[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur mechanischen Sicherung der EIN- und AUS-Schaltstellung
eines elektrischen Druckschalters.
[0002] Bei elektrischen Geräten, insbesondere bei handgeführten Elektrowerkzeugen, sind
elektrische Druckschalter vorgesehen, die eine Sicherung gegen unbeabsichtigtes Einschalten,
also eine Sicherung der AUS-Schaltstellung, und eine mechanische Verriegelung zur
Sicherung der eingestellten Stellung, also der EIN-Schaltstellung, aufweisen. Üblicherweise
wird bisher meistens ein elektrischer Druckschalter mit Verriegelung verwendet, wobei
die Entriegelung mit einem außerhalb des Schalters liegenden Hebel erreicht wird,
welcher in den Schalter eingreift und vor dem Einschalten gedrückt werden muß. Da
aufgrund der Lage des Schalters oder zur sicheren Bedienung eine Betätigungsumlenkung
erfolgen muß, besteht dieser Hebel häufig aus mehreren Teilen.
[0003] Aus der EP 0 702 381 ist bereits eine Vorrichtung zur mechanischen Sicherung einer
Schaltstellung eines elektrischen Druckschalters bekannt, die entweder nur die Sicherung
der EIN-Schaltstellung oder in einer anderen Ausführungsform nach Austausch funktionsnotwendiger
Teile zur Sicherung der AUS-Schaltstellung dient.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten
Gattung verfügbar zu machen, die eine gleichzeitige EIN- und AUS-Schaltstellungssicherung
ohne Schaltermodifikation in teilearmer Ausführung für alle gängigen Schalter verfügbar
macht.
[0005] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
[0006] Bevorzugte weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den nachgeordneten Patentansprüchen
angegeben.
[0007] In vorteilhafter Weise macht die Erfindung demgemäß eine neue Vorrichtung der eingangs
genannten Gattung verfügbar, bei der sowohl die EIN- als auch die AUS-Schaltstellungssicherung
in einem Funktionsteil zusammengefaßt sind. Es werden für die gleichzeitig Ent- und
Verriegelung nur zwei Teile benötigt, und die aufwendige Montage zusätzlicher Hebel
wie beim Stand der Technik entfällt. Von Vorteil ist ferner, daß sowohl die EIN- als
auch die AUS-Schaltstellungssicherung über ein und denselben Verriegelungsknopf erfolgen,
ohne daß ein Umgreifen erforderlich ist.
[0008] Gemäß der Erfindung weist der elektrische Druckschalter in seinem Schaltergehäuse
einen in Ausrückstellung vorgespannt geführten hohlen Druckschaltknopf zur Herstellung
eines elektrischen Kontakts auf, in dem außerdem Anlage- und hinterschnittene Arretierprofilanordnungen
gebildet sind. Weiterhin ist eine in Ausrichtung vorgeführter Verriegelungsknopf vorgesehen,
der mit einem gabelförmigen Schieber verbunden ist, welcher für jede Anlage- und Arretierprofilanordnung
im Inneren des Druckschaltknopfes an einem Schenkel 2 von unten in diesen ragende
abgewinkelte Zinken mit komplementären profilierten Enden aufweist. Hierdurch läßt
sich in einfacher Weise eine Sicherung der AUS-Schaltstellung in der ausgerückten
Stellung des Verriegelungsknopfes und eine Sicherung der EIN-Schaltstellung in der
eingeschobenen Stellung des Verriegelungsknopfes verwirklichen, wobei die EIN-Schaltstellung
durch wechselseitigen Eingriff hinterschnittener bzw. gegen die Ausrückrichtung geneigter
wechselseitiger Arretierflächen von Arretierprofil und komplementären Zinkenprofilende
gegen die Ausrückkraft der Feder für den Verriegelungsknopf verwirklicht wird. Diese
Lösung hat den Vorteil, daß durch ein Eindrücken des Druckschaltknopfes in einfacher
Weise die Einschaltstellungssicherung aufgrund der Vorspannung des Verriegelungsknopfes
aufgehoben und die Sicherung der AUS-Schaltstellung erreicht werden kann.
[0009] Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist jeder in Ausrückrichtung
gesehene vordere Zinken ein abgestuftes Profilende auf, an dem in Ausrückrichtung
ein Ausrückbegrenzungsanschlag und entgegen der Ausrückrichtung eine nach unten geneigte
Arretierungsfläche zur Sicherung der EIN-Schaltstellung gebildet sind. Die Anordnung
ist dabei vorzugsweise so getroffen, daß die üblichen Rauhigkeit und Neigung jeder
hinterschnittenen Arretierfläche und jedes Arretierprofils entgegen der Ausrückrichtung
und die Stärken der Ausrückfeder für den Schieber und den Druckschaltknopf derart
bemessen sind, daß die Arretierfläche jedes vorderen Zinkens in EIN-Schaltstellung
sicher und auch bei größeren Schwingungsbelastungen an dem Arretierungsprofil verbleibt.
[0010] Der Ausrückbegrenzungsanschlag am vorderen Zinken ist nach einer weiteren Ausgestaltung
der Erfindung für den unteren Rand des Druckknopfes vorgesehen, wodurch sich eine
klein bauende und kompakte Lösung verwirklichen läßt.
[0011] Der in Ausrückrichtung hintere Zinken zur Sicherung der AUS-Schaltstellung weist
bevorzugt eine abschließende Anlagefläche auf, die sich senkrecht zur Betätigungsrichtung
des Druckschaltknopfes für die Kontaktierung durch die Anlageprofilanordnung erstreckt.
Dabei befindet sich die Anlagefläche des hinteren Zinkens nur in der Bewegungsbahn
des Druckschaltknopfes, muß jedoch nicht an dem Anlageprofil anliegen.
[0012] Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Abstand der Zinken voneinander
derart bemessen, daß bei Anlage des in Ausrückrichtung vorderen Zinkens an den Rand
des Druckschaltknopfes die Anlagefläche des hinteren Zinkens geringfügig unter der
Anlageprofilanordnung liegt.
[0013] Die Anlage- und Arretierprofilanordnungen sind bevorzugt im Bereich der Mittelachse
des Druckschaltknopfes, vorzugsweise in gegenüberliegenden Randbereichen gebildet,
um die an den Druckschaltknopf angreifenden mechanischen Belastungen symmetrisch zu
verteilen und dessen Führung im Gehäuse verkantungsfrei und damit verschleißarm zu
gestalten.
[0014] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematisierte teilgeschnittene Seitenansicht auf ein Ausführungsbeispiel eines
elektrischen Druckschalters mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung;
- Figur 2
- einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Figur 1, wobei der Schalter ausgeschaltet
und die AUS-Schaltstellungssicherung aktiv ist;
- Figur 3
- eine Darstellung gemäß Figur 2, bei der jedoch eine Entriegelung der AUS-Schaltstellungssicherung
vorgenommen ist und der Druckschaltknopf zum Einschalten eindrückbar ist; und
- Figur 4
- eine Ansicht ähnlich Figur 2, bei der jedoch der Schalter in der EIN-Schaltstellung
zur Sicherung verriegelt ist.
[0015] In den Figuren 1 bis 4 ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 10 zur mechanischen
Sicherung der EIN- und AUS-Schaltstellung eines elektrischen Druckschalters 11 schematisiert
in teilgeschnittener Seitenansicht dargestellt. In einem Schaltergehäuse 12 ist ein
hohler Druckschaltknopf 13 in nicht dargestellter Weise für eine geradlinige Bewegung
geführt und kann aus der in Figur 1 gezeigten Stellung gegen die Wirkung einer nicht
dargestellten Feder zur Herstellung eines nicht dargestellten elektrischen Kontakts
eingedrückt werden, wenn keine AUS-Schaltstellungssicherung aktiv ist.
[0016] Wie im Zusammenhang mit Figur 2 und folgende ersichtlich, ist ein Verriegelungsknopf
14 senkrecht zur Betätigungsrichtung des Druckschaltknopfes 13 in dem Gehäuse 12 geführt.
Der Verriegelungsknopf 14 wird von einer Druckfeder 15 in Ausrückrichtung vorgespannt
und weist einen abgekröpften gabelförmigen Schieber 16 auf. Der Schieber 16 besitzt
zwei voneinander beabstandete Schenkel 17 und 18. Von jedem Schenkel 17 und 18 ragen
abgewinkelte Zinken nach oben in das Innere des hohlen Druckschaltknopfes 13. In den
Figuren 2 bis 4 sind ausgehend von dem linken Schenkel 18 der in Ausrückrichtung vorderen
Zinken 19 und der hintere Zinken 20 gezeigt, während Figur 1 nur den in Ausrückrichtung
vorderen Zinken 21 darstellt.
[0017] Die Zinken 19 und 21 besitzen im Bereich ihres oberen Endes eine Abstufung zur Bildung
eines seitlichen Ausrückbegrenzungsanschlags 22 bzw. 23, der in Ausrückrichtung weist
und für die Anlage an den unteren Innenrand 24 des hohlen Druckschaltknopfs 13 vorgesehen
ist.
[0018] Entgegen der Ausrückrichtung besitzen die Zinken 19 bzw. 21 eine nach unten geneigte
Arretierfläche 25, die zur Sicherung der EIN-Schaltstellung des Druckschalters dient.
Der Zinken 20 besitzt eine endseitige Anlagefläche 26, die zur Sicherung der AUS-Schaltstellung
vorgesehen ist, wie nachfolgend erläutert wird.
[0019] In dem Inneren des Druckschaltknopfes 13 ist eine Querwand 27 eingeformt, die den
Druckschaltknopf 13 in zwei Hälften unterteilt und randseitig ein komplementäres Arretierprofil
28 bzw. 29 in Form einer Öffnung aufweist, deren unterer Rand 30, siehe Figur 2, für
den arretierenden Eingriff mit der Arretierfläche 25 des Zinkens 19 komplementär ausgebildet
ist, d.h. die gleiche Neigung besitzt. Wenn die Anlagefläche 25 des Zinkens 19 auf
der Arretierprofilfläche 30 der Zwischenwand 27 angeordnet ist, wird der Schalter
in der EIN-Schaltstellung aktiv gesichert, wie in Figur 4 gezeigt, wobei der hintere
Zinken 20 frei in das Innere des Druckschaltknopfes 13 ragt.
[0020] In den Figuren 2 bis 4 sind verschiedene Schaltzustände zur Erläuterung dargestellt.
In Figur 2 befindet sich die obere Anlagefläche 26 des Zinkens 20 unterhalb einer
am unteren Ende der Zwischenwand 27 gebildeten Anlagefläche 31 und wird in dieser
Stellung durch Anlage der Anlagefläche 22 an dem unteren Innenrand 24 des Druckschaltknopfes
13 unter Wirkung der Vorspannfeder 15 gehalten. Hierdurch wird eine sichere Einhaltung
der AUS-Schaltstellung erreicht.
[0021] In Figur 3 ist eine Zwischenstellung des Verriegelungsknopfes 14 nebst Schieber 16
dargestellt, bei dem die Zinken 19 und 20 mit den an ihnen angeformten Anlage- und
Arretierflächen frei in das Innere des Druckschaltknopfes 13 treten können. Der Druckschaltknopf
13 kann in dieser Stellung zur Herstellung eines elektrischen Kontakts frei eingerückt
werden.
[0022] In Figur 4 ist dann der schon erwähnte Sicherungszustand bei der EIN-Schaltstellung
des Druckschalters gezeigt, in der der Verriegelungsknopf 14 soweit eingerückt ist,
daß seine angeformte Arretierfläche 25 auf der Fläche 30 des Arretierungsprofils ruht
und der Zinken 19 an der Wand 27 anliegt. Die Beibehaltung dieser Stellung wird durch
eine nicht dargestellte Druckfeder weiter gesichert, die den Druckschaltknopf 13 in
Ausrückrichtung beaufschlagt.
[0023] Zum Lösen der Sicherung der in Figur 4 dargestellten EIN-Schaltstellung ist es lediglich
erforderlich, den Druckknopf 13 soweit einzudrücken, daß die Arretierprofilanformung
30 die Arretierfläche 25 freigibt, wonach der Schieber 16 aufgrund der Beaufschlagung
durch die Druckfeder 15 wieder in die in Figur 2 dargestellte Stellung nach Loslassen
des Schaltknopfs 13 zurückschnellt.
1. Vorrichtung zur mechanischen Sicherung der EIN- und AUS-Schaltstellung eines elektrischen
Druckschalters (11) mit einem Schaltergehäuse (12), einem in dem Schaltergehäuse in
Ausrückstellung vorgespannt geführten hohlen und innere Anlage- und hinterschnittene
Arretierprofilanordnungen (30, 31) aufweisenden Druckschaltknopf (13) zur Herstellung
eines elektrischen Kontaktes, und mit
einem in Ausrückrichtung vorgespannten geführten Verriegelungsknopf (14), der mit
einem gabelförmigen Schieber (16) verbunden ist, welcher für jede Anlage- und Arretierprofilanformung
(30, 31) im Inneren des Druckschaltknopfes (13) an einem Schenkel (17, 18) zwei von
unten in diesen ragende abgewinkelte Zinken (19, 20) mit komplementär profilierten
Enden aufweist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder in Ausrückrichtung gesehen vordere Zinken (19, 21) ein abgestuftes Profilende
aufweist, an dem in Ausrückrichtung ein Ausrückbegrenzungsanschlag (22, 23) und entgegen
der Ausrückrichtung eine nach unten geneigten Arretierfläche (25) zur Sicherung der
EIN-Schaltstellung gebildet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Oberflächenrauhigkeit und Neigung jeder hinterschnittenen Arretierfläche (25)
und jedes Arretierprofils (30) entgegen der Ausrückrichtung und die Stärken der Ausrückfedern
für den Schieber (16) und den Druckschaltknopf (13) derart bemessen sind, daß die
Arretierfläche (25) des vorderen Zinkens (19, 21) in der EIN-Schaltstellung an dem
Arretierprofil (30) verbleibt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Ausrückbegrenzungsanschlag (22, 23) am vorderen Zinken (19, 21) für den unteren
Rand (24) des Druckschaltknopfes (13) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jeder in Ausrückrichtung hintere Zinken zur Sicherung der AUS-Schaltstellung eine
abschließende Anlagefläche (26) aufweist, die sich senkrecht zur Betätigungsrichtung
des Druckschaltknopfs (13) für die Kontaktierung durch das Anlageprofil (31) erstreckt.
6. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der Zinken (19, 20) eines Schenkels (17, 18) derart bemessen ist, daß
bei Anlage des in Ausrückrichtung vorderen Zinkens (19, 21) an dem Rand (24) des Druckschaltknopfs
(13) die Anlagefläche (26) des hinteren Zinkens (20) geringfügig unter dem Anlageprofil
(31) liegt.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage- und Arretierprofilanordnungen (30, 31) im Bereich der Mittelachse des
Druckschaltknopfs (13), vorzugsweise in gegenüberliegenden Randbereichen, gebildet
sind.