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(11) |
EP 1 174 554 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.08.2005 Patentblatt 2005/35 |
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Anmeldetag: 17.07.2001 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E04B 2/96 |
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Aufsatzdichtung für eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion
Seal for a mullion and transom construction
Profile d'étanchéité pour une construction de poteaux et traverses
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR |
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Benannte Erstreckungsstaaten: |
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LT LV MK SI |
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Priorität: |
22.07.2000 DE 10035772
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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23.01.2002 Patentblatt 2002/04 |
| (73) |
Patentinhaber: SCHÜCO International KG |
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33609 Bielefeld (DE) |
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Erfinder: |
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- Habicht, Siegfried
33818 Leopoldshöhe (DE)
- Ley, Wolfgang
33106 Paderborn (DE)
- Steege, Dieter
32107 Bad Salzuflen (DE)
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Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
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Loesenbeck Stracke Loesenbeck
Patentanwälte
Jöllenbecker Strasse 164 33613 Bielefeld 33613 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 024 233 DE-C- 19 624 629
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DE-A- 19 741 469
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Aufsatzdichtung für eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion,
insbesondere für eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion mit einem Statikprofil, auf dem
ein Aufsatz- bzw. Adapterprofil anbringbar ist, wobei die Aufsatzdichtung im wesentlichen
im Querschnitt eine T-Form mit einem Grundsteg und zwei sich beidseits des Grundsteges
im wesentlichen senkrecht zum Grundsteg erstreckenden Querstegen aufweist.
[0002] Zum Stand der Technik werden die DE-A-197 41 469, welche den gattungsgemäßen Stand
der Technik bildet, und die DE-A-196 24 629 genannt, die eine Aufsatzdichtung beschreibt,
welche einen Grundsteg aufweist, der sich in einen Falzraum zwischen Füllungen erstreckt
und mit Dichtlippen versehen ist, welche den Falzraum seitlich des Grundstegs in mehrere
Kammern unterteilen.
[0003] Aufsatzdichtungen werden im Falzraum einer Fassade oder eines Lichtdaches auf ein
mit der Unterkonstruktion verbundenes sogenanntes Aufsatzprofil aufgesetzt. Eine derartige
Aufsatzdichtung wird in der DE 199 01 418 beschrieben.
[0004] Aufsatzdichtungen der gattungsgemäßen Art weisen wie die Aufsatzdichtung der Erfindung
eine Basis auf, die im wesentlichen aus den beiden Querstegen gebildet wird und Rastelemente
zum Verrasten an der Unterkonstruktion aufweist. Sie weisen ferner den mittleren Grundsteg
auf, der über einen Schraubkanal der Unterkonstruktion gestülpt wird. Entwässerungs-
bzw. Dränagenuten dienen zur Ableitung von Sickerwasser. Sie weisen darüber hinaus
eine doppelte Glasanlageebene auf, um einen Höhenunterschied im Kreuzungspunkt von
Riegel und Pfosten auszugleichen.
[0005] Aufsatzdichtungen werden in der Regel einstückig aus EPDM gefertigt. Sie werden relativ
großvolumig ausgebildet bzw. zu den großvolumigen Dichtungen gerechnet, die auch in
großen Längen, z.B. über mehrere Fassadengeschosse, einstückig ausführbar sein müssen.
[0006] Aus diesem Grund ist es notwendig, die Aufsatzdichtungen zum Transport und zur Lagerung
auf Trommeln aufzuwickeln, was aufgrund der relativ starren Auslegung der relativ
großvolumigen Dichtungen dazu führen kann, daß die Formgebung der Dichtungen beim
Aufwickeln und/oder Lagern teilweise verloren geht. Durch die starre Auslegung ist
zudem das Einsetzen der Dichtungen auf die Unterkonstruktionen relativ mühsam und
zeitaufwendig.
[0007] Die Erfindung setzt sich die Aufgabe, diese Probleme zumindest teilweise zu lösen.
Insbesondere soll eine Aufsatzdichtung geschaffen werden, die leicht zu transportieren
und zu montieren ist.
[0008] Die Erfindung löst diese Aufgabe durch den Gegenstand des Anspruches 1. Vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
[0009] Die Scharniere erhöhen in konstruktiv einfacher Weise die Flexibilität der Aufsatzdichtung
und erleichtern damit sowohl deren Lagerung auf Dichtungstrommeln als auch deren Montage.
[0010] Vorzugsweise sind die Scharniere konstruktiv besonders einfach als Filmscharniere
ausgebildet.
[0011] Besonders bevorzugt erstreckt sich der Grundsteg bis in einen Falzraum zwischen Füllungen
und ist seitlich mit wenigstens einer oder mehr Dichtlippe(n) versehen, die den Falzraum
seitlich des Grundsteges in mehrere Kammern unterteilen. Die in den Glasfalz hinein
ragenden Dichtlippen verbessern auf einfache konstruktive Weise die Wärmedämmung im
Glasfalz.
[0012] Vorzugsweise ist der Grundsteg mit geschlossenen oder einseitig offenen Hohlkammern
versehen. Vorzugsweise wird ferner im Bereich der Querstege eine geschlossene Basis
ausgebildet, die abschnittsweise den unteren Abschluß einer der Hohlkammern begrenzt.
Die geschlossene - aber vorzugsweise austrennbare - Basis führt in diesem Bereich
zu einer hier bei der Herstellung durchaus erwünschten Formstabilisierung und zur
exakten Positionierbarkeit der Dichtung auf der Unterkonstruktion.
[0013] Sollbruchstellen oder -linien, beispielsweise Kerben, ermöglichen eine leichte Entfernbarkeit
eines Teiles der Basis vor der Montage. Der Abschluß im Bereich zwischen den Sollbruchstellen
wird immer extrudiert, auch wenn er für die Einbaufunktion nicht erforderlich ist.
Die Aufsatzdichtung kann so sicher extrudiert werden und erfährt auch keine zu großen
Verformungen beim Wickeln der Dichtung auf Transport- und Lagerrollen.
[0014] Vorzugsweise weisen die Querstege der Aufsatzdichtungen eine Glasanlage und ein Rastunterteil
auf, die über ein Nut- und Federsystem ineinander greifen. Da die Berührungsflächen
der übereinander liegenden Glasanlage und Rastunterteil ein Nut- und Federsystem aufweisen,
wird auf einfache Weise ein Verrutschen der beiden Bauteile relativ zueinander verhindert.
Dabei ist das Nut- und Federsystem konstruktiv so ausgelegt, dass im Kreuzungsbereich,
in dem sich Riegel- und Pfostendichtungen überlappen, die mit der Nut versehenen Flächen
zur Anlage kommen. Dies wird dadurch erreicht, daß die Riegel-Aufsatzdichtung die
Nut in der oberen Glasanlage aufweist und die Pfosten-Aufsatzdichtung die Nut in dem
unteren Teil der Glasanlage, dem Rastunterteil. Hierdurch liegen die Berührungsflächen
in vorteilhafter Weise glatt aufeinander.
[0015] Vorzugsweise ist im Rastunterteil eine Rastnut ausgebildet, wobei ein äußerer die
Rastnut begrenzender Schenkel um einen Anlagewinkelleicht nach innen geneigt ist.
Die Basis der Aufsatzdichtung verfügt damit über zwei Rastnuten, die zwei äußere Stege
aufweisen, die im nicht montierten Zustand nach innen orientiert sind. Hierdurch ergibt
sich bei montierten Dichtungen ein Anpreßdruck gegen die Unterkonstruktion und somit
ein besonders guter Sitz und eine gute Abdichtung.
[0016] Nachfolgend werden der technische Hintergrund und Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Fig.en näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- einen horizontalen Schnitt durch eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion;
- Fig. 2
- einen senkrechten Schnitt durch die Pfosten-/Riegel-Konstruktion der Fig. 1;
- Fig. 3
- eine schematische Ansicht des Kreuzungsbereiches der Dichtungen für eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion
nach Art der Fig. 1;
- Fig. 4
- einen Schnitt durch eine Aufsatzdichtung für den Pfosten;
- Fig. 5
- einen Schnitt durch eine Aufsatzdichtung für den Riegel;
- Fig. 6
- eine Aüsschnittsvergrößerung aus Fig. 5;
- Fig. 7
- eine weitere Variante einer Aufsatzdichtung;
- Fig. 8
- einen Schnitt durch eine Aufsatzdichtung gemäß der Erfindung in der Lagerposition;
- Fig. 9
- einen Schnitt durch die Aufsatzdichtung der Fig. 8 im Montagezustand;
- Fig. 10
- einen Schnitt durch eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion, und
- Fig. 11
- einen Schnitt durch die Pfosten-/Riegel-Konstruktion mit einer Aufsatzdichtung für
einen Riegel gemäß der Erfindung.
[0017] Die in Fig. 1 bis 7 gezeigten Aufsatzdichtungen entsprechen nicht der vorliegenden
Erfindung; in diesen Fig.en wird lediglich der technische Hintergrund der Erfindung
erläutert.
[0018] Fig. 1 zeigt einen horizontalen Schnitt durch eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion.
Die tragende Konstruktion weist ein hier beispielhaft ein aus Stahl bestehendes Statikprofil
1 auf, auf welchem ein Aufsatz- bzw. Adapterprofil 2 angebracht ist. Die Aufsatzprofile
2 können aus Werkstoffen wie Stahl, Aluminium oder Kunststoff bestehen und mit den
Statikprofilen verschweißt, verschraubt oder verklebt sein. Ebenso können die Statikprofile
aus unterschiedlichen Materialien wie Stahl, Aluminium und Holz bestehen.
[0019] Auf das Aufsatzprofil 2 wird eine Aufsatzdichtung 3 aufgestülpt und eingeklipst.
Die Aufsatzdichtung 3 weist in dem Schnitt der Fig. 1 im wesentlichen eine Art T-Form
auf. An den Grundsteg 3a des T schließen sich beidseits des Grundsteges 3a im wesentlichen
senkrecht zum Grundsteg verlaufende Querstege 3b, 3c an. Von der Aufsatzdichtung 3
bzw. von deren Querstegen 3b, 3c und einer äußeren Glasanlagedichtung 4 werden Füllungen
5, wie z.B. Isolierglasscheiben eingefaßt.
[0020] Die äußeren Glasanlagedichtungen 4 sind in Nuten eines Klemmprofiles 6 gehalten.
Das Klemmprofil 6 ist mit einer Schraube 8 mit dem Aufsatzprofil 2, welches fest an
dem Statikprofil 1 befestigt ist, verschraubt. Aus optischen Gründen kann noch eine
Deckschale 7 auf das Klemmprofil 6 geklipst werden.
[0021] Der Grundsteg 3a ist über Scharniere (hier Filmscharniere) 19 mit den Querstegen
3b, 3c verbunden. Der Grundsteg 3a erstreckt sich bis in den Falzraum zwischen den
Füllungen 5. In diesem Bereich ist der Grundsteg 3a seitlich mit Dichtlippen 9 versehen,
die den Falzraum seitlich des Grundsteges 3a in mehrere Kammern 10, 11 aufteilen und
somit die Wärmedämmung verbessern. Die innere Kammer 11 bildet gleichzeitig eine Entwässerungsnut,
die zum Abführen von in den Falz eingedrungenes Wasser dient.
[0022] Die Aufsatzdichtung 3 weist ferner in ihrem mittleren Teil bzw. im Bereich ihres
Grundsteges 3a weitere Hohlkammern 12, 13 und 14 auf. Die innere Kammer 12 im Randbereich
zur Basis aus den beiden Querstegen 3b, 3c ist zum Aufsetzen der Dichtung auf das
Aufsatzprofil ausgelegt, die mittlere Hohlkammer 13 dient zur Wärmeisolierung und
die nach außen hin offene Hohlkammer 14 ist als Führungs- oder Rastnut zur Zentrierung
oder zum Einrasten weiterer Bauteile ausgelegt.
[0023] Fig. 2 zeigt einen senkrechten Riegelschnitt durch die Pfosten-/Riegel-Konstruktion
der Fig. 1. Ein wesentlicher Unterschied der Aufsatzdichtungen 3, 3' für Riegel und
Pfosten liegt darin, dass der Dichtungssteg 15 der Querstege 3b, 3c der Aufsatzdichtung
3' für den Riegel mit der Glasanlage 16, hingegen die Querstege 3b, 3c der Aufsatzdichtung
3 für den Pfosten mit dem Rastunterteil 21 verbunden ist. Hierdurch bleibt im Kreuzungsbereich,
wo sich die Dichtungen überlappen (siehe auch Fig. 3), die Entwässerungsnut 11 erhalten.
Bei der Dichtung für den Riegel wird in diesem Bereich des Überlappens das Rastunterteil
21 und passend dazu bei der Dichtung für den Pfosten die Glasanlage 16 entfernt.
[0024] Die Riegel-Aufsatzdichtung 3' unterscheidet sich von der Aufsatzdichtung 3 für den
Pfosten ferner durch die nach außen gerichtete Nut 18, die nicht als Rastnut, sondern
als Führungs- bzw. Zentriernut ausgebildet ist. Dabei wird der Nutgrund dieser Nut
18 im wesentlichen durch einen senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung des Grundsteges
3a ausgerichteten Nutsteg 18a gebildet, während der Nutgrund der Nut 14 in Fig. 1
aus zwei sich zu einer Art "V" ergänzenden Nutstegen 14a, 14b besteht.
[0025] Den Aufsatzdichtungen 3, 3' gemeinsam ist das erfindungsgemäße scharnierartige Gelenk
19 am Ende der Dichtungsstege 15 im Übergang zu den nach außen gerichteten Dichtungswänden
20 bzw. im Bereich der Übergänge zwischen dem Grundsteg 3a und den Querstegen 3b,
3c. Hierdurch wird die gute Montierbarkeit erreicht.
[0026] In Fig. 3 wird die Problematik deutlich, welche die Aufteilung der Glasanlage 16
und des Rastunterteiles 21 im Kreuzstoßbereich beim Überlappen der Dichtungen mit
sich bringt. Hier müssen die Glasanlagen der Aufsatzdichtungen auf einer Ebene verlaufen.
Um eine möglichst hohe Dichtigkeit und eine gute Wasserführung in den Entwässerungsnuten
zu erreichen, werden die Aufsatzdichtungen dergestalt ausgeklinkt, dass die Glasanlage
der Aufsatzdichtung 3 für den Pfosten teilweise heraus getrennt wird, wohingegen das
Rastunterteil 21 der Aufsatzdichtung 3' für den Riegel entfernt wird. Hierdurch wird
erreicht, dass die Anlage der Füllung auf einer Ebene liegt.
[0027] Die Querstege 3b, 3c der Aufsatzdichtungen 3, 3' der Figuren 1, 4 und 5 weisen eine
Glasanlage 16 und ein Rastunterteil 21 auf. Während für die Pfosten-Aufsatzdichtung
3 das Rastunterteil 21 über einen relativ kurzen Dichtungssteg 15 mit der übrigen
Dichtung verbunden ist, ist in Fig. 5 für die Aufsatzdichtung 3' des Riegels die Glasanlage
16 über den Dichtungssteg 15 mit der übrigen Dichtung verbunden. Beide Dichtungsbestandteile,
also sowohl Glasanlage 16 als auch Rastunterteil 21 sind nur im äußeren Randbereich
über einen kleinen Verbindungssteg 22 miteinander gekoppelt, liegen aber im wesentlichen
direkt aneinander, wobei sie über ein Nut-Federsystem 23, 23' ineinander greifen,
um seitliche Kräfte aufnehmen zu können. Ein Verrutschen wird damit wirksam verhindert.
Besonders vorteilhaft dabei ist, dass die Nut 23' sich immer auf der Seite des Bauteiles
befindet, das über den Dichtsteg 15 mit der Dichtung verbunden ist. Auf diese Weise
weist im Kreuzungsbereich das abzutrennende Bauteil stets die Feder 23 auf, so daß
die Nut 23 zu einer ebenen Anlage für die Füllungselemente führt.
[0028] Nach Fig. 4 greift bei der Aufsatzdichtung 3 für den Pfosten die Glasanlage 16 über
eine Feder 23 in eine Nut 23' des Rastunterteiles 21 ein. Fig. 5 zeigt dagegen die
Aufsatzdichtung 3' für den Riegel, wobei hier das Rastunterteil 21 die Feder 23 aufweist,
die in eine Nut 23' der Glasanlage 16 eingreift.
[0029] Beide Aufsatzdichtungen 3, 3' weisen ferner Rastnuten 24 auf, die sich im Rastunterteil
21 befinden. Hiermit kann die Dichtung sicher in der Unterkonstruktion befestigt werden.
Vorteilhaft dabei ist, dass der äußere Schenkel 25 um den Anlagewinkel Δ leicht nach
innen geneigt ist. Hierdurch wird erreicht, dass die Dichtung sicher an der Unterkonstruktion
anliegt und dichtend abschließt.
[0030] Die Dichtungen 3, 3' verfügen ferner über einen mittleren Quersteg 26 und 27. Dieser
Quersteg dient zur lagegenauen Positionierung der Dichtung auf dem Aufsatzprofil und
zur Wärmedämmung. Der Quersteg 27 in Fig. 5 weist darüber hinaus den Vorteil einer
leichten Entfernbarkeit an Sollbruchstellen auf. Dies ist vorteilhaft, wenn am Riegel
zusätzliche Verglasungsauflagen an dem Aufsatzprofil befestigt werden, so dass der
ganze Hohlraum 28 ausgefüllt wird.
[0031] Die unteren Querstege 29 und 30 sichern eine genügende Formstabilität beim Extrudieren
und beim Wickeln der relativ starren Dichtungen. Diese Querstege 29, 30 werden vor
der Montage entfernt. Sie sind nur leicht mit der Dichtung verbunden und können daher
einfach aus der Dichtung herausgenommen werden.
[0032] Fig. 7 zeigt eine weitere Variante einer Aufsatzdichtung, die eine spezielle Glasanlagedichtung
31 aufweist. Diese Glasanlagedichtung umfaßt einen balligen mittleren Bereich 34,
zwei relativ lange Dichtlippen 32 und einen Hohlraum 33.
[0033] Diese Ausführungsform ist besonders vorteilhaft bei schräg zueinander angeordneten
Füllungsplatten, also in Eckbereichen, wobei sich die ballige Ausformung der Glasanlagedichtung
der Winkelstellung besonders vorteilhaft anpassen kann.
[0034] In Fig. 8 und 9 ist ein Ausführungsbeispiel einer Aufsatzdichtung gemäß der vorliegenden
Erfindung gezeigt. Beidseits des Nutsteges 18a ist ein Scharnier 35, vorzugsweise
ein Filmscharnier, vorgesehen, das Dichtungswände 20 schwenkbar mit dem Nutsteg 18a
verbindet. Ferner sind Querstege 3b über Scharniere 19 an den Dichtungswänden 20 angelenkt.
[0035] Wie in Fig. 8 gezeigt ist, kann die Aufsatzdichtung durch die zusätzlichen Scharniere
35 im wesentlichen flach hergestellt und für den Transport aufgerollt werden. Dabei
sind die hervorstehenden Dichtlippen 9 geschützt angeordnet, da die benachbarten Lagen
durch den Abstand der Aufsatzdichtung durch die Glasanlage 16 den Dichtlippen 9 den
nötigen Raum geben. Die Lagerung im aufgewickelten Zustand führt daher zu keinerlei
Verwerfungen und unerwünschten Deformationen.
[0036] Für die Montage kann die Aufsatzdichtung 3 für den Pfosten und die Aufsatzdichtung
3' für den Riegel dann in die in den Fig. 9 bis 11 gezeigt eingebaute Position gebracht
werden. Zwischen den Dichtungswänden 20 ist ein offene Hohlkammer 36 ausgebildet,
in die Befestigungselemente, z.B. ein Glasträger eingefügt werden können.
BEZUGSZIFFERN
[0037]
- 1
- Stahlprofil
- 2
- Aufsatzprofil
- 3
- Aufsatzdichtung (Pfosten)
- 3'
- Aufsatzdichtung (Riegel)
- 3a
- Grundsteg
- 3b
- Quersteg
- 4
- Glasanlagedichtung
- 5
- Füllung
- 6
- Klemmprofil
- 7
- Deckschale
- 8
- Schraube
- 9
- Dichtlippen
- 10
- Kammer
- 11
- Kammer/Entwässerungsnut
- 12
- Hohlkammer
- 13
- Hohlkammer
- 14
- Hohlkammer, Führungs- oder Rastnut
- 14a, b
- Nutstege
- 15
- Dichtungssteg
- 16
- Glasanlage
- 18
- Zentriernut
- 18a
- Nutsteg
- 19
- Scharnier
- 20
- Dichtungswand
- 21
- Rastunterteil
- 22
- Verbindungssteg
- 23
- Feder
- 23'
- Nut
- 24
- Rastnut
- 25
- Schenkel
- 26
- Quersteg
- 27
- Quersteg
- 28
- Hohlraum
- 29
- Quersteg
- 30
- Quersteg
- 31
- Glasanlagedichtung
- 32
- Dichtlippen
- 33
- Hohlraum
- 34
- Auflagebereich
- 35
- Scharnier
- 36
- Hohlkammer
- Δ
- Anlagewinkel
1. Aufsatzdichtung für eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion, insbesondere für eine Pfosten-/Riegel-Konstruktion
mit einem Statikprofil (1), auf dem ein Aufsatz- bzw. Adapterprofil (2) anbringbar
ist, wobei die Aufsatzdichtung im wesentlichen im Querschnitt eine T-Form mit einem
Grundsteg (3a) und zwei sich beidseits des Grundsteges (3a) im wesentlichen senkrecht
zum Grundsteg erstreckenden Querstegen (3b, 3c) aufweist, wobei der Grundsteg (3a)
Dichtungswände (20) aufweist und jeweils über wenigstens ein Scharnier (19) mit den
Querstegen (3b, 3c) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungswände (20) des Grundstegs (3a) ferner über mindestens ein Scharnier
(35) miteinander verbunden sind, durch welches Scharnier (35) die Aufsatzdichtung
im wesentlichen flach hergestellt und für den Transport aufgerollt werden kann.
2. Aufsatzdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharniere (19) als Filmscharniere ausgebildet sind.
3. Aufsatzdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Grundsteg (3a) in einen Falzraum zwischen Füllungen (5) erstreckt und seitlich
mit wenigstens einer Dichtlippe (9) versehen ist, die den Falzraum seitlich des Grundsteges
3a in mehrere Kammern (10, 11) unterteilt.
4. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundsteg (3a) mit geschlossenen oder einseitig offenen Hohlkammern (12, 13,
14, 18) versehen ist.
5. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Querstege (3b, 3c) eine geschlossene Basis vorgesehen ist, die abschnittsweise
eine der Hohlkammern (12) begrenzt.
6. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Hohlkammern (13) als geschlossene Wärmeisolierungskammer ausgelegt ist.
7. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine der Hohlkammern (14, 18) als Führungs- oder Rastnut zur Zentrierung oder zum
Einrasten weiterer Bauteile ausgelegt ist.
8. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Querstege (3b, 3c) der Aufsatzdichtungen (3, 3') eine Glasanlage (16) und ein
Rastunterteil (21) aufweisen, die über ein Nut-Federsystem (23, 23') ineinander greifen.
9. Aufsatzdichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasanlage (16) oder das Rastunterteil (21) über einen Verbindungs-Dichtsteg
(15) mit dem Grundsteg (3a) verbunden sind und daß die Nut (23') auf der Seite des
Bauteiles (Glasanlage oder Rastunterteil) angeordnet ist, das über den Verbindungs-Dichtsteg
(15) mit dem Grundsteg (3a) verbunden ist.
10. Aufsatzdichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasanlage (16) und das Rastunterteil (21) vorzugsweise im äußeren Randbereich
über einen scharnierartigen Verbindungssteg (22) direkt miteinander gekoppelt sind.
11. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß im Rastunterteil (21) eine Rastnut (24) ausgebildet ist, wobei ein äußere die Rastnut
(24) begrenzender Schenkel (25) um einen Anlagewinkel (α) leicht nach innen geneigt
ist.
12. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Grundsteg mit einem Quersteg (26 und 27) zur Positionierung der Aufsatzdichtung
(3, 3') auf dem Aufsatzprofil versehen ist.
13. Aufsatzdichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens einer der Querstege (26 und 27) lösbar, vorzugsweise über Sollbruchlinien,
mit dem Grundsteg (3a) verbunden ist.
14. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsatzdichtung (3, 3') mit einer Glasanlagedichtung (31) ausgebildet ist, dieser
einen balligen mittleren Bereich (34), zwei relativ lange Dichtlippen (32) und einen
Hohlraum (33) aufweist.
15. Aufsatzdichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Grundstegen (3a) eine offene Hohlkammer (36) ausgebildet ist.
1. Seal for a post/bar construction, in particular for a post/bar construction having
a static profile (1) to which an attachable or adapter profile (2) can be fitted,
the seal substantially having in cross section a T shape with a base web (3a) and
two transverse webs (3b, 3c) which extend on both sides of the base web (3a), substantially
at right angles to the base web, the base web (3a) having sealing walls (20) and in
each case being connected to the transverse webs (3b, 3c) via a hinge (19), characterized in that the sealing walls (20) of the base web (3a), are further connected to each other
via at least one hinge (35), by means of which hinge (35) the seal can be produced
substantially flat and rolled up for transport.
2. Seal according to Claim 1, characterized in that the hinges (19) are formed as film hinges.
3. Seal according to Claim 1, characterized in that the base web (3a) extends in a folding space between fillings (5) and at the sides
is provided with at least one sealing lip (9) which subdivides the folding space at
the side of the base web (3a) into a plurality of chambers (10, 11).
4. Seal according to one of the preceding claims, characterized in that the base web (3a) is provided with hollow chambers (12, 13, 14, 18) which are closed
or open on one side.
5. Seal according to one of the preceding claims, characterized in that, in the region of the transverse webs (3b, 3c) there is provided a closed base which,
in some sections, delimits one of the hollow chambers (12).
6. Seal according to one of the preceding claims, characterized in that one of the hollow chambers (13) is designed as a closed thermal insulation chamber.
7. Seal according to one of the preceding Claims 4 to 6, characterized in that one of the hollow chambers (14, 18) is designed as a guide or latching groove for
centring or latching in further components.
8. Seal according to one of the preceding claims, characterized in that the transverse webs (3b, 3c) of the seals (3, 3') have a glass support (16) and a
latching lower part (21), which interengage via a tongue and groove system (23, 23').
9. Seal according to Claim 8, characterized in that the glass support (16) or the latching lower part (21) are connected to the base
web (3a) via a connecting sealing web (15), and in that the groove (23') is arranged on the side of the component (glass support or latching
lower part) which is connected to the base web (3a) via the connecting sealing web
(15).
10. Seal according to Claim 8 or 9, characterized in that the glass support (16) and the latching lower part (21) are preferably coupled directly
to each other in the outer edge region via a hinge-like connecting web (22).
11. Seal according to one of the preceding Claims 8 to 10, characterized in that a latching groove (24) is formed in the latching lower part (21), an outer limb (25)
bounding the latching groove (24) being inclined slightly inwards by a contact angle
(α).
12. Seal according to one of the preceding claims, characterized in that the base web is provided with a transverse web (26 and 27) for positioning the seal
(3, 3') on the attachable profile.
13. Seal according to Claim 12, characterized in that at least one of the transverse webs (26 and 27) is connected to the base web (3a)
in a detachable manner, preferably via intended fracture lines.
14. Seal according to one of the preceding claims, characterized in that the seal (3, 3") is formed with a glass support seal (31), the latter has a convex
central region (34), two relatively long sealing lips (32) and a cavity (33).
15. Seal according to one of the preceding claims, characterized in that an open hollow chamber (36) is formed between the base webs (3a).
1. Etanchéité de couronnement pour une construction à poteaux/traverses, notamment pour
une construction à poteaux/traverses comportant un profilé statique (1) sur lequel
peut être placé un profilé de couronnement ou profilé d'adaptation (2), l'étanchéité
de couronnement présentant sensiblement en coupe transversale la forme d'un T avec
une aile de fond (3a) et deux ailes transversales (3b, 3c) s'étendant des deux côtés
de l'aile de fond (3a), sensiblement perpendiculairement à l'aile de fond, l'aile
de fond (3a) présentant des parois d'étanchéité (20) et étant reliée par au moins
une charnière (19) à chacune des ailes transversales (3b, 3c), caractérisée en ce que les parois d'étanchéité (20) de l'aile de fond (3a) sont reliées entre elles en outre
par au moins une charnière (35), du fait de la charnière (35) l'étanchéité de couronnement
pouvant être fabriquée sensiblement plate et roulée pour le transport.
2. Etanchéité de couronnement selon la revendication 1, caractérisée en ce que les charnières (19) sont réalisées comme charnières film.
3. Etanchéité dé couronnement selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'aile de fond (3a) s'étend dans une feuillure entre des garnissages (5) et est pourvue
latéralement d'au moins une lèvre d'étanchéité (9) qui divise la feuillure en plusieurs
chambres (10, 11), sur les côtés de l'aile de fond (3a).
4. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'aile de fond (3a) est pourvue de chambres creuses (12, 13, 14, 18) fermées ou ouvertes
d'un côté.
5. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que dans la zone des ailes transversales (3b, 3c) est prévue une base fermée qui délimite
par endroits l'une des chambres creuses (12).
6. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'une des chambres creuses (13) est conçue comme chambre d'isolation thermique fermée.
7. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications 4 à 6 précédentes, caractérisée en ce que l'une des chambres creuses (14, 18) est conçue comme rainure de guidage ou rainure
d'encliquetage pour le centrage ou l'encliquetage d'autres composants.
8. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que les ailes transversales (3b, 3c) des étanchéités de couronnement (3, 3') comportent
un appui pour verre (16) et une partie inférieure d'encliquetage (21) qui s'engagent
l'un dans l'autre par un système à rainure et languette (23, 23').
9. Etanchéité de couronnement selon la revendication 8, caractérisée en ce que l'appui pour verre (16) ou la partie inférieure d'encliquetage (21) sont reliés à
l'aile de fond (3a) par une entretoise d'étanchéité de liaison (15) et en ce que la rainure (23') est disposée sur la côté du composant (appui pour verre ou partie
inférieure d'encliquetage) qui est relié à l'aile de fond (3a) par l'entretoise d'étanchéité
de liaison (15).
10. Etanchéité de couronnement selon la revendication 8 ou 9, caractérisée en ce que l'appui pour verre (16) et la partie inférieure d'encliquetage (21) sont accouplés
entre eux directement de préférence dans la zone de bordure extérieure, par une entretoise
de liaison (22) de type charnière.
11. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications 8 à 10 précédentes, caractérisée en ce que dans la partie inférieure d'encliquetage (21) est réalisée une rainure d'encliquetage
(24), un côté (25) extérieur délimitant la rainure d'encliquetage (24), étant légèrement
incliné vers l'intérieur d'un angle d'appui α.
12. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'aile de fond est pourvue d'une aile transversale (26) et (27) pour le positionnement
de l'étanchéité de couronnement (3, 3') sur le profilé de couronnement.
13. Etanchéité de couronnement selon la revendication 12, caractérisée en ce qu'au moins l'une des ailes transversales (26) et (27) est reliée de manière séparable,
de préférence par des lignes destinées à la rupture, à l'aile de fond (3a).
14. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'étanchéité de couronnement (3, 3') est réalisée avec une étanchéité d'appui pour
verre (31), celle-ci présentant une zone centrale (34) bombée, deux lèvres d'étanchéité
(32) relativement longues et une cavité (33).
15. Etanchéité de couronnement selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'une chambre creuse (36) ouverte est réalisée entre les ailes de fond (3a).