[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur peripheren Versorgung und/oder Entsorgung
von Fluiden bei Druckmaschinen, mit wenigstens einer peripheren Versorgungs- / Entsorgungseinheit.
[0002] Die Erfindung betrifft insbesondere eine modular aufgebaute Kompaktanordnung, die
eine Vielzahl von Peripheriegeräten umfassen kann, wie sie für den Betrieb von Druckmaschinen
benötigt werden.
[0003] Die heutige Praxis besteht darin, dass die verschiedenen Peripheriegeräte, z.B. Feuchtmittelaufbereitungs-
und -kühlgeräte, Farbwerktemperiergeräte, Kombinationsgeräte für diese Funktionsarten,
Luftversorgungsgeräte, Lackzirkulationsgeräte, Puderabsauggeräte, Waschmittelversorgungsgeräte,
Trocknerversorgungsgeräte, Farbversorgungseinrichtungen usw. jeweils als selbständige
unanghängige Einheiten ausgebildet sind. Jedes derartige Peripheriegerät wird einzeln
von der Druckmaschine oder einer druckmaschineninternen Elektrounterversorgung elektrisch
eingespeist. Demzufolge erfordert jedes Peripheriegerät mindestens einen Elektroschaltschrank
mit einem Steuerungs- und Leistungsteil. Dabei werden jeweils durch teure Transformatoren
steuerungsbedingte Spannungsarten generiert. Ferner sind die einzelnen Peripheriegeräte
über elektronische Kommunikationsschnittstellen mit der Druckmaschine gekoppelt. Ebenfalls
besitzen in der Regel die Peripheriegeräte eine eigene elektronische Steuerung und
Überwachung mittels eines Mikroprozessors, der die Gerätesteuerung sowie Regelung
der Prozessparameter übernimmt. Jeder Mikroprozessor enthält die notwendigen und in
der Regel sehr unterschiedlich konzipierten Softwareprogramme für die Gerätesteuerung
und Datenübertragung über eine Kommunikationsschnittstelle zur Druckmaschine. Ein
anderes wesentliches Peripheriegerät kann der Hauptversorgungs-Elektroschrank der
Druckmaschine selbst sein.
[0004] In ähnlicher Weise sind Einrichtungen für die Wärmeenergiezu-und/oder -abfuhr in
jedem Peripheriegerät separat installiert. Demzufolge sind Rohrverbindungsschnittstellen
von und zu externen Versorgungseinrichtungen häufig mehrmals notwendig. Alle diese
sich wiederholenden und ähnlichen Geräteausstattungen bedingen eine grosse Vielfalt
an Varianten der einzelnen Peripheriegeräte, um den jeweiligen Anforderungen beim
Einsatz Rechnung tragen zu können, was einen erheblichen apparativen Aufwand und Kosten
verursacht. Die Peripheriegeräte sind ausserdem häufig mit luft- oder wassergekühlten
Kühl- bzw. Temperiereinrichtungen ausgestattet.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Anordnung der eingangs erwähnten Art zu schaffen,
mit der eine Druckmaschine mit den gewünschten peripheren Funktionen dem jeweiligen
Bedarf entsprechend ausgestattet werden kann, ohne dass hierfür ein baulicher Aufwand
betrieben werden muss, wie es bei der bisherigen Vorgehensweise der Fall ist.
[0006] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Bei
einer nach dem erfindungsgemässsen Prinzip aufgebauten Anordnung übernimmt die zentrale
Steuereinheit die Steuerung und Überwachung aller peripheren Versorgungs- bzw. Entsorgungseinheiten,
die ebenso wie die Steuereinheit modular aufgebaut sind und nicht mehr als selbständige
Peipheriegeräte fungieren. Auch kann z.B. die Kühlversorgung zentral erfolgen, so
dass die mit Kälteenergie zu versorgenden Peripherieeinheiten grundsätzlich nur noch
in der wassergekühlten Version ausgebildet werden brauchen, was eine deutliche Reduzierung
der Variantenvielfalt bedeutet. Durch die Erfindung sind alle neben bzw. hinter und
vor der Druckmaschine befindlichen Versorgungssysteme zusammengefasst. Die Versorgungssysteme
sind nicht mehr, wie bislang üblich unabhängige Geräte, sondern können in jeder gewünschten
Kombination zusammengestellt werden und miteinander operieren. Die Versorgungssysteme
sind in logisch sinnvolle Moduleinheiten gegliedert. Durch eine Kommunikations- und
Steuerungsstruktur sind alle Moduleinheiten mit einer einzigen Steuerungs- und Überwachungszentrale
gekoppelt. Die zentrale Steuereinheit ist vorzugsweise so ausgebildet, dass sie neben
der Steuerungs- und Überwachungsfunktion auch zentral für die Versorgung der peripheren
Einheiten mit elektrischer Energie sorgt. Die elektrische Versorgung kann, wenn erwünscht,
jedoch auch ganz oder teilweise in die einzelnen peripheren Einheiten integriert sein
und damit dezentralisiert erfolgen.
[0007] Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung und eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung eine modular aufgebaute Kompaktversorgungsanordnung
nach der Erfindung in einer beispielhaften Einheitenzusammenstellung,
Fig. 2 in schematischer Darstellung diverse modular aufgebaute Erweiterungseinheiten
für die Kompaktversorgungsanordnung nach Fig. 1.
[0008] Der Begriff "Fluid" schliesst sowohl Flüssigkeiten und Gase als auch pulver- und
rieselfähige Materialien aller Art ein, die in Verbindung mit dem Betrieb von Druckmaschinen
zum Einsatz kommen können.
[0009] Fig. 1 zeigt ein Beispiel einer modular aufgebauten Kompaktversorgungsanordnung nach
der Erfindung für Druckmaschinen. Die Kompaktversorgungsanordnung umfasst Versorgungseinheiten
mit unterschiedlicher Funktion. Diese Versorgungseinheiten können umfassen ein Flüssigkeitenmodul
2, ein für die zentrale Kälteenergieversorgung sorgendes Kältemodul 3, ein zentrales
Steuermodul 1, ein für die zentrale Luftversorgung sorgendes Luftmodul 4, ein für
die Lackzirkulation und -konditionierung sorgendes Lackmodul 5, ein Trocknermodul
6, ein bei automatischen Walzen- und Gummituchwascheinrichtungen erforderliches Waschmittelmodul
7 und ein für eine Puderabsaugung und -filtrierung dienendes Pudermodul 8.
[0010] Der vorerwähnte Aufbau der modularen Kompaktversorgungsanordnung ist nur beispielhaft
und nicht als einschränkend zu betrachten. Wenn erwünscht, können Module weggenommen
oder andere hinzugefügt werden. So kann gemäss Fig. 2 als weitere Peripherieinheit
der Hauptversorgungs-Elektroschrank 9 einer Druckmaschine in eine Kompaktversorgungsanordnung
1 nach der Erfindung integriert werden. Ferner kann ein Erweiterungsmodul 2.1 für
die Einzeltemperierung von Farbreiberwalzen, vorzugsweise beim Trockenoffset vorgesehen
sein. Schliesslich kann es zweckmäsig sein, das Steuermodul 1 um ein Modul 1.1 zu
ergänzen, das zusätzliche Plätze für elektrische Leistungsteile enthalten kann.
[0011] Das Steuermodul 1 sollte eine zentrale Position innerhalb der Kompaktversorgungsanordnung
einnehmen. Das Steuermodul 1 kann z.B. einen Hauptschalter 36 und einen Anpasstrafo
35, sowie ferner, wenn erwünscht, Sicherungselemente (nicht gezeigt) für die elektrische
Einspeisung über elektrische Zuführungen 27, 28 enthalten. Die Steuerung, Regelung
und Überwachung des Steuermoduls 1 - und der jeweiligen anderen Moduln 2-8 - erfolgt
zentral durch einen Mikroprozessor 10, der Teil des Steuermoduls 1 ist. Zur eventuellen
Aufrüstung bzw. optimalen Anpassungen an die Moduln 2-8 ist der Mikroprozessor 10
vorzugsweise mit busfähigen Steckplätzen 11 für Elektronikplatinen 11.1 ausgestattet
und hierdurch erweiterungsfähig. Innerhalb des Steuermoduls 1 befinden sich in einem
Bereich 37 elektrische Leistungsteile 37.1 für den Anschluss der Stromverbraucher
der einzelnen Moduln, z.B. nicht dargestellte Motorschutzschalter, Sicherungen und/oder
Schaltschütze. Die Leistungsteile 37.1 innerhalb des Leistungsbereiches 37 haben fest
zugeordnete Anordnungsplätze. Die Anordnungsplätze sind vorzugsweise für die am häufigst
zum Einsatz kommenden Moduln reserviert. Im Erweiterungsmodul 1.1 können zusätzliche
Anordnungsplätze für Leistungsteile 37.1 vorgesehen sein. Die Steuerung und Überwachung
erfolgt ebenfalls seitens des Mikroprozessors 10 des Steuermoduls 1. Wenn erwünscht,
könnten die Leistungsteile 37.1 auch dezentral in den einzelnen Moduln untergebracht
sein.
[0012] Alle Versorgungsverbindungen, z.B. elektrische Kabelverbindungen und flüssigkeitsführende
Leitungen, sind vorzugsweise in einem Versorgungskanal 12 verlegt. Der Versorgungskanal
12 erstreckt sich vorzugsweise unterhalb der Moduln; er könnte jedoch auch oberhalb
derselben angeordnet sein.
[0013] Das Steuermodul 1 kann, wenn erwünscht, Teil des Hauptversorgungs-Elektroschranks
9 der Druckmaschine sein. Vorzugsweise jedoch bildet das Steuermodul 1, wie dargestellt,
ein unabhängiges Modul.
[0014] Besonders vorteilhaft ist die zentrale Unterbringung der kältetechnischen Anlagenkomponenten
im Kältemodul 3. Dieses Modul erzeugt für Versorgungsmoduln, die Kälteenergie erfordern,
die Kälteenergie nach einem thermodynamischen Kälteprozess. Das Kältemodul 3 umfasst
einen Kompressor 13, einen Verdampfer 14 und einen Kondensator 15. Die anfallende
Wärmeenergie des Kältekreisprozesses kann über eine Zuflussleitung 17 und eine Abflussleitung
16 an ein externes Rückgewinnungsystem (nicht gezeigt) geleitet werden. Bei geringen
bis mittleren Abwärmeenergien kann die Wärmeenergie auch direkt über die Kondensatoren
15, 19 an die Umgebungsluft abgegeben werden. Zur Angleichung der von den unterschiedlichen
Kälteverbrauchern abgeforderten Kälteenergie können zwei oder mehrere Kompressoren
13 im Verbund angeordnet sein. Jeder Kompressor 13 kann den Erfordernissen entsprechend
zu- oder abgeschaltet werden. Alternativ kann ein entsprechend der Gesamtkühlleistung
dimensionierter, z.B. über Frequenzumrichter drehzahlgeregelter Kompressor 13 vorgesehen
sein. Für die Awendung einer Kühlungsaufgabe zwischen nicht extrem tiefen Temperaturen
bis ca. + 40° C aufwärts, kann die Wärmeenergieabfuhr parallel zum Kälteaggregat 13,
14, 15 auch direkt mittels des Wärmetauschers 19 über eine sogenannte freie Rückkühlung
erfolgen.
[0015] Das für die diversen Kühlkreisläufe der Moduln erforderliche Kühl- bzw. Temperierfluid
wird durch eine oder mehrere Umwälzpumpen 18 zu Wärmetauschern innerhalb der betreffenden
Versorgungsmoduln transportiert. Die Steuerung und Überwachung der Kälteanlage 13,14,15
wird zentral vom Mikrocomputer 10 des Steuermoduls 1 übernommen.
[0016] Ein erster und zweiter Kälteverbraucher befinden sich im Flüssigkeitsmodul 2. Das
Flüssigkeitsmodul 2 enthält eine Einrichtung zur Feuchtmittelaufbereitung mit einem
Vorratsbehälter 20 für das für den Offsetdruck benötigte Feuchtmittel sowie mindestens
ein Magnetventil 23 in einer Frischwasserzuführleitung zur Nachbefüllung des Feuchtmittelbehälters
und zur Dosierung von Feuchtmittelzusatzstoffen. Eine Feuchtmittelzirkulationspunpe
21 fördert das Feuchtmittel zu den Feuchtwerken der Druckmaschine, von wo das Feuchtmittel
wieder zum Flüssigkeitsmodul 2 zurückgeführt wird. Für den Feuchtungsprozess im Feuchtwerk
kann das Feuchtmittel über einen Wärmetauscher 22 mittels des Kühlfluids vom Kältemodul
3 gekühlt werden.
[0017] Ferner kann das Flüssigkeitsmodul 2 eine Einrichtung zur Temperierung der Farbreiberwalzen
einer Druckmaschine enthalten. Die zur Temperrierung benötigte Kälteenergie liefert
das Kältemodul 3 über einen Wärmetauscher 25 oder mittels Beimischung von Kühlfluid
zum Temperierkreis über ein Mischventil 26. Das temperierte Fluid des Temperierkreises
wird durch eine Zirkulationspumpe 24 durch die Temperierwalzen der Druckmaschine gefördert.
Die Steuerung, Regelung und Überwachung der Komponenten 20-26 des Flüssigkeitsmoduls
2 wird zentral vom Mikrocomputer 10 des Steuermoduls 1 übernommen.
[0018] Für spezielle Anforderungen, vorzugsweise beim Trockenoffsetdruck und bei Digitaldruckmaschinen,
werden separate Temperierfluidkreisläufe für die diversen Walzen der Druckmaschine
mit unterschiedlichen Fluidtemperaturen gefordert. Hierzu ist vorzugsweise für jedes
Temperaturniveau ein eigener Temperierkreis 27 mit vorzugsweise je einer Zirkulationspumpe
28 und je einem Regelventil 29 vorgesehen, wie dies in einem Erweiterungsmodul 2.1
gemäss Fig. 2 gezeigt ist. Ferner kann jedem Temperierkreis 27 ein elektrisches Heizelement
30 zugeordnet sein, um ggf. die Temperatur des Fluids auf einen geeigneten Wert heraufzusetzen.
Die Fluidtemperatur jedes Temperierkreises 27 wird mittels eines, vorzugsweise berührungslos
arbeitenden, Temperatursensors an der Druckmaschine erfasst und entsprechend geregelt.
Die Steuerung, Regelung und Überwachung der Komponenten 27-30 des Flüssigkeiten-Erweiterungsmoduls
2.1 wird zentral vom Mikrocomputer 10 des Steuermoduls 1 übernommen.
[0019] Für Bogenoffsetdruckmaschinen sind Luftversorgungseinrichtungen erforderlich. Diese
versorgen die Druckmaschine mit Druckluft, Blasluft oder Saugluft mit unterschiedlichen
Drücken. Zu diesem Zweck sind in dem Luftmodul 4 eine odere mehrere Druckgebläse 31
und/oder Sauggebläse 32 untergebracht. Die Druckluft- bzw. Saugluftströme können durch
unterschiedlich dimensionierte Leitungen an die Verbrauchstellen der Druckmaschine
geleitet werden. Zur Minderung von Geräuschen, hervorgerufen durch die Gebläse 31,
32, kann das Luftmodul 4 ringsum mit einem Schalldämmmaterial versehen sein. Die Wärme
der Gebläse 31, 32 kann durch einen Luftwärmetauscher 34 mit einem Zirkulationsgebläse
33 vom Kühlfluid des Kältemoduls 3 aufgenommen und abgeführt werden. Die Steuerung,
Regelung und Überwachung der Komponenten 31-34 des Luftmoduls 4 wird zentral vom Mikrokomputer
10 des Steuermoduls 1 übernommen.
[0020] Bei einer optionalen Ausstattung einer Druckmaschine mit Lackierwerken sind die zugehörigen
Versorgungseinrichtungen im Lackmodul 5 untergebracht. Diese Einrichtungen können
Lackzirkulationspumpen 38 umfassen, die den Lack aus Lackgebinden 39 zum Lackwerk
der Druckmaschine und wieder zurück pumpen. Für unterschiedliche Lackieranwendungen
kann der Lack über einen Wärmetauscher 42 gekühlt oder gegebenenfalls erwärmt werden.
Im Nachgang zum Lackierprozess kann durch Umschaltventile 40 das Lackzirkulationssystem
mit Waschwasser oder Reinigungsfluid durchspült und gereinigt werden. Das Waschwasser
in einem Vorratsbehälter 44 kann zur besseren Reinigungswirkung mittels einer Heizung
43 auf eine geeignete Temperatur erwärmt und mit einer Waschwasserpumpe 41 durch das
Lackzirkulationssystem gepumpt werden. Die Steuerungs, Regelung und Überwachung der
Komponenten 38-44 des Lackmoduls 5) wird zentral vom Microkomputer 10 des Steuermoduls
1 übernommen.
[0021] Im Nachgang zur Lackierung ist eine Trocknung des Lackes erforderlich. Dazu werden
vorzugsweise IR-Strahlungstrockner, oder - bei UV-trocknenden Lacksorten - UV-Strahlungstrockner
eingesetzt. Die elektrische Energieversorgung der in der Druckmaschine integrierten
Trockner erfolgt seitens des Trocknermoduls 6. Leistungsteile 45 versorgen jeweils
die einzenen Trockner. Gegen eine Überhitzung der durch Strahlungswärme aufgeheizten
Trocknereinheiten kann Kühlluft über ein Gebläse 46 durch die Trocknereinheiten geblasen
werden. Die Luftkühlung erfolgt über einen Wärmetauscher 47, durch den das Kühlfluid
vom Kältemodul 3 strömt. Die Steuerung und Überwachung der Komponenten 45-47 des Trocknermoduls
6 wird zentral vom Microkomputer 10 des Steuermoduls 1 übernommen.
[0022] Ein weiteres optionales Systemmodul kann das Waschmodul 7 sein. Das Waschmodul 7
versorgt die einzelnen Gummituch- und/oder Walzenwascheinrichtungen eines jeden Druckwerkes
einer Druckmaschine mit Waschmittel aus einem Waschmittelvorrat 48 über eine Pumpe
49 sowie mit Spülwasser über eine Spülpumpe 50 und fängt das verschmutzte Reinigungs-
und Spülfluid wieder auf. Ausserdem können die Wascheinrichtungen, wenn erwünscht,
von dem Waschmodul 7 aus hydraulisch, pneumatisch oder elektrisch betrieben werden.
Die Steuerung, Regelung und Überwachung der Komponenten 48-50 des Waschmoduls 7 sowie
der in der Druckmaschine integrierten zugehörigen Einheiten erfolgen zentral vom Microkomputer
10 des Steuermoduls 1.
[0023] Speziell bei Bogenoffsetdruckmaschinen werden die bedruckten Bogen im Bogenableger
mittels Puderbestäubung derart präpariert, dass ein Abdrucken der Druckfarbe auf den
jeweils nachfolgenden Bogen unterbunden wird. Die Bepuderung im Bogenableger geschieht
durch Zuhilfenahme von Blasluft. Um die Zerstäubung und Umweltbelastung in der unmittelbaren
Umgebung des Auslegers zu minimieren, wird die puderbehaftete Umgebungsluft am Bogenableger
abgesaugt. Zu diesem Zweck sind ein Saugluftgebläse 51 und ein Zyklonabscheider 52
oder alternativ anderweitige geeignete Filtereinrichtungen im Pudermodul 8 integriert.
Der Restpuder wird aus der angesaugten Bogenablegeratmosphäre abgeschieden bzw. ausgefiltert
und kann entsorgt werden. Die Steuerungs- und Überwachung der Komponenten 51,52 des
Pudermoduls 8 wird zentral vom Microkomputer 10 des Steuermoduls 1 übernommen.
[0024] Bei dem vorerwähnten Ausführungsbeispiel der Erfindung sind im Steuermodul 1 nicht
nur die Steuer- und Überwachungsmittel für die einzelnen Moduln 2 bis 8 integriert,
sondern es erfolgt seitens des Steuermoduls 1 auch die Versorgung der Moduln 2 bis
8 mit elektrischer Energie, so dass diese selbst keine diesbezüglich Infrastruktur
haben brauchen. Wenn erwünscht, kann jedoch die Elektroversorgung der Moduln 2 bis
8 in anderer Weise als über den Steuermodul 1 erfolgen.
1. Anordnung zur peripheren Versorgung und/oder Entsorgung von Fluiden bei Druckmaschinen,
mit wenigstens einem peripheren Versorgungs- / Entsorgungsgerät, dadurch gekennzeichnet, dass das Versorgungs- / Entsorgungsgerät als modulare Versorgungs- / Entsorgungseinheit
(2-8) ausgebildet ist, die unter der Steuerung einer zentralen Steuereinheit (1) betreibbar
ist, wobei die Steuereinheit eine Datenkommunikationsschnittstelle und wenigstens
einen Mikroprozessrechner (10) für die Steuerung der Versorgungs- / Entsorgungseinheit
nach einem ausgewählten Programm aufweist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von modular ausgebildeten, jeweils mit der zentralen Steuereinheit
(1) verknüpfbaren Versorgungs- / Entsorgungseinheiten (2-8) vorgesehen ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufstellungsreihenfolge der Versorgungs- / Entsorgungseinheiten (2-8) untereinander
und/oder in Bezug auf die zentrale Steuereinheit (1) veränderbar ist.
4. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass jede oder ausgewählte Versorgungs- / Entsorgungseinheit(en) (2-8) mit einem oder
mehreren, der Funktion der jeweiligen Einheit angepassten Funktionserweiterungsmodul(n)
(1.1,2.1) verknüpfbar ist/sind.
5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine zentrale, von der zentralen Steuereinheit (1) gesteuerte Kälteeinheit (3) zur
zentralen Versorgung einer oder jeder Kälteenergie benötigenden Versorgungs- /. Entsorgungseinheit
(2-8) mit Kälteenergie.
6. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungs- / Entsorgungseinheit umfasst eine Flüssigkeitenversorgungseinheit
(2) für die Feuchtmittelversorgung und/oder Farbwerktemperierung, und/oder eine Druck-/Saugluftversorgungseinheit
(4), und/oder eine Lackversorgungseinheit (5) für die Lackzirkulation und/oder Lackkonditionierung,
und/oder eine Versorgungseinheit (6) für die Fluidtrocknung, insbesondere Lacktrocknung,
und/oder eine Waschmittelversorgungseinheit (7), und/oder eine Puderentsorgungseinheit
(8).
7. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass diese als weitere Einheit eine Elektrohauptschaltzentrale (9) der Druckmaschine umfasst.
8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die oder wenigstens eine der Versorgungs- / Entsorgungseinheit(en)entral zur Versorgung
mit elektrischer Energie von der Steuereinheit (1) ausgerüstet ist.
9. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die oder wenigstens eine der Versorgungs- / Entsorgungseinheit(en) dezentral mit
elektrischer Energie versorgbar ist.