| (19) |
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(11) |
EP 1 183 752 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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28.01.2004 Patentblatt 2004/05 |
| (22) |
Anmeldetag: 12.05.2000 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC)7: H01P 1/161 |
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/IB2000/000633 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2000/070705 (23.11.2000 Gazette 2000/47) |
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| (54) |
POLARISATIONSWEICHE
POLARIZATION SEPARATING FILTER
AIGUILLAGE DE POLARISATION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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DE ES FI FR GB IT SE |
| (30) |
Priorität: |
18.05.1999 DE 19922709
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.03.2002 Patentblatt 2002/10 |
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Patentinhaber: Marconi Communications GmbH |
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71522 Backnang (DE) |
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Erfinder: |
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- SPELDRICH, Werner
D-71522 Backnang (DE)
- ROSENBERG, Uwe
D-71522 Backnang (DE)
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| (74) |
Vertreter: Grosse, Rainer, Dipl.-Ing. et al |
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Gleiss & Grosse
Leitzstrasse 45 70469 Stuttgart 70469 Stuttgart (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 993 064 DE-U- 29 511 273 GB-A- 1 507 147
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DE-A- 3 111 106 FR-A- 2 371 065 US-A- 2 766 430
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- HAWKINS G J ET AL: "TRACKING SYSTEMS FOR SATELLITE COMMUNICATIONS" IEE PROCEEDINGS
F. COMMUNICATIONS, RADAR & SIGNAL PROCESSING,GB,INSTITUTION OF ELECTRICAL ENGINEERS.
STEVENAGE, Bd. 135, Nr. 5, PART F, 1. Oktober 1988 (1988-10-01), Seiten 393-407, XP000038205
ISSN: 0956-375X
- PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 17, no. 386, 20. Juli 1993 (1993-07-20) & JP 05 067902
A (NEC CORP.), 19. März 1993 (1993-03-19)
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Polarisationsweiche, bestehend aus einem
zentralen Hohlleiter, in dem zwei linear orthogonal polarisierte Wellen ausbreitungsfähig
sind, wobei ein Ende des zentralen Hohlleiters mit einer Kurzschlußwand abgeschlossen
ist und in der Nähe der Kurzschlußwand zwei Wellenleiter an zwei einander gegenüberliegenden
Wänden des zentralen Hohlleiters in einer zumindest annähernd gleichen, zur Hohlleiterlängsachse
senkrecht verlaufenden Querschnittsebene angekoppelt sind. Eine derartige Polarisationsweiche
ist aus der DE 31 11 106 C2 bekannt. Dabei sind an einen zentralen Hohlleiter mit
rundem oder quadratischen Querschnitt an zwei einander gegenüberliegenden Wänden in
der gleichen Querschnittsebene ein Rechteckhohlleiter und ein Koaxialleiter angekoppelt.
Die Ankopplung eines Koaxialleiters ist aufwendig in der Fertigung und Montage, da
spezielle mit hoher Präzision zu fertigende Einzelteile (z.B. Innenleiter, Stützscheiben
etc.) erforderlich sind. Da bei Standardanwendungen von Polarisationsweichen Hohlleiteranschlußtore
vorhanden sind, müssen extra Koaxial-/Hohlleiterübergänge vorgesehen werden, wodurch
gute Reflexionseigenschaften nur schwer erreicht werden können.
[0002] Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Polarisationsweiche der eingangs
genannten Art anzugeben, die mit möglichst geringem Aufwand herstellbar ist und zudem
sehr gute elektrische Eigenschaften aufweist.
Vorteile der Erfindung
[0003] Die genannte Aufgabe wird mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 dadurch gelöst,
daß die zwei Wellenleiter Hohlleiter sind, die stirnseitig an gegenüberliegenden Seiten
des zentralen Hohlleiters angekoppelt sind, wobei die Hohlleiter so dimensioniert
sind, daß in ihnen nur der Grundwellentyp ausbreitungsfähig ist, und daß die beiden
Hohlleiter um ihre Längsachsen so gegeneinander verdreht sind, daß die elektromagnetischen
Felder der beiden Hohlleiter orthogonal zueinander orientiert sind.
[0004] Da alle Hohlleiter dieser Polarisationsweiche in einer Ebene liegen, kann sie in
eine planare Hohlleiterschaltung integriert werden. Der zentrale Hohlleiter und die
daran angekoppelten Hohlleiter werden dazu als Halbschalen gefertigt, die in dem Boden
und Deckel eines Gehäuses eingelassen sind. Aufgrund des kompakten Aufbaus ist es
auch möglich, die Polarisationsweiche komplett aus einem Stück herzustellen, indem
ein Grundkörper von den Anschlußseiten der Hohlleitertore des zentralen und der seitlich
angekoppelten Hohlleiter bearbeitet wird.
[0005] Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen
hervor.
[0006] So können die beiden Hohlleiter über Blenden an den zentralen Hohlleiter angekoppelt
sein, um eine möglichst breitbandige Ankopplung zu erzielen. Im zentralen Hohlleiter
kann im Koppelbereich der beiden Hohlleiter mindestens ein Stab angeordnet sein.
[0007] Es ist zweckmäßig, daß sich im zentralen Hohlleiter von der Kurzschlußwand aus ein
Trennblech in den Koppelbereich der beiden seitlich angekoppelten Hohlleiter hinein
erstreckt, wobei das Trennblech senkrecht zu den Längsachsen der angekoppelten Hohlleiter
orientiert ist. Dabei kann im zentralen Hohlleiter mindestens im Koppelbereich eines
seitlichen Hohlleiters im Winkel zwischen dem Trennblech und der Kurzschlußwand ein
Steg angeordnet sein.
[0008] In einer weiteren Ausführung haben die seitlichen Hohlleiter einen rechteckförmigen
Querschnitt und der Hohlleiter, dessen Breitseite senkrecht zur Längsachse des zentralen
Hohlleiters orientiert sind, ist über einen E-Ebenen-Krümmer an den zentralen Hohlleiter
angekoppelt, wobei der E-Ebenen-Krümmer durch eine im zentralen Hohlleiter vorhandene
Kontur gebildet wird, die gleichzeitig eine von der Kurzschlußwand ausgehende, sich
in die Ankoppelebene der beiden seitlichen Hohlleiter hineinerstreckende Trennwand
bildet, die senkrecht zu den Längsachsen der seitlich angeordneten Hohlleiter orientiert
ist. Mit dieser Anordnung erhält man eine optimale Entkopplung der beiden über die
seitlichen Hohlleiter angekoppelten Polarisationen.
Zeichnung
[0009] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einiger in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine perspektivische Darstellung einer Polarisationsweiche mit einem Trennblech
in einem zentralen Quadrathohlleiter,
Figuren 2a, b zwei Ansichten einer Polarisationsweiche mit einem Trennblech in einem
zentralen Rundhohlleiter,
Figuren 3a, b zwei Ansichten einer Polarisationsweiche mit einem Trennblech und einem
Steg in einem zentralen Rundhohlleiter,
Figuren 4a, b zwei Ansichten einer Polarisationsweiche mit einem E-Krümmer in einem
zentralen Rundhohlleiter und
Figuren 5a, b zwei Ansichten einer Polarisationsweiche mit einem Stift in einem zentralen
Rundhohlleiter.
Beschreibung von Ausführungsbeispielen
[0010] Die Figur 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine Polarisationsweiche,
die einen zentralen Hohlleiter 1 aufweist, der an einem Ende mit einer Kurzschlußwand
2 abgeschlossen ist. Der dargestellte zentrale Rechteckhohlleiter 1 hat einen quadratischen
Querschnitt, so daß in ihm zwei linear orthogonal polarisierte Wellen H01 und H10
ausbreitungsfähig sind. Um diese beiden Polarisationen an den zentralen Hohlleiter
1 ankoppeln zu können, sind zwei Rechteckhohlleiter 3 und 4 an zwei gegenüberliegenden
Seitenwänden des zentralen Hohlleiters 1 angekoppelt. Diese seitlich angekoppelten
Rechteckhohlleiter 3 und 4 sind so dimensioniert, daß in ihnen nur der Grundwellentyp
H01, H10 ausbreitungsfähig ist. Die in den Querschnitten der beiden Rechteckhohlleiter
3 und 4 angedeuteten Pfeile kennzeichnen die ihnen zugeordneten Polarisationen. Beide
Rechteckhohlleiter 3 und 4 sind in einer zumindest annähernd gleichen, zur Längsachse
des zentralen Hohlleiters 1 verlaufenden Querschnittsebene angekoppelt. Der Abstand
dieser Querschnittsebene von der Kurzschlußwand 2 beträgt in diesem Ausführungsbeispiel
etwa 1/8 der Hohlleiterwellenlänge bei der mittleren Betriebsfrequenz und kann, wie
später ausgeführt, für beide Hohlleitertore auch unterschiedlich sein. Zur eindeutigen
Trennung der beiden Polarisationen sind die beiden Rechteckhohlleiter 3 und 4 bezüglich
ihrer Querschnitte um 90° gegeneinander verdreht.
[0011] Um eine möglichst breitbandige Ankopplung der Rechteckhohlleiter 3 und 4 an den zentralen
Hohlleiter 1 zu erzielen, sind die Rechteckhohlleiter 3 und 4 über Blenden 5 und 6
an den zentralen Hohlleiter 1 angekoppelt. Im zentralen Hohlleiter 1 befindet sich
ein Trennblech 7, das von der Kurzschlußwand 2 ausgeht und sich in den Koppelbereich
zwischen den beiden Rechteckhohlleitern 3 und 4 erstreckt. Durch das Einfügen eines
solchen Trennblechs 7 können die elektrischen Kurzschlußebenen für die zwei Polarisationsankopplungen
weitgehend unabhängig optimiert werden. Die elektrische Kurzschlußebene für den Rechteckhohlleiter
3, dessen Breitseiten parallel zur Längsachse des zentralen Hohlleiters 1 liegen,
wird im wesentlichen durch die Länge des Trennblechs bestimmt. Die elektrische Kurzschlußebene
für den anderen Rechteckhohlleiter 4, dessen Breitseiten senkrecht zu der Längsachse
des zentralen Hohlleiters 1 liegen, ergibt sich im wesentlichen durch den Teilbereich
der Kurzschlußwand 2, der sich zwischen dem Trennblech 7 und dem Rechteckhohlleiter
4 befindet. Das Trennblech 7 sorgt außerdem für eine gute Entkopplung zwischen den
beiden Polarisationen. Zudem kann das Trennblech 7 mit einer in Richtung der Längsachse
des zentralen Hohlleiters 1 gestuften Kontur versehen sein, wodurch bessere Anpassungseigenschaften
erreicht werden können.
[0012] Der zentrale Hohlleiter 1 der Polarisationsweiche kann auch ein Rundhohlleiter sein,
wie eine in Figur 2a dargestellte Draufsicht und eine in Figur 2b dargestellte Frontansicht
auf die Kurzschlußebene 2 zeigt. In den Figuren 2a und 2b sind Teile, die den in der
zuvor beschriebenen Figur 1 vorkommenden Teilen gleichen, mit gleichen Bezugszeichen
versehen worden. Auch in den nachfolgend beschriebenen Figuren sind gleiche Teile
mit gleichen Bezugszeichen versehen.
[0013] Die Figuren 3a und 3b entsprechen den Figuren 2a und 2b mit dem Unterschied, daß
mit der in den Figuren 3a, b dargestellten Polarisationsweiche zwischen dem Trennblech
7 und dem angekoppelten Rechteckhohlleiter 3 im Winkel zwischen der Kurzschlußwand
2 und dem Trennblech 7 ein gestufter Steg 8 angeordnet ist. Durch den gestuften Steg
8 wird eine Transformation zwischen dem Wellentyp des zentralen Hohlleiters und dem
von diesem durch den Hohlleiter 3 angekoppelten Grundwellentyp erreicht, wobei gleichzeitig
das elektromagnetische Feld im zenralen Hohlleiter 1 in Richtung des seitlichen Hohlleiters
3 gekrümmt wird. Dadurch wird die Realisierung guter elektrischer Eigenschaften in
einem breiten Frequenzband wesentlich verbessert. Der Steg 8 kann auch über das Trennblech
7 in Richtung der Längsachse des zentralen Hohlleiters 1 hinausragen, da er die Eigenschaften
der orthogonalen Polarisation, die am anderen seitlichen Hohlleiter 4 angekoppelt
wird, nur unwesentlich beeinflußt. Es ist auch möglich, daß ein Teil des Steges 8
in die Blende 5 des Hohlleiters 3 hineinragt.
[0014] Bei der in den Figuren 4a (Draufsicht) und Figur 4b (Frontansicht) dargestellten
Polarisationsweiche ist in dem zentralen Rundhohlleiter 1 ein E-Ebenen-Krümmer 9 für
den Rechteckhohlleiter 3, dessen Breitseiten rechtwinklig zur Längsachse des zentralen
Rundhohlleiters 1 verlaufen, integriert. Der E-Ebenen-Krümmer 9 wird durch eine im
zentralen Rundhohlleiter 1 vorhandene Kontur gebildet, die gleichzeitig eine von der
Kurzschlußwand 2 ausgehende, sich in die Ankoppelebene der beiden Rechteckhohlleiter
3 und 4 hineinerstreckende Trennwand bildet, die senkrecht zu den Längsachsen der
Rechteckhohlleiter 3 und 4 orientiert ist. Dieser E-Ebenen-Krümmer 9 bewirkt, wie
der gestufte Steg 8 in Figur 3, eine Krümmung des elektromagnetischen Feldes des Wellentyps
des zentralen Hohlleiters 1, der in den seitlichen Hohlleiter 3 eingekoppelt wird,
und damit eine Verbeserung der elektrischen Eigenschaften der Ankopplung. Der E-Ebenen-Krümmer
9 kann auch in Form mehrerer Stufen ausgeführt sein.
[0015] Die Figuren 5a und 5b zeigen, daß in dem zentralen Hohlleiter 1 ein Stift 10 im Koppelbereich
zwischen den beiden Rechteckhohlleitern 3 und 4 angeordnet ist. Dieser Stift 10 dient
zur besseren Anpassung der angekoppelten Rechteckhohlleiter 3 und 4. Es können auch
mehrere Stifte oder andere Diskontinuitäten im Koppelbereich zwischen den beiden Rechteckhohlleitern
3 und 4 zur Verbesserung der Anpassung angeordnet werden.
[0016] Wenn in der vorangehenden Beschreibung von Rechteckhohlleitern die Rede ist, sind
damit auch Hohlleiter mit rechteckähnlichen Querschnitten (z.B. rechteckig mit abgerundeten
Kanten, ellipsenförmig und dergleichen) gemeint, in denen ähnliche Wellentypen ausbreitungsfähig
sind wie in rein rechteckförmigen Hohlleitern. Abweichend von den in den Figuren 2
bis 5 dargestellten Ausführungsbeispielen kann der zentrale Hohlleiter 1 auch einen
quadratischen Querschnitt aufweisen oder einen gegenüber rund oder quadratisch abweichenden
Querschnitt, in dem auf jeden Fall zwei orthogonal linear polarisierte Wellen ausbreitungsfähig
sind.
[0017] Die beschriebene Polarisationsweiche kann auch als sogenannte Frequenzpolarisationsweiche
betrieben werden, wobei die orthogonalen Polarisationen für unterschiedliche Frequenzbereiche
ausgelegt sind.
1. Polarisationsweiche, bestehend aus einem zentralen Hohlleiter (1), in dem zwei orthogonal
linear polarisierte Wellen ausbreitungsfähig sind, wobei ein Ende des zentralen Hohlleiters
(1) mit einer Kurzschlusswand (2) abgeschlossen ist und in der Nähe der Kurzschlusswand
(2) zwei Hohlleiter (3, 4) an zwei einander gegenüberliegenden Wänden des zentralen
Hohlleiters (1) in einer zumindest annähernd gleichen, zur Hohlleiterlängsachse senkrecht
verlaufenden Querschnittsebene stirnseitig an gegenüberliegenden Seiten des zentralen
Hohlleiters (1) angekoppelt sind, wobei die Hohlleiter (3, 4) so dimensioniert sind,
dass in ihnen nur der Grundwellentyp ausbreitungsfähig ist, und dass die beiden Hohlleiter
(3, 4) um ihre Längsachsen so gegeneinander verdreht sind, dass die elektromagnetischen
Felder der beiden Hohlleiter (3, 4) orthogonal zueinander orientiert sind, wobei sich
im zentralen Hohlleiter (1) von der Kurzschlusswand (2) aus ein Trennblech (7) in
den Koppelbereich der beiden Hohlleiter (3, 4) hinein erstreckt, wobei das Trennblech
(7) senkrecht zu den Längsachsen der angekoppelten Hohlleiter (3, 4) orientiert ist.
2. Polarisationsweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hohlleiter (3, 4) über Blenden (5, 6) an den zentralen Hohlleiter (1)
angekoppelt sind.
3. Polarisationsweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im zentralen Hohlleiter (1) im Koppelbereich der beiden Hohlleiter (3, 4) mindestens
ein Stab (10) angeordnet ist.
4. Polarisationsweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im zentralen Hohlleiter (1) mindestens im Koppelbereich eines der beiden Hohlleiter
(3, 4) im Winkel zwischen dem Trennblech (7) und der Kurzschlußwand (2) ein Steg (8)
angeordnet ist.
5. Polarisationsweiche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Hohlleiter (3, 4) einen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen und der
Hohlleiter (3), dessen Breitseiten senkrecht zur Längsachse des zentralen Hohlleiters
(1) orientiert sind, über einen E-Ebenen-Krümmer (9) angekoppelt ist, wobei der E-Ebenen-Krümmer
(9) durch eine im zentralen Hohlleiter (1) vorhandene Kontur gebildet wird, die gleichzeitig
eine von der Kurzschlußwand (2) ausgehende, sich in den Ankoppelbereich der beiden
Hohlleiter (3, 4) hineinerstreckende Trennwand bildet, die senkrecht zu den Längsachsen
der Hohlleiter (3, 4) orientiert ist.
1. Polarization filter, consisting of a central hollow-cored conductor (1), in which
two orthogonal linear polarized waves can be propagated, whereby one end of the central
hollow-cored conductor (1) is closed off by a short-circuit wall (2) and, in the vicinity
of the short-circuit wall (2), two hollow-cored -conductors (3, 4) are coupled at
two mutually-opposed walls of the central hollow-cored conductor (1) in an at least
approximately identical cross-sectional plane running perpendicular to the longitudinal
axis of the hollow-cored conductor on the face side, on opposite sides of the central
hollow-cored conductor (1), whereby the hollow-cored conductors (3, 4) are dimensioned
in such a way that only the groundwave type can be propagated in them, and in that
the two hollow-cored conductors (3, 4) are rotated about their longitudinal axes against
each other in such a way that the electromagnetic fields of the two hollow-cored conductors
(3, 4) are orientated orthogonally to each other, whereby, in the central hollow-cored
conductor (1) a separation sheet (7) projects from the short-circuit wall (2) into
the coupling area of the two hollow-cored conductors (3, 4), whereby the separation
sheet (7) is orientated perpendicular to the longitudinal axes of the coupled hollow-cored
conductors (3, 4).
2. Polarization filter according to Claim 1, characterised in that the two hollow-cored conductors (3, 4) are coupled by means of diaphragms (5, 6)
to the central hollow-cored conductor (1).
3. Polarization filter according to Claim 1, characterised in that at least one bar (10) is arranged in the central hollow-cored conductor (1) in the
coupling area of the two hollow-cored conductors (3, 4).
4. Polarization filter according to Claim 1, characterised in that a web (8) is arranged in the central hollow-cored conductor (1) at least in the coupling
area of one of the two hollow-cored conductors (3, 4), in the angle between the separation
sheet (7) and the short-circuit wall (2).
5. Polarization filter according to Claim 1, characterised in that the two hollow-cored conductors (3, 4) have a rectangular cross-section, and the
hollow-cored conductor (3), of which the broad sides are orientated perpendicular
to the longitudinal axis of the central hollow-cored conductor (1), is coupled by
means of an E-plane elbow element (9), whereby the E-plane elbow clement (9) is formed
by a contour present in the central hollow-cored conductor (1), which at the same
time forms a separation wall extending from the short-circuit wall (2) into the coupling
area of the two hollow-cored conductors (3, 4), said separation wall being orientated
perpendicular to the longitudinal axes of the hollow-cored conductors (3, 4).
1. Transducteur orthomode; composé d'un guide d'ondes central (1), dans lequel peuvent
se propager deux ondes polarisées de manière linéaire orthogonale, moyennant quoi
une extrémité du guide d'ondes central (1) est fermée par une paroi court-circuit
(2) et à proximité de la paroi court-circuit (2) deux guides d'ondes (3, 4) sont couplés
à deux parois du guide d'ondes central (1) placées l'une en face de l'autre sur un
plan de section transversale au moins presque identique, s'étirant perpendiculairement
à l'axe du guide d'ondes, face aux côtés du guide d'ondes central (1) situés l'un
en face de l'autre, moyennant quoi les guides d'ondes (3, 4) sont dimensionnés de
telle manière que seul le type d'ondes fondamentales peut se propager en eux et que
les deux guides d'ondes (3, 4) sont décalés autour de leurs axes longitudinaux l'un
par rapport à l'autre de telle manière que les champs électromagnétiques des deux
guides d'ondes (3, 4) sont orientés ensemble de manière orthogonale, moyennant quoi
une plaque de séparation (7) s'étire dans le guide d'ondes central (1) à partir de
la paroi court-circuit (2) à l'intérieur de la zone de couplage des deux guides d'ondes
(3, 4), moyennant quoi la plaque de séparation (7) est orientée perpendiculairement
aux axes longitudinaux des guides d'ondes couplés (3, 4).
2. Transducteur orthomode selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux guides d'ondes (3, 4) sont couplés au guide d'ondes central (1) par l'intermédiaire
de filtres (5, 6).
3. Transducteur orthomode selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins une barre (10) est disposée dans le guide d'ondes central (1) dans la zone
de couplage des deux guides d'ondes (3, 4).
4. Transducteur orthomode selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le guide d'ondes central (1) au moins une moulure (8) est disposée dans la zone
de couplage de l'un des deux guides d'ondes (3, 4) dans l'angle entre la plaque de
séparation (7) et la paroi court-circuit (2).
5. Transducteur orthomode selon la revendication 1, caractérisé en ce que les deux guides d'ondes (3, 4) comportent une section transversale de forme rectangulaire
et le guide d'ondes (3) dont les côtés larges sont orientés perpendiculairement à
l'axe longitudinal du guide d'ondes central (1), est couplé par l'intermédiaire d'un
coude plan E (9), moyennant quoi le coude plan E (9) est formé par un contour existant
dans le guide d'ondes central (1) qui forme en même temps une paroi de séparation
partant de la paroi court-circuit (2) et s'étirant à l'intérieur de la zone de couplage
des deux guides d'ondes (3, 4), orientée perpendiculairement aux axes longitudinaux
des guides d'ondes (3, 4).