[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Wechseln von Dichtketten
an Doppelbandanlagen.
[0002] Solche Doppelbandanlagen sind Stand der Technik und werden bei der Herstellung von
plattenartigen Materialien verwendet. In den Doppelbandanlagen laufen zumindest ein
oberes und zumindest ein unteres Band in einem definierten Abstand zueinander synchron
entlang einer bestimmten Strecke, so daß die Plattenmaterialien zwischen den Bändern
durchgeführt werden. Dabei sind die Plattenmaterialien in ihrer Höhe auf den Abstand
der Bänder begrenzt. Üblicherweise ist die Doppelbandanlage mit einer Heizung versehen,
so daß in den Plattenmaterialien bestimmte physikalische oder chemische Vorgänge unter
Temperatureinwirkung ablaufen.
[0003] Ein typisches Beispiel ist die Herstellung von Sandwichelementen aus oberen Deckschichten
und unteren Deckschichten mit dazwischenliegenden Schaummaterialien. Hier läßt man
die Schaummaterialien, die zuvor auf die unteren Deckschichten aufgetragen worden
sind, nach Auflegen der oberen Deckschicht in einer Doppelbandanlage ausreagieren,
wobei sich durch die Heizung eine schnelle und gründliche Reaktion des Schaummaterials
ergibt. Ferner kann das Schaummaterial die beiden Deckschichten nicht über den durch
die Doppelbandanlage definierten Abstand hinaus auseinander treiben. Die Erfindung
ist jedoch nicht auf dieses spezielle Beispiel eingeschränkt.
[0004] Bei solchen Doppelbandanlagen finden Dichtketten Anwendung, die mit den Bändern seitlich
mitlaufen, um eine gewisse Abgrenzung oder auch Abdichtung des Durchlaufkanals für
die Plattenmaterialien zur Seite hin zu bewirken. Dabei sind in der Regel nach beiden
Seiten Dichtketten vorgesehen. Diese Dichtketten können beispielsweise das Auslaufen
noch nicht verfestigten Schaummaterials an den Längsseiten vermeiden, wenn die in
der Doppelbandanlage hergestellten Sandwichelemente keine entsprechenden Rahmenseitenteile
aufweisen. Dabei können die Dichtketten mit einem auf die gewünschte Seitenform der
Sandwichelemente angepaßten Profil ausgebildet sein.
[0005] Üblicherweise bestehen solche Dichtketten aus einer Gliederkette aus metallischem
Werkstoff, wobei die einzelnen Glieder mit Formblöcken versehen sind, die in geradem
Zustand der Dichtkette eine im wesentlichen dichtschließende, langgestreckte Kontur
mit der gewünschten Kantenform bilden. Diese Formblöcke können bei Bedarf von den
Sandwichelementen durch Wachse, Trennpapier oder dergleichen abgetrennt werden. Zudem
können die Dichtketten weitere Aufgaben, z.B. der seitlichen Führung von Blechdeckschichten
und Mineralwollfüllungen in der Doppelbandanlage erfüllen.
[0006] Wenn in einer Doppelbandanlage unterschiedliche Sandwichelemente produziert werden,
so müssen die Dichtketten gelegentlich ausgewechselt werden. Z.B. kann dies erforderlich
sein, wenn die Seitenprofilform der Sandwichelemente verändert wird. Häufig sind die
Dichtketten zudem zwischen einem oberen und einem unteren Band der Doppelbandanlage
angeordnet, so daß durch eine Verschiebung der Dichtketten mit ihrer Antriebsmechanik
bzw. einem Teil davon quer zur Transportrichtung der Doppelbandanlage auf unterschiedliche
Breiten der Sandwichelemente Rücksicht genommen werden kann. Dann ist aber auch klar,
daß die Dichtkettenhöhe bzw. die Höhe der Formblöcke der Sandwichelementhöhe angepaßt
sein muß. Also wird bei einer Veränderung der Höhe der zu produzierenden Sandwichelemente
(oder anderen Plattenmaterialien) eine Anpassung durch Wechsel der Dichtkette(n) notwendig
sein. In einigen Fällen ist vorgesehen, daß die Metallgliederkette in solchen Fällen
mit anderen Formblöcken versehen werden kann. Auch um diesen Wechsel der Formblöcke
bequem vornehmen zu können und um einen unnötig langen Stillstand der Doppelbandanlage
zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Dichtkette aus der Doppelbandanlage zu entnehmen.
[0007] Bei dem Wechsel von Dichtketten, den diese Erfindung zum Gegenstand hat, wird konventionellerweise
eine in der Doppelbandanlage eingebaute Dichtkette, die im folgenden als erste Dichtkette
bezeichnet wird, geöffnet. Dazu dient im allgemeinen ein Kettenschloß zwischen den
Metallgliedern. Die geöffnete erste Dichtkette kann dann aus der Doppelbandanlage
herausgeführt werden. Eine andere Dichtkette, im folgenden als zweite Dichtkette bezeichnet,
wird daraufhin in die Doppelbandanlage eingeführt.
[0008] Stand der Technik bilden beispielsweise die DE 32 27 414 A1 sowie die DE 197 44 049
C1, die jeweils den Wechsel von Dichtketten in Doppelbandanlagen beschreiben. Dabei
wird zuerst die in der Doppelbandanlage befindliche Dichtkette motorisch herausgefahren
und in einem Dichtkettenmagazin untergebracht. Aus einem anderen Platz in dem Dichtkettenmagazin
wird dann eine andere Dichtkette entnommen und in zu dem Herausfahren der vorherigen
Dichtkette umgekehrter Weise wieder in die Doppelbandanlage eingebracht. Beide Schriften
beschäftigen sich mit Einzelheiten des jeweiligen Dichtkettenmagazins. Der Oberbegriff
des Anspruchs 1 beruht auf diesem Stand der Technik.
[0009] Dieser Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein verbessertes Verfahren
für diesen Dichtkettenwechsel anzugeben.
[0010] Erfindungsgemäß ist hierzu vorgesehen ein Verfahren zum Wechseln von Dichtketten
einer Doppelbandanlage für Plattenmaterialien, bei dem eine erste Dichtkette in der
Doppelbandanlage geöffnet wird und eine zweite Dichtkette anstelle der ersten Dichtkette
in die Doppelbandanlage eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende der
zweiten Dichtkette mit einem Kettenschloß direkt an einem Ende der ersten Dichtkette
befestigt wird und die zweite Dichtkette während des Herausführens der ersten Dichtkette
aus der Doppelbandanlage in die Doppelbandanlage eingeführt wird.
[0011] Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
[0012] Weiterhin bezieht sich die Erfindung auch auf eine an das Verfahren angepaßte Doppelbandanlage.
Daher gilt, daß die Offenbarung der einzelnen Merkmale in der nachfolgenden Beschreibung
einschließlich der Ausführungsbeispiele sowohl im Hinblick auf die Verfahrenskategorie
als auch im Hinblick auf die Vorrichtungskategorie zu verstehen ist.
[0013] Der wesentliche Grundgedanke der Erfindung liegt darin, daß die in der Doppelbandanlage
eingebaute erste Dichtkette nach dem Öffnen an einem Ende der für die erste Dichtkette
einzuführenden zweiten Dichtkette direkt befestigt wird. Mit dieser Formulierung ist
dabei gemeint, daß zwar zwischen einem Ende der geöffneten Dichtkette und dem zugeordneten
anderen Ende der zweiten Dichtkette ein Kettenschloß vorgesehen sein kann, dieses
Kettenschloß jedoch eine im Verhältnis zu der Länge der Dichtketten unwesentliche
Ausdehnung aufweisen soll. Das Kettenschloß soll also im Verhältnis zu den Dichtketten
in seiner Länge nicht ins Gewicht fallen, die Gesamtlänge der aneinandergekoppelten
ersten und zweiten Dichtketten insgesamt also im wesentlichen der Summe der jeweiligen
Dichtkettenlängen entsprechen. Im übrigen fällt unter den Begriff "Kettenschloß" im
Sinn der Erfindung jede zum Verbinden der Dichtketten geeignete Vorrichtung.
[0014] Damit grenzt sich die Erfindung ab von der konventionellen Praxis, bei der an einem
Ende der geöffneten ersten Dichtkette ein Seil befestigt wurde. Die erste Dichtkette
aus der Doppelbandanlage herausgezogen wurde, woraufhin mit Unterstützung des Seiles,
das an einem Ende der anderen zweiten Dichtkette befestigt wurde, die zweite Dichtkette
in die Doppelbandanlage hineingezogen wurde. Bei dieser Vorgehensweise traten also
erhebliche Seillängen auf, weil das Seil nach dem Herausziehen der ersten Dichtkette
durch die gesamte Doppelbandanlage hindurchreichen mußte.
[0015] Bei der Erfindung wird nun eine vergleichsweise direkte Kopplung zwischen den beiden
Dichtketten hergestellt. Dadurch ist es möglich, aus dem Herausführen der ersten Dichtkette
aus der Doppelbandanlage und dem Einführen der zweiten Dichtkette in die Doppelbandanlage
einen einheitlichen Arbeitsvorgang zu machen. Tatsächlich wirken die beiden Dichtketten
nämlich während dieses Arbeitsvorganges wie eine einzige durchgehende Dichtkette,
die vorteilhafterweise möglichst durchgehend homogen gestaltet sein sollte. Daraus
ergibt sich, daß nach dem Herausführen der ersten Dichtkette die zweite Dichtkette
bereits eingeführt ist.
[0016] Die Erfindung bietet somit zunächst eine wesentliche Zeitersparnis im Dichtwechselvorgang
und damit eine spürbare Verkürzung der Ausfallzeit der Doppelbandanlage. Zum einen
folgt dies aus der Tatsache, daß die beim Dichtkettenwechsel beim Durchziehen einer
Dichtkette durch die Doppelbandanlage zurückgelegte Strecke wesentlich verkürzt, d.h.
praktisch halbiert wird. Zum zweiten folgt dies daraus, daß sich bei der direkten
Verbindung der beiden Dichtketten miteinander im Vergleich zu der Verbindung durch
ein langes loses Seil auch relativ homogene Übergänge schaffen lassen, die das Durchführen
gegenüber dem Einführen der an dem Seil hängenden zweiten Dichtkette wesentlich erleichtern.
Bei einer günstigen Ausgestaltung des Übergangs zwischen den Dichtketten entfällt
praktisch das Neueinfädeln.
[0017] Schließlich läßt sich das Verfahren nun so gestalten, daß im Grunde ein Arbeitsschritt
wegfällt, nämlich das Verbinden eines Seilendes mit einer Kette, wenn man das Verbinden
des anderen Seilendes mit der anderen Kette als mit dem Verbinden der beiden Ketten
miteinander äquivalent betrachtet. Dies setzt jedoch voraus, daß zur Verbindung der
beiden Ketten miteinander ein Kettenschloß einer der beiden Ketten verwendet wird,
das bereits an der ersten oder der zweiten Kette befestigt ist. Zum einen kann dies
das Kettenschloß sein, mit dessen Hilfe die erste Dichtkette geöffnet wurde. Zum zweiten
kann dies auch ein an der zweiten Dichtkette hängendes Kettenschloß sein, weil die
zweite Dichtkette im allgemeinen in geöffnetem Zustand gelagert wird. Die Verwendung
eines solchen Kettenschlosses schafft auch einen besonders homogenen Übergang und
stellt somit ein bevorzugtes (wenngleich kein notwendiges) Merkmal der Erfindung dar.
[0018] Ferner ist bevorzugt, daß ein (bzw. das) zum Verbinden der beiden Dichtketten verwendete
Kettenschloß eine Kettenteilungslänge aufweist. Dies ist bei den Kettenschlössern,
mit denen die Dichtketten in Betrieb geschlossen werden, gewöhnlich der Fall. Selbst
wenn aus bestimmten Gründen zum Verbinden der beiden Dichtketten ein anderes Kettenschloß
verwendet werden sollte, sollte dieses vorzugsweise in seiner Längenausdehnung einer
Kettenteilung entsprechen.
[0019] Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Doppelbandanlage ein
Dichtkettenmagazin für nicht in der Doppelbandanlage in Betrieb befindliche Dichtketten
aufweist. In diesem Dichtkettenmagazin wird die zweite Dichtkette vor dem Dichtkettenwechsel
und die erste Dichtkette nach dem Dichtkettenwechsel gelagert. Natürlich kann das
Dichtkettenmagazin auch noch weitere lagernde Dichtketten enthalten.
[0020] Das Dichtkettenmagazin kann ausgeführt sein als eine Ablagefläche, die in der Höhe
auf die Lage einer in die Doppelbandanlage eingeführten Dichtkette abgestimmt ist.
Damit wird ermöglicht, die Dichtketten, die in der Regel nur um vertikale Achsen beweglich
sind, im wesentlichen auf einem Höhenniveau von dem Dichtkettenmagazin in die Doppelbandanlage
einzuführen bzw. aus der Doppelbandanlage heraus auf das Magazin zu führen.
[0021] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die
Dichtketten in dem Dichtkettenmagazin spiralförmig aufgewickelt. In dieser Weise können
die Dichtketten besonders platzsparend untergebracht werden. Dazu kann das Dichtkettenmagazin
kreisförmige Ablageplatten aufweisen, und zwar vorteilhafterweise zumindest zwei für
eine mit Dichtketten zu bestückende Seite der Doppelbandanlage, bei beidseitigen Dichtketten,
also vier Plattenablageflächen. Eine der jeweils zwei Plattenablageflächen kann dann
die zweite Dichtkette vor dem Dichtkettenwechsel tragen, während die erste Dichtkette
beim Dichtkettenwechsel auf die andere Plattenablagefläche aufgewickelt wird.
[0022] Dabei ist vorzugsweise vorgesehen, daß die spiralförmig aufgewickelten Dichtketten
vor einem erneuten Einsatz in der Doppelbandanlage umgespult werden. Dies kann beispielsweise
von einer der beiden Plattenablageflächen auf die andere geschehen. Man kann natürlich
auch eine Platte mit daraufliegender Dichtkette entnehmen und auf einer anderen Vorrichtung
die Dichtkette umspulen. Der Zweck dieser Vorgehensweise liegt daran, daß neu einzuführende
Dichtketten dann immer den gleichen Drehsinn aufweisen. Dies ist bei nicht oben/untensymmetrischen
Dichtketten notwendig, weil diese nicht einfach umgedreht werden können. Wenn die
Dichtketten vor dem Einführen einen einheitlichen Drehsinn haben, so können sie immer
in der Transportrichtung der Doppelbandanlage eingeführt werden, wobei die herauszuführende
Dichtkette dementsprechend auch in der Transportrichtung transportiert wird. Das hat
den Vorteil, daß man die Bänder der Doppelbandanlage dabei mitlaufen lassen kann,
um durch Relativbewegungen zwischen den Bändern und den Dichtketten verursachte kleinere
Beschädigungen der Bänder zu vermeiden. Hierbei ist anzumerken, daß ein Rückwärtsbetrieb
bei einer Doppelbandanlage in der Regel kein zulässiger Betriebszustand ist.
[0023] Solche Schäden können ansonsten dadurch auftreten, daß die Dichtkette zwischen den
Bändern liegt und bei einer Verstellung der Plattenmaterialien quer zur Transportrichtung
verstellt wird. Dann können bei Relativbewegungen zwischen Dichtkette und Bändern
erzeugte Laufspuren und Kratzer auf den Bändern bei späterer Herstellung breiterer
Plattenmaterialien auf diesen zu "Abbildungen" und damit Qualitätseinbußen führen.
Natürlich kann der Transportmechanismus der Dichtketten in der Doppelbandanlage bei
diesem Dichtkettenwechsel als Antrieb für den Dichtkettenwechsel und für ein gleichzeitiges
Mitlaufen der Bänder verwendet werden.
[0024] Ein Umspulen kann allerdings dann entfallen, wenn die erwähnten Beschädigungen kein
Problem darstellen, z.B. weil die Dichtkette nicht zwischen den Bändern liegt, oder
wenn die an zwei Seiten einer Doppelbandanlage verwendeten Dichtketten zueinander
symmetrisch sind. Dann können die herausgeführten Dichtketten seitenvertauscht werden,
bevor sie wieder verwendet werden. Jedoch vergrößert sich die kritische Stillstandszeit
der Doppelbandanlage beim Dichtkettenwechsel auch dann nicht, wenn tatsächlich umgespult
wird, weil das Umspulen parallel zum Produktionsbetrieb der Doppelbandanlage ablaufen
kann.
[0025] Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die erste Dichtkette
zu einem Dichtkettenwechsel zunächst nur zu einem Teil ihrer Länge herausgeführt wird,
dann an einem weiteren Kettenschloß geöffnet wird und dann ein weiterer Teil ihrer
Länge herausgeführt wird. Dies kann auch fortgesetzt werden, um die Dichtkette in
zwei, drei oder mehr Teilstücke unterteilt herauszuführen. In der Dichtkette müssen
natürlich dementsprechend angeordnete Kettenschlösser vorgesehen sein. Hierdurch ist
es möglich, die Teilstücke zu lagern und damit Schwierigkeiten mit der Lagerung einer
vollständigen Dichtkette zu vermeiden.
[0026] Von besonderem Vorteil ist dies dann, wenn die Teilstücke der Dichtketten nebeneinander
liegend in dem Dichtkettenmagazin gelagert werden, und zwar vorzugsweise gerade ausgestreckt
nebeneinander liegend. Wenn bei einer solchen Lagerung die Dichtkette in einem Stück
auftreten würde, so würde dies ein Dichtkettenmagazin notwendig machen, das in seiner
Baulänge deutlich größer als die ohnehin schon erhebliche Länge der Doppelbandanlage
ist. Tatsächlich sind jedoch die baulichen Verhältnisse in den Produktionsanlagen
häufig beschränkt und bilden die Doppelbandanlagen aufgrund ihrer langgestreckten
Bauform ohnehin schon ein Raumproblem.
[0027] Wenn die Dichtkette jedoch in beispielsweise drei Teilstücke zerlegt gelagert wird,
kann sie durchaus gerade oder auch etwas gekrümmt, jedoch langgestreckt gelagert werden.
Dadurch entfällt das oben beschriebene Umspulen.
[0028] Ein vorteilhaftes Dichtkettenmagazin weist hierzu langgestreckte nebeneinander liegende
Magazinfächer für die Dichtkettenteilstücke auf. Dabei kann eines der Fächer überzählig
sein und einen Rücklaufkanal für die in Betrieb befindliche, d.h. in der Doppelbandanlage
eingeführte und mitlaufende Dichtkette bilden. Wie das Ausführungsbeispiel näher verdeutlicht,
lassen sich dadurch sehr praktische Lösungen bei kompakter Bauform realisieren. Das
als Rücklaufkanal dienende Fach muß natürlich nicht immer das selbe Fach sein. Es
kann einfach das Fach verwendet werden, das gerade frei ist, wenn gegenüber der Teilstückzahl
der einzulagernden Dichtkette(n) ein überzähliges Fach vorhanden ist.
[0029] Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung im einzelnen erläutert.
Dabei offenbarte Einzelmerkmale können auch in anderen als den dargestellten Kombinationen
erfindungswesentlich sein.
[0030] Im einzelnen zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Doppelbandanlage nach einem ersten Ausführungsbeispiel
in Draufsicht;
Fig. 2 eine in Transportrichtung dargestellte Aufrißansicht eines Teils der Doppelbandanlage
aus Fig. 1;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Doppelbandanlage gemäß einem zweiten
Ausführungsbeispiel;
Fig. 4 a - f jeweils eine Ausschnittsdarstellung zur Fig. 3, wobei ein Dichtkettenmagazin
in verschiedenen Betriebszuständen dargestellt ist;
Fig. 5 eine erfindungsgemäße Kopplung zwischen zwei Dichtketten 5 in einer ersten
Variante;
und Fig. 6 eine solche Kopplung nach einer zweiten Variante.
[0031] Fig. 1 zeigt eine summarisch mit 1 bezeichnete Doppelbandanlage, die bis auf die
im folgenden dargestellten Einzelheiten konventionell aufgebaut ist. Doppelbandanlagen
dieser Art sind allgemeiner Stand der Technik, weswegen hier eine detaillierte Darstellung
unterbleiben kann. Wesentlich ist, daß in die Doppelbandanlage 1 von der in Fig. 1
linken Seite aus z.B. Sandwichelemente, eingeführt werden, die in der mit 2 bezeichneten
Produktionsrichtung durch die Doppelbandanlage 1 hindurchgeführt werden und dabei
zwischen einem oberen und einem unteren Band bei festgelegtem Abstand der Bänder und
damit festgelegter Maximalhöhe des Plattenmaterials hindurchlaufen. Dabei ist die
Doppelbandanlage 1 geheizt, um eine bestimmte Prozeßtemperatur einzustellen, die im
allgemeinen geregelt wird.
[0032] In Fig. 2 erkennt man in der Aufrißdarstellung ein oberes Band 3 und ein unteres
Band 4, die als einander zugewandte Trume einen Kanal für Plattenmaterialien zwischen
sich begrenzen und im äußeren Bereich, d.h. in Fig. 2 oben und unten zurücklaufen.
Dabei sind die Bänder 3 und 4 in synchronisierter Weise motorisch angetrieben.
[0033] Zwischen den Bändern 3 und 4 an den seitlichen Begrenzungen des zwischen ihnen gebildeten
Kanals sind zwei Dichtketten 6, eingebaut, so daß sie den Kanal in Fig. 2 nach links
und rechts begrenzen.
[0034] Fig. 1 zeigt an den seitlichen Außenbereichen der Doppelbandanlage angeordnete Rücklaufkanäle
bzw. Führungen 10 für die Dichtketten 6 und Dichtkettenmagazine 11 mit kreisscheibenförmigen
Plattenablageflächen 12, und zwar jeweils zwei für jedes Magazin 11. In Fig. 2 sind
diese Führungen der Übersichtlichkeit halber weggelassen; es ist jedoch ein Dichtkettenmagazin
11 mit Plattenablagefläche 12 und zugehörigem Gestell und Spulmotor dargestellt. Im
Normalbetrieb der Doppelbandanlage läuft eine Dichtkette 6 über diese Führungen 10
im äußeren Bereich zurück, während der innere Trum der Dichtkette 6 den Kanal für
die Plattenmaterialien begrenzt. Dies ist in Fig. 1 für die obere Dichtkette 6 dargestellt.
In Fig. 2 sind rechts und links außen von den Dichtketten Seitenstützkonstruktionen
mit Spindeln für die Dichtketten 6 zu sehen. Diese Konstruktionen sind konventionell
und für die Erfindung ohne Belang und werden daher nicht näher erläutert.
[0035] Insbesondere erkennt man, daß die obere Dichtkette 6 in Fig. 1 oben in der Mitte
über den beiden Ablageflächen 12 des Dichtkettenmagazins 11 vorbeiläuft, in der Perspektive
der Fig. 2 also seitlich links neben dem Dichtkettenmagazin 11 laufen würde (jedoch
nicht eingezeichnet). Demgegenüber zeigt die Darstellung der unteren Dichtkette in
Fig. 1 einen Dichtkettenwechsel. Hierbei ist mit 6 die herauszuführende erste Dichtkette
bezeichnet und mit 7 die einzuführende zweite Dichtkette. Jede der beiden Dichtketten
6 und 7 liegt zu einem Teil auf jeweils einer Ablagefläche 12 des Dichtkettenmagazins
11. Im Bereich der Führungen oder des Kanals der Doppelbandanlage 1 sind die Dichtketten
6 und 7 miteinander verbunden. Durch Einschalten des Dichtkettentransports der Doppelbandanlage
1 und entsprechendes Mitdrehen zumindest der in Fig. 1 rechten Ablagefläche 12 kann
dabei die erste Dichtkette 6 aus der Doppelbandanlage herausgezogen werden, während
sie mit ihrem in der Bewegungsrichtung hinteren Ende zuvor an dem in diesem Sinn vorderen
Ende der zweiten Dichtkette 7 befestigt wurde. Dadurch zieht das hintere Ende der
ersten Dichtkette 6 das vordere Ende der zweiten Dichtkette 7 nach sich zunächst durch
die in Fig. 1 linke Führung 10 und dann durch den Kanal der Doppelbandanlage 1 und
schließlich durch die in Fig. 1 rechte Führung 10, bis die gesamte erste Dichtkette
6 auf der in Fig. 1 rechten Ablagefläche 12 liegt und die in Fig. 1 linke Ablagefläche
12 leer ist.
[0036] Dementsprechend erkennt man auf der in Fig. 1 oberen linken Ablagefläche 12 eine
zweite Dichtkette 7, die beim nächsten Dichtkettenwechsel die derzeit in Betrieb befindliche
Dichtkette 6 ersetzen soll. Wenn die in Fig. 2 linken und rechten Dichtketten zueinander
symmetrisch sind, so können die Ablageflächen mit der herausgeführten Dichtkette von
der linken Seite auf den entsprechenden Platz des Dichtkettenmagazins 11 der rechten
Seite gesetzt werden und umgekehrt, also beispielsweise vom in Fig. 1 rechten unteren
Platz auf den linken oberen und vom rechten oberen auf den linken unteren. Dadurch
wird das Umspulen vermieden, das natürlich auch möglich ist und den Transport der
Dichtketten vermeidet Wenn die Dichtketten links und rechts in der Doppelbandanlage
nicht symmetrisch zueinander sind, so muß umgespult werden, woraufhin eine umgespulte
Dichtkette in dem Dichtkettenmagazin 11 den Platz wechselt, also beispielsweise von
in Fig. 1 oben rechts nach oben links und von unten rechts nach unten links. Das Umspulen
kann dabei während des in Fig. 1 oben skizzierten Normalbetriebs von einem Platz des
Dichtkettenmagazins 11 auf den anderen erfolgen.
[0037] Fig. 3 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel, das dem Ausführungsbeispiel aus
den Figuren 1 und 2 weitgehend entspricht. Die Form der äußeren Führungen 10 und des
hier nun mit 13 bezeichneten Dichtkettenmagazins weichen ab. In Fig. 3 erkennt man
bereits, daß die Dichtkettenmagazine 13 eine relativ eng neben der Doppelbandanlage
1 angeordnete langgestreckte Form aufweisen. Dementsprechend sind die äußeren Rücklaufkanäle
bzw. Führungen 10 gegenüber der Transportrichtung der Doppelbandanlage 1 nicht, wie
in den Fig. 1 und 2, gewinkelt.
[0038] Die Fig. 4 a - f zeigen jeweils verschiedene Betriebszustände eines solchen Dichtkettenmagazins
13. In Fig. 4 a sind vier einzelne Fächer 13 a - 13 d bezeichnet Im Vergleich der
Fig. 4 a - 4 f erkennt man, daß das Dichtkettenmagazin 13 insgesamt quer zur Transportrichtung
der Doppelbandanlage 1 so verfahrbar ist, daß jeweils eines dieser Fächer 13 a - 13
d als Rücklaufkanal für die in Betrieb befindliche erste Dichtkette 6 dienen kann.
In den jeweils übrigen Fächern, also 13 b - d in Fig. 4 a und beispielsweise 13 a,
b, d in Fig. 4 e liegen jeweils Drittelteilstücke der zweiten Dichtkette 7. Beim Dichtkettenwechsel
wird nämlich die jeweils herauszuführende Dichtkette nur zu einem Drittel herausgezogen,
daraufhin ein Kettenschloß geöffnet, woraufhin das Dichtkettenmagazin 13 seitlich
verschoben wird und das nächste Drittel in ein anderes der vier Fächer 13 a - d eingefahren
wird. Dabei muß die herauszuführende Dichtkette jeweils drittelweise mit der einzuführenden
Dichtkette verbunden werden. Insoweit hat dieses Ausführungsbeispiel gegenüber dem
aus den Fig. 1 und 2 den Nachteil, daß mehr Öffnungs- und Schließvorgänge von Kettenschlössern
notwendig sind. Andererseits läßt sich die Ausführungsform aus den Fig. 3 und 4 a
- f baulich sehr kompakt realisieren und erspart die Umspulvorgänge.
[0039] Die Fig. 5 und 6 zeigen jeweils einen Ausschnitt aus einer Dichtkette mit einem Kettenschloß
14 (in Fig. 5) bzw. 15 (in Fig. 6). Man erkennt ohne weiteres, daß die Kettenschlösser
im wesentlichen einem Element der Metallgliederkette 16 der übrigen Dichtkette entsprechen.
Das Kettenschloß 14 aus Fig. 5 weist zudem, wie die übrigen Glieder der Kette, einen
aufmontierten Formblock 17 auf, so es daß sich in seiner äußeren Formgestaltung praktisch
nicht von den anderen Gliedern unterscheidet.
[0040] In Fig. 6 erkennt man hingegen ein Kettenschloß 15 ohne Formblock, das also nur aus
einem Metallglied besteht. Wie auch das Metallglied des Kettenschlosses 14 ist dieses
jedoch über Schraubbolzen zu öffnen, in Fig. 5 über Imbusschrauben, in Fig. 6 über
gerändelte Schraubköpfe.
[0041] In Fig. 5 ist der Fall dargestellt, daß das Kettenschloß 14 eine homogene Dichtkette
im Betrieb schließt. Dabei ist es günstig, wenn der Formblock 17 eine möglichst große
Homogenität auch an der Stelle des Kettenschlosses 14 herstellt. In Fig. 6 ist jedoch
der Fall eingezeichnet, in dem rechts eine erste Dichtkette 6 und links eine zweite
Dichtkette 7 vorliegt. In diesem Fall könnte natürlich eines der Schlösser einer der
Ketten 6 oder 7 verwendet werden, das vorteilhafterweise ebenfalls jeweils angepaßte
Formblöcke aufweist. Jedoch ist es genau so gut möglich, ein Schloß 15 ohne Formblock
zu verwenden.
[0042] Insgesamt bietet die Erfindung den wesentlichen Vorteil, daß der Dichtkettenwechsel
gegenüber der konventionellen Vorgehensweise nicht nur wesentlich beschleunigt werden
kann, sondern zudem weitaus bessere Automatisierungsmöglichkeiten bietet. Bis auf
die Öffnungs- und Schließvorgänge der Dichtketten bzw. Dichtkettenteilstücke kann
der übrige Vorgang mit motorischen Antrieben weitgehend selbsttägig geschehen, insbesondere
weil das Durchfädeln aufgrund des sehr viel homogeneren Übergangs zwischen den beiden
Dichtketten 6 und 7 sehr viel leichter geschieht als im konventionellen Fall. Für
den motorischen Antrieb kann dabei eine Langsamfahrstufe bzw. ein manuell steuerbarer
Tippbetrieb der Doppelbandanlage 1 verwendet werden.
1. Verfahren zum Wechseln von Dichtketten (6, 7) einer Doppelbandanlage (1) für Plattenmaterialien,
bei dem eine erste Dichtkette (6) in der Doppelbandanlage (1) geöffnet wird und
eine zweite Dichtkette (7) anstelle der ersten Dichtkette (6) in die Doppelbandanlage
(1) eingeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Ende der zweiten Dichtkette (7) mit einem Kettenschloß (14, 15) direkt an einem
Ende der ersten Dichtkette (6) befestigt wird und die zweite Dichtkette (7) während
des Herausführens der ersten Dichtkette (6) aus der Doppelbandanlage (1) in die Doppelbandanlage
eingeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Kettenschloß (14, 15) eine einzelne Kettenteilungslänge
aufweist.
3. Verfahren nach Anspruch 2, bei dem das Kettenschloß (14, 15) identisch mit den zum
Schließen der Dichtketten (6, 7) in der Doppelbandanlage (1) verwendeten Kettenschlössern
ist.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Doppelbandanlage (1)
ein Dichtkettenmagazin (11, 13) für nicht in die Doppelbandanlage eingeführte Dichtketten
aufweist.
5. Verfahren nach Anspruch 4, bei dem das Dichtkettenmagazin (11, 13) eine im wesentlichen
auf der Höhe einer in die Doppelbandanlage (1) eingeführten Dichtkette (6) angeordnete
Fläche (12) zum Ablegen einer nicht eingeführten Dichtkette (7) aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, bei dem die erste Dichtkette (6) in dem Dichtkettenmagazin
(11) spiralförmig aufgewickelt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Dichtkettenmagazin (11) zumindest zwei im wesentlichen
kreisförmige Plattenablagefläche (12) aufweist.
8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, bei dem die erste Dichtkette (6) nach dem Aufwickeln
in dem Dichtkettenmagazin (11) umgespult wird und beim nächsten Einführen in die Doppelbandanlage
(1) im gleichen Richtungssinn wie beim vorherigen Herausführen eingeführt wird.
9. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die Doppelbandanlage (1)
beim Ein- und Herausführen von Dichtketten (6, 7) im wesentlichen bei gleicher Geschwindigkeit
mitläuft.
10. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem die erste Dichtkette (6)
zu einem Teil ihrer Länge herausgeführt und in dem Dichtkettenmagazin (13) untergebracht
wird sowie durch Öffnen eines Kettenschloßes (14, 15) unterteilt wird, wobei dann
ein weiterer Teil ihrer Länge herausgeführt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, bei dem die Teilstücke der ersten Dichtkette (6) nach
dem Herausführen in dem Dichtkettenmagazin (13) nebeneinanderliegend (13 a - d) angeordnet
werden.
12. Verfahren nach Anspruch 11, bei dem das Dichtkettenmagazin (13) langgestreckte, nebeneinanderliegende
Magazinfächer (13 a - d) für Dichtkettenteilstücke aufweist.
13. Verfahren nach Anspruch 12, bei dem eines der Magazinfächer (13 a - d) einen Rücklaufkanal
für eine Dichtkette (6) in der Doppelbandanlage (1) bildet.
14. Doppelbandanlage ausgelegt für ein Verfahren nach einem der Ansprüche 4 - 13.
1. A method for changing side-sealing chains (6, 7) of a double-belt press (1) for board
material, wherein a first sealing chain (6) in said double-belt press (1) is opened,
a second sealing chain (7) is inserted instead of said first sealing chain (6) into
said double-belt press (1),
characterized in that one end of said second sealing chain (7) is secured with a chain link (14, 15) directly
to one end of said first sealing chain (6) and said second sealing chain (7) is inserted
into said double-belt press (1) whilst extracting said first sealing chain (6) from
said double-belt press (1).
2. The method as set forth in claim 1 wherein said chain link (14, 15) has a single chain
pitch length.
3. The method as set forth in claim 2 wherein said chain link (14, 15) is identical to
the chain links used to close said sealings chains (6, 7) in said double-belt press
(1).
4. The method as set forth in any of the preceding claims wherein said double-belt press
(1) comprises a sealing chain magazine (11, 13) for sealing chains not inserted in
said double-belt press.
5. The method as set forth in claim 4 wherein said sealing chain magazine (11, 13) comprises
a surface area (12) substantially arranged at the level of a sealing chain (6) inserted
in said double-belt press (1) for placement of a non-inserted sealing chain (7).
6. The method as set forth in claim 4 or 5 wherein said first sealing chain (6) is spirally
wound in said sealing chain magazine (11).
7. The method as set forth in claim 6 wherein said sealing chain magazine (11) comprises
at least two substantially circular board placement surface areas (12).
8. The method as set forth in claim 6 or 7 wherein said first sealing chain (6) after
being wound in said sealing chain magazine (11) is rewound and on next insertion into
said double-belt press (1) is inserted in the same direcctional sense as for the previous
extraction.
9. The method as set forth in any of the preceding claims wherein said double-belt press
(1) runs substantially at the same speed on insertion and extraction of said sealing
chains (6, 7).
10. The method as set forth in any of the preceding claims wherein said first sealing
chain (6) is extracted over part of its length and accommodated in said sealing chain
magazine (13) and is divided by its chain link (14, 15) being opened for subsequent
extraction of a further part of its length.
11. The method as set forth in claim 10 wherein the partial lengths of said first sealing
chain (6) after extraction are arranged juxtaposed (13 a - d) in said sealing chain
magazine (13).
12. The method as set forth in claim 11 wherein said sealing chain magazine (13) comprises
elongated juxtaposed magazine compartments (13 a - d) for partial lengths of sealing
chains.
13. The method as set forth in claim 12 wherein one of said magazine compartments (13
a - d) forms a return passage for a sealing chain (6) in said double-belt press (1).
14. A double-belt press (1) designed for a method as set forth in any of the claims 4-13.
1. Procédé de changement des chaines d'étanchéité (6, 7) d'une double conformateur (1)
pour materiaux de plâque,
avec lequel une première chaine d'étanchéité (6) est ouverte dans le double conformateur
(1) et
une deuxième chaine d'étanchéité (7) est introduite dans le double conformateur (1)
à la place de la première chaine d'étanchéité (6),
caractérisé en ce qu'une extrémité de la deuxième chaine d'étanchéité (7) est fixée directement à une extrémité
de la première chaine d'étanchéité (6) avec un joint de chaîne (14, 15) et la deuxième
chaine d'étanchéité (7) est introduite dans le double conformateur pendant l'extraction
de la première chaine d'étanchéité (6) de le double conformateur (1).
2. Procédé selon la revendication 1, avec lequel le joint de chaîne (14, 15) présente
une longueur de pas de chaîne individuelle.
3. Procédé selon la revendication 2, avec lequel le joint de chaîne (14, 15) est identique
aux joints de chaîne utilisées pour fermer les chaines d'étanchéité (6, 7) dans le
double conformateur (1).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, avec lequel le double conformateur
(1) présente un chargeur de chaines d'étanchéité (11, 13) pour les chaines d'étanchéité
qui ne sont pas introduites dans le double conformateur.
5. Procédé selon la revendication 4, avec lequel le chargeur de chaines d'étanchéité
(11, 13) présente une surface (12) disposée pour l'essentiel à la hauteur d'une chaine
d'étanchéité (6) introduite dans le double conformateur (1) destiné à accueillir une
chaine d'étanchéité (7) qui n'est pas encore introduite.
6. Procédé selon la revendication 4 ou 5, avec lequel la première chaine d'étanchéité
(6) est enroulée dans le chargeur de chaines d'étanchéité (11) en forme de spirale.
7. Procédé selon la revendication 6, avec lequel le chargeur de chaines d'étanchéité
(11) présente au moins deux surfaces d'accueil planes (12) de forme essentiellement
circulaire.
8. Procédé selon la revendication 6 ou 7, avec lequel la première chaine d'étanchéité
(6) est déroulée après avoir été enroulée dans le chargeur de chaines d'étanchéité
(11) et, lors de la prochaine introduction dans le double conformateur (1), est introduite
dans le même sens que lors de l'extraction précédente.
9. Procédé selon l'une des revendications précédentes, avec lequel le double conformateur
(1) tourne pour l'essentiel à la même vitesse lors de l'introduction et de l'extraction
des chaines d'étanchéité (6, 7).
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, avec lequel la première chaine
d'étanchéité (6) est extraite sur une partie de sa longueur et pénètre dans le chargeur
de chaines d'étanchéité (13) puis est divisée en ouvrant un joint de chaîne (14, 15),
une autre partie de sa longueur étant ensuite extraite.
11. Procédé selon la revendication 10, avec lequel les portions de la première chaine
d'étanchéité (6) sont disposées les unes à côté des autres (13a - d) dans le chargeur
de chaines d'étanchéité (13) après avoir été extraites.
12. Procédé selon la revendication 11, avec lequel le chargeur de chaines d'étanchéité
(13) présente des compartiments de chargeur (13a - d) disposés les uns à côté des
autres et s'étendant en longueur pour les portions de chaine d'étanchéité.
13. Procédé selon la revendication 12, avec lequel l'un des compartiments du chargeur
(13a - d) forme un conduit de retour pour une chaine d'étanchéité (6) dans le double
conformateur (1).
14. Double conformateur conçue pour un procédé selon l'une des revendications 4 à 13.