[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein elektrisches Anschlusselement, das an ein
elektrisch isoliertes Ende eines Drahtes angeschlossen werden kann, wobei das Ende
des Drahtes beim Anschluss des Anschlusselements zugleich abisoliert und sicher im
Anschlusselement befestigt wird.
[0002] Beim Anschluss von Anschlusselementen, wie elektrischen Buchsen oder elektrischen
Steckern, an einen elektrischen Draht wird herkömmlicherweise das Ende des Drahtes
abisoliert und dann mittels einer Klemm- oder Schraubverbindung mit dem Anschlusselement
verbunden. Es gibt jedoch Anwendungen, bei denen beim Anschluss eines Anschlusselements
an einen Draht der abisolierte Draht nicht berührt werden darf. Dies ist beispielsweise
in der Medizintechnik der Fall, wenn z. B. ein externer Herzschrittmacher an mit dem
Herzmuskel verbundene, aus dem Körper herausgeführte Leitungen angeschlossen werden
soll. In diesem Fall dürfen die aus dem Körper herausgeführten Leitungen nicht in
ihrem leitenden Kern berührt werden. Eine Berührung des leitenden Kerns des Drahtes
könnte eine elektrostatische Entladung verursachen. Solch eine elektrostatische Entladung
kann zu schweren Herzrhythmusstörungen bis hin zu einem Herzkammerflimmern führen.
In diesem beispielhaften Fall muss also das Anschlusselement an das abgeschnittene,
aber weiterhin elektrisch isolierte Ende des Drahtes angeschlossen werden, ohne dass
zuvor die Isolierung des Drahtes entfernt wird.
[0003] Aus dem Stand der Technik sind insbesondere von der Firma Multi-Contact AG, Basel
so genannte Klemmstecker, bei denen der isolierte Draht im Stecker festgeklemmt und
dabei gleichzeitig die Isolation entfernt wird, bekannt. Diese Stecker sind aber relativ
aufwendig, fehleranfällig, voluminös und schwerfällig zu bedienen, da sie u. a. ein
Federelement und einen Druckknopf enthalten. Außerdem sind diverse Steckerelemente
für bereits abisolierte Drähte bekannt.
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein elektrisches Anschlusselement für den
Anschluss an ein elektrisch isoliertes Ende eines Drahtes bereitzustellen, bei dem
das Drahtende vor dem Anschluss nicht abisoliert werden muss, das leicht zu handhaben
ist und das eine kleine Baugröße und einen einfachen Aufbau aufweist.
[0005] Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das elektrische Anschlusselement,
das die im Hauptanspruch aufgeführten Merkmale aufweist, gelöst. Die Unteransprüche
geben bevorzugte Weiterbildungen an.
[0006] Das erfindungsgemäße elektrische Anschlusselement besteht aus zwei Teilen, einer
so genannten Klemmhülse und einer so genannten Isolationshülse, die miteinander verbindbar
sind. Das elektrisch isolierte Ende des Drahtes, an den das elektrische Anschlusselement
angeschlossen werden soll, wird zunächst in die Klemmhülse eingeführt und dort provisorisch
festgeklemmt. Dazu kann es beispielsweise in einen entsprechenden ausgebildeten Kanal
des Klemmhülse eingeführt und festgeklemmt werden.
[0007] Vorzugsweise ist dieser Kanal so ausgebildet, dass das Ende des Drahtes in einer
doppelten Kraftentlastungsschleife eingeführt und gehalten wird.
[0008] Klemmhülse und Isolationshülse sind so ausgebildet, dass sie, wenn sie miteinander
beispielsweise durch ein Verschrauben verbunden werden, zwischen sich den Draht einklemmen
und dessen Isolation beseitigen, wobei ein Anschlusskontakt, der bei der Isolationshülse
vorgesehen ist, in elektrischen Kontakt mit dem nun abisolierten Ende des Drahtes
kommt.
[0009] Um dieses Einklemmen und gleichzeitige Abisolieren des Drahtendes zu ermöglichen,
weist die Klemmhülse vorzugsweise eine sich zur Verbindungsstelle mit der Isolationshülse
im Durchmesser erweiternde Ausnehmung, die beispielsweise in Form eines Trichters
gestaltet sein kann, auf. Das Ende des Drahtes wird vorteilhafterweise so weit in
die Klemmhülse eingeführt, dass das Ende des Drahtes sich etwa an der Verbindungsstelle
zwischen Klemmhülse und Isolationshülse befindet. Der Anschlusskontakt der Isolationshülse
umfasst ein sich nach vorne verjüngendes Quetschkontaktelement, das so ausgebildet
ist, dass es beim Verbinden von Klemmhülse und Isolationshülse in die Ausnehmung der
Klemmhülse eindringt. Dabei quetscht es das sich dort befindliche Ende des Drahtes
gegen die Wand der Ausnehmung der Klemmhülse.
[0010] Das Quetschkontaktelement kann unter Berücksichtigung der oben angegebenen Ausformung
unterschiedlich ausgebildet sein. Es kann beispielsweise aus einem Schraubengewinde,
aus mehreren im Abstand zueinander hintereinander angeordneten Scheiben, die sich
im Durchmesser verjüngen, oder aus mehreren im Durchmesser immer kleiner werdenden
Zylindern bestehen. Entscheidend ist, dass beim Eindringen des Quetschkontaktelements
das Ende des Drahtes nicht gestaucht, sondern sicher an die Wand der Ausnehmung der
Klemmhülse gedrückt wird, und dabei gleichzeitig die Isolation des Drahtendes entfernt
wird. Die äußeren Kanten des Quetschkontaktelements müssen also so scharf ausgebildet
sein, dass sie die Isolation des Drahtendes entfernen können, aber sie dürfen wiederum
auch nicht derart scharf ausgebildet sein, dass sie die Drahtlitze durchschneiden.
Eine weitere Sicherheit gegen Durchtrennen der Drahtlitze bietet eine gewisse Nachgiebigkeit
des Klemmhülsenmaterials.
[0011] Der Anschlusskontakt der Isolationshülse weist außer dem Quetschkontaktelement vorteilhafterweise
auch ein mit diesem Quetschkontaktelement elektrisch verbundenes Verbindungselement
auf. An dieses Verbindungselement, das beispielsweise in Form eines Steckerstiftes
oder einer Steckerbuchse ausgebildet sein kann, kann eine entsprechende dazu passende
Steckerbuchse bzw. ein Steckerstift angeschlossen werden, sodass an das erfindungsgemäße
Anschlusselement eine weiterführende elektrische Leitung und elektrische Drähte anschließbar
sind. Der Steckerstift und die Steckerbuchse sollten dabei möglichst nach außen hin
isoliert sein, damit verhindert werden kann, dass ein Benutzer mit dem abisolierten
Draht in Verbindung kommt.
[0012] Klemmhülse und Isolationshülse können auf verschiedene Arten miteinander verbunden
werden. Beispielsweise können sie dazu mit passenden Schraubgewinden oder einer Verbindungsvorrichtung
in Form eines Bajonettverschlusses oder eines Luer-Lock-Verschlusses versehen sein.
[0013] Klemmhülse und Isolationshülse müssen aus einem elektrisch isolierenden Material
hergestellt sein. Dazu kann beispielsweise ein schlagzäher und bei den vorgesehenen
Anwendungstemperaturen wenig fließender Kunststoff zur Anwendung kommen. Bei einer
Verwendung im medizinischen Bereich ist es vorteilhaft, wenn ein Kunststoff oder ein
sonstiges Material gewählt wird, das leicht, beispielsweise durch Ethylenoxid, sterilisiert
werden kann. Damit auch unter ungünstigen Einsatzbedingungen keine Korrosion auftritt
und stets ein guter elektrischer Kontakt gewährleistet ist, ist es vorteilhaft, wenn
die elektrisch leitenden Teile, wie beispielsweise der Anschlusskontakt der Isolationshülse,
aus nicht korrodierenden Materialien, wie beispielsweise Edelstahl, bestehen. Darüber
hinaus können diese Materialien noch beschichtet sein, z. B. Messing vergoldet, um
den elektrischen Kontakt weiter zu verbessern.
[0014] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform eines elektrischen Anschlusselements
können die Klemmhülse und die Isolationshülse durch einen Rastklemmring gegen ein
unbeabsichtigtes gegenseitiges Lösen, beispielsweise durch Aufschrauben gesichert
sein. Die Klemmhülse kann hierzu benachbart zum Außengewinde auf ihrer Außenseite
mit einem Vorsprung versehen sein, der in einen Spalt am Umfang des Rastklemmrings
einführbar ist und eine Rastverbindung zwischen Klemmhülse und Rastklemmring herstellt.
[0015] Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann der Rastklemmring beim Zusammenschrauben
der Klemmhülse und der Isolationshülse bei Überschreiten eines Rastdrehmoments durch
Deformation den Vorsprung überwinden. Der Vorsprung ist dabei so bemessen, dass er
bei weiterem Zuschrauben der beiden Hülsen im Innengewinde der Isolationshülse verschwindet
und keine Wechselwirkung mehr mit dem Rastring hat. Die Hülsen können dann ohne weiteren
Widerstand zugeschraubt und der eingeführte Draht gequetscht werden.
[0016] Die Isolationshülse kann auf ihrer Außenseite mit einem Umfangswulst und mindestens
einem axial gerichteten Steg versehen sein, der einen Anschlag für mindestens einen
an der Innenseite des Rastklemmrings angeordneten Rasthaken bildet, sofern die Klemmhülse
gemeinsam mit dem mit ihr verrasteten Rastklemmring in die Isolationshülse eingeschraubt
wird, wobei der mindestens eine Rasthaken über den Umfangswulst unlösbar einrastbar
ist und dadurch ein Auseinanderschrauben von Klemmhülse und Isolationshülse verhindert.
[0017] Nach der Montage der Klemmhülse und der Isolationshülse sorgt damit der Rastklemmring
dafür, dass sich die Isolationshülse und die Klemmhülse nicht mehr gegeneinander verdrehen
und dadurch wieder voneinander lösen können. Vorzugsweise weist die Isolationshülse
dabei vier axial gerichtete Stege auf, die Anschläge für vier am Rastklemmring angeordnete
Rasthaken bilden. Dadurch kann sichergestellt werden, dass praktisch keine Drehbewegung
der Isolationshülse gegenüber der Klemmhülse möglich ist.
[0018] Insgesamt stellt das erfindungsgemäße elektrische Anschlusselement ein leicht zu
bedienendes, einfach aufgebautes, kleines Anschlusselement dar, das sicher an einem
nicht abisolierten Draht befestigt werden kann, wobei der Anwender mit dem elektrisch
leitenden Teil des Drahtes nicht in Berührung kommt, sodass das erfindungsgemäße elektrische
Anschlusselement insbesondere in der Medizintechnik, beispielsweise beim Anschluss
eines externen Herzschrittmachers, besonders vorteilhaft einsetzbar ist.
[0019] Zwei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäß ausgebildeten elektrischen Anschlusselements
werden nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnungen erläutert. In den Zeichnungen
sind gleiche Elemente in allen Zeichnungsfiguren mit den gleichen Bezugszahlen gekennzeichnet.
[0020] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
elektrischen Anschlusselements im auseinandergezogenen Zustand;
- Fig. 2
- einen schematischen Querschnitt durch das in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemäße
Anschlusselement im zusammengefügten Zustand;
- Fig. 3
- eine andere Ausführungsform des Anschlusskontaktes der Isolationshülse;
- Fig. 4
- eine nochmals andere Ausführungsform des Anschlusskontaktes der Isolationshülse;
- Fig. 5
- ein Beispiel für die Anwendung des erfindungsgemäßen elektrischen Anschlusselements
beim Anschluss eines Herzschrittmachers;
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Anschlusselements
im auseinandergezogenen Zustand;
- Fig. 7
- einen Längsschnitt durch das Anschlusselement aus Fig. 6 im aufgeschraubten Zustand,
wie es vor und während der Einführung eines Drahtes vorliegt; und
- Fig. 8
- einen Längsschnitt durch das Anschlusselement aus Fig. 6 im zugeschraubten Zustand,
wie es nach der Montage an den Draht vorliegt.
[0021] Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt durch eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
elektrischen Anschlusselements. Zur deutlicheren Darstellung sind die einzelnen Elemente
des Anschlusselements im auseinandergezogenen Zustand dargestellt. Das erfindungsgemäße
elektrische Anschlusselement besteht aus zwei Teilen, nämlich einer Klemmhülse 10
und einer Isolationshülse 20. In die Klemmhülse wird das Ende des Drahtes 30, der
an das Anschlusselement angeschlossen werden soll, eingeführt. Dazu weist die Klemmhülse
10 eine öffnung auf, in die der Draht 30 eingeführt werden kann. In der hier dargestellten
Ausführungsform besteht diese Öffnung aus einem Kanal 12 und einem trichterförmigen
Einlass 14, über die der Draht 30 in Form einer Kraftentlastungsschlaufe eingeführt
werden kann. Die Klemmhülse 10 weist auf ihrem zur Isolationshülse 20 weisenden Ende
eine sich erweiternde Ausnehmung 16, die hier in Trichterform ausgebildet ist, auf.
In dieser Ausnehmung 16 wird später der Draht 30 festgeklemmt. Der Draht 30 muss dazu
so weit in die Klemmhülse 10 eingeführt werden, dass sein Ende etwa mit dem Ende der
Ausnehmung 16 abschließt.
[0022] In diese Ausnehmung 16 der Klemmhülse 10 greift, wenn Klemmhülse 10 und Isolationshülse
20 miteinander verbunden werden, das Quetschkontaktelement 22 des Anschlusskontaktes
21 der Isolationshülse 20 und klemmt das Ende des Drahtes 30 fest, wie man besser
in der anschließend beschriebenen Fig. 2 sehen kann. Das Quetschkontaktelement 22
weist dazu eine sich im Durchmesser nach vorne verjüngende Form, die mit Kanten versehen
ist, auf. Das hier dargestellte Quetschkontaktelement 22 ist in Form einer Schraube
ausgebildet.
[0023] Der Anschlusskontakt 21 der Isolationshülse 20 weist zusätzlich ein mit dem Quetschkontaktelement
elektrisch verbundenes Verbindungselement 23 auf. Dies ist hier in Form eines direkt
mit dem Quetschkontaktelement 22 verbundenen Steckerstiftes dargestellt. An das Verbindungselement
23, also hier den Steckerstift, kann eine hier nicht dargestellte Steckerbuchse angeschlossen
werden, um das erfindungsgemäße Anschlusselement mit weiteren elektrischen Drähten
zu verbinden, die beispielsweise zum Anschluss eines externen Herzschrittmachers verwendet
werden können. Damit der Anwender mit dem elektrischen Draht nicht in Verbindung kommt,
ist das Verbindungselement 23 vorzugsweise nach außen hin isoliert. Hier ist also
der als Verbindungselement 23 dienende Steckerstift einfach in einer äußeren Hülle
24 geführt.
[0024] Die Klemmhülse 10 und die Isolationshülse 20 müssen miteinander verbunden werden.
Hier ist dazu die Klemmhülse 10 mit einem Außengewinde 18 und die Isolationshülse
20 mit einem Innengewinde 25 versehen, sodass die beiden Hülsen miteinander verschraubt
werden können. Es sind natürlich aber auch andere Verbindungsmöglichkeiten, wie ein
Bajonettverschluss oder eine Rastverbindung, denkbar.
[0025] Fig. 2 zeigt in Form eines schematischen Querschnitts das in Fig. 1 dargestellte
erfindungsgemäße Anschlusselement im zusammengefügten Zustand. Die Klemmhülse 10 und
die Isolationshülse 20 sind hier also zusammengeschraubt und somit miteinander verbunden.
Man erkennt, wie das Ende des Drahtes 30 zwischen dem Quetschkontaktelement 22 und
der Wand der Ausnehmung 16 eingequetscht wird. Die Kanten des Quetschkontaktelements
22, hier also die Außenkanten der Schraube, schieben dabei gleichzeitig die Isolation
des Drahtes 30 beiseite, sodass ein elektrischer Kontakt zwischen dem Draht 30 und
dem Quetschkontaktelement 22 hergestellt wird und der elektrische Draht 30 zugleich
sicher zwischen Quetschkontaktelement 22 und der Wand der Ausnehmung 16 festgehalten
wird. Am rechten Ende der Isolationshülse 20 erkennt man, wie das als Steckerstift
ausgebildete Verbindungselement 23 in seiner Hülle 24 liegt.
[0026] Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform des Anschlusskontaktes 21 der Isolationshülse
20. Das Quetschkontaktelement 22 des Anschlusskontaktes 21 besteht hier aus mehreren
im Abstand zueinander angeordneten Scheiben 26, die nach vorne hin einen immer kleineren
Durchmesser aufweisen.
[0027] Fig. 4 zeigt eine nochmals andere Ausführungsform des Anschlusskontaktes 21 der Isolationshülse
20. Das Quetschkontaktelement 22 des Anschlusskontaktes besteht hier aus mehreren
hintereinander angeordneten Zylindern 27, wobei der Durchmesser der Zylinder 27 nach
vorne zu immer kleiner wird.
[0028] Fig. 5 zeigt schließlich eine Anwendung des erfindungsgemäßen Anschlusselements beim
Anschluss eines externen Herzschrittmachers 40 an einem Herzdraht 50, d. h. einen
mit dem Herzmuskel 52 verbundenen und aus dem Körper herausgeführten Draht 50, der
hier in Form eines Aderpaares dargestellt ist. Der externe Herzschrittmacher 40 weist
zwei Anschlussleitungen 42 auf, die an ihrem Ende jeweils mit Steckern 44 versehen
sind. Diese Stecker 44 werden jeweils mit dem Verbindungselement 23 der beiden hier
zur Anwendung kommenden erfindungsgemäßen elektrischen Anschlusselemente 60 verbunden.
Das obere erfindungsgemäße Anschlusselement 60 ist hier in seinem auseinandergezogenen
Zustand und das untere erfindungsgemäße Anschlusselement 60 in seinem zusammengefügten
Zustand dargestellt.
[0029] In Fig. 6 sind die Einzelteile eines weiteren Anschlusselements dargestellt. Alle
Teile, mit Ausnahme des Anschlusskontaktes 21, bestehen aus Kunststoff, vorzugsweise
aus transparentem harten PVC, PC oder ABS. Alternativ zur Hülle 24 aus Fig. 1 ist
hier eine Berührungsschutzkappe 80 für den Anschlusskontakt 21 vorgesehen, die zur
Vermeidung ihres Verlustes über einen Verbindungssteg 82 mit einem Haltering 81 verbunden
ist. Die Berührungsschutzkappe 80 sollte zur verbesserten Reibklemmung am Anschlusskontakt
21 aus einem weicheren Kunststoff, wie z. B. PE oder PP, bestehen. Bei Verwendung
des Anschlusselements zum Anschließen eines externen Herzschrittmachers kann für den
Anwender die Schutzkappe 80 zur Markierung der Implantationslage einer Schrittmacherelektrode
30 farblich gekennzeichnet sein. Der Haltering 81 wird zur Sicherung über die Außenfläche
der trichterförmigen Ausnehmung 16 im Teil 10 geschoben. Auf dieser Außenfläche befindet
sich außerdem ein Vorsprung 19 in Form eines erhabenen Zylindersektors vor dem Außengewinde
18. Die Höhe des Vorsprungs 19 ist so bemessen, dass sie dem radialen Gewindespiel
zwischen Außengewinde 18 und Innengewinde 25 (Fig. 7) entspricht. Dadurch wird die
spätere Verschraubungsmontage nicht beeinträchtigt. Die Umfangsbreite des Vorsprungs
19 entspricht der Weite eines Spaltes 72 eines Rastklemmrings 70 zur Sicherung der
Teile 10 und 20.
[0030] Beim Zusammenbau des Anschlusselements gemäß den Fig. 7 und 8 wird zunächst der Rastklemmring
70 auf die Außenfläche der Ausnehmung 16 geklippst. Der Vorsprung 19 muss im Spalt
72 liegen. Nach dem Einschieben des Anschlusskontaktes 21 in die Isolationshülse 20
wird das Außengewinde 18 in den ersten Gewindegang des Innengewindes 25 eingeschraubt.
Dabei rasten die Rasthaken 71 des Rastklemmrings 70 über einen Umfangswulst 32 der
Isolationshülse 20 ein. Sie kommen zwischen axialen Stegen 28 auf der Außenfläche
der Hülse 20 zum Liegen. Der Rastklemmring 70 verhindert auf diese Weise ein unbeabsichtigtes
Auseinanderschrauben der Teile 10 und 20. Die axialen Stege 28 verhindern über die
Rasthaken 71 ein Verdrehen des Rastklemmrings 70. Nach dem Aufschieben der Berührungsschutzkappe
80 auf den Anschlusskontakt 21 ist das Anschlusselement in seinem einsatzbereiten
Zustand (Fig. 7).
[0031] In Fig. 7 ist außerdem dargestellt, wie ein Anwender einen Draht, beispielsweise
das extrakorporale Ende einer implantierten Herzschrittmacherelektrode 30 durch den
trichterförmigen Einlass 14 an einen Einführkegel 29 des Anschlusskontaktes 21 entlang
einer Einführstrecke 31 vorbeischiebt. Der Vorsprung 19 am Teil 10 im Spalt 72 des
Rastklemmrings 70 (Fig. 6) sorgt wegen der Verdrehsicherung des Rastklemmrings 70
für eine leichte Zuschraubsicherung der gesamten Anschlusssteckerkonfiguration. Durch
diese Zuschraubsicherung ist gewährleistet, dass der Anwender stets ein aufgeschraubtes,
aber dennoch zusammenhängendes, montierfertiges Anschlusselement nach dem Auspacken
des Elements in den Händen hält. Nach dem Einführen des Drahtes 30 oder der Herzschrittmacherelektrode
wird durch kräftiges Zuschrauben der beiden Teile 10 und 20 die Fixierung durch den
Vorsprung 19 und den Spalt 72 überwunden und schließlich der Draht 30 zwischen der
trichterförmigen Ausnehmung 16 und dem Quetschkontaktelement 22 (Fig. 6) eingeklemmt
und abisoliert.
[0032] Fig. 8 zeigt das angeschlossene funktionsfertige Anschlusselement. Vor dem Einstecken
in einen temporären Herzschrittmacher 40 (Fig. 5) muss die Berührungsschutzkappe 80
vom Anschlusskontakt 21 abgezogen werden. Bei der Ausführung eines Anschlusselements
mit einer festen Hülle 24 zum Berührungsschutz wie in Fig. 1 sowie dem Vorhandensein
entsprechender Sicherheitsbuchsen an dem temporären Herzschrittmacher kann auf die
Berührungsschutzkappe 80 auch verzichtet werden.
Bezugszeichenliste:
[0033]
- 10
- Klemmhülse
- 12
- Kanal
- 14
- trichterförmiger Einlass
- 16
- Ausnehmung (trichterförmig)
- 18
- Außengewinde
- 19
- Vorsprung
- 20
- Isolationshülse
- 21
- Anschlusskontakt
- 22
- Quetschkontaktelement
- 23
- Verbindungselement
- 24
- Hülle
- 25
- Innengewinde
- 26
- Scheibe
- 27
- Zylinder
- 28
- Axialstege
- 29
- Einführkegel
- 30
- Draht
- 31
- Einführstrecke des Drahtes 30
- 32
- Wulst
- 40
- externer Herzschrittmacher
- 42
- Anschlussleitung
- 44
- Stecker
- 50
- Herzdraht
- 52
- Herzmuskel
- 60
- elektrisches Anschlusselement
- 70
- Rastklemmring
- 71
- Rasthaken
- 72
- Spalt
- 80
- Berührungsschutzkappe
- 81
- Haltering
- 82
- Verbindungssteg
1. Elektrisches Anschlusselement für den Anschluss an ein elektrisch isoliertes Ende
eines Drahtes, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Klemmhülse (10), in die das Ende des Drahtes (30) einführbar und festklemmbar
ist, und eine damit verbindbare Isolationshülse (20), die mit einem Anschlusskontakt
(21) versehen ist, umfasst, wobei beim Verbinden von Klemmhülse (10) und Isolationshülse
(20) der Anschlusskontakt (21) der Isolationshülse (20) mit dem Ende des Drahtes (30)
unter Beseitigung der Isolation des Drahtes in Kontakt gebracht und gehalten wird.
2. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhülse (10) eine sich zur Verbindungsstelle mit der Isolationshülse (20)
im Durchmesser erweiternde Ausnehmung (16) aufweist, in die der Anschlusskontakt (21)
der Isolationshülse (20), der ein sich entsprechend der Ausnehmung (16) verjüngendes
Quetschkontaktelement (22) umfasst, eingeführt wird, wobei der Draht (30) zwischen
dem Quetschkontaktelement (22) und der Ausnehmung (16) der Klemmhülse (10) unter Beseitigung
seiner Isolation eingeklemmt wird.
3. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Quetschkontaktelement (22) an seiner Außenseite ein Schraubengewinde aufweist,
dessen äußere Kanten abgerundet sind.
4. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Quetschkontaktelement (22) einzelne im Abstand hintereinander angeordnete, im
Durchmesser immer kleiner werdende Scheiben (26) umfasst.
5. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Quetschkontaktelement (22) einzelne hintereinander angeordnete im Durchmesser
immer kleiner werdende Zylinder (27) umfasst.
6. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlusskontakt (21) außer dem Quetschkontaktelement (22) auch ein Verbindungselement
(23) in Form einer nach außen hin isolierten Buchse oder eines nach außen hin isolierten
Steckers zum Anschluss eines Verbindungssteckers bzw. einer Verbindungsbuchse umfasst.
7. Elektrisches Anschlusselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Klemmhülse (10) und Isolationshülse (20) über ein Schraubgewinde
(18, 25) erfolgt.
8. Elektrisches Anschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Klemmhülse (10) und Isolationshülse (20) über einen Bajonettverschluss
erfolgt.
9. Elektrisches Anschlusselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Klemmhülse (10) und Isolationshülse (20) über einen Luer-Lock-Verschluss
erfolgt.
10. Elektrisches Anschlusselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhülse (10) einen Kanal (12) aufweist, in den das Ende des Drahtes (30) in
Form einer doppelten Kraftentlastungsschlaufe eingeführt werden kann.
11. Elektrisches Anschlusselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhülse (10) und die Isolationshülse (20) aus schlagzähem, wenig fließendem
und durch Ethylenoxid sterilisierbarem Kunststoff bestehen.
12. Elektrisches Anschlusselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlusskontakt (21) der Isolationshülse (20) aus Edelstahl besteht.
13. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der aus Edelstahl bestehende Anschlusskontakt (21) mit einer Schicht zur Verbesserung
des elektrischen Kontaktes versehen ist.
14. Elektrisches Anschlusselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es für das Anschließen eines externen Herzschrittmachers (40) an mit dem Herzmuskel
(52) verbundenen elektrischen Drähten (50), die aus dem Körper herausgeführt sind,
Verwendung findet.
15. Elektrisches Anschlusselement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhülse (10) und die Isolationshülse (20) durch einen Rastklemmring (70) gegen
ein unbeabsichtigtes gegenseitiges Lösen gesichert sind.
16. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmhülse (10) benachbart zum Außengewinde (18) auf ihrer Außenseite mit einem
Vorsprung (19) versehen ist, der in einen Spalt (72) am Umfang des Rastklemmrings
(70) einführbar ist.
17. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Rastklemmring (70) beim Zusammenschrauben der Klemmhülse (10) und der Tsolationshülse
(20) bei überschreiten eines Rastdrehmoments durch Deformation den Vorsprung (19)
überwindet.
18. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationshülse (20) auf ihrer Außenseite mit einem Umfangswulst (32) und mindestens
einem axial gerichteten Steg (28) versehen ist, der einen Anschlag für mindestens
einen an der Innenseite des Rastklemmrings (70) angeordneten Rasthaken (71) bildet,
sofern die Klemmhülse (10) gemeinsam mit dem mit ihr verrasteten Rastklemmring (70)
in die Isolationshülse (20) eingeschraubt wird, wobei der mindestens eine Rasthaken
(71) über den Umfangswulst (32) unlösbar einrastbar ist und dadurch ein Auseinanderschrauben
von Klemmhülse (10) und Isolationshülse (20) verhindert.
19. Elektrisches Anschlusselement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolationshülse (20) mit vier axial gerichteten Stegen (28) versehen ist, die
Anschläge für vier am Rastklemmring (70) angeordnete Rasthaken (71) bilden.