[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Abdichtung einer Tür- oder Fensterecke zweier
winkeliger Rahmenholme, mit einem Dichtungselement, das im Zwickel der beiden Rahmenholme
an einer vertikalen Tragfläche befestigt ist und horizontal vorstehende, an einem
Flügelteil anlegbare elastische Dichtmittel aufweist.
[0002] Eine Abdichtung mit den vorgenannten Merkmalen ist aus DE 195 24 612 C2 bekannt.
Das Dichtungselement ist eine Bürste, deren Borsten büschelartig vorstehen und die
elastischen Dichtungsmittel bilden. Die Bürste ist an einem Schwellenhalter oder an
einem T-Verbinder befestigt, die zu dieser Befestigung jeweils mit einem besonderen
Formstück versehen sind, das in einen innenliegenden Falz eines Rahmenprofils eines
Rahmenholms eingreift. Das bekannte Dichtungselement genügt häufig nicht den gestellten
Dichtungsanforderungen. Das ergibt sich aus den büscheligen Borsten der Bürste, die
bei häufiger Beaufschlagung mit dem anliegenden Flügelteil verformt werden können
und auf Dauer nicht die erforderliche Rückstellkraft aufweisen. Außerdem ist zur Montage
des bekannten Dichtungselements ein zusätzliches Formstück erforderlich, das zum einen
entsprechenden Mehraufwand an Formgebung und Werkstoff bei der Herstellung des Dichtungselements
erfordert und infolge seiner Zusätzlichkeit tendenziell mit geringen Flächen ausgebildet
wird, aber auch, um Montageschwierigkeiten durch beidseitige Umfassung des anzuschliessenden
Rahmenholms zu vermeiden.
[0003] Demgegenüber liegt daher der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Abdichtung mit
den eingangs genannten Merkmalen so zu verbessern, daß ein von einer speziellen Ausbildung
eines Formstücks unabhängiges Dichtungselement zum Einsatz kommen kann, dessen Dichtwirkung
auf Dauer besser ist.
[0004] Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Dichtmittel eine Vielzahl voneinander
beabstandeter Dichtungsstege in Parallelanordnung sind.
[0005] Für die Erfindung ist von Bedeutung, daß eine Vielzahl beabstandeter Dichtungsstege
in Parallelanordnung vorhanden ist. Die Dichtungsstege brauchen nicht in erster Linie
gesamthaft auf die Abdichtungsaufgabe abgestimmt zu werden. Es ist vielmehr möglich,
sie einzeln zu gestalten, insbesondere auch im Hinblick auf ihre Beaufschlagung mit
dem Flügelteil, das bei einer geschlossenen Tür oder bei einem geschlossenen Fenster
auf die Dichtungsstege drückt. Dementsprechend kann auch ihr Rückstellverhalten an
die Erfordernisse angepaßt werden. Vorteilhaft ist insgesamt, daß die Beanspruchung
der Dichtungsstege infolge ihres Abstands voneinander gut beherrschbar ist und eine
gegenseitige Beeinflussung so weit wie möglich vermieden werden kann. Es ist möglich,
mit vergleichsweise geringem Werkstoffaufwand größerflächig abzudichten und dadurch
die Abdichtwirkung insgesamt zu verbessern.
[0006] Die Abdichtung kann dahingehend ausgestaltet werden, daß die Dichtungsstege in Bezug
auf einen abzudichtenden Zwickelquerschnitt einander labyrinthartig überdeckend angeordnet
sind. Eine Überdeckung der Dichtungsstege in Undichtigkeitsrichtung, und insbesondere
eine labyrinthartige Überdeckung verbessert die Abdichtungswirkung der Abdichtung.
Die Überdeckung kann den Abdichtungserfordernissen angepaßt werden. Die Anpassung
erfolgt in Abhängigkeit von den zur Verfügung stehenden Querschnitten, insbesondere
in Abhängigkeit vom Querschnitt eines Falzraums zwischen einem vertikalen Rahmenholm
und einem im Winkel dazu angeschlossenen Holm einerseits und einem Flügelholm andererseits.
[0007] Dabei ist es zu bevorzugen, daß die Dichtungsstege unterschiedliche strömungsbehindernde
Querschnitte aufweisen. Damit ergibt sich durch die Gestaltung der Querschnitte der
Dichtungsstege die Möglichkeit, die Dichtungswirkung der Abdichtung zu beeinflussen,
wie auch die ästhetische Wirkung der Abdichtung.
[0008] Die vorbeschriebenen Abdichtungen können auch so ausgebildet werden, daß mehrere
Dichtungsstege gemeinsam einen Außenumfang vorbestimmter Form bilden. Damit ist es
möglich, die Abdichtung an unterschiedliche Profilierungen der angrenzenden Rahmenbereiche
anzupassen. Der Außenumfang kann auch im Sinne einer ansehnlichen Ausgestaltung der
Abdichtung ausgebildet werden.
[0009] Eine spezielle Weiterbildung wird dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Dichtungsstege
zwischen sich mindestens einen Freiraum haben, der auf den maximalen Außenumfang durchsteckbarer
Befestigungsmittel abgestimmt ist. Es wird erreicht, daß die Befestigungsmittel nicht
auf Dichtungsstege drücken und sie damit deformieren. Die Anordnung eines solchen
Freiraums ist grundsätzlich beliebig, erfolgt zweckmäßigerweise jedoch zentral.
[0010] Um die Abdichtung noch besser an die individuelle Ausbildung von Tür- und Fensterecken
anpassen zu können ist es zweckmäßig, sie so auszubilden, daß das Dichtungselement
weitere horizontal vorstehende Abdichtungsmittel hat, die an ein vertikales Holmteil
anlegbar sind. Im Bereich des vertikalen Holmteils dienen die weiteren horizontal
vorstehenden Abdichtungsmittel einer verbesserten Wirkung der Abdichtung.
[0011] Die vorstehend beschriebene Ausführungsform kann dadurch verbessert werden, daß die
Abdichtungsmittel eine Vielzahl vertikal beabstandeter Dichtlippen aufweisen. Jede
Dichtlippe bedeutet eine Abdichtungsstelle und die Vielzahl beabstandeter Dichtlippen
verbessert die Abdichtungswirkung insgesamt.
[0012] Es ist zu bevorzugen, daß mehrere Dichtungsstege gemeinsam an einer Außenkontur eines
horizontalen Rahmenholms oder einer Schwelle verformungsfrei anliegend ausgebildet
sind. Die Außenkontur des Rahmenholms oder der Schwelle wird mit den Dichtungsstegen
abgedichtet. Dabei ist durch die Formgebung der Abdichtung bzw. ihrer Dichtungsstege
gewährleistet, daß Vorsprünge der Außenkontur nicht zu Verformungen der Dichtungsstege
führen und Rücksprünge der Außenkontur keine Leerstellen sind, die Undichtigkeiten
zur Folge hätten.
[0013] Die vorbeschriebenen Vorteile ergeben sich ebenfalls für die Ausbildung einer Abdichtung,
bei der mehrere Dichtungsstege gemeinsam an einer Außenkontur eines Schwellenhalters
oder eines Eck- oder T-Verbinders verformungsfrei anliegend ausgebildet sind.
[0014] Die Abdichtung ist vorteilhafterweise so ausgebildet, daß die Dichtungsstege und/oder
die Dichtlippen gummielastisch ausgebildet sind. Infolgedessen können erhebliche Elastizitäten
erreicht werden. Der Elastizitätsgrad ist entsprechend den bekannten Gummielastizitäten
einstellbar.
[0015] Eine vorteilhafte Ausbildung der Abdichtung zeichnet sich dadurch aus, daß das Dichtungselement
mit einem der vertikalen Tragflächen entsprechenden Träger ausgebildet ist, an den
eine Tragplatte aus gummielastischen Werkstoff angespritzt ist, die gummielastische
Dichtungsstege und/oder Dichtlippen aufweist. Der Träger und die aus gummielastischem
Werkstoff bestehende Tragplatte sind in herkömmlicher und bewährter Weise fest miteinander
verbunden, nämlich durch Anspritzen des gummielastischen Werkstoffs an den Träger,
der härter ausgebildet ist. Die Dichtungsstege und/oder die Dichtlippen werden zugleich
mit der Tragplatte durch Spritzen hergestellt.
[0016] Um eine weitergehende konstruktive Vereinfachung der Abdichtung zu erreichen, wird
diese so ausgebildet, daß die vertikale Tragfläche für das Dichtungselement Bestandteil
eines vertikalen Rahmenholms oder eines Befestigungsschenkels eines Schwellenhalters
ist. Der Rahmenholm oder ein Schwellenhalter brauchen nicht in besonderer Weise ausgestaltet
zu werden, um an ihnen das Dichtungselement zu befestigen. Letzteres ist vielmehr
an die konstruktiven Gegebenheiten des Rahmenholms oder des Schwellenhalters angepaßt.
[0017] Letztlich kann es vorteilhaft sein, daß das Dichtungselement als Niederhalter einer
Schwelle ausgebildet ist. Das Niederhalten erfolgt beispielsweise mit einem starr
ausgebildeten Träger, der oberhalb der Schwelle fest am Rahmenholm angebaut ist. Der
Niederhalter trägt dazu bei, Befestigungsstellen der Schwelle zu entlasten. Er ist
insbesondere vorteilhaft, um Raststellen zwischen zwei Teilen zu sichern, wenn die
Schwelle mehrteilig ist.
[0018] Um den Einsatz von Dichtungselementen ohne ihre Bearbeitung im Hinblick auf die Gestaltung
der Abdichtung zu ermöglichen, kann letztere so ausgebildet werden, daß das Dichtungselement
an eine unbearbeitete Lippendichtung oder ein sonstiges Dichtprofil angepaßt ausgebildet
ist. Infolgedessen sind standardmäßige Dichtungen als Dichtungselemente einsetzbar,
beispielsweise eine Lippendichtung als Anschlagdichtung eines Rahmenüberschlags. Auch
sonstige, insbesondere vertikale Holmteile, insbesondere als Dichtprofile ausgebildete
Holmteile können standardmäßig ausgebildet sein, so daß ihre Ausbildung unbeeinflußt
von einer eventuellen Formgebung des Dichtungselements ist.
[0019] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
erläutert. Es zeigt:
- Fig.1
- eine perspektivische Ansicht einer Türecke,
- Fig.2
- eine Aufsicht auf den Querschnitt des Rahmenholms der Fig.1,
- Fig.3
- einen Querschnitt der Türschwelle der Fig.1 mit darüber angeordnetem Dichtungselement,
- Fig.4
- eine Explosionszeichnung eines Schwellenhalters und eines dafür bestimmten Dichtungselements,
und
- Fig.5
- eine Aufsicht auf die Bauteile der Fig.4, wenn sie in den Falzraum zwischen zwei vertikale
Rahmenholme eines Blendrahmens und eines Flügelrahmens eingebaut sind.
[0020] Die in Fig.1 dargestellte Türecke 10 wird von zwei rechtwinklig zueinander angeordneten
Rahmenholmen 11,12 gebildet. Der horizontale Rahmenholm 11 ist als Türschwelle 23
ausgebildet, während der vertikale Rahmenholm 12 ein Blendrahmenholm eines feststehenden
Türrahmens ist. Die Türschwelle 23 ist profiliert ausgebildet und besitzt ein Basisprofil
28, das mit einem aus Kunststoff bestehenden Einsatzprofil 29 zusammengebaut ist.
[0021] Das Einsatzprofil 29 ist am Basisprofil 28 verrastet und beide bilden eine Trittfläche
30, oberhalb derer der Türflügel zu denken ist. Türaußenseitig bildet das Basisprofil
28 einen Wasserabflußschenkel 28', der tiefer angeordnet ist, als die Trittfläche
30, so daß zwischen beiden eine Wasserabweisrinne 31 ausgebildet sein kann. Infolge
der Profilierung der Schwelle 23 kann der vertikale Rahmenholm 12 nicht ohne weiteres
stumpf abgeschnitten sein, was aus Herstellungsgründen wünschenswert ist. Infolgedessen
ist ein Schwellenhalter 24 vorgesehen, der schwellenseitig der Profilierung der Schwelle
23 angepaßt ist und holmseitig eine im wesentlichen ebene Aufstandfläche für den vertikalen
Rahmenholm 12 hat.
[0022] Zwischen dem vertikalen Rahmenholm 12, dem Abstandhalter 24 und der Schwelle 23 ergibt
sich ein Zwickel, der abgedichtet sein muß, um Undichtigkeiten zwischen der Türaußenseite
und der Rauminnenseite zu vermeiden. Hierfür ist ein den Zwickelbereich ausfüllendes
Dichtungselement 13 vorhanden. Das Dichtungselement 13 füllt den zwischen dem vertikalen
Rahmenholm 12 und dem diesen benachbarten parallelen Flügelholm 15' eines Flügelholms
15 gelegenen Falszraum vollständig aus, wie insbesondere aus Fig.5 ersichtlich ist.
Insbesondere liegen die Dichtungselemente 13 bzw. 13' einerseits an einer vertikalen
Tragfläche 14 des Rahmenholms 12 an und andererseits am Flügelteil 15. Insbesondere
die letztgenannte Anlage der Dichtungselemente 13,13' am Flügelteil 15 macht es wegen
dessen Relativbewegung zum Dichtungselement 13,13' erforderlich, letzteres im Anlage-
bzw. Bewegungsbereich des Flügelteils 15 elastisch auszubilden. Infolgedessen sind
die Dichtungselemente 13,13' einerseits mit einem Träger 25 ausgebildet und andererseits
mit einer Vielzahl von Dichtungsstegen 16 bis 16
VI.
[0023] Der Träger 25 ist so ausgebildet, daß er dicht an der ihm zugeordneten vertikalen
Tragfläche 14 anliegt. Fig.1,2 zeigen, daß der Träger dabei an die Profilierung des
vertikalen Rahmenholms 12 angepaßt ist. Der Träger 25 füllt beispielsweise die Profilrinne
12' des vertikalen Rahmenholms 12 aus. Dieses Ausfüllen übernimmt bei der Abdichtung
gemäß den Fig.4,5 der Schwellenhalter 24, der in Fig.4 oben vereinfacht dargestellt
ist, jedoch noch eine die Rinne 12' ausfüllende Wulst 24' erkennen läßt. Die Wulst
24' ist an einem Befestigungsschenkel 27 des Schwellenhalters 24 ausgebildet, der
die Tragfläche 14 für den Träger 25 bildet. Der Träger 25 ist im Falle der Fig.4,5
eine ebene Platte.
[0024] Alle dargestellten Träger 25 bestehen aus einem harten bzw. starren Kunststoff, an
den gummielastischer Werkstoff angespritzt ist. Mit diesem gummielastischen Werkstoff
sind jeweils eine Tragplatte 26 und voneinander beabstandete Dichtungsstege 16 bis
16
VI ausgebildet. Die Tragplatte 26 dient trägerseits der Befestigung an den Träger 25.
Flügelteilseitig weist die Tragplatte 26 mit Abstand voneinander ausgebildete Dichtungsstege
16 bis 16
IV auf, die alle gleich weit vorspringen, so daß sie eine Abdichtungsfläche bilden,
die an dem Flügelteil 15 anliegen kann. Die Fig.1,3 und 4 lassen erkennen, daß die
Dichtungsstege 16 bis 16
VI infolge ihres Abstands querbeweglich sind. Die Querbeweglichkeit gewährleistet, daß
einer der Stege 16 bis 16
VI nicht einen anderen dieser Dichtungsstege direkt berührt, falls das Flügelteil 15
geringfügig auf die Dichtungsstege 16 bis 16
VI einwirken sollte. Infolgedessen werden die Dichtungsstege 16 bis 16
IV ausschließlich im Rahmen der konstruktiv vorgesehenen Beanspruchungen beaufschlagt,
was der Dauerhaltbarkeit zugute kommt.
[0025] Die Anordnung der Dichtungsstege 16 bis 16
VI ist parallel zueinander. Außerdem sind diese Stege einander labyrinthartig überdeckend
angeordnet. Das ergibt sich am besten aus Fig.3, wo ersichtlich ist, daß eine horizontale
Luftströmung nicht ohne vertikale Ablenkung zwischen den Dichtungsstegen 16 bis 16
VI hindurchströmen könnte. Das Labyrinth kann dabei so ausgebildet werden, daß zumindest
ein plötzlicher Luftaustausch zwischen der Türaußenseite und der Rauminnenseite ausgeschlossen
ist. Dazu trägt bei, daß die Dichtungsstege im einzelnen strömungserschwerend ausgebildet
sind. Das ergibt sich durch deren hakenartige Profilierung, wie sie beispielsweise
der Dichtungssteg 16''' zeigt. Das ergibt sich aber auch aus dem Dichtungssteg 16
IV, der eine Vielzahl von Dichtungsrippen aufweist, welche etwaige Luftströmung behindern
können.
[0026] Die Dichtungsstege werden darüber hinaus auch im Hinblick auf eine vorbestimmte Formgebung
des Außenumfang des Dichtungselements 13 ausgebildet. So ist zu den Fig.1 bis 3 ersichtlich,
daß die Dichtungsstege 16' bis 16''' einen vorbestimmten quadratischen Außenumfang
17 bilden. Dazu tragen drei im Querschnitt unterschiedliche gestaltete Dichtungsstege
bei, nämlich vier rechtwinkelige Dichtungsstege 16'', zwei T-förmige Mittelstege 16'
und zwei etwa doppel T-förmige Mittelstege 16'''. Alle genannten Dichtungsstege dienen
der Bildung des Außenumfangs 17 und die Dichtungsstege 16''' darüber hinaus einer
labyrinthartigen Ausbildung des Dichtungselements 13 im Innenbereich.
[0027] Die Dichtungsstege 16 bis 16''' sind darüber hinaus so ausgebildet, daß ein Freiraum
18 vorhanden ist. Der Freiraum 18 dient dem Durchstecken eines Befestigungsmittels
19, nämlich der in Fig.1 dargestellten Schraube. Die Schraube wird durch ein Befestigungsloch
18' des Dichtungselements 13 hindurchgesteckt und in die Tragfläche 14 des vertikalen
Rahmenholms 12 eingeschraubt.
[0028] Das Dichtungselement 13' ist größervolumig ausgebildet, als das Dichtungselement
13, besitzt aber ebenso wie letzteres parallel vorspringende Dichtungsstege 16 bis
16
VI, die einander labyrinthartig überdecken. Der Außenumfang 17 des Dichtungselements
13' ist allerdings wesentlich größer als der des Dichtungselements 13. Infolgedessen
wurde eine größere Vielzahl von Dichtungsstegen 16 bis 16
VI erforderlich, die in zwei Gruppen angeordnet sind, welche jeweils dieselbe labyrinthartige
Anordnung bilden und jeweils eine doppelt so große Grundfläche einnehmen, wie die
Dichtungsstege des Dichtungselements 13, da die Grundfläche rechteckig ausgebildet
und doppelt so groß ist, wie die quadratische Grundfläche bei der Ausführungsform
der Fig.1 bis 3. Dementsprechend sind auch zwei Freiräume 18 vorhanden, um zwei Befestigungsschrauben
19 durch den Träger 25 hindurch in Befestigungslanglöcher 27' eindrehen und damit
das Dichtungselement 13 am Schwellenhalter 24 befestigen zu können.
[0029] Aus Fig.4 ist ersichtlich, daß der horizontale Befestigungsstumpf 32 des Schwellenhalters
24 profiliert ist. Das Dichtungselement 13' ist dementsprechend ebenfalls profiliert.
Mehrere Dichtungsstege 16', 16'', 16
VI bilden gemeinsam eine Außenkontur 22' für den Schwellenhalter 24 nach, so daß die
Dichtungsstege an dem Schwellenhalter 24 bzw. dessen Stumpf 32 verformungsfrei anliegen.
Entsprechendes gilt auch für das Dichtungselement 13, wo sich die Außenkontur 22 als
gerade bzw. eben darstellt, weil die Schwelle im wesentlichen im Bereich ihrer Trittfläche
30 eben ist und abgedichtet wird.
[0030] Der Rahmenholm 12 ist mit einem Überschlag 12'' ausgebildet. Am Überschlag ist eine
Lippendichtung 33 festgelegt, die mit dem Überschlag 12'' oberhalb des Basisprofils
28 vor der Wasserabweisrinne 31 eine Ecke bildet, die abgedichtet sein sollte. Infolgedessen
sind die Dichtungselemente 13,13' mit weiteren horizontal vorstehenden Dichtungsmitteln
versehen, die an ein vertikales Holmteil anlegbar sind. Diese Abdichtungsmittel sind
insbesondere die aus Fig.3 ersichtlichen Dichtlippen 21, die wegen des Vorhandenseins
der Lippendichtung 33 kürzer sind als die Dichtungsstege 16 bis 16
IV. Die Dichtlippen 21 sind gemäß Abbildung in der Fig.3 kammerartig zueinander angeordnet,
um damit Zugerscheinungen zu unterbinden. Sie erstrecken sich bis in den Raum vor
der Wasserabweisrinne 31, ebenso wie der zugehörige Träger 25.
[0031] Der aus hartem bzw. starren Werkstoff ausgebildete Träger 25 sichert aufgrund seiner
Befestigung am vertikalen Rahmenholm 12 auch die Lage des horizontalen Rahmenholms
11 bzw. der Schwelle 23, indem er bzw. das Dichtungselement 13 auf die Schwelle 23
drückt, wenn sich diese nach oben wölben will. Infolgedessen ist das Dichtungselement
13 zugleich auch ein Niederhalter der Schwelle 23. Das kann insbesondere dann von
Bedeutung sein, wenn die Schwelle 23 bzw. ihr Einsatzprofil 29 nicht formschlüssig
mit dem Schwellenhalter 24 verbunden ist, sondern stumpfgestoßen endet und die dargestellte
Rastverbindung im übrigen für einen Zusammenhalt sorgen soll.
1. Abdichtung einer Tür- oder Fensterecke (10) zweier winkeliger Rahmenholme (11,12),
mit einem Dichtungselement (13,13'), das im Zwickel der beiden Rahmenholme (11,12)
an einer vertikalen Tragfläche (14) befestigt ist und horizontal vorstehende, an einem
Flügelteil (15) anlegbare elastische Dichtmittel aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtmittel eine Vielzahl voneinander beabstandeter Dichtungsstege (16 bis 16VI) in Parallelanordnung sind.
2. Abdichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstege (16 bis 16VI) in Bezug auf einen abzudichtenden Zwickelquerschnitt einander labyrinthartig überdeckend
angeordnet sind.
3. Abdichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstege (16 bis 16VI) unterschiedliche strömungsbehindernde Querschnitte aufweisen.
4. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Dichtungsstege (16' bis 16''', 16V, 16VI) gemeinsam einen Außenumfang (17) vorbestimmter Form bilden.
5. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Dichtungsstege (16,16''') zwischen sich mindestens einen Freiraum (18) haben,
der auf den maximalen Außenumfang durchsteckbarer Befestigungsmittel (19) abgestimmt
ist.
6. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (13) weitere horizontal vorstehende Abdichtungsmittel hat, die
an ein vertikales Holmteil anlegbar sind.
7. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdichtungsmittel eine Vielzahl vertikal beabstandeter Dichtlippen (21) aufweisen.
8. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Dichtungsstege (16',16'') gemeinsam an einer Außenkontur (22) eines horizontalen
Rahmenholms (11) oder einer Schwelle (23) verformungsfrei anliegend ausgebildet sind.
9. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Dichtungsstege (16',16'',16VI) gemeinsam an einer Außenkontur (22') eines Schwellenhalters (24) oder eines Eck-
oder T-Verbinders verformungsfrei anliegend ausgebildet sind.
10. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichtungsstege (16 bis 16VI) und/oder die Dichtlippen (21) gummielastisch ausgebildet sind.
11. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (13) mit einem der vertikalen Tragflächen (14) entsprechenden
Träger (25) ausgebildet ist, an den eine Tragplatte (26) aus gummielastischen Werkstoff
angespritzt ist, die gummielastische Dichtungsstege (16 bis 16VI) und/oder Dichtlippen (21) aufweist.
12. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die vertikale Tragfläche (14) für das Dichtungselement (13) Bestandteil eines vertikalen
Rahmenholms (11) oder eines Befestigungsschenkels (27) eines Schwellenhalters (24)
ist.
13. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (13) als Niederhalter einer Schwelle ausgebildet ist.
14. Abdichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtungselement (13) an eine unbearbeitete Lippendichtung (33) oder ein sonstiges
Dichtprofil angepaßt ausgebildet ist.