[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur punktweisen Bebilderung
von Druckflächen mit Hilfe wenigstens eines Laserstrahls, welcher relativ zur Druckfläche
bewegt wird.
[0002] Bei der Bebilderung von Druckplatten in CtP-(Computer-to-plate) oder Direct-Imaging
Druckmaschinen muß der Abstand zwischen der Druckfläche und dem optischen System der
Bebilderungseinrichtung sehr genau eingehalten werden, um ein optimales Ergebnis zu
erhalten. Beispielsweise durch Schwingungen der Maschine im Betrieb kommt es aber
zu Abweichungen vom Sollabstand zwischen Druckfläche und Bebilderungslaser. Wie stark
die Qualität des Bebilderungsergebnises von der Abweichung vom Sollabstand abhängt,
ist unter anderem durch die Strahlqualität des Lasers und die gewählten Strahlparameter
begründet. Im allgemeinen resultiert aus einer Abweichungen vom Sollabstand ein verformter
Druckpunkt, welcher je nach Strahlparameter entweder größer oder kleiner als die vorgegebene
Sollgröße ist. Bei sehr starken Abweichungen wird sogar kein Druckpunkt mehr auf der
Druckfläche erzeugt, da der Laserstrahl so stark aufgeweitet ist, dass an keiner Stelle
der Druckfläche mehr die Bebilderungsschwelle erreicht wird.
[0003] In der US 5,764,272 wird ein Autofokussystem für eine Laserbebilderungseinrichtung
offenbart. Dieses System weist einen Laser und entsprechende Optik zur Formung eines
Lichtstrahls, welcher auf eine Bildebene fokusiert wird auf. Vermittels einer Fotodiode
wird ein für das von der Bildfläche reflektierte Licht charakteristische Signal produziert,
so dass der Fokus des Laserstrahls auf der Bildfläche dem charakteristischen Signal
entsprechend angepasst werden kann. Damit wird ein enger Zusammenhang der Bildfläche
und der Bildebene des Lasers mit seiner entsprechenden Optik hergestellt. Zur Verschiebung
des Fokus der Bebilderungseinrichtung kann der Laser, die entsprechende Optik oder
die Bildfläche bewegt werden.
[0004] Derartige Autofokussysteme können nur begrenzt schnell arbeiten. Wird beispielsweise
die Laseroptik verfahren, muss eine nicht vernachlässigbare Masse schnell beschleunigt,
genau positioniert und schnell wieder abgebremst werden. Für hochfrequente Störungen
wie sie beispielsweise durch Verschmutzungen unter der Druckfläche, Staubkörner oder
durch Knicke in der Druckfläche auftreten, sind die Regelzeiten, die ein solches System
benötigt, zu lang. Es kommt daher häufig zu Bebilderungsfehlern. In einem Vielkanalsystem,
d. h., einer Bebilderungseinrichtung mit mehreren parallelen Laserstrahlen, kann typischerweise
nicht jeder einzelne Strahl scharf gestellt werden, da die gesamte Abbildungsoptik
verschoben wird. Mit anderen Worten es muss ein Kompromiss gefunden werden, so dass
die Abweichung vom Sollabstand aller simultaner Strahlen insgesamt minimal wird. Im
allgemeinen ist die Konstruktion eines mechanischen, durch Bewegung der Abbildungsoptik
wirkenden Autofokussystems technisch aufwendig, benötigt entsprechenden Bauraum und
verursacht relativ hohe Kosten.
[0005] Aus dem Dokument WO97/27065 ist eine Vorrichtung zur punktweisen Bebilderung von
Druckflächen auf einer Trommel bekannt, mit einer Vielzahl von Infrarotlaserdioden,
deren Eingangsströme variierbar sind, so dass die Lichtintensität während der Bebilderung
selektiv veränderbar ist, um die Größe zu erzeugender Druckpunkte zu beeinflussen.
Die selektive Veränderung basiert auf einer Vor-Kalibrierung der Laserdiodenintensität,
indem für diese eine Korrekturfunktion in Abhängigkeit der Variationen der Position
der Trommeloberfläche relativ zur Vorrichtung definiert wird. Die Korrekturfunktion
wird zur Bestimmung einer Korrektur der Laserdiodenintensität während der Bebilderung
benutzt, so dass die aktuell zu verwendenden Eingangsströme in Echtzeit bestimmbar
sind.
[0006] Des weiteren ist im Dokument EP 0 922 573 A2 offenbart, dass die durch eine Exzentrizität
einer Trommel, die eine zu bebildernde Druckfläche aufnimmt, bedingten periodischen
Schwankungen des Abstandes einer Vorrichtung zur punktweisen Bebilderung von Druckflächen
und der zur bebildernden Druckfläche dadurch kompensiert werden, dass eine elektronische
Kompensation vorgenommen wird. Die Ausgangslichtintensität der Vorrichtung zur Bebilderung
wird variiert, indem die Eingangsleistung adäquat verändert wird: Ein mit gleicher
Periode wie die Schwankungen sich verändernder Korrekturfaktor wird in einem Anpassungsschaltkreis
erzeugt.
[0007] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zur punktweisen
Bebilderung von Druckflächen mit Hilfe wenigstens eines Laserstrahls, welcher relativ
zur Druckfläche bewegt wird, zur Verfügung zu stellen, mit welchem eine variable Bebilderung
durchgeführt werden kann, ohne dass Teile der Vorrichtung, wie beispielsweise die
Abbildungsoptik, mechnanisch bewegt werden müssen, um Schwankungen im Abstand zwischen
Abbildungsoptik und Druckfläche auszugleichen.
[0008] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen gemäß Anspruch 1 und
durch ein Verfahren gemäß Anspruch 5 zur Bebilderung von Druckflächen mit Hilfe wenigstens
eines Laserstrahls gelöst.
[0009] Typischerweise ist die Abbildungsoptik einer Bebilderungseinrichtung derart eingestellt,
dass im Sollabstand der Fokus, d. h. die Ebene, in welcher der Laserstrahl seinen
geringsten Durchmesser hat, genau auf der Oberfläche der Druckfläche zu liegen kommt.
Eine Abweichung vom Sollabstand zwischen Laser und Druckfläche resultiert in einer
Vergrößerung des Strahldurchmessers auf der Druckfläche und damit je nachdem wie die
Laserparameter der Leistung und des Fokusdurchmessers eingestellt sind, in einer Vergrößerung
oder Verkleinerung des Druckpunktes. Vermittels eines Detektors wird der Istabstand
zwischen Druckfläche und Laser erfasst, so dass er mit einem Sollwert verglichen werden
kann. In Abhängigkeit von der Abweichung vom Sollwert wird die Lichtleistung, mit
welcher bebildert wird, erhöht oder erniedrigt. Eine Erhöhung der Laserleistung geht
mit einer Vergrößerung des Druckpunktes einher, da die Fleckgröße, auf welcher Energie
auf der Druckfläche deponiert wird, die die Bebilderungsschwelle überschreitet, zunimmt.
Entsprechend geht eine Verringerung der Laserleistung mit einer Verkleinerung des
Druckpunktes einher, da die Fleckgröße, auf welcher Energie auf der Druckfläche deponiert
wird, welche die Bebilderungsschwelle überschreitet, abnimmt.
[0010] Eine weitere Möglichkeit, die Größe des Druckpunktes zu variieren, besteht darin,
die Belichtungszeit gezielt zu verlängern oder zu verkürzen. Eine Kombination der
Veränderungen der Leistung und der Belichtungszeit ist ebenso möglich.
[0011] Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Vergrößerung bzw. Verkleinerung des
Druckpunktes aufgrund einer Abstandsabweichung ausgeglichen werden: Durch die vorgesehene
veränderbare Laserleistung kann eine Anpassung der Druckpunktgröße erfolgen, so dass
ein akzeptables Bebilderungsergebnis erzielt wird. Mit anderen Worten die Druckpunktgröße
ist variabel. Der Wert der erforderlichen Lichtleistung oder Belichtungszeit kann
aus dem gemessenen Abstand errechnet werden. Diese Funktion kann z. B. im Rastergenerator,
der das zu bebildernde Muster von Druckpunkten in eine zeitliche Folge von Impulsen
für die Laserbebilderung umsetzt, erfüllt werden. Vorteilhafterweise wird im Vorfeld
durch den funktionellen Zusammenhang eine Tabelle, ein sogenannter Lookup-Table, erstellt
und gespeichert, so dass in situ der erforderliche Wert sofort zur Verfügung steht.
[0012] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Vorrichtung zur punktweisen
Bebilderung von Druckflächen mehrere Laserstrahlen auf, mit welchen simultan belichtet
wird. Dabei wird insbesondere einzeln ansteuerbaren Diodenlaserarrays Vorzug gegeben.
Für jeden einzelnen Laser des Arrays kann die Leistung oder Bebilderungszeit variiert
werden, so dass es möglich ist, ein akzeptables Bebilderungsergebnis zu erzielen,
da die Größe jedes von einem Laser geschriebenen Druckpunktes variabel und von der
Größe der anderen Druckpunkte unabhängig ist.
[0013] Die vorliegende Erfindung benötigt wesentlich weniger bewegte Teile als die bekannten
Autofokussysteme und kann dadurch sehr viel schneller auf Störungen reagieren. Sie
erzielt zugleich ein deutlich besseres Bebilderungsergebnis als eine Einrichtung ohne
Autofokus. Die Realisierung von kompakten Bebilderungseinrichtung in integrierter
Form ist deutlich einfacher. Sie ist mit geringeren Kosten verbunden.
[0014] Eine derartige Einrichtung kann innerhalb oder außerhalb eines Druckwerks bzw. einer
Druckmaschine zur punktweisen Bebilderung verwendet werden.
[0015] Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der
nachfolgenden Figuren sowie deren Beschreibungen dargestellt.
[0016] Es zeigen im einzelnen:
- Fig. 1
- Variation der Fleckgröße eines Laserstrahls
- Fig. 2
- Erzeugung eines Druckpunktes auf einer Druckfläche durch relative Bewegung eines Laserstrahls
gegen die Druckfläche
- Fig. 3
- Beispiele für geschriebene Druckpunkte mit unterschiedlichen Laserparametern
- Fig. 4
- Schematische Ansicht der Bebilderung einer Druckfläche durch eine erfindungsgemäße
Einrichtung
[0017] In der Fig. 1 wird die Variation der Fleckgröße eines Lasers zur punktweisen Bebilderung
von Druckflächen gezeigt. Der Laserstrahl breitet sich entlang der optischen Achse
10 aus, auf welchem sich auch sein Intensitätsmaximum befindet. Im Fokus 12 weist
der Laserstrahl seine geringste Taille auf. An diesem Punkt wird vorteilhafterweise
eine Bebilderung vorgenommen. Mit anderen Worten der Fokus 12 definiert den Sollabstand
des Lasers zur Druckfläche. Sowohl an einem Punkt 14 vor dem Fokus als auch an einem
Punkt 16 nach dem Fokus ist der Strahl aufgeweitet. Die Linien 18 deuten die Variation
der Begrenzung des Lichtflecks als Funktion der Position entlang der Ausbreitungsrichtung
an. Im Fokus 12 wird in einem Bereich 110 eine größere Intensität als die Schwellenintensität
zur Bebilderung erreicht. Durch die Aufweitung des Laserstrahls vor und hinter dem
Fokus 12 wird der Bereich, in welchem die Intensität über die Schwellenintensität
liegt, kleiner, da die transportierte Energie eine größere Querschnittsfläche durchfließt.
Bei festgehaltener Laserintensität ergibt sich damit der Bereich 112, in welchem die
Bebilderungsschwelle überschritten wird. Bei einem verkürzten Istabstand 114 vom Laser
zur Druckfläche ist der zu bebildernde Bereich 116 größer als der bei festgehaltener
Intensität erreichte Bereich 112. Folglich wird erfindungsgemäß die Intensität des
Lasers erhöht, so dass der Bereich, in welchem die Schwellenintensität zur Bebilderung
überschritten wird größer wird. Die Schwellenintensität wird dann im gesamten Bereich
118 überschritten. Im Istabstand 114 wird dann die Schwellenintensität im gesamten
Bereich 116 erreicht.
[0018] Die Fig. 2 zeigt die Erzeugung eines Druckpunktes durch relative Bewegung eines Laserstrahls
gegen eine Druckfläche. Auf eine Druckfläche 20 fällt ein Laserstrahl mit einem Fleck
22. Der Laser wird derart über die Druckfläche 20 gescannt, dass im gesamten Bereich
24 die Schwellenintensität zur Bebilderung überschritten wird. In bevorzugter Ausführungsform
handelt es sich um einen elliptischen Gaußschen Laserstrahl, welcher zwei unterschiedlich
Halbachsen aufweist. Typischerweise liegt dabei der längere Fleckdurchmesser w
x 26 senkrecht Bewegungsrichtung. Der kürzere Fleckdurchmesser w
y 28 liegt in Bewegungsrichtung. Mit einer derartigen Einrichtung können sowohl Linien
als auch Punkte geschrieben werden, da die Druckpunktweite d
x 210 und die Druckpunkthöhe d
y 212 entsprechend vorgegeben werden kann.
[0019] In den Fig. 3a, 3b und 3c sind Beispiele für Begrenzungslinien geschriebener Druckpunkte
unterschiedlicher Laserparametern gezeigt. Mit anderen Worten es ist diejenige Fläche
gezeigt, auf welcher die Schwellenintensität zur Bebilderung überschritten wird. In
der Fig. 3a ist die Begrenzungslinie f eines Druckpunkts mit Weiten d
x 9,3 Mikrometern und d
y 10,6 Mikrometern dargestellt.Der gezeigte Druckpunkt mit Begrenzungslinie f ist durch
einen elliptischen Laserstrahl im Fokus mit den Fleckdurchmessern w
x = 8,0 Mikrometern und w
y = 6,0 Mikrometern erzeugt. Es ist ebenfalls die Begrenzungslinie u eines Druckpunktes
zu sehen, wie er bei Auslenkung um 100 Mikrometern vom Sollabstand bei gleichgehaltener
Laserleistung entsteht. Seine Weite d, beträgt 8,5 Mikrometer, und seine Höhe d
y ist 9,8 Mikrometer. Die Laserwellenlänge liegt bei 830 Nanometern, und die Beugungsmaßzahl
M
2 ist 1,1. In diesem Abstand zum Fokus betragen die Fleck w
x und w
y 8,8 Mikrometer respektive 7,7 Mikrometer. Es ist in der Fig. 3 a die Begrenzungslinie
a eines Druckpunkts gezeigt, wie er mit Hilfe der erfindungsgemäßen Einrichtung erreicht
werden kann. Um im gegebenen Istabstand, 100 Mikrometer vom Fokus entfernt, einen
Druckpunkt der Weite d, 9,4 Mikrometern und der Höhe d
y von 10,7 Mikometern zu erzeugen, wird die Leistung des Lasers um 10 % erhöht. Die
Laserwellenlänge 830 Nanometer und die Beugungsmaßzahl M
2 = 1,1 sind wie in den zwei anderen Fällen gewählt.
[0020] Mit der erfindungsgemäßen Einrichtung kann die Druckpunktgröße variabel gestaltet
werden. In der Fig. 3 b ist beispielhaft gezeigt, wie eine Leistungsanpassung zu einem
verkleinerten Druckpunkt führen kann. Mit verringerter Leistung, welche zum Schreiben
einer Linie optimiert ist, ist die Begrenzungslinie 1 eines Druckpunkts der Weite
d
x von 8,1 Mikrometern und der Höhe d
y von 9,5 Mikrometern erzeugt. Der Istabstand weicht wiederum um 100 Mikrometern vom
Sollabstand im Fokus des Lasers ab. Dort betragen die Fleckdurchmesser w
x 8,8 Mikrometer und w
y 7,7 Mikrometer.
[0021] In der Figur 3 c ist beispielhaft dargestellt, wie eine Verlängerung der Belichtungszeit,
mit anderen Worten der zeitlichen Dauer des Lasterstrahls, zu einer Vergrößerung des
Druckpunktes sowohl in x-Richtung als auch in y-Richtung führt. Neben den Begrenzungslinien
f und u (Belichtung im Fokus und 100 Mikrometer außerhalb des Fokus Respektive) ist
eine Begrenzungslinie v eines Druckpunktes zu sehen, welcher bei einer Zeitlinien
Verlängerung der Belichtung von 10 Mikrosekunden auf 11 Mikrosekunden erzeugt wird.
Der so erzeugte Punkt hat die Weiten d
x 9,5 Mikrometer und d
y 10,8 Mikrometer. Die Parameter des erzeugenden Strahls sind die gleichen wie für
den Strahl, welcher einen Druckpunkt mit der Begrenzungslinie u erzeugt, wie er auch
in Fig. 3a gezeigt ist.
[0022] Die gezeigte Serie von Bildern in Fig. 3 a, 3 b und 3c stellt beispielhaft dar, wie
eine punktweise Bebilderung von Druckflächen mit Hilfe wenigstens eines Laserstrahls
mit variabler Druckpunktgröße durch veränderbare Laserleistung oder Belichtungszeit
erreicht wird. Abstandsänderungen zwischen Druckfläche und Laserfokus werden anstatt
mit einer Bewegung der Abbildungsoptik, des Lasers selbst oder der Druckfläche, wie
es in Autofokussystemen üblich ist, durch Anpassung der Laserleistung ausgeglichen.
[0023] In der Fig. 4 wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zur Bebilderung
einer Druckfläche, welche sich auf einem rotierbaren Zylinder befindet, gezeigt. Eine
derartige Ausführungsform kann insbesondere in einem Druckwerk oder einer Druckmaschine
verwirklicht sein. Die Laserlichtquelle 40 erzeugt einen Laserstrahl 42, welcher vermittelt
einer Abbildungsoptik 44 auf die auf einem Zylinder 46 befindliche Druckfläche 48
im Punkt 410 abgebildet wird. Der Zylinder 46 ist um seine Symmetrieachse drehbar.
Diese Drehung ist durch den Doppelpfeil B bezeichnet. Die Laserlichtquelle 40 kann
parallel zur Symmetrieachse des Zylinders 46 auf linearem Wege bewegt werden, welches
durch den Doppelpfeil A gekennzeichnet ist. Zur Bebilderung rotiert der Zylinder 46
mit der Druckfläche 48 gemäß der Rotationsbewegung B, und die Laserlichtquelle 40
bewegt sich längs des Zylinders gemäß der Translationsrichtung A. Es ergibt sich eine
Bebilderung, welche auf schraubenförmigen Wege die Symmetrieachse des Zylinders 46
umläuft. Der Weg des Bildpunktes 410 ist durch die Linie 412 angegeben. Der Entfernungsmesser
414 sendet einen Lichtstrahl 416 aus, welcher die Druckfläche 48 im Bildpunkt 418
erreicht. Dadurch kann die notwendige Information über den Abstand der Laserlichtquelle
40 mit dem Bildpunkt 410, welche zur Bebilderung dient, zur Druckfläche 48 gewonnen
werden. Vermittels einer Verbindung zum Austausch von Daten und/oder Steuersignalen
420 ist der Entfernungsmesser 414 mit einer Einrichtung zur Berechnung der notwendigen
Laserleistung 422 verknüpft. Über die Verbindung 424 ist die Einrichtung zur Berechnung
der notwendigen Laserleistung oder Belichtungszeit 422 mit der Lasersteuerung 426
verknüpft, welche insbesondere die Laserleistung bestimmen kann. Daten und/oder Steuersignale
zwischen Lasersteuerung 426 und Laserlichtquelle 40 werden über die Verbindung 428
übertragen.
[0024] In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann die Lasersteuerung 426 darüber
hinaus über eine Verbindung 430 mit der Maschinensteuerung 432 verknüpft sein.
[0025] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung besteht die Laserlichtquelle 40
aus einem Laserdiodenarray, dessen einzelne Laser separat angesteuert werden können.
Es kann dann eine simultane Bebilderung von mehreren Druckpunkten stattfinden, deren
Größe variabel ist. Für jeden einzelnen Druckpunkt kann die Abweichung der Istlage
von der Solllage der Druckfläche zum Laserfokus durch die veränderbare Laserleistung
oder Belichtungszeit ausgeglichen werden.
Bezugszeichenliste
[0026]
- 10
- Optische Achse
- 12
- Strahlfokus
- 14
- Aufgeweiteter Strahl vor Fokus
- 16
- Aufgeweiteter Strahl nach Fokus
- 18
- Variable Begrenzung des Laserfleckens als Funktion der Position
- 110
- Bebilderungsbereich
- 112
- Intensität über Schwelle bei Sollabstand
- 114
- Istabstand
- 116
- Gewünschter Bebilderungsbereich
- 118
- Intensität über Schwelle bei Istabstand
- 20
- Druckfläche
- 22
- Fleck des Bebilderungslasers
- 24
- zu schreibender Druckpunkt
- 26
- Fokusdurchmesser in x-Richtung wx
- 28
- Fokusdurchmesser in y-Richtung wy
- 210
- Weite des Druckpunktes dx
- 212
- Höhe des Druckpunktes dy
- A
- Translationsbewegung
- B
- Rotationsbewegung
- f
- Begrenzungslinie des Druckpunktes bei Belichtung im Fokus
- u
- Begrenzungslinie des Druckpunktes bei Belichtung 100 Mikrometer außerhalb des Fokus
- a
- Begrenzungslinie des Druckpunktes bei Belichtung mit angepasster Leistung
- l
- Begrenzungslinie des Druckpunktes bei Belichtung 100 Mikrometer außerhalb des Fokus
- u
- Begrenzungslinie des Druckpunktes bei verlängerter Belichtungszeit
- 40
- Laserlichtquelle
- 42
- Laserstrahl
- 44
- Abbildungsoptik
- 46
- Zylinder
- 48
- Druckfläche
- 410
- Bildpunkt
- 412
- Weg der Bildpunkte
- 414
- Entfernungsmesser
- 416
- Strahl zur Entfernungsmessung
- 418
- Bildpunkt des Strahls zur Entfernungsmessung
- 420
- Verbindung zum Austausch von Daten und/oder Steuersignalen
- 422
- Einrichtung zur Berechnung der notwendigen Laserleistung oder Belichtungszeit
- 424
- Verbindung zum Austausch von Daten und/oder Steuersignalen
- 426
- Lasersteuerung, insbesondere Steuerung der Laserleistung oder Belichtungszeit
- 428
- Verbindung zum Austausch von Daten und/oder Steuersignalen
- 430
- Verbindung zur Maschinensteuerung
- 432
- Maschinensteuerung
1. Vorrichtung zur punktweisen Bebilderung von Druckflächen mit Hilfe wenigstens eines
Laserstrahls (42), welcher relativ zu einer Druckfläche (48) bewegt wird, mit einer
Laserlichtquelle (40) und einer Lasersteuerung (426), welche in Funktion des Abstands
der Laserlichtquelle (40) zu einem Bildpunkt (410) die Laserleistung oder die Belichtungszeit
variiert,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Vorrichtung einen Entfernungsmesser (414) zur Bestimmung des Abstandes der Laserlichtquelle
(40) zum Bildpunkt (410) aufweist, wobei der Entfernungsmesser mit der Lasersteuerung
verbunden ist.
2. Vorrichtung zur punktweisen Bebilderung von Druckflächen gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Laserlichtquelle (40) ein Diodenlaser ist.
3. Vorrichtung zur punktweisen Bebilderung von Druckflächen gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Laserlichtquelle (40) mehrere räumlich voneinander getrennte Lichtstrahlen (42)
zur simultanen Bebilderung mehrerer Druckpunkte aufweist.
4. Vorrichtung nach einem der oberen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Laserlichtquelle (40) ein einzeln ansteuerbares Diodenlaserarray ist.
5. Verfahren zur punktweisen Bebilderung von Druckflächen mit Hilfe wenigstens eines
Laserstrahls (42) mit den Schritten:
- Bereitstellung einer Laserlichtquelle (40) zur Erzeugung eines Laserstrahls (42)
mit ortsabhängiger Intensitätsverteilung in den zwei Raumrichtungen senkrecht zur
Ausbreitungsachse und bestimmter Divergenz,
- Bereitstellung einer Druckfläche (48) in einem Abstand von der Laserlichtquelle
(40),
- Belichtung der im gewissen Abstand von der Laserlichtquelle (40) befindlichen Druckfläche
(48),
- Variation der Laserleistung oder Belichtungszeit durch eine Lasersteuerung (42b)
in Abhängigkeit des Abstandes der Laserlichtquelle (40) von einem Bildpunkt (410)
auf der Druckfläche (48) zur Veränderung der Punktgröße des Bildpunktes (410) auf
der Druckfläche (48),
gekennzeichnet durch:
- Bestimmung des Abstandes der Laserlichtquelle (40) zum Bildpunkt (410) mit einem
mit der Lasersteuerung verbundenen Entfernungsmesser (414).
6. Verfahren gemäß Anspruch 5,
gekennzeichnet durch
eine Einstellung der Punktgröße auf der Druckfläche (48) auf einen vorgegebenen Wert
durch Variation der Laserleistung oder der Belichtungszeit.
7. Druckwerk,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Druckwerk wenigstens eine Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4 aufweist.
8. Druckmaschine,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Druckmaschine wenigstens ein Druckwerk gemäß Anspruch 7 aufweist.
1. Device for the spot-wise imaging of printing surfaces with the aid of at least one
laser beam (42) that is moved relative to a printing surface (48), the device including
a laser light source (40) and a laser control (426) for varying the laser power or
the exposure time as a function of the distance between the laser light source (40)
and an image spot (410),
characterized in
that the device includes a distance meter (414) for determining the distance between the
laser light source (40) and the image spot (410), the distance meter (414) being connected
to the laser control.
2. Device for the spot-wise imaging of printing surfaces according to claim 1,
characterized in
that the laser light source (40) is a laser diode.
3. Device for the spot-wise imaging of printing surfaces according to claim 1 or 2,
characterized in
that the laser light source (40) includes a plurality of light beams (42) to simultaneously
image a plurality of printing spots, the light beams (42) being separate from each
other in space.
4. Device according to one of the preceding claims,
characterized in
that the laser light source (40) is an individually addressable laser diode array.
5. Method of imaging printing surfaces in a spot-wise manner with the aid of at least
one laser beam (42), the method including the steps of
- providing a laser light source (40) for generating a laser beam (42) with location-dependent
intensity distribution in the two spatial directions perpendicular to the axis of
expansion and a given divergence,
- providing a printing surface (48) at a distance to the laser light source (40),
- exposing the printing surface (48) located at the given distance to the laser light
source (48),
- varying the laser power or exposure time by means of a laser control (426) as a
function of the distance between the laser light source (40) and the image spot (410)
on the printing surface (48) to modify the spot size of the image spot (410) on the
printing surface (48),
characterized by
- determining the distance between the laser light source (40) and the image spot
(410) by means of a distance meter (414) connected to the laser control.
6. Method according to claim 5,
characterized by
an adjustment of the spot size on the printing surface (48) to a predetermined value
by varying the laser power or the exposure time.
7. Printing unit,
characterized in
that the printing unit includes at least one device according to one of claims 1 to 4.
8. Printing machine,
characterized in
that the printing machine includes at least one printing unit according to claim 7.
1. Dispositif de formation d'image point par point sur des surfaces d'impression à l'aide
d'au moins un rayon laser (42), qui est déplacé par rapport à une surface d'impression
(48), comprenant une source de lumière laser (40) et une commande de laser (426),
qui, en fonction de la distance de la source de lumière laser (40) à un point image
(410), fait varier la puissance du laser ou le temps d'exposition, caractérisé en ce que le dispositif comprend un appareil de mesure de distance d'éloignement (414) pour
la détermination de la distance de la source de lumière laser (40) au point image
(410), l'appareil de mesure de distance d'éloignement étant relié à la commande de
laser.
2. Dispositif de formation d'image point par point sur des surfaces d'impression, selon
la revendication 1, caractérisé en ce que la source de lumière laser (40) est une diode laser.
3. Dispositif de formation d'image point par point sur des surfaces d'impression, selon
la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la source de lumière laser (40) englobe plusieurs rayons lumineux (42) séparés les
uns des autres dans l'espace, pour la formation simultanée d'image relative à plusieurs
points d'impression.
4. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la source de lumière laser (40) est un réseau de diodes laser à commande individuelle.
5. Procédé de formation d'image point par point sur des surfaces d'impression à l'aide
d'au moins un rayon laser (42), comprenant les étapes suivantes :
- mise à disposition d'une source de lumière laser (40) pour engendrer un rayon laser
(42) à répartition d'intensité en fonction du lieu dans les deux directions spatiales
perpendiculaires à l'axe de propagation, et divergence déterminée,
- mise à disposition d'une surface d'impression (48) à une distance de la source de
lumière laser (40),
- exposition de la surface d'impression (48) se trouvant à une certaine distance de
la source de lumière laser (40),
- variation de la puissance du laser ou du temps d'exposition par une commande de
laser (426), en fonction de la distance de la source de lumière laser (40) à un point
image (410) sur la surface d'impression (48) pour faire varier la dimension de point
du point image (410) sur la surface d'impression (48),
caractérisé par la détermination de la distance de la source de lumière laser (40) au point image
(410) à l'aide d'un appareil de mesure de distance d'éloignement (414) relié à la
commande de laser.
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé par un réglage de la dimension de point sur la surface d'impression (48) à une valeur
prédéterminée, par variation de la puissance du laser ou du temps d'exposition.
7. Unité d'impression, caractérisé en ce que l'unité d'impression comprend au moins un dispositif selon l'une des revendications
1 à 4.
8. Machine à imprimer, caractérisée en ce que la machine à imprimer comprend au moins une unité d'impression selon la revendication
7.