der Konfiguration gemäß Figur 4 am Boden
der trapezförmigen Ausnehmung 22 ein elektrisch leitendes Material und an den Flanken
der trapezförmigen Ausnehmung 22 ein reibungsverminderndes Material oder besteht in
diesem Bereich aus einem reibungsvermindernden Material.
[0026] In der Konfiguration gemäß Figur 5 des Gegenstandes der vorliegenden Erfindung besteht
die Riemenscheibe 11, welche um eine Rotationsachse 12 rotiert, beispielsweise aus
einem Kunststoffmaterial, wobei die Bodenfläche der Ausnehmung wiederum ein metallisches
Material 16 enthält. Diese Fläche kann auch vollständig aus metallischem Material
gefertigt werden, wobei die die Ausnehmung 22 begrenzenden Flanken 17 in einer reibungsvermindernden
Beschichtung ausgeführt sein können. Dadurch können beispielsweise bereits ausgelieferte
und im Betrieb befindliche Umlenkscheiben mit einer reibungsvermindernden Beschichtung
versehen werden, so dass die erfindungsgemäß erzielbaren Vorteile auch bei bereits
ausgelieferten bogenverarbeitenden Maschinen herbeigeführt werden können. Die Beschichtung
der Flanken mit einem reibungsvermindernden Material gestattet zudem die Grundkörper
der Riemenscheibe aus einem preisgünstigeren Material zu fertigen und anschließend
die die Riemen kontaktierenden Bereiche mit Materialien wie beispielsweise PTFE oder
PEEK zu beschichten und so die Fertigungskosten zu senken.
In einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung gemäß
Figur 6 kann die Riemenscheibe 11, rotierend um eine gemeinsame Rotationsachse 12,
eine stationär auf der Rotationsachse 12 aufgenommene Lauffläche 16 aus metallischem
Material enthalten, welche beidseitig von drehbar gelagerten Flankenelementen 14 aus
Kunststoff mit reibungsvermindernden Eigenschaften begrenzt sein kann. Somit ist die
den Riemen 5 führende trapezförmig konfigurierte Ausnehmung aus einer stationären
Bodenfläche mit relativ zu dieser bewegbaren Flankenabschnitten gebildet, so dass
sich zwischen dem Transportriemen 5 und den mit diesem rotierenden Flanken keine Relativbewegungen
und demzufolge keine Reibung einstellt. Dadurch ist ein Hochlaufen des Transportriemens
5 an den Flanken der trapezförmig konfigurierten Ausnehmung 22 wirksam verhindert,
da sich eine dazu erforderliche Reibkraft zwischen den Reibpartnern nicht einstellen
kann.
[0027] In einer weiteren Ausgestaltung des der Erfindung zugrunde liegenden Gedankens kann
die Riemenscheibe aus bis zu fünf Einzelelementen zusammengesetzt sein. An einer Rotationsachse
12 lässt sich demzufolge ein mittleres Laufelement 13, welches von zwei Flankenelementen
14 begrenzt wird, aufnehmen. Die Flankenelemente 14 ihrerseits können von Seitenflächen
15 umschlossen sein, wobei bei dieser Konfiguration die Flankenelemente 14 sowohl
stationär in Bezug auf die Rotationsachse 12 aufgenommen sein können als auch wie
bereits dargestellt relativ an dieser drehbar gelagert sein können. Analog zu den
oben bereits dargestellten Ausführungsvarianten lassen sich das Laufelemente 13 beispielsweise
mit einer ringförmig umlaufenden metallischen Oberfläche oder mit einer Oberfläche,
die elektrisch leitendes Material enthält, versehen. Die Flankenelemente 14 ihrerseits
können zum einen aus Vollkunststoff wie beispielsweise PTFE oder PEEK gefertigt sein
oder diese Kunststoffe mit reibungsvermindernden Eigenschaften in ihren Oberflächen
enthalten. Nur die Oberflächen stehen mit dem in der trapezförmig konfigurierten Ausnehmung
22 geführten Riemen 5 in Verbindung und müssen demzufolge die reibungsvermindernden
Eigenschaften erzeugen. Die Seitenflächen 15, welche die zusammengesetzte Anordnung
der Riemenscheibe 11 begrenzen, können aus einem beliebigen Material gefertigt werden.
Die trapezförmige Ausnehmung 22 weitet sich in radiale Richtung gesehen von einer
schmalen Breite gebildet durch die Lauffläche 16 zu einer breitesten Öffnung 20 auf,
in welche die Radien der Flankenelemente 14 beispielsweise auflaufen. Die Ausnehmung
22 ist so konfiguriert, dass ein in dieser aufgenommener Transportriemen 5 mit seiner
Oberfläche 2 um wenige Millimeter über die Umfangsflächen der Seitenflächen 15 vorsteht,
um einen Kontakt des bogenförmigen Materials mit diesen Umfangsflächen zu vermeiden.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Riemenscheibe
- 2
- Transportoberfläche Riemen
- 3
- Riemenquerschnitt
- 4
- Riemenflanken
- 5
- Riemen
- 6
- Lauffläche Riemenscheibe
- 7
- Lauffläche Riemen
- 8
- Flanke
- 9
- Ablaufbewegung
- 10
- Riemenpfad
- 11
- Riemenscheibe
- 12
- Rotationsachse
- 13
- Laufelement
- 14
- Flankenelement
- 15
- Seitenfläche
- 16
- metallische Oberfläche
- 17
- gleitfähige Flanke
- 18
- Flankenbeschichtung
- 19
- drehbar gelagerte Flanke
- 20
- breiteste Öffnung
- 21
- schmalste Öffnung
- 22
- Trapezquerschnitt Lauffläche
- 23
- Wendemodul
- 24
- Einlauföffnung
- 25
- Auslauföffnung
1. Transportriemenanordnung zum Transport und/oder Wendung von flächigem Material, wobei
Transportflächen (2) von Riemen (5) eine Verdrehung erfahren und über rotierende,
scheibenförmige Umlenkelemente (1, 11) geführt werden, wobei die Umlenkelemente (1,
11) mit einer den Riemen (5) führenden Ausnehmung (22) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (22) von Flächen (16; 17, 18, 19) begrenzt ist, von denen eine elektrisch
leitend ist und Flanken reibungsvermindernde Materialien enthalten oder aus diesen
bestehen.
2. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (16) der Ausnehmung (22) elektrisch leitendes Material enthält.
3. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Boden (16) der Ausnehmung (22) ein metallisches Material enthält.
4. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ausnehmung (22) begrenzenden Seitenflächen (17) aus einem reibungsvermindernden
Material bestehen.
5. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen (17) aus Vollkunststoff (PTFE) bestehen.
6. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen (17) aus Vollkunststoff (PEEK) bestehen.
7. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenflächen (17) der Ausnehmung (22) PTFE und/oder PEEK enthalten.
8. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ausnehmung (22) begrenzenden Seitenflächen (18) mit einer reibungsvermindernden
Flankenbeschichtung versehen sind.
9. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die die Ausnehmung (22) begrenzenden Flankenbereiche (19) als um die Rotationsachse
(12) drehbar gelagerte Komponenten ausgebildet sind.
10. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkelemente (11) aus an einer gemeinsamen Rotationsachse (12) aufgenommene
Einzelelemente (13, 14, 15) zusammengesetzt sind.
11. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufelement (13) eine Lauffläche (16) aus metallischem Material enthält.
12. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Flankenelemente (14) aus Vollkunststoff PTFE oder PEEK gefertigt sind.
13. Transportriemenanordnung gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Flankenelemente (14) mit einer reibungsvermindernden Beschichtung (18) versehen
sind.
14. Wendeeinheit zur Wendung bogenförmigen Materials mit einer Transportriemenanordnung,
wobei Transportflächen (2) von Riemen (5) eine Verdrehung erfahren und über rotierende,
scheibenförmige Umlenkelemente (1, 11) geführt werden, wobei die Umlenkelemente (1,
11) mit einer den Riemen (5) führenden Ausnehmung (22) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (22) von Flächen (16; 17, 18, 19) begrenzt ist, von denen eine elektrisch
leitend ist und Flanken reibungsvermindernde Materialien enthalten oder aus diesen
bestehen.
15. Bogenverarbeitende Maschine mit einer Transportriemenanordnung zum Transport und/oder
Wendung von flächigem Material, wobei Transportflächen (2) von Riemen (5) eine Verdrehung
erfahren und über rotierende, scheibenförmige Umlenkelemente (1, 11) geführt werden,
wobei die Umlenkelemente (1, 11) mit einer den Riemen (5) führenden Ausnehmung (22)
versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (22) von Flächen (16; 17, 18, 19) begrenzt ist, von denen eine elektrisch
leitend ist und Flanken reibungsvermindernde Materialien enthalten oder aus diesen
bestehen.
16. Digitale Druckmaschine mit einer Transportriemenanordnung zum Transport und/oder Wendung
von flächigem Material, wobei Transportflächen (2) von Riemen (5) eine Verdrehung
erfahren und über rotierende, scheibenförmige Umlenkelemente (1, 11) geführt werden,
wobei die Umlenkelemente (1, 11) mit einer den Riemen (5) führenden Ausnehmung (22)
versehen sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (22) von
Flächen (16; 17, 18, 19) begrenzt ist, von denen eine elektrisch leitend ist und Flanken
reibungsvermindernde Materialien enthalten oder aus diesen bestehen.