[0001] Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Übertragung eines Dekodierungssignals für
einen durch einen Ziehschutzbeschlag geschützten Schließzylinder mit einer Sende-/Empfangseinheit
zum kontaktlosen Empfangen eines Dekodierungssignals, die wenigstens ein erstes Sende-/
Empfangselement aufweist, das im vorderen Stirnflächenbereich des Schließzylinders
angeordnet ist. Der Ziehschutzbeschlag kann als Kernziehschutzbeschlag ausgebildet
sein und beispielsweise Bestandteil einer Rosette sein, die lediglich den Bereich
des Schließzylinders abdeckt. Auch kann der Ziehschutzbeschlag einen Einsatz vor dem
Schließzylinder aufweisen, der auswechselbar sein kann. Es wird im folgenden von einem
Ziehschutzbeschlag gesprochen, ohne das dadurch eine Beschränkung auf dessen Ausführung
im einzelnen zu verstehen ist. Auch wird im folgenden Sende-/Empfangselement und Antenne
synonym verwendet.
[0002] Ein derartiger Schließzylinder mit einem Sende/Empfangselement auf der Stirnseite
des Schließzylinders ist beispielsweise aus der EP 0 187 363 B1 bekannt. Hier ist
die Anordnung so getroffen, daß das Sende/Empfangselement auf der Stirnseite angeordnet
ist, um in einem nahen Kontakt zu einem Transponder zu stehen, der im Schlüsselgriff
angeordnet ist. Diese geringe Distanz wird benötigt, um bei den relativ klein bemessenen
Antennen eine hinreichende Signalübertragung zu gewährleisten. Aus diesem Grunde kann
ein derartiger Schließzylinder auch nicht mit einem Ziehschutzbeschlag geschützt werden,
da dieser die Stirnfläche des Schließzylinders im wesentlichen vollständig mit metallischem
Material überdeckt. Eine kontaktlose Signalübertragung ist dann nicht mehr möglich.
[0003] Das kontaktlos übertragene Dekodierungssignal dient zum Schalten eines elektrisch
wirksamen Antriebselements, Kupplungselements, End- oder Verriegelungselements, um
ein Betätigen des Schließzylinders zu ermöglichen. Andererseits wird das Dekodierungssignal
häufig dazu verwendet, um sogenannte Zutrittskontrollsysteme zu schaffen, mit welchem
die einzelnen Schließvorgänge kontrolliert und registriert werden können. Wegen der
erforderlichen Antennenanordnung auf der Stirnfläche und der fehlenden Möglichkeit
des Schutzes des Schließzylinders gegen Herausziehen besitzen solche elektromechanisch
arbeitenden Schließzylinder nur eine relativ geringe mechanische Sicherheit. Es besteht
jedoch häufig der Wunsch, auch solche elektromechanischen Schließzylinder beispielsweise
im Außenbereich anzuordnen, in dem eine erhöhte mechanische Sicherheit gefordert ist.
[0004] Neben solchen Schließzylindern, die mit einem Schlüssel betätigt werden, sind sogenannte
Knaufzylinder bekannt, die von wenigstens einer Seite mit einem Knauf betätigbar sind.
In einem solchen Knauf ist häufig die Steuerelektronik zum Auswerten des Transpondersignals
angeordnet, das mit einem Schlüssel der oben beschriebenen Art übermittelt wird. Eine
solche Anordnung ist beispielsweise in der DE 199 30 054 A1 beschrieben. Hier steht
der drehbare Knauf über Schleifringkontakte in Signalverbindung mit dem feststehenden
Teil des Schließzylinders und der Transponderantenne auf der gegenüberliegenden Stirnseite
des Schließzylinders. Es hat sich jedoch gezeigt, daß Schleifringkontakte häufig Störungen
bei der Übertragung des Signals verursachen.
[0005] Auch bei Knaufzylindern ist es häufig erwünscht und teilweise auch erforderlich,
daß die Betätigung erst nach dem Erhalt eines entsprechenden Dekodierungssignals möglich
ist. Bei solchen Schließzylindern ist das Dekodierungsgerät häufig mit Abstand zum
Schließzylinder angeordnet, beispielsweise im Bereich der Türzarge. Das Dekordierungsgerät
kann ein Tastenfeld oder mit einem biometrischen Sensor ausgestattet sein oder aber
über ein Dekodierungselement, beispielsweise einen Schlüssel oder eine Chipkarte,
bedient werden. Zum Öffnen wird dann der Knauf mit der anderen Hand betätigt. Dies
erfordert jedoch einen größeren Montageaufwand des Schließzylinders und des damit
in Verbindung stehenden Dekodierungsgeräts.
[0006] Aufgrund der immer kleiner bauenden Elektronik können die Steuerelektronik und auch
der Dekodierungssensor, beispielsweise die Transponderantenne oder ein biometrischer
Sensor, für solche elektromechanisch arbeitenden Schließzylinder in dem Knauf untergebracht
werden. Das Problem bei solchen Knaufzylindern besteht dann in der Signalübertragung
von dem feststehenden Schließzylinderteil zum drehbaren Knauf.
[0007] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, einen Schließzylinder der eingangs
geschilderten Art so auszubilden, daß eine kontaktlose Übertragung des Dekodierungssignals
bei einem vorhandenen Ziehschutzbeschlag und auch bei einem Knauf möglich ist.
[0008] Die Aufgabe wird gemäß der Erfindung in einer ersten Ausführungsform dadurch gelöst,
daß ein zweites Sende/Empfangselement auf der Vorderseite des Ziehschutzbeschlages
angeordnet ist, das in Signalverbindung mit einem dritten Sende-/Empfangselement auf
der Rückseite des Ziehschutzbeschlages steht, das in Signalverbindung mit dem ersten
Sende-/Empfangselement auf der Stirnseite des Schließzylinders steht. Dadurch wird
erreicht, daß das Dekodierungssignal von dem äußeren Sende-/Empfangselement über zwei
weitere Sende/Empfangselemente zur Sende-/Empfangseinheit geleitet wird. Die Verbindung
zwischen den beiden auf dem Ziehschutzbeschlag angeordneten Sende-/Empfangselementen
kann beispielsweise durch ein Signalkabel erfolgenen, das durch eine Bohrung oder
Nut geführt ist. Diese Bohrung oder Nut bewirkt nur eine geringe Schwächung des Ziehschutzbeschlages,
so daß dessen Schutzfunktion vollständig aufrechterhalten bleiben kann.
[0009] Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß das Sende-/Empfangselement
auf der Vorderseite des Ziehschutzbeschlages angeordnet ist und in einer unmittelbaren
Signalverbindung mit der Sende/Empfangseinheit es Schließzylinders steht. Dabei kann
vorgesehen werden, daß die Signalverbindung lösbar ist. Die Signalverbindung kann
beispielsweise ein Signalkabel umfassen, das durch den Ziehschutzbeschlag hindurch
von dem Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite des Ziehschutzbeschlages bis zur
Sende-/Empfangseinheit des Schließzylinders geführt ist. Auch hierdurch kann das Dekodierungssignal
übertragen werden.
[0010] Es kann vorgesehen werden, daß die Signalverbindung eine Kontaktanordnung umfaßt,
deren Kontakte so an den einander zugekehrten Seiten des Schließzylinders und des
Ziehschutzbeschlages angeordnet sind, daß eine Signalverbindung bei der Montage des
Ziehschutzbeschlages auf den Schließzylinder bewirkt wird. Hierdurch wird der Einbau
eines derartigen Schließzylinders und eines entsprechend ausgebildeten Ziehschutzbeschlages
wesentlich erleichert. Die Kontakte können beispielsweise als federnde Kontaktstifte
oder in Form einer Stecker/Kupplungsanordnung ausgebildet sein.
[0011] Es ist zweckmäßig, wenn das Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite des Ziehschutzbeschlages
zumindest teilweise in dem Bereich angeordnet ist, der den Schließzylinder überdeckt.
Hierdurch wird erreicht, daß bei der Verwendung eines aktiven oder passiven Senders
am Schlüsselgriff der erforderliche geringe Abstand eingehalten werden kann. Es kann
aber auch vorgesehen werden, daß das Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite des
Ziehschutzbeschlages in dem den Schließzylinders zumindest teilweise umgebenden Bereich
angeordnet ist. Auch hierdurch kann ein geringer Abstand zum aktiven oder passiven
Sender des Schlüssels oder eines anderen Dekodierelementes erreicht werden.
[0012] Die Signalübertragung zum Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite des Ziehschutzbeschlages
erfolgt zweckmäßigerweise durch ein Signalkabel. Die erforderliche Bohrung oder Nut
kann vorzugsweise außerhalb des Bereiches des Ziehschutzbeschlages angeordnet sein,
der den Schließzylinder überdeckt. Dadurch wird erreicht, daß ein Ansatzpunkt eines
Ziehwerkzeuges, das in die Bohrung oder Nut eingreifen könnte, außerhalb des Bereiches
liegt, in dem ein Ziehen des Schließzylinders aus der Tür oder dergleichen möglich
wäre.
[0013] Grundsätzlich kann das Sende-/Empfangselement auf dem Ziehschutzbeschlag angeordnet
sein. Es ist jedoch zweckmäßig, wenn das Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite
des Ziehschutzbeschlages in einer Vertiefung angeordnet ist derart, daß zwischen Schließzylinder
und Bodenfläche der Vertiefung noch ausreichend Material vorhanden ist. Das Sende-/Empfangselement
schließt dabei vorzugsweise bündig mit der Oberfläche des Ziehschutzbeschlages ab,
so daß zum einen an ansprechendes Äußeres erreicht wird. Zum anderen wird eine versehentliche
oder absichtliche Zerstörung des Sende-/Empfangselementes wirksam verhindert.
[0014] Vorstehend wurde die Erfindung anhand eines Schließzylinders beschrieben, dessen
Schließkern mittels eines Schlüssels zu betätigen ist. Hierbei ist das Vorsehen eines
Ziehschutzbeschlages häufig erforderlich. Im wesentlichen das gleiche Problem tritt
jedoch auch bei einem Schließzylinder auf, dessen Schließnase mit einem Knauf zu betätigen
ist. Auch hier ist es häufig erwünscht und teilweise auch erforderlich, daß die Betätigung
erst nach dem Empfang eines entsprechenden Dekodierungssignals möglich ist. Bei solchen
Schließzylindern ist das Sende/Empfangselement zum Empfangen des Dekodierungssignals
häufig mit Abstand zum Schließzylinder angeordnet, beispielsweise im Bereich der Türzarge
in einem Dekodiergerät. Das Dekodierungselement, beispielsweise ein Schlüssel oder
eine Chipkarte, wird in den Bereich des Sende-/Empfangselements gehalten, während
gleichzeitig der Knauf mit der anderen Hand betätigt wird. Dies erfordert jedoch einen
größeren Montageaufwand des Schließzylinders und des damit in Verbindung stehenden
Sende-/Empfangselements.
[0015] Die erfindungsgemäße Anordnung zur Übertragung des Dekodierungssignals für einen
mit einem Knauf zu betätigenden Schließzylinder mit einer Sende/Empfangseinheit zum
kontaktlosen Empfangen des Dekodierungssignals weist wenigstens ein erstes Sende/Empfangselement
auf, das im vorderen Stirnflächenbereich des Schließzylinders angeordnet ist. Insoweit
entspricht das Schließzylindergehäuse auch dem eines Schließzylinders, der mit einem
Schlüssel zu betätigen ist. Gemäß der Erfindung ist hier vorgesehen, daß ein zweites
Sende-/Empfangselement auf dem Knauf angeordnet ist, das in Signalverbindung mit einem
dritten Sende/Empfangselement auf der dem Schließzylinder zugekehrten Stirnseite des
Knaufs steht, das in Signalverbindung mit dem ersten Sende-/Empfangselement auf der
Stirnseite des Schließzylinders steht. Auch hierdurch kann erreicht werden, daß durch
einen in den Empfangs- oder Sendebereich des äußeren Sende-/Empfangselements gebrachten
aktiven oder passiven Sender das Dekodierungssignal zur Sende-/Empfangseinheit übertragen
wird. Es wird, wie auch bei der Ausführungsform mit Ziehschutzbeschlag, das Signal
über zwei weitere Sende/Empfangselemente übertragen. Insgesamt wird hierdurch bewirkt,
daß auch ein mit einem Knauf zu betätigender Schließzylinder mit einer elektronischen
Dekodierung in jede Aufnahme für einen Normschließzylinder paßt. Weitere Montagevorgänge,
insbesondere das räumlich vom Schließzylinder getrennte Anordnen eines Sende-/Empfangselementes,
entfallen.
[0016] Grundsätzlich ist es auch möglich, daß das Sende/Empfangselement auf dem Knauf angeordnet
ist, das in einer Signalverbindung mit der Sende-/Empfangseinheit des Schließzylinders
steht. Diese Signalverbindung kann beispielsweise ein Schleifringkontakt sein.
[0017] Das Dekodierungssignal wird vorzugsweise mittels elektromagnetischer Wellen übertragen.
Es können aber auch optische, akustische oder induktive Signalübertragungsverfahren
eingesetzt werden. Wesentlich ist, daß die entsprechenden Sende-/Empfangselemente
entsprechend ihrer Übertragungsart an den betreffenden Bauelementen angeordnet sind.
Insbesondere bei der Verwendung von elektromagnetischen Wellen ist es zweckmäßig,
wenn auf dem Dekodierelement, also insbesondere auf einem Schlüssel oder einer Chipkarte,
ein passiver Transponder angeordnet ist, der von einer Sende-/Empfangseinheit des
Schließzylinders angeregt wird. Dies hat zum einen den Vorteil, daß der Schlüssel
ohne Energieversorgung ausgebildet sein kann. Ferner wird gewährleistet, daß das Sende-/Epfangselement
am Schließzylinder mit ausreichender Leistung betrieben werden kann. Dadurch ist die
Signalübertragung auch über mehrere kontaktlose Übertragungsstrecken ohne weiteres
möglich. Insgesamt kann dadurch ein zuverlässiges Arbeiten des Schließzylinders bewirkt
werden.
[0018] Bei einer Anordnung zur kontaktlosen Übertragung eines Signals für einen Schließzylinder,
der mit einem Knauf betätigbar ist wird bei einer weitergehenden Ausführungsform der
Erfindung vorgeschlagen, daß wenigstens eine zweite Antenne auf dem Knauf vorgesehen
ist, die in einer Signalverbindung mit der ersten Antenne des Schließzylinders steht.
Dadurch ist eine drahtlose Übertragung eines Signals möglich, die unter den teilweise
rauhen Betriebsbedingungen und der Häufigkeit der Betätigung des Knaufs vorteilhaft
ist.
[0019] Wo im einzelnen die Antennen beziehungsweise die Sende-/Empfangselemente angeordnet
sind, ist grundsätzlich beliebig. Die Antennen können auch in einer Sende-/Empfangseinrichtung
integriert sein. Zweckmäßig ist es, wenn die erste Antenne im vorderen Stirnflächenbereich
des Gehäuses des Schließzylinders angeordnet ist. Dabei ist es weiterhin günstig,
wenn die zweite Antenne auf der dem Schließzylinder zugekehrten Stirnfläche des Knaufs
angeordnet ist. Weiterhin kann es hier besonders vorteilhaft sein, wenn die erste
und zweite Antenne einen in etwa gleichen Abstand zur Drehachse aufweisen. Durch diese
Maßnahmen werden kurze Signalübertragungsstrecken erreicht, so daß nur geringe Sendeleistungen
erforderlich werden. Dies ist aufgrund der häufig verwendeten netzunabhängigen Stromversorgung
solcher Schließzylinder zweckmäßig.
[0020] Die erste Antenne kann unmittelbar mit dem Gehäuse des Zylinders verbunden sein.
Grundsätzlich kann aber auch vorgesehen werden, daß die erste Antenne in einem Zwischenstück
angeordnet ist, das auf das Gehäuse des Schließzylinders aufsetzbar ist. Dies hat
den Vorteil, daß die zusammenwirkenden ersten und zweiten Antennen stets auf einer
identischen Baugruppe vorhanden sind, während das Gehäuse des Schließzylinders an
die unterschiedlichen Bedingungen, insbesondere an unterschiedliche Einbaulängen angepaßt
werden kann. Der Herstellungsaufwand wird somit verringert.
[0021] Weiterhin ist es möglich, daß die mit der Antenne am Knauf zusammenwirkende Antenne
auf einem Schutzbeschlag des Schließzylinders angeordnet ist. Diese Antenne kann in
Signalverbindung mit einer weiteren Einrichtung im Schließzylinder drahtgebunden oder
drahtlos in Verbindung stehen.
[0022] Welche Signale über diese Antennenanordnung übertragen werden, ist grundsätzlich
beliebig. Es kann vorgesehen werden, daß die zweite Antenne am Knauf mit einer Steuerelektronik
im Knauf zusammenwirkt. Auch kann die zweite Antenne mit einem Sensor zum Erfassen
eines Dekodierungssignals zusammenwirken. Dieser Sensor kann ein biometrischer Sensor
oder eine Antenne für ein Transondersystem sein. Es kann vorgesehen werden, daß im
Knauf ein Teil eines aktiven Übertragungssystems, beispielsweise ein Signalverstärker
oder dergleichen angeordnet ist. Damit wird die Signalübertragung noch zuverlässiger.
[0023] Grundsätzlich kann der Schließzylinder auf beiden Stirnseiten mit Antennen versehen
sein. Es entsteht ein symmetrisches Zylindergehäuse, daß ohne großen Aufwand herstellbar
ist und gelagert werden kann. Insbesondere ist es möglich, ein gleiches Rohgehäuse
für beide Seiten vorzusehen, unabhängig davon ob eine erste Antenne am Gehäuse vorgesehen
wird und welches Betätigungsmittel damit zusammenwirkt. Auch kann die Einbaulänge
ohne weiteres durch Verlängerungen beliebig variiert werden.
[0024] Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Zeichnung näher erläutert.
Es zeigen:
- Fig. 1
- die Seitenansicht eines Schließzylinders mit einem Ziehschutzbeschlag mit einer Signalübertragungsanordnung
gemäß der Erfindung in auseinandergezogener Darstellung,
- Fig. 2
- die Seitenansicht eines Schließzylinders mit einem Ziehschutzbeschlag gemäß einer
anderen Ausführungsform der Erfindung in auseinandergezogener Darstellung,
- Fig. 3
- die Vorderansicht auf einen Ziehschutzbeschlag mit einer Signalübertragungsanordnung
gemäß Fig. 1 oder Fig. 2,
- Fig. 4
- die Seitenansicht eines Schließzylinders mit einem Drehknauf und einer Signalübertragungsanordnung
gemäß der Erfindung,
- Fig. 5
- die Vorderansicht des Drehknaufs gemäß Fig. 4,
- Fig. 6
- die Draufsicht auf die dem Schließzylinder zugekehrte Seite des Drehknaufs gemäß Fig.
4,
- Fig. 7
- die Draufsicht auf einen Schließzylinder,
- Fig. 8
- die Seitenansicht eines Schließzylinders mit einem Knauf und einer Signalübertragungsanordnung
gemäß der Erfindung,
- Fig. 9
- die Seitenansicht auf einen Schließzylinder und einem Knauf mit Ziehschutzbeschlag
gemäß der Erfindung und
- Fig. 10
- die Seitenansicht eines Schließzylinders gemäß einer weiteren Ausführungsform der
Erfindung.
[0025] Der in den Figuren 1 und 2 dargestellte Schließzylinder 11 weist eine zylindrische
Aufnahme 12 für einen Schließkern auf, der mit nicht gezeigten Schließstiften zusammenwirkt.
Diese Schließstifte werden bei der Einführung des mechanisch passenden Schlüssels
entriegelt, so daß der Schließkern zur Betätigung der nicht gezeigten Schließnase
gedreht werden kann. Insoweit entspricht der Schließzylinder einem herkömmlichen mechanischen
Schließzylinder und bedarf keiner weiteren Erläuterung.
[0026] Zum kontaktlosen Übertragen eines Dekodierungssignals, mit dem ein nicht gezeigtes
elektronisch arbeitendes Antriebselement, Kupplungselement, Fern- oder Endriegelungselement
geschaltet werden kann, ist auf der vorderen Stirnfläche 13 des Schließzylinders ein
Sende/Empfangselement 14 angeordnet, das mit einer nicht gezeigten Sende-/Empfangseinheit
des Schließzylinders zusammenwirkt. Diese Sende-/Empfangseinheit kann in dem Schließzylinder
oder in einem Knauf auf der der Schließseite abgekehrten Seite des Schließzylinders
angeordnet sein. Eine solche Anordnung ist beispielsweise aus der DE-U 299 11 353.1
der Anmelderin bekannt, auf welche Schrift hier ausdrücklich Bezug genommen wird.
Die Ausbildung der Sende-/Empfangseinheit und die Mittel zur Übertragung des Dekodierungssignals
bedürfen daher keiner näheren Erläuterung.
[0027] Ein derartiger Schließzylinder kann, sofern er in einem normalen Türbeschlag eingebaut
ist, mit einem Schlüssel betätigt werden, der einen entsprechenden passiven oder aktiven
Sender im Schlüsselgriff trägt. Es ist offensichtlich, daß bei der Verwendung eines
Ziehschutzbeschlages, der gerade die Stirnfläche 13 des Schließzylinders 11 überdeckt,
eine kontaktlose Signalübertragung nicht mehr ohne weiteres möglich ist.
[0028] Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform der Signalübertragungsanordnung
weist der Ziehschutzbeschlag 15, der über den Schließzylinder 11 montiert wird, ein
zweites Sende-/Empfangselement 16 auf. Im einzelnen ist die Anordnung so getroffen,
daß das zweite Sende-/Empfangselement 16 in einer Vertiefung 17 des Ziehschutzbeschlages
15 in einem Bereich eingelassen ist, der dem feststehenden Steg 18 des Schließzylinders
11 überdeckt. Das zweite Sende-/Empfangselement besitzt demnach die gleiche relative
Position zum Schlüssel wie das unmittelbar am Schließzylinder 11 angeordnete Sende/Empfangselement
14. Dementsprechend weist der aktive oder passive Sender eines Schlüssels im eingesteckten
Zustand den erforderlichen geringen Abstand zur kontaktlosen Signalübertragung auf.
[0029] Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel steht das auf der Vorderseite
19 des Ziehschutzbeschlages 15 angeordnete Sende-/Empfangselement über ein Signalkabel
22 in Verbindung mit einem dritten Sende/Empfangselement 20 auf der Rückseite 21 des
Ziehschutzbeschlages 15. Dieses dritte Sende/Empfangselement steht in kontaktloser
Signalübertragungsverbindung mit dem Sende/Empfangselement 14 auf der vorderen Stirnfläche
13 des Schließzylinders. Damit wird eine Signalübertragung vom aktiven oder passiven
Sender des Schlüssels über das zweite Sende-/Empfangselement 16, das Signalkabel 22,
das dritte Sende-/Empfangselement 20 und das Sende/Empfangselement 14 am Schließzylinder
11 zur auswertenden Sende-/Empfangseinheit des Schließzylinders bewirkt. Es ist offensichtlich,
daß die Schutzfunktion des Ziehschutzbeschlages 15 nach wie vor aufrecht erhalten
bleibt, da der Bereich des Schließzylinders von Material, insbesondere von metallischem
Material, überdeckt ist. Bei dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Signalkabel 22 in der kürzesten Verbindung zwischen den beiden in einer Flucht
liegenden Sende-/Empfangselementen 16, 20 durch eine Bohrung 23 geführt. Es ist selbstverständlich
auch möglich, daß das Signalkabel in Bohrungen oder Nuten um den Bereich herumgeführt
wird, der den Schließzylinder 11 überdeckt. Diese Möglichkeit ist in der Zeichnung
gestrichelt dargestellt.
[0030] Bei der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform ist der Schließzylinder 11 nicht
mit einem eigenen Sende/Empfangselement auf der vorderen Stirnseite 13 versehen. Hier
ist die Anordnung so getroffen, daß das Sende/Empfangselement 16 auf der Vorderseite
19 des Ziehschutzbeschlages 15 über ein Signalkabel 24 unmittelbar in Verbindung mit
der Sende-/Empfangseinheit des Schließzylinders steht. Im einzelnen ist die Anordnung
so getroffen, daß das Signalkabel 24 mit Kontakten 25 auf der Rückseite 21 des Ziehschutzbeschlages
15 verbunden ist, die ihrerseits mit korrespondierenden Kontakten 26 auf der vorderen
Stirnfläche 13 des Schließzylinders 11 zusammenwirken. Die Kontakte sind hierbei so
ausgebildet und bemessen, daß bei der Montage des Ziehschutzbeschlages 15 die erforderliche
Verbindung zur Signalübertragung erzeugt wird. Die Kontakte können beispielsweise
als Federstifte oder als Stecker- Kupplungsanordnung ausgebildet sein.
[0031] In Figur 4 ist eine andere Ausführungsform eines Schließzylinders dargestellt. Der
Schießzylinder 11 entspricht hinsichtlich der Ausführung des Gehäuses demjenigen gemäß
Figur 1, und es sind gleiche oder gleichwirkende Elemente mit gleichen Bezugszeichen
versehen. Hier ist die Anordnung jedoch so getroffen, daß die Schließnase nicht über
einen mechanischen Schlüssel sondern über ein Drehknauf 27 betätigbar ist. Bei Empfang
des richtigen Dekodierungssignals schaltet ein elektrisch oder elektronisch arbeitendes
Antriebselement, Kupplungselement, Ver- oder Entriegelungselement, so daß die Betätigung
der Schließnase über den Drehknauf 27 möglich ist.
[0032] Um die kontaktlose Übertragung des Dekodierungssignals zu ermöglichen, weist der
Drehknauf 27 ein äußeres zweites Sende-/Empfangselement 28 auf, das beispielsweise
auf der Vorderseite des Drehknaufs 29 angeordnet ist. Das Sende/Empfangselement 28
kann, wie gezeigt, als ringförmige Antenne oder als plattenförmige Antenne 28' ausgebildet
sein, die beispielsweise im mittleren Bereich der Vorderfläche 29 des Knaufs 27 angeordnet
ist. Dies ist in der Zeichnung gestrichelt dargestellt. Das Sende/Empfangselement
28, 28' steht in Signalverbindung mit einem dritten Sende-/Empfangselement 30, das
auf der dem Schließzylinder 11 zugekehrten Seite 31 des Knaufs 27 angeordnet ist.
Dieses Sende-/Empfangselement 30 ist vorzugsweise als ringförmige Antenne ausgebildet,
deren Radius so bemessen ist, daß unabhängig von der Drehstellung des Knaufs 27 stets
eine Übertragung des Dekodierungssignals zum Sende-/Empfangselement 14 am Schließzylinder
11 möglich ist. Durch diese Anordnung wird eine kontaktlose Übertragung des Dekodierungssignal
von einem aktiven oder passiven Sender eines Dekodierungelementes über das äußere,
zweite Sende/Empfangselement 28, ein Signalkabel 32, das innere, dritte Sende-/Empfangselement
30 und das Sende/Empfangselement 14 zur auswertenden Sende/Empfangseinheit des Schließzylinders
bewirkt.
[0033] Die Sende-/Empfangselemente 14, 16, 20, 28, 28' 30 können als Spulenantennen beispielsweise
aus Kupferdraht ausgebildet sein, die vorzugsweise in entsprechenden Kunststoffelementen
in Ausnehmungen der betreffenden Bauteile gehalten sind. Auch ist es möglich die Antennen
in einer Vergußmaße in der Ausnehmung zu halten. Entsprechendes gilt für die Kontakte
25, 26 bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2.
[0034] Die vorstehenden Ausführungsbeispiele zeigen einen Schließzylinder entweder in Kombination
mit einem Ziehschutzbeschlag oder einem Knauf. Es ist natürlich auch möglich, daß
ein Knauf und ein Ziehschutzbeschlag zusammen mit dem Schließzylinder montiert werden.
Anstelle eines Schließkerns wird dementsprechend der Knauf 27 in der zylindrischen
Aufnahme 12 des Schließzylinders montiert. Die Signalübertragung erfolgt dann von
dem äußeren Sende-/Emfangselement 28 über das innnenliegende Sende-/Empfangselement
30 des Knaufs zum Sende-/Empfangselement 16 des Ziehschutzbeschlages. Dort kann das
Signal unmittelbar gemäß Fig. 2 oder über die weiteren Sende-/Empfangselemente 20,
14 zur Sende/Empfangseinheit des Schließzylinders übertragen werden. Grundsätzlich
kann auch bei dieser Ausführungsform das Signal vom Knauf mittels eines Schleifrinkontaktes
zum Schließzylinder übertragen werden.
[0035] Aus den Ausführungsbeispielen gemäß Figur 1 und Figur 4 wird deutlich, daß stets
das gleiche Schließzylindergehäuse für beide Ausführungen verwendet werden kann. Auch
ist es möglich, daß die Kontakte 26 beziehungsweise das Sende-/Empfangselement 14
so ausgebildet sind oder so in einer entsprechenden Ausnehmung des Schließzylindergehäuses
angeordnet sind, daß auch die Ausführungsform gemäß Figur 2 mit dem gleichen Schließzylindergehäuse
hergestellt werden kann. Auch können genormte Zylinderformen, wie Euro-Profilzylinder,
Oval-Profilzylinder oder Rund-Profilzylinder, verwendet werden. Insgesamt läßt sich
dadurch der Herstellungsaufwand verringern.
[0036] In den Fig. 8 bis 10 wird insbesondere die Antennenanordnung bei einem durch einen
Knauf betätigbaren Schließzylinder näher beschrieben. Der in den Fig. 8 bis 10 dargestellte
Schließzylinder weist ein Zylindergehäuse 111 auf, in dem ein Knauf 112 um eine Drehachse
113 drehbar gelagert ist. Der Knauf kann in drehfeste Verbindung mit einer Schließnase
gebracht werden, die einen Schließriegel betätigt. Die drehfeste Verbindung kann auch
permanent sein oder aber erst durch ein Steuersignal erzeugt oder freigegeben werden.
[0037] Auf der dem Knauf zugekehrten Stirnfläche 114 des Zylindergehäuses 111 ist eine erste
Antenne 115 angeordnet. Diese Antenne steht in Signalverbindung mit einer nicht gezeigten
Einrichtung im Zylindergehäuse, beispielsweise einer elektromechanischen Kupplung,
einem elektrischen Schalter oder aber auch mit einer weiteren Antenne 124 auf der
anderen Stirnseite des Zylindergehäuses. Auch kann die Antenne 115 mit einer Einrichtung
außerhalb des Zylindergehäuses in Signalverbindung stehen.
[0038] Der Knauf 112 ist auf seiner dem Gehäuse zugekehrten Stirnfläche 116 mit einer zweiten
Antenne 117 versehen. Diese Antenne steht in Signalverbindung mit der ersten Antenne
115. Im einzelnen ist die Anordnung so getroffen, daß die erste und die zweite Antenne
in etwa den gleichen Abstand zur Drehachse 113 aufweisen. Dadurch werden kleine Übertragungstrecken
erreicht. Die zweite Antenne kann, wie in Fig. 6 dargestellt, als Ringantenne entlang
dem Umfang der Stirnfläche 116 des Knaufs ausgebildet sein, oder sich nur auf einem
Sektor der Stirnfläche befinden.
[0039] Die zweite Antenne 117 kann in Verbindung mit einer Steuerelektronik 118 stehen.
Dann kann das übertragene Signal ein Steuersignal für ein elektrisches Element im
Zylindergehäuse sein. Das Signal kann aber auch ein Dekodierungssignal sein, das von
einer Antenne auf der anderen Seite des Schließzylinders empfangen worden ist. Auch
kann die zweite Antenne 117 mit einer dritten Antenne 119 oder aber mit einem Sensor
120 stehen, mit dem ein Dekodierungsignal erzeugt wird. Die Steuerelektronik kann
dann außerhalb dieses Knaufs angeordnet sein. Selbstverständlich ist es auch möglich,
daß in dem Knauf neben der zweiten Antenne 117 die Steuerelektronik 118 und eine dritte
Antenne 119 und/oder ein Sensor 120 angeordnet sind.
[0040] Insbesondere bei einem Schließzylinder, der die Steuerelektronik und die Sensorik
aufweist und netzunabhängig arbeitet, ist es zweckmäßig, daß die elektronischen Baugruppen
erst bei Bedarf aktiviert werden. Dazu kann vorgesehen werden, daß der Knauf axial
beweglich ist, um in einer Endstellung ein Schaltmittel zu schalten, oder daß bei
einer Drehbewegung das Schaltmittel zum Aktivieren der Steuerelektronik schaltet.
In der anderen axialen Endstellung oder Drehstellung wird der Knauf durch ein Federmittel
in der Ruhelage gehalten. Die Aktivierung kann auch in beiden Endstellungen erfolgen,
und die Ruhelage eine mittlere Position ist. Der Stromverbrauch kann damit deutlich
reduziert werden.
[0041] In Fig. 9 ist eine Anordnung zur Signalübertragung gezeigt, bei welcher das Zylindergehäuse
durch einen Schutzbeschlag 121 geschützt ist. Hier ist eine Antenne 122 auf der dem
Knauf 112 zugekehrten Oberseite 123 des Schutzbeschlages angeordnet. Die Antenne 122
steht in Verbindung mit dem Schließzylinder beispielsweise über eine weitere Antennenanordnung
125 oder über eine Kabelverbindung. Die Antenne am Schutzbeschlag kann auch auf einem
lösbaren Einsatz angeordnet sein, der in einen entsprechenden Beschlag paßt. Trotz
des Schutzbeschlages kann die Signalübertragung drahtlos erfolgen.
[0042] Bei der in Fig. 10 gezeigten Ausführungsform ist die erste Antenne 126 des Schließzylinders
111 in einem Zwischenstück 127 angeordnet, das auf die Stirnseite 114 des Zylindergehäuses
aufsetzbar ist. Auf dieses Zwischenstück paßt der Knauf 112 mit der entsprechenden
Antenne 117. Hier können die zusammenwirkenden Antennen 126 und 117 als Ringantennen
entlang dem Umfang der Stirnfläche ausgebildet sein, die unabhängig von der Winkellage
des Knaufs eine Signalübertragung ermöglichen. Dies kann für manche Anwendungsfälle
zweckmäßig sein. Insbesondere ist es hierdurch möglich, stets ein gleiches Rohgehäuse
für den Schließzylinder bereitzustellen, da die Wahl des eingesetzten Betätigungsmittels
unabhängig von der Ausbildung des Gehäuses bleibt. Auch können in diesem Zwischenstück
127 herkömmliche Schleifringkontakte angeordnet sein, so daß auch die Wahl der Signalübertragung
unabhängig von der Ausgestaltung des diese Baugruppen aufnehmende Gehäuses ist.
[0043] Vorstehend wurde die Anordnung mit außenliegenden Antennen beschrieben. Es ist weiterhin
möglich, daß in dem Knauf an oder über der mit diesem drehenden Drehachse eine Antenne
fest und an oder über dem in das Gehäuse des Schließzylinders hineinragenden Abschnitt
der Drehachse eine Antenne fest im Gehäuse, aber relativ zur Drehachse drehbar angeordnet
ist. Beide Antennen umgeben dabei die Drehachse vorzugsweise ringförmig. Die Drehachse
besteht dann zumindest teilweise aus einem magnetisierbaren Material, beispielsweise
Eisen oder Stahl, wodurch eine Signalübertragung auch über eine längere Strecke und
insbesondere ohne Verluste möglich ist. Unter Drehachse soll hier das Element verstanden
werden, über das der Knauf relativ zum Zylindergehäuse drehbar gelagert ist. Die Drehachse
kann hierbei auch ein elektronisches Schaltelement, beispielsweise eine Kupplung,
umfassen. Grundsätzlich wird es auch möglich sein, daß sich die Antenne vom Knauf
entlang der Drehachse bis in das Zylindergehäuse erstreckt oder durch diese gebildet
wird und dort mit einer feststehenden Antenne zusammenwirkt.
1. Anordnung zur Übertragung des Dekodierungssignals für einen durch einen Ziehschutzbeschlag
(15) geschützten Schließzylinder (11) mit einer Sende-/Empfangseinheit zum kontaktlosen
Empfangen des Dekodierungssignals, die wenigstens ein erstes Sende-/Empfangselement
(14) aufweist, das im vorderen Stirnflächenbereich (13) des Schließzylinders angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Sende-/Empfangselement (16) auf der Vorderseite (19) des Ziehschutzbeschlages
angeordnet ist, das in Signalverbindung mit einem dritten Sende/Empfangselement (20)
auf der Rückseite des Ziehschutzbeschlages steht, das in Signalverbindung mit dem
ersten Sende-/Empfangselement (14) auf der Stirnseite des Schließzylinders steht.
2. Anordnung zur Übertragung des Dekodierungssignals für einen durch einen Ziehschutzbeschlag
(15) geschützten Schließzylinder (11) mit einer Sende-/Empfangseinheit (16) zum kontaktlosen
Empfangen des Dekodierungssignals, die wenigstens ein Sende-/Empfangselement aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß das Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite (19) des Ziehschutzbeschlages angeordnet
ist, das in einer Signalverbindung (24, 25, 26) mit der Sende-/Empfangseinheit des
Schließzylinders steht.
3. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite (19) des Ziehschutzbeschlages (15)
zumindest teilweise in dem Bereich angeordnet ist, der den Schließzylinder überdeckt.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sende-/Empfangselement auf der Vorderseite des Ziehschutzbeschlages in dem den
Schließzylinder zumindest teilweise umgebenden Bereich angeordnet ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalübertragung zum Sende/Empfangselement auf der Vorderseite des Ziehschutzbeschlages
durch ein Signalkabel (22) erfolgt.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Kabel durch eine Bohrung (23) oder Nut im Ziehschutzbeschlag geführt ist, die
außerhalb des Bereiches des Ziehschutzbeschlages (15) liegt, der den Schließzylinder
überdeckt.
7. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Schließzylinder mit einem Knauf betätigbar ist, der ein äußeres zweites Sende/Empfangselement
(28, 28') aufweist, das in Signalverbindung mit einem dritten Sende-/Empfangselement
(30) auf der dem Ziehschutzbeschlag (15) zugekehrten Seite (31) des Knaufs steht,
das in Signalverbindung mit dem Sende-/Empfangselement (16) auf der Vorderseite des
Ziehschutzbeschlages steht.
8. Anordnung zur Übertragung des Dekodierungssignals für einen mit einem Knauf (27) zu
betätigenden Schließzylinder (11) mit einer Sende-/Empfangseinheit zum kontaktlosen
Empfangen des Dekodierungssignals, die wenigstens ein erstes Sende-/Empfangselement
(14) aufweist, das im vorderen Stirnflächenbereich (13) des Schließzylinders angeordnet
ist, dadurch gekennzeichnet, daß ein zweites Sende-/Empfangselement (28, 28') auf dem Knauf angeordnet ist, das in
Signalverbindung mit einem dritten Sende-/Empfangselement (30) auf der dem Schließzylinder
zugekehrten Seite (31) des Knaufs steht, das in Signalverbindung mit dem ersten Sende/Empfangselement
(14) auf der Stirnseite des Schließzylinders steht.
9. Anordnung zur Übertragung des Dekodierungssignals für einen mit einem Knauf zu betätigenden
Schließzylinder mit einer Sende-/Empfangseinheit zum kontaktlosen Empfangen eines
Dekodierungssignals, die wenigstens ein Sende/Empfangselement aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Sende-/Empfangselement auf dem Knauf angeordnet ist, das in einer Signalverbindung
mit der Sende/Empfangseinheit des Schließzylinders steht.
10. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Sende-/Empfangseinheit mit einem passiven Transponder auf einem Decodierelement,
insbesondere auf einem Schlüssel oder einer Chipkarte, zusammenwirkt.
11. Anordnung zur Übertragung eines Signals für einen mit einem um eine Drehachse (13)
drehbaren Knauf (12) zu betätigenden Schließzylinder mit wenigstens einer ersten Antenne
(15, 22, 26) an, in, vor oder auf dem feststehenden Gehäuse des Schließzylinders und
mit wenigstens einer zweiten Antenne (17) an, in, vor oder auf dem Knauf, die in einer
Signalverbindung mit der ersten Antenne des Schließzylinders steht.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Antenne im vorderen Stirnflächenbereich (14) des Gehäuses des Schließzylinders
und die zweite Antenne (17) auf der dem Schließzylinder zugekehrten Stirnfläche (16)
des Knaufs (12) angeordnet ist.
13. Anordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Antenne (22) auf einem Schutzbeschlag (21) angeordnet ist.
14. Anordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Knauf an oder über der mit diesem drehenden Drehachse eine Antenne angeordnet
ist und an oder über dem in das Gehäuse des Schließzylinders hineinragenden Abschnitt
der Drehachse eine Antenne relativ zur Drehachse drehbar fest im Gehäuse angeordnet
ist, und daß die Drehachse zumindest zwischen diesen Antennen aus einem magnetisierbaren
Material besteht.
15. Anordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Antenne vom Knauf entlang der Drehachse bis in das Zylindergehäuse erstreckt
oder durch diese gebildet wird und dort mit einer feststehenden Antenne zusammenwirkt.
16. Knauf für eine Anordnung und einen Schließzylinder insbesondere gemäß einem oder mehreren
der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß auf, vor, an oder in dem Knauf eine Antenne vorhanden ist, die in eine Signalverbindung
mit einer Antenne des Schließzylinders bringbar ist.
17. Ziehschutzbeschlag für eine Anordnung mit einem Schließzylinder und/oder Knauf insbesondere
gemäß einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Ziehschutzbeschlag wenigstens eine Antenne vorhanden ist, die in eine Signalverbindung
mit einer Antenne des Kaufs oder einer Antenne eines Schlüssels bringbar ist.
18. Ziehschutzbeschlag nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Antenne vor dem Ziehschutzbeschlag in unmittelbarer Signalverbindung mit der
Sende- und Empfangseinheit des Schließzylinders steht.
19. Ziehschutzbeschlag nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß hinter dem Ziehschutzbeschlag eine Antenne angeordnet ist, die in eine Signalverbindung
mit einer Antenne des Schließzylinders bringbar ist.
20. Ziehschutzbeschlag nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die Antenne des Ziehschutzbeschlags in einem Einsatz angeordnet ist, der in den Ziehschutzbeschlag
einsetzbar ist.