[0001] Die Erfindung betrifft ein beschusshemmendes Türblatt oder Wandelement mit ballistischem
textilen Flächengebilde.
[0002] Zur Bildung von beschusshemmenden Türblättern ist es bekannt sogenanntes Panzersperrholz
einzusetzen, wobei es sich um ein melaminharzgetränktes Sperrholz mit einem hohen
Raumgewicht von ca. 1'400 kg/m
3 handelt. Guten ballistischen Eigenschaften bzw. einer guten Durchschusshemmung stehen
dabei eine Reihe von Nachteilen gegenüber, die den Nutzwert einer derartig gepanzerten
Türe verringern. So ist eine Türe mit einem derartigen Türblatt sehr schwer, was türzargenseitig
und scharnierseitig entsprechende Massnahmen bedingt und das Stehvermögen, worunter
das Verziehen der Türe unter Temperaturdifferenzen verstanden wird, sowie die Schallhemmung
und die Feuerhemmung sind nicht optimal.
[0003] Zur Durchschusshemmung generell ist die Verwendung von ballistischen textilen Flächengebilden
bekannt, so z.B. aus AT-373 068 in der Form einer flexiblen Leicht-Panzerplatte, die
solche Flächengebilde mit Kunststoffplatten kombiniert, zur Verwendung für Schutzkleidung
oder Fahrzeugpanzerungen. Aus der Schrift WO95/20714 ist die Verwendung eines ballistischen
textilen Flächengebildes bei einem Türblatt bekannt. Das dort gezeigte Türblatt ergänzt
ein Türblatt einseitig mit einer solchen Panzerung, was eine spezielle Konstruktion
des Rahmens bzw. Umleimers des Türblattes bedingt und eine beidseits nicht gleich
wirkende Beschusshemmung ergibt.
[0004] Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde ein Türblatt zu schaffen, welches
die genannten Nachteile nicht aufweist und gute türtechnische Eigenschaften mit hoher
Beschusshemmung kombiniert. Eine ähnliche Aufgabe besteht bei beschusshemmenden Wandelementen
zur Bildung von Leichtbauwänden, welche bautechnisch - wie eine Türe - ebenfalls gute
Schall- und Feurschutzeigenschaften bei leichter und kostengünstiger Bauweise, und
allenfalls auch klimatischen Schutz, mit möglichst hoher Beschusshemmung kombinieren
sollten.
[0005] Die Aufgabe wird bei einem Türblatt oder Wandelement der eingangs genannten Art mit
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0006] Durch den Aufbau mit einem Faserplattenkern bzw. geschäumten Kern und beidseitigem
ballistischem textilen Flächengebilde sowie starren äusseren Elementen wird ein Türblatt
oder ein Wandelement geschaffen, welches aufgrund des Faserplattenkerns oder geschäumten
Kerns sehr guten Schall- und Brandschutz bieten kann und mit der beidseitigen Panzerung
des Kerns mit dem ballistischen Flächengebilde eine hohe, von beiden Seiten her gleich
wirksame Beschusshemmung ergibt. Das relativ weiche Faserplattenmaterial bzw. geschäumte
Material ergibt dabei neben dem Schallschutz eine gute Energieaufnahme von Verformungen
des Flächengebildes und unterstützt damit die Beschusshemmung. Der relativ weiche
Kern bildet ferner einen Fangraum für Projektile, welche die eine Panzerung durchschlagen
haben und vermindert deren Energie vor dem Auftreffen auf die zweite Panzerung. Das
starre äussere Element gibt dem Türblatt oder dem Wandelement ein hohes Stehvermögen
und erlaubt damit den Einsatz des relativ weichen Kernes mit dem ebenfalls für die
Türbildung bzw. Wandbildung als weich anzusehenden textilen Flächengebildes.
[0007] Bevorzugt ist das Vorsehen eines Luftspaltes im Inneren des Kernes, um die Schalldämmung
zu erhöhen und eine erhöhte Kernverformung bei Beschuss zu ermöglichen, was im Zusammenspiel
mit den textilen Flächengebilden die Beschusshemmung erhöht. Weiter ist es bevorzugt,
wenn die Faserplatten des Kernes aus nichtbrennbarem oder nur schwer brennbarem Material
gebildet sind, z.B. aus Mineralfasern oder brandhemmend behandelten Naturfasern, z.B.
Kokosfasern. Bei der Verwendung geschäumten Materials ist z.B. Schaumglas bevorzugt.
[0008] Das jeweils an den Kern anschliessende ballistische textile Flächengebilde ist vorzugsweise
ein Gewebe aus hochreissfesten Fasern, insbesondere aus Aramidfilamentgarnen, welches
als solches Gewebe oder auch als mit einem Duromer, Thermoplast oder Elastomer beschichtetes
Prepreg oder als aus dem Prepreg weitergebildetem Laminat eingesetzt werden kann.
[0009] Das starre äussere Element wird vorzugsweise aus einem Holzwerkstoff gebildet, wobei
für hohes Stehvermögen harte Holzfaserplatten bevorzugt sind. Zur Erzielung einer
besonderen Klimabeständigkeit des Türblattes oder Wandelementes (erhöhte Klimaklasse)
kann eine dünne Metalleinlage z.B. zwischen textilem Flächengebilde und dem äusseren
Element oder in diesem äusseren Element vorgesehen sein, wobei diese dünne Metalleinlage
auf die Beschusshemmung praktisch keinen Einfluss hat bzw. dadurch nicht eine Metallpanzerung
beabsichtigt ist.
[0010] Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Dabei zeigt
Figur 1 eine Ansicht auf ein Türblatt;
Figur 2 eine Vertikalschnittansicht durch das Türblatt von Figur 1 entlang der Linie
A-A; und
Figur 3 eine Horizontalschnittansicht durch das Türblatt von Figur 1 entlang der Linie
B-B.
[0011] Figur 1 zeigt eine Ansicht auf ein Türblatt 1, wobei in der Figur der Umleimer 5
und die Schlosshölzer 6 durch unterbrochene Linien angedeutet sind. Ein Vertikalquerschnitt
entlang der Linie A-A durch das Türblatt 1 ist in Figur 2 gezeigt, wobei die Schnittdarstellung
zur besseren zeichnerischen Darstellung die einzelnen Schichten des Türblattes in
nicht massstabsgetreuer Dicke darstellt. Das Türblatt 1 weist einen Kern 2 auf, der
von einem Faserplattenmaterial gebildet ist. In dem gezeigten Beispiel wird der Kern
2 durch die Faserplatten 2' und 2" gebildet, welche zwischen sich einen Luftspalt
10 bilden. Der Luftspalt 10 kann dabei durch nichtdargestellte Abstandhalter, z.B.
Kartonstreifen, gewährleistet werden. Anstelle des beispielhaft dargestellten Kerns
2 aus zwei Faserplatten könnte der Kern 2 auch einstückig aus einer entsprechend dickeren
Faserplatte bestehen oder aus mehr als zwei Faserplatten. Entsprechend kann kein Luftspalt
10 vorhanden sein oder es können allenfalls bei mehreren Platten auch mehr als ein
Luftspalt 10 vorgesehen sein. Der Faserkern 2 wird von einem Faserplattenmaterial
mit relativ geringer Raumdichte gebildet. Der entsprechend entstehende relativ weiche
Kern bildet einerseits eine gute Schalldämmung, welche durch den bevorzugten Luftspalt
10 noch erhöht wird und bildet andererseits einen Fangraum für Projektile, welcher
auf noch zu beschreibende Weise mit der eigentlichen Panzerung zusammenwirkt. Der
Fasermaterialkern 2 weist dabei vorzugsweise Mineralfaserplatten auf. Diese können
z.B. eine Dichte im Bereich von 250 kg/m
3 - 320 kg/m
3 und vorzugsweise eine Dichte von ca. 280 kg/m
3 aufweisen und z.B. eine Dicke von je 16 mm oder in einem anderen Beispiel eine Dicke
von je 21 mm aufweisen. Die bevorzugte Verwendung von nichtbrennbaren Mineralfaserplatten
verleiht dem Türblatt einen hohen Feuerwiderstand, wobei dies z.B. bei einem Türblatt
mit 16 mm dicken Mineralfaserplatten ein Feuerwiderstand T30 gemäss den schweizerischen
Brandschutzvorschriften der Vereinigung kantonaler Feuerversicherungen (VKF) bzw.
der entsprechenden CEN-Norm sein kann. Anstelle von Mineralfaserplatten (unter welchen
Begriff fallend vorliegend auch Glasfaserplatten verstanden werden) können auch andere
relativ leichte Faserplattenmaterialien verwendet werden, z.B. Faserplatten aus natürlichen
Fasern, wie z.B. Kokosfasern. Auch diese Fasern ergeben eine gute Schalldämmung, insbesondere
mit Luftspalt 10, und wirken mit der noch zu erläuternden Panzerung bei der Beschusshemmung
zusammen. Bei solchen Faserplatten ist es bevorzugt, wenn diese durch eine bekannte
Behandlung brandhemmend ausgestattet sind. Anstelle oder in Kombination der bevorzugten
Faserplatten können auch Platten aus geschäumten Materialien verwendet werden, welche
bevorzugterweise ein ähnliches Raumgewicht aufweisen und nicht oder nur schwer brennbar
sind. Bevorzugt ist das geschäumte Material Schaumglas, aber es sind auch alle anderen
geschäumten oder schäumbaren Materialien vom Begriff mitumfasst.
[0012] Nach aussen an den Kern 2 anschliessend ist je ein textiles Flächengebilde 3 vorgesehen,
welches als Panzerung gegen Beschuss verwendet wird. Solche textile Flächengebilde,
welche z.B. in der Form eines Gewebes, Gewirkes oder Geflechtes vorliegen können,
sind bekannt. Es werden dabei hochreissfeste Kunststoff- oder Kohlenstofffasern zu
dem entsprechenden textilen Flächengebilde verarbeitet. Durch eine Beschichtung mit
einem Kunststoffmaterial wird aus dem Gewebe bzw. Gewirk oder Geflecht ein sogenanntes
Prepreg-Material, welches die Handhabung bei der Anwendung erleichtern kann. Solche
Prepregs können zu einem Laminat weiterverarbeitet werden, was bekannt ist. Für die
vorliegende Verwendung solcher textiler Flächengebilde, welche aufgrund ihrer schusshemmenden
Eigenschaften ballistische textile Flächengebilde genannt werden können, kommen alle
drei genannten Erscheinungsformen in Frage. Bevorzugterweise wird indes jeweils ein
beschichtetes Gewebe 3, also ein sogenanntes Prepreg verwendet, wobei als bevorzugtes
Beispiel das Material Ultrax® WO 9116 der Firma Verseidag-Indutex GmbH, Krefeld, Deutschland,
verwendet wird, wobei es sich um ein elastomerbeschichtetes Gewebe aus unterschiedlichen
hochreissfesten Fasern handelt. Dieses Gewebe weist eine Dicke von ca. 5.15 mm auf
und wird in dem gezeigten Beispiel einlagig als textiles Flächengebilde 3 auf beiden
Seiten des Kernes eingesetzt. Natürlich wäre auch eine zwei- oder mehrlagige Anordnung
auf beiden Seiten des Kernes 2 möglich. Es hat sich indes gezeigt, dass durch die
Kombination des genannten Materiales mit dem weichen Kern 2 bereits mit jeweils einer
Lage 3 auf jeder Seite des Kernes 2 eine hohe Beschusshemmung erzielbar ist. Es ergibt
sich dabei ein Zusammenwirken des ballistischen textilen Flächengebildes 3 mit dem
weichen Kern, welcher eine Verformung des textilen Flächengebildes 3 aufnimmt und
diese relativ grossflächig verteilt, bzw. welcher Kern beim Durchschuss des vor ihm
liegenden Flächengebildes 3 einen Fangraum für das Projektil bildet und dieses zusätzlich
vor Erreichen des in Beschussrichtung hinter ihm liegenden Flächengebildes 3 abbremst,
sodass dieses Flächengebilde einen Durchschuss des Türblattes verhindern kann. Es
hat sich in Versuchen gezeigt, dass mit einem Kern aus Mineralfaserplatten von 16
mm Dicke und je einer einlagigen Schicht des genannten ballistischen textilen Flächengebildes
aus dem Material Ultrax® eine Schusshemmung in der Klasse FB4 gemäss Entwurf zur CEN-Norm
prEN 1522-1 für Sicherheitstüren erzielbar ist.
[0013] Da das textile Fächengebilde 3 auf beiden Seiten der Türe in Beschussrichtung vor
und nach dem Kern 2 angeordnet ist, ergeben sich für den Beschuss in der Regel symmetrische
Verhältnisse, d.h. das Türblatt weist von beiden Seiten die gleiche Beschusshemmung
auf; es ist aber natürlich auch möglich durch asymmetrische Anordnung bzw. Dicken
von Schichten, z.B. einerseits des Kerns eine Lage 3 und andererseits des Kerns zwei
Lagen 3 unterschiedliche Beschusshemmungen für die Beschussrichtungen zu erzielen.
Das textile Flächengebilde 3 ist auf beiden Seiten des Kernes vorzugsweise über diesen
hinaus und bis in den Umleimer 5 eingeführt, wie das aus Figur 2 und auch aus Figur
3 ersichtlich ist. Es ergibt sich dadurch einerseits ein Schutz des Umleimers 5, welcher
z.B. aus Hartholz besteht, und andererseits eine Befestigungsmöglichkeit des Flächengebildes
am Umleimer 5, z.B. durch Klebung. Das Flächengebilde 3 ist weiter bevorzugterweise
durch Klebung am Kern 2 befestigt, wobei diese Klebung nur partiell sein kann oder
im wesentlichen vollflächig.
[0014] Zur Bildung des Türblattes ist nun weiter auf jeder Seite ein starres flächiges Element
4 vorgesehen, welches dem Türblatt das nötige Stehvermögen gibt, welches durch den
relativ weichen Kern und die Panzerung mit dem textilen Flächengebilde 3 nicht gegeben
ist. Um den leichten und schmalen Aufbau, der durch den Kern 2 und die Panzerung 3
ermöglicht wird, beizubehalten, wird das starre flächige Element 4 vorzugsweise aus
einem Holz enthaltenden Material, bevorzugterweise von Hartfaserplatten gebildet.
Unter Hartfaserplatten bzw. harten Holzfaserplatten (HDF/high density fibreboard)
werden gemäss DIN 68753 Holzfaserplatten mit einer Rohdichte von mehr als 800 kg/m
3 verstanden. Es können für das starre flächige Aussenelement 4 auch mittelharte Holzfaserplatten
(MDF/medium density fibreboard) mit einer Rohdichte zwischen 350 kg/m
3 - 800 kg/m
3 verwendet werden. Solche Holzfaserplatten ergeben ein sehr hohes Stehvermögen des
Türblattes und bilden eine harte und glatte Oberfläche. Diese kann auf bekannte Weise
mit Dekorplatten oder mit Farbe weiterbehandelt werden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel
ist das starre flächige Element 4 auf beiden Seiten des Kerns jeweils aus zwei Holzfaserplatten
4' und 4" aufgebaut. Diese Holzfaserplatten sind wiederum untereinander verklebt,
wobei dies partiell oder im wesentlichen vollflächig erfolgen kann und das so gebildete
Element 4 ist mit dem textilen Flächengebilde 3 ebenfalls verklebt, wobei auch dies
partiell oder im wesentlichen vollflächig erfolgen kann. Anstelle des Aufbaues des
Elementes 4 aus zwei Holzfaserplatten kann natürlich auch nur eine Platte vorgesehen
sein. Diese Platte oder die Platten sind auf bekannte Weise bis zur Stirnseite des
Umleimers geführt und an diesem ebenfalls durch Klebung oder allenfalls durch Befestigungselemente
befestigt. Die Dicke der Holzfaserplatten beträgt z.B. 8 mm bei der Verwendung einer
Platte auf jeder Türblattseite oder z.B. zwei mal 4 mm oder zwei mal 3,2 mm bei der
Verwendung von je zwei Platten.
[0015] Es ist weiter möglich, zwischen dem textilen Flächengebilde 3 und dem starren Aussenelement
4 eine weitere Schicht vorzusehen, insbesondere zur Verbesserung der klimatechnischen
Eigenschaften des Türblattes, was diesem eine Einreihung in eine erhöhte Klimaklasse
ermöglicht. Eine solche Schicht könnte im gezeigten Beispiel auch zwischen den Holzfaserplatten
4' und 4" vorgesehen sein, wobei es sich bei einer solchen Schicht z.B. um eine sehr
dünne Metallschicht, z.B. eine Aluminiumschicht handelt, welche auf die Beschusshemmung
keinen relevanten Einfluss hat.
[0016] Figur 3 zeigt den entsprechenden Aufbau in einem Horizontalschnitt entlang der Linie
B-B der Figur 1, wobei in dieser Figur zusätzlich das Schlossholz 6 ersichtlich ist,
welches in diesem Fall einen Teil des Kernes 2 bildet und vom textilen Flächengebilde
3 auf beiden Seiten überdeckt wird.
[0017] Ein Türblatt gemäss dem gezeigten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist ein Raumgewicht
von ca. 680 kg/m
3 auf, was eine bedeutende Verringerung gegenüber dem Raumgewicht des eingangs genannten
Panzersperrholzes bietet. Das Türblatt weist trotzdem die genannte Durchschusshemmung
nach FB4 auf und bietet einen hohen klimatischen Schutz und Schallschutz sowie einen
grossen Feuerwiderstand (T30) sowie auch einen Wärmeschutz und Einbruchschutz. Dieselben
Eigenschaften können auch von einem Wandelement für die Leichtbauweise erzielt werden,
welches auf dieselbe Weise aufgebaut wird, wie dies anhand des Beispieles des Türblattes
geschildert worden ist, wobei natürlich in einem solchen Fall auf das Schlossholz
6 verzichtet werden kann. Es ergeben sich damit leichte Wandelemente, welche trotzdem
eine hohe beidseitige Beschusshemmung aufweisen, wobei diese durch den gezeigten und
bevorzugten symmetrischen Aufbau des Wandelementes bzw. des Türblattes von beiden
Beschussrichtungen her identisch ist.
1. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement mit ballistischem textilen Flächengebilde
(3), gekennzeichnet durch einen Kern (2,2',2") aus Faserplattenmaterial und/oder geschäumten Material, an welchem
beidseits gegen aussen ein ballistisches textiles Flächengebilde (3) angeordnet ist,
welches jeweils gegen aussen durch ein starres flächiges Element (4,4',4") gefolgt ist.
2. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) von Faserplatten (2',2") gebildet ist, welche insbesondere zwischen
sich einen Luftspalt (10) freilassen.
3. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Faserplatten (2',2") Mineralfaserplatten umfassen.
4. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralfaserplatten eine Dichte im Bereich von 250 - 320 kg/m3, insbesondere ca. 280 kg/m3 aufweisen.
5. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Faserplatten Naturfaserplatten, insbesondere Kokosfaserplatten, umfassen.
6. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kern (2) von Schaumglas, insbesondere von zwei oder mehreren Schaumglasplatten
gebildet wird, welche gegebenenfalls zwischen sich einen Luftspalt oder mehrere Luftspalte
einschliessen.
7. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass das ballistische textile Flächengebilde (3) ein Gewebe aus Aramidfilamentgarnen ist.
8. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass das ballistische textile Flächengebilde (3) als Gewebe oder als Prepreg oder als
Laminat vorgesehen ist.
9. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass das starre flächige Element (4) von einem Holz enthaltenden Material, insbesondere
von Holzfaserplatten, insbesondere von harten Holzfaserplatten oder mittelharten Holzfaserplatten,
gebildet ist.
10. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Element (4) von zwei oder mehreren Platten (4',4") gebildet ist.
11. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem ballistischen textilen Flächengebilde und dem starren flächigen Element
oder in diesem eine Metalleinlage, insbesondere eine Aluminiumschicht vorgesehen ist.
12. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Kern und das ballistische textile Flächengebilde (3) teilweise oder im wesentlichen
vollflächig miteinander verklebt sind.
13. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das ballistische textile Flächengebilde (3) und das starre flächige Element (4) teilweise
oder im wesentlichen vollflächig miteinander verklebt sind, gegebenenfalls über eine
Metallzwischenlage.
14. Beschusshemmendes Türblatt (1) oder Wandelement nach einem der Ansprüche 1 bis 13,
dadurch gekennzeichnet, dass dieses mit einem Umleimer (5) aus Holzmaterial, insbesondere aus Hartholz und gegebenenfalls
mit einem Schlossholz (6) aus Holzmaterial, insbesondere aus Holzspanmaterial, versehen
ist, welche im wesentlichen innenseitig der ballistischen textilen Flächengebilde
(3) liegen.