[0001] Die Erfindung betrifft eine Transferpresse sowie eine Vorrichtung zum Be- bzw. Entladen
von Werkstücken.
[0002] Eine derartige Transferpresse ist aus der DE 3336082 bekannt. Hier sind geteilte
Greiferschienen dargestellt, mit an den austauschbaren Greiferschienenteilstücken
um eine horizontale, quer zu der Längserstreckung der Greiferschienen verlaufende
Schwenkachse hochstellbaren Greifern. Der gezeigte Aufbau ist nur für kurze Umsetzbewegungen
und kleinere Werkstücke anwendbar. Will man nun größere Werkstücke über eine größere
Distanz hin und her bewegen, so ist die in der DE 3336082 dargestellte Transferpresse
ungeeignet.
[0003] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen,
die die obigen Nachteile vermeidet und den Teiletransport mit hoher Sicherheit und
Zuverlässigkeit gewährleistet.
[0004] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß eine Vorrichtung zum Be- bzw. Entladen von Werkstücken
mit wenigstens einem im wesentlichen horizontal verfahrbaren Element sowie mit wenigstens
einem im wesentlichen vertikal verfahrbaren Element sowie mit wenigstens einem Element
zur Aufnahme von Werkstücken geschaffen wird.
[0005] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das horizontal verfahrbare
Element wenigstens eine Antriebseinheit umfaßt, mit der die horizontale Komponente
der Bewegung erzeugt wird. Noch vorteilhafter sind zwei Antriebselemente, da dadurch
die Betriebssicherheit steigt, da selbst bei Ausfall eines Antriebselementes die gesamte
Vorrichtung noch sicher zu betreiben ist.
[0006] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das horizontal
verfahrbare Element wenigstens zwei Riemen aufweist, die jeweils mit einer Antriebseinheit
und dem Element zur Aufnahme von Werkstücken kommunizieren Mit diesen zwei Antriebsriemen
steigt die Betriebssicherheit der gesamten Vorrichtung, da ein sicherer Betrieb ebenfalls
mit lediglich einem Riemen möglich ist.
[0007] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß jeder Riemen mittels eines
Riemenschlosses ausgestattet ist. Dadurch steigt nicht nur die Bedienungs- bzw. die
Wartungsfreundlichkeit der Vorrichtung, es steigt auch die Betriebssicherheit und
Zuverlässigkeit der Vorrichtung.
[0008] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das horizontal verfahrbare
Element wenigstens eine Spannrolle je Riemen aufweist. Diese Spannrolle bzw. -rollen
gewährleisten stets die optimale Riemenspannung, so daß zu jedem Betriebszeitpunkt
die optimalen Antriebs- und Reibungsverhältnisse vorherrschen, womit der Grad der
Sicherheit und Zuverlässigkeit weiter steigt.
[0009] Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß die Riemen mittels einer begrenzt
auslenkbaren Brücke verbunden sind. Durch dies Art der Koppelung der beiden Riemen
steigt der Grad an Betriebs- bzw. Produktionssicherheit, da selbst im Versagensfalle
eines Antriebsriemens der andere Riemen in der Lage ist, die Funktion der Gesamtvorrichtung
weiter aufrecht zu erhalten. In Versuchen hat sich gezeigt, das ein derart beeinträchtigter
Antrieb immernoch ca. 2/3 der ursprünglichen Leistung zu erbringen in der Lage ist.
[0010] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das horizontal
verfahrbare Element wenigstens eine Führung aufweist. Durch eine derartige Führung
kann ein in hohem Maße reproduzierbares Transportergebnis erzielt werden, was zur
Transportzuverlässigkeit beiträgt.
[0011] Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß das horizontal verfahrbare
Element wenigstens einen Puffer aufweist, um bei Fehlfunktionen Schäden zu verhindern.
Diese Anschlagpuffer sind geeignet, Schäden von der Vorrichtung für den Fall abzuwenden,
sollte die Vorrichtung unplanmäßig ihre geplante Wegstrecke einmal verlassen.
[0012] Eine andere vorteilhafte Weiterbildung sieht vor, daß das vertikal verfahrbare Element
eine Sicherheitsbremse, einen Motor und/oder eine Spindel und/oder eine Führung aufweist
Die Vorteile hierbei liegen in der erhöhten Betriebssicherheit auch im Vertikalbetrieb
der Vorrichtung, die durch die einzelnen Elemente erzielt wird.
[0013] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe auch durch eine Transferpresse mit die Umsetzbewegung
auf die Werkstücke übertragenden Vorrichtung zum Be- bzw. Entladen gelöst, wobei die
Transferpresse die bereits oben beschriebene Vorrichtung zum Be- und Entladen enthält.
[0014] Die Vorrichtung ist in beiden Achsen (y- und x-Achse) frei programmierbar.
[0015] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher
erläutert.
[0016] Es zeigen:
Figur 1 den Horizontalschlitten der Vorrichtung
Figur 2 eine Seitenansicht der höhenverstellbaren Beladeeinrichtung
Figur 3 eine Vorderansicht der höhenverstellbaren Beladeeinrichtung
Figur 4 eine Brücke mit Riemenschlössern
Figur 5 einen ausschnittweisen Schnitt des Horizontalschlitten
Figur 6 Schnitt des Riemenschlosses
[0017] In Figur 1 ist der Horizontalschlitten 1 der Vorrichtung dargestellt. Der Horizontalschlitten
1 weist einen Antriebsmotor für Horizontalbewegung 2 und einen Antriebsmotor für Horizontalbewegung
3 auf, die mittels Riemen 4 und Riemen 5 für den Vortrieb des Horizontalschlittens
1 sorgen. Über die Spannrolle für beide Riemen 6 laufen beide Riemen 4,5. Über die
Spannrolle 7 läuft Riemen 4 und über die Spannrolle 8 läuft der Riemen 5. Alle Spannrollen
haben die Aufgabe, die Riemenspannung so optimal wie möglich über alle Betriebszustände
der Vorrichtung zu gewährleisten.
[0018] Lediglich andeutungsweise ist das Riemenschloß 11 und die am Riemenschloß 11 angelenkte
Brücke 12 zu sehen. Am hinteren Ende des Horizontalförderers 1 sind die Puffer 16
angeordnet, die eine Beschädigung der Saugerspinnenhalterung, die hier in zwei Positionen
(ganz hinten an den Puffern und ganz vorne) dargestellt ist, verhindern soll.
[0019] Figur 2 zeigt eine Seitenansicht der höhenverstellbaren Beladeeinrichtung 13. Unterhalb
der Beladeeinrichtung 13 ist der Horizontalschlitten 1 angeordnet. Um Beschädigungen
zu vermeiden ist an der Beladeeinrichtung ein Puffer 16 angeordnet, der ein unkontrolliertes
Auftreffen des höhenverstellbaren Teils der Beladeeinrichtung zu verhindern.
[0020] Der Horizontalschlitten 1 weist einen Antriebsmotor für Horizontalbewegung 2 und
einen Antriebsmotor für Horizontalbewegung 3 auf. Am hinteren Ende des Horizontalförderers
1 sind die Puffer 16 angeordnet, die eine Beschädigung der Saugerspinnenhalterung,
die hier in zwei Positionen (ganz hinten an den Puffern und ganz vorne) dargestellt
ist. Am vorderen Ende der Saugspinnenhalterung ist eine Saugspinne 14 angeordnet.
In dieser Darstellung ist die Saugspinne 14 in zwei Arbeitspositionen 14 I ( hinten
) und 14 II ( vorne )zu sehen. Das an der Saugspinne 14 I hängende Werkstück wird
von dem Zuführförderband 15, das ebenfalls Gegenstand der Transferpresse ist, angeliefert,
so daß die Saugspinne 14 das Werkstück vom Zuführförderer 15 abnehmen kann.
[0021] Gemäß der Darstellung in Figur 3 wird eine Vorderansicht der höhenverstellbaren Beladeeinrichtung
13 gezeigt. Unterhalb der Beladeeinrichtung 13 ist der Horizontalschlitten 1 angeordnet.
Um Beschädigungen zu vermeiden ist an der Beladeeinrichtung ein Puffer 16 angeordnet,
der ein unkontrolliertes Auftreffen des höhenverstellbaren Teils der Beladeeinrichtung
verhindert.
[0022] Der Horizontalschlitten 1 weist einen Antriebsmotor für Horizontalbewegung 2 und
einen Antriebsmotor für Horizontalbewegung 3 auf, die mittels nicht sichtbarer Riemen
4 und Riemen 5 für den Vortrieb des Horizontalschlittens 1 sorgen. Über die Spannrolle,
die ebenfalls abgedeckt und nicht sichtbar ist, für beide Riemen 6 laufen beide Riemen
4,5. Lediglich andeutungsweise ist das Riemenschloß 11 und die am Riemenschloß 11
angelenkte Brücke 12 zu sehen. Sichtbar sind in dieser Darstellung die horizontalen
Führungen 9, 10 des Horizontalschlittens 1. Am oberen Teil der Beladeeinrichtung 13
sind die Puffer 16 angeordnet, die eine Beschädigung verhindern sollen.
[0023] Am vorderen Ende der Saugspinnenhalterung ist eine Saugspinne 14 angeordnet. Das
an der Saugspinne 14 hängende Werkstück wird von dem in dieser Darstellung nicht sichtbaren
Zuführförderband 15, das ebenfalls Gegenstand der Transferpresse ist, angeliefert,
so daß die Saugspinne 14 das Werkstück vom Zuführförderer 15 abnehmen kann.
[0024] Weiter ist eine Sicherheitsbremse 17 dargestellt, die in dieser Ausführungsform die
Funktion einer Verriegelung übernimmt. Oberhalb der Sicherheitsbremse und der Puffer
16, die bei einer eventuellen Fehlfunktion als Stoßdämpfer wirken, ist der Motor 18
angeordnet, der für die vertikale Komponente des Fördervorganges zuständig ist. Zur
Unterstützung dieses Hebe- Senkvorganges sind weitere Elemente wie die Spindel 19
und die Führungen 20 sowie die Massenausgleichszylinder 21.
[0025] In Figur 4 werden der Riemen 4 und der Riemen 5 dargestellt. Diese sind mittels je
einem Riemenschloß 11 zu einem geschlossenen Riemen montiert. Über die Brücke 12 sind
beide Riemen 4, 5 bzw. die beiden Riemenschlösser 11, 11 miteinander verbunden. Die
Brücke 12 ist in der Lage, in begrenztem Rahmen, relative Verschiebungen bezüglich
der Riemenbewegungen auszugleichen. Im äußersten Fall, wenn ein Riemen reissen sollte,
ist der Horizontalförderer 1 mittels der Brücke 12 weiter in der Lage seine Funktionstüchtigkeit
unter Beweis zu stellen. In Figur 4 werden beide Positionen - Arbeits- und Notfallposition
- dargestellt. Am hinteren Ende des Horizontalförderers 1 sind die Puffer 16 angeordnet,
die eine Beschädigung der Saugerspinnenhalterung, die hier nur andeutungsweise dargestellt
ist, verhindern soll.
[0026] Figur 5 zeigt einen ausschnittweisen Schnitt des Horizontalschlitten 1. Zwischen
den Führungen 9, 10 für den Horizontalförderer 1 sind die Riemenschlösser 11, 11 angeordnet,
die mittels der Brücke 12 miteinander verbunden sind.
[0027] Das in Figur 6 im Schnitt gezeigte Riemenschloß 11 verbindet die beiden Enden des
Riemen 4 zu einem geschlossenen Riemen. In dieser Darstellung ist ebenfalls die Anordnung
der Brücke 12 am Riemenschloß 11 zu sehen.
Bezugszeichenliste
[0028]
- 1
- Horizontalschlitten
- 2
- Antriebsmotor für Horizontalbewegung
- 3
- Antriebsmotor für Horizontalbewegung
- 4
- Riemen
- 5
- Riemen
- 6
- Spannrolle für beide Riemen
- 7
- Spannrolle für Riemen 4
- 8
- Spannrolle für Riemen 5
- 9
- Führung für Horizontalförderer
- 10
- Führung für Horizontalförderer
- 11
- Riemenschloß
- 12
- Brücke zur Notfunktion bei Ausfall
- 12'
- Brücke in Motfunktion, Auslenkung ca 10°
- 13
- höhenverstellbare Beladeeinrichtung
- 14
- Saugspinne
- 15
- Zuführförderband
- 16
- Puffer
- 17
- Sicherheitsbremse
- 18
- Motor
- 19
- Spindel
- 20
- Führung
- 21
- Ausgleichszylinder (Massenausgleich)
1. Vorrichtung zum Be- bzw. Entladen von Werkstücken, umfassend wenigstens ein im wesentlichen
horizontal verfahrbares Element (1) sowie wenigstens ein im wesentlichen vertikal
verfahrbares Element (18, 19, 20) sowie wenigstens ein Element (14) zur Aufnahme von
Werkstücken.
2. Vorrichtung zum Be- bzw. Entladen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontal verfahrbare Element (1) wenigstens eine Antriebseinheit (2,3) umfaßt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontal verfahrbare Element (1) wenigstens zwei Riemen (4,5) aufweist, die
jeweils mit einer Antriebseinheit (2,3) und dem Element (14) zur Aufnaghme von Werkstücken
kommunizieren.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Riemen (4,5) mittels eines Riemenschlosses öffen- und schließbar ausgestaltet
ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontal verfahrbare Element (1) wenigstens eine Spannrolle (6,7,8) je Riemen
(4,5) aufweist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Riemen (4,5) mittels einer begrenzt auslenkbaren Brücke verbunden sind.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontal verfahrbare Element (1) wenigstens eine Führung (9,10) aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das horizontal verfahrbare Element (1) wenigstens einen Puffer (16) aufweist, um
bei Fehlfunktionen Schäden zu verhindern.
9. Vorrichtung zum Be- und Entladen, insbesondere nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vertikal verfahrbare Element wenigstens eine Sicherheitsbremse (17), wenigstens
einen Motor (18) und/oder wenigstens eine Spindel (19) und/oder wenigstens eine Führung
(20) aufweist.
10. Transferpresse mit die Umsetzbewegung auf die Werkstücke übertragenden Vorrichtung
zum Be- bzw. Entladen, insbesondere nach Anspruch 1.