[0001] Die Erfindung betrifft einen Industrieofen mit einem rohrförmigen Brenner, entsprechend
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Ein besonders bevorzugtes Anwendungsgebiet eines solchen Industrieofens sind Wärmebehandlungsanlagen
für mineralische Güter, beispielsweise Öfen bzw. Ofenanlagen zur Wärmebehandlung bzw.
zum Brennen von Zementklinker, Kalk, Erzen u.dgl., wobei Drehrohröfen, Calcinieröfen
bzw. Calciniereinrichtungen usw, als Industrieöfen bzw. Industrieofenanlagen besonders
in Frage kommen.
[0003] Gerade bei Industrieöfen der zuvor angedeuteten Art ist es von Bedeutung, daß der
Verbrennungsprozeß durch die Gestaltung und Betriebsweise des Brenners beeinflußt
werden kann, um die verfahrenstechnischen Aufgaben in solchen Industrieöfen bzw. Ofenanlagen
beispielsweise in Anpassung an die jeweiligen Rohmaterialeigenschaften, die gewünschten
Qualitätsmerkmale des zu erzeugenden Produktes, unterschiedliche Brennstoffarten usw.
erfüllen zu können. Ferner müssen dabei auch die vorgeschriebenen Emissionswerte etwa
hinsichtlich Kohlendioxid und Stickoxid solcher Industrieöfen eingehalten werden,
wobei der zugehörige Brenner - und damit auch der entsprechende Ofen - energetisch
und wirtschaftlich günstig betrieben werden soll. Zu diesem Zweck ist man bestrebt,
mit Hilfe des Brenners im Ofenbrennraum eine optimale Flamme auszubilden, indem eine
günstige Vermischung der zugeführten Verbrennungsluft bzw. des zugeführten Verbrennungsgases
mit dem zugeführten Brennstoff herbeigeführt wird.
[0004] Es sind daher bereits verschiedene Brennerausführungen bekannt geworden (z.B. DE-A-43
19 363, und DE-A-196 48 981), in denen mehrere koaxial angeordnete Rohrwände mehrere
gesonderte, im Querschnitt etwa ringförmige Zuführkanäle für verbrennungsgas bzw.
Verbrennungsluft und Brennstoff begrenzen. Dabei sind an dem in den Brennraum ausmündenden
Brennerstirnende des für die Verbxerinungsgaszufuhr bestimmten äußeren ringförmigen
Zuführkanales Einzeldüsen etwa ringförmig verteilt angeordnet, die einen innerhalb
dieses Verbrennungsgas-Zuführkanales liegenden Brennstoff-Zuführkanal umgeben und
für eine Vermischung von zugeführtem Brennstoff und Verbrennungsgas dadurch sorgen
sollen, daß sie in ihrer radialen und/oder tangentialen Ausströmrichtung einstellbar
sind. Die Praxis hat nun jedoch gezeigt, daß die gewünschte gute Vermischung zwischen
Verbrennungsgas bzw. Verbrennungsluft und Brennstoff nur sehr unzureichend erzielt
werden kann. Dabei wird v.a. die gesondert in den Brennraum eingeführte und im Außenumfangsbereich
des Brenners zuströmende Sekundärverbrennungsluft (Sekundärluft) meist ungenügend
in dieses Verbrennungsgas-/verbrennungsluft-Brennstoffgemisch einbezogen.
[0005] Die ältere Patentanmeldung EP-A-0 974 552 betrifft einen Brenner zur Teiloxidation
von Hydrogensulphid zur Bildung von Schwefeldampf. Der Brenner weist mehrere mit radialen
Abständen zueinander und koaxial ineinander angeordnete Rohrwände auf, die mehrere
gesonderte und im Querschnitt etwa ringförmige Zuführkanäle für Verbrennungsgas und
Brennstoff mit Hydrogensulphid begrenzen. Der äußerste ringförmige Zuführkanal ist
für Hydrogensulphid enthaltenden Brennstoff vorgesehen. Der Mündungsbereich des Brenners
ist in einer Öffnung der Brennkammer angeordnet, wobei durch den Mündungsbereich des
Brenners und die Öffnung der Brennkammer ein weiterer ringförmiger Kanal zur Zuführung
von Verbrennungsluft gebildet wird.
[0006] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Industrieofen mit einem rohrförmigen
Brenner gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 so zu verbessern, daß die Einmischung
von Brennstoff in das gesamte Verbrennungsgas bzw. in die gesamte Verbrennungsluft
und damit der ganze Verbrennungsprozeß (Zündung, Ausbrand der Brennstoffe, NO
x-Bildung, Flammenform und -länge) optimal beeinflußt werden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch das Kennzeichen des Anspruches 1 gelöst.
[0008] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0009] Bei dem erfindungsgemäßen Industrieofen mit einem rohrförmigen Brenner ist nun -
im Querschnitt des inneren Brennermundscückes betrachtet - der äußerste ringförmige
Zuführkanal im wesentlichen als Brennstoff-Zuführkanal ausgeführt, und der mit den
Einzeldüsen versehene Verbrennungsgas-Zuführkanal ist radial innerhalb dieses Brennstoff-Zuführkanales
angeordnet. Bezieht man sich bei dieser erfindungsgemäßen Ausführung beispielsweise
auf einen besonders praxisnahen Einsatz dieses Brenners etwa in einem Drehrohrofen,
in dessen Brennraum sauerstoffreiche, vorgewärmte Sekundärverbrezulungsluft, so-genannte
"Sekundärluft" beispielsweise aus einem dem Drehrohrofen nachgeschalteten Kühler direkt
zugeführt wird, wobei sie wenigstens teilweise an der Außenumfangeseite des inneren
Brennerendabschnittes entlang- bzw. zuströmt, während weiteres Verbrennungsgas, insbesondere
sogenannte "Primärluft" über den inneren Ring von Einzeldüsen und Brennstoff durch
den äußeren ringförmigen Brennstoff-Zuführkanal zugeführt werden, dann läßt sich gut
vorstellen, daß durch die radial innen liegenden Einzeldüsen der in den Brennraum
einströmende Brennstoff mittels der Primärluft in die von außen her zuströmende sekundärverbrennungsluft
gezielt eingeblasen wird. Dies bedeutet somit, daß durch die über die Einzeldüsen
einströmende Primärluft (als Verbrennungsgas) der durch den wenigstens einen äußeren
Brennstoff-zuführkanal einströmende Brennstoff zumindest etwa radial nach außen in
Richtung des Brennerumfangs und damit in die dort einströmende Sekundärluft eingeblasen
wird, wodurch sich eine sehr intensive und rasche Einmischung von Primärluft und Brennstoff
in die von außen her einströmende Sekundärluft ergibt. Aufgrund der Lage der Einzeldüsen
(radial innerhalb des Brennstoff-Zuführkanales) wird der Brennstoff durch einen hohen
Impuls in die erwärmte bzw. heiße Sekundärluft eingemischt, was zu einer raschen Zündung
des Brennstoffes führt. Der Grad der Ein- und Vermischung von Primär- und Sekundärluft
mit Brennstoff (bzw. den Brennstoffen) wird in Abhängigkeit der jeweiligen Brennstoffe,
der Beladung der Sekundärluft mit Staub und Chemikalien, der Ofengeometrie durch eine
entsprechende Ausrichtung der radial innen liegenden Einzeldüsen gesteuert. Auf diese
Weise beeinflußt der Grad der Einmischung den gesamten Verbrennungsprozeß (d.h. Zündung,
Ausbrand der Brennstoffe, NO
x-Bildung, Flammenform und -länge usw.) ganz wesentlich. Gerade bei dem Einsatz dieses
erfindungsgemäßen Brenners in einem Drehrohrofen zur Herstellung von Zementklinker
kann der Wärmebehandlungs- bzw. Brennprozeß hinsichtlich der Erzielung einer guten
Klinkerqualität und hinsichtlich einer hohen Verfügbarkeit des zugehörigen Drehrohrofens
optimal gesteuert werden. Es sei in diesem Zusammenhang jedoch auch darauf hingewiesen,
daß der erfindungsgemäß ausgeführte Brenner nicht nur in einem Drehrohrofen, sondern
auch in anderen Industrieöfen bzw. Industrieofenanlagen eingesetzt werden kann, wo
ein vergleichbarer Wärmebehandlungs- bzw. Brennprozeß durchgeführt werden soll, wie
es beispielsweise in Calcinieröfen bzw. Calciniereinrichtungen, in Brennöfen zum Brennen
von Kalk, zur Wärmebehandlung von Erzen und dergleichen mehr der Fall ist.
[0010] Die Einzeldüsen können hinsichtlich ihrer Ausströmungsrichtung nicht nur parallel,
sondern auch mit einem bestimmten Winkel zur Ausströmrichtung des sie außen umgebenden
Brennstoff-Zuführkanals ausgerichtet werden. Dabei ist auch denkbar, daß der Ausrichtungswinkel
der Einzeldüsen einstellbar ist. Mit einer schrägen Ausrichtung der Einzeldüsen in
bezug auf die Ausströmrichtung des sie umgebenden Brennstoff-Zuführkanals besteht
die Möglichkeit, die über die Einzeldüsen in den Brennraum einströmende Primärluft
(bzw. das Primärverbrennungsgas) mehr oder weniger stark nach außen divergierend einzublasen.
Bei einer windschiefen Anordnung der Einzeldüsen in bezug auf den sie umgebenden Brennstoff-zuführkanal
kann zudem ein entsprechender Drall erzeugt werden, so daß der Vermischungseffekt
von Primärluft und Brennstoff mit der Sekundärluft und damit die Beeinflussung des
gesamten Verbrennungsprozesses noch entsprechend gesteigert werden kann. Dieses Ausrichten
der Einzeldüsen kann somit nach der einen Ausführungsvariante nach optimalen Erkenntnissen
als Grundeinstellung fest vorgenommen werden, oder die Einzeldüsen können gemäß der
anderen Ausführungsvariante je nach den gegebenen Verhältnisses immer wieder neu eingestellt
werden (sei es während des Betriebes, sei es während eines Betriebsstillstandes).
[0011] Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, daß der wenigstens eine äußere Brennstoff-Zuführkanal
zwar im wesentlichen für die Zufuhr der entsprechenden Brennstoffe (flüssig, gasförmig
oder feinkörnig bzw. pulverförmig) bestimmt ist, dort jedoch durchaus auch ein gewisser
Anteil an Verbrennungsluft (im Gemisch mit den Brennstoffen) zugeführt werden kann.
Und in ähnlicher Weise kann auch dem über die Einzeldüsen zugeführten Verbrennungsgas
bzw. der dort eingeführten Primärluft im Bedarfsfalle ein gewisser Anteil an Brennstoff
eingemischt werden.
[0012] Die Erfindung sei nachfolgend anhand einer weitgehend schematischen Zeichnung noch
etwas näher erläutert. In dieser Zeichnung zeigen
- Fig.1
- eine schematische Längsschnittansicht eines beispielsweise als Drehrohrofen ausgebildeten
Industrieofens, der mit einem erfindungsgemäß ausgeführten Brenner ausgerüstet ist;
- Fig.2
- eine teilweise geschnittene Längsansicht des inneren Brenner-Endabschnittes (etwa
entsprechend Ausschnitt II in Fig.1);
- Fig.3
- eine Stirnansicht auf das innere Brennerende (entsprechend Pfeil III in Fig.2).
[0013] Der erfindungsgemäß ausgeführte rohrförmige Brenner 1 sei nachfolgend anhand eines
besonders typischen Anwendungs- bzw. Einsatzbeispieles beschrieben, und zwar bei der
Verwendung an bzw. in einem Drehrohrofen 2 zur Herstellung von Zementklinker. Von
diesem Drehrohrofen 2 ist in Fig.1 lediglich das brennerseitige bzw. auslaufseitige
Ofenende 2a ganz grob und schematisch veranschaulicht, d.h. dieser Drehrohrofen 2
kann in jeder geeigneten Weise ausgeführt sein. Dieses auslaufseitige Ofenende 2a
ragt in einen üblichen Ofenauslaufkopf 3 hinein, durch den das Ofenende 2a mit dem
Einlauf 4a irgendeines geeigneten und daher in Fig.1 nur kurz angedeuteten Kühlers
4 verbunden ist. Wie allgemein bekannt und in Fig.1 durch gestrichelte Pfeile 5 angedeutet
ist, fällt aus dem Ofenende 2a austretender, fertig gebrannter heißer Zementklinker
in den Kühler 4, wo er mit Hilfe von Kühlgas, insbesondere Kühlluft, abgekühlt wird.
Die dadurch erwärmte Kühlerabluft wird wenigstens teilweise entsprechend den durchgehend
gezeichneten Pfeilen 6 als Sekundärverbrennungsluft - nachfolgend nur als "Sekundärluft"
bezeichnet - direkt in den Brennraum 7 innerhalb des Drehrohrofenendes 2a eingeführt.
[0014] Der erfindungsgemäß ausgeführte rohrförmige Brenner 1 ragt - wie an sich bekannt
- mit seinem inneren Endabschnitt bzw. Mundstück 1a stirnseitig von hinten her und
etwa axial in das Drehrohrofenende 2a hinein, und zwar in dessen Brennraum 7.
[0015] Der Brenner 1 wird - wie in Fig.1 schematisch angedeutet - im Bereich seines außerhalb
des Drehrohrofens 2 befindlichen äußeren Endabschnittes 1b über entsprechende Zuführleitungen
mit Brennstoff (strichpunktierte Pfeile 8) und Verbrennungsgas, insbesondere Primärluft
(gestrichelte Pfeile 9) sowie ggf. noch durch weitere Zündbrennstoffe und Zündluft
in grundsätzlich bekannter Weise versorgt.
[0016] Der weitere Aufbau des erfindungsgemäßen Brenners 1 sei insbesondere anhand der Fig.2
und 3 und dabei vor allem im Bereich seines Mundstücks 1a näher erläutert. Hiernach
enthält der Brenner 1 bzw. sein Mundstück 1a mehrere mit radialen Abständen zueinander
und koaxial ineinander angeordnete Rohrwände, nämlich eine äußere Rohrwand 10, eine
koaxial und innerhalb dieser äußeren Rohrwand 10 liegende erste innere Rohrwand 11
sowie zumindest eine weitere koaxial innerhalb dieser ersten inneren Rohrwand 11 liegende
zweite bzw. zentrale Rohrwand 12. Diese Rohrwände 10, 11, 12 begrenzen mehrere gesonderte,
im Querschnitt etwa ringförmige Zuführkanäle, und zwar einen äußeren ringförmigen
Zuführkanal 13, einen koaxial innerhalb dieses äußeren Zuführkanales 13 liegenden
inneren ringförmigen Zuführkanal 14 sowie zumindest noch einen weiteren inneren Zuführkanal
15, der in diesem Falle als im Querschnitt etwa kreisförmiger Zuführkanal 15 innerhalb
der zentralen Rohrwand 12 beispielsweise für hier nicht näher veranschaulichte, da
an sich bekannte Zündbrenner oder dergleichen ausgebildet sein kann. In dem in den
Brennraum 7 weisenden Stirnende 14c des im wesentlichen für die Verbrennungsgaszufuhr,
also im vorliegenden Falle für die Primärluftzufuhr (Pfeile 9) ausgebildeten inneren
Zuführkanal 14 ist eine Anzahl von Einzeldüsen 16 etwa - wie in Fig.3 angedeutet -
ringförmig verteilt angeordnet, wobei sie - wie später nochmals erwähnt wird - fest
oder einstellbar in einer ringförmigen Stirnwand 17 gehaltert sind, die am bzw. im
Stirnende 14c des Primärluft-Zuführkanales 14 fest angebracht ist.
[0017] Bei diesem erfindungsgemäßen Brenner 1 ist nun - im Querschnitt des Mundstücks 1a
betrachtet - der äußere (bzw. äußerste) ringförmige Zuführkanal im wesentlichen als
Brennstoff-Zuführkanal 13 ausgeführt, während - wie zuvor bereits angedeutet - der
mit den Einzeldüsen 16 versehene Verbrennungsgas- bzw. Primärluft-Zuführkanal 14 radial
innerhalb dieses Brennstoff-Zuführkanales 13 angeordnet ist (wie die Fig.2 und 3 erkennen
lassen).
[0018] Es sei an dieser Stelle auch erwähnt, daß es - in Abweichung von dem anhand der Fig.2
und 3 beschriebenen Ausführungsbeispiel - grundsätzlich auch möglich ist, mehrere
ringförmige Brennstoff-Zuführkanäle und mehrere Verbrennungsgas- bzw. Primärluft-Zuführkanäle
vorzusehen, ohne das Grundprinzip dieser erfindungsgemäßen Konstruktion zu verlassen,
wobei auch die Einzeldüsen in mehreren koaxial zueinander liegenden, ringförmig zusammengeordneten
Einzeldüsengruppen vorgesehen sein können. Es sei auch betont, daß jede beliebige
bzw. geeignete Anzahl von Einzeldüsen 16 - in Anpassung an die jeweiligen Betriebsverhältnisse,
Brennstoffe usw. - vorgesehen werden kann.
[0019] Die Darstellungen in den Fig.2 und 3 zeigen ferner, daß der äußere Brennstoff-Zuführkanal
13 an seinem in den Ofenraum 7 weisenden Stirnende zweckmäßig etwa in Form einer frei
(d.h. offen und im wesentlichen ungehindert) ausmündenden Ringdüse (13a) ausgebildet
ist.
[0020] Die Einzeldüsen 16 können grundsätzlich - wie in den Fig.2 und 3 in ausgezogenen
Linien dargestellt ist - in ihrer Ausströmrichtung parallel zur Brennerlängsachse
1d ausgerichtet sein, um den weiter oben beschriebenen verbesserten Einmischungseffekt
des Brennstoffes in die Verbrennungsluft, insbesondere in die Sekundärluft sicherzustellen.
Besonders vorteilhaft kann es jedoch auch sein, wenn die Einzeldüsen 16 hinsichtlich
ihrer Ausströmrichtung (vgl. in Fig.2 gestrichelte Pfeile 9a) schräg, d.h. in einem
bestimmten Winkel zur Ausströmrichtung (strichpunktierte Pfeile 8) des sie außen umgebenden
Brennstoff-Zuführkanales 13) ausgerichtet sind, wie es in Fig.2 und 3 nur teilweise
und ganz schematisch strichpunktiert angedeutet ist. Dies kann zum einen auf einfache
Weise dadurch geschehen, daß die Einzeldüsen 16 bei der Herstellung des Brenners 1
in einer geeigneten Grundeinstellung fest (und dabei eventuell austauschbar) in der
zugehörigen Stirnwand 17 angebracht werden. Zum andern besteht jedoch auch die Möglichkeit,
diese Einzeldüsen 16 in der zugehörigen Stirnwand 17 einstellbar, beispielsweise mittels
einer Kugelkalotte derart zu haltern, daß sie hinsichtlich ihrer Ausströmrichtung
schräg oder windschief zur Ausströmrichtung des sie umgebenden Brennstoff-Zuführkanals
eingestellt werden können. Bei einer schrägen Ausrichtung wird beispielsweise lediglich
das Einströmende der Einzeldüsen 16 im wesentlichen radial zur Brennerachse 1d verschoben.
Bei einer windschiefen Ausrichtung der Einzeldüsen 16 wird das Einströmende der Einzeldüsen
16 auf einen konzentrischen Kreis um die Brennerachse 1d bewegt. Diese Einstellmöglichkeiten
der Einzeldüsen 16 sind in der Zeichnung nicht näher veranschaulicht, da sie generell
zum Stand der Technik gehört, d.h. diese Einzeldüsen 16 können etwa in der beispielsweise
aus DE-A-196 48 981 bekannten Weise einstellbar gehaltert sein.
1. Industrieofen mit einem rohrförmigen Brenner, wobei der Brenner
a) einen in einen mit Sekundärverbrennungsluft (6) versorgten Brennraum (7) des Ofens
(2) hineinragenden inneren Endabschnitt (1a) enthält und
b) mehrere mit radialen Abständen zueinander und koaxial ineinander angeordnete Rohrwände
(10, 11, 12) aufweist, die mehrere gesonderte und im Querschnitt etwa ringförmige
Zuführkanäle (13, 14) für Verbrennungsgas (9) und Brennstoff (8) begrenzen, wobei
c) in der in den Brennraum (7) weisenden Stirnseite (14c) wenigstens eines für die
Verbrennungsgaszufuhr (9) ausgebildeten Zuführkanales (14) eine Anzahl von Einzeldüsen
(16) etwa ringförmig verteilt angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
d) - im Querschnitt des inneren Brennerendabschnittes (1a) betrachtet - wenigstens
der äußerste ringförmige Zuführkanal als Brennstoff-Zuführkanal (13) ausgeführt und
der mit den Einzeldüsen (16) versehene Verbrennungsgas-Zuführkanal (14) radial innerhalb
dieses Brennstoff-Zuführkanales (13) angeordnet ist.
2. Industrieofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff-Zuführkanal (13) an seinem in den Ofenbrennraum (7) weisenden Stirnende
etwa in Form einer frei ausmündenden Ringdüse (13a) ausgebildet ist.
3. Industrieofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsgas-Zuführkanal (14) im wesentlichen für die Zufuhr von Primärverbrennungsluft
(Primärluft 9) und/oder wahlweise für die Zufuhr von Brenngas oder ein Primärluft-Brenngas-Gemisch
vorgesehen ist.
4. Industrieofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die ringförmig verteilt angeordneten Einzeldüsen (16) in einer am Stirnende (14c)
des Verbrennungsgas-Zuführkanalea (14) angebrachten, ringförmigen Stirnwand (17) gehaltert
sind.
5. Industrieofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeldüsen (16) hinsichtlich ihrer Ausströmrichtung (9a) parallel zur Ausströmrichtung
(8) des sie außen umgebenden Brennstoff-Zuführkanales (13) ausgerichtet sind.
6. Industrieofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeldüsen (16) hinsichtlich ihrer Ausströmrichtung in einem bestimmten Winkel
zur Ausströmrichtung des sie umgebenden Brennstoff-Zuführkanales (13) ausgerichtet
sind.
7. Industrieofen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzeldüsen (16) hinsichtlich ihrer Ausströmrichtung in einem bestimmten Winkel
zur Ausströmrichtung des sie umgebenden Brennstoff-Zuführkanales (13) einstellbar
sind.
1. Industrial furnace having a tubular burner, wherein the burner
a) comprises an inner end portion (1a) projecting into a combustion chamber (7) of
the furnace (2), which combustion chamber (7) is supplied with secondary combustion
air (6) and
b) a plurality of tube walls (10, 11, 12) arranged coaxially inside one another and
radially spaced from one another which define a plurality of separate feed ducts (13,
14) of approximately annular cross-section for combustion gas (9) and fuel (8), wherein
c) in the front end (14c), pointing into the combustion chamber (7), of at least one
feed duct (14) constructed for supplying combustion gas (9), a number of individual
nozzles (16) are arranged in approximately annular distribution,
characterised in that
d) looking at the cross-section of the inner burner end portion (1a), at least the
outermost annular feed duct is constructed as a fuel feed duct (13), and the combustion
gas feed duct (14) provided with the individual nozzles (16) is arranged radially
inside that fuel feed duct (13).
2. Industrial furnace according to claim 1, characterised in that, at its front end pointing into the furnace combustion chamber (7), the fuel feed
duct (13) is constructed approximately in the form of a freely discharging annular
nozzle (13a).
3. Industrial furnace according to claim 1, characterised in that the combustion gas feed duct (14) is provided substantially for supplying primary
combustion air (primary air 9) and/or optionally for supplying combustion gas or a
primary air/combustion gas mixture.
4. Industrial furnace according to claim 1, characterised in that the individual nozzles (16) arranged in annular distribution are held in an annular
front wall (17) mounted on the front end (14c) of the combustion gas feed duct (14).
5. Industrial furnace according to claim 4, characterised in that the individual nozzles (16) are oriented with regard to their discharge direction
(9a) parallel to the discharge direction (8) of the fuel feed duct (13) surrounding
them on the outside.
6. Industrial furnace according to claim 4, characterised in that the individual nozzles (16) are oriented with regard to their discharge direction
at a given angle to the discharge direction of the fuel feed duct (13) surrounding
them.
7. Industrial furnace according to claim 4, characterised in that the individual nozzles (16) are adjustable with regard to their discharge direction
at a given angle to the discharge direction of the fuel feed duct (13) surrounding
them.
1. Four industriel avec un brûleur tubulaire, le brûleur
a) contenant une portion d'extrémité intérieure (1a) qui entre dans une chambre de
combustion (7) du four (2) alimentée en air de combustion secondaire (6), et
b) présentant plusieurs parois tubulaires (10, 11, 12) disposées à intervalles radiaux
les unes par rapport aux autres et les unes dans les autres de manière coaxiale, qui
délimitent plusieurs canaux d'alimentation (13, 14) séparés et approximativement annulaires
en section pour le gaz de combustion (9) et le combustible (8),
c) dans le côté frontal (14c) donnant dans la chambre de combustion (7) d'au moins
un canal d'alimentation (14) formé pour l'alimentation en gaz de combustion (9) étant
disposé un certain nombre de buses individuelles (16) réparties approximativement
de manière annulaire,
caractérisé en ce que,
d) vu en coupe de la portion d'extrémité intérieure (1a) du brûleur, au moins le canal
d'alimentation annulaire le plus à l'extérieur est réalisé comme canal d'alimentation
en combustible (13), et le canal d'alimentation en gaz de combustion (14) muni des
buses individuelles (16) est disposé de manière radiale à l'intérieur de ce canal
d'alimentation en combustible (13).
2. Four industriel selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal d'alimentation en combustible (13) est formé, au niveau de son extrémité
frontale dirigée vers la chambre de combustion du four (7), approximativement sous
la forme d'une buse annulaire à ouverture libre (13a).
3. Four industriel selon la revendication 1, caractérisé en ce que le canal d'alimentation en gaz de combustion (14) est prévu essentiellement pour
l'alimentation en air de combustion primaire (air primaire 9) et/ou facultativement
pour l'alimentation en gaz combustible ou en un mélange air primaire-gaz combustible.
4. Four industriel selon la revendication 1, caractérisé en ce que les buses individuelles (16) disposées réparties de façon annulaire sont fixées dans
une paroi frontale annulaire (17) placée à l'extrémité frontale (14c) du canal d'alimentation
en gaz de combustion (14).
5. Four industriel selon la revendication 4, caractérisé en ce que les buses individuelles (16), en ce qui concerne leur direction d'écoulement (9a),
sont orientées parallèles à la direction d'écoulement (8) du canal d'alimentation
en combustible (13) qui les entoure à l'extérieur.
6. Four industriel selon la revendication 4, caractérisé en ce que les buses individuelles (16), en ce qui concerne leur direction d'écoulement, sont
orientées à un certain angle par rapport à la direction d'écoulement du canal d'alimentation
en combustible (13) qui les entoure.
7. Four industriel selon la revendication 4, caractérisé en ce que les buses individuelles (16), en ce qui concerne leur direction d'écoulement, peuvent
être réglées à un certain angle par rapport à la direction d'écoulement du canal d'alimentation
en combustible (13) qui les entoure.