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(11) |
EP 1 183 397 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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08.01.2003 Patentblatt 2003/02 |
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Anmeldetag: 06.04.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: C21C 5/46 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP0003/064 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 0006/1823 (19.10.2000 Gazette 2000/42) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM ABSTECHEN VON METALLSCHMELZEN AUS METALLURGISCHEN SCHMELZGEFÄSSEN
METHOD AND DEVICE FOR TAPPING MOLTEN METAL FROM METALLURGICAL VESSELS
PROCEDE ET DISPOSITIF POUR FAIRE COULER UNE MATIERE FONDUE METALLIQUE CONTENUE DANS
DES CUVES METALLURGIQUES
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE CH CY DE DK ES FI FR GB GR IE IT LI LU MC NL PT SE |
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Priorität: |
10.04.1999 DE 19916232
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.03.2002 Patentblatt 2002/10 |
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Patentinhaber: SMS Demag Aktiengesellschaft |
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40237 Düsseldorf (DE) |
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Erfinder: |
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- DEPPNER, Karl-Heinz
D-46562 Voerde (DE)
- WU, Wei-Ping
D-40699 Erkrath (DE)
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Vertreter: Valentin, Ekkehard, Dipl.-Ing. |
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Patentanwälte Hemmerich & Kollegen,
Hammerstrasse 2 57072 Siegen 57072 Siegen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 321 861
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US-A- 5 203 909
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- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1996, no. 07, 31. Juli 1996 (1996-07-31) & JP 08 057599
A (NISSHIN STEEL CO LTD), 5. März 1996 (1996-03-05)
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1998, no. 11, 30. September 1998 (1998-09-30) & JP
10 176212 A (SUMITOMO METAL IND LTD), 30. Juni 1998 (1998-06-30)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abstechen von Metallschmelzen,
vorzugsweise Stahlschmelzen, aus metallurgischen Schmelzgefäßen, wie beispielsweise
Elektrolichtbogenöfen, durch eine im Gefäßboden angeordnete Abstichöffnung, wobei
zum Zeitpunkt des Abstichs die Metallschmelze mit Schlackenschmelze überschichtet
ist.
[0002] Bei der Durchführung von thermischen metallurgischen Prozessen an Metallen oder deren
Legierungen in einem metallurgischen Schmelzgefäß liegen nach Abschluss dieser Prozesse
die Metalle in schmelzflüssiger Form vor, überschichtet mit schmelzflüssiger Schlacke.
Um die Metallschmelze von der Schlackenschmelze abzutrennen, ist bei bekannten metallurgischen
Schmelzgefäßen möglichst in einem Erkerteil im Gefäßboden eine Abstichöffnung angeordnet,
durch die die Metallschmelze nach unten in eine Schmelzpfanne abgezogen werden kann.
[0003] Mit fallendem Schmelzbadspiegel bildet sich von der Abstichöffnung ausgehend ein
Wirbel (Vortex) aus, der schräg bis zur Gefäßwand verläuft. Bei weiter sinkendem Schmelzbadspiegel
entsteht letztlich ein Hohlwirbel, der auch Teile der auf der Metallschmelze schwimmenden
Schlackenschmelze erfasst und verwirbelt, so dass die ursprünglich vorhandene Trennung
zwischen Metallschmelze und Schlackenschmelze nicht mehr gegeben ist und Schlackenschmelze
gemeinsam mit der Metallschmelze durch die Abstichöffnung nach unten ausgetragen wird.
[0004] Die mit der Metallschmelze auf diese Weise in die Schmelzpfanne geförderte oxidische
Schlacke bringt Sauerstoff mit und führt beispielsweise zum Mehrverbrauch von Aluminium
für die erforderliche Desoxidation, von synthetischer Schlacke für die Aufnahme der
Oxide und Kalzium für die Modifikation der oxidischen Einschlüsse. Das Oxidationsprodukt
Tonerde (Al
2O
3) verschlechtert die Gießeigenschaften und der Sauerstoff aus dem FeO in der Schlacke
erschwert weiterhin die Entschwefelung und Entgasung.
[0005] Demgegenüber wird bei einem reduzierten Schlackengehalt in der Metallschmelze beispielsweise
die "Clean Steel"-Behandlung einer Stahlschmelze in der Sekundär-Metailurgie deutlich
begünstigt, was insbesondere für die Erzeugung von "Ultra-Low-Carbon"-Stahlen für
Flachprodukte eine wichtige Rolle spielt.
[0006] Um den geschilderten Schlackenmitlauf beim Abstich der Metalischmelze zu reduzieren,
sind verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt geworden.
[0007] Aus der DE 33 27 671 C2 ist bekannt, einen kegelförmig geformten Strömungskörper
(mit der Kegelspitze nach unten) von oben über eine Hubvorrichtung nach unten bis
dicht obernalb der Abstichöffnung abzusenken. Durch diese Maßnahme umströmt der Wirbel
nun den Formkörper und ist dadurch so gebunden, dass eine Verwirbelung der Schlacke
nicht mehr stattfindet. Auch dieses bekannte Verfahren stellt eine relativ teure und
aufwendige Methode dar, da der Formkörper im Schmelzbad einem Verschleiß unterliegt
und deshalb öfters ausgetauscht werden muss.
[0008] In der DE 298 08 318 U1 wird schließlich vorgeschlagen, im Gefäßboden um die Abstichöffnung
herum gasdurchlässige kegelstumpfförmige Spülsteine anzuordnen, durch die von unten
ein Gas - entgegen der Fließrichtung der Metallschmelze - in die Metallschmelze eingeblasen
wird. Durch diese Maßnahme soll der Ausbildung eines Wirbels oberhalb der Abstichöffnung
begegnet werden.
[0009] In der US-A-5 203 909 wird vorgeschlagen, mittels einer Blaslanze im Bereich der
Abstichöffnung von oben auf die Schlackenschmelze einen Gasstrahl aufzublasen, durch
den die Schlackenschmelze von der Metalloberfläche weggedrückt wird. Nachteilig ist
bei diesem bekannten Verfahren das Eindrücken der Schlackenschmelze in die Metallschmelze,
wodurch insbesondere bei Ausbildung eines Wirbels in der Metallschmelze die Gefahr
eines Schlackenmitlaufs gegeben ist.
[0010] Schließlich ist aus der EP-A-0 321 861 ein kippbares metallurgisches Gefäß bekannt,
bei dem oberhalb der Abstichöffnung innen an der Seitenwand mindestens eine Blaseinrichtung,
vorzugsweise ein Brenner, vorgesehen ist, durch den die Schlackenschmelze von der
Oberfläche der Metallschmelze weggeblasen werden kann. Zusätzlich ist vorgesehen,
mit einem seitlich in der Gefäßwand unmittelbar über der Abstichöffnung angeordneten
bekannten Spülsteileinrichtung Gasblasen unterhalb der Badoberfläche in die Metallschmelze
einzuführen, um hierdurch unter anderem gleichfalls die Schlackenschmelze von der
Oberfläche der Metallschmelze zu verdrängen. Nachteilig ist bei diesem bekannten Verfahren,
dass durch die aufsteigenden Gasblasen unerwünschte, den Schlackenmitlauf begünstigende,
Turbulenzen in die Metallschmelze eingetragen werden.
[0011] Neben dem beschriebenen Mitlauf der Schlackenschmelze infolge ihrer Verwirbelung
mit der Metallschmelze kann es auch zu einem direkten Kontakt der Schlackenschmelze
mit der Abstichöffnung kommen. Dieser Schlackennachlauf kommt dann zustande, wenn
beim Zurückkippen bei kippbaren metallurgischen Gefäßen, beispielsweise beim Elektrolichtbogenofen,
trotz hoher Kippgeschwindigkeit die Schlackenschmelze über die Metallschmelze hinaus
schnell zurückfließt.
[0012] Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein Abstichsystem anzugeben, das den Schlackenmitlauf
und auch den Schlackennachlauf mit einfachen Mitteln, ohne größeren apparativen Aufwand
und ohne große Betriebskosten betriebssicher reduziert.
[0013] Die gestellte Aufgabe wird bei metallurgischen Gefäßen mit im Gefäßboden angeordneter
Abstichöffnung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
[0014] Durch die erfindungsgemäße Maßnahme, in unmittelbarer Nähe der Abstichöffnung mindestens
eine Düse anzuordnen, durch die ein neutrales Gas oder eine entsprechende Gasmischung
in einem Strahl mit hoher Impulsenergie in das metallurgische Schmelzgefäß eingeblasen
wird, wird im Bereich der Abstichöffnung die Schlackenschmelze von der Metallschmelzoberfläche
entfemt (weggeblasen). Damit ist gewährleistet, dass trotz Ausbildung eines Wirbels
in der Metallschmelze ein Schlackenmitlauf nicht mehr erfolgen kann und auch der Schlackennachlauf
durch dieses Verfahren durch den entsprechend energiestarken Gasstrahl mit Erfolg
verhindert wird.
[0015] Geregelt wird die Stärke und die Einblasrate des Gasstrahls durch eine Ventilstation,
die mit einem Druckgasbehälter oder einer Druckgaserzeugungsanlage in Verbindung steht.
[0016] Damit durch das Gaseinblasen mit dem Gas keine unerwünschten Bestandteile, wie beispielsweise
Sauerstoff in die Metallschmelze gelangen, wird ein solches Gas oder Gasgemisch verwendet,
das sich in Bezug auf die weitere Verwendung und Bearbeitung der Metallschmelze neutral
verhält, wie beispielsweise ein Edelgas.
[0017] Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Ventilstation mit einem
Mess- und Regelsystem verbunden, durch das der Startzeitpunkt, die Dauer und die Intensität
des Gaseinblasens automatisch überwacht und geregelt wird. Als Messgrößen für diese
automatische Regelung können durch entsprechende Messgeräte
- die Höhe des Schmelzbadspiegels im metallurgischen Schmelzgefäß,
- der Kippwinkel und die Kippgeschwindigkeit des metallurgischen Schmelzgefäßes,
- das Abstichgewicht der Metallschmelze in der Schmelzpfanne
verwendet werden. Auf diese Weise kann mit hoher Betriebssicherheit ein optimales
Gaseinblasen an die jeweilige Prozesssituation während des Abstichvorgangs angepasst
werden.
[0018] Je nach dem Ort der Abstichöffnung sind eine oder mehrere Düsen im Bereich der Abstichöffnung
so angeordnet, dass mit Sicherheit ein vollständiges Abblasen der Schlackenschicht
von der Metalloberfläche erreicht wird.
[0019] Die Größe, Form, Anzahl und Anordnung (in der seitlichen Gefäßwand und/oder im Gefäßdeckel,
Winkel zum Gefäßboden) der Düsen sind der Größe und Bauart des metallurgischen Gefäßes
sowie der Größe der Badoberfläche angepasst, wobei sich die Düsenaustrittsöffnungen
oberhalb und/oder unterhalb des Badspiegels befinden können.
[0020] Weitere Vorteile, Einzelheiten und Merkmale der Erfindung werden nachfolgend anhand
von in schematischen Zeichnungsfiguren dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
[0021] Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Vertikalschnitt durch ein metallurgisches Gefäß,
- Fig. 2
- ein Teilausschnitt eines metallurgischen Gefäßes im Vertikalschnitt,
- Fig. 3
- ein Blockschaltbild zur erfindungsgemäßen Vorrichtung.
[0022] In Figur 1 ist ein metallurgisches Gefäß 5 zum Zeitpunkt des Abstichs dargestellt.
Es handelt sich bei diesem Ausführungsbeispiel um einen konventionellen Elektrolichtbogenofen,
wobei die Elektroden nicht eingezeichnet sind. Im linken Erker befindet sich im Gefäßboden
13 eine Abstichöffnung 10, durch die Metallschmelze 2 in eine unterhalb des metallurgischen
Gefäßes 5 angeordnete Schmetzpfanne 11 mit Gießstrahl 6 einfließt. Die Schmelzpfanne
11 befindet sich auf einem Pfannenwagen 8 bzw. den dort angeordneten Wiegezellen 7,
durch die kontinuierlich die in die Schmelzpfanne 11 einfließende Metallmenge erfasst
werden kann. Oberhalb der Metallschmelze 2 schwimmt die Schlackenschmelze 1, in die
der durch den Abstichvorgang erzeugte Wirbel 4 bis fast zum Badspiegel 15 hineinreicht.
[0023] In unmittelbarer Nähe der Abstichöffnung 10 sind in der seitlichen Gefäßwand 12 zwei
Düsen 3 angeordnet, deren Düsenaustrittsöffnungen 14 hier von oben und von unten gegen
die Schlackenschicht 1 gerichtet sind. Nicht eingezeichnet sind in Fig. 1 die Gaszuführungsleitungen
25 (Fig. 3), durch die die Düsen 3 mit dem einzublasenden Gas beaufschlagt werden
und auch die Ventilstation 16 (Fig. 3) sowie das Mess- und Regelsystem 20 (Fig. 3).
[0024] Figur 2 zeigt in einem vergrößerten Ausschnitt den Abstichteil des Schmelzgefäßes
5, das sich in einer gekippten Stellung befindet. In diesem Ausführungsbeispiel ist
eine Düse 3 in der seitlichen Gefäßwand 12 fast parallel zum Gefäßboden 13 und leicht
nach oben geneigt angeordnet. Wie in Fig. 2 schematisch dargestellt, wird durch den
Gasstrahl 9 die Schlackenschmelze 1 oberhalb der Metallschmelze 2 so weit von der
Abstichöffnung 10 zurückgedrängt, dass die Schlackenschmelze mit dem Wirbel 4 nicht
mehr in Kontakt geraten und ein Schlackenmitlauf bzw. Schlackennachlauf durch die
Abstichöffnung 10 nicht erfolgen kann.
[0025] In Figur 3 ist in einem Blockschaltbild dargestellt, in welcher Weise das Schmelzgefäß
5 mit der Ventilstation 16 und dem Mess- und Regelsystem 20 funktional verbunden ist.
Die an den Wiegezellen 7 auf Grund des in die Schmelzpfanne 11 einfließenden Gießstrahls
6 erhaltenen Messimpulse und die am Schmelzgefäß 5 erfassten Messimpulse (Kippstellung,
Schmelzbadhöhe) werden über die Messleitungen 19, 22 in das Mess- und Regelsystem
20 eingespeist. Aus diesem Mess- und Regelsystem 20 werden dann über die Steuerleitung
21 die für die Steuerung des Druckgases erforderlichen Steuerimpulse an die Ventilstation
16 gegeben. Das aus einem Druckgasbehälter 18 und/oder aus einer Druckgaserzeugungsanlage
17 über die Versorgungsleitungen 23, 24 an der Ventilstation 16 anstehende Druckgas
wird dann - von der Ventilstation 16 gesteuert mittels Mess- und Regelsystem 20 -
über die Gaszuführung 25 in das metallurgische Schmelzgefäß 5 eingeblasen.
[0026] Die Erfindung ist nicht auf die in den Zeichnungsfiguren dargestellten metallurgischen
Gefäße (Elektrolichtbogenofen /EAF) beschränkt, sondern auch bei anderen metallurgischen
Gefäßen anwendbar, bei denen die Abstichöffnung sich im Gefäßboden befindet und bei
denen die Gefahr eines Schlackenmitlaufs bzw. - nachlaufs durch die Abstichöffnung
während des Abstichs besteht.
1. Verfahren zum Abstechen von Metallschmelzen, vorzugsweise von Stahlschmelzen, aus
metallurgischen Schmelzgefäßen wie beispielsweise Elektrolichtbogenöfen, durch eine
im Gefäßboden angeordnete Abstichöffnung, wobei zum Zeitpunkt des Abstichs die Metallschmelze
mit Schlackenschmelze überschichtet ist und während des Abstichs im Bereich der Abstichöffnung
die Schlackenschmelze durch mindestens einen Gasstrahl, der durch mindestens eine
Düse in das metallurgische Schmelzgefäß eingeblasen wird, von der Oberfläche der Metallschmelze
entfernt (weggeblasen) wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Abstichöffnung (10) mindestens ein Gasstrahl (9) schräg von unten
und mindestens ein Gasstrahl (9) schräg von oben gegen die Schlackenschmelze (1) gerichtet
ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Stärke und die Einblasrate des Gasstrahls (9) durch eine Ventilstation (16) geregelt
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein Mess- und Regelsystem (20) der Startzeitpunkt, die Dauer und die Intensität
des Gaseinblasens automatisch überwacht und geregelt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur automatischen Regelung des Gaseinblasens durch das Mess- und Regelsystem (20)
mindestens einer der Parameter, nämlich die Höhe des Schmelzbadspiegels (15) im metallurgischen
Schmelzgefäß (5), Kippwinkel und Kippgeschwindigkeit des Schmelzgefäßes (5) und/oder
Abstichgewicht der Metallschmelze (2) in der Schmelzpfanne (11) verwendet wird.
5. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Einblasen ein neutrales Gas oder ein Gasgemisch, beispielsweise ein Edelgas,
verwendet wird, das die weitere Bearbeitung und Verwendung der Metallschmelze (2)
nicht negativ beeinflusst.
6. Metallurgisches Schmelzgefäß (5) mit einer im Gefäßboden (13) angeordneten Abstichöffnung
(10) und mit mindestens einer im Bereich der Abstichöffnung (10) durch die seitliche
Gefäßwand (12) geführten Düse (3) zum Einblasen des Gasstrahls (9), zur Durchführung
des Verfahrens nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsenaustrittsöffnungen (14) der Düsen (3) oberhalb und unterhalb des Badspiegels
(15) angeordnet sind.
7. Metallurgisches Schmelzgefäß (5) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe, Form, Anzahl und Anordnung der Düsen (3) entsprechend der Größe der Badoberfläche
ausgelegt sind.
8. Metallurgisches Schmelzgefäß (5) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen (3) über eine Ventilstation (16) mit einer Druckgaserzeugungsvorrichtung
(17) und/oder einem Druckgasbehälter (18) verbunden sind.
9. Metallurgisches Schmelzgefäß (5) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilstation (16) mit einem Mess- und Regelsystem (20) verbunden ist.
1. Method of tapping metal melts, preferably steel melts, from metallurgical melt vessels
such as, for example, electric arc furnaces, through a tap hole arranged in the vessel
base, wherein at the instant of tapping the metal melt is covered with molten slag
and during tapping the molten slag is, in the region of the tap hole, removed (blown
away) from the surface of the metal melt by at least one gas jet which is blown into
the metallurgical melt vessel through at least one nozzle, characterised in that in the region of the tap hole (10) at least one gas jet (9) is directed obliquely
from below and at least one gas jet (9) is directed obliquely from above against the
molten slag (1).
2. Method according to claim 1, characterised in that the strength and blowing-in rate of the gas jet (9) is regulated by a valve station
(16).
3. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the starting instant, duration and intensity of the blowing-in of gas is automatically
monitored and regulated by a measuring and regulating system (20).
4. Method according to claim 3, characterised in that for automatic regulation of the blowing-in of gas by the measuring and regulating
system (20) at least one of the parameters, namely the height of the melt bath level
(15) in the metallurgical melt vessel (5), tip angle and tipping speed of the melt
vessel (5) and/or tap weight of the metal melt (2) in the melt ladle (11), is used.
5. Method according to one or more of claims 1 to 4, characterised in that for the blowing-in there is used a neutral gas or a gas mixture, for example a rare
gas, is used which does not negatively influence the further processing and use of
the metal melt (2).
6. Metallurgical melt vessel (5) with a tap hole (10) arranged in the vessel base (13)
and with at least one nozzle (3), which is led in the region of the tap hole (10)
through the lateral vessel wall (12), for blowing in the gas jet (9), for performance
of the method according to one or more of the preceding claims, characterised in that the nozzle outlet openings (14) of the nozzles (3) are arranged above and below the
bath level (15).
7. Metallurgical melt vessel (5) according to claim 6, characterised in that the size, shape, number and arrangement of the nozzles (3) are designed in correspondence
with the size of the bath surface.
8. Metallurgical melt vessel (5) according to claim 6 or 7, characterised in that the nozzles (3) are connected by way of a valve station (16) with a compressed gas
generating device (17) and/or a compressed gas container (18).
9. Metallurgical melt vessel (5) according to claim 8, characterised in that the valve station (16) is connected with a measuring and regulating system (20).
1. Procédé pour faire couler des métaux en fusion, de préférence de l'acier en fusion,
hors de cuves de coulée métallurgiques telles que par exemple des fours à arc électrique
à travers un trou de coulée ménagé dans le fond de cuve, et au moment de la coulée,
le métal en fusion est recouvert de laitier en fusion et pendant la coulée, dans la
zone du trou de coulée, le laitier en fusion est enlevé (soufflé) de la surface du
métal en fusion par au moins un jet de gaz qui est insufflé à travers au moins une
tuyère jusque dans la cuve de coulée métallurgique, caractérisé en ce que dans la zone du trou de coulée (10) au moins un jet de gaz (9) est dirigé en oblique
depuis le bas et au moins un jet de gaz (9) est dirigé en oblique depuis le haut contre
le laitier en fusion (1).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'intensité et le taux d'insufflation du jet de gaz (9) sont réglés par une station
de soupapes (16).
3. Procédé selon l'une ou l'autre des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que grâce à un système de mesure et de réglage (20), on surveille automatiquement et
on règle l'instant de démarrage, la durée et l'intensité de l'insufflation de gaz.
4. Procédé selon la revendication 3, caractérisé en ce que pour régler automatiquement l'insufflation de gaz au moyen du système de mesure et
de réglage (20), on utilise au moins un des paramètres, à savoir la hauteur du niveau
du bain de fusion (15) dans la cuve de fusion métallurgique (5), l'angle de basculement
et la vitesse de basculement de la cuve de fusion (5) et/ou le poids de coulée du
métal en fusion (2) dans le creuset (11).
5. Procédé selon l'une ou plusieurs des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que pour l'insufflation, on utilise un gaz neutre ou un mélange gazeux, par exemple un
gaz noble qui n'influe pas négativement la suite du traitement et l'utilisation du
métal en fusion (2).
6. Cuve de fusion (5) métallurgique comportant un trou de coulée (10) ménagé dans le
fond de cuve et au moins une tuyère (3) menée dans la zone du trou de coulée (10)
à travers la paroi de cuve (12) latérale pour insuffler le jet de gaz (9), pour mettre
en oeuvre le procédé selon l'une ou plusieurs des revendications précédentes, caractérisée en ce que les orifices de sortie (14) des tuyères (3) sont agencés en dessus et en dessous
du niveau (15) du bain.
7. Cuve de fusion (5) métallurgique selon la revendication 6, caractérisée en ce que la taille, la forme, le nombre et l'agencement des tuyères sont conçus en fonction
de la taille de la surface du bain.
8. Cuve de fusion (5) métallurgique selon l'une ou l'autre des revendications 6 et 7,
caractérisée en ce que les tuyères (3) sont reliées par une station de soupapes (16) à un dispositif de
production de gaz sous pression (17) et/ou à un réservoir de gaz sous pression (18).
9. Cuve de fusion (5) métallurgique selon la revendication 8, caractérisée en ce que la station de soupapes (16) est reliée à un système de mesure et de réglage (20).

