(19)
(11) EP 1 179 635 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
01.12.2004  Patentblatt  2004/49

(21) Anmeldenummer: 01890184.3

(22) Anmeldetag:  13.06.2001
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC)7: E01B 29/05, E01B 29/06, E01B 27/11

(54)

Maschine zum Abbau eines alten und Verlegen eines neuen Gleises

Apparatus for removing an existing railway track and laying a new track

Machine de dépose d'une voie ferrée ancienne et de pose d'une nouvelle voie


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE TR

(30) Priorität: 13.07.2000 AT 5142000 U

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
13.02.2002  Patentblatt  2002/07

(73) Patentinhaber: Franz Plasser Bahnbaumaschinen- Industriegesellschaft m.b.H.
1010 Wien (AT)

(72) Erfinder:
  • Theurer, Josef
    1010 Wien (AT)
  • Brunninger, Manfred
    4203 Altenberg (AT)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 172 481
US-A- 4 160 418
EP-A- 1 179 634
US-A- 4 428 296
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die Erfindung betrifft eine Maschine zum Abbau eines alten und Verlegen eines neuen Gleises gemäß den in Anspruch 1 angeführten Merkmalen.

    [0002] Eine derartige Maschine ist auch durch US-A- 4 160 418 bekannt. Zur Aufnahme von Schotter ist zwischen Schwellenaufnahme- und Ablagevorrichtung eine endlos ausgebildete Räumkette vorgesehen. Die Schwellenfördereinheit zum Transport von neuen Schwellen ist in einem ersten Förderabschnitt durch diese Räumkette geführt, wobei aus Platzgründen die Schwellen in Maschinenlängsrichtung verlaufend positioniert sind. Auf einem ersten Förderabschnitt der Schwellenfördereinheiterfolgt eine Drehung der Schwellen in Querlage. Anschließend wird die Schwelle durch einen vertikalen Endlostransporter auf den darunter befindlichen zweiten Förderabschnitt übergeben.

    [0003] Weitere derartige Maschinen sind auch durch US-A 4 428 296 und US 4 854 243 bekannt.

    [0004] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung einer gattungsgemäßen Maschine zur Gleiserneuerung, bei der der Schwellentransport im Bereich zwischen Schwellenablage- und Schwellenaufnahmevorrichtung derart durchführbar ist, daß für die Anordnung zusätzlicher Arbeitsaggregate genügend Platz vorhanden ist.

    [0005] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer Maschine der eingangs beschriebenen Art durch die im Kennzeichen des Hauptanspruchs angeführten Merkmale gelöst.

    [0006] Mit dieser speziellen Ausbildung der Schwellenfördereinheit erfolgt der Schwellentransport einschließlich der erforderlichen Schwellendrehung in die endgültige Querlage im Bereich zwischen der Schwellenablage- und der Schwellenaufnahmevorrichtung ausschließlich in Maschinenlängsrichtung. Damit verbleibt zwischen den beiden genannten Vorrichtungen ein Maximum an Platz zum Einbau anderer Arbeitsaggregate zur Verfügung, ohne daß die Distanz zwischen den beiden Vorrichtungen vergrößert werden muß. Damit kann z.B. in besonders vorteilhafter Weise die zwischen den beiden Vorrichtungen befindliche gleislose Baulücke für eine Aufnahme des verunreinigten Schotters durch eine Räumkette und den Abwurf von gereinigtem Schotter, dessen Planierung und Verdichtung ausgenützt werden. Auch die dafür erforderlichen Förderbänder sind aufgrund der speziellen Ausbildung der Schwellenfördereinheit problemlos anzuordnen.

    [0007] Weitere vorteilhafte Ausbildungen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Zeichnung.

    [0008] Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher beschrieben.

    [0009] Es zeigen:

    Fig. 1 eine Seitenansicht eines bezüglich der Arbeitsrichtung vorderen Teiles einer Maschine zur Erneuerung eines Gleises,

    Fig. 2 einen hinteren Teil der Maschine in Seitenansicht,

    Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung eines mittigen Abschnittes der Maschine, und

    Fig. 4 und 5 jeweils eine vergrößerte Darstellung des hinteren Maschinenendes.



    [0010] Eine in den Fig. 1 bis 5 dargestellte Maschine 1 zur Erneuerung eines aus Schienen 2 und Schwellen 3 gebildeten Gleises 4 weist einen endseitig durch Schienenfahrwerke 5 auf dem Gleis 4 verfahrbaren Maschinenrahmen 6 auf. Dieser setzt sich aus zwei in Maschinenlängsrichtung hintereinander angeordneten Rahmenteilen 7 zusammen, die durch ein Rahmengelenk 8 gelenkig miteinander verbunden sind. Im Rahmengelenk 8 sind außerdem für ein Hochspreizen der beiden Rahmenteile 7 unter Anhebung eines darunter befindlichen Schienenfahrwerkes 10 und zur Lenkung im Gleisbogenbereich vorgesehene Antriebe 9 sowie eine Räumvorrichtung 11 angeordnet.

    [0011] Die durch einen Antrieb 12 höhenverstellbare Räumvorrichtung 11 ist mit einer endlosen, durch einen Antrieb 13 in Rotation versetzbaren Kette zur Aufnahme von Schotter 14 ausgestattet. Einem Abwurfende 15 der Räumvorrichtung 11 ist ein Aufnahmeende 16 einer in Maschinenlängs-richtung verlaufenden ersten Förderbandeinheit 17 mit einem Abwurfende 18 zugeordnet. Unterhalb der ersten Förderbandeinheit 17 ist eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende zweite Förderbandeinheit 19 vorgesehen. Diese weist ein - bezüglich der durch einen Pfeil 20 dargestellten Arbeitsrichtung der Maschine 1 - unmittelbar vor einer Schwellenablagevorrichtung 21 angeordnetes Abwurfende 22 auf, unter dem sich eine Schotterabwurfeinrichtung 23 befindet. Diese besteht aus einer Schurre 24 mit Auslaßöffnungen 25 (s. Fig. 3).

    [0012] Zwischen Schwellenablagevorrichtung 21 und der unmittelbar vorgeordneten Schotterabwurfeinrichtung 23 befindet sich - wie genauer in Fig. 3 zu sehen - eine durch Antriebe 26 höhenverstellbare Schotterplaniereinrichtung 27, die mit einem in Vibration versetzbaren Schotterverdichter 28 verbunden ist. Die Schotterplaniereinrichtung 27 weist außerdem zwei jeweils um eine vertikale Achse 29 verschwenkbare, in Maschinenquerrichtung voneinander distanzierte Pflugschilde 30 auf, zwischen denen die Schwellenablage-vorrichtung 21 positioniert ist.

    [0013] Der hintere Rahmenteil 7 der Maschine 1 ist unter Bildung eines Arbeitsraumes für Schraubarbeiten durch einen Rahmen 31 mit einem Schienenfahrwerk 32 verlängert. An einem unmittelbar hinter dem Schienenfahrwerk 32 befindlichen Maschinenende 33 befindet sich eine Schotterschurre 34 mit in Maschinenquerrichtung voneinander distanzierten Auslaßöffnungen 35 (Fig. 4). Oberhalb der Schotterschurre 34 ist ein Aufnahmeende 36 der zweiten Förderbandeinheit 19 positioniert.

    [0014] Wie in Fig. 4 ersichtlich, sind ein hinteres Förderband 37 der ersten Förderbandeinheit 17 und ein weiteres hinteres Förderband 38 der zweiten Förderbandeinheit 19 jeweils durch einen Antrieb 39 in Maschinenlängs-richtung verschiebbar gelagert. An das hintere Maschinenende 33 ist ein Siebwagen 40 angekuppelt, der eine durch Antriebe in Vibration versetzbare Siebanlage 41 zur Schotterreinigung sowie eine Motoreinheit 42 zur Energieversorgung aufweist.

    [0015] In Arbeitsrichtung der Maschine 1 unmittelbar vor der Räumvorrichtung 11 befindet sich eine Schwellenaufnahmevorrichtung 43. Unmittelbar davor ist eine Abtasteinrichtung 44 zur Abtastung der Höhenlage der alten Schwellen 3 vorgesehen. Mit Hilfe eines auf dem vorderen Rahmenteil 7 verfahrbaren Portalkranes 45 sind die alten Schwellen 3 abtransportierbar bzw. die neuen Schwellen 3 zu einer Fördereinheit 46 transportierbar. Die neuen Schwellen 3 werden über eine in Maschinenlängsrichtung verlaufende Schwellenfördereinheit 47 zur Schwellenablagevorrichtung 21 transportiert.

    [0016] Die Schwellenfördereinheit 47 für den Transport von neuen Schwellen 3 setzt sich aus einem ersten Förderabschnitt 49 mit einem in Arbeitsrichtung der Maschine 1 vor der Schwellenablagevorrichtung 21 positionierten Schwellenaufnahmeende 50 und einem zweiten Förderabschnitt 51 zusammen. Der in Maschinenlängsrichtung verlaufende erste Förderabschnitt 49 weist ein hinter der Schwellenablagevorrichtung 21 gelegenes Übergabeende 52 in Form eines Übergabeförderbandes 53 auf. Dieses ist - unter Bildung einer Schwellenübergabestelle 58 - durch einen Antrieb 54 vom ersten zum zweiten Förderabschnitt 49,51 bzw. umgekehrt höhenverstellbar (s. Doppelpfeil in Fig. 5) und mit einem Drehantrieb 55 für eine wahlweise Beaufschlagung zum Schwellentransport in bzw. gegen die Arbeitsrichtung der Maschine 1 ausgestattet. Zur Übergabe der neuen Schwellen 3 ist ein Abgabeende 56 unmittelbar hinter der Schwellenablagevorrichtung 21 angeordnet. Beiden Förderabschnitten 49,51 ist jeweils im vorderen Endbereich eine Schwellendrehvorrichtung 57 zum Verdrehen der Schwelle 3 zugeordnet.

    [0017] Während der Arbeitsvorfahrt der Maschine 1 erfolgt über die Schwellenfördereinheit 47 eine kontinuierliche Zufuhr von neuen Schwellen 3, die schließlich mit Hilfe der Schwellenablagevorrichtung 21 auf die Schotterbettung abgelegt werden. Die durch die erste Schwellendrehvorrichtung 57 (Fig. 1) in Maschinenlängsrichtung gedrehten Schwellen werden an der Schwellenübergabestelle 58 auf den zweiten Förderabschnitt 51 übergeben, indem durch Beaufschlagung des Antriebes 54 das Übergabeförderband 53 in die Förderebene des zweiten Förderabschnittes 51 abgesenkt wird. Durch gegensinnige Beaufschlagung des Drehantriebes 55 erfolgt ein Weitertransport der Schwelle 3 in Richtung zur zweiten Schwellendrehvorrichtung 57. Mit dieser wird die Schwelle 3 in eine normal zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Position verdreht und schließlich zum Abgabeende 56 weitertransportiert. Dort wird die vorderste Schwelle 3 durch die Schwellenablagevorrichtung 21 erfaßt und auf die planierte Schotterbettung abgelegt.


    Ansprüche

    1. Maschine (1) zum Abbau eines alten und Verlegen eines neuen Gleises (4), mit einem auf Schienenfahrwerken (5) abgestützten Maschinenrahmen (6) und einer zwischen den Schienenfahrwerken (5) angeordneten Schwellenablagevorrichtung (21) zum Ablegen von neuen Schwellen (3) und einer Schwellenaufnahmevorrichtung (43) zum Abheben von alten Schwellen (3), sowie mit einer in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Schwellenfördereinheit (47), die ein bezüglich der Arbeitsrichtung vor der Schwellenablagevorrichtung (21) positioniertes Schwellenaufnahmeende (50) aufweist, und daß die Schwellenfördereinheit (47) aus einem das genannte Schwellenaufnahmeende (50) aufweisenden ersten Förderabschnitt (49) mit einem hinter der Schwellenablagevorrichtung (21) gelegenen Übergabeende (52) und einem unterhalb des ersten Förderabschnittes (49) positionierten, in Maschinenlängsrichtung verlaufenden zweiten Förderabschnitt (51) zur Übernahme der Schwellen (3) vom Übergabeende (52) zusammengesetzt ist, wobei ein Abgabeende (56) des zweiten Förderabschnittes (51) unmittelbar hinter der Schwellenablagevorrichtung (21) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass beide Förderabschnitte (49,51) unter Bildung einer Schwellenübergabestelle (58) ein gemeinsames, hinter der Schwellenablagevorrichtung (21) positioniertes Übergabeförderband (53) aufweisen, und dass das Übergabeförderband (53) durch einen Antrieb (54) vom ersten zum zweiten Förderabschnitt (49,51) bzw. umgekehrt höhenverstellbar ausgebildet ist und einen Drehantrieb (55) für eine wahlweise Beaufschlagung zum Schwellentransport in bzw. gegen die Arbeitsrichtung der Maschine (1) aufweist.
     
    2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der unterhalb des ersten Förderabschnittes (49) positionierte zweite Förderabschnitt (51) eine Schwellendrehvorrichtung (57) zum Verdrehen der Schwelle (3) von einer in Maschinenlängsrichtung verlaufenden Position in eine normal zur Maschinenlängsrichtung verlaufende Querposition aufweist.
     


    Claims

    1. A machine (1) for removing an old track and laying a new track (4), including a machine frame (6) supported on rail undercarriages (5), and a sleeper laying device (21) arranged between the rail undercarriages (5) for laying new sleepers (3), and a sleeper lifting device (43) for raising old sleepers (3), and also including a sleeper conveying unit (47), extending in the longitudinal direction of the machine, which has a sleeper receiving end (50) positioned ahead of the sleeper laying device (21) with regard to the operating direction, and that the sleeper conveying unit (47) is composed of a first conveying section (49), containing the said sleeper receiving end (50) and having a transfer end (52) situated behind the sleeper laying device (21), and a second conveying section (51), positioned underneath the first conveying section (49) and extending in the longitudinal direction of the machine, for receiving the sleepers (3) from the transfer end (52), with a delivery end (56) of the second conveying section (51) being provided immediately behind the sleeper laying device (21), characterized in that both conveying sections (49,51) comprise a common transfer conveyor belt (53) positioned behind the sleeper laying device (21), thus forming a sleeper transfer site (58), and that the transfer conveyor belt (53) is designed for vertical adjustment by means of a drive (54) from the first to the second conveying section (49,51) and vice versa and has a rotation drive (55) for actuation, as desired, to transport sleepers in the operating direction or opposite to the operating direction of the machine (1).
     
    2. A machine according to claim 1, characterized in that the second conveying section (51), positioned underneath the first conveying section (49), has a sleeper rotating device (57) for rotating the sleeper (3) from a position extending in the longitudinal direction of the machine into a transverse position extending perpendicularly to the longitudinal direction of the machine.
     


    Revendications

    1. Machine (1) pour la dépose d'une ancienne voie ferrée et la pose d'une nouvelle voie ferrée (4) avec un châssis de machine (6) supporté par des boggies (5) et un dispositif de dépose des traverses (21) disposé entre les boggies (5) servant à déposer de nouvelles traverses (3) et un dispositif de prise des traverses (43) servant à soulever les anciennes traverses (3) ainsi qu'une unité de convoyage des traverses (47) s'étendant dans le sens longitudinal de la machine et qui présente une extrémité de reprise des traverses (50) positionnée avant le dispositif de dépose des traverses (21) par rapport au sens de fonctionnement et telle que l'unité de convoyage des traverses (47) est composée d'une première section de convoyage (49) présentant l'extrémité de reprise de traverses (50) mentionnée et avec une extrémité de transfert (52) située derrière le dispositif de dépose des traverses (21) et d'une deuxième section de convoyage (51) s'étendant dans le sens longitudinal de la machine, située sous la première section de convoyage (49) et servant au transfert des traverses (3) à partir de l'extrémité de transfert (52), suite à quoi une extrémité de déchargement (56) de la deuxième section de convoyage (51) est prévue juste derrière le dispositif de dépose des traverses (21), caractérisée en ce que les deux sections de convoyage (49, 51) présentent, moyennant réalisation d'un point de transfert de traverses (58), une bande de convoyage de transfert (53) commune positionnée derrière le dispositif de dépose des traverses (21) et en ce que la bande de convoyage de transfert (53) est réalisée de manière réglable en hauteur grâce à un entraînement (54) depuis la première à la deuxième section de convoyage (49, 51) et inversement et présente un entraînement rotatif (55) pour une commande au choix du transport des traverses dans le sens de fonctionnement de la machine (1) ou dans le sens opposé.
     
    2. Machine selon la revendication 1, caractérisée en ce que la deuxième section de convoyage (51) positionnée sous la première section de convoyage (49) présente un dispositif de pivotement des traverses (57) servant à faire pivoter la traverse (3) d'une position s'étendant dans le sens longitudinal de la machine vers une position transversale perpendiculaire au sens longitudinal de la machine.
     




    Zeichnung